Was war das doch für eine Zeit, in der Taxifahrer an der Wall Street spekulierten, Hausfrauen ihre Königinnen-Illustrierte gegen Börsenjournale tauschten und Rentner ihr Ruhegeld mit Optionsscheinen hebelten: „Neuer Markt“, so hieß das Zauberwort, mit dem sich die Panzertüren zum Reichtum auch für Kleinanleger öffneten. Immerhin ein Noch-Staatsunternehmen, die Deutsche Telekom, heizte mit einer 300-Millionen-Euro-Kampagne das Börsenfieber und die Gier so richtig an, mit der vermutlich teuersten Werbekampagne in der Geschichte Deutschlands. Über 50 Milliarden Euro nahm der damalige Bundesfinanzminister Hans Eichel durch die Versteigerung von Mobilfunklizenzen ein – davon kann heute Wolfgang Schäuble nur noch träumen, wenn er uns die Cents aus der geballten Faust kratzt. An einem Tag verlor der Neue-Markt-Star Gerhard Schmid (Mobilcom) eine Milliarde an Börsenwert. „Macht nix, es kommt morgen wieder“, sagte er nur achselzuckend. So viele Nullen gab’s erst wieder zehn Jahre später in der Finanzkrise, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen.
„Noch nie war es so einfach, reich zu werden“, das habe ich selber damals geschrieben. Es hat ja auch gestimmt. Allerdings nur sehr kurze Zeit. Das Ende ist auch bekannt, seit vor genau zehn Jahren die Kurse nach Süden abdrehten: Kursstürze, die sich zu wahren Höllenfahrten auswuchsen, Kurstabellen, die sich lasen wie Vermisstenlisten, Pleiten und Prozesse, in denen die Heroen des Geldes sich als Betrüger entpuppten, eine grandiose Vermögensvernichtung. Vermutlich hat der eine oder andere von uns noch ein paar solche Leichen im Depot, die man nur deshalb nicht auskehrt, weil das Eingeständnis der Verluste nur böse Erinnerungen heraufbeschwört – lieber verdrängen, was nicht mehr zu retten ist.
Es gibt aber auch eine andere Geschichte, die unter der Überschrift „Neuer Markt“ erzählt werden kann. Mit Qiagen steht ein früherer Star des Neuen Marktes auf der Schwelle zum Dax. Das wäre eine willkommene Blutauffrischung für das feine Börsensegment, in dem rund die Hälfte der Mitglieder aus dem 19. Jahrhundert stammt und die Kinder der Nachkriegszeit noch als Teenager durchgehen. Klitschen aus der Zockerbude wuchsen zu respektablen Unternehmen mittlerer Größe, etwa Aixtron und United Internet; es sind Unternehmen, die das haben, was unserer Volkswirtschaft so dringend fehlt: Unternehmergeist, neue Produkte, neue Ideen.
Der Neue Markt steht als Synonym für die vorerst letzte Gründerzeit in Deutschland: Es war plötzlich ebenso chic, Unternehmen und möglichst gleich eine Aktiengesellschaft zu gründen, wie es Mode wurde, Unternehmensanteile zu besitzen; frisches Kapital für neue Ideen gab es daher im Überfluss; Optimismus und Glaube an technischen Fortschritt, egal, ob Internet oder Biotech, verdrängten die deutsche Selbstverliebtheit in Tristesse, Selbstzweifel und Technikfeindlichkeit. Das ist die brisante Mischung, aus der Neues entsteht: Großartige Unternehmen ebenso wie grandiose Selbstüberschätzung und grauenhafter Betrug; Versuch und Irrtum liegen nahe beieinander. Hören wir auf, mit den Zähnen zu knirschen wegen Telekom und Infineon, Mobilcom und EM.TV.
Versuchen Sie dafür einmal, heute Geld für eine etwas ungewöhnliche Existenzgründung zu kriegen – da greift der Bankberater statt zum Kreditantrag lieber zum Überweisungsschein ins Irrenhaus. Die Zahl der Unternehmen schrumpft, und das Kapital für junge Unternehmen wird knapp. Es wird bewahrt und verwaltet, aber nicht mehr gegründet, beklagt Qiagen-Chef Peer Schatz, . Geist und Geld finden nicht mehr zusammen, und das macht uns viel ärmer als Versuch und Irrtum.











167 Kommentare zu “Letzte Gründerzeit”
@ dtesch
Ich meine, die Frau hat keine Ahnung von tiefergreifenden Wirtschaftsfragen. Das ist dramatisch, insbesondere in dieser Zeit, wo sich alles um die Wirtschaft dreht. Ich frage mich, wie lange sie sich noch mit ihrer Lieb-und-Nett-Masche halten kann. Dabei sollte man sie aber nicht unterschätzen. Seitdem sie vor einigen Jahren Dauerprügel bezog, hat sie gelernt, im berliner Politdschungel zu überleben.
Mir muss mal einer erklären wie man mit einer jährlichen Zinslast von rund 15% eines Haushaltetats noch seriös wirtschaften kann. Diese Lasten gelten weltweit für nahezu alle großen Industrienationen, vom anwachsen des eigentlichen Schuldenberges mal ganz abgesehen. Dieser Schuldendienst ist seit über 50 Jahren kontinuierlich angewachsen. Noch nie wurde auch nur ein müder Euro getilgt, trotz zwischenzeitlicher konjunktureller Höhen und Tiefen und diverser Gründerzeiten, trotz zwischenzeitlich erhöhter Inflationsphasen und trotz unterschiedlicher Regierungen jedweder Couleur. Alle haben sie den Schuldenberg erhöht und es braucht wenig hellseherische Fähigkeiten, dass die aktuelle Regierung(en) den Trend ihrer Vorgänger fortsetzt.
Was muss passieren damit dieser Trend endlich gestoppt UND gedreht wird? Lösungen mit klarer Ansage auch für die Folgen und Auswirkungen sind gefragt. Lösungen die ALLE betreffen und gleichermaßen trifft. Es geht um die Zukunft ALLER unserer Kinder, da wirkt die Haltung nach dem Sankt-Florian-Prinzip und Fingerzeig `Die da oben – die da unten´, nur kontraproduktiv und Gesellschaft spaltend.
Nach mir die Sintflut und alles auf die Kids abwälzen? Diese permanent kurzfristig, egoistische Denkweise ist absolut unverantwortlich! Wenn das Schiff absäuft gehen bekanntlich ALLE unter!
Das Hauptproblem dabei: Die Zeit für Lösungen läuft uns rasendschnell davon.
Klaus F.
Die Welt berichtet: „Merkel will Wetten auf Staatsbankrotte verbieten“
Ich füge hinzu: Außerdem das anhaltende Winterwetter gehört im März ebenfalls verboten!
Da können die Politiker schon man die Ärmelschoner anlegen und sich über die Gesetze hermachen.
Wenn AM schon nichts auf die Reihe bringt, so kann sie doch fürs Volk medienwirksam „dummes Zeug“ erzählen.
Jetzt wird so getan, als ob Griechenland wegen CDS in Schwierigkeiten geraten ist und das Unterbleiben des zukünftigen Handels mit CDS Griechenland retten würde.
Für mich stellt sich die Frage hat AM keine Ahnung oder handelt sie wider besseres Wissen. In jedem Fall ist sie nicht mehr tragbar. Aber WER ist das noch, bei dem derzeitigen Personal?
Gruß
dtesch
@ Taballusnostrus,
hat Dich der sinneswahn umzüngelt ? Seit wann gilt hier in der umlaufbahn der themenwahn ? Geniesse die bayern vom FC ULLLI
täglich in der höxxxten euroklasse, denn morgen schon könnt’s
vorbeisein mit der moggeldoggel-packung aus niederländisch-guayanna. Babyface van ccchhhhaaal hat doch biss haiyt eingutes
händschen gewiesen, oddda ?
Grüß mir den Dichter in Deiner Anlage und pfürddi, Zamir
hatt du van Beuyten gesehen, der gründet demnächst die bavarian-dutch-Selbsthilfegruppe, erstes Obligo dieser Gang: eine Halbfinalnichterreichungsgarantie, wir stolpern den Weg frei – vor dem eigenen Nest!
Die bayerische Bastille ist so löchrig wie die Windbeutel in Waterloo nach dem Igeldouble. Un dahinter ein Torhüter wie eine Strickmamsell: einen rein, einen raus, mal hui, mal pfui!
Wie wär’s stattdessen mit ein bisschen Maradonna-Schuhplatteln im Mittelkreis, dann donnern wir die Bälle auf die Seniorentribüne, gründen dort schnell eine Auffanggesellschaft für gefallen Gaalier, erklären uns dann zu den einzig legitimen Überlebenden, ziehen uns die Königrobe übers Schiesser-Leibchen und grüßen unsere Enkel über Sky mit der Josefs-Victoria-Fingerstellung, wobei wir ab 4:10elegant den Zeigefinger absacken lassen.
Was hat das mit dem Thema diese Woche zu tun?
Nun, keine Sünde ohne Gründe!
Auf die Gründe kommt es an, wer verstehen will muss Gründe kennen, wer siegen will, möcht denken können. Gründen und denken, tut erfolgreich lenken.
Miz müsöimanischer Fingerstellung grüßt aus das kindy aus Marzahn
P.S. Besser so, mon Tonmaitre? bitte auf “mais” betonen. Danke;-)
@ nostrodastra,
die mischung macht das müsli, eh egal in welchem hüsli. Grüezi
wohl, herr stirriwarri.
Ohne ort und ohne Anlage-Daten-Biomüll-Verquasungs-Fabrikhallenbeisitzerbetriebsratsvorstandsfrauenbeauftragter, Zamir
@ drTaballallugalla,
am deutschen unwesen und am amerikanisch-französischen nichtunwesen, was spielt das für eine rolle ? Eine weltländerWesenstabelle würde alle staaten und ethnischen minderheiten, sowohl an erster, als auch an letzter stelle der qualitäten vorfinden, daher ist dieser streitpunkt höchstwahr-wissenschaftlich immer unentschieden und das ist goodyeah.
Keine mentalität ist besser oder schlechter, wenigstens da herrscht
eine biologistische gerechtigkeit.
Gruß aus Bonnlanden, Zamir
Zur Frage, wie reagieren Bankberater auf Kreditanträge für Gründungsvorhaben.
Vor Jahren habe ich einmal als Bankberater einen buy-out, also keine echte Neugründung, sondern die Übernahme eines bestehenden Vorhabens durch andere jüngere Nachfolger finanziert, was in dem hier angesprochenen Zusmmenhang durchaus zu denken geben könnte.
Es gibt zunächst eine Reihe von “natürlichen” also systembedingten Hemmnissen, für’s öosmachen. So z.B. die geringe Marge und dennoch das Primärobligo bei eingebauten öffentlichen Gründungshilfen, Dann das vergleichsweise hohe Bürokratie-package für die durchzuleitenden Fördermittel, dann das natürliche Bestreben seine eigenen Kreditprodukte in Ansatz zu bringen, zumindest über Zwi-Fis stärker zu partizipieren. Dann das hohe Maß an Vorliebe, was man als Berater mitbringen muss, einen solchen Deal rund zu machen, während die Kollegen aus dem Firmenkundenbereich in der gleichen Zeit 5 andere Geschäfte abschließen Ich habe damals deswegen nicht locker gelassen, weil cih einerseits das Geschäft für vertretbar hielt, andererseits war es mein erster Coup dieser Art, also wollte ich das von A bis Z durchziehen.
Was aber hier wohl hauptsächlich gemeint sein könnte, ist der Mangel an Risikobereitschaft der Bankhäuser, der sich in Anweisungen an die Marktbearbeitung zum Ausdruck kommt, die Anforderung hoch und die Bereitschaft zu Deals gering zu halten, den Rest erledigt die Kommunikationsbereiche mit virtuos vorgetragenen Sonntagsbekenntnissen, die sich zusammenfassen lassen. Rosinen unter den Gründungskandidaten gerne mit geschmatzten Händen, den rest zum Nachbarn von der Raieffeisenbank.
Dabei gilt natürlich: ein nichtgemachtes Geschäft kann dir nicht auf die Füße fallen, fällt dir ein Geschäft auf die füße, weigen dies zehn gute Kreditengagements nicht auf!
Tja, bis zu einem hohen Grad liegt dies in der Natur der Sache.
Die Quadratur des Kreises geht nicht.
Was anderes würden Sie selbst nicht genehmigen, wenn Sie an der Stelle derer die Kreditgeschäfte zu steuern hätten, oder?
Wer wagt es?
woran genesen, besser am amerikanischen Wesen als am deutschen Unwesen, auf’s deutsche Wesen ist noch immer nicht sonderlich Verlass, es sei denn man sucht Verdruss, den kannst du bei einigen deutschen rechthabern immer bekommen, zu jeder Tages-und Nachtzeit!
Tief gründet Unfug fest im Griiff
der Angst vor Zukunft, deutsch das Schiff!
Ahoi lässt Anker völlig frei
tief fallen es pritzt auf der Brei
aus schwarz-rot-golden-schöner Schüssel
fanatisch schwenkt das Tier den Rüssel
den mancher Esel hält für’s Los
das große, soll ihn machen groß
jedoch verduzt merkt Untertan
zur Abwechslung sind andre dran
das passt ihm nicht, es dräut in ihm
setzt an die Säge, deutsch-sublim
und dröhnt und schwatzt und redet los
so unterwegs wird nass sei Hos
verkauft dies flugs als Groß-Potent
klammheimlich zieht aus Tasch sei Händ
und lenkt auf seine Nachbarn ab
bespricht senil Kollesche papp
macht diesem grau und jenem weis
sich selbst am meisten Hölle heiss
bemerkt vom eignen Mummenschanz
nichtts wirklich beim Wütrich-Tanz
am Ende bringt es niemand weiter
das Publikum nimmt locker-heiter
nur einer hält’s für unentbehrlich
und schläft nur einmal nächtens jährlich
denn ihm sei Motto auch wenn’s kracht:
schlaf niemals nie und habe acht!
@ Zamir 7:15
“sämtliche Innereien flöten”. Dem “Erbfeind” wäre das egal. Hoffentlich nicht alle Innereien, etwas von Zamir sollte schon noch bleiben.
@ Zamir 7:20
. Und an diesem Wesen soll die Welt genesen.
Wenn man sich beispielsweise die USA-Glotze anschaut, ja, dann kann man zu der Überzeugung zu kommen, die Leute werden zielgerichtet verdummt und abgerichtet. Die ganze USA sind eben ein einziges paradiesisches Disneyland
Meine Vermutung ist:
Das Ding um 4:10 stammt von M HÖCHST persönlich.
Wäre nicht ungeschickt,
sich selbst eine Vorlage ( zu welchem Schwachsinn? )zu geben.
Würde zu einer gewissen “Vorgehens-Art”,
“Denk-Art” soweit erkennbar, passen.
@ nicht nur Spassbremse, sondern …. !
Ich um 4:10???
Wessen Uhr, Schlimmeres …. ist da kaputt???
Und wenn ich das Wasser nicht halten KÖNNTE,
dann ginge dich dass einen SCHEISS an.
Grober Klotz – grober Keil.
@ Vive la France am 10.03.2010 um 15:25 Uhr
S U P E R !!!
VBL and Spießbrummsler,
da habt ihr ja wieder EURE nieder-enerdschie-werte erweckt.
Und ab geht die wildwasser-kanufahrt richtung verderb und “machihn-niederbisaufsgefieder”. “Wenns scheeeh macht und gfoidd”.
Gerne schocke ich auch mal unseren wiwo-netzwerker vorbei um die
verschlissenen kabbelteile auswuchteln zu lassen, völlig knotenfrei
und ohne nebelwirkungen, väärschbrochen.
Gruß aus Tabalalugaland, Zamir
@ Spassbremmse,
einen geb’ ich Dir noch so hintendrauf:
Nur der absolut reine und vollkommene mensch (falls es den je
gegeben haben täte), schämt sich nicht seiner NACKTHEIT.
Er ist in-sich-selbst und ruht in seinem eigenen wesen, ohne furcht,
ohne angst und ohne neid, und ohne zeit.
Gruß aaus Vorallbärg, Zamir
@ Spass-Bremse,
sach mal, ist bremse nicht eine stechvorrichtung im GAULSTALL ?
Nein, spass beiseite. Natürlich hast Du völlig recht, mit Deiner festlegung, mit dem verlust auf die zukunft, bzw. des zukunftvertrauens, denn rein psychdynamisch ist doch das horten und
spekuleiren und ansammeln von riesigen anteilsstückchen, geldern und finanzströmen, nichts anderes als eine riesige grauschwarze wurst von
ANGST und dem versuch der absicherung, gegen alles und gegen jeden,
auch gegen die ZUKUNFT.
Gruss aus Schaffelbach, zamir
@ Liebste Spass´brummsel,
habe selten so gelacht, wie über Deine einleitung von 7:48 Uhr, abba
ährlisch. Dass die zunftkuh ein beschiss ist, an dieser entscheidenden
wendestelle nur und wirklich nur IRONISCH gefeilt-gemeint. Der beschiss wird soweit vorangetrieben, bis es dem GRÜPPCHEN einfällt,
haaalt, wir haben ja die völlig falsche richtung eingeschlagen; falls es
den regieassistenten überhaupt einfallen sollte, wenn überhaupt.
Das tragsiche modewort kann dann nur noch lauten: Zukunft in Bescheidenheit, nicht mehr und nicht weniger. Genügt das vorerst zur
einleitung, wenn nicht hier im forum wiworum gibt es dazu noch
vielerlei kommentärchen unter “zamirjechumowitsch” abzufassen.
Ich bedanke mich, für Deine Aufmerksame art des durchunddurch-lesens. Vivelafranzel.
Gruß aus Drosselgassenhausenheimkirchenseidelbeidel, Zamir
BLV , na lass mal sehn. B=”B”rille L= auf dem “L”ocus V= “V”ergessen?
Eysel, wenn du schon nicht mehr durchschlafen kannnst, lenke doch bitte deinen unübersehbaren Sprech-und Anderen-Schaden-zu-fügen-zwang auf deinerlei und deines Geistes Brüder.
Seitdem ich dich hier kenne, hat das Wort “manisch” einen festen Paltz. Dein Ärger muss ja gewaltig sein, dass du über deine Vermummung noch eine BLV-Kapuze stülpen musst um deine Bösartigkeit an den Mann zu brinegn. Du solltest dich schämen.
Ich bin zwar nicht der Meinung, du kannst mir das Wasser nicht reichen, von solchen, die dies zumindest versuchen, habe ich immer mal wiede ein paar gern um mich, aber nicht nachts um 4:10. Da sind nur die unterwegs, die das Wasser nicht halten können!
Und nun genug von dir und deinem Betätigungsdrang, ich hab zu tun, bemerkenswert in diesem Blog, wie nunmehr diskutiert wird zum Thema Krise, Banken, Regelwerk. Es wird weitgehend tabufrei aufeinander eingegangen, war noch vor Monaten schwierig, weil der hang zu Totschlag-Argumenten überwog.
ich finde es tut TiTo gut, Klaus, Greg, Pampa und andere: auf die Dauer hilft nur Power. Keep on goin’!
Will mal sehen, Christoph, ob ich noch Zeit finde in der von dir initierten Welt einen Beitrag zu plazieren. Ich bin sehr froh, dass eine solche Sache ins Rollen gebracht wurde. Nachhaltige Änderungen auf den Weg bringen am ehesten die Verantwortungsträger von morgen, also auch an Euch:
Go ahead on!
It’s a kind of Magic – warum soll nicht auch mal was konstruktives aus Kölle komme;-)
wer wie du, Eysel, nachts um 4:10 extra aufsteht um anderen Mitwirkenden, denen du das Wasser nicht reichen kannst unter “BLV” am Zeug zu flicken, der disqualifiziert sich selbst als manisch. Mitleiderregend, Fußbäder sollen helfen um Einschlafen zu können.
@ Zamir alle Krisen haben eins gemeinsam: Vertrauensverlust in Größenordnung, und damit ist bekanntlich nicht der Verlust des Vertrauens in die eigene Eloquenz gemeint, sondern – in vielfältiger Form – der Verlust des Zukunftsvertrauens, des Vertrauens darin, dass Aktivitäten, die heute gestartet werden, sich morgen den subjektiven Erwartungen entsprechend entwickeln werden.
Wer also predigt, “Zukunft ist Beschiss”, der offenbart zweierlei:
erstens seine eigene Vertrauensfähigkeit liegt am Südpol, zweitens predigt er die Krise in Richtung, derer deren Vertrauens-Thermometer noch nicht soweit unter dem Gefrierpunkt anzeigen.
Wenn das die Weisheit und Gelassenheit des Alters sein soll, uuuuh, dann fröstelt es mich in meinen jungen Jahren aber gewaltig!
@ Karel ich verstehe deine engagierte kritik an meiner deiner Christoph-Enthaltsamkeit so: karel und Eysel machen nichts falsch, im Gegenteil; es handelt sich um Lichtgestalten der deutschen Nachkriegsgeschichte, denen alle Jüngeren voller Dankbarkeit lauschen dürfen. no matter, how peculiar they talk. Mhm…: I agree to disagree!
Und nun Gruezi miteinand’ hier im Senioren-Club!
@ Vive la France,
die zukunft ist keineswegs ungewiss, nein sie ist ein BESCHISS, weil
zuviele risikopapers, völlig ungeschützt herumirren und verkehr miteinander haben, ohne an die verbreiterung des virulenten VIRUS,
auch nur im entferntesten zu denken: FINANZ-AIDS, denn diese
geißel der moderne kommt diesesmal nicht aus dem afrikanschen
gorilla-urwald zu uns herübergeswappt.
Gruß aus Bangalore, Zamir
@ Ghost,
“Aber in politischer hinsicht ist er naiv”. Das ist doch die schablone, die
ich passgenau über den globalisierten GLOBUS stülpen kann und nicht
alleine nur für den/die franzosen, oder ?
Ihre Daten-Anlage-Fiffi-nanz-Blasen-Entfärber, Zamir
@ Ghost,
was lesen meine alten und kranken augen denn da für ideologisch
verbrämtes, finsterstes sozialnächtle:
Der franzose ist fleisssig, verlässlich und WILLICH. Au, ouw, ohhwehh,
bei solchem fäkabular gehen mir sämtliche INNEREIEN flöten, so gerne
es mir auch leid tuut. “Wer hat’s erfunden” ?
Finstere nacht steh’ mir bei. Die garnisonen sind wieder in allen ländern im anmarsch.
Gruß aus Nächterdingen, Zamir
Fahndung
Hat jemand das Kind of Magic gesehen? Das Kind wird gesucht und irrt irgendwo umher, es taucht auf und unter und wird in verschiedenen Namen immer wieder sichtbar. Es wird vermutet, daß es sich als graffiti-Sprayer betätigt und die Beiträge von Nutzern beschmiert. Es ist bekannt, daß es sich manisch im Chefblog als Chefblogwart betätigt. Sachdienliche Hinweise nimmt die oben genannte Dienststelle entgegen.
@Spassbremse
**Auf den gestern noch umworbenen Christoph geht auch keiner richtig ein, ***
Sie offenbar auch nicht.
Es ist auch nicht einfach, mit gutem Beispiel voranzugehen.
Und was Eysel und mich anbetrifft,
wir beide sind längst mit gutem Beispiel vorangegangen,
haben unseren bescheidenen Beitrag über 40 Jahre und mehr
zum heutigen Wohlergehen vieler Klugen geleistet.
karel
@ Karel 13:21
Das glaube ich auch, man will den status quo und wird teuer dafür bezahlen müssen, wie jemand der krank ist und den Artzbesuch bis ultimo aufschiebt. Mir ist vor einiger Zeit ein Report einer internationalen Beratergruppe in die Hand gekommen. Über Deutschland hiess da, wenn ich zusammenfasse: “change resistance”.
@Vive la France
In Frankreich herrschen doch die selben Zustände, da brauche ich mir nur die Internetseiten der Tages-und Wochenpresse anzusehen, von “Marianne” bis “L’Express”. Illusionen macht man sich auch in Frankreich, mal wählen sie rechts, dann wieder links und jammern hinterher. Das ist wie seit Urzeiten; zuerst bejubelte man den frisch gekrönten König, am Ende der Amtszeit hätte man ihn am liebsten gelyncht. So ähnlich ist es noch heute. Was auffällt ist der sowjetähnliche Personenkult und die Nomenklautura, die in Frankreich blüht und gedeiht. Ausserdem:Wo ist ein gesunder Mittelstand? Anscheinend sind da Mängel zu beklagen. Das wirkt sich auch auf die Wirtschaft aus. Das ist bedauerlich, da ich den Franzosen als fleissig, verlässlich und willig im Arbeitsprozess erlebt habe. Aber in politischer Hinsicht ist er naiv. Nichtsdestoweniger: Frankreich ist ein wunderbares Land und hat wunderbare Leute. Aber sein System ist verstaubt und verrostet.
..interessant, wie hier in Deutschland wohlvertrauten Konstellationen von gestern nachgeweint wird. Ich will nicht sagen, dass diese Form der Gegenwartbewältigung in Frankreich kaum existiert. Hier wird nicht soviel Nabelschau betrieben.
Aber etwas mehr Mut zumFuture haben die Franzosen, bei allem Zentralismus oder gerade deswegen? – schon.
Wer kann sich noch daran erinnern, als nach der Deutschen Einheit, sehr am Anfang in Deutschland die Aktien stiegen nit der Begründung, das wiederveinte Deutschland sei das ideale Sprungbrett in den Osten, nur den Visegrad, nein, die ganze ehemalige Sowjetunion wurde als \”neuer\” Markt gefeiert und dessen Eroberung börsentäglich vorweggenommen. Was ist davon geblieben?
Stattdessen verzettelt man sich immer häufiger und tiefer in die Aufregung über Belanglosigkeiten, in Skandale und Skandälchen, in Gestriges, längst Verjährtes. Gräbt sich immer tiefer in die Schützengräben der Republik ein, eifersüchtig darauf achtend, dass ja das Risiko bei den anderen und die besitzstände unangetastet bleiben.
Weil man langsam den Überblick über das ganze Gemurkse verliert, werden obendrüber \”Schwerpunkte\” definiert, vor lauter schweren Punkten übersieht häufig das Neheliegende.
Tja, die Zukunft ist nicht nur ungewiss, sondern der positive Umgang mit ihr, ist gelegentlich schweisstreibend. Davor aber scheut sich die Mehrheit der Deutschen mehr und mehr. Auch deswegen:
Vive la France et sante vom Mont St. Michel
wenn hier einer blööökt dann du, was du den SPD-Mitgliedern zuschreibst, spiegelt doch nichts anderes als den Wählerwillen, zumindest solange wie die SPD noch mehr Wähler als Mitglieder hat;-)
Was immer wieder auffällt, wie voll du deinen Mund nimmst, Eysel.
Für alles zuständig, in kaum etwas wirklich kompetent und das aber mit aller Kraft und r…frech! Ein geborener Blaue-Dunst-Blogger könnte das nicht besser!
Arbeitest du eigentlich auch was, so unentwegt du dich hier produzierst?
Auf den gestern noch umworbenen Christoph geht auch keiner richtig ein, ist zuwenig Wichtigtuer-Strahlung für Ichlinge in der Studentenecke? Na ja , Wasser predigen und Wein saufen wollen, wie immer unter Selbstdarstellern…
@ karel
@Ghost
Wahlen kann man nur mit der Mitte gewinnen.
Das wußte Schröder.
Und vernachlässigte dafür Links.
Merkel weiß das auch.
Und vernachlässigt dafür Rechts.
Der Wähler will, daß sich nichts ändert.
Und so wird doch auch regiert……..
karel
@ Ghost
Du siehst ja, was mit vernünftigen Schröder-Gedanken, Clement usw. geschieht. – Die Gestrigen haben Oberhand in der Partei. – Niemand traut sich nach den Erfahrungen zu einem neuen Anlauf. – Obwohl eine neue Definition der Partei dringend nötig wäre. ~~
Siehe auch die \”Hammer Metapher\” im alten thread.
@ Spassbremse
Blööööööök weiter, sehr amüsant.
**der Einäugige fühlt sich als König weil er sein Umfeld nur halb wahrnimmt!**
Wohl wahr.
In den 70ern, da gab man Gas.
Öffentliche Schulden..
per Saldo von NULL auf fast 400 Mrd Euro (800 Mrd. DM),
und das in nur 10 Jahren.
Ein bißchen Spaß muss sein.
Wer geht da schon auf die Bremse.
Arbeiten macht Spaß…….aber wer kann heute schon Spaß vertragen.
Spaßbremse lösen???
Da sucht man doch lieber den Superstar.
karel
@Eysel 11:59
Zeitgemäss positionieren: Aber das tut sie doch schon seit langem, insbesondere seit der Schröder-Regierung. Der hat eigentlich ein FDP-Profil, ebenso wie Clement und viele andere. Die SPD ist in keiner Weise mehr die traditionelle Sozial-Partei, wie man sie früher mal kannte, sie tut nur so. Sogar die Gewerkschaften haben dies hellseherisch erkannt. Das Problem: Die Partei will das nicht öffentlich bekennen, aus guten Gründen.
hier wird geheuchelt (Eigentum) und drauflos geschwätzt (keiner arbeitet mehr 80 Std, von mittelständischen Eiegntümer – Unternehmern völlig abgesehen?), dass sich die Balken biegen, wie sagte die Blog-Oma mal vor Jahren: der Einäugige fühlt sich als König weil er sein Umfeld nur halb wahrnimmt!;-)
@ all
Sozialistisches Gedankengut hat sich im Bewusstsein der Menschen etabliert. Den einen viel zu viel, den Anderen noch viel zu wenig.
Von diesem verbreiteten „DDR2.0 – Consens“ lassen sich eine Reihe von Parteien in einen Wettbewerb
um ( nur angebliche ) Gefälligkeiten für „das Volk“ hinein treiben. –
Die SPD als ehemalige Arbeiterpartei ganz sicher verdienstvoll und ehemals in diesem Selbstverständnis auch damals ganz sicher nötig, pflegt ihr traditionelles Image. – Hat irgendwie noch garnicht gemerkt, dass „die Zeiten“ sich geändert haben. Dass keiner mehr 80 Std die Woche arbeitet ( es sei denn schwarz ) dass Kinderarbeit
( zumindest bei uns ) ausgestorben ist. Dass ein Arbeiterkind ohne Weiteres aufs Gymnasium und an die Uni kann ( wenns den von den Eltern gefördert wurde und nicht dumm ist ). –
Das, was ehemals ein vernünftiges Ziel war ist längst erreicht. -
Aus dem absolut gerechtfertigtem „sozialen Gedanken“
der Nicht-Benachteiligung wegen einer Herkunft ist der PLUMPE und DUMPFE Gedanken der Gleichmacherei geworden. – Eine Perversion des Gedankens, der inzwischen seine Sumpfblüten in Form von Diskriminierung von Bildung und Eigentum treibt. -
Es stünde der SPD gut zu Gesichte,
wenn sie sich zeitgemäss neu positionieren würde.
Aber wie und wo?
@Eysel
tellsell consulting
Tolle Geschäftsidee, arbeiten Sie für diese Firma ?.
@ Michael
Unterhalten sich zwei: “Ich finde die Verbrechen nehmen in der Welt immer mehr zu. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich alle Verbrecher auf einmal für immer in den knast bringen.”
Sagt der andere: “Da hast du vollkommen recht, aber wenn alle Verbrecher für immer im Knast wären, wer soll dann noch die Politik machen?”
@ R. Tichy
@ Christoph
Sehr geehrter Herr Tichy,
lieber Christoph,
lese gerade zufällig von Eurer gemeinsamen “Firmengründung” – herzlichen Glückwunsch!
Herr Tichy, Respekt, Sie haben erkannt! Lieber Christoph, ich wünsche Dir viele anregende Ideen aus dem anstehenden Kongreß. Halte die Ohren steif, – auf Euch Jungen ruht die Hoffnung! Produktiver Wahn ist gefragt wie nie!
Beste Grüße und alles Gute
Wim
..muß nächste Woche wieder zu meinen Apfel- und Mandarinenbäumchen…
@ Roland Tichy
Vielleicht liegt es daran, dass wir auch ökonomisch in einer Phase des “fin de cycle” leben, d.h. in einer Zeitenwende, in der das Herkömmliche schon obsolet, aber das Neue noch nicht gefunden, nicht artikuliert ist. Das macht vielen Angst und Angst lähmt Initiative. Ausserdem hört man in diesem Kontext überall von Blutarmut: Überall wird gespart, es fehlen Mittel etc. Offensichtlich führt diese Verstörtheit zu einer “Rette-sich-wer-kann”-Attitüde. Man wird an den Ausruf der englischen Kapitäne an die Mannschaft erinnert, wenn das Schiff verloren war: “every man for himself”, hier als Allegorie des wachsenden Egoismus und Wagenburg-Denkens in dieser Zeit. Man kann nicht leugnen, dass wir in einer Zeit wachsender Unsicherheit leben, was für viele Menschen, die noch in der Geborgenheit des Wohlstandes aufwuchsen, eine neue Erfahrung ist, wogegen in anderen Weltgegenden Risiko und Unsicherheit ganz selbstverständlich zum Tagesablauf gehören.
RTY redet übrigens gerade in BR3 bei der Münchner Runde mit.
Das Problem sind nicht primär die „Alten“ sondern vielmehr die „Jungen“.
Viele der sogenannte „Alten„ haben nach dem Krieg diese Land aufgebaut, von dem wir heute noch zehren.
Die 68-er haben bereits begonnen ein Paradigmenwechsel einzuleiten, und eine Ideologie etabliert die das Land in den Abgrund zieht mit Generationen von risikoscheuen und technikfeindlichen Einstellungen.
Darum ist die Vollkaskomentalität heute bei der jüngeren Generation anzutreffen, die lieber grünen und ökologischen Irrwegen des Bewahrens folgen, als Risiken einzugehen um Neues zu wagen. In früheren Zeiten wäre das undenkbar gewesen. Das kannte man wirklich nur von manchen „Alten“.
Die Politik aller Partien, Verbände, Verwaltungen, Behörden, …. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Abhängigkeiten noch weiter zu fördern, den Stillstand zur ehernen Kunst zu er(ver)klären.
Gruß
dtesch
@von Rudi restlos Ratlos am 09.03.2010 um 16:39 Uhr:
P*E*R*F*E*K*T*
Was würden die Fanta4 dazu sagen: “Tolle Rede Mann”
Für mich sind die aktuellen Parteien gedanklich haarscharf an DDR 2.0 – das Vertrauen in die Eigenverantwortung des Bürgers und das Vertrauen in den Bürger ist irgendwie zwischen Paragraphen und Zwangsneurosen der MdB abhanden gekommen.
Und zur Ergänzung fehlt der deutschen Bevölkerung das gesunde Mißtrauen gegenüber ihrer Regierung wie es in den USA vorherrscht.
Statt eigenverantwortllich etwas zu organisieren, schreit man nach dem Staat und im nächsten Atemzug meckert man darüber, dass dieser den Verwaltungsapparat aufbläht.
Man kann nicht beides haben!
Is hald so – oder hat schon mal irgendjemand, irgendwann mal einen Juristen oder einen Beamten als Prozessoptimierer beauftragt? Aber die Bevölkerung tut das und die Presse chort gleich hinterher “MEHR REGULARIEN” braucht das Land.
Juristen machen Gesetze, das ist ihr Job. Erst wenn wir die Juristen im Bundesttag durch einen gesunden, repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ersetzt haben, dann versuchen wir vielleicht wieder Probleme zu lösen und nicht Regularien zu erstellen.
Just my 2 cents.
PS: Hieß ja auch mal Repräsentative Demokratie
Eine sehr treffende Überschrift:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article6703589/SPD-arbeitet-sich-an-Westerwelles-Dienstreise-ab.html?utm_source=Newsletter&utm_campaign=nl_weltbewegt
Traurig, was ein nicht unkluger Mann wie Steinmeier da meint, von sich geben zu müssen.
Ein Freund sagte mal:
“Das ist doch nur buntes Papier”.
Und meinte die “Scheine”.
Und irgendwie hat er natürlich recht.
Andererseits hat er seine Finanzen, sein Leben so “gestaltet”, dass er jetzt – trotz einer sichern gar nicht so niedrigen Pension – seinen Lebensabend nun in Kenia verbringen muss, nachdem er gegen anderen Rat UNBEDINGT meinte, dort seine wenigen Märker in ein Busunternehmen dessen Busse verschwanden und Sparbuchzinsen von sagenhaften damals 20% investieren zu müssen.
Ist ein ganz lieber Kerl, trotz Allem.
Zu 17:19:
Dagegen an KANN man nicht umverteilen!
@ Pampa
hast du nicht mal gesagt,
M. und ich wären “nah beieinander”????
@ hirnlos
Eine Geschichte mit ganz viel Bart:
Was passiert, wenn ich 1000 random ausgewählten Menschen heute 1 Mio. in die Hand drücke? –
Wie viel haben 990 der Menschen nach einem Jahr davon noch? – Alle, die die Frage nicht verstehen,
dürfen hilfsweise die Tabelle „Eigentumsverteilung“ in die Hand nehmen.
Herr Ratlos
Bitte, bleiben sie bei den Fakten!
Quelle: Armutsbericht des Ministerium für Arbeit und Soziales
Aktuell:
http://www.flegel-g.de/Bilder/Armutsbericht.jpg
Entwicklung seit 1993:
http://www.einblick.dgb.de/grafiken/2005/06/g050607.jpg/timage_view_raw
Sehr zutreffend.
Besonders gefällt mir:
“Wir haben es mit einer geistigen Konterrevolution zu tun. Die Revolution von 89, der massenhafte Entschluss, sein Schicksal nicht mehr Politikern zu überlassen, sondern selbst in die Hand zu nehmen, ist ein Albtraum für alle Herrschenden und ihre geistigen Zuhälter. Daher die Neigung zum Neosozialismus. Damit soll das Volk endgültig darauf reduziert werden, was Alfred Döblin in “Berlin Alexanderplatz” als die beiden vornehmsten Pflichten des Staatsbürgers karikiert hat: “Erstens berappe, zweitens, halt die Klappe!”
Herr Tichy, würden Sie in diesem Umfeld Ihren Kindern empfehlen, eine “unternehmerische Wette” auf die Zukunft einzugehen?
….Der Umverteilungsstaat zehrt seine Substanz auf. Und ausgerechnet eine ostdeutsche Kanzlerin an der Spitze einer schwarz-gelben Koalition ist dabei, Deutschland in neosozialistische Zeiten zu führen….
….Längst ist der Sozialstaat ausgeufert. Er hat sich vom Solidargedanken seit Langem verabschiedet und ist zum Umverteilungsstaat mutiert, in dem die Leistungsträger immer ruppiger zur Kasse gebeten werden, um die von Steuergeldern lebende Klientel zu bedienen. Dabei sind wir an einem Punkt angelangt, dass demnächst, vielleicht noch in diesem Jahr, ein Produktiver einen Transferleistungsabhängigen versorgt. …
…Charakteristisch für die Situation bleibt deshalb ein “Nachruf” der “Berliner Zeitung” vom 16. Februar. Eine “neue, ganz andere Zeit” kündige sich an. Offensichtlich sei “das neoliberale Zeitalter mit seinem Mantra aus Eigenverantwortlichkeit, Entstaatlichung und Einkommensteuerreformforderungen spätestens mit der Finanzkrise an sein geistiges Ende gekommen”. Das Gegenteil zum eigenverantwortlichen ist der staatlich gegängelte, abhängige Bürger. Damit wäre das Erbe der 89er-Revolution entsorgt und der “Zeitgeist” wieder in der DDR gelandet. …
…Die Wunschkoalition der Feuilletonnisten, die dieses angebliche Zeitgeistprojekt befördern soll, ist Schwarz-Grün. Mit Norbert Röttgen, dem laut “Berliner Zeitung”, besten Umweltminister, “den die Grünen je hatten”, als Wegbereiter und Renate Künast als Stichwortgeberin. Die grüne Fraktionschefin, die im Bundestag schon mal die CO2-freie Gesellschaft forderte, hat bereits das Wort von den “Republikflüchtigen” geprägt. …
…Worte einer CDU-Politikerin!
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:gastkommentar-die-geistige-konterrevolution-dank-merkel/50086109.html