Schon den ersten Konflikt um die Staatsfinanzierung aus der Notenpresse droht die Europäische Zentralbank zu verlieren – wir alle zahlen.
Der Papst – wie viele Divisionen hat er? Mit dieser rhetorischen Frage soll Josef Stalin die Teilnahme des Vatikans an den Verhandlungen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs abgelehnt haben.
Wie viele Divisionen kommandiert Mario Draghi? Als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) liebt er kriegerische Wortspiele in der Geldpolitik, wie das von der Dicken Berta, dem gewaltigen Kriegsgeschütz. Aber seine starken Worte kaschieren nur, dass er wenig Macht hat – und deshalb vermutlich schon im Oktober vollmundige Versprechungen von August kassieren muss. Da hat Draghi durchgesetzt, dass zukünftig die EZB “unbegrenzt” Staatsanleihen der Strauchelländer aufkaufen wird. Das klingt nun ziemlich nach einem direkten Verstoß gegen das Gebot, die EZB dürfe keine direkte Staatsfinanzierung betreiben. Daher hat Draghi sich eine doppelte Ausrede zurechtgelegt: Der Ankauf erfolge zum einen nur, wenn die Finanzmärkte in ihrer Funktion gestört seien, und zum anderen nur unter strikten Spar- und Reformauflagen.
Klingt beruhigend, wäre da nicht Griechenland, das Mutterland der Euro-Misere. Das Land muss alle drei Monate der Troika von EZB, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Union Rechenschaft über seine Sparpolitik ablegen, damit noch im Oktober die nächste Tranche in Höhe von 31,5 Milliarden Euro der zugesagten Hilfsgelder fließen kann. Dieser Bericht der Troika kommt und kommt nicht. Ein Zwischenbericht aus dem Juli stellte fest, dass 210 von 300 Sparvorhaben nicht erfüllt seien. Insgesamt beträgt die Finanzierungslücke 30 Milliarden Euro. So desaströs wirkt die Euro-Rettungspolitik, dass Börsenturbulenzen erwartet werden, wenn das Dokument des Scheiterns offiziell wird – mit einer Wucht, dass sogar der US-Wahlkampf gestört werden könnte: Daher soll es erst nach dem 6. November veröffentlicht werden.
Ohne weitere sofortige Hilfsmilliarden und wenn zudem die eingeplanten 31,5 Milliarden Euro nicht im Oktober ausgezahlt werden, muss Griechenland sehr schnell und unausweichlich den Staatsbankrott erklären. Daher laufen jetzt Gespräche, um Draghi erneut zur bedingungslosen Hilfe zu bewegen. Er soll, wie schon im August, diesmal für acht Milliarden Euro faktisch wertlose griechische Staatsanleihen aufkaufen, die vorher von den griechischen Banken übernommen wurden. Damit müsste Draghi dreifach das Scheitern seiner Politik eingestehen: Nicht die Märkte versagen, wie er behauptet – vielmehr zeigen sie ihre Funktionsfähigkeit ja gerade dadurch, dass sie die griechische Schummelei durchschauen. Auch die zweite Rechtfertigungssäule bröckelt – der Troikabericht kommt ja gerade deswegen nicht, weil Griechenland seine Auflagen nicht erfüllt. Und trotzdem soll es Geld geben?
Beamte kämpfen nicht gern
Nichts bliebe übrig von der angeblichen “strikten Konditionalität”, wonach frisches Geld an Reformen gebunden ist. Auch die notwendige Verkleinerung griechischer Banken bliebe auf der Strecke. Draghi sitzt in der Falle: Hilft er Griechenland, zerbricht das Vertrauen in die Unabhängigkeit der EZB, die Funktionsweise des Europäischen Währungssystems wäre gefährdet. Zudem würden nach einem Erfolg der griechischen Panzerknacker auch Irland, Spanien und Italien bedingungslos EZB-Geld beanspruchen und die Inflationsschleusen weit aufreißen. Die EZB wäre der unbegrenzte und uneingeschränkte Finanzierer der Euro-Schuldenmacher. Zahlt Draghi aber nicht, geht Griechenland unweigerlich pleite und löst damit eine für den Euro katastrophale Kettenreaktion aus. Diese Verantwortung will er nicht tragen.
So ist Draghi nicht mehr unabhängiger Präsident, sondern Gefangener der Politik. Sie will Griechenland um jeden Preis retten und setzt dabei auf jene Inflationspolitik, die Draghi qua Amt energisch bekämpfen muss. Super-Mario liebt große Sprüche. Aber er kommandiert nur Verwaltungseinheiten, die im Amtsenglisch “Divisions” heißen.
Beamte aber kämpfen nicht gern.












251 Kommentare zu “Super-Mario in der Falle”
Zu den Hilfen für die Krisenstaaten gibt es kaum eine alternative, möchte man nicht den sozialen Frieden und den Zusammenhalt der europäischen Union aufs Spiel setzen. Das Geld was wir in Spanien investieren ist (,im Gegensatz zu Italien,) allerdings signifikant ausfallgefährdet. Die Sparpolitik hat, wie der IWF jüngst bestätigte, eine gravierende Auswirkung auf die Wirtschaft. Was weitere Sparnahmen für das Wachstum bedeuten, lässt wird hier genau analysiert. http://www.makrointelligenz.blogspot.de/2012/10/austeritatspolitik-bei-einem.html
Sehr wohl Herr Randnot!
Wie kommst du eigentlich drauf, dass der der Ironie verwendet womöglich NICHT sagt was er denkt?
ich etwas von kennen und nicht ahnen oder vermuten.Das genügt als Aussage,Eysel.Jede weitere Diskussion darüber erübrigt sich.
@ Randnot
Dass Ironie nur von Wenigen verstanden wird ist mir schon lange klar. –
Wie kommst du eigentlich drauf, dass der der Ironie verwendet womöglich NICHT sagt was er denkt? –
Ist in deinen Augen womöglich Ironie gleich Lüge? -
Darüber hinaus war meine Anmerkung „oder war das ironisch gemeint“
ihrerseits ironisierend.
Schwer zu verstehen die Sache mit Ironie, Zynismus, Sarkasmus oder?
•
„Soweit ich Tichy kenne, sagt er was er denkt.“
Der Satz danach:
„Und ich meine wirklich kennen und nicht nur ahnen.“
Ja was meinst du denn nun???
Kennst du ihn nun bis zu einem gewissen Grade
oder etwa durch und durch? – Eines geht nur. –
Wie weit kann man einen Menschen überhaupt „kennen“?
•
„Link-Kritik“?
Wo hätte ich je behauptet was du als „1:1 Meinung“ vorwirfst?
Du unterstellst, ich kenne diesen „alten Hut“ nicht.
Pack dich an deine eigene Nase.
Siehe intensiv deinen protip zu deinem Ausruf „Egobürzel“.
Zählt Beschimpfung noch zu den legitimen rhetorischen Möglichkeiten?
Oder geht Beschimpfung über Rhetorik hinaus?
Ist jeglicher Versuch „geschickt zu formulieren“
gleich eine verbotenen Einflussnahme?
•
Zu: „Meinung , Link und Mensch zu einem Bonbon“
Hältst du (bei den hiesigen Themen) Irgendwen (dich womöglich?)
für in der Lage, Meinung von Mensch zu trennen (gleichgültig ob als Sender oder Empfänger)?
Wer könnte formulieren ohne sich selbst einzubringen?
Oder lesen, ohne durch den „eigenen Filter“ zu verstehen? –
Den möchte ich sehen. –
Und trotzdem SOLLTE zumindest gelten:
„Möglichst sachlich!“
Und:
„Mit dieser – immer nur Bemühung – bei sich selbst anfangen.“
Und:
Tatsächliche Sachlichkeit „sticht“.
Aber das ist ja auch schon „aus der Mode“ seit hier diverse Male so elitäre Technik wie „Logik“ zum Abschuß durch den PLebs freigegeben wurde.
„Befindlichkeit“
und – nur angebliche – „selbstverleugnende Nächstenliebe“
scheinen in dieser Gesellschaft ja weitgehend als „Trumpf“ anerkannt zu werden.
Oder war das ironisch gemeint?
Eysel
Soweit ich Tichy kenne, sagt er was er denkt.Und ich meine wirklich kennen und nicht nur ahnen.Halt endlich mal deinen Egobürzel im Zaum
Du erzeugst damit auch nicht grade Niveau.Und was die ständig wiederholte Link-Kritik angeht – gähn.Hatten wir schon,ist ausdiskutiert.Es sollte dir bei deiner Netzkompetenz ? klar sein,daß das niemals eine 1:1 Meinung darstellt,sondern einen Hinweis auf andere Sichtweisen,die für das Gespräch interessant sein könnten.
Du benutzt sie nur dafür,deine vermeintlich persönliche Spielwiese sauber zu halten und zu denunzieren,indem du Meinung , Link und Mensch zu einem Bonbon verarbeitest.Anders kannst du es nicht verdauen.
protipp https://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_hominem#argumentum_ad_personam
Wunderbar RTY,
wie das „Niwooo“ wieder einmal steigt.
Jetzt noch mad mit ein paar speziellen links zu Zitaten international bekannter Größen der Sozialakrobatenforschung plus ein wenig gedankliche Ordnung in stalinistischem Muster … was will man mehr …
Was für ein „Dünger“ für Freiheit, Liberalität und Markt.
….äh … verlässliche Rechtsordnung hab ich ganz vergessen.
Dann haben weder sinnentleerter Formalismus noch superstarverdächtige Beliebigkeit nach Massengefälligkeit eine Chance.
Siehe auch neuer thread.
Oder war das ironisch gemeint?
…an dieser Stelle : Freue mich dass Gregor Neumann zu unserem Blogteam zurückgekehrt ist. Da steigt das Niveau. Fehlt nur noch Mad zum Glück des Blogs und unsere im Stalinismus bewanderte Bloggerin.
altes bayrisches Sprichwort
doof und schlau
Bua do schau
do kannst wos leana
@ Eyss,
hast Du etwas ernsthaftes mit Deiner tatsatur,
oder wo sonst steckt da der troppen ÖLL?
Schönen Gruss vom Auftrag-Sachbearbeiter, Zamir
@ Pedro gestern 15:18
es tut mir wirklich leit, das ich tich so erregt habe.
Das ist eine Lüke.
Stimd.
Aber in Freuntlichkeit.
Üprigens:
Im Norden dieser Rebuplik sagt man:
„Wer freundlich ist, der will bedrügen.“
Folklich wirrst du Recht hapen.
Falls das stimmen sollte,
kannsd du tich bezüglich meiner Höflichkeit
ja eikendlich NICHT beschweren.
•••
@ Klingseis
du scheinst dich ganz besonders gut auszukennen
im Milieu der „begierlich Schlauen“.
Denjenigen Schlauen die ich kenne
sind solch primitv-kleinkarierte Kinkerlitzchen jedenfalls fremd.
Was ist – für dich – schlau?
Ich behaupte mal, WENN einer sich so verhält,
dann BEWEIST er damit geradezu,
dass er abgrunddoof ist.
Jedenfalls bestimmt NICHT klug.
An den Eysel bei Hofe
Da hat Er aber was völlig falsch
verstanden.
Klauen tun die begierlich schlauen,
manchmal auch nur aus Jux,
die sich einen teueren Rechtsanwalt leisten können
Wie ich sehe torpediert Eysel weiterhin jeden,( und jeden sachlichen Faden )der ihm nicht auf den Leim gehen will.Gibt´s auch mal was Neues bei euch?
Die diskutierte Höflichkeit wüde ich eher als Sachlichkeit bezeichnen,zumindest war das mein Schluss aus den fruchtlosen persönlichen Anwürfen.Die haben hier nämlich nix zu suchen und sich davon zu verabschieden ist nicht hinterhältig oder falsch bemüht um Dominanz,sondern ein Versuch ein Level zu finden,in dem es um die Sache und nicht um Personen und ihre “Weltbilder” geht.Daraus zu schlussfolgern,jemand wäre arrogant um Dominanz bemüht,zeugt M.E. (!) nicht gerade von einem guten Selbstwergefühl.Ich dachte immer eine gute Gesprächsgrundlage sei die Akzeptanz von Gleichwertigkeit.
Wie gefällt dir das eigentlich,Eysel,daß deine Lieblingszeitung WELT nun mit neuem Denken wirbt.Ich hab mich köstlich darüber amüsiert
eine rhetorische Frage kann nutzen,
wenn sie bekannte Dinge
WIEDER ins Bewusstsein ZURÜCK ruft,
oder?
@Eysel 15:18
an der Intensität einer entgegengebrachten Höflichkeit erkenne ich inzwischen den Grad der Verlogenheit.
Wenn du Höflichkeit vorderst, verdienst du angelogen zu werden. Höflichkeit gehört zum absoluten Muss des Schlechtmenschentums.
Und jetzt zur Dummheit, die wie du meinst, zu begreifen.:
So lange du nicht in der Lage bist die Dummheit zu erklären, bist du der Dumme.
Mit dem Begriff Armut ist es auch so eine Sache, wenn du diesen Begriff verwendest, muss ich lächeln, da ich dich für absolut Arm halte. usw…usw…..usw…..
… keine Antwort auf rhetorische Fragen, Eysel, ich meinte ich müsste auch auf alkoholische Meßgrade zurück greifen, im Promille-Bereich…. – aber: es scheint nachgewiesen, dass im Jahre 80 v. Chr. Menschen schon gefragt haben: “Cui bono?”
@ Immer
glaubst du etwa,
ein nennenswerter %-Satz von Menschen
wäre sich des Beweggrundes aus dem sie reden, denken, handeln
in welcher Reihenfolge auch immer sie das tun bewusst???
Würde auch nur den Versuch unternehmen
dieses ein klein wenig zu erforschen?
Und dann noch das Ergebnis EHRLICH zu äussern???
@ Pampa um 21:21 Uhr,
“… dass sich Personen mit unterschiedlichstem
Hintergrund im weiteren Sinne über Wirtschaft
austauschen.”
Da war er wieder, der humorvolle unterton,
i.e.S. oder i.w.S., um der höflichkeit die ehre
zu geben, also nur “drei supertüten” können,
ihrer ausbildung entsprechend, i.e.S.
über wirtschaft diskutieren, während alle
anderen lediglich mit dem prädikat i.w.S.
davonkommen; eben die drei von der
schwankstelle.
Es sind eben die feinheiten, die alle
höflichkeiten in den hintergrund treten lassen.
Und solange die geld- und machteliten noch
ihrer täglichen arbeit recht pflichtbewusst
nachgingen, würde ich dieser unterscheidung
sogar zustimmen, aber seit ihre perfiden
verschleierungstaktiken und ramschmethoden,
die gesamte welt in den abgrund reissen,
muss man allen hochstudifizierten menschen
auf die unegalen und teilweise selten gewaschenen
pfoten kucken, sehr genau und sorgfältig.
Die eliten haben ihren habitus in den letzten
jahren endgültig verloren und in den sand gesetzt.
Sie haben somit international keine kreditwürdigkeit
mehr und mit dem vertrauen sieht es ebenso aus,
also es gibt auch nicht einen einzigen grund
mehr, grosse töne zu spucken und so zu tun,
als ob sie die weisheit mit dem löffel gefressen hätten.
Schönen Gruss an alle ehemaligen Tabellenführer in
grosser Abstiegsgefahr, Zamir
… bezog sich auf 15.12 Uhr
Au Mann, Herr Neumann
wo leben Sie?, da muss ich ja hinter ghosten´s Kindergeburtstag zurück in die pränatale Phase und mir fällt die Scham von den Lippen… Wie wollen Sie einem begriffsstutzigen Hornochsen die Höflichkeit beibringen? Ihre Welt muss eine ´abgeschlossene` sein, die mit der Wirklichkeit nicht allzu oft in Berührung kommt. … verzeihen Sie, ich kenne Sie nicht und ich will Ihnen auch nichts Böses, aber in Ihren Worten steckt Weltfremdheit. Wie wollen Sie ein Argument diskutieren, lösgelöst von der Person, die es von sich gibt? Jedes ´Argument` ja, sogar jedes Wort, braucht einen ´Beweggrund`, ein Motiv das dahinter steht, sonst kommt es nicht über die Lippen, den Griffel,… die Tastatur.
Ich glaub´, ich muss den Geburtskanal mit Hammer und Meissel öffnen, zitiere den Wuschelbart nochmal mit meinen Worten: “Verkehrt ist es, die vermeintlich neutral vorgebrachten Argumente, als die wirklichen Beweggründe des Herrn Neumann anzusehen”…. wo er Recht hat, hat er er recht, nicht alles hat er ver-murkst. Wollen Sie mich zum Leichtglauben verleiten? Sie sind zum Lernen hier?… wollen Sie, dass ich das Heucheln lerne? Da fang ich doch vorher das ´Heulen` an und mir fällt Muttis Sturzgeburt ein, wie sie an ihrem ersten Tag da vorne vor versammelter Mannschaft in aller Öffentlichkeit verkündet, ´sie wolle dem deutschen Volke dienen`.
Herr Neumann, wie ehrlich wäre es, wenn sie ihre wahren Beweggründe offen legen würde und sagen würde: “Danke, dass Ihr mir die Macht übertragen habt. Ich werde jetzt alles tun, um meine Macht abzusichern und auszuweiten. Nehmt Euch in Acht, es kann jeden von Euch treffen. Keine Rücksicht auf Verluste, sei meine Devise.” ?
… manchmal träum ich auch von einer ehrlichen Welt, lieber Herr Neumann….wenn Sie aber die Geschichte von den Sieben Geißlein lesen, seien Sie nicht erstaunt, dass sogar dort der Böse Wolf vorkommt!
Gruss über w-lan aus dem Kreisssaal
PS: Wenn Sie mir vorhalten, dass ich ´so tue, als ich Sie kennen würde`, machen Sie mir ein nettes Kompliment, danke dafür, anscheinend, das ein oder andere mal den Nagel auf den Kopf getroffen, statt auf die Finger gehauen…
Ihr Link zum Islam, sehr lesens- und nachdenkenswert!
Tja Gregor,
es sind mal wieder die verwirrenden Begrifflichkeiten, die das Verstehen und eine Diskussion so erschweren.
So wie eine Sichteinlage (auch als Sichtguthaben bezeichnet) suggeriert, dass es sich immer um eine Geld-„Einlage“ handelt. Dabei wird auch das Geld, was durch eine Kreditgewährung im Zuge der Giralgeldschöpfung auf das Kundengirokonto gutgeschrieben wird, ebenfalls als Sichteinlage(Sichtguthaben) bezeichnet. Obwohl der Ursprung, also in der Entstehung, in beiden Fällen ein völlig anderer ist. Übrigens, die Begriffsverwirrung schlechthin, weil es den Geldschöpfungsakt für die meisten Menschen so schwer verständlich macht.
Sehr beliebt auch die falsche Verwendung des Begriffs „sparen“. Sparen kann z.B. der Staat nur das Geld, was er übrig hat. Also das Geld, was er von seinen Einnahmen nicht ausgibt.
Gibt der Staat mehr aus, als er einnimmt, dann heißt es überall: „Der Staat muss sparen, sparen, sparen“. Nein, er kann gar nicht sparen, er kann in dem Fall nur kürzen, kürzen, kürzen! Aber dieser Begriff ist negativ belegt. Also werden hier lieber die Begrifflichkeiten verfälscht – der Wählerstimme zu liebe.
Und schließlich auch der Begriff Staats-Anleihe schafft Verständnisprobleme. Er suggeriert hier wird dem Staat Geld geliehen. Dem ist aber nicht so! Denn nur Geschäftsbanken sind in der Lage am Primärmarkt für Staatsanleihen diese als Ersterwerber zu kaufen. Und da GB nun mal kein Geld verleihen, sondern immer nur Kredite vergeben, wird auch die Anleihe über einen Kredit im Zuge der Giralgeldschöpfung finanziert.
Dabei spiel es auch keine Rolle, ob das entstandene Wertpapier ein staatliches Versprechen in Form einer Urkunde ist, oder ein besicherter Kreditvertrag unter Privaten – ein Kredit bleibt ein Kredit!
Schönes Wochenende
p.s.: HZ 2:0 – 2x Reus – Wehmut macht sich breit (schniiiiief)
Sir
Ghost
Ich mag das auch, kenne Familien in Noord-Holland, in denen Kinder ihre Eltern und Großeltern noch mit Sie anreden. Das zeugt einfach von Einstellung und Respekt, würde aber in der Internet-Du-Kultur mit Sicherheit, wie Du sagst, anachronistisch rüber kommen. Letztlich sind es ja zwei Dinge, zum einen der Inhalt, zum anderen die Überbringung der Botschaft. Letzteres ersetzt aber ersteres nicht.
Mir gefällt aber ganz offen, dass sich hier Personen mit unterschiedlichstem Hintergrund im weiteren Sinne über Wirtschaft austauschen.
Die ein oder andere persönliche Wahrnehmung ist doch auch das Salz in der Suppe. Hier diskutieren eben Menschen mit Emotionen miteinander, keine Roboter. Ansonsten würde mich das auch langweilen, nicht jeder Tag ist gleich. Das wäre ja auch schrecklich und wenn etwas Stimmung in der Bude ist, nun ja, das schadet dem “Geschäft” ja nicht.
Gruß
Pampa
Pampa
Hinsichtlich Höflichkeit: Ein wichtiges Thema. Die Franzosen sind in dieser Hinsicht Beispielhaft, die pflegen noch so etwas wie eine höfische oder diplomatenähnliche Höflichkeitskultur – das hat seinen Charme, würde in D. anachronistisch wirken. Ich mag das.
Man sollte aber unterscheiden zwischen Personen und Gefechtshitze, genauer: Ich kenne Politiker, die bewerfen sich in Debatten mit Kuhfladen, um nachher zusammen ein Bier zu trinken, in milder Geselligkeit.
@ Pampa,
iss doch klar wie klossbrühe, wir pappenheimer
unter uns kennen jedes zucken, seit jahren und
ab und zu ein klärendes gewitterchen muss
auch das schönste blogparadies aushalten, jadoch.
@ Eyss,
weiss garnicht, was Du nun wieder unnötich
alles verkomplizierst, wir müssen uns nicht
verstellen oder gar verdrehen, keine angst,
lass der jugend ihren lauf, oder so ähnlich.
Wo kämen wir denn hin, wenn wir künftig,
bei all unseren fast-food-verzückungen,
auf alle gewürze und beigaben, wie
ketchup, senf, mayo und essig verzichten
müssten, knoblauch und zwiebeln nicht
vergessen?
@ Gregor,
nun bleibt Dir keine wahl, nun müsstest
Du einen auflegen mit bankenkrise,
schuldenstaaten, kreditblase, spekulanten-
zombies, notleidende kredite, synthetische
finanzprodukte etc. und bei alledem mit
gebotener höflichkeit agieren, wenn Du
dies hinbekommst, dann bist Du für mich
der allerallergrösste.
Schönen Gruss von der Stiftung EZB-Stress-Test, Zamir
Höflichkeit hat meinem Eindruck in Diskussionen auch etwas mit vorauseilendem Gehorsam zu tun. Gerade wenn sie eingefordert wird, werde ich meist skeptisch. Teil von TiTo ist doch gerade auch, dass es hier mal hin und wieder etwas härter zur Sache geht. Für political correctness sollte eigentlich mal ein Preis, ein Trostpreis, deutschlandweit ausgelobt werden.
Aber eigentlich denke ich, dass sich das hier doch im Rahmen des Forums in guten Grenzen hält. Das sieht in weiten Teilen des Internets ja ganz anders aus.
So schlimm kann es ja nun auch wieder nicht sein, sonst wären wir wohl als ständige Vertreter nicht schon Jahre dabei. Meiner Beobachtung gibt es sowohl berufsspezifisch wie auch regional unterschiedliche Wahrnehmungen, was höflich sein soll.
Manchmal habe ich so als Grenzgänger zwischen den Kulturen in D das Gefühl, dass die Leute in NRW etwas arg wehleidig sind. Da sagt ein Bayer was und denkt sich nichts weiter dabei, weil so Usus etwas deutlicher zu werden und der andere denkt sich du Rüpel.
Ich würde das Fegefeuer der Befindlichkeiten nicht so eng sehen, wir sind ja auch alle große Jungs, keine in Watte gepackten Porzellan-Puppen. Und es ist ja nicht so, als wenn sich die Teilnehmer hier nicht mit Worten zu wehren wüssten.
Weiß nicht wie Euch das geht, aber bei Bürgern aus den neuen Ländern hatte und habe ich zum Teil das Gefühl, dass sie etwas sensibler diesbezüglich sind. Vielleicht hat das auch etwas mit Selbstvertrauen zu tun, scheint in jedem Falle kultuell bedingt zu sein.
Nun ja, weite Teile NRWs sind ja auf dieses Niveau abgesackt, le Miserables, vielleicht … okay, okay
Wuppertal ist pleite.
Gruß
Pampa
@ Greg
Um den Ball samt impliziertem Vorwurf den du mir herüber spielst
auch exakt zurück zu spielen. Denn ich BLEIBE bei dem Thema das angerissen wurde.
Was ganz sicher AUCH eine Ausprägung von Höflichkeit ist.
Weit eher sogar eine Selbstverständlichkeit.
Zumindest nicht die GROBHEIT darstellt die es ist
angerissenen Themen aus dem Wege zu gehen
oder diese zu verdrehen oder gewisse Autoritätsanmassungen HÖFLICH unter zu bringen.
•
Vermutlich würdest du mich im Alltag aufgrund meiner selbstverständlichen Zuvorkommenheit
und Höflichkeit die ich an den Tag lege nicht wieder erkennen.
„Mit dem Hute in der Hand …“ wie Oma mich lehrte als ich noch Pudelmütze trug.
Next:
Dir ist sicher auch die Figur und „Höflichkeit“ des berühmten Satzes
„und Cäsar ist ein ehrenwerter Mann“ bekannt.
Und:
Ich kann ganz gut (aktiv als auch passiv) differenzieren
zwischen echter Höflichkeit und funktionaler Höflichkeit.
DER Höflichkeit die NUR eine rhetorische Figur ist. S.o.
Und DERJENIGEN Höflichkeit die in nicht nur seltenen Fällen Anmassung ist und damit die (letztlich) „Bescheidenheit“ einer Statur, oder/und eines Arguments kaschieren soll.
PS:
Ein situatives „Beiseitelassen“ von Höflichkeit ist mir 1000x lieber,
weil einfach authentischer als eine nur FORMALE Höflichkeit zu oben genannten Zwecken.
Denn Höflichkeit ist „Natürlichkeit“, sonst ist sie …
Ein Satz den ich vor gefühlten 100 Jahren aus einem „Benimmbuch“ mitgenommen habe.
@Klaus:
“Der Begriff Staatsanleihe suggeriert hier wird Geld verliehen.
Auch dir sollte bekannt sein, das Banken kein Geld verleihen, sondern Banken vergeben Kredite.”
Nein, Deine Sicht ist hier zu eng. Eine Anleihe und ein Kredit unterscheiden sich, weil sie völlig andere Emittenten haben und rechtlich anders funktionieren .
Mit einer Anleihe kauft man einen VERMÖGENSTITEL. Der Verkäufer (Staat/ Unternehmen) erzeugt eine Urkunde, die nur er unterzeichnet, und auf der er sich verpflichtet, Geld an den Besitzer des Titels zu folgenden Konditionen zu zahlen. Der Vermögenstitel kann danach beliebig weiterverkauft werden. Wenn eine Bank das Wertpapier kauft, überweist sie genau wie eine Versicherung etc. Geld dafür. Der Emittent schließt aber keinen separaten Kreditvertrag ab. Hier wird kein Geld VERLIEHEN, sondern ein Vermögenstitel VERKAUFT.
Beim einem Kredit schließen Bank und Kunde nämlich gemeinsam einen VERTRAG, den sie auch BEIDE unterzeichnen müssen.Der Vertrag ermöglicht es ihr, im Rahmen der Reserveregeln Geld zu schöpfen.
Du gehst davon aus, dass Banken kapitallose Unternehmen sind, die für jeden Zahlungsvorgang (und der Kauf einer Anleihe wäre ein solcher) erst einen Kredit erzeugen muss.
Nein, Banken verfügen über andere Arten von Aktiva, die sie einsetzen können. Banken erwirtschaften bekanntlich Gewinn und Arbeiten mit Fristentransformation von Kundengeldern.
Dieses Geld kann ebenso für den Kauf von Vermögenstiteln eingesetzt werden. Den von Dir skizzierten Zwang zur Geldschöpfung gibt es nicht.
@Gregor
„Für die Bank ist es egal, wer das Geld überweist. Die Einnahme aus dem Verkauf einer Staatsanleihe würde einen Kredit auflösen. Aber in jedem Fall bleibt die Bilanz unverändert, wenn eine Staatsanleihe verkauft wird.“
Wenn die Bank eine Staatsanleihe in ihrer Bilanz hat, muss sie diese doch vorher erworben haben, bevor sie sie verkaufen kann.
An dieser Stelle, beim Erwerb am Primärmarkt, entsteht eine Bilanzverlängerung. Solange die Bank diese Anleihe hält, oder als Sicherheit bei der EZB hinterlegt, bleibt der Kredit (Bilanzverlängerung) bestehen.
Erst durch einen Verkauf der Anleihe am Sekundärmarkt löst sich der Kredit wieder auf (Bilanzverkürzung). – Issing. Ja! In dem Punkt sind wir uns ja auch einig.
Du gehst aber davon aus, dass alle Staatsanleihen von Nichtbanken gehalten werden. Dem ist aber nicht so – ganz im Gegenteil! Sowohl GB als auch die EZB haben große Anleihenbestände, die ihre Bilanzen verlängert haben.
„Und was passiert mit einem Kredit, wenn die Bank die Staatsanleihe verkauft und das Geld verbucht? Geld weg und Kredit weg, genau wie Issing schreibt.“
Du schreibst doch selber:
Die Notenbanken übernehmen die griechischen Staatsanleihen – entweder als Sicherheit für Kredite oder sie kaufen die Papier auf dem Sekundärmarkt.
Im ersten Fall bleibt das neu geschaffen Geld bestehen und nur im zweiten Fall verschwindet es wieder.
Das habe ich ja auch die ganze Zeit so geschrieben. Aber du ignorierst beharrlich den ersten Fall, der häufig Praxis ist.
@Klaus:
“Da fehlt ein entscheidender Schritt! Die Notenbanken übernehmen die Staatsanleihen von den GB, die wiederum die Staatsanleihen erst durch die Kreditvergabe (Bilanzverlängerung) erworben haben.”
Und was passiert mit einem Kredit, wenn die Bank die Staatsanleihe verkauft und das Geld verbucht? Geld weg und Kredit weg, genau wie Issing schreibt.
Für die Bank ist es egal, wer das Geld überweist. Die Einnahme aus dem Verkauf einer Staatsanleihe würde einen Kredit auflösen. Aber in jedem Fall bleibt die Bilanz unverändert, wenn eine Staatsanleihe verkauft wird.
Schau Dir nochmal den Zahlungsstrom an, den ich im Kommentar vom 12. Oktober 2012 um 02:37 Uhr skizziert habe.
Im übrigen vermute ich aber, dass Banken andere Aktiva zum Kauf von Staatsanleihen verwenden und dafür keine Kredite erzeugen.
Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob eine Bank überhaupt einen Kredit an sich selbst vergeben kann. Wenn das so wäre, gäbe es keinen Grund, dass Banken eigene Anleihen verkaufen und dafür Zinsen an Kunden zahlen. Sie könnten das Geld auch zum Selbstkostenpreis bei sich selbst leihen, oder?
http://www.finanzen.net/anleihen/Deutsche-Bank-Anleihe-2027-XS0076085603
Pampa, weißt Du mehr?
„Die Notenbanken übernehmen die griechischen Staatsanleihen –„
Ja aber von wem, Gregor? Doch nicht direkt vom Staat. Da fehlt ein entscheidender Schritt! Die Notenbanken übernehmen die Staatsanleihen von den GB, die wiederum die Staatsanleihen erst durch die Kreditvergabe (Bilanzverlängerung) erworben haben.
@Gregor, vielleicht bist du auch der Begriffsverwirrung erlegen.
Der Begriff Staatsanleihe suggeriert hier wird Geld verliehen.
Auch dir sollte bekannt sein, das Banken kein Geld verleihen, sondern Banken vergeben Kredite. Somit wird bei der Verauktionierung von Staatsanleihen durch die FAD GmbH an Geschäftsbanken Geld neu geschaffen. Die GB ist dabei immer der Ersterwerber der Staatsanleihen (Forderung gegenüber Staat) und das neu geschaffene Geld steht als Sichtguthaben auf dem Girokonto des Staates als Verbindlichkeit gegenüber dem Staat (Bilanzverlängerung).
Geld wurde somit über ein Kreditgeschäft aus dem Nichts neu geschaffen.
In deinem Beispiel ist die Geldmenge dann 200 Euro.
Nichtbanken, wie z.B. Versicherungen, Anleger etc, können Staatsanleihen jedoch nur über den Handel an der Wertpapierbörse EUREX erwerben. Sie sind dabei Zweit- Dritt- Viert- …Hundertste-Erwerber vom jeweiligen Vorbesitzer, an den auch das Geld fließt – nicht aber an den Staat!
„Die Geldmenge vor dem Emission und nach dem Verkauf am Sekundärmarkt ist gleich.“
Das ist richtig, aber nicht nach dem Kauf am Primärmarkt. Erst beim Verkauf am Sekundärmarkt wird der Kredit an den Staat bei der Bank getilgt (Bilanzverkürzung) In deinem Beispiel 100 Euro an Geld verschwinden. Aber nicht der Staat selbst tilgt den Kredit bei der Bank, sondern das erledigt für ihn der Anleger(Nichtbank) mit bereits vorhandenem Geld. Erst jetzt kann man von einer Anleihe im Sinne von verleihen sprechen, denn Nichtbanken können keine Kredite vergeben, sondern nur Geld verleihen. Die anfänglichen „vorhandenen“ 100 Euro des Anlegers sind jetzt beim Staat.
Im Übrigen gehören Geschäftsbanken auch zu den großen Anleihehaltern. Aber wie aus dem Panoramabericht ersichtlich, wird darum ein großes Geheimnis gemacht.
Es bleibt dabei, werden Staatskredite getilgt (egal wodurch und von wem), verschwindet Geld in gleicher Höhe.
@Klaus:
“Wo haben die gr. Banken denn das Geld dafür her? Na sie werden es doch nicht etwa durch Kreditvergabe selbst schöpfen und dann das Ausfallrisiko bei der EZB abladen?”
Fast. Die Notenbanken übernehmen die griechischen Staatsanleihen – entweder als Sicherheit für Kredite oder sie kaufen die Papier auf dem Sekundärmarkt.
Wie von Pampa und mir geschrieben, führt die Bilanzerweiterung der Zentralbank zur Geldschöpfung. Die Banken selbst und der griechische Staat tun das in diesem Fall aber nicht.
Die FAZ hat das im August ganz gut beschrieben:
“Um die Anleihe tilgen zu können, hat Griechenland an diesem Dienstag Geldmarktpapiere im Volumen von 3,125 Milliarden Euro und einer Laufzeit von 13 Wochen versteigert. Als Käufer kommen nur griechische Banken in Frage. Ob diese zeichnen, wäre vor Wochen noch eine heikle Frage gewesen. Denn Mitte Juli entschied der EZB-Rat, dass griechische Staatsanleihen oder vom Staat garantierte Bankanleihen nicht mehr von den Banken als Pfand für Notenbankkredite eingereicht werden können.
Um aber die Tilgung der selbst gehaltenen Anleihe sicherzustellen, hat der EZB-Rat in seiner Sitzung Anfang August der griechischen Notenbank erlaubt, ihre Notkredite für die Banken, die sogenannte Emergency Liquidity Assistance (ELA), von 3 auf 7 Milliarden Euro auszuweiten. Die griechischen Banken können also die Geldmarktpapiere bei der Notenbank einreichen und erhalten dafür die dringend benötigte Liquidität. Kritiker sprechen von einer monetären Staatsfinanzierung. Wie ein EZB-Sprecher betonte, trägt das Risiko der ELA-Kredite alleine die griechische Notenbank. Doch das setzt voraus, dass Griechenland zahlungsfähig bleibt
(..)
Die EZB soll alleine griechische Staatsanleihen im Nennwert von 55 Milliarden Euro halten und die Euro-Notenbanken weitere 15 Milliarden Euro.”
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/frisches-geld-fuer-griechenland-draghis-linke-und-rechte-tasche-11854856.html
Die FAZ sagt richtigerweise, das sei linke Tasche, rechte Tasche, weil die EZB durch die Hintertür wie die Fed Staatsanleihen direkt kauft, weil sie eine implizite Abnahmegarantie ausspricht.
Das ist der Punkt, wo die EZB zumindest im Geiste gegen ihr Statut verstößt. Ob das auch de jure so ist, werden die Gerichte klären.
Aber die Verbiegungen, um Griechenland zu stützen, haben nichts mit dem Alltag der Staatsverschuldung in Deutschland zu tun. Für deutsche Staatsanleihen gibt es einen funktionierenden Sekundärmarkt. Und dieser Prozess funktioniert ohne Geldschöpfung, weil keine Kredite erzeugt werden. Ergo fällt die Geldmenge nicht, wenn der deutsche Staat seine Schulden zurückzahlen würde.
…durch Ausgabe von Anleihen, die die Griechischen Banken gekauft haben und dann bei der EZB in Euros umgerubbelt haben…
Wie jetzt? Geschäftsbanken kaufen Staatsanleihen nicht im Auftrag ihrer Kunden (Nichtbanken)?
Wo haben die gr. Banken denn das Geld dafür her? Na sie werden es doch nicht etwa durch Kreditvergabe selbst schöpfen und dann das Ausfallrisiko bei der EZB abladen?
@ Gregor,
wenn Du es schaffen solltest “Uns Eyss” zu
rüberzeugen, dann bleiben alle uhren stehen,
schon vor der offiziellen zeitumstellung.
Eyss ist der härteste knochen südwestlich
des mississississipippi und zudem eine
eigene Type, unverfälscht und mit
dem gewissen etwas, ich möchte ihn
immer roh geniessen und niemals
aufgekocht, oder mit halsbändchen.
Man muss sich schon ganz besonders
anstrengen um Ihn rumzukriegen, gelle.
Schönen Gruss vom Kräftemessen der Extremdiskutanten, Zamir
@Eysel:
“Wobei vermutlich die betonte „Höflichkeit“ des Schreibers beim Leser den Eindruck überlegener Fähigkeit beim Ersteren erzeugen soll.”
Höflichkeit als Trick? Weil “Bitte” und “Danke” nur der rhethorischen Manipulation des Gegenübers dienen, da die Aussagen “Nein” und “Nein, danke” dieselbe faktische Konsequenz für den Rezipienten haben?
Ich gestehe, dass ich im Alltag Höflichkeit ständig einsetze und – bitte nicht über die Indoktrination schockiert sein – sogar meine Kinder dazu anhalte, dasselbe zu tun.
Wenn’s ein Trick ist, kann ihn gerne jeder kopieren. Und schon verschwinden unhöfliche Formulierungen, persönliche Angriffe etc. aus TiTo.
Fände ich zugunsten der Gesprächskultur gar nicht schlecht.
Du bist dir treu Greg,
wunderbar frisch von der Leber geschwurbelt Greg,
Hast du nicht gerade erst neulich mir gegenüber AUCH was von Trennung von Person und Sache zitiert?
Und nun gehst du hin und greifst selbst die Persión an
um ihren Vortrag zu diskreditieren.
Suuuuuuuuupergeil …
Sollte DER der auf Regeln pocht
sie selbst NICHT befolgen?
Gehört es nicht AUCH zu den Regeln eines Gesprächs,
auf das THEMA zu antworten?
War das jetzt die Berkley- oder die Boston-Regel
@ Pedro,
es ist wohl bei mir wohl eher „Krankheit“ Pedro.
Da hast du selbstverständlich recht.
Am Ende des Weges den du immanent mit deinem Schwachsinns Gelabere vorschlägst, da werden Leute wie ich zwangsweise in „geschlossenen Anstalten“ eingewiesen.
Und peinlich darauf geachtet, dass nichts von dem was sie denken durch die Gitterstäbe nach draußen dringt.
•
Wäre es Dummheit …
… siehe die die heutigen Verhältnisse an … hier bei uns.
Dumme sperren Ihresgleichen nicht ein.
Sie vertreiben die weniger Dummen.
@Immer:
“Die Betonung Ihrer Höflichkeit und Ihres guten Gedächtnis´, macht mich zum damischen Rowdy aus der Ostkurve, gerne, Herr Neumann, heuchel heuchel…”
Wenn Sie sich so sehen wollen, bitte sehr.
Mein Rat wäre immer noch, Personen und Positionen zu trennen. Ob Sie in der Ostkurve oder auf dem Golfplatz stehen, ist mir herzlich egal. ich kenne Sie nicht und würde Sie nur bitten, nicht so zu tun, also würden Sie mich kennen, weil ich hier manchmal etwas schreibe.
Trennen Sie Argumente von der Person, die sie Ihnen mitteilt. Ist doch gar nicht so schwer. Dann kann man über Argumente sprechen, was der Sinn einer Diskussion ist. Nur weil ich weiß, wie das Flat-Earth-Movement argumentiert, ist das nicht meine Position. Ich kann Samuel Shenton zitieren, ohne dass das “meine” Position ist.
Ich fände Positionen, die neue Einblicke erlauben, deutlich spannender als das ständige Personalisieren. So hat es Kalle Marx sogar auf die Titelseite vom Handelsblatt geschafft – als Autor des wichtigsten Wirtschaftsbuches.
Ohne den politischen Quatsch in seinen Schriften wäre er als durchschnittlicher Ökonom mit ein paar originellen Ideen bekannt geblieben. Seine Theorie über den Mehrwert und die Konzentration von Kapital ist ja durchaus spannend.
Wenn Sie schon Marx zitieren wollen, dann lieber mit den interessanten Dingen. Wobei er – zugegeben – im fachlichen Teil zum Schwafeln neigte. Er hätte einen guten Lektor benötigt, der die Sätze wieder gerade zieht. Deshalb sind Marx-Zitate zum Thema Wirtschaft meist eher unverständlich
Nun werd nicht AUCH noch obendrein eifersüchtig Zamirlein,
ein „bescheidenes“ Weltbild steht dir besser zu Gesicht als ein ingellidentes.
•
Von wem „da oben“ redest du eigentlich?
Von „dem da oben“, der mit seiner monatsweise vom H-4 geliehenen Rollllexx und seinem Porsche (der gerade kaputt ist, weil der Liegesitz klemmt) angibt und selbst glaubt, dass er zu „denen da oben“ gehört???
Oder von denen, die es fertig bringen einem 4L-Sechszylinder-Motor NOCH etwas mehr Laufkultur und Leistung bei zu bringen?
Du hast recht, beides ist selbstverständlich „leistungslos“.
Denn der Uhrentyp ist dir unangenehm
und den Anderen KENNST du garnicht.
Und der Eine FRISST, was der ANDERE abgibt.
Am Ende: Null Leistung.
Stimmt.
Kompliment, wie du DAS mal wieder „rausgetüftelt“ hast
@Eysel 10:53
Beweis für deine Art Dummheit, oder kann man es Krankheit nennen ?.
@ G&I
Wo in den zitierten Immer-Äusserungen 12:31 ein Widerspruch sein soll…?
Ich halte den angeblichen Widerspruch für ein typisch gregsches-Schwurbel-Denk-Konstrukt.
Vermutlich liegt das aber an mir.
Ebenso wie die Beobachtung, dass er offensichtlich wieder einmal konsequent das angesprochenen Thema verfehlt. Wobei vermutlich die betonte „Höflichkeit“ des Schreibers beim Leser den Eindruck überlegener Fähigkeit beim Ersteren erzeugen soll. Bei Manchem verfängt diese Rhetorik-Strategie ja. In meinen trüben Augen verfestigt sich allerdings ein ganz anderer Verdacht immer mehr: Ich schrieb bereits ausführlich darüber. Und erlebe nun bei anderer Besetzung das gleiche Schema.
Apropos Schema …
Was da nicht reinpasst, nun ja.
•
So ein Zufall, wie das – ganz frisch – passt
@ Ghost,
gebe Dir mal wieder einen unentgeltlichen,
s’ Angelasche wird doch von ihren chefs,
den grossgrundbesitzern und -jägern,
von anbeginn an, nur als tarnkappe benutzt,
man könnte auch sagen modell vogelscheuche,
sie muss die “lästigen vögelchen”, diese mitesser,
abhalten und abschrecken und dies widerum
kann sie meisterhaft, darin ist sie spitze,
siehste wieder kommt die spitze, also
gaanz ruuhich bleiben.
Glaube jedoch nicht, dass der Peer von der
waterkant, die sache besser managen würde,
weit gefehlt, es könnte nach dem grossen
mustervorbilde von 1998, noch viel schlimmer
kommen, dann werden sämtliche staatlichen
almosenempfänger am Dresdner Elbufer
versammelt um beim gemeinsamen, morgendlichen
waschgang seife, wasser und klamotten zu sparen.
Das dient dann gleichzeitig dem sozialen frieden und
die eehsspeehdee hat eine weitere reform
erfolgreich abgeschlossen, wird dann monate später
von allen europäischen pleitestaaten vorbehaltlos
übernommen.
Schönen Gruss von der Zusammenfegung, Zamir
Die Betonung Ihrer Höflichkeit und Ihres guten Gedächtnis´, macht mich zum damischen Rowdy aus der Ostkurve, gerne, Herr Neumann, heuchel heuchel…
“Verkehrt ist es, sowohl die heuchlerischen Phrasen wie die Illusionen der Menschen für die wirklichen Motive ihrer Handlungen anzusehen. K. Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, 144.
PS” …ein Besserer ist mir auf die schnelle nicht untergekommen…
@ Eyss um 10:53 Uhr,
und Du hast im gegenteil, Deine frühere
extraklasse hier noch weit übergetroffen,
wie Du spitzenerfindig und ausgekocht,
die beiden bildungsfernen schichten,
unten und oben, derer von
EINKOMMEN ohne LEISTUNG,
darstellst und mit welch entwaffnender
ehrlichkeit zur sache, das ist schon
nicht mehr zu toppen, diese
geistigen präzisionswerkzeuge,
unübertrefflich und so mancher
hirnskasten-chirurg wird eifersüchtig
werden, wenn er Deine zeilen
lesen und geniessen darf, welche
genauigkeit im schnittmusterbogen.
Grosse und herzliche Gratulation, Zamir
RTichy
Natürlich ist er eingeknickt, alles andere vorher war nur Theater.
Ich schrieb vor einigen Wochen hier, dass er mir wie ein Zauberkünstler auf einem Kindergeburtstag vorkommt.
Eysel und Pampa
Ich finde, jeder von Euch sagt treffende Worte.
Hinzuzufügen wäre, dass die Umgebung von AM ihre Politexistenz favorisiert, nämlich diese Umgebung ist grösstenteils von einer deprimierenden Mediokrität. Das macht es ihr besonders leicht. Und was die fachliche Schwerarbeit angeht, so wird die von Experten und besonders erfahrenen Diplomaten vor- und aufbereitet. Sie braucht das Ganze nur in simple Worte zu fassen, möglichst im TINA-Stil.
Was die Frau motiviert? Wohl kaum idealistische Zielprojektionen, auch nicht materielle Interessen. Vielleicht hat sich irgendwann in ihrer früheren Lebensgeschichte ein übermächtiger Überlebenswille eingeschaltet, vielleicht infolge eines Krisenmomentes. Den hat sie bewiesen, als sie nach Schröders Abwahl fast dauernd abgewatscht und herabgesetzt wurde.
@Immer:
“Auffällig, dass sich sich mit der Art und Weise meiner Äußerung von 11.58 beschäftigen und nicht mit deren Inhalt… Sie wollten doch garantiert nicht Klaus Kocks bestätigen”
Sie haben mich persönlich angesprochen und ich habe als höflicher Mensch darauf geantwortet, indem ich zitiert habe, dass sie vor zwei tagen das exakte Gegenteil geschrieben haben. Sind gute Manieren und ein gutes Gedächtnis inzwischen verwerflich?
Den Inhalt davor haben Sie an Eysel gerichtet. Und ich sehe keine Verpflichtung, zu jedem Beitrag einen Kommentar abgeben zu müssen.
Wenn Sie Höflichkeit und persönliche Freiheit als Zeichen von “DDR-Neusprech” sehen wollen – bitte sehr.
Bald brauchen wir gar nicht mehr nach Griechenland zu reisen… Griechenland ist überall, Herr Tichy
“…In Nordrhein-Westfalen sind fast alle Kommunen hoch verschuldet, in manchen zeichnen sich bereits griechische Verhältnisse ab. Wie konnte es so weit kommen? Besuch bei einem kämpferischen Kämmerer, der dem Niedergang seiner Heimat nicht länger zusehen will….”
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/rekord-finanznot-in-nrw-gemeinden-leverkusens-kaemmerer-klagt-an-a-859531.html
“wie konnte es nur so weit kommen?”… meinem Tagebuch schreibt sich von ganz alleine…
Aha, Herr Neumann, Sie müssen ein anständiger Mensch sein. .. und wenn der Herr Lehrer redet, haben die anderen ruhig zu sein,…. und lasst bitte die Hände auf dem Tisch.
Herr Neumann, ´die Zeit` ist bei mir längst vorbei, tut mir leid für Sie, bei mir heisst´s “Immer frisch von der Leber weg” und “Immer an der Wand lang!” ab und zu auch “Voll mit dem Schädel dagegen”, das hilft mir, weckt den Geist, glauben Sie mir!
Ne ne, Herr Neumann, Ihre Denkweise mache ich mir nicht zu eigen. Ich habe zu akzeptieren, wenn ich hier etwas schreibe, dass es der Leser in dem Sinne verwendet, den ´Er` für richtig hält, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Merken Sie, dass Ihre Vorgabe ein Gebot “zum Denken” darstellt?… wo Gebote sind, gibt es auch Verbote… Dass es sich hier um ein Wirtschaftsblog handelt, bedeutet nicht, dass es nicht mit Menschen zu tun hätte. Selbst der Irrsinn muss hier seinen Platz haben… sonst dürften wir uns über Politik nicht weiter unterhalten.
Auffällig, dass sich sich mit der Art und Weise meiner Äußerung von 11.58 beschäftigen und nicht mit deren Inhalt… Sie wollten doch garantiert nicht Klaus Kocks bestätigen..”… wieder die DDR..? nach “Neumann´schen Neusprech”- ?
…wie wir seit gestern wissen hat Griechenland sich schon die 30MRD besorgt: durch Ausgabe von Anleihen, die die Griechischen Banken gekauft haben und dann bei der EZB in Euros umgerubbelt haben.
Also einer der Wege, den ich oben beschrieben habe.
Super-Mario ist schon eingeknickt. Fristgemäss