An der Börse ist Science-Fiction längst Realität: Der unheimliche Krieg Computer gegen Computer. Wo bleibt da noch Raum für Anleger?
Nein, eigentlich gibt es nur wenig Neues an der Börse: “Wer in diesem Spiel gewinnen will, muss Geld und Geduld haben, da die Kurse so wenig beständig und die Gerüchte so wenig begründet sind”, schrieb der spanisch-niederländische Schriftsteller Joseph de la Vega schon 1688 über die Amsterdamer Börse mit dem wunderbaren Titel “Confusión de Confusiones”, die “Verwirrung der Verwirrungen”.
Bezeichnend, dass der Philosoph Konrad Paul Liessmann dieses alte Werk zum Ausgangspunkt seiner ganz neuen Überlegungen zu “An den Grenzen des Risikos” nimmt. Die Börse als Nussschale, in der Menschen in ihrer prallen Unverstelltheit agieren, angetrieben von Gier, Habsucht, Spielsucht, wenig Größe und viel Gemeinheit – das hat immer schon Spekulanten wie Schriftsteller, Abenteurer und Erfinder angezogen. Paul Julius Reuter ließ Kursdaten von Berlin nach Paris streckenweise von Brieftauben fliegen, begründete damit seine Nachrichtenagentur und machte Arbitragehändler reich. Alexandre Dumas’ geheimnisvoller “Graf von Monte Christo” rächt sich für Jahre des Eingesperrtseins und der verlorenen Liebe dadurch, dass er eine politische Nachricht manipuliert – sein Feind, ein Bankier, geht darüber pleite. Billig einsteigen, Kurse hochschreiben, aussteigen, wenn die Gierigen teuer kaufen, und ihnen dann den Skalp über die Ohren ziehen, das nennt man Scalping; übrigens eine Spezialität fragwürdiger Börsenjournale.
Auf den ersten Blick bietet der moderne “Hochfrequenzhandel”, bei dem der schnellste Computer den um tausendstel Sekunden langsameren Computer ausmanövriert, grundsätzlich wenig Neues – es sind die alten Mechanismen, nur eben viel schneller. Seine Befürworter argumentieren, dass Kommunikation, Realtime via Facebook oder E-Mail zum Alltag gehören; Smartphones mit der Rechnerleistung, die einst für eine Apollo-Mission erstmals zur Verfügung stand, haben sich längst vernetzt und tauschen eigenständig unsere Informationen aus. Da mache es keinen Sinn, an der Börse die Fluggeschwindigkeit der Taube zum Maß aller Dinge zu machen.
Und doch ist etwas Neues hinzugekommen, wie unser Report über den Hochfrequenzhandel beschreibt: Wir sind dabei, die Grenzen des Risikos zu überschreiten. Die These von der Risikogesellschaft, mit der der Soziologe Ulrich Beck bekannt wurde, lautet, dass komplexe Großtechnologien wie die Atomtechnik nicht mehr kontrollierbare Risiken darstellen. Der Risikofall wird zur globalen Katastrophe, deren weitreichende Schäden in keinem rationalen Verhältnis zu dem Nutzen stehen.
Es könnte sein, dass der Hochfrequenzhandel ähnlich gigantische Risiken produziert, denen wenig oder kaum Nutzen gegenübersteht. Bitter ist dies für den kleineren Aktionär, der besonders auf Fairness und Transparenz angewiesen ist. Die Börse wie auch die Unternehmen brauchen diesen Typus, der nicht jede verpatzte Quartalsmeldung als Weltuntergang interpretiert für ihre langfristige Finanzierung. Nun zeigt aber unser Report, wie diese Anleger von den Hochfrequenzalgorithmen in einen Pferch getrieben und dort von den Maschinen bis aufs Blut geschoren werden wie die Schafe; skalpiert eben, im Bruchteil von Bruchteilssekunden.
Die neuen Akteure sind diesmal nicht Banken, es sind oft Mathematiker und Physiker. Wirtschaft reduziert sich für sie auf ein abstraktes Zahlenmuster; der wirtschaftliche Erfolg ist die Formulierung einer Rechenvorschrift zur Ausbeutung des Musters. Die Regulierung und Aufsicht tritt ihrerseits in den Kampf der Algorithmen ein. Sie wird hinterherhinken; wohl wahr. Aber es muss versucht werden. Dabei hilft die Finanzmarkttransaktionssteuer, diese eierlegende Wollmilchsau der Finanzpolitik, nicht. So trifft man alle Börsengeschäfte statt nur jene, die durch Simulation und Ausspähen wie “Pinging, Sniping und Spoofing” den Schaden anrichten.
Literaturempfehlung:
Konrad Paul Liessmann
Lob der Grenze. Kritik der politischen Unterscheidungskraft. Paul Zsolnay Verlag Wien 2012











149 Kommentare zu “Nuklearrisiko Börse”
@ Klaus F. umd 18:58 Uhr,
lass Dich doch nicht soo täuschen,
es kommt doch immer nur das
eine dabei heraus, ob staatsklüngel
oder finanzmarktklüngel:
Sie haben keine ahnung davon,
was wirklich wichtig ist und
ansteht, sie wurschdeln vor sich
hin und das ist das problem.
Wo steht die welt im augenblick,
welche strategie verfolgen die
Fiffis ?
Ist die USA, samt EU und BRIC und alle
restlichen konsorten pleite ?
Wo stecken die begabtesten gambler
und wo stehen die qualitativ,
schnellsten gelddruckmaschinen ?
Welche finanzmarktkapitalistische
glaubensrichtung gewinnt die
spartakiade der dummheiten ?
Klaus, erst wenn diese überlebens-
wichtigen fragen beantwortet werden
können, sehen wir weiter.
Was die elitären Dauerpenner sehr
gut können sind verzögerungen aller
unarten einzuschieben, da sie selbst
keine lösungen mehr parat haben,
so leicht geht das,
man muss es halt nur wissen, woll.
Schönen Gruss vom Plan für die Zukunft, Zamir
@ Pampa,
lieb und nett, aber wenn Du dein “Dichtchen” mal
goorgelst, fehlt das wörterl –hinten– in der ersten
zeile und den zweiten teil dieses poesie-album-
leckerbissens hast Du völlich “unterschlagen;
so geht das nicht unter völlich seriösen gedichts-
geschäftsleuten leuten, gelle.
Guck Dir lieber heute abend im ersten Deine
absolute lieblingssendung “Monitor” an und
Du wirst sehn:
- Geschäfte mit dem Hunger
wie Deutsche Bank und Allianz mitverdienen,
- Dubiose Geldflüsse,
wie der Energiekonzern EnBw in Russland
Millionen verteilt
- Reiche ins Zentrum, Arme an den Rand,
Wie der soziale Wohnungsbau
zum Auslaufmodell wird
Da sind doch hochfrequent-mitreissende
themen , odda?
Viele, liebe Grüsse aus der Morgenandacht, Zamir
@Ghost
Ganz ohne Dichtung geht es aber nicht. Was schreibst Du denn in Poesie-Alben von blutjungen Mädchen? Okay, als Adliger sollst Du ja auch nicht leben wie ein Hund, also ich vertraue Dir mal etwas an, das aller Erfahrung nach greift, griffig ist sozusagen:
Du schlägst die Büchlein auf und schreibst ganz hinten hinein:
“Ich habe mich angewurzelt, damit niemand aus dem Album purzelt!”
Zwar weiß ich nicht warum, aber Ghost das zieht bei den Mädchen. Das hat übrigens mein Opa meiner Mutter ins Album geschrieben, und rate mal … ja ja ja. Doch, der Herr hatte ein Gespür für Mädchen.
Also sollte Dich noch mal ein Mädchen fragen, unter uns, kupfere das einfach gnadenlos ab, die kommen nie drauf, woher Du das haben könntest … sei geheimnisvoll.
Gruß
Pampa
@ Ghost,
nur zur vervollständigung, es waren die kommentare
vom 23.08.:
Pampa um 19:47 Uhr,
Ghost um 20:06 Uhr,
ZZ jeweils um 21:03 Und 21:08 Uhr.
Es ist ja weiter nixx schlimmes passiert,
mir fiel es nur auf.
@ Ghost,
wie war das nochmal in amerika, wenn du heute
in den burnout getrieben worden bist, haste morgen
einen neuen job ?!
Das ist reine mentalsache, der amerikaner ist da nicht
so wehleidig und zudem wesentlich mobiler.
Ich meine ja nur soo, wir hatten doch vor kurzem
hier den vergleich mit deutschen und amerikanischen
arbeitsplätzen, weisst Du es noch ?
Da hatte ich doch so provozierend die frage gestellt,
ob Du überhaupt deutsche zustände am arbeitsmarkt
kennst.
Viele Grüsse von den Regulierungen in der Wirtschaft
und am Arbeitsmarkt und davon, dass der
Staat sich bitteschön aus diesen Prozessen des
freien Marktgeschehens heraushalten möge, Zamir
Achso jaja,
alles hochfrequentiert aus den medien frisch
auf den tisch, direkt aus deutschen landen:
a) Ungerecht, teuer und absurd, die
energiewende wendet sich immer
öfter an die geldbörsen der
kleinen bis mittelständischen
verbraucher, während es für
grosskonzerne sozialtarife gibt
Die kleinen werden , wie immer,
abegzockt und den grossen werden
die subventionen geradezu in
den rachen geworfen,
man muss es nicht verstehen,
haupzsache der neue umweltminister
und seine kanzlerin verstehen ihren
unfug aus der steckdose.
b) Immer mehr arbeitnehmer werden
in den burnout getrieben, durch
amerikanische überwachungsmethoden,
die den menschen nur noch als
ressource betrachten, doch das ist nur
die eine seite.
Was sich solche kranken unternehmens-
führungen (z.b. Microsoft in D) dabei denken,
ist klar, ausnutzung, ausbeutung und
auszehrung ihrer eigenen mitarbeiter.
Erschwerend kommt hinzu, dass diese
kosten des arbeitsdruckes und der
arbeitsverdichtung die menschen
sehr krank macht und wir alle
tragen die kosten, dass für einige piesepampels,
die aus menschenverachtenden methoden
geradezu ein hobby machen, es scheinbar
keine ethischen grenzen zu geben scheint.
Dies sind weitere fakten dafür, welche eliten dieses
land mit zum himmel stinkenden methoden,
unterjochen und ihr betrugssystem versuchen
weiterhin zu festigen.
Schönen Gruss vom schönen, neuen Energiewendeland, Zamir
Magic
“…zu dichten wagst”
Als Staatssbediensteter würde man mich bestimmt nicht haben wollen. Und wäre ich durch einen dummen Zufall einer geworden, so hätte man mich wohl subito in einen Kleiderschrank gesperrt und sorgfältig abgeschlossen.
Dichten kann ich nicht, zugegeben, schon ein Versuch wäre eine Blamage. Ich kann auf dem Flügel improvisieren, aber das kann man hier nicht zu Gehör bringen. Sonst hätte ich schon längst mal eine Papagaien-Ballade komponiert, mit Widmung an Magic.
Sieh an, sieh an! Eine IWF-Studie fordert die Geldschöpfung wieder in öffentliche Hand. Ist zwar noch nicht offizielle IWF-Politik, aber immerhin!
ISo langsam sickert es durch – die tieferen Ursachen. Sie geraten immer mehr in die öffentliche Diskussion.
Das Bankenzeitalter geht zu Ende
Der Staat soll wieder das Zepter bei der Geldschöpfung in die Hand nehmen, fordert eine IWF-Studie.
Ruft man sich die Schlagzeilen der letzten Jahre in Erinnerung, dann spielen Banken eine große Rolle. Mal drohen sie das ganze Wirtschaftssystem in den Abgrund zu reißen, mal sorgt man sich um ihre darbenden Eigenkapitalquoten. Die dem Finanzsystem innewohnende Gefahr für die Realwirtschaft wollen zwei Forscher des Internationalen Währungsfonds (IWF) nun gebannt haben. Ihr Motto: Weg mit dem Geld auf Knopfdruck hin zum Vollgeld, das zu 100 Prozent mit Sicherheiten gedeckt ist. Die privaten Banken verlieren, die staatlichen Notenbanken gewinnen dabei an Macht….
http://derstandard.at/1345165440122/Das-Bankenzeitalter-geht-zu-Ende
Während meiner buntblauen Bankerzeit spielte jeden Winter der Altkönig oberhalb von Kronberg eine prominente Rolle. Die sanfthügelige Winterlandschaft war immer wieder ein berauschendes erlebnis. Die steileren Kurven und Gipfelversprechen hielten sich in der Regel in meinem Windschaftten. bis wir dann schließlich beim heissen Tee in meiner Königsteier Loge, das soeben Erlebte auswerteten.
..
Lass gut sein, guter ghost, deine Liebe zu meiner Gebrauchs-und Unterhaltungslyrik beruht auf in etwa der gleichen emotionalen Derangiertheit wie deine Zuneigung zum öffentlichen Dienst.
Was kann denn ich dafür, idass sie dich weder im Staatsdienst brauchen konnten, noch das du dich zu dichten wagst. Sei versichert, ich kreide es dir nicht an. Vielleicht lass ich mal einen deiner Wechsel platzen;-) aber auch das nur im Notfall.
..
Gehab dich wohl, guter ghost, der Stier hat mich nach Meran beordert, knackige Äpfel zu ernten, Da mich dieser herr ohnehin vpn seinen Steuern alimentiert, eile ich selbstredend. Those who pay the bill, do order every mill.
…
Hast du kinni eysel irgendwo gesehen, mancher Oberbayer soll beim Spanferkeltauchen schon böse auf Grund gelaufen sein, und das im Namen der Freiheit unter Wasser, ts, ts, ts… so geht das, bei zu fanatischer Beinarbeit;-)
Grüße von der Seiffener Alm
@ Ghost,
wenn Du es wieder soo genau wissen möchtest,
regeln sind im grunde nur für das gemeine volk
erdacht worden, ab einer bestimmten grössen-
zuordnung zählen intrigen, korruptionen,
affären, bestechungen und repressalien,
um bestimmte interessenschwerpunkte
durchzusetzen.
Ab einer gewissen gesellschafts-schicht
zählt es quasi zur etikette, regeln
zu missachten und zu brechen.
Schönen Gruss von der Regel und dem Verstoss, Zamir
Hochfrequenzhandel, hochfrequenzhendl,
hochfrequenzgschandel, hochfrequenzschrammeln,
hochfrequenzgebammsel …
hochfrequentierte titonen im äpplwoirausch.
Magic 9:39
Le perroquet a déployé ses ailes….mais il ne vole pas.
Hoffentlich bringt das Dichten wenigstens etwas Farbe in Deine graue Beamtenexistenz.
Gregor Neumann
Vielen Dank für Ihre Reaktion, die ich mit Vergnügen gelesen habe.
Nun ja Regeln sind fürs Wirtschaften unabdingbar. Man sieht es ja in Griechenland, und nicht nur dort: Ohne eine effiziente Regierung funktioniert alles nie richtig, da kann man noch so viel Hilfen zahlen, es bliebe alles beim status quo. Effizient heisst, das Equilibrium zwischen staatlichen Vorgaben/Regelwerken und indvidiueller Initative zu wahren. Ich meine, Deutschland hatte das bis Ende der 70iger Jahre ganz gut geschafft. Dann kamen die asymmetrischen, fraktalen Impulse der Finanzwirtschaft.
@Magic
Du bist ja gerade wieder da, aber die Apfelernte in Südtirol steht bevor. Rund um Meran herum, ja doch, im Rosengarten auf dem Berg, also da stehen schon richtige Berge … mich fasziniert das auch immer wieder, was der Hesse gemeinhin im Taunus so als Berg bezeichnet, diese Maulwurfshügel …
Wehe aber Du sagst ihnen das, was heißt hier Berg?, maximal Hügelchen, Eure Landschaft hat keine Titten, flach wie die Nacht finster ….
Cheffe kommt ja auch out of Rosenheim, meinst Du Kronberg sei vergleichbar? Bestenfalls gibt es dort Alibi-Berge für einen Ober-Bayern, es sieht etwas nach Berg aus, aber ansonsten?
Wirklich von Berg reden kann im Prinzip nur der Dalai Lama. Doch, das nenne ich dann Berg, also Mount Everest, K2 oder Njanga Parbat … aber sowas wie der Feld(berg ha ha ) … das ist doch kein Berg.
Gruß in die Hügellanschaft
Pampa
(aus einem alten Kochbuch)
Eines musst du dir gut merken
Wenn du schwach bist: Äpfel stärken!
Sachsen-Äpfel beste Speise
Für zu Hause auf der Reise
Für die Alten , für die Kinder
Für den Sommer, für den Winter
Für den Morgen, für den Abend
Sachsens Äpfel sind stets labend!
Äpfel glätten dir die Stirn
Bringen Phosphor ins Gehirn
Äpfel geben Kraft und Mut
frischen auf TiTonenblut
Koste Most, sofern du durstig
wirst drauf fröhlich, manchmal lustig
Drum, Titone, lass dir raten:
esse frisch, gekocht, gebraten
Täglich ihrer fünf bis zehn
Wirst nicht dick, bleibst jung und schön
Und kriegst Nerven wie ein Strick
Stier, im Apfel liegt dein Glück.
Sachsenäpfel immerdar
risk-control statt nuklear
An der Börse wie im Leben
liegst mit Äpfeln nie daneben.
Was das Gabler Wirtschaftslexikon über Maschinen-Ethik schreibt ( aus dem Bereich “Grundlagen VWL ” )
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/maschinenethik.html
Weißt Du Zamir,
ob alt oder jung, ob grün, gelb, rot, dukelrot, rot, schwarz (mit Sicherheit nicht braun oder, warum hat die AntiFa eigentlich keine Farbe?), egal ob klein oder groß, Männlein oder Weiblein, egal ob Muslim, Jude, Christ oder was auch immer, ob FCB- oder BVB-Fan oder gar 1.FC-Fan, im Prinzip ist es doch immer das gleiche, leben und leben lassen, what else?
Keep on struggeling, was anderes bleibt uns allen ohnehin nicht über, egal welchen Alters, ob wild oder mild at Heart.
Persönlich verlange ich niemals mehr als Perfektion, und wenn es dann eine Kategorie schlechter ausfällt, nun ja, wir sind ja keine Unmenschen, Fehler sind einfach sehr menschlich und die passieren uns beiden doch auch.
@Karel
Doch, ein Wechsel ist streng genommen auch ein Derivat, insbesondere Sola-Wechsel, denn ein Derivat ist nichts weiteres, als ein abgeleitetes Produkt. Was wäre ein Derivat denn anderes? Soll ein Wechsel etwa ein originäres Produkt sein, das ist ja noch harmlos, was meinst Du zu Pfandbriefen? Weiß ja nicht, aber wenn Du mal in der IHK Abschlußpüfungen vornimmst, also bei Wechsel wird es buchhalterisch wirklich nach HGB jedenfalls übel, da trennt sich die Spreu vom Weizen …
Noch viel übler ist IAS 39, oder FAS 155/157 … da wird es für die Probanden wirklich extrem hart. Sei gnädig, aber wenn Du jemanden so richtig auf den Zahn fühlen willst, dann da …
Meine Frage ist meist ganz einfach, „Was ist der Apfelbaum wert?“. Was so harmlos klingt Karel, da geht der Punk ab …
Gruß
Pampa
@Ghost:
“Man hört oft und überall in Europa, dass die Wirtschaft, inklusive der Arbeitsmarkt zu reguliert sei, dass der Staat sich aus der Wirtschaft heraushalten sollte. Was halten Sie von solchen Forderungen?”
Ohje, ein Wespennest. Da würde ich erstmal fragen, was genau “zu reguliert” bedeutet und was derjenige unter “genügend reguliert” versteht.
Heraushalten kann sich ein Staat bei wichtigen Vorgängen gar nicht, weil die Gemeinschaft der Bürger den rechtlichen Rahmen für alle Transaktionen schafft.
1) Wer öffentliche Güter nutzt (Luft, Wasser, Straßen, Bodenschätze etc.), muss sich nach den Bedingungen des Souverän richten. Man kann einem Bach nicht sauberes Wasser entnehmen und dreckiges wieder einleiten. Huch, das ist ja schon eine Regulierung. In welchem Zustand muss benutztes Wasser sein, damit es eingeleitet wird? Viel Spaß bei der Diskussion.
2) Wer in einem Land Geschäfte macht, nutzt die Infrastruktur wie Polizei, Feuerwehr, die Ausbildung der Menschen in öffentlichen Schulen etc. pp. Ist es deshalb gerecht, dass Unternehmen Steuern zahlen? Ja. Huch, Steuern sind ja eine Regulation.
3) Verträge unterliegen dem Vertragsrecht. Nicht alles, was man vereinbaren möchte, entspricht den guten Sitten. Sie dürfen keine Menschen kaufen, Sie dürfen einen Kaufpreis nicht als Geschenk deklarieren, um Steuern zu sparen, Sie dürfen niemanden bedrohen oder bestechen, um einen Vorteil zu erlangen. Huch, Gesetze, Bilanzregeln und Strafrecht sind eine Regulation von Märkten.
Jetzt kann man in jedem Bereich diskutieren, welche Regeln sinnvoll sind und welche nicht. Sonntagsfahrverbot für LKW: Überregulierung oder nicht? Testen von Medikamenten an Tieren oder Menschen? Gewerbesteuer? Kapitalertragssteuer? Datenschutz?
Unser Leben ist ganz schön komplex und die Wirtschaft auch. Fest steht, dass ein stabiler Rechtsrahmen positiv für die wirtschaftliche Entwicklung ist. Wer es nicht glaubt, möge nach Nigeria fahren, wo es alles gibt, was man für eine erfolgreiche Wirtschaft benötigen würde. Dummerweise sind die staatlichen Strukturen so schwach, dass in dem hochgradig deregulierten Staat keine dauerhaft positive Entwicklung möglich ist.
Alles eine Frage des rechten Maßes an Regulierung und der Durchsetzungsfähigkeit von Regeln.
Ok, gar keine Regeln funktioniert nicht so gut. Welche braucht man, welche behindern? Das ist das erwähnte Wespennest. Denn es ist erfahrungsgemäß nicht die einzelne Regel, die stört. Es gibt wenige Fälle, wo jemand sagen kann “dieses eine Gesetz muss weg, dann wird alles besser”. Es ist die Menge, die als Belastung empfunden wird.
Geht mir ja auch so, wenn ich an meine Steuererklärung denke.
Wo Macht ist, müssen Ohn-Mächtige sein…. Lass Dir vom Spinn-Doctor die Genese für “Ohn-Machten” andeuten:
Im “Versorgseinwollen”
Im “Alleshabenwollen”
Im “Nichtnachdenkenwollen”
Im “Nichtsunternehmenwollen”
Im “Bequemhabenwollen”
Im “AllesnachmeinerFaconTanzenwollen”
Im “Überalldabeiseinwollen”
Im “Sichunterhaltenlassenwollen”
Im “Sichberauschenwollen”
Im “VonanderenFordernwollen”
Im “Duckmäusertumseinwollen”
…
… (Dir fallen bestimmt noch weitere Symptome ein…)
Gruss von einem Deutschen Gnom
+
Pampa hat recht, weniger ist oftmals mehr, wenn´s Eysel auch so sieht, bravo… ich musst mich halt hier ab und zu von meinen Jungfrauen ablenken,…. war heut mit denen schon auf ´m “Markt” vom Anbieter zum Verbraucher, direkt ohne Umweg, grenzenlos, auf der Strasse, hunderte Stände, Tomaten das kilo für 25ct,…. Regulierung? … mehr Tradition und Arrangieren untereinander, man glaubt es kaum, ´s funkitioniert, liegt wohl nur an denen, dies betreiben.?….
@ Immer,
so haben früher die sozialistischen kommunisten
von der diktatur des proletariats gesprochen,
heute dagegen sieht mehr alles nach einer
einzigen macht- und kapitaldemonstration
der geld- und pfeffersäcke aus.
Wenn das gemüt des kleinen erdenmenschen
zuviel von diesen dingelchen, wie macht-geld-
reichtum-einflussnahme, ansammelt und
in unendlichen, unsinnigen spielerchen
sich zu eigen macht, dann kannst Du
immer davon ausgehen, dass sein gemüt und seine
“normalität” auf der strecke geblieben sind.
Diesen typus von mensch kannst du von nichts
überzeugen, als seinem eigenen egozentrismus
und der damit einhergehenden, schleichenden
schwindsucht an mark und bein, soo iss es.
Schöne Grüsse aus der Anstalt, Zamir
@ Immer,
ganz simpel beantwortet, mal ohne die unterstützung
irgendeiner lehre:
Macht und einflussnahme, vermögen und grosse
reichtümer werden immer entgegen-gesetzte
interessens-sphären haben, im vergleich zu
den ärmsten menschen bis hinauf zum mittel-
stand und noch darüber hinaus betrachtet.
Die planspiele der supermächtigreichen,
konnten in den vergangenen zweihundert
jahren nicht überzeugend rüberkommen,
geschweigedenn in irgendeiner form
auch nur annähernd nachvollzogen werden.
Leidergottes hat sich die konzentration von
absoluter macht in den letzten fünfzig jahren
immer mehr zugespitzt, sodass diese
obersten obermimer alles weitere
unter sich ausmachen, wie immer Du
es auch betrachten möchtest.
Der rest ist singsang und wunschdenken.
Gruß Zamir
Einen ´Ernsthaften` muss ich jetzt schon nachlegen:
Globalisierung und Markt:
Sollte die Globalisierung in welcher Form auch immer, gebremst werden können, der Markt in welcher Form auch immer eingedämmt werden können (das damit verbundene Kapital) an die Leine gelegt werden können; so wird “Macht” in irgendeiner Form frei. Jedoch, ist die Frage, wem diese Macht zufliessen wird, zunächst völlig offen. Die Hoffnung, dass sie bei den “99 %” ankommen könnte, ein verständlicher und berechtigter Wunschtraum. Allerdings, wer sich die letzten 25 Jahre getäuscht sieht, könnte sich für die nächsten 25 Jahre einer weiteren Täuschung hingeben. Macht, hatten immer die Macher, wieso sollte es diesmal anders sein? Die Macher könnten anders heissen, aus Managern werden Funktionäre, das Käfig Kapital ersetzt durch “den Wahren Glauben an die Solidarität”, die Grenzen nicht aufgelöst, sondern durch “Quasireligionen” neu definiert. Sicherheit im Inneren, der Vorzug, vor individuellen Ansprüchen `”kapitalistischen” gegeben werden. ´Neu` wäre alles nicht!
Damit wollte ich meine “Bedenken” angemeldet haben.
Zamir, …. und freue mich auf eine völlig ´zweifelsfreie Zeit`. Ja.
@ Immer,
bedenke doch, die zamir’sche lehre ist keine
leichte kost und Du wirst zuallererst, wie
Du es selbst beschreibst in selbstzweifel und
ständige verwirrungen verfallen.
Was Du nun brauchst, sind geduld, nachsicht
und etwas mut, auch die gedanken und
richtlinien der lehre zuzulassen.
Mit Deinen veranlagungen, bist Du geradezu
prädestiniert die zamir’sche lehre mit all
ihren schönheiten, aber auch untiefen und klippen,
zu implantieren in Deinem feinen hirnskästchen.
Vertraue all Deinen intuitionen und sinnen,
es ist nur eine frage der zeit bzw. der
innersten einstellungen und konstellationen,
dann erföffnen sich Dir möglichkeiten und
wege, von denen Du früher nicht einmal
im entferntesten auch nur träumen konntest, jadoch.
Du wirst alle zweifel beiseite schieben und
nur noch nach weiteren erkenntnissen streben.
Schönen Gruss von den Anfangsschwierigkeiten, Zamir
Ähm Zamir, ja, aber manchmal blockierts in der dritten Hirnhälfte, aber sachmal, habe ich die zamir´sche Lehre jetzt richtig verstanden:
vor dem Frühstück:
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
nach dem zweiten Frühstück:
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
zur Kaffeepause:
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
vor dem Schlafengehen:
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken, Bedenken
nachts:
chchchchchchchch
Uffuffuff
@ Immer,
verstehe das einer,
auf der einen seite blickst Du fast “immer” so
grossartich durch, andererseits holst Du
deinen verstaubten werkelzeugelskasten
schon hervor, wenn solche begriffe auftauchen, wie:
Globalisierungsfanatiker und Marktfundamentalisten
neoliberaler Prägung.
Ja herrgott nocheinmal, da musst Du dich auch mal ein bisschen
informieren und das hirnskästchen durchrütteln,
bis die erkenntnisse nur so herauspurzeln,
das kann doch nun nicht mehr so schwör sein.
Jetzt bist Du in den letzten monaten aufgestiegen
in die expertenliga und da heisst es, nicht
locker lassen, sondern dem unheil auf
den grund gehen, ohne taucherglocke und
doppelten boden im rucksack.
Viele Grüsse vom Workshop, Zamir
Klaus 27. August 2012 um 18:20, beim ´Malen nach Zahlen` habe ich immer wieder meine Schwierigkeiten.
“Die Globalisierungsfanatiker und Marktfundamentalisten neoliberaler Prägung …”
Wer ist das? Kannst Du mir helfen? Sag´ mir, wer ist Ross und wer ist Reiter? Ich habe definitiv Definitionsschwierigkeiten. Wer und was ist das Gegenteil? Was sind Substitutionsmöglichkeiten? zb. lässt sich Globalisierung ersetzen?…. oder was könnte Markt ersetzen?… was kennzeichnet den Fanatiker… oder Fundamentalisten in diesem Zusammenhang, woran erkennt man sie? Wer würde an deren Stelle treten, wenn sie weg wären? Treten sie vereinzelt auf, oder kommen sie in Scharen vor?…. Du hast klare Sprache propagiert, …. aus vier Worten Fragen über Fragen….
Gruss aus der Hammerschmiede!
+
Randnotiz zu Randnotiz am 28. August 2012 um 01:30
Da mach´ ich mir auch überhaupt keine Sorgen, weil der nächste Pferch (das ist Das, wo man die Schafe einsperren tut), der steht schon bereit.
Es grüsst Dich ein Befehlsverweigerer in Person!
Pampa,
ich würde Wechsel nicht mit Derivaten vergleichen wollen.
Seit dem Wissen, daß weltweit ca. 500 Billionen Dollar (nach europäischer Lesart)
Derivate “unterwegs” sind, entspricht dieses “Nuklearrisiko Börse” schon eher dem Empfinden von Außenstehenden.
Zu den Ratingagenturen:
bisher galt, daß Ratings juristisch als freie Meinungsäußerungen gewertet wurden.
Shira Scheindlin, Richterin beim Bundesgericht New York Süd wertet es nun anders.
Ratings seien “faktenbasierte Schlußfolgerungen”. Investoren müßten sich darauf verlassen können, meint sie.
Und lehnte den Einspruch einer Ratingagentur gegen eine Investor-Klage ab.
Setzt sich diese Ansicht auch letztinstanzlich durch, drohen den Ratingagenturen Mllliardenklagen.
Bemerkenswert diese Haltung.
Etwa ein Signal für eine neue Entwicklung?
Wir werden sehen.
Gruß
kare
@ Pampa,
die allerletzte zeile bitte einschieben, oben
nach der vermutung zur “grossen zamir’schen
Lehre,” pardon.
@ Pampa,
jaja, ohne Old Sp-eyys fehlt hier das nashorn-salz
im pilzsüpperl, da sind wir uns einig.
Vielleicht macht er auch eine weiterbildungskur
oder sowas in der art, ein seminar über
die anwendung der “grossen zamir’schen Lehre,”
in der praktischen verwertung.
Du musst nur einmal berlin mit dem auto
einige tage geniessen, dann haste was
prägendes für das restliche lebensprogramm,
soviele irre auf einem haufen, das sage ich
Dir gibt es nur hier und das liegt nicht
unbedingt an der einwohnerzahl.
Meine anmerkungen zu Wowi, Platzdeckelchen
und Beckgezecke, hast Du ja hoffentlich
alle mitbekommen in den letzten tagen;
narrenfreiheit ohne ende ohne
rücksicht auf weitere milliardenverluste.
Wo ist da die kontrolle, ach ja Du wolltest
ja immer überhaupt keine kontrollen,
weisst Du noch ?
Und nun haben wir die salate, politisch-
wirtschaftlich-kulturell und überhaupt, herrjemine.
Da lerne ich doch lieber saxophon spielen.
Schönen Gruss vom Karwendelhaus, Zamir
Zuzutrauern wäre es ihm schoo, gelle.
also ich tippe auf den Titonen Eysel Zamir bei Zeitzeuge, aber wer weiß … ohne Eysel geht hier sowieso nix, ziemlich blutleer. Ob er das demonstrieren will? Sagen wir andersherum, Mad alias Randnotiz meint ja, wir dürften uns glücklich schätzen, kommentieren zu dürfen.
So, so, als wären wir bei RTY angestellt, Befehlsempfänger quasi. Darauf reagieren die meisten ständigen Diskussionsteilnehmer eher empört, insbesondere Always Ultra, aber auch ansonsten, es kann ja jederzeit vorbei sei sein, die Hand überreizt.
Ich kann für mich nur sagen, ich haben Euch irgendwie lieb gewonnen, TiTo entstand wie … hm, Unkraut auf unbestellter Fläche. Erkennst Du irgendeine Strategie hinter dem Chefblog ohne Moderation? Also ich eigentlich nicht.
Allerdings möchte ich noch mal kurz vor Schluss auf meine Beiträe zu Super-Wowi eingehen:
1. Zunächst mal hat er ja selbst gesagt, er sei schwul und das sei gut so. Welches formidabeles Politik-Verständnis! Also ich bin absolut unschwul und finde das auch gut so, nebenbei auch mein Mädchen, sie wie ich haben es nicht so mit anal. Mir ist das letztlich aber egal, so lange er mir nicht zu nahe kommt.
2. Berlin sei arm aber sexy
Meine Damen und Herren, dürfte ich mal fragen, wie viele Milliarden denn noch und wenn ja für was, zu welchem Zweck und in welcher Hoffnung denn? Berlin erbricht doch mehr oder weniger Subventionen, siehe Kunstausstellungen, aber was bitte erwirtschaftet denn Berlin?
Dein Zug Zamir, aber nun nehme mir das nicht persönlich übel, Du selbst bist nicht gemeint, aber was ist denn bitte so toll an Deiner Wahlheimat?
Gruß
Pampa
Es ist schon ein besonderes glück für
alle popelpopulisten, dass es richtige
regale gibt:
für linke, für rechte, für dralle, für schmale,
für hosenträger, für ideologisch verkappte
und sogar für zeitzeugen,
die es zwar erlebt, aber weder begriffen
noch verarbeitet haben.
So benötigt der “gentriebene mensch,” eine
bestimmte ordnung, die es ihm erst
ermöglicht, andersdenkende einzuordnen
und sich selbst damit wohlzufühlen.
Ohne ordnung keine klarheit, ohne
klarheit keine politische farbenlehre.
Schönen Gruss von der elektronischen Gesundheitskarte, Zamir
Was für die Katholiken die Kardinäle sind,
könnten für die hiesigen Linken Leyendecker, Stiller, Prantl sein.
Klaus
wundert mich nicht.
Wäre doch merkwürdig,wenn sich profis und Berater etc keine Planspiele ausdenken würden.Es gibt aber auch viele die nicht an den crash anknüpfen sondern eher konstruktiv sind.
Ich gehe grundsätzlich mit allen Prognosen sehr vorsichtig um und sehe dahinter auch Einzelinteressen,woran an sich nichts auszusetzen ist.Es sind aber oft kurzfristige Interessen und weniger solche,die das System an sich verändern wollen.Mit zwei Worten : viel Medienspektakel.
@Ghost
Was heißt hier abgesehen von der Finanzwelt bezüglich Moral? Ich kann Dir eines versprechen, auch wenn das Geschehen an den Märkten abstrakt wirkt, sei vorsichtig! Mehr oder minder kennen sich alle und außerdem wird so etwas nicht wie vom Moraltheologen Adam Smith in allgemeinen Handlungsempfehlungen gemessen, sondern gemessen.
Lass einen Wechsel (kennt heute ja kaum noch wer) platzen, dann ist es absolut vorbei mit lustig, bei allen, nicht nur bei einem. Dann traut Dir kein Mensch in der Finanzbranche mehr …
Das hat natürlich auch einen tieferen Sinn, im Wesentlichen Abschreckung und Disziplinierung, sich doch bitte an die Regeln und gegebene Worte halten zu mögen.
Gruß
Pampa
Nur eines von vielen büchern zum film:
Helmut Kohl, die Macht und das Geld
Leyendecker, Stiller, Prantl
Steidl-Verlag 2000
Der bleierne kanzler hat dann recht schnell
sein mädchen angelernt und ihr alle
seine untugenden vermittelt,
womit wir 2005 unmittelbar nach
gazprom-gerdchen, die zweite
stufe dieses gedankengutes und
stillstandes erleben durften, die
uns bis heute in ihrem banne hält.
Sowuchs dann doch zusammen was
der laie unter sylvester-bleigiessen
mitunter recht feuchtfröhlich
über sich ergehen lässt und
trotzdem lacht.
Viele Grüsse vom hegemonialen Erbe, Zamir
Nachdem er sich über intrigen an die spitze
geschummelt hatte, konnte er dann ganz
ungeniert die hände in den schoss legen
und die deustche einheit auch mit der
portokasse bezahlen, der bleierne Helmut.
Dass gesamte gebaren der wegelagerer
west und der parteibonzen ost, ist
im übrigen sehr exakt festgehalten im
aktuellen dokumentarfilm “Goldrausch,”
wie die institution treuhand wahre werte,
zu flohmarktpreisen, glückrittern und tagedieben
in die schmutzigen hände gespielt hat.
Genosse HeKo hat im übrigen auch seinen
spruchband-anteil an der missgeburt EURO
und dies nicht zu knapp.
Etliche verfahren, die noch mehr ungeschminkte
wahrheiten, über die kungeleien des “schwarzen Riesen aus Oggersheim” zutage gefördert hätten, wurden kurz vor
der aufklärungsphase durch androhung von repressalien
gegen die ermittlungsbeamten verhindert.
Man muss es halt nur wissen und schreiben,
es sind tatsachen über reale geschehnisse.
Schönen Gruss aus der Schwarzgelb-Kasse, Zamir
In der “bleiernen” Zeit wurden die BranSch-Kollateralschäden saniert.
Nach dem Abbau von 3 Mio. Jobs im Wunderland der Demokratie
entstanden in der “bleiernen” Zeit 3 Mio. neue Jobs.
In der “bleiernen” Zeit wurde ebenso der Honi-Kollateralschaden aus dem Wunderland des Sozialismus saniert.
So manch “bleierne” Denke wurden dagegen bis in die Neuzeit konserviert.
Gruß von der Werkbank
Ein Zeitzeuge
@ Klaus,
das von Dir beschriebene szenario erinnert
mich stark an die mediale unruhe nach
einführung der haha-4 gesetze.
Zuerst in allen “oberen etagen” beschwichtigen und
beruhigen, die karre jahrelang im zweiten gang
vor sich hin siechen lassen und dann in aller
eile: ein schnellschuss in den ofen jagt den
näxxten.
Unter HeKo sechzehn jahre bleierne zeit und
siechtum, dann die kehrtwende des
verarmungskanzlers, die zeche für
die denkfaulheit und dummheit in wirtschaft,
sowie politik bezahlt der kleine mann,
otto normalarbeiter durch einführung
der erfindungen, eines saarländischen schwollkoppes,
mit dem schönen namen Peter Hartz.
Nun die nächste schlafmützigkeit, knapp zehn jahre
später, ein eliteprojekt geht den bach runter
und der kleine sparer sieht den nächsten betrug
auf sich zukommen.
Es sind immer die gleichen vorzeichen, die
superoberunfähigkeit der grosskopferten
und ihrer hilfstruppen aus der politik, dem
beamtentum und der wirtschaft, sie
riechen praktisch alle schon nach ruin,
sie können nixx, haben keine ahnung
von irgendetwas und laufen auch
ansonsten keiner herde nach.
Jedoch in einem sind sie sich alle
einig, die hände aufzuhalten,
das volk zu verdummen und im
notfalle, jegliche schuld von sich
und ihren weissen hemden und
bunten krawatten zu weisen.
Schönen Gruss von der Parkbank, Zamir
Keine zwei Jahre ist es her, als nicht nur hier in diesem Blog die Eurosystemkritiker mit Hohn und Spott überhäuft wurden, trotz stichhaltiger Argumentation. Von entbehrlichem Geschwätz, Sternstunde der Schwarzmaler und Untergangsprediger war zu lesen.
Und nun:
Keiner spricht darüber – aber jeder tut es: Banken und Konzerne bereiten sich auf den Euro-Herbststurm vor. Jetzt titelt sogar die FAZ: “Banken rüsten sich für den Tag X – Vorbereitung für den Zerfall des Euro”. Auch für einen Bankrun sollen sich die Institute wappnen.
Während die Printausgabe “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” noch fast moderat titelt “Banken rüsten sich für den Tag X – Vorbereitung für den Zerfall des Euro” nimmt man sich in der Online-Ausgabe der FAZ schon kein Blatt mehr vor dem Mund. Titel dort:
„Die heimlichen Pläne für den Euro-Crash“
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/banken-und-konzerne-die-heimlichen-plaene-fuer-den-euro-crash-11867936.html
Demnach bereiten sich Banken und Konzerne darauf vor, dass der Euro zerfallen könnte. Außerdem wird schon mal geprobt, wie man die “Neue Drachme” in Systeme und Verträge integriert.
“Rund ein Drittel der Führungskräfte in deutschen Unternehmen hält es für wahrscheinlich, dass der Euro in einen Nord-Euro und einen Süd-Euro zerfallen könnte”, sagte Alexander Roos, Partner bei der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG), der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”.
Wie sehen diese Vorbereitungen für den Euro-Crash konkret aus? Grob geht es um drei wichtige Punkte: Cash horten und nach Deutschland repatriieren, PIIGS-Töchter juristisch abgrenzen, Schulden in den PIIGS-Raum verlagern, um von einer möglichen Abwertung zu profitieren.
Ein Austritt Griechenlands hat bei den Krisen-Vorbereitungen bereits keine Priorität mehr, denn Athen ist schon längst abgehackt. Die Krisenteams, die in den großen Banken und Konzernen vor Monaten gebildet wurden, sind laut FAZ schon einen Schritt weiter und spielen das Endszenario. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass es mit dem Euro auch ganz schief gehen könnte, steigt, seit auch Spanien unter den Rettungsschirm geflüchtet ist. Seitdem bereiten sich die Krisenteams auf ein viel beängstigenderes Szenario vor: auf das Auseinanderbrechen des Euro, berichtet das Blatt.
Pläne schon in der Schublade
Folgende Fragen werden laut FAZ in den Euro-Krisenteams durchgespielt: Muss die Bank am Tag X schließen und, wenn ja, wie lange? Wann stoppt man Überweisungen in ein Land, das die Eurozone verlässt? Was passiert mit den Geldautomaten? Was mit den Sparbüchern? „Alle Pläne liegen fertig in den Schublade“, sagt ein Banker der FAZ zufolge. Bei fünf Prozent Wahrscheinlichkeit der Euro-Schmelze habe man angefangen, sich tiefere Gedanken zu machen, erzählt ein anderer Bank-Manager. Aktuell beziffert er das Risiko schon auf 20 Prozent.
US-Banken machen dicht
Immer mehr außereuropäische Banken und Konzern kappen aus Angst vor einem Euro-Bruch ihre Linien in die Eurozone. Amerikanische Banken schotten sich gegenüber Europas Banken ab, berichtet Jürgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank. Früher haben Euro-Banken Dollarkredite aufgenommen, jetzt ist das schwieriger, berichtet die FAZ. Wie unter diesen Umständen überhaupt noch ein normaler Zahlungsverkehr zwischen den Finanzinstituten stattfindet, bleibt rätselhaft. Die allermeisten PIIGS-Banken sind bereits jetzt schon vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten und hängen nur noch am Tropf der EZB.
Einen Notfallplan für das “Restrisiko” eines Euro-Zerfalls müsse jedes Institut haben, schon im Sinne guter Unternehmensführung, betonte Commerzbank-Chef Martin Blessing unlängst auf der letzten Bilanzpressekonferenz. “Man wird kaum eine Bank finden, die sich nicht schon Gedanken darüber gemacht hat.”
Bankrun?
Auf einen möglichen Zerfall der Eurozone bereiten sich auch einige Unternehmensberater vor, wie beispielsweise Capco: In einem Weißbuch (“Was würden Sie tun, wenn die Euro-Zone auseinander fällt?”) skizzieren sie, woran zu denken ist. Darin wird vor inneren Unruhen in Krisenländern gewarnt, die das Personal gefährden könnten, und empfohlen, auf einen Bank Run vorbereitet zu sein. Auch die Boston Consulting Group gibt Instituten, für die sie tätig ist, ein 100-Punkte-Programm an die Hand. In diesem Notfallplan geht es um mögliche Turbulenzen an den Finanzmärkten oder rechtliche Fragen.
Frage an Gregor Neumann
Man hört oft und überall in Europa, dass die Wirtschaft, inklusive der Arbeitsmarkt zu reguliert sei, dass der Staat sich aus der Wirtschaft heraushalten sollte. Was halten Sie von solchen Forderungen?
Bei dem Wort Moral musste ich lächeln: “….Reihung von Werten, die auch eine moralische Dimension haben. Wirtschaft hat Regeln”.
In den USA gilt ein gegebenes Wort sehr viel. Würde ich gegenüber Unternehmens-oder Geschäftspartnern mein Wort nicht halten, dann wäre ich sofort und dauerhaft “weg vom Fenster”. Ich will damit sagen: Die Moral existiert in Beziehungen, Moral macht solide Geschäftsbeziehungen erst möglich. Aber sehen Sie sich doch mal das Gebaren so mancher Firmenlenker an, die auch auf die Firmenmentalität abfärben; die Moral kann man da mit dem Mikroskop suchen – und ich spreche nicht einmal von der Finanzwelt, die ganz eigene “Moral”vorstellungen entwickelt hat. Das fällt aber erst auf, wenn es den Firmen schlecht geht oder wider Erwartens Unregelmässigkeiten ans Tageslicht kommen.
Ich begegnete kürzlich wieder der goldenen Taschenuhr meines Grossvaters. Auf der einen Seite ist das Familienwappen eingraviert, auf der anderen Seite steht: “Üb immer Treu und Redlichkeit”, ein alter preussischer Imperativ. Heutzutage wirkt dieser Satz doch wie die Uhr: Antiquiert.
@ KlausF.,
da sehe ich es ebenso wie Du,
die wirklich hochpriviligierten
und vom gewinn und profit
ihrer spekulationen und
ausbeutergeschäftchen
lebenden, haben sich zuweit
verzockt und lehnen sich nichts
destotrotz weiterhin sehr weit
aus dem fenster.
Machtpositionen immer weiter bis
ins unfassbare auszudehnen,
vermögenswerte in schwindlerregende
höhen zu schrauben, dies ist
der grosse und nicht akzeptable
widerspruch unserer zeit.
Heute wissen wir um die wahren
verschwendungen und hintergründe,
solcher unermesslicher reichtümer
sehr gut bescheid und erkennen andererseits
eine wachsende anzahl von menschen
in genau entgegengesetzen zuständen.
Du hast völlig richtig bemerkt, menschengemachte
miss-stände können auch nur von menschen
wieder behoben und begradigt werden.
Der erste schritt ist die aufklärung und
die simple logik, dass purer reichtum,
nur um des reichtums willen, vergeudung
geschaffener werte darstellt.
Der zweite schritt ist ganz einfach
die aufforderung an diese pseudo-
eliten, ihre sicht der dinge zu
korrigieren und ihnen klar zu
machen, dass jeder mensch
auf dieser erde ein recht auf
teilhabe, perspektive und würde hat.
Die weiteren entwicklungen bleiben
im nebel verborgen, da wir eine
klare aussage der “grosswildjäger,”
bis heute nicht vorliegen haben.
Anarcho-Finanzmarkt-Kapitalismus,
ein krebsgeschwür, das nicht mehr
so schrecklich sein muss
wie es klingt.
Viele Grüsse aus der Tiefenanalyse, Zamir
@Gregor
zunächst ein Dank an deine Diskussionsführung – Meinungsunterschiede sachlich zu behandeln.
„….wenn ihnen das Ergebnis ihrer Arbeit weggenommen wird, weil man es lieber jemand anderem gibt.“
Das Ergebnis seiner Arbeit soll nicht jemand anderen gegeben werden, sondern dazu ausreichen selbst davon zu leben, jedenfalls mindestens seine Existenz davon sichern zu können.
Noch mal:
Die Wirtschaft wäre also zu aller erst in den Dienst des Menschen zu stellen – und nicht umgekehrt, die Menschen in den Dienst der Wirtschaft, bzw. dem Geldkapital.
Gregor, es geht nicht darum den Produktionsfaktor Geldkapital zu verteufeln oder gar abzuschaffen, sondern seine Privilegien gegenüber Mensch und Natur abzubauen. Dem Produktionsfaktor Mensch und Natur aufzuwerten.
Und auch Sonntagspredigten, Ethikdiskussionen, oder dein Bedauern werden wenig daran ändern können, wenn sie den Kernbereich des Wirtschaftens, die bislang besinnungslose Gewinnorientierung, diesen Tanz ums goldene Kalb, unangetastet lassen.
Anstelle der Entwürdigung, die Mensch und Natur durch die bisherige Gewinnermittlung in deregulierten Marktwirtschaften erleiden, müsste eine ausreichende Würdigung in Form sozialer und ökologischer Mindeststandards treten.
Ganz allgemein:
Die Wirtschaftswissenschafter haben sich nach meinem Eindruck vielfach in die Gebäude ihrer Theorien eingemauert, und die Fundamente dieser Mauern bestehen aus den Grundbegriffen ihrer Theorien.
Doch nur offene Systeme sind langfristig lebens- und überlebensfähig, geschlossene und starre Systeme gehen an ihrer eigenen Starrheit zu Grunde.
Die Globalisierungsfanatiker und Marktfundamentalisten neoliberaler Prägung versuchen allerdings mit ihrer weltweiten Propaganda unter weitgehender ideologischer Gleichschaltung der Ökonomie-Ausbildung und der Massenmedien, derartige kritische Stimmen zu übertönen.
Es mehren sich aber die Anzeichen, spätestens seit Beginn der Weltfinanzkrise, dass wachsende Teile der Gesellschaft ihnen die Blindgläubigkeit mehr und mehr verweigern und sich auf die Suche nach grundlegenden Alternativen machen.
Sogar im Bereich der Universitäten beginnt sich international eine Protestbewegung gegen den Alleinvertretungsanspruch neoklassischer Ökonomie zu formieren.
@dtesch:
“Wir erleben es immer wieder, wie „berufsmäßige Empörer“ einige Vorfälle lauthals verurteilen, während sie bei anderen Vorfällen auffällig schweigen.
Die moralische Keule zu schwingen wird meist dazu gebraucht, unliebsame Meinungen nieder zu dreschen. Sie hat NICHTS mit Moral im eigentlichen Sinne zu tun.”
Das Muster findet man auf allen Seiten des politischen Spektrums.
Moral ist keine Naturkonstante, sondern eine menschliche Konvention. Was moralisch richtig und vertretbar ist, wandelt sich mit der Zeit und der Region. Die Debatte begleitet uns seit fast 3000 Jahren. Seitdem die Menschen schreiben können, beklagen sie sich darüber, dass die anderen verdorben sind und es mit der Menschheit bergab geht.
@Klaus + immer:
Ich glaube, die Diskussion verläuft in nachvollziehbaren Bahnen, oder?
Über den Zielkonflikt sprechen wir alle seit unserer Schulzeit. Einerseits wäre es erstrebenswert, wenn alle Menschen anständig genährt, gekleidet und gebildet wären. Andererseits finden Menschen es ungerecht, wenn ihnen das Ergebnis ihrer Arbeit weggenommen wird, weil man es lieber jemand anderem gibt.
Menschen sind sowohl territoriale als auch soziale Wesen. Beide Seiten sind Facetten unserer Natur. Deshalb macht nicht die eine ODER die andere Seite uns zu Menschen. Wir sind beides zusammen.
OK, wir können den Zielkonflikt nicht lösen, solange die Zahl der Dinge endlich ist, sondern nur moderieren. Wir können Exzesse verhindern (Verbot von Monopolen, Recht auf Eigentum). Aber ansonsten muss man akzeptieren, dass wir nach dem aktuellen Stand der Technik nicht beides haben können, sondern ständig zwischen den Polen der menschlichen Natur hin und her gezerrt werden.
Die Ungerechtigkeiten, die dabei geschehene, machen auch mich nicht froh.
Nur: Was bringt uns dem Ziel näher, beide Seiten befriedigen zu können? Hier glaube ich, dass wirtschaftliche Prozesse die Grundlage für den Wohlstand legen, der für die sozialen Aspekte des Lebens notwendig ist.
Mal als sehr grobes Beispiel:
Der Durchschnittsdeutsche hat heute einen wesentlich höheren Lebensstandard als der Durchschnittsadlige vor 200 Jahren (nein, bitte nicht der Graf aus dem Groschenroman). Er ist besser gebildet, ernährt sich reichhaltiger, hat mehr Medien zur Verfügung, hat ein besseres Gesundheitssystem etc. pp.
1800 lebten ca. 23 Mio. Menschen in Deutschland, davon rund 10 Prozent in guten oder besseren Verhältnissen. Der Rest war eher arm, ungebildet und mit kurzer Lebenserwartung. Das haben wir innerhalb von 200 Jahren auf 80 Mio. Leute gesteigert, von denen wir einige immer noch als arm oder ungebildet bezeichnet würden. Im Vergleich zu 1800 ist unsere Unterschicht aber besser dran als viele Bürger damals.
Womit haben wir es geschafft, den allgemeinen Wohlstand um etwa den Faktor 40 zu steigern (und immer noch unzufrieden zu sein, weil es vielen so “schlecht” geht)?
Wirtschaft belohnt Innovation. Und Innovation hebt den Lebensstandard. Ja, das ist seht grob, aber wenn man sich ansieht, wo sich auf dem Planeten prosperierende Gesellschaften entwickelt haben, dann findet man dasselbe Muster.
Es gibt auch Beispiele von erfolgreichen sozialen Gruppen. Doch die funktionieren leider nur im kleinen, aber nicht im großen Maßstab, wie wir es brauchen. Denn Hilfsbereitschaft nimmt mit der Entfernung zum Empfänger ab. Als soziale Wesen denken wir nämlich auch stammesorientiert.
Oder umgekehrt gefragt: Gibt es ein Beispiel, wo der Verzicht auf Gewinn über einen längeren Zeitraum zu mehr Prosperität einer Gesellschaft geführt hat?
@ Immer,
wann könnte ich Dich denn wieder
einmal soo rischdisch knechten und
versklaven, häh?
Entschludrige, abba ich kann mich
nun mal ganz schlecht beherrschen.
Gruß vom Alpha-Centauri, Zamiri
@immer…
es geht nicht um irgendwelche Ideologien. Ob der Sozialismus, der Kapitalismus oder der Nationalsozialismus, sie alle haben s.g. „blinde“ Flecke aufzuweisen, sowohl in Bezug auf Ihre ökonomischen Modelle, als auch dem Geldsystem.
Dieses dogmatische Schubladendenken bringt uns keinen Schritt nicht weiter – Im Gegenteil!
@ Klaus F.,
der mathematiker erarbeitet sich seine formeln,
die er zur weiteren verwendung benötigt,
der architekt plant und vergleicht und
bildet sich sein urteil aufgrund seiner
kenntnisse und legt dann seine
baupläne und sonstigen berechnungen vor,
der Zamir erkennt alle zusammenhänge
dieser welt, bei Carl Orff:
“Denn wer viel hat,
haut auch die Macht!
Und wer die Macht hat,
wer die Macht hat,
hat das Recht!
Und wer das Recht hat,
und wer das Recht hat,
beugt es auch,
denn über allem herrscht die GEWALT!”
Man muss es halt nur wissen und
nicht die äuglein davor verschliessen.
Schönen Gruss vom kapitalismus-basierten,
hightech Refeudalismus und seinem Vormarsch, Zamir
@Immer…
Genau! Wahrscheinlich ohne es zu wollen, hast du einen ganz entscheidenen Punkt angesprochen: „Malen nach Zahlen“
Schau dir mal die HERRschende Wirtschaftswissenschaft genauer an.
Die ganzen mathematischen Modelle in den Wirtschaftswissenschaften, oder ein großer Teil davon, haben einen entscheidenden Mangel. Die Voraussetzungen dieser Modelle gehen oftmals vollkommen an der Realität vorbei. Wie will man aber mit Modellen, die mit realitätsfernen Voraussetzungen und verwirrenden Begriffsfundamenten gebaut werden, den Blick für die Realität schärfen? Das geht nicht – das Gegenteil ist der Fall.
Man kann natürlich immer wieder sagen: „Angenommen es sei…“ aber ob es auch wirklich so ist, wird nicht diskutiert, wird nicht hinterfragt. Da werden die absurdesten Annahmen in die Modelle eingebracht und hinterher im Ergebnis kommen dann realitätsferne Schönfärbereien raus.
Die Realität mag noch so in Kontrast geraten sein zu diesen schönfärberischen Modellen, man lässt es nicht an sich heran. All die realitätsfernen Teile, die den Modellen widersprechen, dort nicht hinein passen, werden einfach ausgeblendet. Man gerät in einen zunehmenden Realitätsverlust – und das wird dann an den Hochschulen und Universitäten in der ganzen Welt gelehrt.
Für den Laien ist dies gar nicht vorstellbar was da im Gewand von Wissenschaft geschieht.
Es lässt sich aber auch anders darstellen. Verabschiedet euch von den mathematischen Modellen und der akademische Wissenschaftssprache und kehrt zurück zur allgemein verständlichen Sprache und Begrifflichkeiten – es funktioniert!
“Als die Titanic sank sind auch die Sweeten mit untergegangen.”
Ach herrje, Klaus, und die neuen Schiffchen wurden dann von McSpuckbeutel-Insassen gebaut, die nehmen ihre Tischuntersetzer und machen daraus Falt-Böötchen!…. das wär´mal kreativ, jajaja