Eine Art Buchstabenrätsel stand vor einem Jahr an dieser Stelle: Entwickelt sich die Wirtschaft wie ein V, U oder L – also schneller Abriss und ebenso schnelle Erholung in Form eines V; lange Rezession oder gar jahrzehntelange Depression?
Seit Sommer wächst die Wirtschaft wieder. Aber aus dem Keller fährt kein Aufzug ans Licht, das V wirkt zittrig – schwungvoll geht anders. Der Export ist die Wachstumslokomotive – aber die Lok ist zu schwach, um Bau und Investitionen mitzuziehen. Die Angst vor Arbeitslosigkeit wächst – und deshalb sind die Einkaufspassagen voller Schaulustiger, aber die Einkaufstüten im Weihnachtsgeschäft so auffallend schlank.
Wirtschaft ist eben kein Luftballon, der schrumpft, wenn die Luft abgelassen wird und sich danach wieder zu alter Form aufbläht. Jede Krise hinterlässt Sieger, Verlierer und völlig neue Spieler, der Luftballon verändert seine Form und bekommt Beulen und Berge.
Größer werden die asiatischen Teile der Wirtschaftskarte, vor allem Indien und China. Sie wurden von der Krise weniger stark getroffen und erholen sich schneller. In Europa und den USA, unseren größten Handelspartnern, fehlt dieser Schwung – weil wir fast doppelt so viel in die Niederlande exportieren wie nach China, bleiben wir der Schrumpfwelt verhaftet. Die wirtschaftliche Kraft der „emerging countries“ verändert auch die weltpolitischen Gremien. Die Frage ist entschieden, ob globale Wirtschaftsthemen wie bisher zwischen den alten acht Wirtschaftsmächten geregelt werden können – in der Krise hat sich der Kreis wie selbstverständlich auf 20 erhöht. Fast kindlich klingt das Gerede vom „Globalisierungsgegner“. Spätestens die Klimadebatte zeigt, dass sich niemand der Globalisierung entziehen kann, indem er die Tür zum Kinderzimmer schließt.
Die säkulare Verschiebung der Nachfrage hin zu den hungrigen Märkten und das Auftrumpfen neuer Industriegiganten aus Fernost verschärft den Wettbewerb. Es sind auch andere Produkte, die von vier Milliarden konsumfreudiger Menschen dort nachgefragt werden. Sie sind es, die die neuen Standards des Begehrenswerten setzen – sie koppeln sich ab von den Trends, die bislang in New York, Paris oder London kreiert und weltweit nachgelebt wurden.
Und weil Rohstoff- und Energiepreise sich über Nacht irrsinnig verteuern und morgen wieder verbilligen, mal in Griechenland und mal in Dubai Blasen platzen und Kreditpyramiden zusammenbrechen, wird das Wirtschaftsgeschehen noch unberechenbarer, überraschender und unkalkulierbarer. Quartalszahlen galten lange als Beleg für Kurzfristdenken – tatsächlich stehen heute Jahresplanungen für eine überholte Opa-Ökonomie in der Beschleunigungsfalle.
„Überraschung als Norm“ sieht unser Reporter im Silicon Valley, Matthias Hohensee, als Maxime der Techno-Wirtschaft. So ist aus den Trümmern der New Economy Google als monströses Superhirn der Infowirtschaft erwachsen. Soll sich niemand aus der deutschen Autoindustrie überrascht zeigen, wenn 2010 erste Serien-Elektroautos durchs Schwabenland surren und eherne Überzeugungen und Geschäftsmodelle umstülpen. Der Wandel beginnt erst und wird immer neue Bereiche erfassen.
Und was bleibt dauerhaft? Nachhaltigkeit als Wert, als Maßstab für Erfolg wird von Vordenkern seit 20 Jahren beschrieben und jetzt breitenwirksam. Wer dies als Worthülse abtut, wird unter dem Druck von drei Seiten zerbrechen – Druck vonseiten der Gesetzgebung, mehr noch von Konsumenten und besonders schmerzhaft: von den Kapitalgebern, die beginnen, Nachhaltigkeit als Maßstab zu setzen.
Der Aufstieg aus dem V-Tal ist ein spannendes Unterfangen.











646 Kommentare zu “Luftballon mit Beulen”
@Pampa:
\”Capital Asset Pricing Model\”
Auch wenn mir der Stier gleich durch den Monitor hüpft: Warum CAPM?
Das ist die externe Sicht des Kapitalgebers, der eine Reihe von Entscheidungen treffen muss, die über das reine Risiko hinausgeht. Bei einem sehr sicherem Unternehmen müssten sich ja sonst EK und FK-Kosten angleichen.
EK = Beteiligung am Unternehmen, Rückzahlung durch ausgeschüttete Gewinne des Unternehmens oder Verkauf der Anteile
FK = Verbindlichkeit ohne Beteiligung, Rückzahlung am Stichtag durch Zinsen sowie durch Zinsen
Je geringer das Risiko, umso attraktiver wäre auch für Max Profit das EK, weil er seine Investitionen gehebelt verkaufen kann. Tatsächlich ist es aber umgekehrt. Risikounternehmen ziehen EK, Siemens & Co ziehen FK an, weil bei werthalten Unternehmen die Eigentümer keine Lust haben, Gewinn und Substanz mit Geldgebern zu teilen.
Aus interner Sicht spielt doch eher \”Weighted Average Cost of Capital\” eine Rolle, oder? WACC kommt schnell zum Ergebnis, dass FK billiger ist, weil Fremdkapitalzinsen abzugsfähig sind. Es sind die gesparten Steuern, die FK für die Eigentümer attraktiv machen, wenn man schon Substanz besitzt.
So so Karel,
wie viel der Residualgröße EK weist der „Mittelständler“ Bosch auf und warum sollte das CAPM oder die Grenzkurve der Effizienz nur für Banken gelten? Was hat das überhaupt mit Mama Blue zu tun? Wer trifft sich an den Kapitalmärkten und wer ist wie reguliert?
Pampa
@Pampa
Gewinnoptimierung mit Fremdkapital war schon immer ein Gewinnspiel für Banken.
Bei Substanzoptimierung (siehe Bosch) dagegen nicht.
Eine Fürsprache für “Mama Blue”?, ich kann´s nachvollziehen.
karel
@Römer,
doch das kann sein. „Schuld und Verschuldung“ sind dem Volksmunde zufolge schlecht. Stimmt das? Nein! Eigenkapital ist viel teurer als Fremdkapital. Warum? Nun, der Kapitalgeber steht bei EK nachrangig gegenüber FK da, er zeichnet mehr Risiken und will daher mehr Asche sehen, Max Profit eben. Max erwartet Risikoprämien, das wirst Du ihm nicht abgewöhnen. Nennt sich auch, theoretisch CAPM, Capital Asset Pricing Model – Kein Weg führt daran vorbei, dass EK teurer als FK ist. Es gibt noch die Überlegung von Modgliani-Miller, wonach es wurscht sei, wie du finanziert bist, weil der EK-Geber Deinen FK-Anteil mit immer höheren Prämien versehen sehen will. Tendenziell stimmt das.
Wichtig ist jederzeit die Liquidität aufrecht zu erhalten, ansonsten sich möglichst billig zu finanzieren, also FK. Das erzeugt Spannungen, eindeutige Lösungen gibt es nicht, kommt auf die Branche an. Als Bauernsohn würde ich Dir raten, in der Branche 100% EK, zumal die Gesamtkapitalrendite unter der EK-Rendite liegt = keine Schulden, aber Spekulation auf Immobilien-Deals. In anderen Branchen sieht das wiederum anders aus, relativ. Je höher die Gesamtkapitalrendite und umso geschützter der „Burggraben um das Geschäft“ (vgl. Phil Fisher, Common Profits and uncommon Values), desto mehr FK-Anteil, Schulden sind nichts schlechtes mittelfränkischer Römer.
Was auch immer passieren wird, was auch immer irgendwer erwartet oder wie handelt, es kommt IMMER auf den Wert des Apfelbäumchens an, den intrinsic Value, bzw. besser den Net Present Value aller künftiger Zahlungsströme, künftig impliziert Zukunft und die ist was? Für Dich sage ich es nochmal, habe es schon länger als ein Jahr nicht gesagt und wenige vertragen die Wahrheit: Prediction is very difficult, especially oft he future (Niils Bohr). Solange Du vor diesem Satz nicht ehrfürchtig in die Knie gehst, wird alles andere schwer bleiben, das Gravitationsgesetz der Kapitalmärkte, dem selbst Warren Buffett und Bill Miller unterliegen, der Nullpunkt.
Überprüfe Dich!
Aber Du darfst mir gerne widersprechen, wir beide lernen gemeinsam, keiner geht allein. Eine Frage Römer, was passiert, wenn Du Siemens komplett kaufst und vom Markt nimmst? Gut, der Handel erlischt, aber wer streicht künftig die erwirtschafteten Cash Flows von Siemens ein? Du? So ist es. Wie hoch ist der Net Present Value dieser Cash Flows unter welchen Annahmen? Da geht es schon wieder los …
Pampa
Pampa das kann doch nicht sein,oder?:
Aktienmärkte sind für die Unternehmen die dort gehandelt werden ein überflüssiges Casino. Nur wenn ein Unternehmen an die Börse gehen will oder eine Kapitalerhöhung braucht, sind die Aktienmärkte wichtig. Damit das funktioniert, darf die Stimmung an den Aktienmärkten nicht mies sein. Gut ist die Stimmung bei steigenden Kursen. Volkswirtschaftlich gibt es also ein Interesse an steigenden Kursen. Trotzdem sollte man die Aktienmärkte nicht überschätzen. Die Zeit, wo Firmen sich primär Geld über die Aktienbörse beschaffen, ist lange vorbei. Die überwiegende Kapitalbeschaffung läuft heute über Verschuldung, also der Emission von Anleihen und über Bankkredite. Vergleicht man die umgesetzten Summen bei Kapitalerhöhungen und Börsengängen zum restlichen Casinobetrieb, ist die Aktienbörse eigentlich unwichtig. Es müsste sie nicht geben.
Die Aktienmärkte spielen auch bei der Vermögensakkumulation eine Rolle. Viele setzen für ihre Alterssicherung auf so was wirtschaftlich unwichtiges wie Aktien. Um die Illusion der Alterssicherung zu erhalten ist es auch wichtig dass die Kurse steigen. Das hebt auch die Stimmung und fördert damit den Konsum. Früher war es realer. Da war es wichtig, dass es hohe Dividenden gab. Aber heutzutage sind Dividenden unwichtig geworden weil die Firmen nicht mehr in der Lage sind Dividenden entsprechend dem Geldeinsatz und des Risikos zu zahlen.
Die total unwichtige Aktienbörse macht also nur noch Sinn wenn die Kurse steigen. So werden es auch die Verantwortlichen bei den Notenbanken sehen. Sie können aber nicht ewig steigen. Also ist es nicht verwerflich wenn sie mal abstürzen. Dagegen muss man nicht unbedingt einschreiten, auch nicht das ominöse PPT. Solange die Casinoillusion erhalten bleibt, werden sie auch wieder steigen und die Teilnehmer werden den Absturz schnell vergessen. Die Mehrheit ist eh überzeugt dass sie gewinnen wird. Dabei ist seit Jahrhunderten klar, dass die Mehrheit verliert.
Herrscht längerfristig und nachhaltig ein hoher Abgabedruck an den Aktienmärkten, muss man die Börse schließen. Negativkurse sind eben nicht möglich. So was kann bei absoluter gesunder wirtschaftlicher Lage passieren. Im Ansatz Denkbar wäre bei den heutigen demographischen Strukturen eine derartige Situation beim Abverkauf durch die Babyboomer.
Aktienpreise haben also wenig mit der realen wirtschaftlichen Lage zu tun. Es kommt nur auf den Kauf- und Abgabedruck an. Die Preise selbst können sich dabei um riesige Größenordnungen bei einem minimalen Handel ändern. Die Betrachtung, die gesamte Marktkapitalisierung als ein “real existierendes Vermögen” anzuschauen, ist wirklich daneben. In diesem Sinne sind auch Siemens-Aktien nicht besser als Aktien eines Pleiteunternehmens. Man muss nur zum richtigen Zeitpunkt rein und raus. Dabei ist es unerheblich, dass die Großbanken “unfair” (nur sie sehen die wirklichen Markttendenzen) mitzocken. Man muss sie und die Notenbanken einfach mit auf der Rechnung haben. Wenn man an das PPT glaubt, sollte man das einfach auch mit auf der Rechnung haben.
Die Verschwörungstheorien bringen einen also nicht weiter. Sie sind unerheblich. Keiner wird gezwungen mitzumachen.
Schon wieder Alice, was soll ich Dir drüber schreiben?
Gregory Mine,
was ist wichtiger, Fragen zu stellen, oder Antworten zu liefern? Wer war zuerst da, die Henne oder das Ei? Gibt es eindeutige Lösungen? Herr, die Not ist groß, Max Profit, den ich rief, werd ich nicht mehr los? Wir beide Greg wissen, dass es keine Antworten geben kann, a neverending story, aber dennoch will ich mich mal für die Fragen und versuchte Antworten bedanken, mehr habe auch ich nicht, auch die anderen Titonen, auf der Hand, sonst auch keiner.
In einem gewissen Sinne spielen wir hier alle mit- und gegeneinander, das schöne ist, es gibt nur Sieger, jeder lernt irgendwie von irgendwem. Chapeau Titonen! … hier gibt es Return, danke, mal so zwischendurch, an alle. Was wer lernt, ist ungewiss, das kreiden wir jetzt mal der Zukunft an, zwingend ist nichts, fast nichts.
Pampa
pedro, du fragst, welchen Stoff wir durch die Imkerpfeifen passen “die Antwort kennt nur der Wind”, sie lautet “Der Stoff aus dem die Träume sind” – der alte Simmel wär mal ein Revival wert, schade das wir so “middle class, plappert was?” verheftet sind, “muss es denn immer Kaviar sein?”
@Pampa:
\”Was ist ein Zins? Eine Belohnung für Konsumverzicht, eine Strafe für Überkonsum oder Überinvestition?\”
Es gibt ungefähr so viele Erklärungen, was Zins ist und welche Rolle er spielt, wie es Erklärungen gibt, was eigentlich Geld ist. Mises, Keynes, Marx, Böhm-Bawerk und Schumpeter geben da höchst unterschiedliche Antworten darauf.
Zins als Risikoprämie ist eine Sichtweise. Eine andere wäre Geldbenutzungsgebühr oder Liquiditätssteuerungsvehikel.
Die spannende Frage aber ist, wie kommt er denn nun auf die Welt, unser Zins. Das ist ja etwas, was Klaus die Nachtruhe raubt. Sieht man Geld als etwas statisches an (es gibt eine Ur-Geldmenge und eine Ur-Produktmenge), dann entstehen Zinsen wie jedes Geld nur durch Kredite. Wie Materie und Antimaterie müssen sich Kredite und Geld aber wieder in pure Energie auflösen lassen.
Wenn dem so wäre, erzeugen Zinsen exponentielles Wachstum, weil für die Zinsen immer neue Kredite erzeugt werden müssen, richtig?
Falsch.
Die Produktmenge ist nicht statisch, also ist auch die Geldmenge nicht statisch. Diesen Prozess nennt man Wertschöpfung und findet sich in Form der Mehrwertsteuer auf jedem Kassenbon.
Frage: Wie schafft man in einer statischen Welt einen Mehrwert?
Antwort: Gar nicht.
Diese Erkenntnis verdanken wir unter anderem Kalle Marx, den wir heute als ordentlichen Ökonomen kennen würden, wenn er sich den Ausflug in die Politik verkniffen hätte.
Marx sagt richtigerweise, dass Produktionsmittel einen Mehrwert erzeugen und sich der Gewinn (der Zins) dort anhäuft. Der Fehler sei, so Marx, die Arbeiter nicht angemessen am Gewinn durch den Mehrwert ihrer Arbeit zu beteiligen.
Da liegt der Denkfehler, weil die zwangsläufige Akkumulation von Kapital nicht stattfindet und weil durch den Mehrwert die Geldmenge steigt. Nachzulesen im 1*1 warum eine wachsende Wirtschaft keine statische Geldmenge (wir begrüßen die Goldbugs unter uns) haben darf. Durch die ständige Deflation funktioniert dann die Wertschöpfungskette nämlich nicht.
Was ist also Zins? Sehen wir es als Geldbenutzungsgebühr (Anteil an der erwarteten Wertschöpfung, die ohne die Vermietung des Geldes nicht passieren würde) plus eine Risikoprämie, weil der Plan ja auch schiefgehen kann.
Daraus erkennen wir, dass durch den Mehrwert, der durch Arbeit erzeugt wird, die Geldmenge parallel mit der realisierten Wertschöpfung wächst. Das Geld für die Zinsen entstehen also NUR durch tatsächliche Wertschöpfung und nichts anderes.
Wo liegt nun die Wertschöpfung eines Finanzprodukts, sagen wir einer Aktie? Ein Bauer gibt 1000 Aktien á 100 Euro aus, um mit dem Geld eine Mühle zu bauen. Er hätte auch einen Kredit aufnehmen können, aber hier wird das Problem deutlicher.
Bei der Ausgabe der Aktien kommt neues Geld in den Aktienmarkt, weil ein neues Wertpapier geschaffen wurde.
Die Mühle ist ein Erfolg und ich verkaufe meine 10 Aktien nach einer Weile für 150 Euro an Max Profit. Mein Gewinn beträgt 10×50=500 Euro. Cool.
Durch den Verkauf ist der Wert ALLER Mühlenaktien gestiegen. Die Marktkapitalisierung beträgt 150.000 statt 100.000 Euro. Alle sind reicher geworden, obwohl das investierte Kapital nicht gestiegen ist. In der Mühle drehen weiterhin 100.000 Euro ihre Runden, um einen Mehrwert zu erwirtschaften, der in Form von Dividenden ausgeschüttet wird.
\”Moment\”, sagt Max, \”ich habe ja mehr bezahlt, weil die Dividenden der Mühle den Preis von 150 Euro rechtfertigen.\”
Schon, aber mein Gewinn entstand nicht durch die Wertschöpfung der Mühle, sondern kam von außen. Durch das Geld von Max Profit wurden scheinbar 50.000 Euro an Wert geschaffen, was aber nicht stimmt. Die ZUSÄTZLICHE Wertschöpfung der Mühle durch den Tausch von Geld gegen Aktie war exakt Null. Höchstens der Akt des Verkaufs kann als Arbeit gewertet werden, was aber den Aufpreis von 50 Prozent nicht rechtfertigen würde.
Und da haben wir das Problem. Geld verdient kein Geld, wenn es keine wirkliche Arbeit verrichtet, um eine Wertschöpfung hervorzurufen. Deshalb kann das Geld durch Arbitrage hinwandern, wohin es will. Das BIP und die Geldmenge bestimmen, ob aus den gefühlten Gewinnen reale Gewinne werden.
Bitte, Bitte sagt mir was für ein Gras raucht Ihr hier?
A Magic was born again, der Beweis für Reinkarnation, q.e.d.
… aber Magic, Gründungsmitglied im Club der lebendigen Dichter der Titonen, meine Nicks hier waren PCIIA, Wladimir Tundrabär Putin, Biomüll und Ivan der Schreckliche. Ansonsten habe ich auf Dich gehört und mich zu Pampa bekannt und so benannt, wie Du mich getauft hast, blauer Bruder. War das geweihte Heilwasser zu kalt? Na komm her, lass Dich ankuscheln, Decke reich. Den Stoffhundeknochen nehmen wir auch wieder raus, Bello fang.
Zumal wir in TiTo ohne Regeln auskommen, ist es wichtig, dass wir uns benehmen, one man, one name, one voice. Ansonsten wird die Verwirrung zu groß. Bio verlinkt auf FAZ, Cicero etc., wer ist das? Bisher hat eigentlich nur WIM auf Cicero verlinkt, nicht Eysel, natürlich weiß ich es nicht, zudem wurde aus Bio eine multiple Persönlichkeit. Aber es wäre eine feine Sache, wenn wir uns, trotzt der rudimentären Fähigkeiten von Alice (übrigens Titonen, ein Buchstabe reicht bei der E-Mail-Angabe, Alice prüft nur, ob da überhaupt etwas drin steht) selber disziplinieren. Es mag ja Spaß machen, seiner Phantasie auch beim Nick freien Lauf zu lassen, auf Dauer finde zumindest ich das unfair bzw. ungeeignet. Beim letzten Update von Alice hatte RTY ja erkennbar eine eindeutige Identifizierung versucht, gut Alice funktionierte dann nicht mehr, aber ich finde die Absicht für gerechtfertigt.
Wir kriegen das schon hin, notfalls brauchen wir die Überzeugungskraft von Ivan. Auch wenn die weichen Faktoren nicht im Mittelpunkt stehen sollten, so gehören sie doch dazu. Das ist in jedem Unternehmen so, der Mensch lebt nicht von Finanzen und Wirtschaft allein, das ist imho auch sehr wichtig und erklärt auch den überraschenden Erfolg von TiTo 3.0 auf der Engine Alice 1.0 und der Philosophie FJ 1.0.
Mittlerweile haben wir es schon geschafft, dass keine Leserbriefe mehr aus TiTo 3.0 in der WiWo 1.0 erscheinen. Danke für das Kompliment. Wer so reagiert, fühlt sich schließlich in die Ecke getrieben, oder? Schade, dass Papachef himself kaum noch mitmacht, das war eines unserer wertvollsten Assets, wo kann man schließlich mit dem Chefredakteur himself korrespondieren? Kein Geschäftsmodell? Deswegen ist Goggle ja auch so machtlos? GET THINGS DONE!
Pampa
sing mit..
“Pampa killin’ Tunfra dyin’
magic hurt and you hear him cryin’
can you practice what you preach
and would you turn the other cheek
Father, father, father help us
send some sundance to that kid
cause people got me, got wiwo titoin’
Where is the path (cash)
What’s wrong with the world, papa
people livin’ like ain’t go no mamas
I think the whole world addicted to the dram
only attracted to things that bring you trauma
..
man you have gotta have love just to set it straight
take control of your mind and meditate
let your soul gravitate to the love, y’all, y’all
..send some guidance to the shags
where is our Klaus?
Komm endlich raus
Komm endlich raus, Klaus °;°
Du Liebe, meine Güte,
wie viel Klaus hatte der denn, bevor Du mit ihm angefangen hast? Pampa: 1,5 in etwa.
Hm, dann wollen wir in diesem Zustand mal langsam anfangen. Bevor wir uns aber der Physik zuwenden, ein kleiner Physiker-Scherz über die Trägheit. Nachdem ich sie Dir erklärt habe, wohin wandert die Luftblase in einer Wasserwaage, wenn ich sie nach vorne schubse? Nein Magic, nicht nach hinten, das Wasser ist träger als die Luft, nehmen wir in Deinem Fall blaue Elektroden? Die gefallen Dir bestimmt, auch wenn Strom bekanntlich grün oder gelb ist, in jedem Falle aber physikalisch aus der Steckdose kommt. Der Strom ist auch sponsord by Roth & Rau, Deiner Lieblingsaktie, mal sehen, wie Solarstrom wirkt. Pampa, gib mir mal den Schwamm, am Tage des Wassers wollen wir doch die Leitfähigkeit von Magic erhöhen. Was heißt hier elektrischer Stuhl, auf seinem Weg von Trier, über FFM nach Hintersüdwestsachsen wollen wir ihn doch schon mal auf Odessa vorbereiten, no country for verweichlichte men. Stoffhundeknochen? Na wenn er schön nass ist, gib ihn Bello nochmal, um ihn einzuseifern. So ist er lieb, braver Hund, Magic happ, fertig?
Ivan
Und nun zu Dir Pampa, heißt Du etwa Ivan? Ähm. Ich gestehe alle meine Sünden.
blub, blubb, blubb°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Gnade, Folterknecht, ab morgen wieder echt ‘!’
@Greg + Zamir
Na ganz so ist es nun auch wieder nicht Greg, vermutlich aber eher ein semantisches Verständigungs-Problem. Natürlich nudelt ein 50er in der Geldbörse nicht einen 20er durch und sie bringen eine Jungcobra, sagen wir einen 5er, zur Welt. Aber das böse, böse Giralgeld verlangt bei Konsumverzicht nach einer Prämie, dem Zins. Auch Verzicht ist schließlich eine Leistung. Wer verzichtsvoll lebt, profitiert vom Zinseszins, so gesehen vermehrt sich Giralgeld wie Karnickel, das bekanntlich der Filius der Bonacci, Fibonacci, schon mal über eine Reihe beschrieb, was macht eigentlich Klaus?
Was ist ein Zins? Eine Belohnung für Konsumverzicht, eine Strafe für Überkonsum oder Überinvestition? Nun, von beidem etwas, wie üblich bei doppelter Buchführung, die ja zwangsläufig ist. Der Zins hat aber mehrere Komponenten. Zum einen definiert er sich über die Refinanzierungsfazilitäten (EK und FK), zum anderen aber auch durch Risikokomponenten und ein bisschen über Verwaltungsaufwand. Würde Max Profit Schuldner A, der etwas wackeliger aussieht, als Schuldner B, der ziemlich solide am Boden zu stehen scheint, zum selben Preis (Zins) seine Asche überlassen? Natürlich nicht, da kennt Max kein Mitleid. A muss also mehr bezahlen (Risikokomponente), bis Max geil wird.
Das ist auch das, was schief gelaufen ist, der Black Swan, alle Maximilians dieser Erde haben Risiko unterschätzt, weil sie mit einer Verteilungshypothese des Gesellen Risk gerechnet haben, die nach neuesten Erkenntnissen so nicht haltbar ist. Da können Heli-Ben und Pimmel-Trichet die Refinanzierung auf Nulllllll setzen, wenn der Kollege Risk zuschlägt, wird es ungemütlich. Nun hat A ein Problem. Sein „realwirtschaftliches“ Modell ist derart ergebnisschwach, dass er die Riskkomponente nicht mehr bezahlen kann. Alles hat ein Ende, das sich nicht entsprechend verändert, um auch künftig den Anforderungen von Max gerecht zu werden. Das ist zwar traurig, aber der Weg des Fortschritts, da kennt Max keine Freunde.
Da können sich Mutti und Heli-Ben, Obama und Pimmel-Trichet, auf den Kopf stellen, zu viel Risk, zu wenig Effizienz, no Fun. Da hilft es auch nichts, wenn Arche-Typ Zamir frühmorgendlich auf die Anklagemauer klettert, das beeindruckt Max nicht. Max ist eher von dem beeindruckt, was Gordon gerade veranstaltet, eine geheime Leidenschaft von Max ist nämlich Min Steuern, aus ureigenstem Interesse.
So Global Greg, jetzt bist Du dran, was machen wir Global Makro, um Max das abzugewöhnen? Welche Folter-Maßnahmen fallen Dir ein, dass Max nicht von London nach Zürich oder Singapur umzieht, der Knabe versteht keinen Spaß. Apropos Spaß und abgewöhnen, name-game, Magic.
Guten Morgen liebe Sorgen, habt ihr auch so gut geschlafen, na dann ist ja alles klar. Kennt jemand das Badehaus in Norderney? Dort gibt es eine Feuer- und eine Wasserebene, beide sehr zu empfehlen. Magic ist mittlerweile 2,17 Meter groß, sein mentaler Zustand liegt schätzungsweise bei 1,2 Klaus und hat nur noch ein Ei. Das mit dem Gluteisen und dem Löten der Cojones ist leider etwas schief gelaufen, heute steht aber Wasser auf der Agenda, schrei nicht so Magic, Water-Boarding. Mal sehen … ob wir die Amnesie nicht wieder hinkriegen. Mother hold her little daughter, 15 minutes under water, not to make her any troubles, but to see the funny bubbles. Fertig Magic? Es ist auch geweihtes Heilwasser …
Unter Wasser ist er irgendwie ruhiger als auf der Streckbank, merkwürdig … vielleicht sollte ich eine Autobatterie anschließen, Moment … http://www.ichhabeihmdenarschrasiert.de … hallo Wladimir Tundrabär. Alter Kumpel. Könntest Du mir mal Ivan den Schrecklichen leihen? Magic kann sich nicht an seinen Namen erinnern. Ja, Wladi, Du hast Recht, wie traurig. Was, die Elektroschock-Therapie Ivans überleben nur 30%? Hm, eine faire Chance …
Pampa
@Pampa:
“Du kannst regulieren was und wie Du willst, ich werde immer auf BWL-Ebene zu Max Profit, nicht nur ich, das macht es den Makro-Guys auch so schwer”
Nö, im Gegenteil. Makro versucht nicht den einzelnen Stier zu lenken, sondern die ganze Herde. Es gilt also zu verstehen, was Max Profit motiviert und was er fürchtet.
Und in den meisten Fällen kann man Max auch werkeln lassen, weil sein Kumpel Carl Contra in derselben Situation zu einem anderen Urteil kommen wird. Solange sich die Max’ und Carls gegenseitig auszutricksen versuchen, weil jeder schlauer sein will als der andere, haben wir Makro-Guys am Lagerfeuer ein ruhiges Leben.
Unschön wird es ja nur, wenn alle in dieselbe Richtung rennen und glauben, nur durch schnelleres Laufen gewinnen zu können. Dann bricht der Herde aus und die Panik ist nahe. Dann kommen wir ins Schwitzen und fluchen über die unvernünftigen Rindviehcher
Ergo sehe ich Arbitrage als sinnvolles Instrument an und habe auch nichts dagegen, wenn die Liquidität dorthin schwappt, wo man sie benötigt. Genau dafür haben wir Finanzmärkte.
Wenn die Geldmenge (und damit die Gesamtverschuldung) dauerhaft schneller wächst als das reale BIP, dann sehen wir die Staubwolke einer Herde, die immer schneller rennt. Um das zu verhindern, muss sich Makro-Guy manchmal auf sein Pferd schwingen und die Jungbullen an der Spitze der Herde ein wenig zügeln.
@Pampa:
“Wir hätten über Bücker und die Nordwalder Variante reden sollen, kennst Du die, 2.Df6!”
Kennen ist zu viel gesagt, ich hätte auch erstmal gestutzt und überlegt, ob mein Gegenüber die Grundregeln beherrscht.
Ich habe aber inzwischen ein wenig geschmökert und arbeite mich ein. Die Variante hat viel mehr Möglichkeiten als man zunächst glauben möchte. Die Blöße will ich mir geben, also pauke ich in den nächsten Stunden noch etwas Theorie, während ich dem Schnee beim Fallen zuschaue
@zamir:
“geld verdient kein geld, bist Du dir da so sicher ?”
Sehr sicher. Geld ist ein Intermediär. Leg es in eine Schublade und es kommen nicht von alleine kleine Zinsen hinzu. Wenn es heißt, Geld müsse arbeiten, ist das wörtlich zu nehmen
Reine Finanzprodukte – Derivate – schaffen deshalb keinen Mehrwert, sie verteilen das Geld nur anders. Sie machen zum Teil bestimmte Transaktionen erst möglich. Ein Beispiel wäre ein Währungs-Swap. Um mit dem Derivat Geld zu verdienen, muss ich aber entweder der Verkäufer sein oder die damit verbundene Wette gewinnen. Dann wandert Geld von rechts nach links, es ist aber kein Mehrwert geschaffen worden. Die Geldmenge verändert sich nicht.
Anders sieht es aus, wenn mit Hilfe von fremden oder eigenem Geld Güter produziert und verkauft werden. Dann entsteht ein Mehrwert, der die Geldmenge dauerhaft wachsen lässt.
@ PAmpa,
hier ist Dein auftrag:
schreibe bitte eine autobiosophie über Deine erlebnisse in den tichyTown-Niederungen, Greg druckt dich, Machenzym macht das lektorat und ich verlege dich oder mich daneben, der erfolg ist bereits
vorverkaufsberechtigt vorgeklont und unverhinderbar. Wenn’s geht, nicht zuviel über “unser geliebtes schachspiel”, sonst werden die ANDREN es langweilig finden, aber alles andere gehört schon rein.
Prokekt: go .
Gruß aus Mainz, Johannes Gutenberg
@ Bioenzym,
hat dieser heine nicht auch ursprünglich an der Bhagavad Gita
mitherumundhineinkonstruiert ? Alles ist meeglich.
@ Gregor,
geld verdient kein geld, bist Du dir da so sicher ?
Oder liegt es wie schon so oft in diesem theater, alleine in den äuglein der betrachterInnen.
Gruß aus money makes the world go round, oder so ähnlich, Zamir
Und wenn wir jetzt den Katastrophenmann vom Bundesamt in die Biotonne entsorgen und dafür Heinrich Heine anhören, – ist die Welt die gleiche, sie wird nur mit anderen Augen gesehen:
Draußen ziehen weiße Flocken
Durch die Nacht, der Sturm ist laut;
Hier im Stübchen ist es trocken,
Warm und einsam, stillvertraut.
Sinnend sitz ich auf dem Sessel,
An dem knisternden Kamin,
Kochend summt der Wasserkessel
Längst verklungne Melodien.
Und ein Kätzchen sitzt daneben,
Wärmt die Pfötchen an der Glut;
Und die Flammen schweben, weben,
Wundersam wird mir zu Mut.
Dämmernd kommt heraufgestiegen
Manche längst vergeßne Zeit,
Wie mit bunten Maskenzügen
Und verblichner Herrlichkeit.
Schöne Fraun, mit kluger Miene,
Winken süßgeheimnisvoll,
Und dazwischen Harlekine
Springen, lachen, lustigtoll.
Ferne grüßen Marmorgötter,
Traumhaft neben ihnen stehn
Märchenblumen, deren Blätter
In dem Mondenlichte wehn.
Wackelnd kommt herbeigeschwommen
Manches alte Zauberschloß;
Hintendrein geritten kommen
Blanke Ritter, Knappentroß.
Und das alles zieht vorüber,
Schattenhastig übereilt.
Ach! da kocht der Kessel über,
Und das nasse Kätzchen heult.
Heinrich Heine (1797-1856)
Eysel,
Du rauchst noch? 34 Minuten auf 10 km, und Du rauchst? Hust, der Herr hat die Lungen ungleich verteilt. Bei der Zeitvorgabe könntest Du einen zwanzig Jahre jüngeren, nennen wir ihn Kälbchen, erst mal in ein Sauerstoffzelt legen, bevor er den Namen des Gründers von New York anno 1653 (rauchen bildet, Peter Stuyvesant steht auf dem Päckchen) wieder aussprechen könnte. Noch mehr Spaß macht Dein Spielchen übrigens, wenn Du etwas für 46,2 Euro kaufst und während der Berechnung der Verkäuferin 51,2 Euro auf den Tisch legst, dann muss sie zweimal rechnen. Eigentlich war das nicht mal boshaft gemeint, aber ich trage ungern (viele) Münzen mit mir herum, daher fiel mir der kleine Gag mal auf. 1,65 Euro beim Bäcker? Lege mal 3,15 auf den Tresen und Du wirst in fassungslose Augen blicken.
Greg,
ich werde alt, irgendetwas stimmte gefühlsmäßig nicht. Zwar glaube ich, dass wir über dasselbe sprachen (e4/e5/f4), aber ich das statt Königsgambit Königsangriff nannte. Wir hätten über Bücker und die Nordwalder Variante reden sollen, kennst Du die, 2.Df6! … das überrascht die meisten Königsgambit-Spieler, welche dann bereits nach dem zweiten Zug theoretisch blank sind, also genau das Gegenteil von dem, was sie sich erhoffen. Theoretisch eher fragwürdig, aber, vor allem beim Blitzen, meist sehr geeignet.;-)
Den vergifteten Bauer Arbitrage hast Du aber sehr vorsichtig gefressen. Unter uns Schachkumpel, Du kannst regulieren was und wie Du willst, ich werde immer auf BWL-Ebene zu Max Profit, nicht nur ich, das macht es den Makro-Guys auch so schwer …
Mir bereitet es einen Riesenspaß, was Gordon „ich will irgendwie gewählt werden“ Browne gerade lernt. Einmal? eine Sondersteuer für eine einzelne Berufsgruppe? Und das gerade auf Banker, Traumtänzer. Was ist Kapital? Scheu wie ein Reh, mit dem Herz eines Hasen und dem Erinnerungsvermögen eines Elefanten, digital? The City never sleeps … there is no only way out.
Eine kleine Denksportaufgabe, ich kenne die Lösung nicht: Des Bond-Gottes General, Paul McCulley:
http://europe.pimco.com/LeftNav/PIMCO+Group+Spotlight/2009/Cyclical+Outlook+December+2009+McCulley.htm
Was sagt Paul? Was könnten sie gemacht haben und was beabsichtigen sie zu tun? Und noch wichtiger Greg, wie könnte man profitieren, wenn man wüsste, wie der Super-Tanker der AIG positioniert und damit programmiert ist? Dig deeper!
)) Es sind zwei verschiedene Fragen, was sie sagen und was sie machen. Alans Law, spreche möglichst unverständlich, dem Vernehmen nach hat seine Frau Grünspan erst beim dritten Mal verstanden, als er ihr einen Heiratsantrag machte. Wie meinte er einmal auf die Frage eines Journalisten, ganz unverbindlich, wie geht es Ihnen? Das darf ich Ihnen nicht sagen!
Past performance is not a guarantee or a reliable indicator of future results. The future is … ja ja, Pampa TM schreiben die in ihre outlooks.
GN8, habt acht
Die BBC hat ihre Liste der 100 Dinge veröffentlicht, die sie 2009 noch nicht wussten
\”41. Many mosques in Mecca point the wrong way for prayers.
42. An outbreak of swine flu in 1976 killed one person but a vaccine to combat it killed 25.\”
http://www.bbc.co.uk/blogs/magazinemonitor/2010/01/100_things_we_didnt_know_last_4.shtml
Spannend, die PBoC hat die Zinsen ganz leicht angehoben. Nicht viel, eher kaum spürbar. Aber die Beobachter sehen das als Zeichen, dass die Regierung sich darauf vorbereitet, das Wachstum in China auch zu begrenzen:
\”The People’s Bank of China announced Thursday that the yield from its weekly sale of three-month central bank bills had inched up to 1.3684 percent. The yield had been stuck at 1.328 percent since Aug. 13.
An increase of less than 0.05 of a percentage point might sound small, but economists said it was a harbinger of more interest rate increases to come.
They cited expectations that consumer and producer prices would rise in the months ahead, particularly compared with low price levels a year ago, when demand temporarily slumped in China as well as the rest of the world.
“It is a turning point,” said Ben Simpfendorfer, an economist in the Hong Kong offices of Royal Bank of Scotland. “There is a convergence of events that will lead to higher rates.”
http://www.nytimes.com/2010/01/08/business/global/08chinaecon.html?em
“father, father, father help us
Send some guidance from above” (Black Eyed Peas)
deine mother-board-No. von 20:29 erzeugt nachgerade die Frage aller Fragen, Pampa: Where is the love?
Bevor wir nun schon wieder tief in der Jodelzone abrutschen, kündige ich mit Trommelwirbel eine neue Rubrik in TiTos daily Soap an (nicht Daisy, Männer, daily, na sagen wir mal max. weekly, better twice a month)
EMIRS Hüttenzauber a-Tö-Ti-To.. was wi wo?
also noch ganz langsam: a-us den T-öpfen T-ichy T-owns , a Tö-Ti-To, frei nach dem Motto über manche Deals sollte man vorher nicht zuviel reden, über diesen schon. die Zukunft des Genusses ist gewiss, Gaumenfreuden garantiert!
Jeder kann mitmachen, Römerinnen, Burgwonnenen, Hauselfen halten sich bitte zunächst z’ruck..
am kommenden Wochenende kommt das erste Schmäckerchen: Googlehupf Elsässer Art!
Lasst euch überraschen – total lecker, ganz gewiss!,-)
Euer Mack – Amuse -Gueule aus Grevenmacher
@Pampa:
\”Königsangriff? Gegen Schwächere ja, gegen Stärkere, vor allem taktisch, ist das Selbstmord.\”
Naja, ich spiele auch nicht in der Profiliga. Habe nach dem Abitur die Entscheidung treffen müssen, womit ich die meiste Zeit verbringen will. Mit dem Umzug nach München hat meine Schach-Karriere einen deutlichen Dämpfer bekommen.
Für meine Kinder und die nähere Umgebung reicht es aber noch. Zum Glück gibt es ja diese praktischen Schachprogramme, um ein wenig in Form zu bleiben
@Pampa:
\”Arbitrage verbilligt die Transaktionskosten, nicht aber die Strukturen der Realwirtschaft, als sei der Finanzsektor irreal.\”
Also gut, da Du eine Antwort haben wolltest
Erstens kann ich nicht heftig widersprechen, weil die Sichtweise vertretbar ist. Sie zeigt aber auch, wo das Problem liegt
Geld verdient kein Geld. So einfach ist das. Geld ist gespeicherte Arbeit und erzielt erst einen Mehrwert, wenn die gespeicherte Arbeit aktiviert wird. Davor kann das Geld um die Welt flitzen wie es will und die Assetpreise verändern. Erst wenn mit Geld reale Güter hergestellt, transportiert und konsumiert werden, entsteht ein tatsächlicher Mehrwert, der einen Anstieg der Geldmenge rechtfertigt. DAS sind die Zinsen, die verdient werden. Alles andere sind nur Scheingewinne.
Ein einfaches Beispiel:
In zwei Dörfern wird Fisch verkauft. Im etwas ärmeren Dorf kostet die Scholle 1 Euro, im reicheren 2 Euro. Der Markt ist jeweils 10 Fische pro Tag groß. Ein Händler des reichen Dorfs kauft die billigen Fische auf und verkauft sie für 1,5 Euro. Sein Gewinn ist OK (5 x 0,5 Euro = 2,5 Euro), während sein Konkurrent weniger verkauft und auf den restlichen Fischen sitzenbleibt oder im anderen Dorf billiger verkaufen muss.
Insgesamt müssen die Bürger 25 statt 30 Euro für 20 Fisch bezahlen (10 * 1 Euro + 10 * 1,5 Euro). Es steht also 5 gesparte Euro für weitere Investitionen zur Verfügung.
Arbitrage führt zu guter Kapitalnutzung und gleicht die Preise an.
Im Finanzbereich wandert das Kapital zwar von A nach B und passt die Assetpreise aneinander an. Um das Geld da wieder herauszubekommen, muss man aber jemanden finden, der für mich den Gewinn in den Topf reinlegt. Das tatsächlich realisierbare Gewinn hängt also von der externen Geldmenge ab. Und die steigt nicht automatisch mit den Assetpreisen. Vielmehr steigert Arbitrage den Leverage, weil alle Assets dieser Klasse im Preis steigen.
Je mehr Liquidität also um die Welt saust, um so unwahrscheinlicher ist es, dass die Investoren ihr Geld auch wieder zurückbekommen.
Am Ende gewinnt ergo doch die Geldmenge, weil man weder mit Aktien noch mit Wertpapieren irgendetwas kaufen kann. Die zwischenzeitliche Bewertung ist irrelevant.
Der Fehler ist meiner Meinung nach, den Finanzsektor zum BIP zu addieren. Würde man den Sektor herausrechnen, würde viel deutlich, wie wenig er zum realen Wachstum beiträgt.
Solange das Geld flitzt, kann der einzelne davon profitieren und viel Geld verdienen. Aber ein Teil der Krise ist dadurch erklärbar, dass all der Leverage schlicht nicht die Zinsen verdienen kann, die zu seiner Finanzierung notwendig wären.
Wir hatten ein Phantom-Wachstum und jetzt werden die Phantom-Gewinne abgebaut, indem die Kredite und das scheinbar vorhandene Geld wieder verschwinden.
@ Pampa,
der link mit dem zaunpfahl, alles bestens mein großer, nur keine
aufregungen vermeiden, schlagen die wellen auch manchmal noch so
hoch. Am ende rollen wir das brett zusammen und diskutieren die
gegenseitigen gewinne bei einem kornbacher pils, dem mit den
schönsten manschettenknöpfen zu. Jetzt nicht einschlafen.
Gruß aus Havanna, ZAmior
@ Gregor und Pampa,
nicht lachen, mir fallen gerade bei dem thema schach, hier und an diesem geweihräucherten ort, die unzähligen, werbespots in allen
nur denkbaren medien, von banken und kreditanstalten über und um das schachspiel ein, wenn z.B. eine ausgewählte ANLAGE-STRATEGIE, die verbindung dieses spieles mit dem denkenden anreiz und allen möglichen haupt- und untervarianten versucht wurden, damit
“ins spiel zu bringen”, einfach herrlich synergetisch und hypokalyptisch.
—Schmunzzel—
Gruß Zamir
Es liegt die Tastatur einsam dort, wenn Father in der Mother board. Heute, eineinhalb Stunden vor der sternhagelvollen Stunde, wenn sich die Cinderallas in Mäuse und Käuze verwandeln, erscheint Willy Astor in BR3. Die Magie der Worte.
http://www.youtube.com/watch?v=Lwvbu2f7qJY&feature=related
Ich habe Heimweh. Oh weh, o weh … sei ruhig Magic, aber noch einen Curry-Landler für unsere der Kultur verpflichteten, gelle nasowas?
Aus Scherz Spezial Dragees, Sounds of Islands, Hiddensee, Indien und Bayern in Koproduktion: http://www.youtube.com/watch?v=tVXI41l82CQ
Pampa
Ruhig Brauner, Zamir, Du unterstellst mir, was ich Dir nie unterstellt habe, also bekreuzige Dich. Kennst Du den? Ein Affe klettert auf den Maibaum, kein Mensch kriegt ihn da wieder runter, erst der Priester, der sich bekreuzigt. Warum? Komm runter, oder ich schneide den Baum um, hatte der Affe das Zeichen interpretiert.
Greg, ich habe mal gesehen, wie ein künftiger Deutscher Meister auf e5 matt gesetzt wurde. Konigsangriff. Das war ich nicht, das war ein Unterfranke, aber ich habe ihn auch mal bei einem Drachen mit einem Quali-Opfer als Weißer! in der Luft zerlegt. Nach etwas längerer Überlegung war das Opfer klar, für ihn, für mich, für alle rund 30 Herumstehenden im Saal. Ich stand auf, bestellte mir erst mal zwei Paar Wiener, die ich genüsslich futterte, die leckersten Würstchen meines Lebens, bevor ich ihn skalpierte. Erwähnte ich schon, dass ich das arrogante Arschloch nicht leiden konnte?
Das war aber eine Ausnahme, normal sah ich gegen Phips wenig Land, leider. Königsangriff? Gegen Schwächere ja, gegen Stärkere, vor allem taktisch, ist das Selbstmord.
Pampa
@Pampa:
“Aber bedenke, eine meiner liebsten Varianten ist Najdorf, Bauernraub, nichts ist wie es scheint.”
Ich kann Sizilianisch nicht so viel abgewinnen, obwohl die Drachenvariante schon ihren Charme hat. Ich find’s immer etwas merkwürdig, wenn jeder auf einer anderen Hälfte des Bretts herumspielt
Ich persönlich bin übrigens ein Fan des Königsgambits. Erstens, weil es heute kaum noch gespielt wird. Da kommen die meisten schnell an die Theoriegrenzen. Zweitens habe ich als kleiner Novize mit sieben oder acht versucht, die unsterbliche Partie in ihrer Fülle an Möglichkeiten und Gefahren zu verstehen. Einfach faszinierend.
Übrigens,
auch der begriff GUTMENSCHEN, ist mir eine little erklärung wert.
Nach der hier vorherrschenden meinung sind gutmenschen,
gutmütige, naive, einfältige dödelschnödel, denen eigentlich ausser
essen und verdauen mit zwischendurch atmen, damit sie nicht ersticken, nichts besonderes mehr einfällt. Mein lieber scholy, da habt ihr aber EURE lehre von der christlichen nächstenliebe voll im griff.
Ist das schon allgemein-apartheid, oder der übergang zur selbsterhöhung, habe keinen schimmer, erscheint mit nur sehr, sehr
verdächtig,. von wessen gottes gnaden die hier anwesenden gutsherrn
sprechen. Dunnerknispel, wie war das, rinder- oder schweinestall ?
Gruß aus Heiligendammpfer, Zamir
@ Pampa,
ich denke schon, dass man hier wie immer frei weg seine meinung kundtun darf, mit den gebotenen regeln, dass wir und alle untereinander sage ich mal, ACHTEN UND TEILWEISE AUCH SCHÄTZEN.
Es ist mir gelinde gesagt zu profan, nur als erwiderung auf das schöne
böse börse wortspíel, mich mit solch überfrachteten und gewaltigen
philosophien, wie sozialismus und kommunismus, auf eine stufe stellen zu wollen, aber bitte, jedem stierchen sein blessierchen. Da bemerkt der aufmerksame leser doch, dass meinungsmache vor objektivität geht, denn meine kommentare hier waren noch nie mit
irgendwelchen liebäugeleien, weder in die eine (SOZIALISMUs); noch
in die andere richtung (KOMMUNISMUS) geneigt. Schon vergessen, unsere vielen, endlosen debatten über den sinn und die welt darumherum hier in titown ?
Gruß Zamir
Her Gregoryness,
“Was aber bitteschön nicht am Neandertal liegt
)“
Deal, von Dir an mich. Eigentlich hatte ich Dich als größte Gefahr auf dem Zettel, als ich das Gleichnis der Arbitrage textete.
Das hebt nämlich fast alles aus den Angeln, das mir die VWler dieser Erde jemals zu erklären versuchten. Willst Du nicht, oder traust Du Dich nicht? Pampa steht offen!
Aber bedenke, eine meiner liebsten Varianten ist Najdorf, Bauernraub, nichts ist wie es scheint.
@dtesch
Es nicht sein kann, was nicht sein darf. Einer meiner Lieblingssprüche, mir gefällt ausdrücklich, wie präzise Du hier manchem der angeblich dichtenden Künste den Eulenspiegel vorhältst.
@Machtspielchen
Es ist nicht ganz einfach, unter den regulatorischen Rahmenbedingungen, eine neue Bank zu gründen. Mir fehlt es dazu an Masse, ich kann nicht selbständiger Banker werden, tut mir leid.
Mich wollte mal einer, über einen Kopfgeldjäger selbstverständlich, nach Wolfsburg einkaufen (VW Bank). Habe mir die Gegend zwei Tage lang vorher angesehen, gar nicht so schlecht. Es klingt noch heute in meinen Ohren, im Gegensatz zum Werk arbeiten wir nicht nur 28, sondern 35 Stunden. Nur meiner guten Mutterstube ist es zu verdanken, dass ich ihn nicht fragte, und was macht Ihr von mittwochs Mittag bis freitags? Könnt ihr euch vielleicht vorstellen, dass ich nicht langsam eingeschläfert werden will? Ist euch nur im Entferntesten klar, dass ich mir meinen Job noch immer selber suche, abgesehen davon einen habe und bei einem Wechsel die Konditionen diktiere, rahmengerecht? Als müsste ich jemandem dankbar sein, dass ich für ihn ranklotze. Als könnte man mich für weniger Zeit bei gleichem Gehalt kaufen. Bin ich eine Nutte, die es jedem möglichst schnell besorgt, eine Bordsteinschwalbe? Bin ich nicht, und tschüss du Versager, habe ich etwas harmloser gesagt und meine „Beraterin“ auf Ignore gesetzt, das kann sie mit Immobilien machen, nicht mit mir.
Etwas für die Gemütsverfassung: http://www.youtube.com/watch?v=t0WpGeErd5I
@all
Börse = Böse? Egal mit welchem Wortwitz überfrachtet Zamir, Börse = Ort der Zusammenkunft, gestern, heute und künftig. Nicht umsonst schließen die Gutmenschen, die Sozialisten und Kommunisten, zunächst die Börse, nachher die Medien und deklarieren sich, wen auch sonst, als die Heilsbringer des Volkes, auch Religionen stören dabei. Sozialismus ist eine Religion, eine zutiefst niederträchtige.
Pampa on fire, ohne mein Korrektiv Goodman on ice, Ice-Man, muss der Stier aber auf dünnem Eis Schlittschuh laufen, skaten neuerdings. Wie wäre es, wenn Du uns wieder erscheinst Ice-Man?
Dein Wort sei gefragt, denn sehet sie hören nicht und wollen offenbar auch nicht mit Eiseskälte mit der Wirklichkeit konsultiert werden.
Pampa, in der Nacht ist es kälter als draußen, nicht dunkler Magic. Außerdem gibt es nach wie vor nur den Dekalog, 10 Gesetze reichen, beispielsweise wurde „Du sollst nicht begehren, Deines Nächsten Weib§§§§§§§§§§“ abgeschafft, das war mir zu unmenschlich.
@Pampa:
“Wer gewinnt in einer Spielbank immer? Genau, das weiß man eigentlich schon intuitiv, wenn man die Fassade vor dem Betreten näher betrachtet.”
You made my day
)
“Sehen wir es positiv, immerhin FJ 1.0, früher wurden die Rauchzeichen noch per Feuerchen und Decke übermittelt und waren schon im Neandertal schwer zu identifizieren.”
Was aber bitteschön nicht am Neandertal liegt
)
Bürger sollen hamstern
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät den Bürgern, sich für mehrere Tage mit Lebensmitteln einzudecken. Ausreichend Trinkwasser, ein Medikamentenvorrat und Kerzen sollten im Haus sein, riet der Präsident des Bundesamtes, Christoph Unter. Zudem solle man für die Möglichkeit eines Stromausfalls auch ein batteriebetriebenes Radio bereithalten.
http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/panorama/275/499551/text/
Katastrophenschutzmann Eysel, hilf uns aus unserer großen Not!
@ Arbeitskraft-Macht-Theoretiker
Eine kleine wahre Geschichte von morgens:
Ich kaufe eine Stange Zigaretten. Im gleichen Kiosk, bei derselben Verkäuferin wie immer. Auf der Stange steht der Einzelpreis von 4.60€. Die Verkäuferin sucht umständlich einen Taschenrechner und tippt ein: 10×4.60. Das Ergebnis heisst wundersamerweise 46€. 50€ liegen längst auf dem Tisch. Die Fachverkäuferin tippt in die Kasse 46.00. Gegeben 50.oo. Blick auf die Anzeige. Retour 4,00. Gibt mir Wechelgeld raus.~~
Warum erzähle ich das?
Antwort:
Weil ich mich ganz mit ziemlich viel Sorge frage,
was wohl diese hochintelligente zweifellos viele komplizierte Zusammenhänge mühelos durchschauende und zweifellos hochmotivierte Person mit mit “Macht” die man ihr gibt wohl macht????
@ Pampa,
ist gangbang ein derivat, zertifikat eine nomalo-aktie oder ein hochempfindsames, spekulatives, mit vielen risiken behaftetes
sonderpaper ? Und wieso muss man dafür in den darkroom gehen ?
Gruß aus Weisnix, Zamir
verd… finergspilee, “so schnell verliert man den angedichteten heiligenschein”, ja so gehts.
Gang-Bang in Alice Darkroom, hätte ich fast getippt, schon erstaunlich was passiert, wenn RTY der Freiheit ohne Regulationssucht vertraut. Wir raufen! uns schon zusammen …
Das kleine, schmutzige Geheimnis von TiTo und all seiner GladiatorInnen
@ dtesch, Gregor,
im westen nichts neues , wie dereinst bei Remarque. Ich glaube mit unserer standpunkte-diskussion konnten wir nasowas nicht unbdedingt
überzeugen bzw. “aufklären” über die fallstricke und tücken der
weltwirtschafts-ordnung und deren tarifverträge (hihi).
Mit obamas verantwortung fiel mir nur so schlagartig unser gezeter vor mehr als 12 monaten ein, wobei, der us-boy von einigen hier am tisch
bereits als —neuer messias— gehandelt wurde, so schnell man den
angedichteten heiligenschein und in afghanistan wird munter der terrorismus besiegt, tag für tag, nacht für nacht = 48 stunden ohne unterlass. Fragt doch mal den taliban, von nebenan, er wird es und
beschtätschen.
Gruss Zamir
@ein Gruß Alice, na warte Mädchen, unten kriegst Du einen mit …
Liebste nasowas,
bei dem name-game gehe ich vollkommen konform. Dass sich einige hier kennen, glaube ich eigentlich nicht. Wir sind nun mal fast nur Männchen, insoweit verstehen wir uns schon mal von der prinzipiellen Bauart her. Zudem sind wir Männchen, die alle ihre Meinung schriftlich zum Ausdruck bringen, also eine spezielle Spezies der Konstruktion Männchen. Wir finden alle Wirtschaft spannend, sprich wir gewinnen ALLE gerne. Wenn Sie, ach was, Du sagst, die stopfen wir alle in einen Sack, bezeichnenderweise, und hauen mal mit dem Knüppel drauf, es erwischt keinen verkehrten, liegst Du prinzipiell richtig. Pach schlägt sich, Pach verträgt sich, Männchen eben. Mache Dir keine Sorgen, wir verstehen die Konstruktion Frau auch nicht, besonders angebliche Frauenversteher nicht.
Ob der DAX bei 6000 +/- tausend steht, ist im Prinzip wurscht, solange Du keine Aktien hast und auch nicht beabsichtigst jemals welche zu kaufen. Wäre das nämlich der Fall, wäre Dein Cash dafür letztes Jahr gut 20% gefallen, auch wenn auf Deinen Scheinchen noch immer 500 steht.
Zertifikate sind zunächst mal Anleihen, sprich mit deren Kauf wird frau zu einer Gläubigerin des Emittenten. Zumal das aber vielen zu langweilig erscheint, baut einer Deiner Banker Wetten in die Zertifikate ein, oft sehr komplizierte Wetten. Zumal Wetten sich aber nach Zocken anhört, nennt der gemeine Banker die Wetten Derivate, also abgeleitete Produkte. Mit sehr viel Mathematik und Statistik wird also etwas zusammengebaut, das gleichzeitig eine Anleihe und ein Wettschein auf ein Greyhoundrennen ist. Keine Sorge, wenn Du ein wie auch immer geartetes nicht verstehst oder gar berechnen kannst, bist Du nicht allein, das dürften 99,9% der Bevölkerung, inklusive von Journalisten und den meisten Bankstern selbst, nicht können. Noch schlimmer, viele meinen es zu können, können es aber trotzdem noch. Die Überraschung ist dann oft groß. Nehmen wir die Situation, dass Oma Lieschen Müller zu ihrem Bankberater Al Bankster geht, der von seinem Chef den Auftrag erhielt ein Zertifikat unters Volk zu bringen. Da sitzt Lieschen dann bei Al, die weiß, dass sie nichts weiß, und Al, der glaubt etwas zu wissen, aber dennoch nichts weiß, beide aber glauben, dass Al mehr als Lieschen wüsste. Verrückt? Könnte Mann meinen, ist aber gängige Realität. Beweis: Könnte Al nämlich wirklich Derivate berechnen, würde er nicht hinter dem Schalter im Auftrag des Vertriebs sitzen, sondern in den Tiefen der Bankershö(h)lle Zertifikate kochen, das rentiert sich nämlich vorzüglichst. Wer gewinnt in einer Spielbank immer? Genau, das weiß man eigentlich schon intuitiv, wenn man die Fassade vor dem Betreten näher betrachtet.
Nun gebe ich Dir einen gut gemeinten Schlag, einen Ratschlag, kaufe nur, was Du auch begreifst. Es ist keine Schande, viele Dinge nicht zu verstehen. Du kannst Dich aber auch von Al beraten lassen, das ist definitiv nicht umsonst, höchstens vergebens.
Dein Stierchen, oder willst Du wieder zum Sie zurückkehren, dann musst Du mich aber auch mit allen Titeln ansprechen, nicht mit denen, die mir hier verliehen wurden. Du hast aber Recht, in der Listenwüste von Alice findet frau nichts mehr, ohne thematische Gliederung, wird sich das auch nicht ändern, es geht halt wild und wüst durcheinander. Alice ist darauf programmiert, dass Top-Down ein Leserbrief elektronisch geschrieben werden kann, wie sich der Frontjournalist 1.0 das wünscht. Sie ist einfach nicht dafür gemacht, dass sich die Leserbriefschreiber 3.0 miteinander über Gott und die Welt austauschen. Der große Vorteil hier ist, dass ja ein riesiger Pool an potentiellen Jung-Titonen zur Verfügung stünde, bedenken wir die ganze Leserschaft der WiWo. In Düsseldorf aber mahlen die Mühlen sehr langsam, wenn überhaupt die Einsicht vorhanden wäre. Kernkompetenz ist nun mal Frontjournalismus 1.0, eine alte Technik, die auf Gutenberg basiert. Sehen wir es positiv, immerhin FJ 1.0, früher wurden die Rauchzeichen noch per Feuerchen und Decke übermittelt und waren schon im Neandertal schwer zu identifizieren.
Allen anderen, bitte um etwas Gemach, dass ich eine Welle der zu diskutierenden Entrüstung auslöse, war mir durchaus bewusst, aber hin und wieder muss auch etwas arbeiten, also etwas für Geld tun, sonst hängen die Jungcobras am Monatsende am Kühlschrank und weinen bitterlich: Papa Hunger!
@nasowas:
“und natürlich hat das mit macht zu tun, denn die freiheit existiert nicht a priori.”
Da gibt es zwei verschiedene, in sich widersprüchliche Ansätze, was die Quelle der Freiheit ist. Interessanterweise führt keiner alleine a priori zum Ergebnis.
Da tut man sich außerhalb der westlichen Kultur leichter, weil man dort nicht über zwei Seiten einer Medaille diskutiert, sondern anerkennt, dass es ohne die andere Seite gar keine Medaille gäbe
Um mich mal unverschämt selbst zu zitieren: am 05.01.2010 um 01:03 Uhr:
“Woran Smith scheiterte, ist die Frage, was die Quelle der menschlichen Freiheit ist. Denn auch hier gibt es einen Widerspruch. Zum einen ist Freiheit ein Zustand aus sich selbst heraus, zum anderen ist Freiheit nichts wert, wenn nicht die Gruppe diese Freiheit garantiert. Smith glaubt, den Widerspruch auflösen zu können, verheddert sich aber kolossal.”
Ökonomisch gesehen, hängen Gehälter übrigens nicht vom Nutzen ab, sondern von der Verfügbarkeit der Leistung. Die Eintrittshürde in den Beruf des Kellners oder der Friseurs sind gering. Folglich gibt es viele und es gibt viel Nachwuchs. Großes Angebot = geriner Preis.
Spitzenkellner oder Spitzenfriseure können hingegen sehr gutes Geld verdienen, weil es nur wenige gibt, die sich spürbar von der Masse abheben können. Gilt auch für Sänger, Fußballspieler und Bundestrainer. Das Angebot ist groß, die wirklichen Ausnahmetalente sehr rar.
Spezialisten können deshalb mehr Geld verlangen, weil es für den Auftraggeber schwer ist, viele Leute mit der gleichen Expertise zu finden. Geringes Angebot = hoher Preis.
Somit würde ich Ihnen widersprechen, dass Gehälter eine Frage von Macht sind. Egal wie “mächtig” sie sind, Lionel Messi spielt einfach nicht für jeden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lionel_Messi
@nasowas
Die Freiheit sich selbständig zu machen, hat doch jeder, oder?
Das hat nichts mit Macht zu tun sondern mit dem Mut zum Risiko.
Risiko, welches man nicht so leicht abwälzen kann, es fällt immer wieder auf einen selber zurück.
Falls ich scheitere, kann ich Pampa und auch den Rest der Banker nicht zur Verantwortung ziehen.
Liegt vielleicht da der Hase im Pfeffer? Mangelnde Risikobereitschaft?
Dann soll man das auch sagen und nicht Machtspiele dafür verantwortlich machen.
Gruß
dtesch
dtsch: das ist eine völlig falsche reflexion ihrerseits. sie verkaufen ihre arbeitskraft anders auf dem markt. die verkaufsrealisierung ist aber ziemlich ähnlich.
sowohl für die angestellten arbeiterInnen als auch für sie.
die gefahr des totalverlustes – nämlich der beraubung des erscheines auf dem arbeits-markt – ist gleich.
und natürlich hat das mit macht zu tun, denn die freiheit existiert nicht a priori.
@nasowas
“warum bewerten, die zocker z.b. den wert einer krankenschwester, eines kellners, einer masseurin. die debatte um den mindestlohn zeigt das. mit liberal hat das nichts zu tun. und mit markt auch nicht. das sind macht-fragen.”
Nein, dass sind schlicht Fragen des Chancen/Risikos.
Möchte eine Krankenschwester, Kellner, …. das Risiko des totalen Verlustes eingehen mit der Chance auf Gewinn. Damit Du mich nicht falsch verstehst, ich bin kein Spieler und Zocker, mir wäre das Risiko auch zu groß einen Totalverlust zu erleiden. Trotzdem habe ich mich vor über 30 Jahren aus der sicheren angestellten Tätigkeit heraus in die Selbständigkeit gewagt mit allen Risiken und Nebenwirkungen, frag mal Deinen Apotheker. So ist es auch an der Krankenschwester, dem Kellner, der Masseurin oder heißt es Masseuse, oder ist das wieder eine andere Branche, auch Du weißt schon was ich meine, den entscheidenden Schritt in die Freiheit zu wagen.
Würde dadurch der Wert steigen? Hängt davon ab, was man als Wert ansetzt. Mit Macht hat das allerdings imho nicht viel zu tun.
Gruß
dtesch
@Zamir
Das mit der Verantwortung siehst Du viel zu eng. Das heißt nichts anderes als: Haltet jetzt die Klappe, jetzt muss mal wieder Ruhe sein, ich Obama, kehre den ganzen Dreck, nach dem Frühstück mit Michelle, unter den frisch gesaugten Withe-House-Teppich und Schluss ist. Das Nobelpreis-Komitee wird dazu extra aus Stockholm in der Airforce One eingeflogen.
Gruß
dtesch
@
Die Lösung der Probleme
Kuwait machts vor:
Raus aus den Schulden auf Arabisch
Das Land ist reich, seine Bürger aber sind von Schulden geplagt. Deshalb will das Parlament sie im Handstreich entschulden. von Christian Kirchner
Ein bisschen was haben die meisten ja doch gelernt aus der Finanzkrise. Dass es einen Haken gibt, wenn eine Bank wie die isländische Kaupthing 5,65 Prozent Zinsen aufs Festgeld zahlt, wenn es bei der Sparkasse um die Ecke nur 3 Prozent gibt. Dass das Umverpacken und Umbenennen von Schrotthypotheken deren Qualität auch nicht bessert. Oder auch, dass man irgendwann doch mal zahlen muss, wenn man munter auf Pump konsumiert.
Die Chancen stehen seit am Mittwoch nicht schlecht, dass der Bevölkerung Kuwaits solche manchmal schmerzhaften, aber oft lehrreichen Erfahrungen erspart bleiben. Das Land sitzt auf Öl im aktuellen Wert von 6000 Mrd. Euro. Da fällt nicht so sehr ins Gewicht, wenn der ein oder andere Kuwaiti mal über die Stränge schlägt. 2008 half die Regierung daher ihren am ärgsten verschuldeten Bürgern mit 1,4 Mrd. Euro aus.
Jetzt aber ist der ganz große Wurf fällig. Quasi die Mutter aller Bürger-Bailouts. Alles in allem haben die Bürger Kuwaits 16 Mrd. Euro Schulden über Kredite aufgetürmt. Doch die Kuwaitis sollen raus aus den Schulden. Das Parlament entschied daher am Mittwoch, die Regierung möge die 16 Mrd. Euro Schulden komplett übernehmen, die fälligen Zinslasten unter den Tisch fallen lassen und die Rückzahlungen auf 15 Jahre Strecken.
Der Finanzminister und lokale Ökonomen toben nun, dies sei das falsche Signal. Der Emir kann noch sein Veto einlegen. Aber mit einer Zweidrittelmehrheit kann das Parlament das Raus-aus-den-Schulden-Gesetz später auch gegen jeden Protest durchboxen. Stand Mittwoch: 61 Prozent der Parlamentarier waren dafür.
@Pampa
“Am deutschen Wesen soll die Welt genesen?”
Das kann man offenbar “den Deutschen” nicht austreiben.
Das “deutsche Wesen” muss alles, was es nicht versteht oder verstehen will kontrollieren., nach dem Motto: was nicht sein darf, kann auch nicht sein und wenn doch, muss es unterbunden, kontrolliert, sanktioniert, beobachtet, … werden.
Dabei verliert das “deutsche Wesen” oft die Relation zum Rest der Welt in seinem Tun und Bestreben. In seinem Absolutismus erkennt es nicht, das die Uhren auf dieser Welt bereits auf eine andere Zeit umgestellt wurden.
Mit Akribie wird weiter an der einmal festgelegten Vorgehensweise oder besser Ideologie gefeilt um doch noch das eigene Volk und die Welt beglücken zu können.
Man möchte ja so gerne Wettbewerb, aber dann bitte so, wie es im Handbuch der eigenen Ideologie steht. Finanzwirtschaft, aber sicher wollen wird davon profitieren, aber natürlich nur von den guten Seiten. Risiken, igitt, damit wollen wir als sozialistische, pardon, soziale Marktwirtschaft nichts zu tun haben – das ist ja menschenverachtend.
Und die kleinen Chinesen und Inder, wie niedlich, aber sie sollten endlich aufhören dieses gifte Kinderspielzeug zu produzieren. Dann müssen die auch noch richtigen Gewerkschaften, die 30-Stunden-, ach was 25 Stundenwoche einführen und müssen ganz lieb zu uns sein und uns vorher fragen, wenn sie was neues machen wollen. Am besten schicken wir Nobbi hin, der wird es ihnen gerne zeigen. Ich glaub die warten schon auf ihn. Geissler kann ihn ja begleiten, falls er sich fürchtet. Umweltschutz, unbedingt, der duale Irrsinn, ich meinte System, mit samt dem Grünen müssen auch dort unbedingt eingeführt werden. Kann jemand ganz schnell den Töpfer von der UNO abwerben; ich glaube der wäre der beste Mann dafür. Die Chinesen sind schon ganz ungehalten, die brauchen den unbedingt.
Auch wie schön, dieses deutsche Wesen doch ist, so harmonisch und friedlich. Man kann all die realen Probleme so schön vergessen, fast wie früher, als das ein oder mehre Joints besorgten.
Ja, Pampa, Du hast recht. Der Traum von einer weltweiten Regulierung ist irreal. Ein Traum von Politikern und Beamten, als ein Rauchmittel für die Massen.
Gruß
dtesch