Es lebe die Inflation

Der neue französische Präsident zwingt Europa auf Inflationskurs. Die Bürger spüren das längst und stellen sich darauf ein.

So schön kann Inflation sein. Der Flügel von Bechstein, die Uhr von Rolex, der glänzende Oldtimer in der klimatisierten Garage, der Gerhard Richter an der Wand: Wohlhabende Deutsche investieren in Villen, Kunst und Luxuskonsum, um sich vor Inflation zu schützen. Bei anderen reicht es bloß zum Baumarkt. Es wird renoviert, gefliest, gedämmt, gebaut – jedes Eigenheim zum Bunker gegen Wertverlust aufgerüstet. Im Keller werden die Goldmünzen vergraben; besonders Vorsichtige stapeln Büchsen (nahrhafte Bohnen), Haferflocken (haltbar) und H-Milch (geht immer) für den Tag X, an dem die Geldautomaten den Dienst verweigern, weil das Geldsystem kollabierte. Büchsenfleisch, Bilder, Immobilien, Wälder und Felder – Anfassbares und Begehbares zählen mehr als Kontoauszüge.

Im vereinten Europa sind die Deutschen mit ihrem Drang zu halbwegs soliden Staatshaushalten isoliert und mit ihrer historisch wohlbegründeten Inflationsfurcht ein lästiger Störenfried: Für viele ist Inflation die Lösung der Staatsschuldenkrise. Wer kauft, statt zu sparen, kurbelt die Wirtschaft an. Steigende Löhne beglücken den Finanzminister, weil die Einnahmen aus Lohn- und Einkommensteuer sprudeln – auch wenn die Kaufkraft sinkt von dem, was nach Abzug von Steuern und Inflation noch übrig bleibt. Bemerkenswert, dass SPD und Grüne die zaghafte Senkung der Inflationsprogression blockieren – der Staat soll Inflationsgewinnler bleiben. Das geht gut, bis die Arbeitnehmer nicht merken, dass sie trotz höherer Löhne immer ärmer werden, und solange nicht auffällt, dass Investitionen und Arbeitsplätze gestrichen werden: Inflation verzerrt das Signalsystem der Preise, das Investitionen berechenbar macht und Kapitalströme lenkt.

Lange war das I-Wort für die Deutschen ein Schreckenswort – im kollektiven Gedächtnis eingebrannt sind die Folgen Massenarbeitslosigkeit, Verelendung, Enteignung der Sparer und der Marsch in Chaos und Diktatur. Jetzt verfolgen sie aufmerksam, dass die Politiker hilflos und mit immer höherem Einsatz versuchen, Währungskrisen zu bekämpfen – und sie beginnen, die Menschen auf das Unvermeidliche einzustimmen: auf Inflation. Es begann vor zwei Jahren mit Blanchard Olivier, dem französischen Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds, der statt der Zielgröße von maximal zwei Prozent besser vier Prozent als neue Norm vorgeschlagen hatte. Ihnen allen fehlt der Mut, den überschwappenden Geldsee auszutrocknen.

Auch deutsche Politiker geben der Inflation verbalen Schub: nicht nur die durch Talkshows irrlichternde Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen. Gefährlicher wird’s, wenn auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, das Superhirn im Kabinett, die Gewerkschaften zu höheren Lohnforderungen animiert. Immer spürbarer wird, dass Inflation nicht gleichzeitig alle Preise erfasst – sondern in Schüben mal hier, dann dort zuschlägt. Noch sind daher die Verbraucherpreise stabil – der globale Wettbewerb im Ladenregal verhindert den Preisanstieg. Aber bei Handwerk und Häusern, die man schwerlich aus China oder Indien importieren kann, zeigt sich längst die inflationäre Dynamik.

In der Vergangenheit hat die Bundesbank in dieser Situation die Zinsen erhöht. Aber höhere Zinsen in der Euro-Einheitszone würden die Staatsverschuldung in Italien, Spanien und Griechenland endgültig unfinanzierbar machen und deren Bankrott offenbaren. Gleichzeitig fließt das Geld aus allen Himmelsrichtungen nach Deutschland, weil hier die Lage halbwegs sicher scheint. So paddelt Deutschlands Wirtschaft lustig auf der Woge billigen Geldes, getrieben von der Inflationsspirale. Die Bauwirtschaft springt an, die Bürger verschulden sich über alle Maßen, um beim Boom mit dem Betongold dabei zu sein. So war das in Spanien bis 2008. Jetzt ist Deutschland dran, bis es kracht.

Aber vorher sollte man die Inflation lieben lernen, sich ins Unvermeidliche fügen: Genießt den Euro und die Staatsschuldenkrise, die Lösung wird fürchterlich.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in 1 von Roland Tichy. Permanenter Link des Eintrags.

Über Roland Tichy

Roland Tichy lernte Lokaljournalismus beim legendären "Salzburger Volksblatt". Er studierte in München Volkswirtschaft und Politik, absolvierte die Deutsche Journalistenschule. Nach einer Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Volkswirtschaftlichen Institut in München arbeitete er im Bundeskanzleramt, danach als Bonner Korrespondent der WirtschaftsWoche. Nach der Wiedervereinigung war er für den Umbau des Rundfunksystems der DDR zuständig, danach folgten Stationen in Industrie und Medien. Seit 2007 ist er Chefredakteur der WirtschaftsWoche. Tichy ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt erschien "Wohin treibt Europa".

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Alle Kommentare [270]

  1. So genau muss die Datenvorlage gar nicht sein Zamir, so etwas macht man über Fehlerhypothesen. Wann sie uns das letzte mal gezählt haben? Im Westen war das so aus dem Kopf irgendwann Ende der 80er. In der DDR war es glaube ich Anfang der 80er. Siehe halt mal nach, das kannst Du ja wohl.

    Die Generation Praktikum ist doch eine Mär, linkes Gelabere. Ein Praktikum ist doch eine Chance etwas zu lernen und sich Möglichkeiten zu erarbeiten. Wer meinst Du denn, wer einen gefragt hätte, ob man vom Sold im Grundwehrdienst oder im Sozialdienst hätte üppig leben können Opa?

    Das ist eben eine Frage der Ansprüche. Außerdem ist es immer eine Frage, welche Alternativen man hat und auch stets die Frage, drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht etwas besseres findet. Der ein Leben lang Dachdecker Modell ist vorsichtig gesagt etwas arg angestaubt. Wir leben ja nicht mehr in einem Arbeiter- und Bauernstaat, auch nicht in Zeiten von Bismarck, als dieser die Sozialversicherungen mal einführte. Die sind doch sozialromantische Träumereien.

    Gruß in die Zonenrandmetropole aus dem Herzen Deutschlands, der Wiege der Deutschen Demokratie, von mir aus gesehen Ossi ;-)
    Pampa

  2. @ Pampa 28.05.2012 um 00:04 Uhr,

    wie willst Du die abgebrannte miegel-biedenkopf-rürup-
    schröder fackel, zur demographischen entwicklung
    in deutschland aufrecht erhalten, ohne genaue
    datenvorlage ?
    Wann war eigentlich die letzte volkszählung ?
    Erst wenn die letzten jungen menschen einen
    ausbildungsplatz, einen arbeitsplatz, vielleicht sogar
    ein studienplatz, ein praktikum (normal,nicht wie zur zeit
    nur zum reinen ausnützen) erhalten haben, wenn
    unser bildungssystem auf einem einigermassen
    befriedigenden niveau angekommen ist und alle weiteren
    menschen in deutschland einen arbeitsplatz erhalten haben,
    sie zudem noch von den einkünften, ein gar treffliches
    leben führen können, hartz-4 abgeschafft wurde und
    die reale zahl der arbeitslosen sich zwischen 20.000 und
    60.000 bewegt, erst dann sollte man sich diesen
    wilden-ungezähmten-willkürlichen demagogisch-demographischen,
    höxxt unsinnigen diskussionen anschliessen, über eine
    alternde gesellschaft, deren lebensstandard soo nicht
    mehr zun halten sei.
    Schon vor tausenden von jahren haben die alten ägypter,
    die faulen von den fleissigen erfolgreich getrennt und
    darum auch ihre prächitgen Pyramiden bauen können.
    Man muss es halt nur wissen, das Wissen.
    Die schlimme seuche der hohen jugendarbeitslosigkeit
    in den südeuropäischen ländern kommt doch auch
    nicht von jetzt auf gleich, sondern sind ein
    schleichender prozess, den unsere “Geliebten
    handlanger” des Imperiums der Schande zu verantworten haben,
    und nun versuchen, es bestmöglich zu vertuschen;
    weitere demonstratioen jeglicher art sind zu erwarten.

    Schönen Gruß vom demografischen Vicktor, Zamir

  3. @Eysel
    Am 09.07. beginnen in NRW auch die Ferien offiziell. Wien ist eine wunderbare Stadt und ein besonderes Erlebnis wäre es doch once in a lifetim frontstage vom Boss auf die Bühne geholt zu werden, damit er mit einer unvergleichbaren Frau tanzt. Schreibe doch mal einen Pappdeckel für Dein Mädchen, auf dem Folgendes steht: „Dancing in the dark.“ Das soll sie sofort hoch halten und die ganze Zeit oben behalten. So schafft Burgwonne es vielleicht mal auf die Bühne, der macht sowas nicht nur für junge Groupies. Deine beiden Söhne sollen sie auf die Schultern nehmen und Ihr vier rockt vom ersten Moment an mit. Champagner-Stilchen kann jede Tussi halten, aber auf die Bühne von ihm zu gelangen, schaffen nur bemerkenswerte Ladies.

    http://www.youtube.com/watch?v=5PSGhuT_gCk&feature=related

    Da haben jedenfalls die Weiber im Tempel der Stadt Frankfurt am Main wie die Sirenen aufgeheult. Rufe mal den Familienrat ein, Du bist ja wohl der Senior. Keine Zeit gibt es nicht, es gibt nur zweitklassig organisiert. Hm, altes, irisches Sprichwort kannst Du ja behaupten.

    Das muss gehen, denn es muss bei wichtigen Leuten immer und jederzeit ein Backup da sein. Operationale Risiken, KonTraG, also lasse Dich nicht abwimmeln, wenn Du das denn willst. Wenn Du es zahlst, mein Gott, geht ja von ihrem Erbe ab, wie ich annehme, also zahlen sie ohnehin selbst. Bei negativen Realzinsen schmilzt das ohnehin in der Sonne zusammen, oder zahlen sie gerne für die Kinder der Politiker? ;-)

    Mit der Linie 1 kann man übrigens Tram um den ersten Bezirk fahren. Da kann man auch an jeder Station aussteigen, und den ganzen historischen Kern der Stadt Wien erkunden. Theater an der Wien, Hofburg, Josefs-Theater, Raimund-Theater, Gulasch-Museum etc., einfach mal sich die Sache mit ganz anderen Augen ansehen, als saturiert mit Geld zu erleben, mit den Augen eines Hungry Hearts.

    Musst Du wissen, was passt, aber Freund der Liebe, wenn der Senior spricht gibt es keine Widerrede, ziehe es gegebenfalls beihart durch. Dafür lieben sie Dich doch!

    Have Fun and Good Luck
    Pampa

    P.S.: Es ist übrigens ein Mitglied der E-Street-Band gestorben, glaube schon vor der Tour. Er spielt für seinen Kumpel und gibt alles. Wusste ich vorher auch nicht und dachte mir von Anfang an, mein lieber Mann, was geht hier denn ab. Habe ja auch schon einiges gesehen, aber das war wirklich einzigartig. Auch schön gemischtes Publikum. Lasse Handys und was auch immer weg, genieße jeden Moment, die anderen nehmen sowieso auf und die Profis können das garantiert besser, als die Laienaufnehmer mit ihrem technischen Equipment. Zürich wäre mir dafür zu mondän und zu langweilig, bis die Schweizer mal warm werden, ist das halbe Konzert vorbei, obwohl ich sie ansonsten sehr angenehm empfinde, dabei sind sie einfach zu langsam respektive reserviert. Achso, was Dir ja ganz gut zu gefallen scheint, wenn Du ansonsten Wiener etwas ärgern willst, dann bist Du ein bedingungsloser Fan von Salzburg und seiner gediegenen Kultur, von Mozart und den Seen vor seinen Toren, vom Skifahren und von München. Das beste Bier der Welt braut die Stigl-Brauerei, aber passe auf, dass sie Euch nicht vermöbeln, denn seit die Türken Wien besetzt haben, wohnen da nur noch Asylanten und der gemeine Wiener geht aus im Frack und hatb zuhause ein Plumsklo. Es ist überall schöner in Österreich, als in Wien, speziell Klagenfurt und der Wörthersee sowie das mondäne Velden … ;-) ;-) ;-) ;-) ;-)

    Aber Vorsicht dabei Eysel, alles lassen sie sich auch nicht gefallen, aber ziemlich viel. Die blaue Donau kommt übrigens aus Wien, sie spiegelt sich gegenüber von der Donauinsel hin und wieder blau, ansonsten ist die Brühe eher Braun. Die deutlich stärkeren Flüsse kommen aus den Alpen, insbesondere der Inn. Wenn die Schneeschmelze in den Alpen einsetzt, staut er die Donau regelrecht zurück, dann läuft Passau meist von der Donauseite aus voll. Und wenn Du in den Cafe-Häusern Schach spielen willst, Steinitz war eine Pfeife, Lasker der eindeutig bessere. Sie werden Euch lieben. ;-)

    Konnte ich Dich irgendwie inspirieren?

    Wir sind ja nicht nur zum Vergnügen hier und außerdem waren meine Eltern mit einem der Eysels in den USA. Also habe ich Dir ein paar Eindrücke mit eingebaut, die gar keiner wissen kann, denn mein Vater hat niemals getwittert und war auch nicht auf Facebook bei den Helden der Early Adopter, die keinerlei Ahnung haben, welche Risiken sie da zeichnen, angeblich for free. Strong Sell, wäre das Ergebnis meiner Analyse, wenn ich denn noch welche schreiben würde. ;-) ;-) ;-)

  4. @ Pampa,

    Du siehst ja selbst, was hier hereinweht, hast Du
    denn zur besseren behandlung von solchen
    unikümern noch ein paar specialtipps auf lager ?
    Weisst Du, die zehennägel kann ich mir immer
    noch alleine schneiden und wegen solcher
    klapperstörche einen kniefall zu machen lohnt sich
    wirklich nicht, da bleibe ich lieber UNTER EUCH,
    so schwer mir das auch fällt, hahahihi.
    Bis in die tage, alter gladiator.

    Viele Grüsse von BossHoss, Zamir

  5. @ Magic,

    Du hast doch vor 9-11 monaten einmal “Die Qualität”
    eingfordert. Wenn Du jeodch auf einfache fragen keine
    antwort geben möchtest, dann sind wir zumindest politisch
    wieder auf dem richtigen weg zur anpassung.
    Kucke Dir die gestellten fragen aus den letzten 24 stunden
    an, dann weisst Du was ich meine.
    Dass bei EE nur noch warme luft herauskommt, das war
    uns allen schon seit langem klar und sein fraindl von
    der vatikan-bank, kämpft um die letzten zinsgewinne.
    Wenn hier schon keine qualitätssprünge zu verzeichnen
    sind, was erwartest Du denn sonst noch von der realität ?
    Diese frage schiebe ich Dir ewig hinterher, wo beginnt
    das verständins über politik und wie willst Du es messen?, lassen wir doch den drittklässlern mal den vortritt; gemeint sind die politkasper und ihre verhunzzten strukturen.
    Verkehrsvalium Ramschbauer nimmt überischens den
    aufsichtsrat des BER vollkommen ins schutz, was habe ich
    gestern geschrieben, eine krähe hackt der anderen kein
    auge aus.
    Wann kommen nun die von vielen menschen in unserem
    lande geforderten arbeitsmarkt-struktur-reformen ?
    “Zur Zeit wird viel politische Energie darauf verendet, wie
    man die Finazierung der Hochschulen …”
    Papperlapapp, bringt die jungen leute in ausbildung und
    in arbeit, dann können wirn immer noch genügend
    vollkommen unnötiges geschrabbel, rauf- und
    runter studifizieren und in ruhe und mit viel muse
    unser land aus der talsohle führen.
    Den demographischen VIKTOR haben hirnkranke
    erfunden und wer sich von solchem hochgradigen
    unsinn infizieren lässt ist selbst schuld.
    Wir haben junge menschen, noch und nöcher, aus
    aller herren länder bei uns versammelt, leben wir diesen
    traum, nach zwei “VERBOCKTEN” weltkriegen und zeigen
    wir der rest welt, was wir zu leisten imstande sind,
    wenn wir wollen, mit den tatkräfigen menschen die
    hier leben möchten, hier arbeiten wollen und hier
    eine gemischte kultur und ein staatsgefüge aufbauen
    könnten, das seinesgleichen sucht, die wirkliche und
    ehrliche und erfolgreiche globalisierung in deutschland,
    wir müssen es nur politisch wollen und einfordern, von
    den grosskopferten und ihren häschern, gelle.

    Viele Grüsse aus der Würschdel-fabrikation, Zamir

  6. @ Pampa,

    Du hättest jetzt freie fahrt die näxxten fünf stunden,
    mach was d’raus, allez hoppappa …
    Es ist Deine alleinige Bühne, yippeehe.

    Gas gib, Zamir

  7. @ Pampa 23:44 Uhr,

    wir treffen uns alle am 01.06. im allichanz-stadion,
    beim zwölf-ender-schiessen, ulululul.

    Güezi wohl, Herr Thinkerbell, Zamir

    Alles wird Glut, abba äschdd, jajaja.

  8. Bitte die Orthographie zu entschuldigen. Es muss zum Teil einfach schnell gehen, sorry.

    Pampa

  9. Hallo Herr Schmid,

    wir sind hier alle per Du, also ohne große Höflichkeitsformalien, musste ich auch erst “verlernen”, Walter.

    Natürlich freut sich der Staat, wenn wir eine negative Realverzinsung haben. Der Staat sind aber im Prinzip wir alle und insbesondere diejenigen, die dieses Wesen namens “Staat” finanzieren, sind größtenteils noch nicht mal geboren.

    Zugegeben sehr provokant möchte ich mal in den Raum stellen, dass sich Oma und Opa noch dazu bekannten, dass es ihre Kinder einmal besser haben sollten, als sie selbst. Nur gibt es dieser Kinder nicht. Dementsprechend sagen sich viele Kinderlose heute, ich soll es aber mal besser haben als mein Oma und Opa.

    Merken Sie etwas? Das kann so nun mal über die Generationen gesehen sehr schlecht funktionieren.

    Wie wir das überhaupt handlen wollen, offen gestanden keine Ahnung. Das liegt aber nicht an irgendeinem Finanzsystem oder was auch immer, es geht nur weiter, wenn wir da irgendwie heraus wachsen, neue Leute integrieren und Forschung betreiben, Kinder besser ausbilden und unsere Strukturen derart reformieren, dass wir als lebenswertes Land für Leistungsträger gelten, wozu ich übrigens auch Altenpfleger, Krankenschwestern, Ingeieure, Lehrer etc. zähle. Für Kapital ist D ohnehin sehr attraktiv, es sollten aber auch viele Leistungswillige und -Fähige nachziehen, welche mit uns zusammen ihr eigenes Leben gestalten wollen.

    Wäre das vielleicht mal eine positiv verrückte Vision, die wir transportieren könnten? Chronische Unzufriedenheit zählt ohnehin meines Erachtens zu unseren Markenzeichen.

    Bleib dran Walter!

    Wer aufgibt hat bereits verloren.
    Pampa

  10. @Magic
    Wenn ich Dich mal um etwas bitten dürfte, versuche Du mal Deinen moselfränkischen Partner etwas zur Rauison zu bringen. Ich kriege es offen gestanden selbst zusammen mit Eysel nicht hin.

    Im Prinzip ist er ja ein lieber Kerl und ich gesetehe freimütig, dass auch ich ihn liebend gerne auf die Palme hetze, dass ich durchaus verstehe, dass fünf Frauen jeden Mann zur Weißglut bringen können, aber dafür kann man ja nicht die ganze Welt verantwortlich machen, insbesondere nicht das ganze WiWo-Forum versuchen ganz alleine zu unterhalten.

    So einen Solitär von Sturkopf habe ich wirklich selten erlebt, gewisserweise also eine Marke von TiTone, aber so geht es ja auch wieder nicht.
    Wir alle mögen doch unseren Zamiren, aber was sollen die Leute von uns denken? ;-)

    Ich gelobe auch ihn über Pfingsten nicht noch weiter zu ärgen, was soll denn der heilige Geist von uns denken?

    Guats Nächtle
    Pampa

    Bitte diese Nicklichkeiten aller Art im alten Forum, oder irgendwo, wo es keinen stört, meinetwegen bei Olli im Fußballforum, das liest ja eh keiner und ist gar chronologisch geordnet, High Tech … ;-)

  11. @ Eyss-Eysel,

    ich bin mir völlisch sischa, der einzige mensch, der Dich
    jemals richtig verstanden hat, ist vor wie nach: Magic.

    Kennst Du die operette von den bevormundungs-arien
    und wenn erwachsene immer wieder versuchen
    belehrungsversuche anderen erwaxxenen unterzujubeln ?

  12. @ Zamir
    einfach nur UNSÄGLICH.
    Was du dir als Krönung auch noch Anspruch anmassend zusammenfaselst.
    Von „Friedensangebot“ über „Danke“ und „nackt“.
    Hättest du nur geschwiegen …

  13. Der Staat freut sich wenn es eine hohe Infation gibt. Die Schulden
    werden somit weginfationiert. Wenn ein Bürger auf seine Immobilie
    Schulden hat und der Arbeitslohn gleich bleibt, dann kann er nicht
    durch Sondertilgung seine Altschulden abbauen, da er kein zusätzliches Einkommen von seinem Arbeitgeber bekommt. Durch
    die Refinanzierung durch Staatsanleihen geht die Inflationierung
    immer auf. Immer mehr Schulden werden aufgenommen bis das System kollabiert. Und die EU- u. EZB spielt noch fleißig mit.
    Haben die nicht alle Tassen im Schrank. Das ganze System ist
    gescheitert, Haupsache man hat sich die Taschen mit Geld
    vollgestopft und seine Kinder und Kindeskinder auf alle Ewigkeit
    versorgt.( siehe auch viele Manager in der Automoilind. u. Banker)

  14. @ Pampa,

    könnte naürlich auch sein, da Du dich bei Eyss-Eysel
    bedankt hast, dass er mir “diese freude bereitete”
    mit seinem kommentar von 14:02Uhr,
    indem er sich total entblösst hat.
    Solche sternstunden sind etwas für absolute geniesser und
    heimlichtuer.
    Habe ihn ja auch wieder lieb, ja soo schnell geht das bei
    forschen forschern.
    Womit Du mir jetzt allerdings wieder ein schlechtes gewissen
    einimpfen möchtest, das bleibt mir noch verborgen.
    Ach immer diese zickenkriege unter den mannsbildern,
    würde jetzt die Gruberin wohl sagen, odda ?

    Schönen Gruß aus Cassa-Blanca, Zamir

  15. @ Pampa,

    als ob ich es geahnt hätte,
    irgendetwas hast Du noch “in petto.”
    Ganz artig und guterzogen sagen ich Dankeschön.

  16. @Zamir
    Kennst Du eigentlich die Freude, die es bedeutet zu geben? Kannst Du auch etwas annehmen, wenn Dir jemand eine Freude bereiten möchte?

    @Eysel
    Danke!

    Gruß
    Pampa

  17. @ Eyss-Eysel,

    im rahmen unserer allseits beliebten Selbst-Findungs-Gruppe
    und passend zu Deinen kommentaren von 12:31 Uhr und
    14:02 Uhr, wurde ich gebeten, Dir noch ein kleines
    Büchilein, ganz warm ans herzilein zu legen:

    “Beschiss-Atlas” von Ute Scheub und Yvonne Kuschel,
    jaja, es lässt sich nicht verhindern, es sind nunmal
    zwei vom gleichen geschlecht, trotzdem sie haben ahnung.
    Zahlen und Fakten zu Ungerechtigkeiten in
    Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und Umwelt;
    genau Deine Themen.
    Ludwig Verlag, München, 2012, 207 Seiten,
    mit vielen zeichnungen, grafiken und bunten darstellungen.
    Damit Du endlich weisst, dass ich nicht und nimmer
    nachtragend bin.

    Viele Grüsse aus dem Verlagshaus, Zamir

  18. @ Eyss-Eysel,

    ehe ich mich vergesse, ich soll Dir doch noch
    schöne grüsse ausrichten, von den:

    KesselflickerInnen,
    BrunnenputzerInnen und den
    SpitzenklöpplerInnen.

    Iss doch nett, odda, und weiterhin viel vergnügen
    mit und bei Onkel Thilo seinem Euro.