Was waren das noch für klare Fronten in den Siebzigern und Achtzigern: Da wurde um die ganz großen Fragen gerungen – Freiheit statt Sozialismus, um Wiederaufarbeitungsanlagen, um Atomraketen auf deutschem Boden.
Heute wird mit ähnlicher Verbissenheit um einen banalen Bahnhof gestritten, auch wenn das wie Krach in der Puppenstube wirkt. Nicht nur in Stuttgart. In Garmisch-Partenkirchen droht die Olympiabewerbung an einigen Wiesenbauern zu scheitern. Die Stromtrasse durch Thüringen ist blockiert. Windräder müssen außer Sichtweite in der Nordsee gebaut werden, und ein paar Jahre mehr für Kernkraftwerke regen bei uns mehr Menschen auf als Neubauten die Schweizer oder Franzosen.
Die neue Verbissenheit hat ihre Ursache in den früheren Konflikten. Damals wurde die Uneinigkeit in der Sache durch Einigkeit per Verfahren ersetzt. Planungs-, Beteiligungs- und Einspruchsrechte wurden ausgeweitet und kompliziert. Das wirkte befriedend. Gab es im Baukrieg um die Startbahn West des Frankfurter Flughafens noch Tote, so trifft man sich jetzt gesittet vor Gericht oder beim Mediator.
Das ging einige Zeit gut. Aber wegen der Verfahren liegen heute zwischen der Grundsatzentscheidung und dem tatsächlichen Baubeginn 15 Jahre. Die Befürworter eines Vorhabens erleben den ersten Spatenstich als Rentner; die Betroffenen waren schon altersbedingt an der Entscheidung nicht beteiligt. Sie können zu Recht darauf verweisen, dass sich seither die Grundlagen der Planung geändert haben und die Kosten explodiert sind. Die Befriedungsstrategie per Verfahren schlägt ins Gegenteil um. Jetzt erlebt Baden-Württembergs Ministerpräsident Mappus, dass er verfahrensmäßig recht hat – aber nicht auch recht bekommt.
In einer alt gewordenen, kinderarmen Gesellschaft haben die vom Baulärm Betroffenen nichts mehr von der Fertigstellung. Die Generationensolidarität zerbricht. Das erklärt die vielen älteren Demonstranten in Stuttgart wie schon vorher bei der Transrapid-Entscheidung in München: Für ihre Rente reicht die alte Bahnstrecke allemal; für sie ist Nichtstun sinnvoller als Investieren. Auch zwischen den Bundesländern ist der Konsens aufgekündigt. Lange galt es als abgemacht, dass jedes Land einen Teil schultert: Süddeutschland die Kernkraftwerke, das Rheinland die Braunkohlestinker, Niedersachsen die Endlagerung. Aber jetzt hat die opportunistische Generation vom Typ Sigmar Gabriel das Sagen, und der hat aus der Hartz-IV-Debatte unter Gerhard Schröder nur eines gelernt: Verantwortung, die zum Stimmenverlust führen könnte, sollte man nicht schultern. Populismus wird zum Politikstil. Auch in der CDU. So blockiert Schleswig-Holstein die CO2-Endlagerung. Für eine Sache einzustehen, statt nur mit vor Erregung zitternder Unterlippe zertretene Käfer zu beklagen, Staatsgelder einzusparen statt großzügig zu verteilen – in Gestaltungsprozessen ist die Erbengeneration der Grünen bislang nicht sozialisiert worden. Dass man auch bei unvermeidlichen Risiken und Nebenwirkungen durchhalten sollte, ist einer Claudia Roth oder einem Cem Özdemir so fremd wie einem Eskimo der Kühlschrank. Jürgen Trittin hat das Dosenpfand durchgestanden. Immerhin.
Auch in der Union hat die Generation der Talkshow-Opportunisten die Vorherrschaft übernommen, die Konflikte lieber moderieren als durchhalten. Mit angestrengtem Nettsein kann man neuerdings sogar Bundespräsident werden.
Es gibt aber auch Gegenbeispiele – etwa Ursula von der Leyen. Sie hat in der Hartz-IV-Debatte Härte gezeigt – und gewonnen. Bewundernswert, wie sich diese äußerlich zarte Person in Talkshows den Windflügelarmen des Linken-Chefs Klaus Ernst entgegenstellt. Oder Karl-Theodor zu Guttenberg: Respektabel, wie der Verteidigungsminister die Bundeswehrreform durchzieht. Wenn jeder Bahnhof zur Grundsatzfrage wird, brauchen wir starke Typen, die kämpfen und überzeugen.











324 Kommentare zu “Krach in der Puppenstube”
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Leute, ruhig Blut, ich war seit 16:50 Uhr mit Xantippe und den Jungcobras im Kino: Social Network!
Schaut euch das mal an, vielleicht hebt’s den ein oder anderen aus der Hängematte…anschließend waren wir zum Italiener und die Äfelchen um meinen Stamm herum haben mir ein Loch in den Bauch gefragt;-)…und ich hab ja euch in den letzten 2 Jahren gehabt, nichts was ich nicht erklären konnte °;°
Du darfst das Eysel, hast Du Dir hart erarbeitet.
Ich weiß Pampa,
17:40 da darfst du raten wer das war …
18:07 war ich.
(Entschuldige mich hiermit für den Gebrauch deines Namens.
Hoffe auf dein Verständnis.)
Nun mach dir deinen Reim.
Das war ich nicht, es wird immer kranker und kaputter
Kleines Selbstgespräch gefällig?
What meenste?
.
Zu welcher Äußerung denn Haubentaucher?
Ich denke,
Tragic hat begriffen, dass ein anderer nick nicht reicht.
Mit den Identitäten ist es allerdings so ne Sache.
Der BND ist halt eher Regionalliga. -
Bei der Durchsichtigkeit.
Claas claar, Gebirgsjodler vom unteren Isartal. Hol den Dreschflegel raus. Auch leeres Stroh, will gedroschen sein. Wo hat Karl vom Lagerlechfeld eigentlich die Zeit her, um hier altruistisch seinem verlorenen Schatz nachzujagen? Jauchentaucher würd´ich mit Dir gern spielen. Darauf setzen, daß ich´s unten länger aushalt, dann gehn wir kalt duschen am Gartenschlauch, setzen uns unter die Palmen und dringen jeder drei Schneidrige Weisse. What meenste?
@ Pampa,
jung, fast unbesiegbar und dazu noch eine gesunde portion ehrgeiz, verbunden mit teamwork, was kann schöner sein, viel schöner als…
Das wirkliche leben spielt die besten und spannendsten geschichten.
Grüsse aus der Hängpattpartienmatte, Zamir
Darf ich Eysel? Bei Dir schwanke ich eigentlich nicht, bei anderen eher, egal, ich sage das jetzt mal:
”Ich habe noch nie jemanden getroffen, der einstenteile so von sich überzeugt,
anderenteils gleichzeitig so mit Zweifeln beschäftigt ist wie du.”
Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein. Beides gehört zusammen, es schließt sich nicht aus, im Gegenteil. Ist es nicht schön, seine eigenen Grenzen zu testen? Gehen wir mal gemeinsam auf den Gurken-Flieger, Rübenhacken oder Olivenernten? Bilanzieren wir eine Bank, stellen ein Projekt wie S21 oder den Gotthard-Tunnel auf die Beine, entwickeln ein Medikament?
Nichts schmeckt süßer als Erfolg, wenn die Hürde hoch genug liegt, es muss weh tun. Give me reason, but don’t give me choice.
Das werden aber einige hier nie verstehen, Männer sind Jäger, keine Hängemattenwesen. Wenn sie zwischen den Palmen lümmeln, verrotten sie.
Gruß
Pampa
P.S.: @Zamir und nur für Dich
(Wie im Radsport, Drs. Do Ping)
Eine meiner großartigsten Erlebnisse war, als wir mit Niederbayern Oberbayern eingemacht haben. 3,5:3,5, Hängepartie auf Brett acht, eine Stunde Unterbrechung. Wir standen leicht besser. Mein liebster Feind auf unserem Brett 2 und ich haben den Kollegen hergerichtet, weil technisch nicht sonderlich ausgebildet. Eine Stunde intensivste Schulung in Turmendspielen, im Prinzip von zwei Feinden gemeinsam veranstaltet, danach konnte es 8 halbwegs. Die Oberbayern haben ihre Nr. 8 aber auch intensiv geschult. Unserer hat es aber heim geschoben, na ja er musste öfter Pipi, zusammen mit mir und enemy mine. Der Oberbayer ging aber auch regelmäßig nicht alleine pissen.
So viel hat 8 wohl nie in seinem Leben in einer Stunde gelernt, schätzungsweise 100 ELO.
… übrigens hat mich GM Oberbayern (na gut, Philip Schlosser) auf 1 damals eingemacht, Najdorf-Bauernraub. Mann muss auch verlieren können, aber nur ungern. Auf 8 haben wir Oberbayern 1 + 2 ja filetiert, fein säuberlich.
Mich hat damals gewundert, wie sehr enemy mine und mich das gemeinsame Ziel!!! verband, danach haben wir ein paar Weizen zusammen getrunken und geblitzt wie nie zuvor, Quintos, Dos, Minutos, je später der Abend, desto kürzer die Zeit, logisch oder?
@ Eyss,
sagte der personalchef zum einstellungs-kandidaten:
\”Wenigstens scheinen sie ehrlich zu sein, das ist doch schon was, für den anfang\”.
@ Eyss,
schreibe doch was und wie Du es möchtest; jedoch gestern 18:37 Uhr ist m.E. “ECHTES MAGIERFUTTER”. Da ich aber in den meisten fällen, im umgang mit Dir, “von alters-sanftmut umnachtet” bin(Damit meine ich natürlich mein eigenes alter, damit wir uns verstehen). kommst Du wieder einmal, ohne grösseren schaden davon, WOLL.
Schöne Grüsse vom Friedrichsdorf-Palast, Zamir
@ Pamir
\”gestern um 16:39 Uhr und heute 18:37 Uhr\”
Mir sagte mal jemand:
\”Ich habe noch nie jemanden getroffen, der einstenteile so von sich überzeugt,
anderenteils gleichzeitig so mit Zweifeln beschäftigt ist wie du.\”
Ich finde, das ist die beste Charaktersierung
die je von mir gemacht wurde.
Die Welt ist offensichtlich W E I T E R als du denkst, lieber Pamir.
@ Ghost
meine \”Kunsterfahrung\” beschränkt sich auf genau 1 Teil.
Ich mag das Teil i m m e r noch
Ausser, dass es inzwischen ein Stück meines Lebens geworden ist.
@ Ghost
du rührst mich an mit diesem “Witz”.
Genau das meine ich.
Pampa
A propos Finanzen und jüdische Witze. Ich habe vor einigen Wochen in Casablanca, wo es viele Juden gibt, einen schönen Witz gehört, der geht so:
Moses geht zu Elias, um ihn zum Kinobesuch abzuholen. Elias will dazu etwas Geld aus seinem Kästchen nehmen. Er macht es auf und Moses sieht einen Spiegel, der unter dem Deckel des Kästchens angebracht ist. “Was soll denn der Spiegel” fragt Moses. Elias erwiedert: “Damit ich auch sicher bin, dass ich es selbst bin, der das Geld entnimmt”.
(Dieser Witz wäre natürlich nicht nur auf jüdische Mitbürger anwendbar)
Pampa 14:38
Du beschreibst etwas, das auch auf dem Kunstmarkt vorkommt – da kenne ich mich ja aus. Uninformierte Käufer erwerben Werke, in der Annahme, der Künstler wird sich als Komet erweisen. Meistens ist das jedoch nicht der Fall, der Verlust waren also programmiert. Der Kunstmarkt ist ein merkantil-brutalisiertes Gewerbe geworden. Nun ja, für den Verlust haben sie dann ein Bild, eine “Installation”, oder etwa ein als Skulptur deklariertes Drahtgebilde. Wer dagegen in ein mit Fett eingeschmiertes Stück Filz von Beuys investierte, könnte Millionär sein. Insofern ist der Kunstmarkt der Finanzhype nicht fern.
@ Eyss,
gestern um 16:39 Uhr und heute 18:37 Uhr, unerklärlich, dass beides in einen kopp reinpasst ohne verluste davonzutragen.
Wat et nich allet jeijben taut, ha nee, ha nee.
@ Pampa,
aha, aho, jetzt fällt bei mir der groschen, deshalb möchte Eyss unbedingt zusammen mit ganz D, zum islam rübber-konvertieren.
Gruss von der Spitzkohl-Ernte, Zamir
Du hast mich vergessen Eysel? Ich bin untröstlich, das passiert Zamir nicht. Er hat zwei Töcher, ich zwei Oberschenkel, eine Win-Win-Situation.
))
Grüße mir Dirty Harry
Pampa
@ Eyss,
die erste hälfte Deiner hymne verstehe ich ja noch halbwegs, aber die zweite hälfte ? Was möchtest Du mir denn eigentlich sagen ?
Ich möchte ja äusserst vorsichtig sein, aber irgendwie, was machen Deine augen beim lesen ? Kurz und knapp, geht’s auch etwas präziser ?
Ist ja Alles richtig.
Nur erlaube mir doch einfach mal,
D I E S E Formulierung in den Vordergrund meines Interesses zu setzen.
Was nutzt die monotone ewige Leier denn?
Hat G. sie da hin geschickt? – Wer war´s?
Mach doch mal nen VORSCHLAG,
wie man Herr der “Bekloppten” – hier wie dort – wird.
Mehr Wattebäuschchen?
Mehr Polizei ausbilden?
Lebensmittel liefern?
H aus dem Zigarettenautomaten? (Statt Bier in der Kneipe.)
Zaun drum rum bauen?
Ganz D konvertiert zum Islam?
Deine Enkel mit Bhurka?
(Dann kannst du sie wenigstens Pampa als Zweit-, Dritt-, Viert-Frau geben!)
@ Eyss,
was mich am meisten ärgert, in afghanistan werden sinnlos unsere steuergelder in die luft gejagt für nonstop nonsens. Ist diesem unsinn irgendwie eine erfolgsaussicht abzugewinnen ? Neien und nochmals nein. Schlecht organisiert, schlecht vorbereitet und dazu noch schlecht ausgerüstet, lassen sich die soldaten in die katastrophe treiben. Die engländer haben den arsch vollgekriegt, die russen wurden gar kräftig versohlt und die momentan herumstreunenden verbündeten holen sich auch nur blutige nasen. Wo bleibén die teuern und intelligenten lenkwaffensysteme denn, in den unwegsamen gebirgsregionen, hä ?
Auch hier ist absolutes politikveragen an vorderster front angesagt, leider.
Gruss vom KlatschMohnfeld, Zamir
@ Eyss,
ich habe gelesen und mir wurde immer schwarz und schwärzer vor den augen, das könnte man auch politisch richtungsweisend sehen, ODDA ?
@ Eyss,
hast Du dir auch die kommentare zu diesem artikel in der welt, durchgelesen und verarbeitet ?
@ Pamir
warum liest du nicht einfach mal …
Pampa,
ich hab dich ganz vergessen;-((((
Hier was für dich:
http://www.welt.de/fernsehen/article10310018/Die-besten-Sprueche-von-Harald-Schmidt.html
Am liebsten mag ich:
“Ganz Deutschland diskutiert jetzt über die Integration,
viele sogar auf Deutsch.”
“Jeder zweite 15-Jährige in Deutschland ist regelmäßig besoffen. Wenn es heißt „Der hat sein Abi mit 1,8 gemacht”, fragt man sich: Schnitt oder Promille?”
“Juden, Juden, Juden. Die san mir am liebsten -
weil sie Humor haben und was in der Birne.”
Empfehle “Jüdische Witze” (NICHT Judenwitze!) von Salcia Landmann.
Alte Weisheiten in Witzform.
Ein ziemlich zerlesenes Exemplar kann übrigens jederzeit
“AUF meiner Gäste-Bibliothek”
in bequemer Hocke probegelesen werden.
Wirkt sich allerdings gelegentlich “hemmend” aus.
@ Eyss,
der minister soll den mund halten, die toten soldaten in afghanistan sind für eine verblödete politikrichtung gestorben und werden weiter sterben, völlig unnötig. Schlecht ausgerüstet, sowohl am körper, in der eigenen mobilität als auch in der psyche, werden sie in den afghanischen bergen verfrühstückt, für eine bekloppte meinungsmache.
Wo sind die modernsten waffen, die es gibt und welche strategie verfolgen die verbündeten ? Von anfang an zuscheitern verurteilt und dann noch das geschwätz der politkasper ertragen zu müssen. Alle freiwilligen an die front, am hindukusch wird eine bestimmte “form von unzivilisierter dummheit” verteidigt.
Zamir
Guttenberg bringt es auf den Punkt!
Die radikalislamischen Aufständischen in Afghanistan würden mit ihrem Handeln „ihre eigene Religion und Kultur nur noch verhöhnen“, sagte der Minister. http://www.welt.de/politik/article10319898/Guttenberg-spricht-vom-Wahnsinn-in-Afghanistan.html
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/liquiditaetsflut-eine-extrem-lockere-geldpolitik-kann-chaos-anrichten;2669138
Was werden unsere “Schamanen im Politikergewand” als nächstes Gutes tun?
Sie werden sich verpflichtet fühlen die Spannungen im Banken-, Devisensektor ab zu bauen, zu ENT-Zerren. -
Was genug “Rechtfertigung” ist für weiteres “erst mal bequemes” easing. -
Ab einem bestimmten Punkt – der nun schon weit in der Vergangenheit liegt -
ist der Inflationszug eben einfach so gut wie abgefahren. -
Eben ist eine weitere Ampel auf Grün gegangen.
@ Allerliebster Pampasohn,
vielen Dank für die grüsse zur guten nacht von gestern abend. Wenn wir über bier reden, dann fallen mir automatisch noch die guten kulmbacher biersorten ein und ein bier aus weihenstephan, der glaube ich ältesten brauerei der welt. Also wir können uns im D-ländle doch überhaupt nicht beschweren, bei der riesenauswahl. Dazu noch etliche spezialitäten, wie weizenbier, weissbier, rauchbier, aalbier und noch und noch. Der letzte schwank: Ende der sechziger jahre war ich wirklich so risikofreudig und habe mit einem freund, eine kleine kiste Henninger Kaiser Pilsener mit auf den Kaiserslauterer Betzenberg geschleppt und auch noch für die Frankfurter Eintracht lauthals gebrüllt, begeisterung gezeigt und so weiter. Du kannst Dir denken, nur mit grosser mühe und noch grösserer not konnten wir beide der prügelstrafe, durch die 1.FCK-Fans entgehen. So war das damals auf dem “Betze” noch ohne das Guiness-Gejuckele als vorspann.
Viele Grüsse aus der Brasserie, Zamir
@ Rio
cool down.
Du behauptest, ich arbeite Nazis in die Hände?
Hatte ich dazu nicht oben dazu was ziemlich durchdachtes über Tabus und diskriminierende Sprachregelungen/Deutungshoheiten geschrieben? -
Offensichtlich ist das an deiner „Regenhaut“ ganz problemlos abeprallt. -
Letztlich bestätigt deine Erregung/Entgegnung GENAU die Funktionsweise die ich oben beschrieb.
Nebenbei: Ich bevorzuge einen Hersteller der Kamera noch mit C schreibt.
•
@ Maria
meinst du „Rechte“ die benutzt werden, um die bisherigen Fehler aus zu gleichen?
Falls du das meinst, so kann ich nur auf meinen Kommentar oben zu Rio verweisen: Du benutzt eine Variante des Nazi-Tabus (= keinesfalls etwas tun, das DIE evtl. auch gut finden) um zu verhindern, dass das WIRKLICHE ( sogar eingestandene ) Problem angegangen wird. -
Eine Variante von „“Endlosschleifen, Regressionen“ die ich auch erwartete.
Mit dem Ziel eben, den Status Quo nicht zu ändern, oder nach den EIGENEN Vorstellungen – die ja erwiesenermassen in die Hose gingen – zu ändern.
•
Bei Fleischhauer zufällig gerade einen Gedanken gelesen.
Passt genau hier hin.
Ist es nicht merkwürdig, dass die Menge derer die sich selbst als benachteiligt/diskriminiert sehen (oder von Anderen so betrachtet werden)
umso größer wird, je mehr, länger und intensiver über Gleichberechtigung gesprochen, dagegen getan wird? -
Man sollte doch erwarten, dass sich nach 50 Jahren Bemühungen irgendwas bessert bei all den Anti-Diskriminierungs-Gesetzen und Beauftragten. -
Wer so denkt, der macht einen Gedankenfehler.
Er unterschätzt den Selbsterhaltungstrieb der „Opferpolitik“ (und deren Adlaten) die ja nur funktioniert, wenn Probleme mindestens scheinbar ungelöst sind.
Falls Probleme gelöst werden, muss man Nachschub an Problemen,Opfern schaffen.
(Alternative: Die Sensibilität erhöhen)
Zur Not produziert man sie eben selbst.
Man muss sich nur ausreichend larmoyant als Opfer definieren und schon wächst wieder die Notwendigkeit neuer Quotenregelungen, Anti-Diskriminierungsmaßnahmen, die MASCHINERIE kommt in Gang, Födergelder fließen. -
In GB – berichtet Fleischhauer – gibt es eine Gruppe tauber Menschen (Deaf Culture) die das Einsetzen von Cochlear Implantaten als „Herabwürdigung ihrer Lebensweise“ auffasst. -
Das was so schlichte Menschen wie ich IRRTÜMLICH als mediznischen Fortschritt, als Behebung einer Behinderung verstehen, sehen diese Menschen NEGATIV als „chirurgische Assimilation an die Gesundheitsnormen der Mehrheitsgesellschaft“.
Als “Herabwürdigung ihrer Lebensweise”.
Ich frage: Gehts noch schwachsinniger?
Was klar werden soll ist 1.) die FUNKTIONSWEISE der “Opferproduktion”,
2.) deren Zielsetzung:
„Mach dich zum „Opfer“ (egal wie haarsträubend du Opfer definierst) und du GEWINNST das Mitleid, die Mittel Beflissener, ja ganzer Gesellschaften!“
Funktioniert hier ja auch seit Jahrzehnten so gut, dass vor lauter Opferhilfe (fast) keine strategische Politik mehr stattfindet. -
Und WENN letztere DOCH mal statt finden SOLL,
dann läuft die Opferproduktion SOFORT an.
Dann steht sofort im Raum,
dass an 1000 Stellen „Opfer“ dieser strategischen Maßnahmen drohen. -
So viel zum Juchtenkäfer!
@ Rio Caroni
Ich erinnere nur an den Begriff \”Zwangsgermanisierung\”,
mit der Forderungen nach Erlernen der deutschen Sprache
\”gutmeindend\” so richtig \”grün\” abgebügelt wurden.
Es versteht sich von selbst, daß einem Roland Koch zwangläufig
das Etikett \”ausländerfeindlich\” angedient werden mußte.
Viele dieser Probleme beginnen in \”roten\” und \”grünen\” Köpfen…….
karel
@Maria
Ich kritisiere nicht die Zuwanderer.
Meine Kritik gilt den \”gutmeinenden\” Politikern und Medien.
Die unvernünftige Art und Weise,
mit vorhandenen Problemen umzugehen, ja auszublenden.
Hier werden sich anbahnende, unbequeme und selbstverschuldete Entwicklungen aus Feigheit vor dem Bürger, dem Volke, einfach solange verschwiegen, bis sie möglichst unseren Kindern auf die Füße fallen, sich bis dahin aber in politische Vorteile verwandeln.
Und die Verantwortung dafür wird wiederum mit einer unerträglichen \”Frömmigkeit\” Anderen \”angedient\”,
ja sogar Zwist und Unfrieden innerhalb der Bevölkerung gestreut.
Ich erkenne hier die gleichen Umgangs-Strickmuster wie z.B. bei den ungelösten Fragen der Rente, den Familien, der Bildung, den Finanzen, der Demographie usw.usw.
Schönreden, bis sie für die Nachfolgenden fast unlösbar werden.
Zu meiner Verwandschaft gehören auch Kinder mit türkischem Hintergrund.
Sie leben problemlos in beiden Welten, haben erfolgreich studiert. Deutschland aber ist ihre Heimat.
Gruß
karel
@ Maria
“Eine zwischenmenschliche Problematik…”
Sehr verniedlichend ausgedrückt.
Du solltest Dich mal mit Leuten unterhalten die dieser \” zwischenmenschliche Problematik\” täglich ausgesetzt sind.
Aus der Ferne lässt sich leicht urteilen und mit salbungsvollen Worten die Misere kleinreden. Wer so handelt gleicht einer Feuerwehr, die bei einem Brand, noch ein Weilchen zuschaut, bis nichts mehr zu retten ist: Man will ja nicht das aufkeimende Feier mit so drastischen Mitteln wie Wasser oder gar Löschschaum bekämpfen.
Zugeschaut, bzw. Weggeschaut wurde schon zu lange. Vor 20 Jahren wäre das heutige Migrations-Problem noch einfacher zu lösen gewesen. Nach 20 Jahren hat es sich wahrscheinlich schon von selbst gelöst, so der so.
Gruß
dtesch
Eysel, Deine Wünsche an eine geordnete Zuwanderung, geprägt von Undummen und WünschDirWen, werden hoffentlich nicht getrübt, durch Umfragewerte und Narrazindebatten, die das Volk der Dichter und Denker in sinnlose Endlosschleifen führt? Oder: die Geister die Du riefst, die gehen ganz wo anders hin? – sogar die eigenen Guten, den Duft der großen weiten Welt verspüren? Ist etwa Dein Nikonausländerdebattenfoto mit der Canonwünschdirwascamera geschossen? Tip: Gründlicher Festplattenreinigungscheck beseitig alle Spuren und hilft gegen Phantomschmerz!
Radeberg mag in Sachsen liegen, die Radeberger-Gruppe gehört zum Dr.-Oetker-Konzern in Bielefeld. Standorte, an denen sie Gewerbesteuer abliefern: http://www.radeberger-gruppe.de/standorte/
Wie ich Dir schon mal sagte, finde ich es sympathisch, wie Du Dich für Deine Region einsetzt. Wie kommst Du nur darauf, ich hätte was gegen Ossis? Die Entwicklung der Studentenzahlen der TU Chemnitz sind schön und GUT. Aber es geht schon auch darum, sie nach dem Studium zu halten, sie dazu zu animieren, Unternehmen zu gründen. Ich erinnere nochmal an die Studie der Standortqualität der 30 größten Städte in D. Es mag sich ja etwas seither gebessert haben, hoffe ich, aber es muss noch viel besser werden, um gut zu sein.
Siehe mal auf Lund (Schweden), 80000 Einwohner, 30000 Studenten, ein geiler Ort um zu studieren. Nach dem Studium gehen die Leute aber nach Malmö, Uppsala oder Stockholm. Meines Erachtens ist Stanford das Parade-Beispiel, wie man sinn voll eine Uni mit der Wirtschaft verknüpft. Silicon Saxony höre ich Dich sagen? Ja, genau dahin muss die Reise gehen, aber ich würde mich nicht zu früh zufrieden geben.
Ist es ein persönlicher Angriff, wenn ich Dir sage, Mensch passt auf dass Ihr nicht regelrecht ausblutet? Bei Sachsen geht das ja meist noch einigermaßen, aber einige Regionen in ganz D haben schon das Problem, dass ihnen die Jugend wegläuft, keine Ärzte mehr zuziehen etc., regelrecht aussterben. Der demografische Druck im Kessel wird nicht geringer, im Gegenteil, der kommt erst noch so richtig.
Bayern ist übrigens so groß wie Belgien und NL zusammen, von der Fläche her. Auch dort gibt es Wanderungsbewegungen. Die besten Chancen bietet nun mal Oberbayern mit der Metropole München. Was meinst Du wie viele Niederbayern oder Oberpfälzer nach dem Studium den Weg dorthin suchen? Chemnitz muss nicht unbedingt nach Stanford blicken, München mit LMU und TU, der Infrastruktur, dem Lebensgefühl etc. täte es vorläufig auch, Freistaatler. War of heads, Du erinnerst Dich noch, ist schon wieder da, war es eigentlich immer.
Gruß
Pampa
@ Eysel
Ich erlaube mir, dir teilweise zu widersprechen.
Für mich ist eine politische Steuerung der Migrationspolitik, die als argumentative \”Munition\” Minderheiten nutzt, um die jahrzehntelange fehlerhafte Politik auszugleichen, mehr als verwerflich. Die Polarisierung ist das momentane Ergebnis. Wer leidet darunter?
Eine zwischenmenschliche Problemaktik kann nicht durch das Aufbauen von beidseitigen neuen Mauern gelöst werden.
Das sagte Lenin Ghost. Bei Beratung ist es sogar noch schlimmer. Es kostet im engsten Bekanntenkreis schon Mühe, die Leute davon zu überzeugen, eigenverantwortlich zu handeln, nur zu machen, was sie auch verstehen. Es kostet Mühe, sie davon abzubringen z.B. Zertifikate zu kaufen, deren Konstruktion sie nicht im Geringsten verstehen, ihr Banker ihnen aber empfohlen hat. Oder nimm mal Riester und Rürup, was sie da abschließen, wissen die meisten gar nicht. Es gibt ja Knete vom Staat. Merkwürdigerweise vertrauen sie dem, aber es gibt nichts schöneres als Steuersparmodelle. Im Marketing nennt sich das wohl der hybride Käufer. Ich habe mir den 7er-BMW gekauft, weil ich die Fußmatten geschenkt bekam. Ja ja.
Gruß
Pampa
Güle, Güle, Maria, wunderbar!
@ Maria
du hast schon recht damit,
dass wir uns im Augenblick speziell an den Problemen aufhalten.
Allerdings:
Das Pflänzchen der aufkeimenden Vernunft ist noch sehr zerbrechlich.
Die Gefahr, dass politisch medial nur “Endlosschleifen, Regressionen produziert” werden, die am Ende zu nichts führen ist noch sehr groß.
dtesch 19:32 am 14.10
Viele Menschen sind aber unglaublich naiv, das hat ja auch die Bankenkrise gezeigt: Eine kaum überschaubare Zahl von Bankkunden haben ihr Vermögen durch blindes Vertrauen und fehlende Kontrolle verringert, wenn nicht ganze verloren, wie das bei Investitionen der Fall war, die für die Alterssicherung bestimmt war. Ich habe mal eine Frau erlebt, die weinend zusammengebrochen ist, weil sie ihre Alterversorgung verlor, eine intelligente Frau, die eine beachtenswerte Position innehatte. Die Leute neigen eben zu Vertrauen, wenn sie meinen, es mit Experten zu tun zu haben. Und die unbedarften Politiker haben dem Banken-und Finanzsystem getraut.
Ich vertraue niemandem, kontrolliere, wenn möglich, immer alles oder lasse Systeme zur Kontrolle anlegen.
Wie sagte jemand doch so treffend: “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.” In jedem Fall.
@ Karel, eine interessante Sichtweise.
Bevor man urteilt, sollte man alle Betroffenen hören. Denn momentan habe ich den Eindruck, dass wir uns nur an Problemfällen aufhalten:
http://community.zeit.de/user/hakan-turan/beitrag/2010/10/11/vor-dem-tribunal-der-kulturw%C3%A4chter?page=2#comments
LG
Maria
Ich stell mir mal vor,
wie das mit einem Projekt dieser Größenordnung bei uns wäre … http://static.nzz.ch/files/2/9/6/NZZ1880_1.8008296.pdf
DEr Unterschied zur CH scheint mir darin zu liegen,
dass dort die “Weltfremdheit” ein klein wenig weniger abhanden gekommen ist.
Letztlich sagt das was in Sr passiert ja nichts Anderes als
“Berlin spinnt Euch aus, kommt wieder in die Realität”.
Wenn auch – aus gewisser Verzweiflung wohl, organisiert von genau den Falschen – mit völlig “untauglichen Mitteln”.
Vielleicht – hoffen darf man ja -
hatt ihn Einer “ge-tritt-ihn”
-Trittin, wo steckt er eigentlich?
Macht er wieder das, was er am Besten kann?
Das Organisieren von Demo´s ?
Macht er wieder auf Demokratie?
fragt
karel
@ Sar – und die Kultur der heilen Welt:
http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~EDB3542650E1B469794BFCDBADDB5EA39~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Die Saat zur Anarchie.
Beginnt mit dem Ausblenden der Probleme, Schönschreiben der Wirklichkeit, Verhängung von Denkverboten, Diskriminierung Andersdenkender, Umetikettierung der Verantwortlichkeit
Fortsetzung – 14.10.10 – 16:39
karel