Trügerischer Euroschein

Die Italienisierung der Europäischen Zentralbank hat sich schon gelohnt: Die Euro-Krise verlängert ihren Weihnachtsurlaub bis Ostern.

So entspannt schien die Lage schon lange nicht mehr: Die Staatsschuldenkrise gebannt, der Euro stabil, der Dax auf Erholungskurs, Italien und Spanien konnten neue Anleihen gut verkaufen. Dieses Glück verdanken wir der Europäischen Zentralbank (EZB), die Mitte Dezember den Banken 489 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hat. Die Summe entspricht der Wirtschaftsleistung, die die Schweiz und Ungarn zusammen jährlich erwirtschaften. Die Banken erhielten diese Milliardenspritze für drei Jahre und zum Schnäppchenpreis von einem Prozent. Wenig überraschend, dass sich seither die Zinsen der italienischen Staatsanleihen für diesen Zeitraum halbiert haben. Für die Banken ein Bombengeschäft: Geld für ein Prozent aufnehmen und für vier Prozent verleihen – da lockt um fünf Uhr gefahrlos der Golfplatz. Denn es kommt noch besser: Sie können die Staatsanleihen noch am selben Tag bei der EZB wieder einreichen und sich dafür erneut einen Schuss Cash überweisen lassen. Damit bleiben die Banken flüssig, und das Risiko eines Schuldenschnitts, also ein Haircut wie bei Griechenland, landet bei der EZB. Und damit ja nichts schiefgeht, haben Paris, Rom und Madrid Druck auf die Banken ausgeübt, damit diese garantiert die eigenen Anleihen kaufen und nicht in Dollar ausweichen. Auch das hat geklappt – kein Wunder, kämpfen doch die meisten Südbanken um ihr Überleben und sind auf Staatsknete angewiesen wie Junkies auf den nächsten Schuss.

Man muss dem neuen EZB-Chef Mario Draghi neidlos zugestehen: „Bella Figura“ kann er. Denn ohne dass es die vor sich hin wulffenden deutschen Medien gemerkt haben, passiert jetzt, was die Bundesbank immer bekämpft hat, die Bundesregierung eigentlich ablehnt und weshalb Axel Weber und EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark die Brocken hingeschmissen haben: Die Staatsschulden werden über die Notenpresse finanziert. Jetzt zahlt sich für die mediterrane Politik aus, dass sie die stabilitätsorientierten Deutschen in der EZB entmachten konnten.

Natürlich verspricht die EZB, dass sie die so neu entstehende Geldmenge „sterilisiert“, um die drohende Inflation als Folge der Geldflut zu vermeiden. Für jede Milliarde, die sie so in den Geld- markt pumpt, lockt sie die Banken mit besonders hohen Zinsen, Geld auch wieder zurückzugeben und bei ihr anzulegen. Das Spiel „Milliarden für drei Jahre verleihen und für eine Woche zurückholen“ klappt ganz gut. Weil die Nachfrage schwach ist, sinkt die Inflationsrate sogar. Nur Schwarzseher fürchten, dass sich das ändern könnte – dann würde die Inflation explodieren und die Sparer enteignen. Nur Pessimisten weisen darauf hin, dass die EZB schon die nächste Milliarden-Spritze vorbereitet. Der Süchtige braucht eine immer höhere Dosis.

Und Bilanzkenner sehen mit Sorge, dass normale Menschen, die bei dem Spiel zwischen Banken und Zentralbank nicht mitmachen können, ihr Geld lieber in Sicherheit bringen. Die Kapitalflucht aus Spanien und Italien schwillt an. Die armen Griechen eröffnen sogar Konten im benachbarten Albanien, bislang wahrlich das letzte Land der Welt in Sachen Solidität. Um die Fluchtmilliarden und die nach wie vor grotesken Import-Schulden der Südländer auszugleichen, musste die Deutsche Bundesbank diesen bislang etwa 500 Milliarden Euro im sogenannten Target-Saldo leihen – eine Art Kontokorrentkredit auf Nimmerwiedersehen zwischen den Notenbanken.

Offenkundig kann dies alles den ungehemmten Kredithunger der Südländer immer noch nicht stillen, und auch die angekündigten Wirtschaftsreformen werden nicht halten, was versprochen wurde. Wenn nun der italienische Regierungschef Mario Monti von Deutschland die Verdoppelung des Rettungsschirms auf eine Billion Euro und Zinshilfen direkt aus der Berliner Kasse fordert, dann heißt das: Auch er fürchtet, dass die Euro-Krise nach den italienischen Scheingeschäften quietschfidel aus dem Osterurlaub zurückkommen wird. Aus den beiden Super-Marios werden dann die Schulden-Marios.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in 1 von Roland Tichy. Permanenter Link des Eintrags.

Über Roland Tichy

Roland Tichy lernte Lokaljournalismus beim legendären "Salzburger Volksblatt". Er studierte in München Volkswirtschaft und Politik, absolvierte die Deutsche Journalistenschule. Nach einer Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Volkswirtschaftlichen Institut in München arbeitete er im Bundeskanzleramt, danach als Bonner Korrespondent der WirtschaftsWoche. Nach der Wiedervereinigung war er für den Umbau des Rundfunksystems der DDR zuständig, danach folgten Stationen in Industrie und Medien. Seit 2007 ist er Chefredakteur der WirtschaftsWoche. Tichy ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt erschien "Wohin treibt Europa".

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Alle Kommentare [239]

  1. @zero:
    „funktioniert seit über 5000 Jahren und ist noch nie pleite gegangen, im Gegensatz zu Banknoten und Staatsanleihen. Da staunen Sie, was?!“

    Kein bisschen. 1794 erschütterte die Pleite der Amsterdamer Wechselbank – die als erste Zentralbank in Euopa gilt – das Finanzsystem. Trotz Goldstandard. Da staunen Sie, was?

    Ob Gold, Quecksilber oder Kakaobohnen – auch Rohstoffdeckung ist kein Allheilmittel. Nur in Augen derjenigen, die irgendeine Anlageform als unfehlbar verkaufen wollen. Die Geschichte der 5000 Jahre beweist, dass es keine garantiert sichere, noch nie Pleite gegangene Anlageform gibt. Aber dazu muss man natürlich die Geschichte kennen.

    Abgesehen davon können Sie immer noch nicht erklären, warum der „EUR zu ca. 80% aus USD besteht (da die EZB ca. 80% ihrer Devisenreserven in USD hält)“

    Quatsch bleibt Quatsch, egal was sie aus irgendwelchen Foren kopieren.

  2. @ karel,

    abba das weisst Du doch, aus meinen zahlreichen
    vorlesungen, dass die polithandpüppchen nur
    am faden der ANARCHO-FIFFIS hängen.
    Wie oft soll ich denn noch wiederholen,
    „diese grosshundzüchter“ hinter dem ganzen
    theater haben die eigentlichen hosen an.
    Es ist so simpel, wie brutal und gemeingefährlich.

    Gruß Zamir

  3. @ Eyss um 18:12 Uhr,

    dachte ichs mirs dochts, nun ich helfe Dir gerne aus der patsche,
    Moderne software und immer besser werdene rechner,
    ersetzen die arbeit, von tausenden von architekten, ingenieuren
    und sonstigen studifizierten, auch anwendungen, speziell
    für den globalen ANARCHO-Fiffinanzmarkt-Kapitalismus,
    werden nur noch abgerufen und entsprechend angewendet.
    Kapische, wir sparen die gesamte obere dösbaddel-schicht,
    samt ihrer verworrenen raubritterfürsten und setzen sie auf das, was
    sie sich schon lange verdient haben, auf Wasser und Brot und
    der einfache arbeiter übernimmt die regiestühle, dank
    modernster technik.
    Die gerechtigkeit hat ihren sieg errungen, die arbeitende
    menschheit übernimmt das ruder und die Krawatten-Männer
    diskutieren und debattieren, bei einem bescheidenen
    wohlstand. Dies alles geschieht friedlich, freundlich und
    freiheitlich-demokratisch, woll.
    Jeder gesellschafts-schicht ihre entsprechene zuordnung, gelle.

    Gruß Zamir

  4. DU hast zu „erdulden“, wenn du/deine Meinung kritisiert wirst.

    Ach ja?Passiv hinnehmen?Was verstehst du unter Kritik?
    Welches zeitnah geschriebene Post von mir hast du denn mit deiner Bemerkung über Recht und Ordnung “ kritisiert „?
    Du tauchst auf und machst deine Ideen über meine Person unzusammenhängend zum topic,und das dulde ich nicht.Du hast nicht umsonst bereits Ermahnungen bekommen und Versuche meinerseits,mir deine Invektiven ( keine Kritik )zu verbitten,gab es auch xmal.Kapiert hast du aber leider gar nix.

  5. @Gregor Neumann: Der Wert einer fiat-money-Währung hängt hauptsächlich mit der Knappheit derselben zusammen, die von der ZB über die Leitzinsen und die Mindestreserve gesteuert wird. Wenn die entsprechende ZB aber über Leitzinssenkung, Mindestreservesenkung und Staatsanleihekäufe Amok läuft, dann schwächt sie diese Währung.

    Im Fall von EUR und USD bedeutet dies: USD-Schwäche = EUR-Schwäche, da der EUR der kranke Bruder des todkranken USD ist. Die EZB und die Politiker können machen was sie wollen, so lange die FED die Leitzinsen bei 0% lässt, was bis 2014 der Fall sein wird.

    Die beste Währungsreserve für ZB? Gold (und auch Silber)… funktioniert seit über 5000 Jahren und ist noch nie pleite gegangen, im Gegensatz zu Banknoten und Staatsanleihen. Da staunen Sie, was?! 😉

    Keine Sorge meinen Broker muss ich sicher nicht wechseln, hab gerade im Depot nachgesehen: +374,69% Performance seit Jahresanfang, da muss ich im Moment nichts ändern.

  6. @Klaus:
    „Vor allem beten, dass die entsprechende Währung auch Morgen noch “währt”

    🙂

    Dann sollten wir vielleicht in Kerzen investieren und diese gemeinsam anzünden 🙂

    (und jetzt keine Witze über Währungen, die man stattdessen nehmen könnte)

  7. @Pampa:
    Bei uns lief der Kontakt offiziell über die chinesische Botschaft. Schulen in China suchten Partner für einen regelmäßigen Schüleraustausch. Die Botschaft hilft bei Visa etc. die Organisation machen die Schulen. Es existiert ein Vertrag zwischen den Schulen und wir freuen uns schon auf die nächste Runde.

    Unser Gymnasium hat ähnliche Programme mit Frankreich und Russland (Kaliningrad) laufen. In puncto Völkerverständigung ein echter Gewinn. Und als Anreiz, eine Sprache richtig zu lernen, auch.

    Organisatorisch muss man eine Menge Energie investieren. Ich finde, für die Schüler zahlt sich das aus.

  8. „Wissen Sie eigentlich, was so eine Zentralbank mit Währungsreserven macht?“

    Vor allem beten, dass die entsprechende Währung auch Morgen noch „währt“. 😉

  9. @Greg und Magic
    Mir ist nicht ganz klar, ob es sich nun um eine Eins-zu-Eins-Anfrage bezüglich zweier Gymnasiasten geht, ob es um einen Pilot geht und dies dann weiter von den jeweiligen Organisationen auf- und ausgebaut werden soll, ob es nur eine Anfrage für einen einseitigen Besuch geht etc.

    In einem bin ich mir aber ziemlich sicher, alle Menschen lieben ihre Kinder, egal wo auf der Welt und die russische Schwarzmeeflotte wird schon nicht dahinter stehen.

    Allerdings hoffe ich auch, dass nicht irgendein internationaler Frauenhandelsring oder sowas dahinter steht. Wenn das aber eine offizielle ukrainische Stelle sein sollte, glaube ich das kaum.

    Von einem Jahr Schüleraustausch halte ich während der Schulzeit weniger, zumindest habe ich bei einigen in meiner Schulzeit die Erfahrung gemacht, die ein Jahr in den USA verbrachten, dass es danach relativ schwer fällt zuhause die eigene Schulausbildung abzuschließen.

    Du kannst Dich ja auch mal mit AIESEC in der Ukraine in Verbindung setzen, was sie denn davon halten. Wenn es rein mal um ein Kennenlernen geht, also ein paar Wochen in den Ferien, wäre das für die Zeit nach der Schule auch eine Möglichkeit das internationale Netz weiter auszubauen. Das LC der TU Chemnitz hat übrigens eine kümmerliche Webseite, da ist ja gar nichts drauf außer einem Wappen.

    Schüleraustauschorganisationen gibt es ja auch viele, die bei jüngeren Gymnasiasten sicher Erfahrungen haben. Blocken würde ich die Anfrage eigentlich nicht, aber mal nachfragen, was sie so vorhaben.

    Wenn es rein um einen einmaligen Austausch gehen sollte und es sich um Deinen Sohn handeln sollte, würde ich zumindest mal mitfahren, falls das seriös erscheint.

    Wenn nicht, kannst ja auch mal nachfragen, wer das dort vor Ort noch unterstützt und zu welchen Organisationen in Chemnitz sie Kontakte aufbauen möchten, also vorsichtig anfühlen.

    Vor der Politik dort hätte ich jedenfalls weniger Angst als vor einer Art „Menschenhandel“. Es gibt ja auch genügend „Organisationen“, die mehr oder weniger … aber man muss ja nicht immer gleich so negativ denken.

    Es ist halt etwas ins Blaue hinein raten, was Sinn und Zweck der Übung ist und welche weiter führenden Intentionen damit verbunden sein könnten.

    Gruß
    Pampa

  10. Soso Zamir,
    die Steinmetzen in Köln hätten also – falls man deiner Logik folgt –
    den Dom auch ohne die Großkopferten gebaut.
    Darf ich das bezweifeln?
    Ob das dann nicht eher sowas wie ne „Laubhütte“
    mit ner Lebensdauer bis zum nächsten Frühjahr geworden wäre???

  11. @Magic:
    Unser Sohn hat einen ähnlichen Schüleraustausch mit einer Schule China mitgemacht. Die Erfahrung ist es in jedem Fall wert. Wir hatten einen jungen Chinesen bei uns in der Familie und haben ihm Deutschland gezeigt. Die Schüler haben am hiesigen Unterricht teilgenommen. Dann waren unsere Kinder zum Gegenbesuch in China. Die Familie unseres Gastes hat sich um unseren Sohn gekümmert. Und er hat auch dort das Schulleben mitbekommen.

    Allerdings sollten die Schulen kooperieren. Bei einer unabhängigen Institution muss man sehen, ob die Betreuung wirklich funktioniert. Denn das ist ja keine Ferienfahrt, sondern hat seinen Wert, weil die Kinder das Land in einer echten Familie mit echtem Alltag erleben.

    14 Tage ist kurz. Aber was unser Sohn an Eindrücken und Erlebnissen mitgenommen hat, ist grandios. Unser Gymnasium hat für die Schüler auch einen Chinesisch-Kurs organisiert. Und die Verbindung zwischen Schülern besteht dank Skype, Facebook und QQ noch.

  12. @zero:
    „Aufgrund der Tatsache, dass der EUR zu ca. 80% aus USD besteht (da die EZB ca. 80% ihrer Devisenreserven in USD hält)

    ???

    Sie machen den Wert einer Währung an den Devisenreserven seiner Zentralbank fest? Interessant. Welche Währungsreserven würden Sie denn empfehlen? D-Mark? Euro? Pfund? Yen? Wissen Sie eigentlich, was so eine Zentralbank mit Währungsreserven macht? Kleiner Hinweis: Währungsreserven sind kein Sparbuch für den nächsten Urlaub.

    Ich weiß ja nicht, mit welchen „älteren Hasen in London“ Sie regelmäßig telefonieren. Aber man man Ihnen das als Analyse verkauft hat, dann sollten Sie dringend den Broker wechseln.

  13. Danke Pampa,

    ich neige dazu konstruktiv zu reagieren. Der Junge aus Sewastopol könnte ja zunächst mal hierher kommen, es geht, wenn ich die Anfrage richtig interpretiere, nicht um eins halbes oder ganzes Schuljahr, sondern zunächst einmal um ein paar Wochen. Insofern entstünde bei einem Gegenbesuch auf der Krim kein „Verlust“ an Schulzeit.
    Worüber ich ein wenig nachdenke ist, mit wem kommt dort in Verbindung, ist ja gerade eine Gegend mit freiheitlich-demokratisch oder gar vorbildlich rechtsstaatlicher Tradition, und jedesmal einen der Klitschkos anbaggern, wenn der Hase mal gerade vom ukrainischen Bären bedroht wird, naja… vorher bist du drauf abgewiesen, was ide Partner dort über sich selbst zum besten geben, das kannst du glauben oder auch nicht.
    Dann ist Sewastopol ja der Heimathafen der russischen Schwarzmeerflotte, also nachwievor unter intensivem Einfluss…
    Dem Vernehmen nach haben Russen und Ukrainer diesbezügliche Verträge vergangenes Jahr bis 2047 verlängert. Damit wird der Stadt eine gewisse Sonderstellung erhalten bleiben.
    Klar TUC und MINT und Krim und so°;°…, und so weiter. Aber andererseits tja, was macht man richtig?

  14. @ Eyss,

    Du kannst es drehen und wenden, wie immer Du auch möchtest,
    das IT-Zeitalter wird aus den unnötigen eliten, abgewirtschaftete
    H4-Empfänger machen; durch das internet hinzu und weitere
    moderne techniken, kommen erst recht alle schadtaten
    der SUPEROBERUNFÄHIGEN ans tageslicht und die
    einfachen arbeiter, die schon die pyramiden erbauten, die
    schiffe, die die welt umsegelten zimmerten und die
    grossartigen Kathedralen der letzten jahrhunderte errichteten,
    an ihre angestammte postiton.
    Der klüngelüngelüng der grosskopferten wird ganz einfach nicht
    mehr benötigt und ihre aufwendige, liderliche lebensweise
    ebenso wenig, schluss aus mit solch einem Pack, zack, zack.

    Gruß Zamir

  15. Magic,

    das ist zwar so allgemein schwierig aus der Ferne zu sagen, aber ganz grundsätzlich, was sollte dagegen sprechen, wenn ein Schüleraustausch mit entsprechender Eindbindung in Familien, Schulen, etc. vor Ort stattfindet? Das Wohl der Kinder sollte natürlich gewährleistet sein, aber ansonsten? Bedenke vielleicht nach einem Jahr, halben Jahr etc. sollte jeweils die Reintegration gewährleistet sein. Wenn die Schüler das wollen und reif genug sind, warum nicht?

    Vielleicht sollte man das aber auch erst nach Abschluss der jeweiligen Schulbildung ins Auge fassen. Nach G12-Abi wäre so eine Erfahrung sicherlich sehr interessant. Nur mal so als Gedankeneinwürfe. Vielleicht bleibt der Schüler aus der Ukraine ja auch da und bringt andere mit, Ihr habt ja auch die TU Chemnitz im Angebot …

    … die könte so rein ja auch Schülerinnen für die MINTs gebrauchen. 😉

    Gruß
    Pampa

  16. @ mad
    „Dulden?“
    Der Souverän kann Kritik „dulden“ oder nicht.
    DU hast zu „erdulden“, wenn du/deine Meinung kritisiert wirst.
    Nur mal so … entweder über dein „sprachliches Vermögen“,
    oder deine „gewisse“ Selbsteinschätzung, ganz wie du es für angebracht hältst … oder auch nicht.

  17. Bekomme gerade über eine seriöse Quelle eine Schüleraustausch mit einem Gymnasiasten aus Sewastopol-Krim-Ukraine angeboten.
    Welche Möglichkeit(en) einer unabhängigen „Evaluierung“ von hier aus
    würdet Ihr warum empfehlen?

    Vielen Dank für jede Hilfe.

  18. dtesch

    Wie kommst Du darauf, dass Eysel’s Links einfallslos sind?

    Ich rede nur für mich,und ich lege damit gar nichts fest.
    Im Gegenteil zu euch glaube ich nicht daran,daß hier thematisch irgendwer das „Sagen“ hat außer cheffe.Dieses spätpubertäre Männer-Konkurrenzthema interessiert mich nicht,auch wenn ihr es immer wieder gerne lostretet und ich das mehrfachst klar gesagt habe.Klar,bei Sozialdarwinisten haben Frauen sich wahrscheinlich nur auf eine bestimmte Weise zu melden.Ich pfeif auf diesen Blödsinn.Eysel soll keinen Unsinn über mich schreiben und mich einfach in Ruhe lassen.Er zieht immer wieder irgendwelche Beispiele an Land,zu denen er meine vermeintliche Haltung kommentiert.Und das werde ich auch weiterhin nicht dulden.Siehe Bemerkung Recht und Ordnung.

  19. Was denken Sie wohl Hr. Tichy, warum sich die Hedgefonds, Vermögensverwalter, kleine Privatbanken, Vermögensverwalter und clevere Privatanleger mit Gold + Silber eindecken? Rufen Sie mal in London bei den älteren Hasen im Goldhandel an, dann würden die Ihnen erzählen, dass die Goldnachfrage aus dem deutschsprachigen Teil der Eurozone so hoch wie nie zuvor ist. Selbst die Händler, die schon Jahrzehnte dabei sind, sind völlig sprachlos und teilweise entsetzt, was hier für ein betrügerisches Spiel läuft.

    Das System taumelt wie ein Junkie, der nur noch mit immer mehr Drogen am Leben erhalten werden kann. Am Endergebnis wird das allerdings nichts ändern, da jeder Drogenjunkie früher oder später an der Überdosis stirbt.

    Aufgrund der Tatsache, dass der EUR zu ca. 80% aus USD besteht (da die EZB ca. 80% ihrer Devisenreserven in USD hält) und die FED die Zinsen bis Ende 2014 bei 0% belassen wird, wird sie den EUR bis dahin mit durchs Klo spülen. Da dies selbst von manchen Profis nicht erkannt wird, können die affigen Politiker machen, was sie wollen. Sie werden mit jeder dämlichen „Rettungsaktion“ grandios versagen.

  20. @ dtesch
    LÄNGST!
    Allerdings sollte man unter „fool“ besser nicht den klassischen Narren verstehen. Das würde das Gemeinte verfälschen und deutlich zu positive Assoziationen hervorrufen.
    Eher so etwas wie „Gefangener einer geschlossenen Gedankenwelt“, Ideologie.

    Wichtig war mir ausserdem die zutiefst evolutionäre Überlegung,
    im Kleinen eine Lösung auszuprobieren. Das ist ohne großen Schaden an der Gesamtheit korrigierbar.
    Ein Schaden den der große zentrale Ordner mit einer sich als falsch/untauglich herausstellenden Entscheidung anrichtet aber NICHT!
    Der zentrale große Ordner WÄRE nur dann sinnvoll,
    wenn er über ein Wissen verfügte,
    das fehlerfreie Handlungen ermöglicht.
    Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, dass (auch nur) Menschen in einer Machtposition fehlerärmer entscheiden könnten als andere.
    Was staatsgläubig aber all zu gerne unterstellt wird.
    Umgedreht wird dann ( bei Zamir) aus dem Satz dass „die da oben auch nicht fehlerfrei“ sind die Forderung „Proletarier an die Macht“.
    Meinem Sohn hab ich das vor einem viertel Jahrhundert mal folgendermassen erklärt:
    Dem Bäckermeister brennen immer wieder mal die Weihnachtsplätzchen im Ofen an. Und weiß nicht warum.
    Weil er ein paar dumme Gesellen hat setzen die sich als Mehrheit demokratisch mit dem Vorschlag durch:
    Ab jetzt backen die Lehrbuben die Weihnachtsplätzchen.

    Hat ein 10 Jähriger verstanden.

  21. @ dtesch
    LÄNGST!
    Allerdings sollte man unter „fool“ besser nicht den klassischen Narren verstehen. Das würde das Gemeinte verfälschen und deutlich zu positive Assoziationen hervorrufen.
    Eher so etwas wie „Gefangener einer geschlossenen Gedankenwelt“, Ideologie.

    Wichtig war mir ausserdem die zutiefst evolutionäre Überlegung,
    im Kleinen eine Lösung auszuprobieren. Das ist ohne großen Schaden an der Gesamtheit korrigierbar.
    Ein Schaden den der große zentrale Ordner mit einer sich als falsch/untauglich herausstellenden Entscheidung anrichtet aber NICHT!
    Der zentrale große Ordner WÄRE nur dann sinnvoll,
    wenn er über ein Wissen verfügte,
    das fehlerfreie Handlungen ermöglicht.
    Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass (auch nur) Menschen in einer Machtposition fehlerärmer entscheiden könnten als andere.
    Was staatsgläubig aber all zu gerne unterstellt wird.
    WENN nur ein auch Staatsgläubiger das macht.
    Umgedreht wird dann ( bei Zamir) aus dem Satz dass „die da oben auch nicht fehlerfrei“ sind die Forderung „Proletarier an die Macht“.
    Meinem Sohn hab ich dies „tolle Prinzip“ vor einem viertel Jahrhundert mal folgendermassen erklärt:
    Dem Bäckermeister brennen immer wieder mal die Weihnachtsplätzchen im Ofen an. Und weiß nicht warum.
    Weil er ein paar dumme Gesellen hat, setzen die sich als Mehrheit demokratisch mit dem Vorschlag durch:
    Ab jetzt backen die Lehrbuben die Weihnachtsplätzchen.
    Hat ein ca. 10Jähriger verstanden.

  22. Jetzt sehe ich auch die Kommentare 214 in der Rückschau wieder, aha, um DCS ging es. Nun, das deutsche Wort Kreditausfallversicherung trifft einen Credit Default Swap nicht ganz. Bei einem Swap werden Dinge getauscht, also bei Zinsswaps plain vanilla normal fixed gegen variable leg, bei Währungsswaps fixe gegen variable Wechselkursentwicklungen und bei CDS eben die Entwicklungen bei den Kreditausfallwahrscheinlichkeiten, nicht das Kreditausfallrisiko direkt selbt, wie bei einem Future, einem bestimmten Derivat und auch nicht wie bei einer Option, einem unbestimmten Derivat. Swaptions sind Zwitter, die funktionieren etwas anders als eine Insurance, eine Versicherung zwischen Versicherungsgeber und – nehmer. Sie sind auch handelbar, im Gegensatz zu Kreditausfallversicherungen wie bei Hermes, Coface et all. Das kann man gar nicht verbieten, das meiste läuft ja ohnehin OTC und das global. Das Zeug kann man mathematisch auch derivat zusammen bauen, hängt aber von der Bewertung sehr von den inhärenten Erwartungen ab, das ist eben Financial Engeniering und nicht ganz mit dem zu vergleichen, was man so als Bankfiliale oder Versicherungsvertretung zu kennen glaubt. Das aber bei frontal21 medial erklären zu wollen halte ich bei dem Publikum vor der Mattscheibe für sehr optimistisch Roman, nix für ungut, geht ja nicht gegen Dich oder die Leite hier. 😉

    Natürlich ist es eine von vielen Strategien den Swap zu kaufen, wenn man glaubt er zieht. Die andere ist halt zum Beispiel die Ouzos zu kaufen, kann ja auch sehr lukrativ ausgehen, that’s market. Wer wie profitiert und wer draufzahlt hängt von der Geschwindigkeit der Politik ab. GR ist doch seit mindestens zwei Jahren breit, bisher hätte man also long in CDS andauernd draufbezahlt. Das größte Problem bei allen Short-Strategien ist immer die Zeit. Wer wirklich extrem short in Ouzos ist, sind die Griechen selbst, die verkaufen die ganze Anleihe, nicht nur den Risikospread, ein kleines Häppchen von ihr …. 😉

    Ave
    Pampa

  23. @Eysel
    Man kann es kaum treffender beschreiben.
    Besonders der Satz von Herbert Spencer:
    „The ultimate result of shielding men from the effects of folly, is to fill the world with fools.“
    Sind wir nicht schon bald soweit?

    Gruß
    dtesch

  24. Ich wundere mich immer wieder Zamir,
    wie gut du es schaffst Alles,
    wirklich Alles in ein und dasselbe Sandkastenförmchen zu stopfen.

  25. Ach Zamir, höre mal auf anzuklagen, zu beklagen, zu jammern und zu mosern und motzen, zu wehklagen …

    … don’t teach people what they want, but what they need to get what they want … watt Bärliner, … siehste doch in Berlin, you get what you are, Langhans Dschunglecamp und Hausmütterchen und Mick Jagger, Keith Richards und etliche andere Uschi Obermeyer, man muss sie einfach nehmen, wie man sie kriegen kann, …

    … ähm die Chancen meine ich, odda was dachtest Du? 😉 (mein Rolling Stones Smiley)

    Grüße mir Deine Töchter aus dem Woodstock der Kapitalisten

    … also wirklich, wer wollte einem Staatsoberhaupt einen Erlkönig von Horch und eine junge Frau samt Reihenhäuschen verleiden, wo er doch schon auf einen Porsche verzichtet hat? Schloss Bellevue UND Porsche wäre ja wohl das mindeste gewesen … 🙂

  26. @ Eyss,

    Das reicht nicht, der einfache
    Arbeiter, wie Du und ich,
    muss die Herrkschaft an
    sich reissen, jajaja.

  27. Was muss ich hier auf der startseite sehen:
    Macher und Manager, Vaterlandslose Gesellen verlegen
    Produktion und Verwaltung ins Ausland.
    Ja wo sind wir denn, wo leben wir denn,
    Eyss, nun sach doch auch mal ein wördschen.

  28. Nehmen sie eine grosse badewanne, schmeissen sie alle
    illegal erschlichenen gelderchen hinein, dazu ein fläschlein
    „Spüli“ und warten sie ein jahr ab, was denn dann überisch
    bleibt, ist das unverfälschte nettoergebenis, vor gewinnbeginn.

  29. @ Pampa,

    Big Joe wird in sonderemission nach Las Vegas geschickt und
    soll dort die fünf milliarden euro suchen, die in der
    wüste versandeten, so sehn sieger aus, lalala,
    so sehn sieger aus, schalalala.
    Man nannte ihn auch BigZockerJoe, aus dem
    lande der weisswäscher von diktaturgeldern aus allen
    kontinenten; jetzt wird erst mal alles
    in ein indisches kastenwesen unterverschandelt und ab geht
    die wilde hatz weiter ins graue tal der versäumnisse.
    So sehn sieger aus …

    Gruß aus der Indfeschdmänd-Abgleitung, Zamir

  30. Was meinst Du denn zum Abschied von Big Joe Magic? Sieht etwas nach Big Bath Accounting aus, da hau ma doch gleich mal einiges an Wertberichtigungen und Drohverlustrückstellungen rein, der König ist ohnehin tot, es lebe der König? Mal sehen, ob das in Q1 weiter geht, offiziell geht Big Joe ja erst im Mai, ich schätze ab Q3 werden die Zahlen dann wieder besser als erwartet …? 😉

    Gruß
    Pampa

  31. @ Eyss,

    komm, nun mach auch Du noch Einen, sonst
    ist ja alles so trostlos und zum Weinen, hopplahopp.

  32. Der einfache und bescheidene mensch braucht nicht viel, von
    der ihn umgebenden natur, nur die total geistesgestörten bringen
    den planeten vollkommen ins trudeln und bereiten jeden
    moment vollstress.
    Mit ihrer wahnsinns-maxime, „Die Bedürfnisse des Menschen
    sind unbegrenzt,.“ möchten sie weiter auf degenerations-kurs
    bleiben, fiffinanzieren und die arbeit erledigen sollen andere.
    Schwachsinn Du meine wonne, krankhaft und verwirrt, dies
    sind die bestrebungen einer dem untergang und der
    seuche geweihten dumpfbacken-rasse, so isses, gelle-woll-odda !!
    Heidwitzka, damit ist nun schluss und das zeitalter der
    erkenntnisse und offenlegungen, fegt diese schwachköppe hinweg.

    Gruß aus Delphi, Zamir

  33. Hey and good morning, girls and boys,

    das internet beschleunigt die demokratische weiter-
    entwicklung und formatgestaltung der gesellschaft
    von gaanz weit unten, wenn’s sein muss, jajaja.
    Wenn von oben nichts mehr vernunftbegabtes kommen kann,
    dann müssen die fusstruppen eingreifen und den „laden retten und
    zusammenhalten,“ fast wie im mittelalter, gelle.
    Zucht und ordnung aus den reihen der plebejer,
    Eyss das hast Du dir doch immer schon sooo gewünscht, odda ?

    Gruß aus der Umgestaltungsformgeber-Anstalt, Zamir

  34. Der Euro scheint so trügerisch
    Zusammenhalt bricht um
    Aquarium voll Lügenfisch
    der Michel schaut zu stumm

    es dämmert nun der Illusion
    am Kontinentenkopf
    atlantisch träute immer schon
    das Messer Richtung Zopf

    zu langsam und zu komplitziert
    Gemeinschaft kostet Zeit
    das Höhlentempo uns regiert‘
    ans Licht jetzt ist’s soweit.

    Je mehr wir sind, es braucht die Menge
    im großen Weltenall
    ein Solitär treibt’s in die Enge
    wird schnell zum Götterball

    economy of superscale
    die Losung treibt uns an
    koa Zeit zu klein zu wenig gel
    es scheidet Ackermann

    Wo endet dies, nein, wie geht’s weiter
    demnächst die Stunde schlägt
    mit Hemingway nen Whisky heiter?
    prosit, wer das verträgt.

    Der Michel, dem dies alles Wurscht
    geht Samstag trüb wie immer
    in die Arena ohne Furcht
    und aplaudiert ohn‘ Schimmer

  35. Moin Moin allerseits,

    wie soll ich sagen Eysel, Deine Ergänzung hat Deinen und die Beiträge vorher eingelocht. 😉

    IE9 17 Loch, Firefox 17 Loch, Chrome 13 Loch, hm … nun ja … immerhin …

    … endlich mal Tempraturen für richtige Männer, nicht für Warmduscher …

    Nun denn, volle Scholle 😉
    Pampa