Das Ansehen der Banken ist noch schlechter als das der Zigarettenhersteller; die Berufs‧be‧zeichnung Banker hat jeden Glamour verloren und gilt als Schimpfwort. „Trust Meltdown“, „Kernschmelze des Vertrauens“, heißt eine Studie über das zerrüttete Ansehen der Finanzindustrie.
Es ist kein Zufall, dass zeitgleich neue, diesmal rabiate Anti-Banken-Gesetze in Washington und London formuliert werden. Jetzt geht es um Strafsteuern, Zerschlagung der Geldgiganten und Begrenzung ihrer Geschäfte. Dabei waren es doch gerade die Regierungen der USA und Großbritanniens, die durch Deregulierung und globale Expansion ihrer finanzmarktfreundlichen Rechts- und Rechnungslegungssysteme den Banken der Londoner City und der Wall Street die Hegemonie über das globale Geldsystem ermöglichten. Jetzt versuchen sie, die Geister in die Flasche zurückzudrängen, die sie selbst freigelassen haben.
Aber Politiker müssen auf den Druck der Straße reagieren; Barack Obama fürchtet um seine Gesetzgebungsmehrheit, Gordon Brown und die Labour-Partei um ihre Wiederwahl. So etwas nennt man Demokratie. Die Wähler leiden unter steigender Arbeitslosigkeit; die Menschen auf der Straße haben begriffen, dass sie vor einer unangenehmen Wahl stehen: Entweder zahlen sie mit höheren Steuern für die gigantische Staatsverschuldung nach dem Kometeneinschlag der Bankenkrise – oder mit Inflation, die ihre letzten Ersparnisse und Einkommen auffrisst. Für sie beginnt das Drama jetzt erst.
Die Banken dagegen können sich als Sieger fühlen. Schließlich schreiben sie schon wieder Gewinne und schütten ungerührt von allen öffentlichen Protesten ihre Milliarden-Boni aus. Dabei vergessen sie, dass diese sensationelle Wende im Geschäft nicht durch ihre Klugheit und Genialität bewirkt wurde – und dass sie überhaupt nur noch existieren, weil sie mit den Steuergroschen der kleinen Leute vor den Folgen ihres eigenen Versagens gerettet wurden.
Diese Selbst-Blindheit ist einzigartig und verführt auch deutsche Vertreter des leichtfertigen Geldes dazu, mit fiesen Tricks die 500.000-Euro-Höchstgrenze für ihre staatlich finanzierten Gehälter zu unterlaufen. Sie sehen nicht, dass sie auch mit diesen nur für sie bescheidenen Gehältern weit besser dastehen als praktisch alle Manager unterhalb der 30 Dax-Vorstände. Und sage keiner, dass Bankgeschäfte anspruchsvoller seien als der Betrieb eines Chemiewerks oder einer Autofabrik. Deshalb kritisiert auch Siemens-Chef Peter Löscher die Kasino-Mentalität der Banken, und Bosch will Banken wegen zu hoher Boni kündigen.
Es ist richtig, dass die jetzt in London und Washington vorgelegten Reformen nicht die Ursachen des derzeitigen Debakels anpacken: Nicht die Größe einer Bank ist für ihr Versagen verantwortlich, sondern ihr Risikomanagement. Die neuen Regulierungsvorhaben verfolgen eher ein plumpes, griffiges Ziel: Die Monster sollen an die Kette gelegt werden; es mag auch Neid dabei sein und der archaische Wunsch, die arrogante Klasse zu demütigen. Das Erpressungspotenzial der Banken soll zerstört werden.
Die Hoffnung ist, dass grobe Vorschriften solider wirken als die bestehenden hochkomplexen Regulierungen und diejenigen, die derzeit von den Notenbankchefs und Regulierungsbehörden neu entwickelt werden. Die Regierungschefs nehmen das Heft selbst in die Hand und wollen nicht, dass man jene in den Hinterzimmern an den neuen Regeln mitformulieren lässt, die die nächste Umgehung der Regeln schon mitdenken.
Die Banken in ihrer Selbstbezogenheit haben übersehen, dass ihre Krise vorbei ist, die ihrer Retter aber erst begonnen hat.











341 Kommentare zu “Druck der Straße”
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@Johannes Mende,
es geht bei der Kritik an den Banken und Kassen nicht nur um die Staatshilfen.
Der Vertriebsdruck am Schalter, läßt aus Angestellten,
absolute NO GO werden.
Wenn z.B. am Rande von H4 lebenden Familien eine Überziehung aufgedreht wird, für die 20 % Zinsen kassiert werden, dann ist ein Punkt erreicht, der als Reaktion nichts gutes werden läßt.
Und wenn jetzt ein Bängster schreibt, die betroffene Person (Familie) muß nicht überziehen, dann ist er ein Lügner.
Wie sehr viele Politiker und Journalisten kritisiert auch Hr. Tichy pauschal “die Banken”. Durch die genannten Punkte “500.000 EUR Grenze” und Zitate von Hr. Löscher sind wohl deutsche Banken gemeint.
Jetzt frage ich mich welche Banken können denn überhaupt gemeint sein? Staatshilfe haben nur ganze 2 private Banken erhalten. Die Commerzbank und die HRE.
Der Grund für die Probleme der Commerzbank lagen bekanntlich nicht in irgendwelcher Zockerei, sondern die Bank war schlichtweg zu klein, genau wie die Dresdner, deshalb ist man zusammen gegangen. Während der Finanzkrise waren keine Kapitalmaßnahmen möglich, deshalb hat der Staat ausgeholfen. Die HRE war im Hypothekengeschäft tätig, hat Fehler in der Refinanzierung gemacht, genaue Details wurden aber nie veröffentlicht.
Wie kann Hr. Tichy bedingt durch diese beiden Fälle verallgemeinern, wie auch alle anderen Kritiker?
Im Gegenteil haben unsere deutschen Privatbanken, vorneweg die Deutsche Bank doch im internationalen Vergleich blendend abgeschnitten und haben keine Staatshilfe in Anspruch genommen?!
Falls Hr. Tichy sich auch auf die Landesbanken bezieht, also auf Eigentum der Länder und des Staates, so muss man diese Fälle doch in der Beurteilung von den privaten Banken trennen!
Der Eigentümer eines Unternehmens, in diesem Fall der Staat gibt doch das Geschäftsmodell vor, er entsendet die Kontrolleure (AR) und er sucht den passenden Vorstand. Die Politiker selbst tragen deshalb die Verantwortung für die Verluste der Landesbanken. Um diese Geschäftsmodelle zu ändern bedarf es keiner neuen Gesetze, die Politiker haben bereits alles in der Hand, um Dinge zu ändern.
Aus meiner Sicht ist die massive Kritik der Politiker, die von den Medien ohne Kritik übernommen und verbreitet wird nichts anderes als eine Verschleierungstaktik, um von den großen Verfehlungen der Politiker abzulenken, Steuergelder in den Landesbanken verschleudert zu haben.
Ich erwarte von der “Wirtschaftswoche” sehr viel genauer hinzusehen und im Detail zu recherchieren, Verallgemeinerungen sollte einer “BILD” überlassen werden. Von Experten der Wirtschaftspresse kann man mehr erwarten!
Beste Grüße,
Johannes Mende
Das kannst Du mir gar nicht klar machen Pedro, zumal Du in etwa so viel von Banking wie ich von Gesundheit verstehst. Offensichtlich hat Dir nach Deiner Meinung mal jemand das Fell über die Ohren gezogen. Du bist nicht allein, haben sie mir beim Arzt, wo ich wirklich selten bin, auch schon.
Was ich damit sagen will, wenn wir egal was auch nicht einigermaßen verstehen, werden wir zur Beute. Meist ist die Delegation von Verantwortung das Problem, geistige Bequemlichkeit.
Aber auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, das ist ja auch nicht Sinn der Sache, hoffe ich dass ich Dich ebenso wie Du mich zum Nachdenken anregen kann.
Die Ergebnisse mögen unterschiedlich sein, der Prozess ist derselbe. Auch Deine Enkelin muss neue Wege gehen, nicht die ausgetretenen Pfade von Papa und Opa. Das müssen wir aushalten, mehr noch, fördern.
Pampa
@Pampa 07.02.10 14:15
Wie kann ich dir klarmachen warum ich den Beruf des Bängsters so sehe wie ich ihn sehe.
Meine Kreditwürdigkeit ist nicht so schlecht wie du denkst, es ist der Bängster der durch seine Möglichkeiten und durch besseres Wissen Dinge tut, kann und darf, die jenseits der Gesetze stehen.
@Roman
)) Spitz wie
So ganz spontan, und was ist mit heiß und feucht? Aber ich will ja nicht unterbrechen.
Nachbars Lumpi
@Eysel
Was heißt rührend? Hast Du schon mal überlegt, warum wir das hier machen? Nun kann ich nur für mich sprechen.
Schreiben ist ja eine Form von laut nachdenken. Als könnte ich hier wirklich was an der öffentlichen Wahrnehmung ändern, da müsste ich eher als Journalist bei der Bild anheuern, oder als Lehrer die Rezeptionsfähigkeit der Kinder erhöhen. Also schreibe ich meine Gedanken hier ab und an auf und stelle sie damit zur Diskussion. Vielleicht liege ich ja irgendwo falsch oder ein anderer kann sie ergänzen. Daneben kann ich noch leise nachdenken, also lesen was andere so in die Diskussion einwerfen. Der durchschnittliche WiWo-Blogger ist ja nicht gerade doof. Daneben noch etwas Spaß an der Freude, soll ja nicht in Arbeit Marke Fließband ausarten.
Das ist eigentlich alles. Weder will ich immer Recht bekommen noch Klassensprecher werden ((-;)). Je nach Thema hat halt jeder seine besonderen Eigenschaften, Fähigkeiten und Kenntnisse. Ich habe nun mal nichts Vernünftiges außer Bankster gelernt. Und einige werden nun anmerken, was heißt hier außer?
Wenn Pedro also mehr als alles in eine Immobilie gesteckt hat, so verbuche ich das unter Liebe zu Architektur oder Kultur. Ist ja in Ordnung, aber er darf sich dann auch nicht wundern, wenn seine Kreditwürdigkeit darunter leidet. Ich kann ja verstehen, dass er jetzt einen Hals auf Banker hat, aber letztlich war es seine Entscheidung und mithin trägt er auch die Verantwortung. Wäre ich sein Banker gewesen, hätte ich ihm wohl geraten lass das, aber Menschen hören nun mal nur gerne das, was sie hören wollen, besonders wenn es um Leidenschaften geht. Vermutlich würde er mir raten aufhören zu rauchen, aber das ist einfacher gesagt als getan und nicht so einfach zu bewerkstelligen wie höre auf Immobilien zu kaufen.
Ich hoffe ja nicht, dass es sich dabei um eine stille Teilhaberschaft an Magics Bruchbude am A.. der Welt handelt.
))) (Schon gut, schon gut) Ach, erwähnte ich schon, dass es ein kleiner Obolus für die Teilnahme hier ist, hin und wieder jemanden auf die Palme zu hetzen?
Schöne Grüße
Pampa
@Magic
Aber ganz im Ernst, so blöd wäre die Koketterie vermutlich nicht mal.
Dein Ferienhäuschen muss besser gelabelt werden, etwas richtig Prägnantes. Wie wäre es mit „Zur Bruchbude am Arsch der Welt“?
@Eysel,
Nein,nein Eysel ich glaube Magic kennt sich da viel besser aus,der tut nur immer so;-)
Das wäre doch eine Disskusionsgrundlage und der Preis wäre das ihr Zwei euch mal endlich Lieb habt:
Es gibt vier Elementarqualitäten, warm, kalt, trocken und feucht. Man bezeichnet sie als Grundqualitäten, da alle weiteren zweiten Wirkungen aus ihnen entstehen. Warm und Kalt sind aktive Qualitäten, Trocken und Feucht passive. Wärme ist der Werkmeister aller Wesen, die geboren werden, und ist selbst die Grundursache der Zeugung. Sie bewirkt die nach außen gehende Bewegung, löst auf und führt das Niedrige und Mittlere zum Höheren zurück. Die Kälte bewirkt die nach innen gerichtete Bewegung. Ihre Grundeigenschaft ist kühlend, zusammenziehend und verbindend. Die Hauptwirkung des Trockenen ist auszutrocknen, die des Feuchten besteht darin, zu befeuchten.
Der Sinn der Ausführungen über die Elementarqualitäten wird anschließend erläutert:
„Diese verschiedenen gegensätzlichen Eigenschaften der grundlegenden vier (sc. Eigenschaften) streiften wir, damit aufgrund der Ähnlichkeiten mit ihnen der fromme Leser bald die Werke der vier Haupttugenden, die die Qualitäten der Seele sind, bald die vier Affekte, die die der Seele eigenen oder akzidentellen Krankheiten sind, soweit nützlich,
bestimme.“ D.h. die körperlichen Zustände lassen Rückschlüsse auf den Zustand der Seele zu. Krankheiten, die sich durch das Ungleichgewicht bestimmter Säfte auszeichnen, deuten also immer durch die spezielle Art ihres Ungleichgewichtes den spezifischen Zustand der Seele an.
Heilung der Krankheit und daher Heilung der Seele bedeutet die Wiederherstellung des körperlichen Gleichgewichtes und somit einen ausgeglichenen Seelenzustand. Es ist aber nicht
zuerst die „Krankheit“ wichtig, sondern das Ungleichgewicht der Säfte, aber die verschiedenen Ausprägungen von Ungleichgewicht faßt man als „Krankheiten“ zusammen.
Auf die Eigenschaften der Elementarqualitäten folgen diejenigen der vier Säfte und ihrer Zusammensetzungen. Diese Säfte, nämlich Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle, sind gewissermaßen das gemeinsame Material aller wahrnehmenden Körper, also der Menschen und
Tiere. Die Elementarqualitäten wirken im Menschen mit Hilfe von vier Säften. Diese sind die “Söhne der Elemente”, sie sind aus den Elementarqualitäten zusammengesetzt und entstehen
durch die Verdauung.
Gruß
Romulus
Großmaul, was für ein Preis denn?
War mal wieder fällig,
Dampf ablassen,
um jeden Preis, gell?
Selbszwahrnehmung von Tante Eysel:
“Mutter der Natur. Herrin aller Elemente, Keimzelle der Geschlechter, Geisterfürstin, Totenkönigin, Himmelsherrin, Ingebriff der Götter und Göttin, Des Firmamentes Lichtkuppel,
des Meeres Heilsbrise, der Hölle Jammerstille gehorchen deinem Wink, ein Wesen bin ich doch in vielen Gestalten wechselnden Namen betet mich der ganze Erdkreis an….
ja,ja, und wenn er nicht von selbst aufhört dann irrlichtert er bis in alle Ewigkeit;-)
@ Römer
soso, viel gelesen.
Und noch ein Hang zur Metaphysik.
Dann kann ich mich ja vielleicht mal mit dir über den \”Goldenen Esel\” unterhalten.
Die \”alte Besatzung\” hier kennt sich da nicht aus.
Verweigert die Lektüre.
@ Pampa
ich finde dich \”rührend\”
Eine Stadt in der Nähe von mir wollte ein tolles altes Gebäude abreißen und ich habe es gerettet. Kostet mich alles was ich und meine Frau haben und je haben werden.
@Zweimal nein Pedro. Welchen Film?
@Pampa
Sie haben keine Schulden bei mir und nie gehabt.
Danke für die Antworten.
Sind Sie ein Mitarbeiter der WIWO und haben den Film über mich gesehen ???
@Pedro
Ich versuche es in Kurzfassung, würde aber behaupten dass selbst 95% der Banker damit nicht wirklich befasst sind, das (Basel II) eine Frage der Gesamtbanksteuerung, damit Marktfolge.
Früher war es vereinfacht so, dass Kredite an Privatpersonen oder kleine Firmen nach GS II (EK-Ausstattung) mit 8% EK hinterlegt werden mussten. Bei der Umstellung auf Basel II nach dem fortgeschrittenen Ansatz passierte nun folgendes: Die EK-Hinterlegung der Bank sollte sich am Risiko orientieren, sprich mehr Risiko, mehr EK-Hinterlegung, weniger halt weniger. Risiko wird dabei statistisch gemessen. Es fließen also Daten aus der Vergangenheit ein, dabei braucht man auch eine Verteilungshypothese, wie sich Risiko, das ja gänzlich in der Zukunft liegt, entwickeln könnte. Macht man über Diskriminanzverfahren, logistische Regression oder auch neuronale Netze. So wichtig ist das aber nicht, wichtig ist erst mal der Grundgedanke: Mehr Risiko, mehr EK.
Gut, EK ist teuer und knapp. Erst mal verteuert das also die Kreditkosten für schlechtere Adressen, was diese nicht unbedingt besser macht. Je schlechter du ohnehin schon bist, umso mehr bezahlst du. Basel II wirkte also prozyklisch.
Nun kam aber noch etwas hinzu. Durch die verstärkten Ausfälle und deren Antizipation verteuerte sich Risiko selber dramatisch, die neuen Daten fließen ja in die Risiko-Modelle ein. Wirkt auch prozyklisch.
Nun eine sehr vereinfachte Berechnung des Deckungsbeitrages einer Bank bei Krediten:
DB = Zinsertrag – Refinanzierungskosten (EK+FK) – Risikokosten – Verwaltungsaufwand
Die FK-Kosten kann die Zentralbank über billiges Geld senken, nicht aber die EK-Kosten sowie die Risikokosten. Verstehst Du das einigermaßen, nur weil die Zentralbanken der Refinanzierungs-Kosten herunterfährt heißt das nicht, dass die Marktzinsen sinken.
Es ist ja weltweit der Finanzsektor kollabiert, es können ja nicht restlos alle Banker blöd sein. Zum einen dürfte imho mal folgendes passiert sein: Alle haben mit der Normalverteilung gerechnet, das war auch regulatorisch so gewollt. Also wenn Du etwas wie Value at Risk hörst, das ist Normalverteilung. Die war aber, wie sich herausstellte, viel zu optimistisch, sprich die Risikokosten waren weltweit zu niedrig kalkuliert. Daneben verloren viele Banken bei der Sache jede Menge EK, sprich Risikokosten hoch, EK-Kosten hoch. Und weil das allen so geht, spricht man von einem systematischen Risiko. Kapital war früher zu billig ist die Quintessenz.
Daneben wurden überall auch individuelle Fehler gemacht, nennt sich unsystematisches Risiko, das streitet ja keiner ab. Speziell unsere staatlichen Banken haben zu viel unsystematisches Risiko gezeichnet. Strukturierte Produkte sind dabei nur ein Teil, in denen sich die Probleme ansammelten.
Nun hast Du als Kreditantragsteller noch ein weiteres Problem. Kredite werden nicht nur teurer, sondern teilweise gar nicht mehr vergeben. Da stecken Limit-Systeme dahinter, Ausschlusskriterien. Die falsche Branche, der falsche Wohnort etc., dann gibt es keine Kohle mehr. Die Schufa funktioniert ja auch wie die Risikoabteilung einer Bank. Je nach Kriterium ratet sie ihre Kunden. Das kann durchaus am Alter, Wohnort etc. liegen, wie sie das genau macht, sagt sie nicht. Aber die Schufa ist nur ein Kriterium, das in das Rating-System einer Bank einfließt. Wenn die negativ ist, kannst du es gleich vergessen, Knock-Out-Kriterium. Die Kreditwürdigkeitsprüfung der Bank selbst ist übrigens nach KWG §18 zwingend vorgeschrieben, erst dann kommen Sicherheiten. Richtig ist imho ferner, dass bereits eine negativ beantwortete Anfrage bei der Schufa als Negativ-Kriterium einging, soweit ich weiß, haben sie das geändert. Führte nämlich dazu, dass manche Banken sich über ein Negativ-Merkmal vor ihrer Konkurrenz schützten.
Ob ein Kunde gut ist oder nicht, entscheidet aber nicht der Knabe hinterm Schalter allein, sondern die Marktfolge, 4-Augen-Prinzip. Wenn die Marktfolge no go sagt, dann ist auch no go.
Mir ist schon bewusst, dass das alles etwas schwer zu begreifen ist. Aber letztlich ist es so, dass in weiten Teilen der Wirtschaft die Zeiten nicht mehr wie früher sind und auch nicht mehr sein werden. Geld ist teurer geworden, auch wenn die Zentralbanken nahe Null fahren. Viele Geschäfte rechnen sich so operativ nicht mehr, im Gegensatz zu früher. Nehmen wir Automobil-Zulieferer, die kriegen es knüppelhart ab.
Ich hoffe, ich konnte Dir einigermaßen helfen, hast ja etwas gut bei mir.
Schöne Grüße
Pampa
@Pampa 04.02. 16:40
mir wurde von dem Fachmann erklärt, das über 80 % der Bänker Basel II nicht verstehen, so das es keinen Sinn macht mir es in Kürze zu erklären.
Ich wiederum habe folgenden Sachverhalt dargestellt und um Stellungnahme gebeten.
Ein Kredit suchender, mit ausreichender, aber grenzwertiger Liquidität ersucht um einen Kredit. Die erste Bank, natürlich die Hausbank, lehnt ab. (mangels eigener liquidität …basel II) Ein Eintrag bei der Schufa der Kreditanfrage und der Ablehnung ist die Folge.
Er sucht sich die nächste Bank, das gleiche Spiel…er Gesund…die Bank aber Krank.
Der nächste Schufa Eintrag, usw….usw…usw…
Dieses System ist Krank.
Im übrigen warte ich immer noch auf eine Antwort und das seit über 5 Jahren. Auf eine Anfrage vor 3 Jahren, bekam ich von diesem Sachverständigen die Antwort, das Thema ist zu kompliziert um es einem Laien in Kürze verständlich zu machen.
Solche Menschen werden zu Recht Beamte.(Ironisch gemeint)
Nee Eysel,kommt von vielem lesen,zb:
Solange die Glieder von der Seele regiert werden, bleiben sie gesund und zur Vollendung ihrer Handlungen und zur Vervollkommnung
des Körpers nützlich. Aber des Dienstes der Seele beraubt, schaden sie dem Rest des Körpers. Je würdiger die Glieder aufgrund ihrer reineren Zusammensetzung sind, um so geeigneter sind
sie zur Vollendung der Handlungen der Seele. Deshalb vollführt die Seele feinere Handlungen durch Glieder, die von Beleibtheit und Fett gereinigt wurden. Aufgrund der gegenseitigen Verbindungen und Zusammenhänge leiden sie miteinander. Aus einem gewissen natürlichen
Gehorsam verteidigen die niedrigen Glieder den Kopf. Die virtutes der Seele fließen in die Glieder ein. Die Glieder sind auf harmonische Weise hierarchisch geordnet, einige regieren,
andere dienen, die mittleren zwischen beiden schützen, alle drei sind so verbunden, daß sie miteinander leiden. Die reinere Komplexion bewirkt vollendetere Handlungen der Seele.
Seele und Körper werden nach dieser Darstellung aufs engste verbunden, sie stehen in direkter Kommunikation miteinander.
@ Klaus
Stillhalter = king of the futures!
EW mal anders.
@ Bamba ( HOCHDEUTSCH = Pampus )
Macropore war son Ding. Luft + Gelatine.
Und soein Heini in München um die Jahrtausenwende mit vernetzter Autoelektronik was. Knebel glaub ich hiess der.
Ging aber nicht leer. Wurde später verurteilt.
Römer
Die Finanzen sind zerrüttet, an den Börsen hat´s gekracht,
da hab´ ich mit meinen Kindern aus meinen Aktien einen Drachen gemacht.
Wir gingen hinaus auf die Wiesen, wo die lauen Lüfte wehen
so konnte ich meine Aktien noch einmal steigen sehen.
DAX und Euro hat´s diese Woche aber auch zerissen, nach der kleinen Erholung zu Beginn – jässes!
Das war´s aber noch längst nicht!
Schönes Wochenende zusammen
Klaus
Oioioioi Röömä,
auch vom Limes gfalln?
Tja Roman,
this time is different. Boah hört sich das teuer an. Hoffe Dich ruft keiner an, margin call.
Schönen Gruß von Manuel Asensio
http://www.tradewire.de/erfolg/asensio.php3
Pecunia non olet
Cave Pampam
war etwas länger abseits. Ist ja viel los hier. mir flimmern schon die Augen…
Mal sehen, ob ich morgen was zu den doctores und Gesundheit/ökonomie absondern kann.
Römer am 05.02.2010 um 19:39 Uhr: ich hab auch noch einen:
inter ossas feminorum gaudium virorum est…
@
ja was isn los heit abnd, seid ihr alle persenlich in Veitshöchheim?
salve
@
Die Ultimative Aufklärung
Diesmal ist alles anders
und was macht das Fernsehen ??
wiederholt so einen alten Film der doch nichts mit dem HEUTE zu schaffen hat.
http://www.youtube.com/watch?v=ngH1e-5Wi2g
@
Jetzt mal was Ernstes, KlausF wird bestätigen;-)
Blues vom ausgeknockten Huhn
Flattern auf und in die Höh’, (Endzüge der Rallye)
Ach herrje, herrjemine!
Ach, sie bleiben an dem langen,
Dürren Ast des Baumes hangen. (Overhead resistance)
Und ihr Hals wird lang und länger, (schwarze Kerze im Chart)
Ihr Gesang wird bang und bänger. (Bubblevision ruft den finalen Boden aus)
jedes legt noch schnell ein Ei, (dead cat bounce)
Und dann kommt der Tod herbei. (Knockout)
Witwe Bolte in der Kammer (Langfristanleger)
Hört im Bette diesen Jammer;
Ahnungsvoll tritt sie heraus,
Ach, was war das für ein Graus!
Fließet aus dem Aug’, ihr Tränen!
All mein Hoffen, all mein Sehnen, (Altersversorgung…)
Meines Lebens schönster Traum
Hängt an diesem Apfelbaum! (…ist zum Teufel)
Tiefbetrübt und sorgenschwer
Kriegt sie jetzt das Messer her,
Nimmt die Toten von den Strängen, (Kontoauflösung bei Flatex)
Daß sie so nicht länger hängen, (Überweisung des Restguthabens aufs Girokonto)
Und mit stummem Trauerblick
Kehrt sie in ihr Haus zurück. (“Ich werde mein Leben lang keine Aktien mehr anrühren!”)
Wihelm Busch
@Eysel
Hier die Überstzung
Unum ignis quis vir multum ab audendo et clamavit: Studium fuga meum prohibere! – Ein Feuer-wer-mann viel vom wagen und schrie: Eifer-Flucht mein hindern!
Pampa, du bist mir aber Einer;-)
Ein paar dieser Lateinischen Redewendungen muß ich wohl auswendig lernen.;-)
Wie gesagt Helau
@
Ach so falls es nicht reicht mit dem verstehen der Grund ist:
Das angesehene Führungs-Kamel Professor A. hat bereits den Beweis geliefert, dass Latein nicht wirklich existiert: Liest man Latein rückwärts, entsteht das Wort “Nietal”. Dies bedeutet auf Kamelisch nichts anderes als: „Hah, ihr kleinen Scheißer, ich hab euch alle bloß verarscht, har-har!“
und
und die Auflösung:
http://kamelopedia.mormo.org/index.php/Latein
Gruß von der Prinzenproklamation in Veitshöchheim
@Pampa,
Jaa mein Latein habe ich ncoh in guter Erinnerung
Veni, vidi, vixi.
oder
Mens sana in Campari Soda.
oder
Virtus elige referenda re fas tendi lina amore.
oder
Vena laus amoris, pax, trux et goris
oder
Ut desint viri, tamen est laudanda voluptas
und
Sita usvilate inisse tabernit
Salve und helau
Römer
@Eysel
Kein Thema, war doch nur Spaß.
Wusstest Du, dass die Römer schon eine Feuerwehr hatten?
Ignis quis vir. Feuerwehrmann.
… frag Roman
Sorry schon wieder.
Ein s weg und nur eine Magd.
Reicht dem Bauer doch, oder Pampa?
@ Pampa
Noch ein zweites SORRY BITTE
für meine Namen-Schusseligkeit weiter oben.
Pampus hört sich doch nach Schampus an.
( Was fällt dir ein?) Und der ist mindestens in dieser verballhorten Form maskulin! Sic! Frag mich nicht warum? . Ebenso wie der Bauer nach der weiblichen Deklination funktioniert. Frag mich nicht warum.
Du erinnerst dich? Agricola convivas expectat.
Der Bauer erwartet die Mägde.
Erster Satz des compendium latinae Ausgabe 1959. –
Irgendwas ist hängen geblieben. Ob`s das richtige ist?
Also take it easy … Latein, und mich und meine Fehler.
@Römer
Ein schwuler Chef und drei schwule Kollegen? Hm, ich würde nichts fallen lassen, das könnte durch die Hose gehen. Aber bezüglich Alice, immer fein speichern und wenn sie dann nicht will, irgendetwas davor schreiben. Das @ hilft, Du kannst aber auch alles andere davor schreiben, wenn sie mal wieder mitteilt, nicht so schnell mein junger Freund. Vorher aktualisieren, wenn einer zwischenzeitlich etwas geschrieben hat, will sie nicht, kommt mir jedenfalls so vor.
@ Zamir,
ich habe nur Angst diese “Künstler”schaffen es mich ins Grab zu bringen, oder zumindest in die Frührente.Meine Elfe meint Yoga würde mir helfen.
Oommm Ooommmm Oooommmmmm;-)
Leider kriege ich immer noch und immer wieder einen dicken Hals;-)
Gruß,Römer
Gregor …. Danke
@pedro:
Sorry, zu schnell geschickt …
Die Bundesbank hat natürlich noch mehr mit ausführlicheren Tabellen und Erläuterung.
Vielleicht beruhigen Tabellen ja den Magen ein wenig. zumindest kann man herausfinden, in welchem Bundesland die Bankstellendichte am geringsten ist
)
http://www.bundesbank.de/download/bankenaufsicht/pdf/bankstellenstatistik09.pdf
http://www.bundesbank.de/bankenaufsicht/bankenaufsicht_dokumentation_statistiken.php
@Pedro:
“2000 Menschen ernähren in Deutschland eine Bankfiliale.
Was kostet eine Bankfiliale……??????.. : 2000 = mir wird schlecht”
Die gesuchte Kennzahl nennt sich Bankstellendichte.
Da liegt Deutschland noch nicht einmal ganz oben. Zur Vermeidung von Übelkeitsausbrüchen empfehle ich, nicht nach Spanien, Italien oder Luxemburg zu fahren
http://de.wikipedia.org/wiki/Bankstellendichte
Die Zahl der Banken und Filialen in Deutschland ist seit langem rückläufig. Da nicht jede Filiale ein eigenes Management hat und es sogar weitgehend automatisierte Niederlassungen gibt, muss man den Kostenfaktor relativieren. Das Endkundengeschäft ist Margenschwach, jedoch angenehm stabil.
Details zur Zahl der Banken und Niederlassungen gibt es hier:
http://www.bankenverband.de/index.asp?channel=168247&art=769
@ Römer,
keine angst, die bundesregierung kauft auch Deine sittenwildrige
CD, zur befriedung aller kellergeister und deren orgiastischer
schwestern, auf, auf, auf, auf,
Gruß aus Rudolphsteinshausenkirchenstadt, Zamir
pampa,
jetzt hat Alice meine Erlebnisse der letzten neun Jahre mit meinen schwulen Chef und drei schwule Kollegen kassiert.War wohl zu langsam;-)
Gruß
@ Pedro,
ernähren und bankfiliale, ergeben keinen sinnmodifizienten, daher wird
dieser experimentalversuch ersteinmal weitestgehend verworfen.
Entschludrige bittascheen.
Gruß aus Dulmmenhorst, Zamir
Na Roman,
ich musste herzlich lachen.
http://boards.fool.com/Message.asp?mid=28248487&sort=postdate
Schönes WE
Pampa