» 09.06.2012, 05:45

Auf Knien vor Beijing

Königin Elizabeth wirft sich dem großen Drachen zu Füßen – oder wie es ist, wenn die Globalisierung zurückschlägt.

Königin Elizabeth hatte Kopfschmerzen. Sie kniete seit 20 Minuten auf dem Pier, das Gesicht auf die hölzernen Planken gedrückt. Doch offensichtlich gab es ein Problem auf der Themse, da das Flaggschiff der chinesischen Kriegsflotte zu groß war, um in den East India Docks vor Anker zu gehen. Und dann stand Qiyings Gesandter vor ihr, so dicht, dass Elizabeth die Stickereien auf seinen Pantoffeln sehen konnte, kleine Drachen, die Rauch und Feuer spuckten. Der Gesandte las mit monotoner Stimme die offizielle Bekanntmachung aus Beijing vor. Elizabeth habe um die Gunst gebeten, Tribut und Steuern zu bezahlen, äußersten Gehorsam zu leisten, und der Kaiser habe sich bereit erklärt, ihr Land als eines seiner untergeordneten Herrschaftsgebiete zu behandeln und den Briten die Erlaubnis zu erteilen, sich der chinesischen Lebensweise zu befleißigen.

Ein grausames Jubiläum für eine greise Königin. Sie haben es gemerkt, hier liegt eine doppelte Verfremdung vor. Der Historiker Ian Morris beschreibt in seinem monumentalen Werk “Wer regiert die Welt?” fiktional den 3. April 1848; damals brachten britische Teehändler eine chinesische Dschunke nach London, und Königin Victoria und Prinz Albert gehörten zu den Gaffern. Es waren die Jahre, in denen das britische Empire das chinesische Kaiserreich zerschlug und im Opiumkrieg erzwang, dass China den bedingungslosen Tausch des Rauschmittels für chinesischen Tee und Seide erlauben musste. Morris wollte zeigen, welchen Verlauf die Weltgeschichte hätte nehmen können, wenn aus der Bataille im Perlflussdelta im Juni 1840 China als Sieger hervorgegangen wäre. Der Text liest sich so aktuell, dass er auch für ein 70-jähriges Thronjubiläum 2022 passen könnte: Noch einmal zehn Jahre Wachstum in China und ein weiterer Abstieg Europas, und das nächste Thronjubiläum von Elizabeth II. wird sicherlich weniger freundlich aussehen als die Schiffstour auf der Themse vergangene Woche.

Die Welt dreht sich weiter. In der ersten Runde eroberte Europa die Welt, und London wurde zur Hauptstadt des weltumspannenden britischen Empire. In der zweiten Runde nach dem Ende des Kalten Krieges traten zwei Milliarden Menschen aus dem Sozialismus in die Freiheit und möglichst in die Dienste europäischer und amerikanischer Unternehmen, die diese Menschen als Billigarbeiter und die Länder als billige Werkbänke benutzten. Das ermöglichte der Kundschaft zu Hause eine Phase des Billigkonsums: Zwar fielen Arbeitsplätze in der Industrie weg, aber billige Kredite finanzierten einen noch nie da gewesenen Massenwohlstand an Konsumgütern jeder erdenklichen Art.

Werkbänke zu Weltmächten

Jetzt beginnt eine dritte Phase, die wir in einer Serie beschreiben: Die einstigen Billiglieferanten schwingen sich zu Weltmarktführern auf. 40 bis 50 aufstrebende Staaten etablieren sich als Zukunftsmärkte und Machtfaktoren. Europa erlebt diese Globalisierung politisch als Schock: Die aktuellen Konflikte im Iran und in Syrien, also direkt vor der Haustür, werden nicht mehr europäisch gelöst, sondern maßgeblich von China und Russland beeinflusst. Machtpolitik verändert die Welt stärker als Warenströme. Das nordatlantische Modell freier Märkte mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ist nicht mehr unumstrittenes Vorbild – sondern ein Auslaufmodell. Und Europa, konstatiert der frühere französische Außenminister Hubert Védrine im “Cicero”, erlebt einen “zweiten historischen Schock”: Das Wohlfahrtssystem ist nicht mehr konkurrenzfähig, der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar und auch konservative Regierungen sind längst abhängig vom Heroin der globalen Finanzmärkte. Ermutigend, dass Deutschlands Unternehmen bislang auf der Gewinnerseite stehen. VW beruft einen China-Vorstand, Post-Chef Frank Appel übt schon mal, wie es sich anfühlt, seinen gelben Riesen aus Shanghai zu dirigieren. Nur unsere Politik streitet um Strommasten und Betreuungsgeld.




							
» 09.06.2012, 05:45

    304 Kommentare zu “Auf Knien vor Beijing”


  1. Rainer Chaudhuri sagt:

    Das ist nicht von der Hand zu weisen

  2. Pampa sagt:

    achso, meist hilft es, oben nochmal ein @ davor zu schreiben, manchmal macht Alice das aber dann doppelt. Sie ist nicht mehr die jüngste und schnellste, sorry.

  3. Pampa sagt:

    @@Zamir
    w/Stil

    Dir dürfte ja schon aufgefallen sein, dass ich bei Dingen, die mir am Herzen liegen, zu drakonischen Stilmitteln auch bereit bin. Fängst Du jetzt auch noch an mit Stil? Welcher Stil? Auf der Titanic spielten sie stilvoll bis zum Absaufen.

    Aber keine Sorge, ansonsten biete ich älteren Damen und Herren meinen Platz in der U-Bahn an, öffne die Tür zum Restaurant, stehe auf, wenn sich ein Mädchen die Nase pudern geht und blamiere mich lieber selbst, als dass ich eine/n im Regen stehen lasse.

    Das hat aber nichts mit Stil zu tun. Schlechter Stil ist es, andere nicht ernst zu nehmen, sie wegen ihres Stils zu diskreditieren. Mit Argumentation hat das nichts zu tun. Siehe Dir mal Pretty Woman an, wie der alte Morse die junge Lady behandelt, das nenne ich Stil!

    Im Übrigen hat meines Erachtens auch die Queen Stil. Was für ein Weib … wie lange hat sie jetzt die britische Krone, 60 Jahre oder so? Was meinst Du wie diese Juwelen auf ihr lasten, auch wenn ich keine Royalistin bin, dieses Mädchen nötigt mir Respekt ab.

    Siehe mal oben, als wenn die Queen vor China in die Knie ging, so ein Unfug. Das wird aber auch kein Chinese erwarten.

    Gute Nacht
    Pampa

  4. Pampa sagt:

    @Zamir
    w/Stil

    Dir dürfte ja schon aufgefallen sein, dass ich bei Dingen, die mir am Herzen liegen, zu drakonischen Stilmitteln auch bereit bin. Fängst Du jetzt auch noch an mit Stil? Welcher Stil? Auf der Titanic spielten sie stilvoll bis zum Absaufen.

    Aber keine Sorge, ansonsten biete ich älteren Damen und Herren meinen Platz in der U-Bahn an, öffne die Tür zum Restaurant, stehe auf, wenn sich ein Mädchen die Nase pudern geht und blamiere mich lieber selbst, als dass ich eine/n im Regen stehen lasse.

    Das hat aber nichts mit Stil zu tun. Schlechter Stil ist es, andere nicht ernst zu nehmen, sie wegen ihres Stils zu diskreditieren. Mit Argumentation hat das nichts zu tun. Siehe Dir mal Pretty Woman an, wie der alte Morse die junge Lady behandelt, das nenne ich Stil!

    Im Übrigen hat meines Erachtens auch die Queen Stil. Was für ein Weib … wie lange hat sie jetzt die britische Krone, 60 Jahre oder so? Was meinst Du wie diese Juwelen auf ihr lasten, auch wenn ich keine Royalistin bin, dieses Mädchen nötigt mir Respekt ab.

    Siehe mal oben, als wenn die Queen vor China in die Knie ging, so ein Unfug. Das wird aber auch kein Chinese erwarten.

    Gute Nacht
    Pampa

  5. Pampa sagt:

    @Roman
    Dem widerspreche ich keinesfalls w/Südeuropa. Letztlich werden wir doch erpresst. Du kannst ja mal versuchen umzurechnen, was der Marshall-Plan nach WK2 pro Bürger kostete und was wir schon alles pro Kopf in GR gesteckt haben, wenn wir fällig gestellt werden. Das geht NICHT gegen die griechische Bevölkerung an sich, aber ihre Governance.

    Es muss einfach mal eine eindeutige Entscheidung her nach dem Motto: Bis hier hin und nicht weiter!

    Sehe ich jedenfalls so. Das Finanzsystem geht nicht unter ohne GR im Euro, das ist eine Mär, ein Teil einer Ideologie, die da heißt: Der Euro vereine Europa. Dem ist nicht so, im Gegenteil.

    Das mit Duration, Konvexität, Konkavität etc. ist Handwerk, der Punkt ist viel mehr, wie steuern wir das? Besser wäre es vermutlich gewesen Töpfe bereit zu stellen, deren Boden bekannt ist. Aber so fahren wir einfach ein Fass ohne Boden.

    Wie gesagt, eine Meinung, die so nicht mit Kapital hinterlegt ist oder konterkariert würde, frei Schnauze.

    Ave
    Pampa

  6. Pampa sagt:

    @Fessi
    Mann Gottes, das mit der Arschbombe sollte das radikale Beispiel sein, um zu verdeutlichen, was die ewige Zuwarterei für Konsequenzen haben kann. Lass mal die Kirche im Dorf …

    Gruß
    Pampa

  7. Pampa sagt:

    @Zamir
    Bezüglich Deiner Revoluzzer-Träume W/syrien et al. Es mag ja sein, dass Du in zweihundert Jahren mal recht bekommst, aber so, mit Revolution, kannst Du nicht vorgehen. Du musst die Menschen auf den Weg mitnehmen, zumal sie alle Gewohnheitstiere sind. Jeden Tag ein bisschen, nicht alles auf einmal, ansonsten bekommst du unkontrollierbare Kettenreaktionen. Jedenfalls sehe ich das so. Jedes Eichhörnchen ernährt sich mühsam … allerdings bin ich nun wirklich alles andere als ein Nahost-Experte, ist halt meine Meinung, mehr nicht.

    Gruß
    Pampa

  8. karel sagt:

    Wenn ich als “aufrechter” TiTone Anderen was von Einkommen ohne Leistung “zwitschere”, würde ich mich beim leisen Echo erschte mal hinsetzen.
    Und mit dem im Spiegel “weiterzwitschern”…..

    Odda?

  9. Römer sagt:

    Pampa,es geht aber um die 125 Milliarden Euro, die den Staat bisher jedes Jahr entgangen sind,die müssen natürlich in den Staatssäckel überführt werden. Die südeuropäische Ineffizienz und Schattenwirtschaft belastet seit langer Zeit die Demokratie in ganz Europa, und die Demokratie ist scheinbar zu schwach, um sich zur Wehr zu setzen.
    Siehe die Griechen 11,2 Millionen Einwohner, Schulden, Krise, Korruption – die Menschen sind frustriert. Viele von ihnen sehen nur einen Ausweg aus dem Dilemma: Sie wählen ganz links oder ganz rechts. Einige verzweifeln, bei manchen regiert der blanke Hass.

    Salve

  10. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Pampa um 20:13 Uhr,

    und die moral von der geschicht, sowie
    die einfachste milchmädchen-gegenkalkulation
    haben ergeben, dass sowohl die schuldner,
    als auch die gläubiger, von allen ihren
    hütchenspielereien nicht die geringste ahnung
    haben und hatten, je nachdem
    wie Du es haben möchtest.
    Dummheit zahlt sich nur unter unwissenden aus,
    ein uraltes mexikanisches maya-sprichwörderl.

    Viele Grüsse vom Schuldenpuckel-Mythos, Zamir

  11. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Pampa,

    es ist Deine antwort von 17:38 Uhr !

  12. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Pampa,

    wenn ich nicht selbst wüsste, dass Du viel
    intelligenter und stilvoller bist, als Deine
    antwort von 19:38 Uhr würde ich mich
    an Deiner stelle schämen, für
    dieses “Eysel-Backförmchen,” das Du
    der einfachheit-halber benutzt hast.

    Schönen Gruss vom mittelalterlichen Erbe, Zamir

  13. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Pampa,

    Syrien ist mord am eigenen volke, ausgeführt
    durch eine clique von grössenwahnsinnigen
    schlachthofgesellen, die gerade von zwei
    riesigen diktaturen zuspruch erhalten,
    die sich keinerlei aufruhr und andere richtungen
    wünschen, aus angst es könnte morgen
    früh schon in moskau und peking,
    eine gestärkte opposition geben, die
    ebenfalls diktaturen in frage stellen
    und bereit sind für freiheitliche gedanken
    ihr leben zu riskieren.
    Pampa, genau dies ist die freiheit,
    von der die westlichen scheindemokratien
    träumen und die sich russland, china, indien,
    afrika, arabien und noch so manche mehr, sich
    noch erkämpfen wollen, möchten, sollen.

    Ist das denn wirklich so schör zu verstehen ?

    Viele Grüsse vom immerwährenden Kampf um die Freiheit, Zamir

  14. Pampa sagt:

    @Roman
    Der Staat Italien ist extrem verschuldet, aber das hauptsächlich bei seinen eigenen Leuten, den Privateigentümern. Das ist die andere Seite der Straße der via ante appica.

    Siehe mal, wenn Du als junger Familienvater eine Hütte für die Meute baust und zu 80% fremdkapitalisiert bist, also abträgst, würdest Du ja wohl auch nicht sagen, der Knabe ist ja sowas von überschuldet, sondern eher, er zeigt Mut, gewährt seiner Familie ein Heim und kämpft um die Zukunft, richtig?

    Die ganzen Verschuldungsquoten der Staatsorganisationen muss man einfach in Relation zur operativen Leistungsfähigkeit sehen. Siehe Dir die Spreads am Bondsmarkt an, da spricht die Wahrheit, wie die diskontierte Hoffnung aussieht. Italien ist ziemlich jurz finanziert, also 2013 und 2014 geht es vermutlich richtig zur Sache, Stresstest. Wenn Du lang in Bonds gehen willst, UK. Siehe auf die Duration der Bonds. Bei Zeros ist die Duration übrigens identisch mit der Restlaufzeit, weil keine zwischenzeitliche Zahlungsströme diskontiert werden müssen. Das kannst Du Dir vorstellen wie Säüulen in Zahlungsströmen, wischenzeitliche Zahlungen ändern die Nettobarwerte, zumal sie wieder angelegt werden müssen. Das erhöht das Risk. Etwas wie Konvexität onder Kankavität in der Duration kannst Du Dir schenken, theoretische Spielereien, mathematische Onanie.

    Da bringt etwas Grobes wie Horizont Return Analysis faktsich mehr, auch wenn nicht so genau.

    Was Du in der Zeitung liest, kannst Du aber vergessen, das ist Unterhaltung fürs Volk, es bringt nichts an aktiver Rendite … ;-)

    Ave
    Pampa

  15. Römer sagt:

    @

    Italien “auf dem Weg zur Sowjet-Republik”

    Italien sitzt auf einem riesigen Schuldenberg, und jeder Fünfte hinterzieht Steuern. Die Regierung setzt nun auf das Überwachungsprogramm Serpico, das jedes Bankkonto filzt und jede Ausgabe registriert. Die Finanzkontrolle ist total, der Protest erstaunlich leise.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/euro-krise-supercomputer-jagt-italiens-steuersuender-a-838125.html

  16. Pampa sagt:

    @Zamir
    Hast Du in Syrien bekommen, was Du wolltest?

  17. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Pampa,

    durch den Hirnskasten gehen lassen, der
    da obendrauf sitzt und leidet, tstststs.
    Was sagte meine holde,
    in china ist revolte, odda !?

    Auf Buam, die Dänen kommen, Zamir

  18. Pampa sagt:

    @Magic
    Ein schönes Beispiel für die Aufbau-Organisation im Human Ressource Management. Da fehlt aber was, die Ablauforganisation. Außerdem kreisen keine Raubvögel und Geier über dem Chief und unten warten ja wohl die Würmer, die Geier des Erdreichs.

    Ornithologen kennen übrigens auch den Begriff der Mauser … ;-)

    Gruß
    Pampa

  19. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Gut Pampa,

    dann wollen wir mal RTY ein bisschen ärgern und ihn
    fragen, warum er so einseitig über china berichtet und
    nicht einen artikel über den neuen film:
    Ai Weiwei Never Sorry, hintendranhängt ?
    China und russland, zwei riesen auf dieser welt haben
    angst vor solchen freiheitsbestrebungen, wie
    der arabrevolution und warum haben sie das ?
    Weil es ansonsten gewaltig rummsen würde im gebirge und
    in tiefen tal, haben wir da etwas vergessen durchzunehmen ?
    Solche bestrebungen würden dann auch den
    anarcho-fiffis gewaltig schaden, denn in einem
    freiheitlicheren china, könnte man die menschen nicht
    deart ausbeuten, wie im augenblicke unter den
    schein-kommunisten; und die natur verhunzzen.
    Überlege mal Pampa, da würden die grosswildjäger und
    alle angeschossenen Verworrenen, sofort eine
    konterrevolution unterstützen, fiffinanzieren und
    ins leben rufen, haste Dir das schon
    einmal durch den hirnskaten gehen lassen,
    in einer schwachen stunde, jajajaja.

    Schöne Grüsse vom Boxer-Aufstand, dem Neuen, Zamir

  20. Pampa sagt:

    Hey Zamir,

    also jetzt mal wirklich, an den müsstest Du Dich doch langsam mal gewohnt haben. AUs eigener Erafhrung kann ich Dir aber berichten, dass ich in der Vermittlung zwischen ultrarechts und ultralinks schon sehr viele Niederlagen erlitt, noch nie einen Erfolg verbuchte, jedenfalls nicht, dass ich das großartig gemerkt hätte.

    Aber das hilft alles nichts Zamir, Du musst schon einmal öfter aufstehen, als Du hinfällst.
    Auch wenn auch so manche Diskussion hier mit harten Bandagen geführt wird, das gehört schon zum Sportsgeist, dass man nachher mal fragt, na Kumpel geht’s noch? Komm gib mir die Hand und komm hoch, weiter geht es …

    Das ist übrigens auch etwas, das Uli Höneß stark auszeichnet. Auf dem Platz bis ans Messer, aber danach ist es vorbei. Da kannst Du auch mal die Fans vom Millerntor fragen, was haben sie ihn früher angefeindet? Als der FC St.Pauli aber finanziell mit dem Rücken an der Wand stand, kam der FC Bayern zu einem Freundschaftsspiel zur Sanierung der Vereinskasse, äühnliches bei den Darmstädter Lilien.

    Wie Konfuzius sagt, wenn Du einen Freund hast, bringe ihm Fischen bei, schenke ihm keine Fische. Genau das ist doch das Motto seit jeher und überall, Hilfe zur Selbsthilfe.

    Deswegen gebe ich übrigens auch Gaucklern Geld für ihre Leistung mich zu erfreuen, Bettlern bringe ich eher einen Apfel oder sowas, aber etwas, das ich auch selber esse und teile, keinen Abfall.

    Dennn die Würde jedes Menschen ist unantastbar Zamir. Du dürftest Dir das ja auch leisten können, kaufe einfach mal eine Motz oder sowas und lies, was sie geschrieben haben. Das ist manchmal besser als führende Tageszeitungen und keiner bricht sich eine Krone aus dem Zacken, wenn er dies tut.

    Verwechsle niemals die digitale Härte am Kapitalmarkt mit der Seele der Menschen, die dort agieren, wenn sie es denn selbst tun oder nur Computer-Programme für sich handeln lassen. Das sind zwei Paar Schuhe, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun …

    Gruß
    Pampa

  21. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Pampa,

    bei diesen üblen scherzen, siehe soeben 14:29 und 14:30 Uhr
    halte ich mich sehr gerne zurück, so ist’s.
    Sowas muss ich mir nun wirklich nicht antun.

  22. Pampa sagt:

    @Magic
    Bezüglich Freiheit, Stefan Biko, Schrei nach Freiheit kann ich sehr empfehlen. Geht um den Kampf eines südafrikanischen Freiheitskämpfers, etwas weniger bekannt als Nelson Mandela.

  23. Pampa sagt:

    Was ist denn los Zamir, hast Du schon wieder verschlafen, bist Du krank (Simulant) oder hast Du Urlaub (von was?)? Eysel meldet sich auch schon länger nicht mehr, diese Alt-68er haben eine Arbeitseinstellung … wie Karel schon sagte, eine verwirrte Generation, die meist unter Brücken oder in der Bahnhofsmission schlaft. ;-)

    Was machen wir denn jetzt mit den Griechen, egal wie sie wählen?

    AM wurde ja mal so beschrieben, dass sie in der Turnstunde bis zum Schluß auf dem Dreimeter.Brett stand, um dann doch noch zu springen. Hm, Arschbombe?

    Mein Gott noch, Zeit ist Geld …

    Gruß
    Pampa

    P.S.: Soll aber den Ernst der Lage nicht verniedlichen, aber wie zur Hölle wollen wir alle, inklusive Griechen, da ansonsten wieder herauskommen. Es wird ja nicht besser, im Gegenteil, es wird immer schlimmer, wie mir das so vorkommt. One man, one vote, one voice

  24. Magic sagt:

    “Freiheit ohne einen Gehalt an Gerechtigkeit bleibt nur ein grausamer und erniedrigender Traum. Die Freiheit ist ein Schrei, dem eine lange Mühe folgt, sie ist kein behaglicher Ort und auch kein Alibi”

    Alber Camus

    “Gerechtigkeit ohne Freiheit droht totalitär zu werden
    Um diese bekenntnisse vor poltisch populistischer Verätzung zu schützen braucht es die Unterstützung unabhängiger Geister”
    Peter Schulz-Hageleit

    Was wir brauchen (in Europa) ist weltanschauliche Vielfalt und ein freiheitsorientierter Multikulturalismus (Amarty Sen)

  25. Magic sagt:

    Der TiTone steht aufrecht und verweigert den Kniefall vor dem selbsternannten Folterknecht, lieber gerade stehen als schlecht sitzen, wozwischen auch immer.
    I
    Freedom is a kind of magic – Kostenstelle is the real tragic °;°
    Wie sagte King Arthur zu den Seinen als es um die Wurst ging: Kämpft wie ihr noch nie in Eurem Leben gekämpft habt.

    Nun ganz so dramatisch kommt die Buchhaltung gerade nicht daher, eher etwas hilflos wirkend, gestern noch das hohe Lied der eigenen Freiheit6 im heldentenor a-kapellat und heute anderen das Ksotenstellenbecherchen andeen ans headset setzen. EIn echter Charakterdarsteller, odaa.

    Freedom is a kind of magic. °;°

  26. Eur-Opa sagt:

    Mir scheint, die Gemeinde hat sich eine Pause vom Eur-Opa redlich verdient. Der zieht seine Furche weiter, lässt grüssen und schickt viel frische Luft in die Schreibstuben… das Nachtgebet nicht vergessen!

  27. Pampa sagt:

    Nun Karel, wenn wer meint sich mit dem Folterknecht anlegen zu müssen, dann hängen wir ein paar Kostenstellen um, nicht wahr? Ob sich etwas rechnet ist natürlich Geschmackssache …

    … und er zählte seine Lieben und stellte fest, es waren ihm ein paar Headcounts weniger geblieben. ;-)

    Warren Budget
    Pampa

  28. karel sagt:

    Pampa

    Ein “Senator” sitzt schnell zwischen allen Stühlen,
    beim Schlichten von “symbolischen” Gefühlen.

    Schicke ich dann meinen “Folterknecht”,
    sind schlichte Probleme postwendend “weg”.

  29. Magic sagt:

    Gut, kann ich nachvollziehen, mit soviel Komplexität in swe Kommunikation kann ich gerade noch umgehen;-)))
    In einem sozialen System wie Tito geht es ja neben den Theman auch immer wieder um Verfahren der (symbolischen) Kommunikation ..und da wird’s ganz schön divers jenachdem von welcher Annahme man über die rt der beziehung ausgeht.
    Kannst du folgen, Stier? Gut. Weiter.
    Nehmen wir an es geht um Liebe, die Semantik der Liebe umfasst Sätze wie “Ich/wir lieben dich, Magic” ..üblich ist es zu antworten “Ich Euch auch”, mhm, verständlich, wenn auch eher unüblich wäre: Ihr mich auch” Allerdings fragt es sich, ob dies die Antwort auf eine andere Anfangsbemerkung sein könnte. Is halt systemisch nicht so einfach in Intimbeziehungen mit der kommunikation.
    Was für intime Beziehungen die Liebe ist für das Wirtschaftssystem
    das Geld.;-)) Da kannst du sicher folgen, Stier. ^;^
    Und was das Geld für die Wirtschaft ist die Wahrheit für die Wissenschaft (Eysel, unterbrich nich.)
    Also kurzum:
    In der kommunikation der Wissenschaft geht es um Wahrheit, nicht um Schönheit, bei Liebesakten geht es um Schönheit, nicht um Wahrheit und in der Wirtschaft geht um Zahlungsakte nicht um Liebesbezieheungen und nur dann um Gerechtigkeit wenn sehr viel Geld iim Spiel ist wie auch in der Liebe die Gerechtigkeit erst ins Soiel kommt, wenn es um mehrere Frauen immer den gleichen Adonis geht.
    kannst du foglen, Old-UruBär?
    Sozialwissenschaftler nennen das (a Rua eysel.rer,nat.) seit Luhmann “funktionale Differenzierung”. Seitdem es dies gibt, ist noch gar nicht so lange her, können sich einzelne Teilsystem auf ihr jeweilige Spielfeld focussieren und vom Rest der Welt absehen) Wielange? na ganz einfach. bis zur nächsten Krise: Verstehen wir mal unter “Krise” in TiTo die immer wiederkehrenden Clashs, oder sagen wir mal lockerer Surfsolos der bekannten Hauptdarsteller.
    Diese gefeachtslagen lassen sich relativ leicht erklären, ohne dafür die Muppetshow bemühen zu müssen…^;^davon mehr beim nächsten Mal;-)

    Grüße vom Sandmännchen

  30. Pampa sagt:

    Wo, in einen Literatur-Professor? Also ich verspürte nie das Bedürfnis, hat Dich denn mal einer reingelassen?

    Die Frage ist doch eher, wer lässt uns da rein, sofern Du nicht stockschwul bist:

    http://www.youtube.com/watch?v=QohUdrgbD2k&feature=related

    Aber bei Zamir war ich ja erst im 11. Kloster der Shaolin, wenn es um das Südkreuz geht. Wie man das macht ist 30 ff. ;-) ;-) ;-)

  31. Magic sagt:

    Woher weisst du das so genau, hat dich je mal einer rangelassen ^;^

  32. Pampa sagt:

    Verhinderte Literatur-Professoren sind doch nur enttäuschte und enttäuschende Liebhaber. °;°

  33. Magic sagt:

    Allen bayerisch-spielenden Jungadonis(sinnen) empfiehlt sich als Buldungsergänzungszuweisung ohne Betreungsmandat folgende zur Lektüre:
    Dieter Richter, DIE ZEIT Nr. 25 S. 47 f: Alles eine Frage der Klimazone. Versteht sich der Nordländer besser auf Arbeit und der Südländer besser auf das Leben? Die aktuelle Rede von den Volksmentalitäten kann auf eine lange Tradition zurückblicken.
    ..
    da geht’s über die Lazzaroni des Club-Med im Spiegel des Teutschen Merkur nach Goethe bis hin zu “mentalitätsbedingten Disparitäten” in der aktuellen Europa-Debatte.

    Vom Professor für Litereaturgeschichte stammt im übrigen auch der Klassiker “Der Süden.Geschichte einer Himmelsrichtung”
    (BILD ich mir’s nur ein, oder wäre dies nicht auch ein Zuckerle für den EU-Pathos-Verächter an der Redktionsspitze. Nimm dir ZEIT Cheffe.;-)

  34. Pampa sagt:

    Zamir,

    Eur-Opa musst Du schon selber parieren, ich bin hier der Jüngling. Ihr seid doch alle eine Generation … ;-)

    Aber der Senator Karel steht Euch ja zur Schlichtung bereit.

    Gruß
    Adonis

  35. Pampa sagt:

    die beiden West-Ost-Flüchtlinge mit rheinland-pfälzischer Einbildung

  36. Magic sagt:

    Z, bevor du deinen “maßnahmekatalog zur effektiven Talentesichtung und Fördrung in TiTo” vorlegst, musst du die Hauptprobleme des Atolls richtig darstellen.
    Ich geb dir ein Beispiel:
    schlägst du ein koordiniertes Elitetraining in jedem Assoziertenprekariat vor musst du zuvor, den Elitenmangel auf den Allmendewiesen ge-emirt haben.Verstoascht.
    Schlägst du statt Kiosk-Kaudewelsch Speakeasybars nach berliner Vorbild vor,, musst du vorher klären ob alle Mitwirkenden das neue Buch von Ey !499 Fragen und eine Antwort.meine.” gelesen haben usw usf. Comprende. Also imme langsam nd kapitelwise.
    Kennst du im übrigen die unrasierte und vereierte neuauflage im Ablativ von “Shake yout tree” Tja, da staunst waslololochichi. Das Bokk of Do, für Stier und Kuh, greif simply zu. Gruß Bieberloo.°;°

  37. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Greg,

    was habe ich Dir angekündigt,
    Der bengel hat keinen blassen schimmer auf
    der pfanne, aber angeben wie eine lore affen.
    Das sind mir die allerallerliabsten.

  38. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Pampa,

    nun mach doch endlich etwas, nun wirft er gar noch mit
    seinem schlechten gewissen umher, ohne scheu und scham.
    Das hält doch der stärkste chinese nicht aus, früher
    gab es noch sowas wie eine reinigungskolonne, odda?
    Das ist doch machtmissbrauch im mittelstandsbauch,
    abba äschd.

    Gruß aus der Reha, ZAmir

  39. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Pampa,

    hast Du dir dieses euronen-opächen herangezüchtet,
    oder gehört er zur autonomen LINKEN ?
    Die knall- und kichererbsen, die er hier zündet
    sind doch schlimmer noch als unser alter kachelofen.
    Da möchte er über grosse ideologien diskutieren, dann
    noch der reinplumpser mit Ayn und nun in chinanesischen
    luxushotels das tönchen angeben.
    Aber zuhause in old germany, keinen blassen schimmer
    von moderner arbeitsplatzgestaltung inklusive
    geheimwissenschaften, dazu obszöne behauptungen
    und wenn diese dann auffliegen, schweigt der
    grossmäulige kommunikator und pfifft sich eins,
    ein enmalig-grossartig-lümmelhaftes verhalten.
    Pampa, muss ich sowas wirklich aushalten,
    Du warst doch lange jahre im diplomatischen corpus
    delikti, leg doch mal Dein machtwörtchen ein, chrchrchr.

    Viele Grüsse aus der kranken Gesellschaft, ZAmir

  40. Magic sagt:

    Bei manchen kommt das Wasser aus dem “Kranen”, das sind die gleichen bei denen Ostfriesland in Nordfriesland(Südschleswig) liegt und Birnbach am Nabel der Welt badet. Irgendwie hilflos, aber immerhin: sie geben vor sich des Lernens wegen hier zu tummeln. hyatt hopp, noch ein Dalton, diesmal ein Stier.;-)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

  41. Eur-Opa sagt:

    Herrschaftszeiten, wieder falsch, Zamir:

    Ich bin der Ben Cartwright und habe – fünf – Daltons…. und eine Daltin!

    Es grüsst Dich auch meine Ponda Rosa

    http://www.tv-nostalgie.de/Sound/Bonanza1.htm

    …. schau gelegentlich auch nach, ´wen` ich angesprochen habe, seltsam, dass ´Du` Dich angesprochen fühlst…?… für Dein schlechtes Gewissen, bin nicht ´ich` verantwortlich!

    —-

    sorry, Herr Neumann, Sie haben recht,

    es war das Grand Hyatt

    http://shanghai.grand.hyatt.com/hyatt/hotels-shanghai-grand/index.jsp?null

  42. Pampa sagt:

    @Greg
    Er bohrt ja noch nach Wasser … also da, wo ich wohne, kommt das aus der Leitung, das gute, alte Kranenburger. Habt Ihr in Düsseldorf auch Wasser, oder bohrt Eur-Opa da noch? ;-)

    Gruß
    Pampa

  43. Gregor Neumann sagt:

    @Eur-Opa:
    Und da Sie nicht in bedruckten Scheinen denken, gehe ich mal davon aus, dass Sie im Gran Melia zahlen :-) )))

  44. Gregor Neumann sagt:

    @Eur-Opa:
    “Kommen Sie mit mir nach Shanghai, Pudong, wir setzen uns im 66.Stock ins Hilton an die Hotelbar, hauen uns anschliessend ins dortige Schwimmbecken und padovern gemeinsam aus, wie wir den chinesischen Ameisen Flügel verleihen können”

    Meine Wissens gibt es in Pudong kein Hilton, sondern nur ein DoubleTree von Hilton. Und das finde ich inzwischen etwas heruntergekommen.

    Meine Empfehlung für ein Treffen wäre das Gran Melia in Shanghai. Gute Lage, guter Service. Die Stockwerke habe ich nicht gezählt, aber ich mag die Atmosphäre.
    http://www.gran-melia-shanghai.com/en/index.html

  45. karel sagt:

    Römer

    der Alkoholiker wählt lieber voll demokratisch ganz lau die nächste Flasche.

  46. Zamir Zebulovic sagt:

    Und nun, Eur-opa ist einer von den vier daltons, jaja.

  47. Eur-Opa sagt:

    Anm: den kompletten link copy/paste, dann funzts

  48. Eur-Opa sagt:

    Herr Neumann, wer denkt denn in bedruckten “Papieren”?

    Kommen Sie mit mir nach Shanghai, Pudong, wir setzen uns im 66.Stock ins Hilton an die Hotelbar, hauen uns anschliessend ins dortige Schwimmbecken und padovern gemeinsam aus, wie wir den chinesischen Ameisen Flügel verleihen können…

    unseren Vorarbeiter nennen wir dann:

    http://translate.google.de/#de|zh-CN|arbeiter%20Zamir%0A

    (rechts das Lautsprechersymbol drücken, dann spricht unsere Übersetzerin…)

    —-

    … eine Korrektur habe ich anzubringen:

    die Dinge ändern sich nicht schneller, als man denkt, ich sollte sagen: Die Dinge haben sich geändert, schneller als wir wahrhaben wollen!

    … jetzt muss ich aber wirklich..

  49. Römer sagt:

    @

    Krise: Denn sie wissen nicht, was sie tun

    Die Schuldenkrise eskaliert: Die Griechen heben täglich Millionen von ihren Konten ab, in Italien siecht die Wirtschaft dahin und den Spaniern fehlen an allen Ecken Milliarden. Die Anleihezinsen, nicht nur die der betroffenen Staaten, steigen wieder an. Die Börsen kommen nicht zur Ruhe und mittendrin eine hilflos wirkende Politik, die mit der Situation völlig überfordert ist.

    Nichts ist heutzutage so klar wie das, dass nämlich gar nichts klar ist. Die Tage kommen und gehen. Die Euroretter überlegen, sie probieren und sie machen, doch jede Maßnahme ist überschattet von einer Unwissenheit. Nämlich der Unwissenheit über das große Ganze.

    Da scheinbar niemand die Krise versteht, fehlt es auch an Lösungen, die wirklich wirken. Das ist nicht erst seit gestern so, sondern bereits seit vielen Jahren.

    Zu Beginn der Krise hieß es, …

    http://www.start-trading.de/blog/2012/06/14/krise-denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun/

    Salve

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