Welt-Vertrauenskrise

Die Deutschen mauern sich ein und betonieren am persönlichen Schutzwall gegen die Krise. Das wertvollste Kapital ist Vertrauen.

Der private Wohnungsbau boomt wie schon seit der Wiedervereinigung nicht mehr; wer nicht bauen oder kaufen kann, renoviert oder modernisiert Heizung und Fassade. In München, Düsseldorf, Frankfurt und Berlin wird es eng vor Geld und Nachfrage, der Luxus lässt der Krise keinen Raum, wie unsere Reportage entlang der teuersten Straßen Deutschlands zeigt: Lieber das Geld bei Versace oder Gucci versenken, als es den Griechen schenken, so lautet das Motto der neuen Freude am Luxuskonsum. Diese Schwarm-Intelligenz verlängert die deutsche Sonderkonjunktur: Da mögen die Aufträge aus den krisengeschüttelten Nachbarländern einbrechen und die Exporte nach Asien verwelken – die Lust am Betongold und die Freude an der Immobilie wirken wie ein gigantisches Konjunkturprogramm. Während Spanien und Italien durch hohe Zinsen erdrückt werden, heizen Niedrigzinsen in Deutschland die Konjunkturlokomotive an: Nach Abzug der Inflationsrate ist die Verzinsung neuer Schulden negativ – Staat wie auch Private kriegen sogar noch Geld zurück, wenn sie nur bereit sind, Geld aufzunehmen.

In der Euro-Krise wiederholt sich für die meisten Deutschen die Erfahrung der Finanzkrise nach Lehman Brothers: Die Schlagzeilen sind bedrohlich, die Talkshows beunruhigend, das politische Schlachtgeschrei ist laut – bloß daheim kommt die Krise nicht an. Viele spüren nichts von dem, was die Welt im Innersten erschüttert. Zum Ersten liegt es an der beschönigenden Politik: Deutschland bürgt zwar für dreistellige Milliardensummen, aber noch sind kaum Zahlungen fällig. Zwar wird es immer aufwendiger, Griechenland durchzuschleppen – aber solange sie in der Euro-Zone bleiben, müssen die Kredite nicht abgeschrieben und die deutsche Staatsverschuldung nicht um diese jede Vorstellung sprengenden Beträge erhöht werden. So ist auf den ersten Blick der deutsche Haushalt solide. Erst beim genauen Hinschauen fällt das Wort Konkursverschleppung – der Fehler der ersten Griechenlandrettung wird zum Sprengsatz im Haushalt. Aber noch ist nicht Zahltag.

Der zweite Grund ist die stoische Ruhe der Bundeskanzlerin. Sie vermittelt den Eindruck, dass sie die Sache schon irgendwie im Griff hat; dass sie zwar immer wieder zurückweicht, aber nur, wenn es gar nicht mehr anders geht, und dann noch einen Fiskalpakt dafür herausholt. So schafft sie Kapital, das fast alle anderen verloren haben: Es heißt Vertrauen.

Solches Vertrauenskapital fehlt in anderen Ländern noch dringender als Geld und Kredit. Griechenlands Krise ist nicht durch immer neue Kredite anderer Staaten bewältigbar – solange die Bürger ihr Geld in Koffern heraustragen und niemand eigenes Geld dorthin bringt aus Angst, statt harter Euro morgen nur weiche Drachmen zurückzuerhalten. Und weil dieses Vertrauen auch in Spanien und Italien verloren geht, gewinnt Deutschland durch den Zufluss von Fluchtkapital und ohne weiteres Zutun; einzige sichtbare Maßnahme sind die herabgezogenen Mundwinkel der Kanzlerin, mit denen sie die Versuche abwehrt, noch tiefer in die deutschen Kassen hineinzugreifen. Leicht ist das nicht, denn Vertrauen ist schwer zu gewinnen und schnell verloren. Fast jeden Tag schwadronieren US-Hedgefondsmanager vom Weltuntergang. Dabei haben sie ihre Finanzwetten darauf ausgerichtet und gewinnen viel, wenn sie die Weltfinanzmärkte näher an die Katastrophe heranreden – das zerstört weiteres Vertrauenskapital und torpediert die Hoffnung, dass die Krise sich schon beruhigen wird.

So torkeln wir durch eine Krise, die sich immer weiter verschärft. Noch sprechen wenige über die grotesken Schulden der USA, und noch gilt Deutschland als vertrauenswürdig. Also hoffen wir das Beste und fürchten doch, dass die Chose schiefgeht.

Bis dahin hat Angela Merkel den Deutschen wenigstens Zeit verschafft, ihre Häuser buchstäblich winterfest zu machen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in 1 von Roland Tichy. Permanenter Link des Eintrags.

Über Roland Tichy

Roland Tichy lernte Lokaljournalismus beim legendären "Salzburger Volksblatt". Er studierte in München Volkswirtschaft und Politik, absolvierte die Deutsche Journalistenschule. Nach einer Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Volkswirtschaftlichen Institut in München arbeitete er im Bundeskanzleramt, danach als Bonner Korrespondent der WirtschaftsWoche. Nach der Wiedervereinigung war er für den Umbau des Rundfunksystems der DDR zuständig, danach folgten Stationen in Industrie und Medien. Seit 2007 ist er Chefredakteur der WirtschaftsWoche. Tichy ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt erschien "Wohin treibt Europa".

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Alle Kommentare [284]

  1. @ Immer an der Wand lang, 2:04
    Im Unterschied zu Schafen KÖNNEN Menschen – im Prinzip – denken.
    Wenigstens ein paar davon.
    Die Mehrzahl – und da ist kein Unterschied – sucht lieber die Bequemlichkeit und den SCHEINBAREN Schutz der Herde.
    Aufklärung vertraut darauf,
    dass immer mehr Menschen bereit sind zu Lernen/Denken.
    Ein so leider wie offensichtlich quälend langsamer Prozess.
    @ Immmer …, 23:21
    Unbestreitbar!

    @ karel,
    ich habe von Vergleichbarkeiten gesprochen,
    nicht von Gleichheit.

  2. Die Bundesregierung und die übrige politische Führung in Deutschland vernebelt, was es mit dem geplanten „Euro-Rettungsschirm ESM“ wirklich auf sich hat und was Deutschland damit blüht

    KlausF.
    Bei diesem Einstieg, bei dieser Art der „Aufklärung“ vermisse ich die Sachlichkeit.

  3. @ Pampus
    kleine Ergänzung vom Unglückskeks-Depri FÜR Zamir:
    „Am besten du stehst morgens auf und lächelst erst mal gleich.
    Dann hast du DAS schon mal hinter dir.“
    😉

  4. Ich wundere mich sehr: Sind Menschen Schafe? Ist die Gemeinschaft von Menschen mit einer Schafherde vergleichbar? Reagieren Menschen und Schafe gleich?

    Nein! – und nochmals Nein!

    Wieso widerspricht mir niemand? Wieviel und Was muss ich noch provozieren um einen Widerspruch zu generieren?

    Wo sind denkende Menschen? Gibt es sie? Muss ich mir jetzt selber widersprechen?

    Menschen sind keine Schafe! Sie können denken. Im Gegensatz zu Schafen, können sie ihren Lebensweg selber bestimmen. Sie keine Nutztiere und wissen, was sie wollen. Sie lassen sich nicht von anderen bestimmen und haben die Möglichkeit, ihren Lebensweg in freier, unabhängiger Entscheidung zu gehen. Sie leben in Gemeinschaft mit Anderen, ja, – aber sie machen nicht die Fehler nach, die ihnen andere vormachen. Sie ziehen Konsequenzen aus ihrem fehlerhaften Tun und sind ständig auf Suche nach neuen Wegen. Würden sie dies nicht tun, so wären sie in Höhlen elendiglich verendet.

    Was hindert Menschen daran, sich über die Qualität einer Schafherde zu stellen?

    Haben Sie Angst, anders zu sein, als die Anderen in der Herde?
    Sind sie zu faul und bequem, eigene Gedanken zu fassen und vorallem danach zu handeln?
    Sind sich sich zu sicher, dass Andere ihre eigenen Probleme lösen werden?
    Sind sie zu festgefahren, um neue Wege zu gehen, die alten zu verlassen, was kann sie halten?
    Sind sie zu dumm, um nachzudenken, dann wären sie den Schafen gleich….

    „Immer an der Wand lang“….na bitteschön, dann kann Euch kein Mensch helfen, auch ein Schaf nicht!

    nb: vergesst die Gesetze, die sind dazu da, um Euch am Denken zu hindern!

  5. @Zamir
    Am besten schätzt Du über große Excel-Tabellen. Und dann lässt Du die Prüfer mal suchen, bis der vereinbarte Aufwand an Manntagen erreicht ist und beantwortest Fragen diesbezüglich mit einem Schulterzucken und sagst, ach wissen Sie, gut dass Ihnen das aufgefallen ist, das haben wir offen gestanden geschätzt.

    Wenn er Dir dann sowas in den Prüfungsbericht schreiben will, fragst Du mal unschuldig, sagen Sie mal, was sagt eigentlich Ihr Chef dazu, was Sie hier die letzten Wochen gemacht haben?

    Und so wir ein Schätzwert zu einer Bilanzzahl. Aus der Serie Ordnungsgemäße Buchführung für Anfänger, Schätzwert nach HGB, IFRS und US-GAAP.

    Es soll ja Spezialisten geben, die zwei Wochen nach einem Cent Differenz im Anlagespiegel suchen, den man ihnen vorher reingebucht hat, wo sie es nicht erwartet haben. Auf die Frage warum haben Sie mir das nicht gleich gesagt, benötigst Du aber Körperbeherrschung im Gesicht, wenn Du den Cent aus Hosentasche ziehst und sagst, ach da ist er ja …

    Schöne Grüße aus Montevideo
    Pampa

    Übrigens sah ich heute einen Kaberettisten aus Berlin bei Ottis Schlachthof., der sich Deine gute Laune zum Programm gemacht hat. Kannst ja mal googeln und gucken. Der Hammer, Unglückskekse! So ein Spruch dabei: Das Leben ist eine Krankheit, die durch Sex übertragen wird und in jedem Falle tödlich endet. Ist der mit Dir verwandt? 😉

  6. Zamir:

    als wenn dieses auf null-null stellen „so einfach“ wäre.

    Und das ohne die drohenden Gefahren von Radikalität.

  7. In Südeuropa hat man die Gegnerin offenbar gut studiert und registriert, dass Merkel mit dem Wachstumspakt aus Brüssel nach Berlin zurückreisen muss. Schließlich ist das europäische Konjunkturprogramm die Bedingung der deutschen Opposition, um am Nachmittag im Bundestag dem Fiskalpakt zuzustimmen.

    Eine Anmerkung von Tim Rahmann /WiWo

    Nun denn….
    So „konstruktiv“ kann rot-grüne Opposition sein.
    Odda war das nur wieder mal die gewohnte Rolle
    „keine Ahnung“?

  8. KlausF.

    Ich sehe auch noch Folgendes:

    Nach ESM hat Deutschland de-facto ein Veto-Recht.
    So ähnlich wie die USA im IWF.
    Im EZB-Rat hat Deutschland kein Veto-Recht.
    Es macht nach meiner Meinung Sinn, die EZB wieder auf ihre
    ursprüngliche Aufgabe zurückzuführen.

  9. Parallelitäten? – damals wie heute:

    wenn der Wahnsinn eine bestimmte Größenordnung erreicht hat, dann ist es kein Wahnsinn, sondern – Normalität – ! (nb: das BVG wird zum „Staatsfeind“, wenn es sich gegen ein 2/3 Mehrheit stellen sollte !…)

    Alles geschieht von den Beteiligten (damals wie heute) in bester Absicht.

    Agenten der Mehrheiten suchen ihre Macht auszubauen und zu sichern, das ist deren legales Geschäft.
    Betraute des Kapitals suchen ihren Reichtum zu halten, auch deren legales Geschäft.
    Bürokraten suchen die Ordnung zu sichern, dafür sind sie da.
    Wo ist das Problem? …

    Es braucht jemanden, der diese Funktion sicherstellt. Dafür gibt´s eine Herde, denen Wohlstand u.v.a versprochen wird, dafür liefert sie Milch, Fleisch und Wolle…, damals wie heute, scheint sie zu manch´ Opfer bereit zu sein…

    … und die Schäflein werden weiter ihrer Kreise drehen, und dann, wenn es zu spät ist, werden sie (wieder) fragen: „Wie konnte das nur passieren?“

  10. KlausF.

    Soweit ich informiert bin, gehört dies auch zum „Ermächtigungsgesetz“

    § 4 Parlamentsvorbehalt für ESM-Entscheidungen
    (1) Die die Gesamtverantwortung des Deutschen Bundestags betreffen insbesondere:
    1. Entscheidungen nach Art. 13, 2 ESM (die Gewährung von Stabilitätshilfen).
    2. die Veränderung (Erhöhung!) des Stammkapitals (€ 700 Mrd.) und der ESM-Darlehensausreichungen.
    (2) In solchen Fällen (§ 4, Abs.1, Nr. 1, Nr. 2) darf der (deutsche) ESM-Bank-Gouverneur
    (Dr. Schäuble, p.p.) ESM-Beschlussvorlagen nur zustimmen/sich enthalten, nachdem ihn
    das Bundestagsplenum hierzu durch Beschluss ermächtigt hat („Segelanweisung“).
    (3) das gilt auch für den ESM-Gouverneurs-Stellvertreter

    Außerdem einem Beitrag im Handelsblatt entnommen:

    Wenn das ESM-Finanzierungsgesetz in der so geänderten Fassung beschlossen würde, und davon ist auszugehen, dann ist der deutsche Vertreter im ESM-Gouverneursrat in den wichtigsten Fragen an ein Votum des Bundestags oder des Haushaltsausschusses gebunden. Das betrifft unter anderem Kapitalerhöhungen, die Schaffung neuer Instrumente und neue Hilfszusagen des ESM. Da Deutschland im Gouverneursrat de facto ein Vetorecht hat, ist dieses Mitspracherecht von großer Bedeutung.

  11. Herr Tichy hat schon Recht:

    „Europa ist ein Bruchkontinent“

    Nicht erst seit gestern.

  12. @karel

    „Mir wird das Wort “Ermächtigungsgesetz” zu leichtfertig gebraucht.“

    Du kannst es gefühlsmäßig bewerten wie du möchtest. Fakt ist:

    Der ESM „ermächtigt“ per „Gesetz“ eine Hand voll Gouverneure zu erheblicher fiskalischer Machtfülle, ohne ernsthafte demokratischer Kontrollmechanismen. Das Gesetz ist unumkehrbar! So etwas nennt man begrifflich und sinngemäß ein Ermächtigungsgesetz.

  13. @Karel

    …und du meinst mit diesem Ermächtigungsgestz wird es besser (demokratischer)?

    Der ESM begründet wesentliche Einschränkungen unserer staatlichen Souveränität, die Budgethoheit des Parlaments ist beendet.

    1. Das Grundkapital des ESM beträgt € 700.000.000.000,00 (Art. 8 Abs. 1). Gemäß Abs. 4 verpflichten sich die ESM-Mitglieder sich bedingungslos und unwiderruflich, ihre Einlage auf das Grundkapital zu leisten. Dem Wortlaut nach sind damit auch zukünftige Regierungen gebunden.

    2. Nach Art. 10 Abs. 1 kann der „Gouverneursrat“ (man kann dies mit Zentralkomittee oder Oberstem Sowjet übersetzen) Änderungen des Grundkapitals beschliessen. Was nichts anderes heisst, als das über die € 700.000.000.000,00 hinaus „bedingungslos und unwiderruflich“ weitere Einlagen zu leisten wären, fiele ein solcher Beschluss. Die Frage, ob, wenn Erhöhungen zulässig sind, diese auch erfolgen werden, ist rein rhetorisch.

    3. Damit nicht genug. Über das bereits enorme Grundkapital hinaus und über die weitere Möglichkeit, mit einfacher Mehrheit dessen Aufstockung zu beschliessen, ist der ESM gem. Art. 17 Abs. 1 ermächtigt, zur Erfüllung seiner Aufgaben auf den Kapitalmärkten Kredite von Banken, Finanzinstituten oder sonstigen Personen oder Einrichtungen aufzunehmen. Eine parlamentarische Kontrolle ist nicht vorgesehen. Denn die Modalitäten der Kreditaufnahmen werden lediglich vom Geschäftsführenden Direktor im Einklang mit den die Einzelheiten regelnden, vom Direktorium zu verabschiedenden Leitlinien bestimmt (Abs. 2).

    4. Dass alles mit rechten Dingen zugeht, gewährleistet Art. 25 („Externe Rechnungsprüfung“). „Die Prüfung der Rechnungsführung des ESM erfolgt durch unabhängige externe Prüfer, die vom Gouverneursrat bestätigt werden.“ Eine gelungene Garantie für Unabhängigkeit, wenn der zu Prüfende ich seinen Prüfer selber aussuchen darf.

    5. Durch die Immunitätsregeln (Art. 27 und 30) sind das Konstrukt ESM und dessen Organe jeglicher gerichtlicher und parlamentarischer Kontrolle vollständig entzogen.

    „Der ESM, sein Eigentum, seine Finanzmittel und Vermögenswerte genießen unabhängig von ihrem Standort und Besitzer umfassende gerichtliche Immunität“.
    “Das Eigentum, die Finanzmittel und Vermögenswerte des ESM sind unabhängig davon, wo und in wessen Besitz sie sich befinden, von Zugriff durch Durchsuchung, Beschlagnahme, Einziehung, Enteignung und jede andere Form der Inbesitznahme, Wegnahme oder Zwangsvollstreckung durch Regierungshandeln oder auf dem Gerichts-, Verwaltungs- oder Gesetzesweg befreit.”
    “Die Archive des ESM und alle ihm gehörenden oder in seinem Besitz befindlichen Dokumente im Allgemeinen sind unverletzlich.”
    “Die Räumlichkeiten des ESM sind unverletzlich.”
    “Die Gouverneursratsmitglieder, stellvertretenden Gouverneursratsmitglieder, Direktoren, stellvertretenden Direktoren, der Geschäftsführende Direktor und das Personal genießen Immunität von der Gerichtsbarkeit hinsichtlich der in ihrer amtlichen Eigenschaft vorgenommenen Handlungen und Unverletzlichkeit in Bezug auf ihre amtlichen Schriftstücke…”.

    Der ESM ist ein grob verfassungswidriges Konstrukt, das auf die Abschaffung großer Teile unserer verfassungsmäßigen Ordnung und unserer freiheitlichen parlamentarischen Demokratie gerichtet ist.

  14. Sorry zu 22.04 – aus Versehen „Enter“ gedrückt.

    @Eysel
    Mir wird das Wort „Ermächtigungsgesetz“ zu leichtfertig gebraucht.
    Damals herrschte in Deutschland blanke Not.
    Heute herrscht in Europa Maßlosigkeit.

  15. @ karel,

    mach Dir doch keinen kummer, es wird
    alles wieder auf null-null-null gestellt und
    der gaanze schmuntzius geht wieder
    von vorne los, „ja wo laufen sie denn,
    wo laufen sie denn hin?“

    Schönen Gruß vom ewigen Räderwerk, Zamir

  16. Ein rabenschwarzer Tag für die Demokratie?

    Was ist denn das für eine Demokratie,
    die bisher pausenlos Schulden billigte und ermöglichte bis hin zum demokratieverachtenden Staatsbankrott?

    Und das nicht nur in Deutschland.

  17. @ Eyss um 20:25 Uhr,

    nixx gegen Haffner, aber in anbetracht dessen, was
    adolf und seine helfershelfer und unterstützer:
    Geldgeber (internationales bankenkonsortium)
    Rüstungsindustrie, der deutsche Adel, die
    Wehrmachtsführung die die schmach des ersten
    weltkrieges unbedingt ausmerzen wollte, die deutsche
    sozialdemokratie und weitere mitläufer,
    den europäern, den russen und dem eigenen volke
    angetan haben, sind solche worte wie:
    „im Augenblick der wirtschaftlichen Not, Expansion
    wichtiger war, als budgetäre und monetäre Satbilität,“
    einfach eine grobfahrlässige verniedlichung und daher
    kaum in ein vergleichendes verhältnis zu setzen, mit
    den augenblicklichen politischen geschehnissen
    in europa.
    Ausserdem ist es höchst ungewöhnlich dem
    anführer des dritten reiches, solche
    intelligenten aussagen in den mund legen zu wollen.
    Aber bitte, wer war dabei und könnte es bestätigen,
    bzw. das gegenteil beweisen.
    Wir werden es nie erfahren.

    Schönen Gruß vom schlauen Adolf, Zamir

  18. ESM und Fiskalpakt soeben mit zweidrittel Mehrheit durchgewunken.
    Das von uns gewählte Parlament hat sich damit in erheblichem Maße selbst entmachtet.
    Gouverneure, bitte übernehmen Sie!
    Ein rabenschwarzer Tag für die Demokratie.
    The point of no return nun überschritten.

    Letzte Rettung BVG. Sie werden jedoch eine juristisch wachsweiche Formulieren finden den ESM zu bestätigen. Da kann man ziemlich sicher sein.

  19. Eben bei der – auf Anraten RTYs –
    Lekture von Haffners „Anmerkungen zu Hitler“ fielen mir zwei Dinge auf:
    Er lobt Hitler. Spricht (1981) ausdrücklich von seinen „enormen sowohl militärischen als auch wirtschaftlichen Leistungen und Verdiensten“. –
    Wäre es HEUTE möglich DAS zu sagen, gar in DER Diktion?
    Zweitens: Haffner meint, Hitler habe erkannt, dass „im Augenblick der wirtschaftlichen Not
    Expansion wichtiger war als budgetäre und monetäre Stabilität“.
    Gibt es da eine Parallele zu heute?
    Gar nach dem heute zu verabschiedenden „Ermächtigungsgesetz 2“?

    PS für die Oberschlauen:
    Nein, ich halte Angela NICHT für eine „Adolfine“ die „heim ins Reich sich drängte“ und dort Karriere macht“. – Aber ich sehe strukturelle Vergleichbarkeiten. –

  20. @ Pampa,

    es tut mir leid, aber ich kann auch nixx dafür, dass
    Deine vielen, vielen bayern-spieler in der deutschen
    nationalelf wiedereinmal, so kurz nach dem
    chelsea-debakel erneut das versagermodul
    eingelegt haben.
    Garantiert waren sie in gedanken schon beim
    näxxten werbevertragunterschriftsmillionendeal.
    Maxx nixx, wenn wir beide zu lebzeiten es nicht
    mehr erleben sollten, dass eine deutsche national-
    oder vereinsmannschaft, wieder wiedereinmal
    international einen titel einfährt, dann bestimmt unsere
    enkel, urenkel, oder ururenkel, so isses, dochdoch.
    Ich hab’s hochgerechnet mit Deinem letzten
    berlin-schätzwert.

    Schönen Gruß vom Bundes-Jogi und seinem Uli, Zamir

  21. @ Pampa,

    Deine temperatur-auswüxxe sind suppapa,
    ich liebe sie, mach nur soo weiter, sowas
    vertreibt ungemein die zeit bei einer
    weltumsegelung, jadoch naklar.

    Schönen Gruß vom chinesischen Rechenbrett, Zamir

  22. @ Pampus MAgnus,

    Du weichst ab, oder auf, genau kann ich es
    auf meinem peilgerät noch nicht erkennen.
    Ein schätzwert entsteht nach dem
    schnellen überfliegen aller zahlen und
    summen und wird während des kalkulationsverfahrens
    ständig auf den neuesten stand gebracht, er soll helfen
    grosse abweichungen am ende sofort zu erkennen.
    Ich dachte auch Du wüsstest so etwas aus dem eff-eff.

    Schönen Gruß aus Patagonien, Zamir

  23. @Zamir
    Du und Schätzwert, das kommt gerade vom Richtigen Mr. skandalsüchtiger Baukalkulator. Der ganze Sektor läuft bei mir unter Mafia, kurz über Prostitution, Menschenhandel und Bahnhofsgastronomie. Die Männer vom Bau, einer wie Schneider ist doch bezeichnend für die ganze Branche, lauter leistungslose und betrügende Vasallen …

    … übrigens, nächstes Jahr werden die Eintrittskarten bei der Hertha billiger, zweite Liga.

    Du hast mir noch immer meine Frage nicht beantwortet, WEM GEHÖRT EIGENTLICH BERLIN? Sieh mal nach, ich tippe auf die Schwaben und Bayern.
    Gruß
    Pampa

  24. @Zamir
    Übrigens zu JPM, siehe Dir mal an, wer bei denen für Risk verantwortlich zeichnet. Da wird einem mehr oder weniger schlecht, da kannst Du auch einen Mathematiker wie Magic hindsetzen und ihm mit auf den Weg geben, versuche es doch mal, vielleicht hast Du ja Glück … alles auf die 17. 😉

    Gruß
    Pampa

  25. @ Pampa,

    Dein entschuldigender tipp- und kommafehler
    überzeugt mich nicht, ein etwas klügerer kopf hat
    stets einen sogenannten schätzwert im kopf und wird
    „hellhörig,“ wenn aus 10 millionen plötzlich 100 millionen
    werden sollten.
    Auch bonibürscherl und spekulanten-mutanten
    traue ich ohne weiteres hirnskasten-funktionen zu,
    die vor dem mausklick, nochmal alles abwägen,
    abschätzen und endgültig durchrechnen und abrechnen.
    Gut, fehler gibt es überall, aber solche dinge
    sind larifari und heia-popeia, mehr nicht.
    Ausserdem haben neuere software-programme
    zig kontroll- und prüf-funktionen,
    man muss es halt nur wissen, gelle.
    Eeh egoal, danach sind wir alle schlauer und
    warten auf den näxxten bummbäng, odda ?

    Schönen Gruß vom dritten Auge, Zamir

  26. @Eysel
    Mezzigiorno, genau das dachte ich mir auch schon öfter. Eigentlich war das ja als Späßchen gedacht, aber ich habe gerade etwas auf dem BR3 gesehen. Es haben zwei männliche Theologen irgendwo in Franken geheiratet. Ich dachte, ich höre nicht richtig, mich wundert bald gar nichts mehr …

    @Zamir
    Keine Ahnung bzgl. JP, aber solche Summen kommen meist zustande, wenn einer bei ETFs den Future aufmacht. Das war wohl auch bei Kerviel so. Das sind handwerkliche Mängel Zamirowitsch. Das sollte zwar nicht vorkommen, aber es kommt halt vor. Du wirst Dich ja auch mal vertippen, es macht halt einen Unterschied, ob Du 100.000.000 Komma 00 tippst oder 100.000.000.000 ;-

    Im Prinzip sind ETFs eigentlich für die Bank risikolos, nur muss der Future zu sein. Das hast du ja auch meinetwegen im Devisenhandel, die vierte Stelle hinterm Komma macht schon einen Unterschied, wenn da eine Billion drüber läuft. Da muss Lieschen Müller sehr lange für stricken …

    Aber Zamir, es ist doch nur Geld :-)

    Gruß
    Pmapa

  27. @ Klaus F.,

    der wahre Bailoutelli, wunderschöne maskerade zum
    bösen spiel.
    Wo wirst Du dich niederlassen, wenn wir mit unseren
    versteckten steuergeldern italien, spanien, greichenland und
    portugallien gekauft haben ?
    Ist Dir eigentlich schon einmal aufgefallen, welche
    paralellen sich ergeben mit dem DFB und dem
    FC Bayern.
    Wahnsinniges potential, kapital, mitglieder, begeisterung.
    Nur die doofkappen kriegen international nixx
    mehr gebacken seit 1996 und 2001.
    So kann es gehen, wenn geld verbrannt wird, die millionen
    falsch investiert werden und am ende alles wieder
    schön geredet daherkommt.
    Ob der Uli, oder der Jogi, sie schmeissen die gelderchen
    nur soo zum fenster raus und am ende sind immer
    irgendwelche obskuren verhältnisse daran schuld.
    Löwwsprech:“ Wir haben viel erreicht und die mannschaft
    hat sich weiterentwickelt.“
    Die nackten zahlen sprechen für sich, 2006 dritter,
    2008 zweiter, 2010 dritter und 2012 wieder nixx los.
    Potential, kapital und verschwendung von allen
    möglichen ressourcen; wo lässt der bundesjogi
    eigentlich träumen ?
    Tatsachen und erfolge sehen dagegen völlig anders aus.

    Schönen Gruß von den Märchenerzählern Uli und Jogi, Zamir

  28. Es kann einem glatt die gute Laune versauen
    das Modell Mezzogiorno:
    http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/modell-mezzogiorno-1.17300815
    Bin mal gespannt, mit welchem Geschwurbel über
    „die ganz grossen Zusammenhänge weit hinter dem Horizont eines Ey“
    mir das verkauft werden soll.
    Ausnahmsweise find ich Attac sogar mal gut:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article107302303/Attac-vergleicht-Fiskalpakt-mit-Nazi-Gesetz.html
    Nichts Anderes ist das: Ermächtigungsgesetz 2.0

  29. @ Pampa,

    nochmal zu unsrer inselsuche und weltumegelei.
    Keine angst ich habe alles genauestens durchdacht,
    es kann überhaupt nixx schiefergehen.
    In der Faz habe ich aktuell gelesen, dass
    JP Morgan vermutlich doch mehr verzockt hat,
    als bisher angenommen, so sollen zwischen
    6 bis 8, vielleicht sogar 9 milliarden dollar,
    unbekannt versaubeutelt worden sein.
    Deine spezielle aufgabe wird es nun sein,
    dieses flüchtige kapital zu sichten, zu sortieren,
    zu zählen und einfach abzufischen
    Das wir doch für einen eggsbärden, von Deinen
    fähigkeiten, eine Deiner leichtesten übungen
    sein, odda was ?!
    So,wie Du siehst, unser plan zum projekt prometheus
    hat hand und fuss und ist bestens durchorjanisiert.
    Du gibts das okay, wann die fiffinanzen unter deck
    gebracht wurden und ich bringe die crew hinterher.

    Viele Grüsse von der blauen Lagune, ZAmir