» 25.08.2012, 05:45

Nuklearrisiko Börse

An der Börse ist Science-Fiction längst Realität: Der unheimliche Krieg Computer gegen Computer. Wo bleibt da noch Raum für Anleger?

Nein, eigentlich gibt es nur wenig Neues an der Börse: “Wer in diesem Spiel gewinnen will, muss Geld und Geduld haben, da die Kurse so wenig beständig und die Gerüchte so wenig begründet sind”, schrieb der spanisch-niederländische Schriftsteller Joseph de la Vega schon 1688 über die Amsterdamer Börse mit dem wunderbaren Titel “Confusión de Confusiones”, die “Verwirrung der Verwirrungen”.

Bezeichnend, dass der Philosoph Konrad Paul Liessmann dieses alte Werk zum Ausgangspunkt seiner ganz neuen Überlegungen zu “An den Grenzen des Risikos” nimmt. Die Börse als Nussschale, in der Menschen in ihrer prallen Unverstelltheit agieren, angetrieben von Gier, Habsucht, Spielsucht, wenig Größe und viel Gemeinheit – das hat immer schon Spekulanten wie Schriftsteller, Abenteurer und Erfinder angezogen. Paul Julius Reuter ließ Kursdaten von Berlin nach Paris streckenweise von Brieftauben fliegen, begründete damit seine Nachrichtenagentur und machte Arbitragehändler reich. Alexandre Dumas’ geheimnisvoller “Graf von Monte Christo” rächt sich für Jahre des Eingesperrtseins und der verlorenen Liebe dadurch, dass er eine politische Nachricht manipuliert – sein Feind, ein Bankier, geht darüber pleite. Billig einsteigen, Kurse hochschreiben, aussteigen, wenn die Gierigen teuer kaufen, und ihnen dann den Skalp über die Ohren ziehen, das nennt man Scalping; übrigens eine Spezialität fragwürdiger Börsenjournale.

Auf den ersten Blick bietet der moderne “Hochfrequenzhandel”, bei dem der schnellste Computer den um tausendstel Sekunden langsameren Computer ausmanövriert, grundsätzlich wenig Neues – es sind die alten Mechanismen, nur eben viel schneller. Seine Befürworter argumentieren, dass Kommunikation, Realtime via Facebook oder E-Mail zum Alltag gehören; Smartphones mit der Rechnerleistung, die einst für eine Apollo-Mission erstmals zur Verfügung stand, haben sich längst vernetzt und tauschen eigenständig unsere Informationen aus. Da mache es keinen Sinn, an der Börse die Fluggeschwindigkeit der Taube zum Maß aller Dinge zu machen.

Und doch ist etwas Neues hinzugekommen, wie unser Report über den Hochfrequenzhandel beschreibt: Wir sind dabei, die Grenzen des Risikos zu überschreiten. Die These von der Risikogesellschaft, mit der der Soziologe Ulrich Beck bekannt wurde, lautet, dass komplexe Großtechnologien wie die Atomtechnik nicht mehr kontrollierbare Risiken darstellen. Der Risikofall wird zur globalen Katastrophe, deren weitreichende Schäden in keinem rationalen Verhältnis zu dem Nutzen stehen.

Es könnte sein, dass der Hochfrequenzhandel ähnlich gigantische Risiken produziert, denen wenig oder kaum Nutzen gegenübersteht. Bitter ist dies für den kleineren Aktionär, der besonders auf Fairness und Transparenz angewiesen ist. Die Börse wie auch die Unternehmen brauchen diesen Typus, der nicht jede verpatzte Quartalsmeldung als Weltuntergang interpretiert für ihre langfristige Finanzierung. Nun zeigt aber unser Report, wie diese Anleger von den Hochfrequenzalgorithmen in einen Pferch getrieben und dort von den Maschinen bis aufs Blut geschoren werden wie die Schafe; skalpiert eben, im Bruchteil von Bruchteilssekunden.

Die neuen Akteure sind diesmal nicht Banken, es sind oft Mathematiker und Physiker. Wirtschaft reduziert sich für sie auf ein abstraktes Zahlenmuster; der wirtschaftliche Erfolg ist die Formulierung einer Rechenvorschrift zur Ausbeutung des Musters. Die Regulierung und Aufsicht tritt ihrerseits in den Kampf der Algorithmen ein. Sie wird hinterherhinken; wohl wahr. Aber es muss versucht werden. Dabei hilft die Finanzmarkttransaktionssteuer, diese eierlegende Wollmilchsau der Finanzpolitik, nicht. So trifft man alle Börsengeschäfte statt nur jene, die durch Simulation und Ausspähen wie “Pinging, Sniping und Spoofing” den Schaden anrichten.

Literaturempfehlung:
Konrad Paul Liessmann
Lob der Grenze. Kritik der politischen Unterscheidungskraft. Paul Zsolnay Verlag Wien 2012

» 25.08.2012, 05:45

    149 Kommentare zu “Nuklearrisiko Börse”


  1. Pampa sagt:

    @Ghost
    Weidmann ist nicht die Antithese zu Draghi. Beide verfolgen ihren Job knallhart, der eine die BuBa, der andere die ECB. Der eine ist ein politischer Zögling, der andere ein knallharter Manager.

    Das liegt nicht an den Personen, das liegt an der Macht der Institutionen! Persönlich dürfte Weidmann keinesfalls Draghi gewachsen sein, da bestehen Klassenunterschiede jenseits von Gut und Böse. Aber Weidmann hat doch das weit einfachere Amt. Wechsele mal die Köpfe, Draghi an den Kopf der BuBa und Weidmann an die Spitze der ECB, das wäre das perfekte Krisenszenario für den Euro!

    Okay, wollen wir Weidmann mal politisch nicht zu nahe treten, sicherlich auch ein guter Mann, aber nicht ganz Klasse Draghi, das Problem ist nicht persönlicher Natur, wie ich denke, es ist ein Konstruktionsfehler, den letztlich Kohl zu verantworten hat.

    Die BuBa ist mittlerweile doch der einzige Finanzier der ECB, vergiss nicht, letztere ist letztlich eine Holding in einem losen Staatenverbund mit strikter Währungsbindung.

    Draghi spielt imho einfach auf Sieg, was ihm nicht zu verübeln sein kann. Dem wäre wohl auch lieber einen Kraftverbund wie die BuBa mit der BRD im Rücken zu haben, als alle möglichen Problemfälle mit durchzuschleifen.

    Sie lenken ab Ghost, immer und immer wieder … das Konstrukt ist nicht stimmig, impliziert Unwucht, und meinen auch noch das regulieren zu können. Nun gut.

    So so, also in der Jugend hast Du Dich als Klavierlehrer “in Stellung” gebracht? ;-) Diese Gabe war mir leider nie beschienen. Aber dass das wirkt, in Verbindung mit gutem Aussehen, Ansehen und ordentlich Geld, wer würde das bezweifeln? ;-)

    Wehe aber, Mann hielte den wundervollen Mädchen das als Argument vor Augen, politisch völlig inkorrekt, nein, Liebe geht durch den Magen und übers in Aussicht gestellte Standesamt, unterschreibe nichts … ;-)

    Weißt Du Ghost, umso größer die Empörung, umso stimmiger kommen mir meine Beobachtungen zum Teil vor.

    Das ist natürlich nicht bei allen Frauen so, es gibt auch gemmas (oder war es gemmae), Edelsteine. Es gilt nur solch seltene Exemplare zu finden, ansonsten ist der Rest und das Gros der Weiber mehr oder weniger gleich. Ähm … ;-)

    Gruß
    Pampa

  2. Zamir Zebulovic sagt:

    @ lilalaune-erklärbär um 10:06 Uhr,

    Du bist mir abba ein ganz scheenes früchtchen,
    sowas macht man doch nicht am hell-lichten tach,
    haste denn die EEG-Zulage völlich vergessen ?

    Da geht doch wieder die ganze erzüchtigung
    flöten, odda ?!

    Viele Grütze aus der Zuckermark, Zamir

  3. Pampa sagt:

    @Greg
    Die überbordende Staatsverschuldung kommt nicht aus dem Bankensystem. Die Schattenhaushalte sind doch gar nicht konsolidiert. Das kommt schon davon, wenn man ständig mehr ausgibt als einnimmt, besonders krass in NRW zu beobachten.

    Was faul ist sind ja wohl die Staatskredite, verwechseln wir hier mal nicht Usache und Wirkung. Die größen Probleme bei uns haben ja wohl die Staatsbanken, bei denen die Kretins von Politikern in den Verwaltungsräten sitzen und sich jahrzehntelang der Landesbanken, der Sparkasssen, der KfW etc. bedienten.

    Und diesen Politikern gerade traust Du in Zukunft wie üblich durch mehr und mehr Regulierung das System zu verbessern? Das nenne ich den Bock zum Gärtner machen.

    Gruß
    Pampa

  4. lilalaunebär sagt:

    Kennen wir ihn seit Jahren als Prediger der politisch-korrekten Heilslehre, garniert inhaltslosen Geschwafel.

    Gruß
    dtesch

    Eysel ist (zum Glück) nicht zu ersetzen,gib dir keine Mühe,dtescherle .Wieo hast du eigentlich 44800 Einträge in google aber keine webseite?Auch alles nur Geschwätz?

  5. Ghost sagt:

    Jens Weidmann soll angeblich über seinen Rücktritt nachdenken. Ich hoffe, dass er bleibt; man braucht ihn als Antithese zum Wallstreetzögling Draghi. Und falls er demissionieren sollte: Ich würde wetten, dass sie dann einen Einknicker berufen werden, jemand, der sich von Draghi herumschubsen lässt.

  6. Zamir Zebulovic sagt:

    @ karel um 16:01 Uhr,

    ein schönes dingelchen, obwohl aus der Welt;
    nur ein klitzekleines schönheitsfehler:

    “Griechenland braucht eine neue Elite,”
    dass ich nicht kichere, nur griechenland?

    Gelle, da sind wir hier unter uns titonen
    schon etwas weiter fortgeschritten,
    wir hören hier seit über vier jahren
    die berichte über die superoberunfähigen
    und ihre elitären versagenskünste.

    Tja, aus allen ecken der bisher
    erkundeten welt tönt es in den
    gleichen liedern,
    die zamirsche Lehre ist im unauf-
    haltsamen aufwind.

    Schönen Gruss vom Kernproblem, Zamir

  7. dtesch sagt:

    @Karel…
    „wer die Vergangenheit bemüht, will Veränderungen verhindern. „

    Oder aber: Wer die Vergangenheit (Geschichte) vergisst, ist verdammt sie zu wiederholen.

    Gruß
    dtesch

  8. "Immer an der Wand lang" sagt:

    Sei´s drum Magier, ich will´s hier nicht übertreiben, liegt mir fern, hat keiner was davon, manches auf die Spitze treiben, ja, um es deutlich zu machen, mehr nicht…

    Die Frage bleibt, was ist zu tun: Der EU-Knoten scheint mir dermaßen verstrickt, dass der kleinste Fehler eines Beteiligten zum Desaster führen kann. Ich hatte es schon mal gesagt: Jeder Unternehmer hat seinen Plan B – in der Tasche, manchmal braucht´s sogar den Plan -C-, wenn die Sache besonders knifflig ist. Für einen Neustart braucht´s nichts weiter, als den freien Raum des Denkens und ein weisses Blatt Papier. … und die Gedanken, die einen bewegen, gilt es festzuhalten. Dies in Zeiten, wo Raum und Zeit vorhanden sind, nichts ist schlimmer, als dies unter Pressdruck machen zu müssen. Die Orientierung fällt umso leichter, als man frei von äußeren Zwängen denken kann. Noch hat diese Gemeinschaft, die Chance einer Lösung in relativ ruhigem Umfeld. Sollte ein Zusammenbruch kommen, ist´s damit für lange Zeit vorbei. Es geht nicht nur um den Wert des Geldes, sondern um die komplette Ordnung in Staatssystemen.

    Bei allem Optimismus und noch so hoffnungsvollem Zusehen, kann ich nicht erkennen, wie unsere Staatenführer auf dem eingeschlagenen Weg, zu einer Lösung kommen könnten, die uns vor einem grossen Desaster bewahrt. Ich bin mir auch sehr im Zweifel, ob ein Plan -B- existieren könnte. Anzeichen dafür sehe ich jedenfalls nicht. Niemand sollte diesen Plan -B- auch von anderen erwarten, es MUSS auch der eigene Plan existieren.

    Ich meine, es wäre an der Zeit, dass sich alle maßgeblichen Beteiligten zusammensetzen und das ehrlichste Bekenntnis dieser Welt abliefern würden und sagen:

    “Wir haben uns geirrt,ja!” Alle, – ohne Ausnahme. “Wir haben aus Fehlern gelernt und versuchen einen Neustart”. “Wer kann mit Wem?” und “Was ist zu tun”…. eine gewaltige Aufgabe, mit unbekanntem Ausgang.

    Aber die Chance für einen geordneten Neuanfang. Meine Hoffnung.

    +

    Karel, “Wer Entscheidungen für die Zukunft zu treffen hat, muss die Vergangenheit kennen” o.s.ä. war Der nicht auch von Dir..? ….. ich find´ beide gut, immer dann verwenden, wenn´s passt…. Schlaumeierle… ich auch..

  9. karel sagt:

    immer….9:49

    Ein altbekannter Reflex:
    wer die Vergangenheit bemüht, will Veränderungen verhindern.

    Hier ein Beitrag von Loukas Tsoukalis, Professor an der Uni Athen usw….

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article6637456/Griechenland-braucht-eine-neue-Elite.html

    Die alte Elite hat versagt. Und wehrt sich. Eben auf ihre Art..

    Eine Elite, die während der deutschen Besatzung abgesetzt war
    und von den USA und den Briten ihre alten Privilegien wieder zurückerhielt,
    Brauchten man doch damals im “Kalten Krieg” zuverlässige Strukturen an der
    Ost-Europa-Flanke.

    Europa sollte dem Volke helfen, nicht der alten Elite.
    Das ist Zukunft. Für das Volk. Für Europa.

  10. Zamir Zebulovic sagt:

    @ dtesch, dtesch,

    mein lieber, mein gevadder,
    hoffentlich kann das der Magier
    ueberlesen, oder verdraengen, ohoh.

  11. dtesch sagt:

    @Immer…
    Interessante Geschichte von Deinem Opa.
    Die damaligen Geschehnisse werden heute nur noch durch die politisch-korrekte Sichtweise verschwurbelt: In Betroffenheitsritualen immer wieder beschwört. Nur keiner weiß wirklich etwas damit anzufangen. Darum war es für Joschka-Steinerwerfer-Fischer auch ein leichtes D wieder in den Krieg zu schicken, der natürlich nicht so genannt werden durfte.
    Wie Du sagst, der Euro deckt längst vergessene Ressentiments wieder auf.
    Das natürlich das „Plappermaul“ Tragic dass unterm Tisch kehren möchte, ist nicht weiter verwunderlich: Kennen wir ihn seit Jahren als Prediger der politisch-korrekten Heilslehre, garniert inhaltslosen Geschwafel.

    Gruß
    dtesch

  12. "Immer an der Wand lang" sagt:

    Wenn Du Dich erholt hast, Magic, lass´ Dir gratulieren !, so perfekt ist selbst Opa der Schuss ins eigene Knie nicht gelungen:

    Schau hin, wo die Finanz-Junkies hocken, die seriöse FAZ berichtet:

    “….Spanien stellt derzeit einen eigenen Rettungsfonds zusammen, der einzelnen spanischen Regionen helfen soll, die in Zahlungsschwierigkeiten sind….

    …Die Lotteriegesellschaft wird in die Operation eingeschaltet, weil sie aufgrund ihrer guten Finanzlage günstigere Kredite erhält als der spanische Staat. Der Rettungsfonds für die Regionen soll insgesamt 18,0 Milliarden Euro umfassen…”

    http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/schuldenkrise-spanien-ezb-soll-unbegrenzt-staatsanleihen-aufkaufen-11860173.html

    …. da muss es doch selbst dem härtestgesottenen Staatsdiener den Magen rumdrehn, wenn der Staat dann vor der eigenen Lotteriegesellschaft den Offenbarungseid ablegen muss….!!!???

    Jetzt kommsch wieder Du….!

    Herr Tichy, nehmen Sie alles zurück und behaupten das Gegenteil, von dem, was Sie je über Risiko und Börsenspiel geschrieben haben!

  13. "Immer an der Wand lang" sagt:

    Na also, da geht mein Lästermaul doch gleich weiter auf: da könnte der Italo-Draghic nach Deinem Weltbild doch das Problem bei einem Gläschen Ouzo und Sirtaki lösen, da wird er dann schnell feststellen, dass die Griechen von uns garnix unterscheidet: Die lassen sich von – uns – sowenig sagen, wie wir von – Denen -!

    +

    Ap: Wetten verbieten? In Spanien geniesst die Lotteriegesellschaft mehr Glaubwürdigkeit, als der Spanische Staat !, die hat ein besseres Rating und zahlt weniger Zinsen als der Staat…. Nach der Erkenntnis, müsste mann doch den ganzen Staats-Salat in ein Wettbüro ummünzen, Schäuble dreht das Rad und einarmige Banditen hätt´ ich auch einige im Kopf…die Chips druckt uns der Draghic und den Vorsitz übernimmt der Mag… nenene, das geht mir dann doch zu weit!

    +

    Nach dem Frühstück nie vergessen zu goorgeln.

    Es grüsst Dich der Brave Soldat Schwejk!

  14. Magic sagt:

    ..ich versteh dich schon immer-gerne-Lästerlicher, bis auf diese Kyptosensibelchens-Attitude (“Befehlen lass ich mir nicht …” )
    wer willl dir den schon wieder was befehlen, nicht jede Meinungsäußerungs mein Guudster Immer muss vom Sensibelchens gleich als “befhl” verundeutet werden,, das ist in meinem Weltbild eher ein beta-defense-Reflex.
    Die Gedanken zu deinem Greichenverrissstikowski traue ich hier fast allen zu, inklusive meiner magischen Unwenigkeit, aber… wir wissen alle genauso gut, der normale Inselgrieche liebt uns Deutsche, trinkt gern mit uns, bewirtet uns offenen Herzens und seine innigsten Wünsche begleiten uns auf all unseren Wegen, Hauptsache wir bezahlen unsere Urlaubsrechnung. Was, so frage ich dich, unterscheidet solche Griechen von uns Besitzstandsdeutschen?

  15. Magic sagt:

    Zamir, was faselst du denn da schon wieder für Faseleien. natürlich könnte hier jeder drauflos schwadronieren, selbst im Monat 2 nach eysel, braucht es dazu keine gesonderte Fusselei.
    Aber:
    meiner Meinung nach bringt es nur Unfrieden und sät Ressenttiments so herumzufaseln, wie Immer das unten tut.
    Das ganze Hätte-und wennste-Gerede hilft nicht weiter. Der jammer über den Ingenieurmangel kenne ich seit der Erfidung des Feuers und des Rades als Dauerkujonade.
    Alles wundersam wahr und doch noicht das immer deutlicher werdende Wertedefizit bekämpfend: was nützen uns noch so ausgeklügelte Technologien und Werkzeuge, wenn die Schamlspur_Top-Etagen alle Erkenntnis nur dazu verwenden, das zu verfolgen, was ihnen und nur und vor allem ihnen den Hintern am feurigsten wärmt.
    Andererseits ist Wettbewerb und indivduelle Leistungsbereitschaft gemeinsam mit gesllschaftlicher Freiheit der Humus auf dem der Fortschritt wächst.
    Du, Zamir, fragst nun als “Lehrender”;-) was denn nun zu tun sei?
    Da kannste mal sehen, wie eng “Forschung” und “lEhre” aufeinander angewiesen sind; haha, hoho,
    Wer viel fragt geht viel irr? Ohne Fragen aber wiedrum kein Erkentniszuwachs… lso: was ist zu tun? Bezogen auf den HochfrequenzWucher und triebgestuerter Nur-Finanzgeschäfte, denen die Realität allenfalls als Wettkulisse dient, gibt’s mur eins: verbieten! und zwar Retzputz! Alle Spieler ins Casino, ins Ghetoo mit den Goldjungs, kein fleissig arbeitender Realwirtschaftsmanager braucht diese Herrschaften (das Gegenteil rden sie und ihre Adepten uns tagtäglich ein) ab in die gesellschaftliche Verwahranstalt und Deckel drauf, wenn de mich frogst;-)..es wird schon irgendeine Lagerstätte für diese Plutonen geben, wo sich ihr Schädigungspotential austoben kann ohne den Rest der Gesellschaft unentwegt für die Folgen ihres Fall-outs verantwortlich zu machen. Wie lange will sich der ach-so-aufgeklärte aufrecht laufende Mensch des 21. Jahrhunderts noch diesen Tütentubbak der Finanz-Junkies auftischen lassen?

    Grüße aus Kleinklickersdorf, wo die Welt noch in Ordnung ist…°;°

  16. "Immer an der Wand lang" sagt:

    Befehlsempfänger, bin ich ein schlechter, das solltest Du wissen und

    Ich – , kann dabei sowenig dafür, wie – sie – hier, Magic. Es trifft halt immer die Falschen.

    http://www.focus.de/fotos/eine-griechische-zeitung-hat-kanzlerin-angela-merkel-in-die-nazi_mid_1034621.html

    Dabei habe ich Verständnis für Deinen Einwand, sollte ich Angst um meine Pfründe haben, würde auch ich das Fähnchen auch hissen!

  17. Ghost sagt:

    karel
    Bezüglich Euro
    Der Euro ist doch eine Fortsetzung der DM in einem anderen Gewand. Deshalb haben wir jetzt die Probleme. Man handelte mit unverantwortlichem Leichtsinn als man Ländern wie Giechenland die Illusion vermittelte, auf Kredit so leben zu können wie die Nordländer der Eurozone. Teile der deutschen Wirtschaft haben davon profitiert und profitieren partiell immer noch – darum geht es ja auch; man fürchtet den Zusammenbruch des südeuropäischen Marktes, wenn eine Kettenraktion entstehen sollte.

  18. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Magic,

    warum soll Immmer nicht seine
    hintergedanken auslueften duerfen?

    Vergessen hat er zu erwaehnen, dass
    die deutsche Wirrmacht, ihre ausfluege
    ohne Erlaubnis der ueberfallenen
    unternommen hat, in den
    meisten faellen.

  19. Ghost sagt:

    karel 21:53
    Es scheint tatsächlich so zu sein, dass technische Studiengänge nicht allzu attraktiv sind, die Zahl der Studienabbrecher soll hoch sein. Selbst in den USA fehlen Ingenieure, weshalb sogar die Entwicklung ausgelagert wird (im Hightech-Bereich). In Japan die gleiche Tendenz. Vielleicht ist das eine Folge des Reichtums und des Wohlstands.

    In Deutschland wird einseitig der Ausshandel privilegiert; dadurch haben es Techniker und Aussenhandelskaufleute leichter, einen Job zufinden. Jemand, der nicht über 45 Jahre alt ist und einen exportorientierten Beruf hat, findet leicht einen Job. Man kann aber nicht von einem Jobwunder sprechen.
    Ein weiteres Problem besteht darin, dass immer mehr Akademiker auf den Arbeitsmarkt strömen, die Wirtschaft aber nur einen gewissen Anteil aufnehmen kann. Ich denke, Journalisten und Banker werden es schwer haben, sie werden sich wohl umorientieren müssen.

  20. Magic sagt:

    Manchmal – nicht immer, Immer – wäre es besser mal das Plappermaul zu halten,,,,,was du da soeben aufgetischt hast, ist so überflüssig wie ein Kropf, wie war das nochmal: “weniger kann mehr sein beim frontalen Anrennen gegen die einen umzingelnden Wände;-(((

  21. "Immer an der Wand lang" sagt:

    karel 30. August 2012 um 20:37: “die langsam um sich greifende Selbsterkenntnis”

    Welche Selbsterkenntnis, karel?…dass es besser ist, sich der Knute des Staates zu unterwerfen…? … oder: Woher nehmen wir die Kenntnis den “griechischen” Sinn in deren Dasein zu verstehen? Meinst, da können Steuereintreiber nachhelfen? auf der Suche nach Selbsterkenntnis? Die haben in Teilen des Landes eine Schwarzarbeiterquote von 78 Prozent (focus)…. Meinst, das machen die aus Jux und Dollerei?

    “>Würden die Griechen ihrer Steuerpflicht nachkommen, wäre der Haushalt ausgeglichen<"

    begleitet vom Befehl: "Entweder gelingt Euch diese Selbsterkenntnis in den nächsten vier Wochen, oder Ihr seid pleite!"

    karel, karel, da fehlen mir jetzt die weiteren Worte…Weil da fällt mir Opa ein, lebender Zeitzeuge, der ist damals in den 40ern, 14 Tage unter Wasser marschiert und hatte immer noch staubige Stiefel, ist allerdings nur bis Macedonien, Albanien gekommen "leider" meint er, hat aber Köpfe auf Pfählen aufgespiesst gesehen und die Partisanenweiber waren die schlimmsten, die haben nur geschrieen,… wenn sie aber einen von den Unsrigen erwischt haben, dann haben sie ihn nicht nur skalpiert, sondern ihm bei lebendigem Leib den Rücken von oben bis unten aufgeschlitzt, weischt, der könnt Dir Romane erzählen…. und sein Bruder (der Herr hab´ihn selig), der hat´s in seinem U-Boot bis Piräus geschafft, der musste den dortigen Hafen überwachen…. – Gräber kannste heute noch besichtigen, wenn Du mal nach Griechenland kommen solltest,

    - sowenig wie Opa, haben die Griechen das vergessen…

    Was meinst, wie unsere gutgemeinten deutschen Ratchläge dort ankommen….?

    Karel, dank des Euro´s haben wir es geschafft, dass genau diese Ressentiments wieder hochkommen…. eine einzige tragische Geschichte!

    ..

    …. hätte Dir zum Frühstück gerne Netteres erzählt, aber es nutzt uns nix, wenn wir der Wahrheit nicht ins Auge sehen….

  22. Zamir Zebulovic sagt:

    An der börse, computer gegen computer, die
    wahren akteure lehnen sich entspannt zurück
    und baldovern schon an neuen tricks-kisten herum.

    Wobei, alles in den rahmen passt, laut F.Schiller:

    “Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung
    des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz
    Mensch, wo er spielt.”

    Dann lassen wir doch die spielsüchtigen weiterspielen,
    aber hinter der grossen spielwiese, ist denn da
    überhaupt ein gesamtkonzept, ein PLAN
    zu erkennen.

    Geht beim spielen mit den milliarden-einsätzen
    mal etwas schief, dann ist immer der computer
    schuld, “leichtes spiel.”

    Dies ist doch der perfekte widerspruch an sich,
    alles an informationen auf dieser welt, geschieht
    in einem atemberaubenden tempo und der mensch
    hat grosse mühe seinen eigenen stressvorgaben
    zu folgen; fährt wie ein irrer im strassenverkehr,
    setzt sich selbst mit arbeitsvorgaben wahnsinnig
    unter druck,
    um es sich danach drei bis fünf stunden
    im fernsehsessel “gemütlich” zu machen.

    Leben, lernen, arbeiten, familie, erholung, freizeit,
    wieviele strategien werden noch benötigt,
    um zu begreifen, dass alle bisherigen muster
    nur noch weitere beweise für die
    innere zerrissenheit der mensch-maschine sind.

    Der getriebene mensch, seine ängste und seine
    innere unzufriedenheit in allen belangen,
    die sozialen grenzen bestimmen all seinen
    fortschritt.

    Schönen Gruss au der Vogelperspektive, Zamir

  23. Zamir Zebulovic sagt:

    Vielleicht sind ja auch nur die hochgelobten
    deutschen bildungs- und ausbildungssysteme
    soweit in ihren mittelalterlichen burgen gefangen,
    dass ein ausbruch, bzw. anpassung an die
    neuzeit nicht gewollt werden.

    Daa fehlt es eben wie schon so oft an den
    excellenten köpfen in den überbezahlten
    ebenen der politgruftis und der verantwortlichen
    in den wirtschaftsverbänden, die dann
    alljährlich einen fachkräfte-mangel bejammern,
    die armen.

    Stillstand auf allen kanälen, nur die 100 fernsehprogramme
    flutschen und laufen auf höxxten touren, iss ja
    auch viel wichtiger.

    Schönen Gruss aus der Bildungswüste, Zamir

  24. karel sagt:

    ghost,

    vielleicht lernten zu viele Excellente nur für den falschen Job.

    Mein Schwager, Werksleiter in einem Weltkonzern,
    beschreibt mir den akuten Mangel an technischer Kompetenz.
    Akademiker werden lieber Controller, Journalisten, Banker, Bürokraten udgl.

    Gruß
    karel

  25. karel sagt:

    Deutschland hatte einst eine starke DM.
    Der DM-Raum stand trotz Berlin u.a., trotz Wiedervereinigung besser da als viele andere Staaten.

    Europa hat eine starke Währung: den EURO
    Der Euro-Raum steht insgesamt besser als viele andere “Räume”.

    Warum soviel Pessimismus?
    Krisen sind dazu da, gemeistert zu werden.
    Denn ohne Krise bewegt sich nichts.
    Warum nicht auch im Euro-Raum?
    Der Euro sollte uns wichtiger sein als der Dollar.
    Brasilien zeigte, wie es geht.

  26. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Ghost,

    ach was, sollte ich mich wirklich erregt haben,
    das ist mir doch glatt durchgewitscht.

    Ich war eigentlich in meinem ganzen leben
    noch nie so ruhig und gefasst, besonders
    nicht jetzt, da mir gewahr wird, dass meine
    staatliche rentensäule doch noch in
    ungeahnte höhen zu klettern scheint,
    dank wowereit und gesellen.
    Ich bräuchte es zwar nicht, aber ich nehme es,
    ein glücksfall der frühen geburt, jojojo.

    So unterschiedlich können, wie Du selbst
    erleben kannst, menschliche wahrnehmungen
    sein.

    Wenn Du irgendwoher, irgendwelchen
    handlungsbedarf siehst, lass’ es mich wissen,
    garantiert können wir zusammen fast jedes
    problem aus der welt schaffen.jaja schaffen.

    Ansonsten, leg mal ‘nen zahn zu und
    gib gas, wir sind schliesslich alle hier
    um zu ernten, wie Pampa immer so schön sagt.

    Schönen Gruss von der Cote d’ Azur, Zamir

  27. Ghost sagt:

    Aber, aber Zamir,
    immer mit der Ruhe, nicht aufregen. Immer Mensch bleiben.

    Ich habe keinerlei Dünkel gegenüber Hartz4-Geschädigten; unter ihnen gibt es exzellente Leute, auch promovierte, und viele Journalisten….
    Das ist ja das Seltsame an dem offiziellen Jobwunder. Gäbe es das, dann hätten diese exzellenten Leute Arbeit.

  28. Zamir Zebulovic sagt:

    Und immer wieder gerne veröffentlicht:

    Jedes Land kann nur mit der Währung
    international bestehen, die
    seiner tatsächlichen wirtschafts- und
    leistungskraft entspricht.

    Alle anderen zwangserhaltungs- und
    zwangsverwaltungsmassnahmen,
    müssen früher oder später bankrott
    anmelden.

    Viele Grüsse aus der Luxemburg-Schweiz-
    Liechtenstein-Insel Jersey, Zamir

  29. Ghost sagt:

    dtesch
    Dem kann ich zustimmen. Entscheidend sind allein die Strukturschwächen, die alle südlichen Euroländer haben. Auch Frankreich hat sie; im Land haben sich eine Menge Fehler, Irrtümer und vor allem Versäumnisse angesammelt, so dass es jetzt schwierig ist, sie in kurzer Zeit zu korrigieren. Das wird viele Jahre und in vielen Fällen wahrscheinlich Jahrzehnte brauchen. In Griechenland ist die Lage hoffnungslos, denn auch die Landwirtschaft könnte dem Land nicht aus dem Tief helfen.

  30. karel sagt:

    immer…..

    Umerziehung?
    Vielleicht auch nur eine langsam um sich greifende Selbsterkenntnis,
    Würde auch besser wirken als “Erziehung”.

  31. dtesch sagt:

    @Karel
    Dein Optimismus in allen Ehren.
    Warum beruhigen mich nicht diese Meldungen?

    Das Eintreiben der Steuern in Italien löst nicht deren strukturellen Probleme. Der Süden Italiens bereitet dem Staat die größten Probleme und das ist nicht nur die Mafia, die übrigens im Norden auch ganz gut operiert.
    Die Worte des griechischen Finanzministeriums: „Würden die Griechen ihrer Steuerpflicht nachkommen, wäre der Haushalt ausgeglichen“ kann man getrost ins Reich der Fabeln einordnen.
    Ich kann diesen ganzen Schwachsinn der Politiker nicht mehr hören. Das geht nun seit über 2 Jahren so, ohne das es besser wird. Im Gegenteil ist wird immer teurer.
    Dass einigen Medien, nicht nur der Staatsrundfunk, Staatsfernsehen und besonders die FTD, diesen Blödsinn wiederkäuen, zeigt doch nur, dass sie jeden Strohhalm für einen Rettungsanker halten.

    Gruß
    dtesch

  32. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Immer,

    Du “alter Ketzer”, der erfolg gibt mir recht.

    Mehr und mehr schliessen sich auch
    Top-Ökonomen den kernsätzen und
    überzeugungsrichtlinien der
    zamirschen Lehre an.

    So wie diese beiden: Michael Spence,
    nobelpreisträger für wirtschaftswissenschaften
    und David Brady, professor für politik
    an der Stanford-University.

    Hier auszüge aus ihrer wörtlichen rede:
    “Ein wichtiges Hindernis auf dem Wege
    zu neuem Wohlstand in den USA und Europa.
    Die Eliten im Staat, in der Wirtschaft,
    in der Finanzwelt und an den Universitäten
    genießen kein Vertrauen mehr.

    Aber das tiefer liegende Problem ist eine
    Zerrüttung von Werten und Zielen,
    eine Schwächung des sozialen Zusammenhalts.”

    Wie Du selbst sehen und lesen kannst,
    niemand mit einem einigermassen
    gesunden analysevermögen und
    ebensolchem menschenverstand
    kommt in der heutigen zeit,
    an der zamirschen Lehre vorbei.

    Es ist und bleibt für jedermann ein angebot.

    @ Magic,

    jetzt läufst Du ja richtig zur hochreform
    auf, wie kommts, was hat Deinen harnisch
    so verdreht ?

    Und diese wortwahl, als wär’s ein stückerl
    von mir, ububub.

    Was uns wahnsinnig macht wissen wir ja jetzt,
    aber wie können wir uns von diesen schweren
    erbkrankheiten lösen, ohne grössere und
    dazu hochriskanten operationen ?

    A’propos, vielleicht gibts ja bald eine
    neue hochfrequenz-maschine, die dann selbsttätig die
    hirnskästen und herzkammern der
    Anarcho-fiffis umkrempeln kann
    und wir müssen nur rechtzeitig an
    die notwendigen updates denken, odda?

    Schau doch mal nach bei ebay, bitte.

    Schöne Grüsse aus der China-Mottenkiste, Zamir

  33. Magic sagt:

    Auf meiner Leseliste steht -trotz einen gewissen Abneigung gegen den broteifrige verbissene Frau Höhler-Gesang, “Die Patin”. Danach werde ich mich dazu nochmal äußern, habe aber vorher die Absicht mich von den Meinen fest an den Mast montieren zu lassen und werde die Order ausgeben, mich unter keinen Umständen loszubinden.

    Zum Nuklearrisiko Börse noch ein Wort: zu den Unentbehrlichkeitsbeföderungsprozessen der Mischpoke, die diesen Derivateprodukt-Zirkus als ihr natürliches Reservat und Sonderselbstbedienungszone betrachtet, gehört auch die Sprache. Sowie wie min. 25% der Pfründe der Mediziner in dieser Gesellschaft auf ihrem hemmungslosen Gebracuh der lateinischen Sprache fußen, verstehen es die Textwriter der Derivate-mathematiker deren Giftzeug in einen Wortdunst zu hüllen, einen verbales Coating, das es dem Ottonormalverbraucher fast unmöglich zu erkennen, um welche “Medizin” es sich handelt. Hält dieser kaste dies vor, antwortet die besonders befugten unter deren Messdienern, dies sei doch schließlich Sache von jedermann selbst sich vorher beim “Arzt oder Apotheker” über Risiken und Nebenwirkungen zu informieren.
    Tja, was uns alle kapuut machen kann, dagegen sollten wir uns alle wehren. Die klassische Methode in einer Demokratie ist es, solches Teufelszeug zu verbieten, “Atomwaffenschutzprogramme”, internationale Ächtung der Verwendung von “D-Waffen”, (Derivaten u.ä.) – nach den Abkommen über a-B-undC-Waffen, sollten sich Mehrheiten finden lassen, selbst deren vorgeblich “friedliche” Nutzung auf ein absolutes Minmun einzudampfen.
    Alles was denkbar ist, ist machbar, aber nicht alles was machbar ist, muss sein.Dann lieber auf dem Mars nach Amstrongs Fußabdrücken suchen °;°

  34. "Immer an der Wand lang" sagt:

    Ham´se mit den Umerziehungsmassnahmen jetzt schon begonnen, und ich hätt´s gar nicht mitgekriegt….? Karel, wie sieht´s denn mit den Fortschritten bei den Franzosen und den Spaniern aus? Da muss doch noch mehr drinne sein…!

    Gruss von einem optimistischen Deutschen Disziplinarvorgesetzten und seinem Schäferhund

  35. karel sagt:

    Den Euro-Pessimisten gewidmet:

    http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:schuldenkrise-aus-schuldenstaaten-werden-vorbilder/70083476.html

    Dazu paßt auch die Info:
    die italienische Finanzministerin hat die Eintreibung der Steuern einer
    neugegründeten Inkasso-Aktiengesellschaft übertragen:
    Und seitdem sprudeln die Steuereinnahmen…..

    Ebenso weiß das Frankfurter Allgemeine Sonntagsblatt aus dem
    griechischen Finanzministerium zu berichten:
    >Würden die Griechen ihrer Steuerpflicht nachkommen, wäre der Haushalt ausgeglichen<

    Nun denn……

  36. Zamir Zebulovic sagt:

    @ karel,

    wie wohl, wie recht,
    das Angelasche ist ohnehin
    nicht das wahre problem.

    Das Angelasche hat ja nur
    clever und mutig vorhandene
    strukturen, sowohl ost,
    wie west zu nutzen gewusst,
    unter zuhilfenahme eines gar
    mächtigen mentors, hat sie
    dann nur die offene lücke
    fuchsesschlau zu schliessen gewusst.

    Das nutzen und gekonnte balancieren,
    mit den vorgegebenen strukturen,
    eine wahre gottesgabe und da
    muss ich Dir wieder, trotzalledem
    recht geben, Frau Höhler möchte
    eigentlich nur ihren schmöker
    verkaufen und da sind ihr alle
    mittelchen gerade recht.

    Schönen Gruss vom Reinlesen, Zamir

  37. karel sagt:

    >So konstatiert Höhler, Angela Merkel sei durch ihr Leben in der DDR geprägt. Sehr richtig. Jeder Mensch ist von der Umgebung, in der er aufwächst, studiert und gearbeitet hat, geprägt.<

    Gut gebrüllt, aber wohl nicht über sich selbst nachgedacht, Löwin.

    Mehr bei
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gertrud-hoehler-zweifel-an-ihrer-taetigkeit-als-kohls-kanzlerberaterin-a-851820-2.html

    Wer sích selbst "adelt",
    seitdem leichter "radelt".
    Mit dem Büchlein CDU
    ging das ja auch im nu.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gertrud-hoehler-zweifel-an-ihrer-taetigkeit-als-kohls-kanzlerberaterin-a-851820-2.html

  38. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Magic,

    na endlich bist Du auf der zielgeraden,
    die börsen dieser welt muss man vor
    sich selbst schützen und wie
    bewerstelligt man so etwas?

    Maschinenstürmereien oder weberaufstand
    a’la Käthe Kollwitz, wir sollten uns etwas
    wirksameres und durchschlagenderes
    einfallen lassen.

    Und nicht vergessen, in der ersten übergangsphase
    benötigen wir eine ersatz-befriedigung für
    die besonders spielsüchtigen und unverbesserlichen.

    Wie iss es in schömnitz?, haste nicht auch so’n
    brachliegendes ehemaliges flieghafengelände,
    soll ja auch nicht für ewig sein.

    Natürlich muss Du mit der chefin reden, damit sie
    für diesen fall, noch einige gelderchen locker
    macht, es geht schliesslich um alles,
    und frage um himmels willen keinen
    ministerpräsidenten irgendeiner wojewodschaft,
    die verprassen eh alles noch ehe
    es gedrückt ist, na ist doch wahr.

    Wie wollen wir denn nun weiter das
    feuerchen am glimmen halten?

    Viele Grüsse vom Hochfrequenz-Wandel, Zamir

  39. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Pampa,

    wer es natürlich nötig hat in swingerklubs
    seine omnipotenz unter beweis zu stellen,
    den kann ich nur “bewundern,” denn
    ihm fehlen die sozialen-ökonomischen
    und sonstigen voraussetzungen, sich seines
    natürlichen selbstbewusstseins und
    ausstrahlungsvermögens gewahr zu werden.

    Wie war das nochmal mit dem begriff
    aus dem versicherungswesen,
    “Maulhelden?”

    Wer seinen wert als arbeitendes wesen,
    lediglich in adrenalin- und sonstigen
    ausstössen zu bemessen weiss,
    ist wahrlich ein armseeliges kerlchen,
    der sich seine bewunderungseinheiten
    gegen bare-kasse im puff hereinholt,
    ja so woans die oiden riddersleut, gelle.

    Da bin ich doch schon lieber mein
    eigener herr, in meiner baracke und
    schaue ab und zu nach dem rechten,
    ohne jedoch das bodenpersonal
    unnötig unter druck setzen zu wollen.

    Wie iss es, noch’n dichtchen?

    Schöne Grüsse aus der Gebäckkontrolle, Zamir

  40. Magic sagt:

    ja, ja, spanferkeln, Töne reihen und lässig tirilieren, das dich keiner im öD nehmen mochte, wen wundert’s, ghost, wenn wenigstens drauf stände,was drin ist, also statt “ghost”, “Prost” oder “Toast” oder “Trost”, neeein, nichts von alledem, und zu allem distinct stopft sich coole Geist auch noch Shakespeare in die Gesäßtasche, damit der äußere Eindruck von “Arsch in der Hose” zumindest im Ansatz entsteht, eidadaus, ein adlig Schmaus:-)))

    Nochmal zurück zum Thema der Woche, zu einer Facette des Werkes unseres Cheffe-Dichters Tichy, die ich für so bemerkenswert halte, dass es zu schade wäre, sie ginge in den postpubertären Flatulenzien dieses Boxgesangs unter:
    Tichy schreibt oben sinngemäß: komplexe Großtechnologien (wie die Börse) stellen nicht mehr kontrollierbare Riskien dar, der Risikoernstfall wird zur gesellschaftlichen, ja zur globalen Katastrophe…
    Damit, sehr verehrte Titonen(innen) reiht sich Roland Tichy in die Reihe derer von Berthold Brecht und Friedrich Dürenmatt ein.!! Sieht ma einmal vom Fehlen einiger dichterischer Mittel ab..;-)
    Das muss man sich mal auf der Zunge kreisen lassen:
    Mathematik und Informatik haben die Börse zu einem Risiko gemacht, was vergleichbar ist mit der Gefährdung der Menschheit durch andere Ergebnisse der modernen Naturwissenschaften (Wo bleibt hier der Aufschrei von uns eysel?)
    In Brechts “Leben des Galileo Galilei” ging es um die kopernikanische Wende, das heliozentrische Weltbild und den Konsequemzen daraus, von denen sich seinerzeit speziell die katholischen Uffizialen bedroht sahen. Brecht wurde angeregt zu seinem Stück als Otto Hahn 1938 die erste Spaltung des Urankerns nachwies.Brecht sah in dieser wissenschaftlichen Leistung, den Beginn eines neuen Zeitalters, in seiner Bedeutung der ‘koperniklanischen Wende’ vergleichbar.
    In Dürenmatts “”Die Physiker” wird der Versuch unternommen, das Interesse des Publikums an der Gefährdung der Menschheit durch wissenschaftlich Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften und Physik zu wecken.
    Und wie ist das heute?
    - atomare Erpressung ist nachwievor denkbar
    - Unfälle in Kernkraftwerken sind an der Tagesordnung
    - umweltzerstörender Naturverbauch ist ein Thema für die Sonntagsrede,
    - manipulierender Einsatz der Gentechnik entbehrt keiner noch so finessenreichen Begründung.,…

    Und zu allen gesellt sich seit einigen Jahren die globalgesellschaftliche Nebenwirkungsbewältigung von informatik-mathematisch-märktebedingten Finanzkatastrophen und ihren vermögensvernichtenden Folgen
    Wo bleibt da die Verantwortung, derer, die diese Plagen alle im Namen der Wissenschaft und sonstiger Omnipotenzen erfunden haben?
    Glaubt hier einer, die Laureaten Black/Scholes & Hühnerkacke hätten sich auch nur einen Moment darüber den Kopf zerbrochen, welche Folgen die blindgierige Anwendung ihrer Erkenntisse zeitigen könnte?
    Blauäugig könnte man natürlich entgegenhalten: Warum auch hätten sie dies tun sollen?
    Gut, wenn das so ist, lautet meine Antwort mit Dürenmatt: ” Was alle angeht, können nur alle lösen”. Alos. Macht kapuut, was euch kapuut die II.?
    Oma würde sagen: Lösen wir uns von den Nuklearrisiken der Börse, alle.;-)

    Would be a kind of magic °,^

  41. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Ghost,

    wiedereinmal und wie schon so oft voll daneben,
    ist ja auch nicht weiter schlimm.

    Wie arbeit organisiert wird, vor allem
    intelligent organisiert daherkommt, war hier schon
    vor mindestens zwei jahren ein
    überwältigendes thema, niemand
    würde jemals von Dir solche gedächtnis-
    leistungen verlangen wollen, am
    allerwenigsten ich, es sei daher nur
    nebenbei erwähnt, den kein pfarrer
    predigt zweimal.

    Du merkst so langsam drehst Du dich
    im kreise, darum lass uns gaanz schnell
    auf andere, wesentlich erquicklichere
    gedanken kommen.

    Ghost, verstehe mich bitte richtig,
    Deine überlegungen sind im grunde
    ganz passabel, nur lassen sie recht oft
    keine weiterführenden gedankenspielereien zu.

    Ausserdem, zeigst Du berühmtberüchtigte
    pseudo-elitäre schwachpunkte auf,
    indem Du versuchst unterschwellig, die/den
    anderen zu diskreditieren, so supereyselig
    kenne ich Dich garnicht.

    Wo waren wir stehen geblieben, ach ja
    haha-4, eines meiners lieblingsthemen
    seit der erfindung dieser geradezu
    phänomenalen reform.

    Dann nimmst Du noch die demografische
    faustlüge hinzu und Dein puzzlespiel
    ist fast fertig, wir mischen beide
    die karten neu, fragen noch einige
    gestandene eggsbärden
    und was wurde inzwischen zur seite
    gepackt, ohne dass wir beide es bemerkten ?

    Ghost, gerne lade ich Dich ein,
    in unsere gemeinsame hauptstadt zu kommen
    und “dann geht die lucy ab,” das verspreche
    ich Dir, nun mach und pack schön die köfferchen.

    Viele Grüsse vom Herumgezeter, Zamir

  42. Ghost sagt:

    Pampa
    Den meisten Erfolg bei jungen Damen hatte ich natürlich Dank meiner Erscheinung :-) , vielleicht auch des Names, und, last but not least, durch mein Klavierspiel. Wer schön sauber das Impromptu en Ges-Dur von Schubert spielen kann, oder ein Nocturne von Chopin (mein Lieblingsnocturne war das op. 48 Nr.1 in c-Moll, mit wunderbar donnernden Oktaven im Mittelteil, sauschwer das Ganze), der hat Erfolg bei den Damen, vorausgesetzt die Umworbene hat keine Aversionen gegenüber Klassik; bei meinen Mädchen war dies nicht der Fall. Wenn Du dann der Kleinen noch ein Stück komponierst und es ihr widmest, dann kommst du schrankenlos in ihren 7. Himmel.
    Was ist schon dichten dagegen! Schon Shakespeare schrieb von der ungeheuren Macht der Musik.

  43. Ghost sagt:

    Zamir
    Nicht jeder wird von “Burnout” heimgesucht, in meiner Firma ist niemand davon betroffen. Du wohl auch nicht, soviel ich bisher hier entnehmen konnte, denn Dich hat wohl Hartz4 erwischt.
    Es kommt darauf an, wie man seine Arbeit organisiert und wie man zur beruflichen Tätigkeit steht. Erschöpfte (burnout) setzen sich häufig Ziele, die ihren tatsächlichen Fähgkeiten und Kapazitäten nicht entsprechen, das heisst, sie fordern zu viel von sich selbst, wollen alles perfekt machen und vergessen darüber jedes Mass – sie nehmen sich und ihre Arbeit sehr wichtig. Manche lassen sich auch von den Vorgesetzten unter Druck setzen, geraten in Panik.
    Scheitern und ein gewisses gesundes Mass an Faulheit gehört zum Leben.

  44. "Immer an der Wand lang" sagt:

    … und der Zamir steht zu 100 % dafür gerade, mit seiner Arbeitsleistung von woche zu woche von monat zu monat und von jahr zu jahr. Sogar sein Erspartes bei Banken und Versicherungen über 40 Jährchen wirft er in die Waagschale um den Glaubenskriegern ihr Pulver trocken zu halten:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kaufprogramm-fuer-anleihen-bringt-ezb-in-kritik-a-852731.html

    Menschen wollen den Sinn verstehen, ihres kargen Daseins….Wehe, wehe Zamir beginnt den Sinn zu hinterfragen, nicht den ifo-Sinn, sondern den tiefo-Sinn …..

    Wie können die Glaubenskrieger Den vergessen, für den sie da sind? … oder wenn Draghi nach italienisch gusto Geld drucken kann, wem sollte man es dann verbieten können…? aussergewöhnliche Massnahmen sozusagen, jeder druckt sein Pulver selber und das Problem ist gelöst? …. um nicht untätig im Publikum zu bleiben, müssten die Maßnahmen ´aussergewöhnliche Reaktionen” hervorrufen, bei jedem, der sich betroffen fühlt… oder stört das Publikum nur bei der Großveranstaltung? …. das wäre dann aber ein “kapitalistische” Täuschung! und ein Ausblick auf “sozialistische” Realität….

  45. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Pampa und Gregor,

    die zamirsche Lehre besagt,
    sowohl der geldverleiher,
    als auch der schuldenpuckel
    sind zu jeweils 50% an
    der gesamtmisere beteiligt.

    Schoenes Schuldenende, Zamir

  46. Gregor Neumann sagt:

    @Pampa:
    “Ich bin ja mal gespannt was die Damen und Herren aus der Politik sagen werden, wenn ihnen die Schuldenmacherei mal etwas schwerer gemacht wird.”

    Ach je, müssen wir schon wieder Mitleid mit den armen Banken haben, die aus Großherzigkeit das ganze Geld verliehen haben und quasi gezwungen wurden, ihr Kredit- und Derivate-Portfolio auf ungesunde Größe auszudehnen?

    Gab es da nicht einen Zusammenhang zwischen den üppigen Gehältern der Branche und dem überlegenen Wissen der Bankbranche über die Beherrschbarkeit von Risiken an den Finanzmärkten?

    Mit wie viel Geld haben die Steuerzahler doch gleich die Banken in Europa vor dem Zusammenbruch bewahren müssen? Und haben das nicht die “Damen und Herren aus der Politik” für ihre Wähler entschieden, denen die Banken jetzt “die Schuldenmacherei mal etwas schwerer” machen?

    Ich vergaß, das Problem sind die Staatsschulden und nicht die exzessive Kreditvergabe von Banken, die durch Zinsen und Gebühren die Gewinne gesteigert haben und jetzt auf so vielen faulen Krediten sitzen, dass das Bankensystem faktisch insolvent wäre, wenn es nicht von den verschuldeten Staaten durch jede menge Geld am Leben erhalten würde.

  47. Pampa sagt:

    @Greg
    Oh Wunder … http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/euroraum-deutsche-banken-reduzieren-ihre-risiken-11872366.html

    Natürlich wird das Exposure reduziert, was denn sonst? Es ist aber auch ein Elend, dass sich Risiken nicht wegregulieren lassen. Ich bin ja mal gespannt was die Damen und Herren aus der Politik sagen werden, wenn ihnen die Schuldenmacherei mal etwas schwerer gemacht wird.

    Gruß
    Pampa

  48. Pampa sagt:

    @Zamir
    Na googeln und fernsehen scheinst Du im Gegensatz zu verlinken zu können. Danke für den Monitor-Tipp, dann weiß ich ja schon mal, was ich heute Abend nicht machen werde.

    Aber noch etwas speziell für Dich: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neuer-skandal-bei-ergo-versicherung-zur-belohnung-nach-jamaika-11872992.html

    Ich hätte Versicherungsfritze werden sollen …. ;-)

    Aber mal ernsthaft, wer die Leute der MunichRe kennt, da flippen in MUC bestimmt ein paar aus. Da möchte ich ja mal Mäuschen spielen, was Nikolaus von Bomhardt dazu zu sagen hat.

    Gruß
    Pampa

  49. Gregor Neumann sagt:

    @Klaus:
    “So langsam sickert es durch – die tieferen Ursachen.”

    Der Chicago Plan geht auf eine Idee von Irving Fisher zurück, über den wir hier auch schon ausführlich gesprochen haben. Fisher wertete die Ursachen der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren anders als Keynes und schlug andere Instrumente vor als Keynes.

    Am Ende setzte sich der New Deal durch. Seit 2007 wird überlegt, ob das wieder funktionieren kann.

    Wenn Du das Working Paper liest, dann wirst Du feststellen, dass die Autoren einen anderen Schwerpunkt legen als Fisher. Denn in der Depression sank die Geldmenge rapide, weil die Banken unter dem Goldstandard den Geldhahn zudrehten und die Krise dadurch verschärfen. Seit 2007 haben die Zentralbanken daran gearbeitet, dass das nicht passiert.

    In der Depression ging das Geld durch Deleveraging aus. In der Finanzkrise wurden die Löcher rechtzeitig gestopft, wodurch jedoch der Kreditüberhang weiterhin besteht.

    Wenn Du mehr darüber lesen möchtest, empfehle ich Dir eine Veröffentlichung aus dem Jahr 1992, die den Chicago Plan ohne den Druck einer Finanzkrise beleuchtet:
    http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=160989

    Der Chicago Plan hat den Vorteil, dass er Geld teuer macht und damit Blasen theoretisch eindämmt (wenn man sie erkennt). Die Gefahr, dass Staatsschulden zur Blase werden, diskutiert das IMF-Papier vorsichtshalber nicht, weil man Inflation rein als monetäres Problem betrachtet. Produktivität und Innovation kommen in der Funktion von Kredit gar nicht vor.

    Der Chicago Plan hat den Nachteil, dass er Geld teuer macht. Das ist gut für den Staat, schlecht für die Wirtschaft, weil am Ende der Prozess beschleunigt wird, den Marx richtigerweise als größtes Problem des Kapitalismus identifiziert hat. Große Marktteilnehmer haben allein durch ihre Größe eine ein Vorteil, weshalb sie wie ein Staubsauger alle Konkurrenten einsammeln können und auch durch weniger innovative Produkte Geld verdienen können.

    Diese Abwägung fehlt mir – im Gegensatz zum Paper auf dem Jahr 1992. Der Chicago Plan löst ein Problem. Er schafft aber neue, die extrem schwer zu beherrschen sind. Er beschleunigt den Konzentrationsprozess, weil am Ende dem staatlichen Monopol am Ende nur wenige wirtschaftliche Oligopole widerstehen können.

  50. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Klaus F.,

    die wahren anarcho-fiffinanzmarkt-banken-
    experten von staatswegen, waren meistens
    sehr gut ausgebildete menschen, zwei
    davon wurden gar bundeskanzler, einer präsident:
    Helmut Kohl und Gerhard Schröder,
    Christian Wulff als BuPrä.
    die restlichen superkönner waren:

    Späth, Mappus, Oettinger, Strauß, Stoiber,
    Seehofer, Wowereit, Beck, Platzeck,
    nicht vergessen, diese Topkönner
    hatten und haben teilweise noch
    einen elitären beraterstab im
    hintergrund agieren, dazu büros,
    sekretärinnen, beziehungen und so weiter.

    Garantiert habe ich bei meiner aufzählung
    noch den einen oder anderen spitzenklöppler
    vergessen.
    Nun stell Dir vor und male Dir aus,
    was dann herauskommt wenn der
    staat banken-geschäfte übernimmt.

    Viele Grüsse von der Chaostheorie in der Praxis, Zamir

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