» 28.11.2009, 07:00

, ,

Das hässliche I-Wort

Es ist schon eine verkehrte Welt: Jeder, mit dem man spricht, erwartet massive Inflation. Die Statistiken sprechen eine andere Sprache – je nachdem, welche Statistik man zum Lügen bringt, signalisieren sie das Gegenteil: Es drohen Deflation und sinkende Preise. Regierung und Notenbank in Japan warnen vor einer Beschleunigung der Preis-Abwärtsspirale. Inflation und Deflation sind ein Gegensatzpaar, erfordern konträre Verhaltensweisen, haben jeweils andere Gewinner und Verlierer: Bei Deflation gewinnen die Konsumenten.

Jeder Tag, den sie den Kauf eines Autos oder einer Waschmaschine hinauszögern, ist dann ein guter Tag, weil morgen alles billiger zu haben ist. Auch niedrigste Zinsen mästen dann das Sparbuch, weil mit dem Guthaben bald mehr gekauft werden kann. Die Gekniffenen sind Unternehmer, die sich für Fabriken verschuldet haben, Kredite tilgen müssen und täglich weniger für ihre Produkte erlösen können.

Anders bei Inflation: Alles wird dann teurer. Unternehmen können höhere Preise verlangen. Schulden sind sexy, weil sie täglich entwertet werden. Das freut den Staat als größten Schuldner. Überdies kassiert er Mehrwert- und Einkommensteuer auch dann, wenn seine Bürger real immer ärmer werden. Verlierer sind Rentner, die kurzgehalten werden, Arbeitnehmer, deren Löhne langsamer steigen als die Inflation, und Geldanleger, deren Erspartes sich täglich entwertet.

Aber wie kommt es denn nun wirklich? Für Deflation spricht, dass viele Fabriken derzeit nicht ausgelastet sind, dass wegen der schwachen Weltkonjunktur manche Rohstoffe billig bleiben und neue Fabriken in Schwellenländern den Betrieb aufnehmen, die sich mit Dumpingpreisen ein Stück vom Wohlstandskuchen erkämpfen. Folgt auf die grassierende Staatsverschuldung also Inflation? Nicht unbedingt. Es schwimmt gewiss viel Geld herum, aber noch findet es keinen Weg in die Wirtschaft (Seite 102). Bundesbankpräsident Axel Weber gibt sich entschlossen und verspricht, jede Inflationstendenz mit dem Feuerschwert der Geldverknappung und Zinserhöhung zu bekämpfen.

Die Menschen hören die Worte, aber glauben sie nicht. Das I-Wort kriecht durch die Diskussion. Schon werden mit Inflationsangst prima Geschäfte gemacht wie früher mit Subprime-Krediten. Über Inflation als „Exit-Strategie“ für die überschuldeten Staaten diskutieren längst Ökonomen. Weil die Staatsverschuldung so hoch ist, dass sie nicht mehr durch höhere Steuern und staatliches Sparen eingefangen werden kann, müsste sie weginflationiert werden – selbstverständlich kontrolliert. Weltweit wird neues Geld gedruckt wie sonst nur in Simbabwe.

Zwar sind die Notenbanken in Europa und den USA unabhängig und mächtig genug, sich gegen solche Politik zur Wehr zu setzen. Aber kann ein Notenbanker wirklich höhere Zinsen und geringeres Kreditvolumen durchsetzen, wenn die Arbeitslosigkeit sprunghaft ansteigt? Kann ein Notenbanker seinen Finanzminister torpedieren, indem er die Zinsen hochtreibt und damit die Staatsverschuldung unfinanzierbar macht? Nichts ist so schwer wie das Absaugen jener Abermilliarden, die die Regierungen in den Kreislauf gepumpt haben, um den Kollaps der Konjunktur zu verhindern.

Nach der Finanzkrise ist die Welt eine andere – es ist eine Welt, die auf der Geld- und Schuldenwelle surft. Dass die Preise seit Juni erstmals um winzige 0,3 Prozent stiegen und Öl zur Wertaufbewahrung gebunkert wird, sehen manche als Trendwende in eine sich aufheizende Inflationszeit. Kommt es allerdings wieder zu einem Rückschlag der Wirtschaft, könnte die Welt auch schnell in die Deflation zurückfallen. Der Kampf zwischen Inflationisten und Deflationisten ist also noch längst nicht entschieden.

» 28.11.2009, 07:00

    322 Kommentare zu “Das hässliche I-Wort”


  1. dYcxcgcvf sagt:

    2011…

    Hi there! This post couldn’t be written any better! Reading through this post reminds me of my previous room mate! He always kept talking about this. I will forward this article to him. Pretty sure he will have a good read. Thank you for sharing!…

  2. Eysel sagt:

    Grober UNFUG!
    Vorwärts, wir müssen zurück in die Steinzeit!

  3. Römer sagt:

    Kolumne
    Wolfgang Münchau – Verbietet Kreditderivate!

    Sie dienen als Versicherung gegen den Zahlungsausfall einer Anleihe. Allerdings ist es mit Kreditderivaten auch möglich, Anleihen zu besichern, die man gar nicht besitzt. Das ermöglicht zerstörerische Spekulation – und ist daher nichts weniger als kriminell.

    http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:kolumne-wolfgang-muenchau-kreditderivate-verbieten/50047986.html

  4. Doppel-Null sagt:

    Hallo Pampa,

    Danke für den Link mit dem Rheinischen Sauerbraten. Ich hab´s eigentlich nicht so mit Sauerbraten. Nach diesem Rezept sieht das allerdings verheißungsvoll aus. (Ist dieses authentisch, Klaus?) Ich werde es nach den fetten Tagen im Dezember mal ausprobieren.
    Sauft mal nicht so viel, sonst wird´s ein Kaldermorgen danach….
    Im übrigen lässt sich vorher auswürfeln, wer den Taxidriver zur Christmette macht … ;-) =)

    Ich hätte gestern keine 2 Cents auf den FCB gesetzt. Die überraschen mal wieder… Habe es leider nicht sehen können. Ist der van Gaal jetzt schon wieder ein Gott?

    Grüße aus Thüringen
    Doppelnull

  5. Klaus F. sagt:

    Armer Pampa :-(

    Sollte der Adler im Ofen einen Sturzflug erleiden, komm ins Rheinland, wo deine Wurzeln sind. Für dich ist immer ein Plätzchen an unserem Tisch – mit rheinischem Sauerbraten ;-)
    Ein kleines Präsent liegt dann auch für dich unterm Weihnachtsbaum.
    Soviel sei verraten: Lang, wollig, in den Farben schwarz, weiß und grün ;-)
    Na! Ist das ein Angebot?! ;-) )))

    Wieso war Geld schon immer digital? Mal abgesehen vom Bargeld, ging das tatsächlich schon immer in 0,2 Sekunden? Mhhh! Ich frag mal meinen Opa (90+)
    Dein “Geld”(!) von Bank A nach Bank B überwiesen ist übrigens kein „echtes“ Geld (Buchgeld). Es ist Giralgeld! Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist ein Transfer von Schuldbestätigungen (das ist kein echtes Geld) der Banken von einem Girokonto zu einem Anderen. Ein feiner aber ganz entscheidender Unterschied in unserem Geldsystem, mein lieber Gourmet ;-)

    Klaus :-)

  6. Pampa sagt:

    Du glücklicher Klaus,

    bei uns gibt es entweder Gummiadler (der x-te Versuch eine Gans zu braten) oder Würstchen. Die weibliche Logik erschließt sich mir noch immer nicht. Dafür feiern wir aber ein frohes Fest, sprich alle saufen wie die Berserker. Eigentlich wollten wir schon gerne mal lange in die Christ-Mette gehen, aber dagegen sprechen die Verkehrsregeln, irgendwer müsste ja hinfahren. Im Prinzip sind wir ja erzkatholisch, Mutter Nonne, Vater Pfarrer, okay ich höre wieder auf …

    Digital muss ich erklären? Okay, es dauert ungefähr 0,2 Sekunden bis ich Kapital aus der Schweiz nach Singapur überweise. Comprende? Viel Spaß beim Regulieren.

    Übrigens, Du sollst kochen, nicht Deine Holde, mache Dich mal nützlich und Dein Mädchen hat es auch verdient, zumal Du genauso stur wie ein Esel mit oder ohne y bist.

    http://www.chefkoch.de/rezepte/937641199437984/Richtig-rheinischer-Sauerbraten.html

    Kriegst Du das hin? Na komm, etwas Mut, kannst ja behaupten Du hättest das in einem Internet-Forum gelernt, auch Du wirst Dich rechtfertigen müssen. ;-) )) Viel verkehrt machen kann Mann eigentlich nicht, kannste auch drei Wochen einlegen …

    Pampa

  7. Klaus F. sagt:

    @Pampa
    „Geld war schon immer digital“

    Das musst du mir genauer erklären, bevor ich darauf eingehe.
    Dabei nicht verwechseln das ZB-Geld und das Giralgeld!

    Sauerbraten – den Rheinischen – gibt es bei uns traditionell immer an Weihnachten.
    Meine Holde ist schon auf der Suche nach einem geeigneten Stück.
    …und dann ab in den Essigpott! ;-)

    Trotzdem, danke für dein Rezept-Angebot, aber das wäre wie Eulen nach Athen tragen:-)

    Klaus :-)

  8. Pampa sagt:

    @zitat
    Das mit dem Ende der Steinzeit bei noch vorhandenen Steinen stammt nicht von Reithofer (BMW), Kaldermorgen (DWS) oder gar von mir originär, sondern vom saudischen Ölminister. So viel oder wenig zum Ölzeitalter.

    Binswanger, Keynes, Mieses, Hayek, Schumpeter und Konsorten haben kein Gravitationsgesetz entdeckt, sondern stellen Theorien auf. Gehandelt wird am Markt, dort bildet sich ein Preis. That’s it! Wir müssen oder besser dürfen nicht mal alle der gleichen Meinung sein, belegbar ist sie schon gar nicht, sonst gäbe es keinen Markt. Putzig finde ich ja, wie viel Wert Du dem Goldmarkt beimisst, der alleine schon vom Volumen her absolut unbedeutend ist. Aber meine Frau steht auch auf funkelnde Gegenstände, wenngleich sie das weniger mit pseudo-volkswirtschaftlichen Theorien zu unterlegen versucht.

    @Klaus
    Das Leben ist kein Ponyhof, oder sollte ich bei Dir besser sagen Fohlenhof. Eigentlich mag ich das nicht, das Spiel ist so definiert, dass immer die bessere Mannschaft gewinnt, besser heißt qua definitionem mehr Tore schießen, egal wie. Aber zugeben muss ich wohl, dass es für Deine Fohlen etwas „unglücklich“ lief. Der Ball zu groß, das Tor zu klein, der Rasen zu nass …: 2:1, Punkt. Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel, für die Zukunft Deinen Fohlen alles Gute! Mir ist schon öfter aufgefallen, dass unsere Jung-Millionäre in kurzen Hosen vor CL-Spielen es etwas arg lässig angehen lassen. Van Pampa würde ihnen das abgewöhnen, dann könnten sie nach dem Auslauftraining tags darauf ihre Seele in den Rasen husten. Etwas NL, grappig, würde das keiner finden. Und bist du nicht willig, so wende ich Gewalt an … ja, wo samma denn?

    Fohlen bzw. Pferde sind übrigens absolute Asketen unter den Fluchttieren und Vegetariern. Ein paar Tropfen Milch in den Wassereimer und sie saufen nicht mehr. Rheinischer Sauerbraten wurde ursprünglich entwickelt, um Pferdefleisch zarter zu machen. Das Einlegen in Essig wirkt da Wunder, sehr lecker mit Kartoffel-Klößen und Apfel-Rotkohl. Wenn Du willst, gebe ich Dir mal ein Rezept von meiner Mutter, das Du der Holden und den Jungcobras zubereiten kannst. Damit punktest Du Junge! Es geht notfalls auch mit Rinderlende statt Fohlenfleisch, wie grausam die Welt für Stiere doch ist … ;-) Kaufe schon mal die Aachener Printen …

    Übrigens, die Zinslast ist der zweitgrößte Haushaltsposten, sehr richtig. Der größte ist aber Zuschuss zur Rentenkasse. Wollen wir da mal ran? Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Das hat mit dem Geldsystem nichts zu tun, sondern mit Sozialpolitik zu lasten Dritter, künftiger Generationen.

    Was man bei der WiWo nicht so alles lernen kann oder könnte, es lebe Print? ;-)

    @WIM
    suche nach climagate bei wiki

    und noch was … Geld war schon immer digital, das Internet beschleunigt nur die Informationen etwas mehr. Das ändert eigentlich nicht viel. Neu, ist eigentlich auch nur das, das wir zwischendurch vergessen haben. Insofern WIM, es gibt keine new oder old Economy, Du bist vollständig up to date, es gibt nur Economy und Informationen die Jahr und Tag wie eine Sau durchs Dorf getrieben werden. Glaube mal einem Jüngeren etwas, Erfahrung kriegt man beigebracht. Insofern stelle Deinen Scheffel nicht unter Deinen Hut …

    Pampa

  9. Roland Tichy sagt:

    Jeff Jarvis, dessen Vorabdruck zuerst in der Wiwo erschienen ist ;-) verdient sein Geld nach eigener Aussage – über Bücher.
    Damit ist alles gesagt.
    Ich sehe schwarz für das gedruckte Wort.
    Alternative Finanzierungsmodelle gibt es derzeit nicht.

    Also wird es in Zukunft diese Branche allenfalls noch in Rudimenten geben, etwa vergleichbar mit der Stahlindustrie: Unbedeutend.

    Das ist auch nicht weiter ein Problem. Strukturveränderungen gehören dazu.

    Gruß
    rty

  10. Weniger ist mehr! sagt:

    Hallo Herr Tichy,

    gerne. Die Problematik Ihres Gewerbes zeigt ja Schirrmacher in Person…sein neues Buch und seine Unsicherheit.

    Ihnen und jedem Ihrer Mitarbeiter, will ich nochmals das Buch von Jeff Jarvis ans Herz legen. Ein ausführlicher Zukunftshorizont für das Journalismusgewerbe ist darin, auch ganz konkrete Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Das ganze zwar Google-lastig, amerikanisch. Ich behaupte aber: Wer´s nicht gelesen hat, von uns “Oldökonomisten”, versteht die Welt – von morgen – noch nicht. Wir sehen momentan nur die Auswirkungen, haben aber keine Peilung für der Zukunft. Ein freundschaftlicher Tip, mehr nicht!

    Beste Grüße

    Weniger ist mehr!

  11. r.tichy sagt:

    @WIMS:

    Die Veränderung der “realen” Welt durch s Internet haben Sie ja toll beschrieben; dabei ist die Gefahr weniger, dass Quelle zukünftig Amazon heißt.
    Was passiert, wenn sich bestimmte soziale Institutionen auflösen?
    Derzeit löst sich gerade die Tageszeitung und damit das prägende Element der bürgerlichen Öffentlichkeit auf.
    Bei Geld? Da gibt es in der Tat wenige Überlegungen dazu.
    Derzeit wird halt versucht, den Hebeleffekt einzufangen in dem man bei Banken die Unterlegung mit Kapital und Zentralbankgeld verschärft – in der Zukunft, wohlgemerkt, nicht heute.
    Aber es gibt neue, quasi-Bank-Institutionen, die ganz anderen Regeln folgen.
    Darüber kenne ich kaum Literatur.
    Also, und das wird hier ja bestirtten, gibt es eine Rückkehr zu “echtem” Geld, und das ist für die Meisten Gold,
    übrigens Greg: Ihre Einwände gegen Gold gelten immer auch gegen Geld. Kann man auch nicht essen und im Krisenfall nicht tauschen, weil es keiner mehr nimmt.

    Eine offene Flanke, finde ich, zuwenig durchdacht, das neue “Internet-Gld”.

    Danke für die Anregung.

    Werde mal die Riege der Volkswirte befragen.

    Gruß
    Roland Tichy

  12. Eysel sagt:

    @WIM, Klimagipfel
    Hatte ich nicht kurz davon berichtet,
    meinen Senf auf die Wurst geschmiert?!?
    @ dtesch
    Es stellt sich die Frage, auf welch „elegante Art“ Politik die „Klimadoktrin“ wieder im Sack verschwinden lässt.
    Wird interessant sein, das zu beobachten.
    @ Klaus, Schulden
    Denk bitte dran, dass zumindest das Bankengeld für Staat ein ganz nettes Geschäft ist. Von CoBank liest man immerhin, dass diese ca 9% zahlt. Refi für ca 3,?. – So nen deal würd ich auch gerne machen. – Neu ist auch nicht gerade, dass SCHON IMMER über Infla sozusagen „refinanziert“ wurde. Und 2. Über Wachstum.
    ( Den Begriff Refi nicht zu eng sehen! )
    @ all,
    ist es mit diesem blog nicht wie mit Vielem?
    Mit unserer jeweiligen Familie
    ( die Liebe nimmt gerne mit Entfernungsquadrat zu ),
    der Kommunikation hier,
    die war auch schon mal liebevoller,
    der Wirtschaftsordnung,
    weit weg von perfekt (das heutige System),
    hat aber bisher in der Praxis den meisten Wohlstand in Freiheit „beschert“,
    dem Geld, das auch irgendwie „schöner“ war,
    als man es im „Mantelsack“ hatte,
    dem PC, der Zicken macht aber immerhin besser ist als der Vorige,
    den RTY-Fragen die aufgeworfen werden und deren Antwort auch nur mit Fragezeichen endet.
    Ist das NORMALSTE etwa NICHT,
    dass Mensch Verbesserungen SUCHT,
    immer unbefriedigt bleibt?
    Und ist es etwa NICHT das GROßARTIGSTE,
    D A S S er immer unzufrieden bleibt???

  13. Klaus F. sagt:

    „…ansonsten rate ich ihnen diesen blog nicht allzu ernst zu nehmen. es ist eine communitie die wie eine familie ist. ist nicht schlecht aber nicht ausreichend.“

    @nasowas :-)

    Kannst du diese deine Ansicht genauer begründen? Bin ähnlicher Meinung, finde aber keine Lösung zur Verbesserung – wenistens ansatzweise – auch selbstkritisch!

    Danke :-)
    Gruß
    Klaus F.

  14. nasowas sagt:

    und im übrigen gibt es noch ganz andere frage: wollen die menschen eigentlich über ihre bedürfnisse hinaus komsumieren. wachsen die bedürfnisse ins unendliche? die krise der autoindustrie beruht auch darauf. in berlin wird es schick für junge leute, das auto zu teilen. es ist also kein statussymbol.

  15. nasowas sagt:

    WIMS: Diese fragen habe ich hier vor längerer zeit mal gestellt. die physische existenz von geld hat das bewusstsein der menschen nachhaltig verändert. ich behaupte das die nichtexistenz des physischen geldes dies in kürzerer zeit schafft. der versuch die goldbarren in den tresor zu legen, wird das auf dauer auch nicht verhindern. heute existiert das geld virtuell, in form von plaste. es hat einen anderen klang. oder können sie sich einen investmenbanker der mit dukaten klimpert vorstellen. heute schmeißen sie mit scheinen. :-) vielleicht ein tip. es gibt ein buch, welches von einem musikwissenschaftler geschrieben worden ist.

    “im takt des geldes” von eske bockelmann. es sind einige interessante gedanken darin enthalten. ansonsten rate ich ihnen diesen blog nicht allzu ernst zu nehmen. es ist eine communitie die wie eine familie ist. ist nicht schlecht aber nicht ausreichend.

  16. Weniger ist mehr! sagt:

    Sehr geehrter Herr Tichy,

    erlauben Sie mir, daß ich mich persönlich an Sie wende. An den Chef eines der größten Wirtschaftsmagazine der Bundesrepublik Deutschland. An einen, der wie ich höre, den meistgelesenen Blog für Wirtschaft im Lande eingerichtet hat, betreibt und wie ich sehe, im Abstand von einer Woche mit neuen Themen versorgt.

    Darf ich Sie an dieser Stelle für einen Moment zum kurzen Innehalten und intensivem Nachdenken aufrufen? Nein, nicht weil bald Weihnachten und die adventliche Zeit der Besinnung eingekehrt ist.

    Ich möchte Ihnen hiermit mitteilen, daß Sie einen völlig ratlosen, ja verstörten, vor Schreck erstarrten Nutzer Ihres Forums „Chefsache“ zurückgelassen haben. Wenn Sie gestatten und die Zeit erübrigen können, will ich Ihnen in aller Kürze schildern, warum das so ist.

    Sie stellen in Ihrem Forum ein Thema zur Diskussion, mit der Überschrift „Das häßliche I-Wort“. Sie suchen nach Antworten, ob es jetzt zu einer Inflation oder Deflation kommt. Welche Auswirkung die Finanzkrise auf unser Geldsystem hat. Sie stellen fest, daß durch Krise unsere Welt eine andere geworden ist. Jetzt, in diesem Moment, da ich hier schreibe, haben sich 303 Teilnehmer des Forums zu diesem Thema geäußert. Ich stelle fest, daß heute ein neues Thema aufgerufen ist. Sie gehen zur „Tagesordnung“ über.

    Können wir uns darauf verständigen, daß derzeit das „Geld“ das wichtigste (Hilfs-) Instrument unserer kompletten Wirtschaftsordnung ist? Es ist das „Blut“ unserer Wirtschaftskreisläufe, weltweit. Sind Sie mit mir darin einig?

    Dürfen und können wir zur Tagesordnung übergehen, wenn wir bei einem entscheidenen Punkt in der Diskussion zu keinem, ja nicht einmal zu einem Minimalergebnis gekommen sind? Wenn wir bei der Frage, die ich im Forum schon gestellt habe

    „Welche Auswirkung hat das Internet auf unser Geldsystem?“

    völlig ratlos zurückbleiben? Wer hat Antwort auf diese Frage?

    Sämtliche Erklärungsversuche hinsichtlich Geldmenge, Geldmarkt, Geldumlauf müssen scheitern, wenn wir ein entscheidendes Medium – das Internet – in unserem Denken vergessen. Sie und ich kommen von der „Oldökonomie“ und wir wenden die Denkweisen an, die wir gelernt und gelehrt bekommen haben. Wir vergessen aber, daß sich die Welt geändert hat, nicht durch die Finanzkrise, sondern durch ein neues Medium, das womöglich die Finanzkrise gerade erst ausgelöst hat.

    Warum ich mir so sicher bin? Andere, große und größte, sind daran gescheitert, weil sie vergessen haben, sich die Frage zu stellen:

    Wie verändert das Internet mein Geschäft?

    Europas größtes Versandhaus „Quelle“ ist daran zugrunde gegangen. Amazon könnte heute Quelle heißen. Sie könnten nicht nur Europas Größter sein, sondern der ganzen Welt, hätten, ja hätten sie sich diese Frage gestellt.

    Mein Sohn, damals 15 Jahre, hat sich diese Frage gestellt. Zu dem Zeitpunkt, als er erstmals ins Internet konnte, mit Telefoneinwahl etc., hat der mich gefragt: „Papa, warum stellt Quelle seinen Katalog eigentlich nicht ins Internet?“ Es hat Jahre gedauert, bis der Großkonzern Quelle die Frage meines Pupertierenden aufgenommen hat. – Und dann war es zu spät, – es gab Amazon. Und es gibt Amazon immer noch und Quelle ist weg. Welche Dramatik!, welche Tragödie! – Warum und auch, weil sie sich diese Firma eine einzige Frage nicht gestellt hat und folgend sich dieser Frage auch nicht stellen konnte.

    Ich wähle bewußt diese Form des „Anschreibens“, weil ich weiß, daß ich damit eher gehört, besser gesehen, werde. Sie merken, wie wir mit dem Alten verhaftet sind. In der inflationären Zeit der Meinungsbildung, auch dank dieses neuen Mediums, muß man sich unterscheiden. Ich tue dies mit voller Absicht, um klar zu stellen, wir haften an Altem, – mit Vor- und Nachteilen, aber dies wäre ein anderes Kapitel.

    Sie dürfen und können mir nicht unterstellen, daß ich mich eigennützig oder selbstherrlich einbringe. Sie kennen mich ja gar nicht, ich bin ja auf Ihrem Bildschirm nur ein paar Pixel und wenn Sie den Stecker ziehen, dann bin ich wieder weg. Dabei, so schrieb Forist Eysel richtig: Ein Gedanke geht nie verloren! Auch nicht im Internet. Sehen Sie mich als einen der Vielen, ich will kein Lob und keine Anerkennung. Ich will nur, daß ein Gedanke aufgenommen und verbreitet wird, nicht mehr und nicht weniger.

    Weil „Geld“ für unser System entscheidend ist, dürfen wir nicht einfach zur „Tagesordnung“ schreiten. Wir müssen alle, ja wirklich alle, Möglichkeiten nutzen um die Systeme sicherer und transparenter zu machen, im Kern eben das Geld. Wir müssen in unser Denken einbeziehen, daß sich etwas verändert hat. Mit dem Internet wurde ein „neues Rad“ erfunden. Mit diesem Rad läßt sich Geld drehen!, es kann nicht sein, daß dies ohne Auswirkung auf den Gesamtablauf bleibt. Dieses Quantenereignis gilt es zu erforschen.

    Mein Aufruf an Sie und alle, die diese Pixel lesen: Forschen Sie mit!

    Mit allerbesten Grüßen in einer nachdenklichen Vorweihnachtszeit

    Ihr

    Weniger ist mehr!

  17. Klaus F. sagt:

    By the way – zum Euro/Dollar:
    Der Trend ist nach unten durch. Das korrelierende Gold hat schon reagiert (-4%). Folgen nun auch die Aktien?

    Der Bruch muss Anfang der Woche noch bestätigt werden – schaumermal ;-)

    http://www.tradesignalonline.com/gallery/chart.aspx?id=1623830

    Klaus F.

  18. Zamir Zebulov sagt:

    @ Klaus F.,

    1,5 oder 1,7 oder 2,0 oder noch mehr billiönchens und diverse
    banken und andere dahergelaufene rettungspakete für verarmte
    milliardäre. Wer sollte dieses zahlengemurkse denn überhaupt noch
    ernst nehmen. Abgewandelt aus dem AT: “Schaut euch die bonibürscherl an, sie säen nicht, sie tun nichts und laufen auch sonst
    keiner herde nach, aber sie ernten doch bzw. sorgen dafür, dass sie immer genügend KÖRNER auf dem konto haben. Und all die lieben
    “BLÄSER”, sie haben noch nie im leben, weder körperlich noch geistig#gearbeitet und doch drehen sie am lauf der dubai-welt. Nein,
    diesen kohorten ist es völlig egal ob schulden entstehen ,o der am ende dem gemeinen volk aufgebürdet werden, in billionenhöhe.
    So wirds gemacht.

    Gruß Zamir

  19. Zamir Zebulovic sagt:

    @ Karel,

    Afghanistan ubd grössenwahn, transferleistungen von uns allen für
    das “abgefahrene prekariat”. Es fehlt die einfachste strategie für eine
    grundlegende runderenuerung des SYSTEMS. Ein weg, weitweg von
    mindestlöhnen, ein.euro.jobs, praktikantenbeschiss etc.
    Die lieben studenten revoltieren, na endlich, wofür ? Wissen sie, die
    studenten/Innen das eigentlich und überhaupt. Der deutsche staat war
    schon immer ein grosser meister im geldverplempern, egal für welchen unsinn auch. Wo wollen wir hin und wo möchten wir in 4/8/10 jahren
    stehen mit unserem riesigen, angehäuften schuldenberg.
    Waren daran nur die vergangenen regierungen schuld ??

    Gruß Zamir

  20. Klaus F. sagt:

    Ach Gott, Wim

    So martialisch bringst du mich in Verbindung?
    Komme ich so rüber?

    mmmh! Na, da hab´ich was zum nachdenken vorm Einschlafen (grins)

  21. Weniger ist mehr! sagt:

    @ Klaus F.

    weiter, weiter immer weiter, weisst ja Olli…

    Schon heute herzlichen Glückwunsch zum Namenstag. Die Bedeutung Deines Vollnamens kennste?

    “nike” (gr. Sieg)
    “laos” (gr.[Kriegs]Volk)

    Bleibt wie Du bist! — Und vertrau auf Dich, hau rein, den an den Ruprecht!

  22. Klaus F. sagt:

    Ach, Übrigens:
    Australien, Serbien und Ghana ist keine Spaziergang. Aber für Jogis Buben eine durchaus lösbare Aufgabe. Bei einer WM gibt es nun mal keine leichten Gegner mehr.

    N8 :-)

  23. Klaus F. sagt:

    @van Pampa

    Glückwunsch zu einem schmeichelhaften Arbeitssieg. Erste Halbzeit klar bessere Fohlen, die sich in der zweiten Halbzeit zu sehr darauf beschränkten das Unentschieden zu halten. Eine Standardsituation (Freistoß) musste herhalten, um nicht meisterlich spielende Bayern die drei Punkte zu retten. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen, aber shit happens – so ist Fußball! ;-)
    …und es gibt ja noch ein Rückspiel. Karten schon gesichert ;-)

    Nun seht mal zu, dass ihr in Turin was reißt – für Deutschland!!!!!

  24. Klaus F. sagt:

    „1,5 Bio Euro Schulden, über 40 Jahre aufgebaut,
    kann man doch ebenso in 40 Jahren wieder abbauen.“

    @Karel

    Es sind am Jahresende 2009 rund 1,7 Bio (siehe Schuldenuhr) Und mit dem vorläufigen Haushalt 2010 rund 1,8 Bio. Diverse Sonderfonds zur Bankenrettung und Krisenbewältigung nicht inbegriffen. Werden diese gezogen, dann allerdings wird es richtig dunkel!

    Um nun knapp 2 Bio. Schulden in 40 Jahren abzubauen benötigen wir im Schnitt round about 5% Wachstum – jährlich!!! Wobei die Mehreinnahmen ausschließlich zur Tilgung verwendet werden dürfen.

    Zur Erinnerung: Seit 1953 wurde nicht ein einziges Mal ein ausgeglichener Haushalt geschaffen – egal welche politische Couleur gerade an der Regierung war. Jahr für Jahr kamen mehr Schulden hinzu.
    Allein die Zinslast mit 42Mrd. für 2010 ist mittlerweile der zweitgrößte Einzelposten. Jeder siebte Euro wird bereits nur für den Schuldendienst verwendet.

    Karel, dein Optimismus in allen ehren, aber angesichts der harten Realität darf man mehr als nur Zweifel anmelden ob eines schuldenfreien Staates. Ich behaupte sogar, nicht einmal einen ausgeglichenen Haushalt werden sie jemals hinbekommen, ohne eine wie immer geartete Währungsreform.

    Ich könnte dir jetzt noch etwas über unser Geldsystem erzählen, welches genau genommen ein Schuldgeldsystem ist, in dem diese gigantischen Schulden systembedingt niemals mehr zurückgezahlt werden können. Dazu müsste ich allerdings weit ausholen. Wenn es dich interessiert, dann lese die entsprechenden Passagen der letzten Wochen hier durch.

    Nur soviel:
    In diesem Schuldgeldsystem müssen systembedingt immer mehr Schulden aufgenommen werden, allein schon um die bestehenden Schulden zu bedienen (Stichwort: Zins-Effekt). Dazu wurden in den letzten Jahren sogar bonitätsschwache Schuldner geradezu animiert sich zu verschulden (siehe Subprime).
    Als dieses Kartenhaus dann zusammenfiel, sprang der Staat ein als „der Kreditnehmer der letzten Zuflucht“. Warum letzte Zuflucht? Weil der Staat immer auf das Eigentum seiner Bürger zurückgreifen kann – auf dich – auf mich – auf uns alle, durch höhere Steuern, Abgaben usw…
    …und wie diese stetige Mehrbelastungen dann verteilt werden, darum wird sich dann gestritten. Ideologisch, Klientel bedingt und mit der Macht der Lobbyisten.
    Doch auch die Staaten werden kurz über lang an diesem steigenden Schuldenberg zerbrechen müssen. Die Ersten, noch nicht Systemrelevanten, fallen schon um – Griechenland, Ukraine, Lettland, Estland, Island, Irland, Dubai. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis der erste systemrelevante Staat die Flügel streckt und einen Dominoeffekt auslöst. Vielleicht Japan mit über 200% BIP-Verschuldung??? Zum Vergleich: Großbritannien 100%, USA rund 90% und Deutschland 75% Verschuldung gemessen am BIP.

    Nichtsdestotrotz ein schönes Wochenende :-)
    Klaus F.

  25. Karel sagt:

    @Zamir,
    1,5 Bio Euro Schulden, über 40 Jahre aufgebaut,
    kann man doch ebenso in 40 Jahren wieder abbauen.
    “Mehr muss ich als “kleiner Kopf” nicht verstehen.”
    Und dennoch ist diese Binsenweisheit nicht jedem überzivilisierten, überinformierten Menschlein zugänglich.;-)
    Inflation als Exit-Strategie ist etwas für Charakter- und Gewissenlose.

    Karel

  26. Zamir Zebulovic sagt:

    Reine LUFT, klares WASSER und ein unverdorbenes ERDREICH.
    Mehr muss der kleine kopf nicht verstehen und dennoch ist diese
    binsenweisheit nicht jedem überzivilisierten, überinformierten
    menschlein zugänglich. Das LEBEN ist einfach, klar und rein und
    das menschlein ???

    Gruß Zamir

  27. dtesch sagt:

    @zitat
    Klar kann auf Rohstoffe spekuliert werden, siehe Rohöl letztes Jahr. Aber das geht auch mit Aktien, z.B. VW.
    Ist das aber BLW oder doch das Glücksrad???

    @WIM
    Die CO2-Debatte wird irgendwann ihr Ende finden, so war es schon mit Waldsterben und Ozon.
    Ich befürchte aber, das dieses Vakuum sehr bald von anderen Rattenfängern gefüllt wird.
    Die Leute gieren ja geradezu nach solchen leeren Lehren.

    Gruß
    dtesch

  28. Weniger ist mehr! sagt:

    Gewalt eine Ausdrucksform des Unbehagens. Worte sind geduldig, man kann sich dahinter verstecken oder nackte Wahrheiten beschreiben. Dazwischen ist viel Spiel. Alles sucht nach seiner Berechtigung.

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,665286,00.html

    @ dtesch

    Platzt die nächste Blase? Klimaforscher

    Die Stimmung in der Szene kippt.

    Ausgerechnet zum Klimagipfel in Kopenhagen verstrickt sich die Klimaforscherszene in einen spektakulären Datenfälschungsskandal. Der wichtigste Klimaforscher der Welt, Phil Jones – Schlüsselfigur des Weltklimarates IPCC – muss seine Ämter ruhen lassen,

    http://www.cicero.de/1725.php?ress_id=18&kol_id=11006

  29. zitat sagt:

    @dtesch
    Zitat:
    “Also schon mal den Keller betonieren, damit die Goldbarren nicht ins Erdreich verschwinden. Und nicht vergessen dem Finanzamt Bescheid sagen. Die kommen dann zur Inventur. ;-) .”

    Ist leider schon passiert! Das Zeugs ist im Erdreich versunken und ich weiß nicht mehr wo.:-( Eben echtes Heavy Metal! :-) )

    Kann es bei strategischen Rohstoffen nicht sein, dass der Anbieter garnicht verkaufen will oder in Erwartung höherer Preise in der Zukunft einfach nur für den Eigengebrauch fördert. Die Fertigwaren lassen sich dann ja teuer exportieren.
    Vielleicht ist ja BWL zu einfach?!

  30. dtesch sagt:

    @zitat
    Ich habe meine Glaskugel jetzt nicht dabei.
    Wenn ich genau wüste wo die Rohstoffpreise in den nächsten 10 Jahren liegen, könnte ich mich zur Ruhe setzten und Pampa, wie ich ihn kenne, wäre gleich auch dabei.
    Nur dem marktwirtschaftlichen Prinzip kann sich niemand entziehen:
    Wenn Nachfrage nach einem Rohstoff sinkt oder ein Überangebot vorhanden ist, d.h. die Verkäufer finden keine Abnehmer, sinkt auch der Preis. So einfach ist BWL. ;-)
    Außerdem muss bei Rohstoffen auch der physische Zugriff sichergestellt sein, sonst nützt das im Ernstfall nichts.
    Also schon mal den Keller betonieren, damit die Goldbarren nicht ins Erdreich verschwinden. Und nicht vergessen dem Finanzamt Bescheid sagen. Die kommen dann zur Inventur. ;-) .

    Gruß
    dtesch

  31. zitat sagt:

    @magic

    Ich dachte eher an die Differentialgleichung für konstantes prozentuales Wachstum, was wir ja nach Prof. Hans-Christoph Binswanger brauchen, um nicht in eine deflationäre Spirale zu kommen und das unter Einbeziehung der globalen Bevölkerungs- und Wohlstandsentwicklung.
    Nicht zu vergessen wäre auch Mathias Binswanger, der die Einspareffekte von Effizienzsteigerungen hinterfragt, bekannt als “Jevons Paradoxon”:
    http://www.mathias-binswanger.ch/index.php?module=PostWrap&page=http://science.orf.at/science/news/153806

    Ansonsten gesunder Menschenverstand und langfristiges Denken.
    Dann kann man sich ausrechnen, wie lange die essentiellen Rohstoffe im Überfluß und billig sind.

  32. Magic sagt:

    ..sorry, der Charles Wiggins heisst natürlich Cobb und das Dingens: Cobb-Douglas, Grundstudium BWL, haste wohl gefehlt, Zitat? ;-) Macht nicht alter Junge, ich habe auch lieber Tennis gespielt °;°
    P.S: ich hatte aber ein Kumpel, der für mich aufgepasst hatte, Typ Eysel, nur eben Geisteswissenschaftler*#*

  33. Magic sagt:

    ..welche denn, Mr.Zitat, die ertragsgesetzliche, die linear-limitationale oder die Produktionsfunktion nach Charles Wiggins Douglas und Paul Howard Douglas
    oder lieber nach Typen differenziert:
    - Durchsatzfunktionen,
    - Input-Output-Matrizen oder das dynamische Produktionsmodell?
    Nna, tellkundler, welches BWL-Kästlein dar’s denn sein kurz vorm 2.Advent?
    Fore sure, it’s kand of micro-magic °;°

  34. Pampa sagt:

    @Magic + Zitat + Linear
    Da muss ich doch mal kurz Heinz Prüller zitieren, seines Zeichens österreichischer F1-Kommentator:

    „Diese Kurve ist sehr eckig.“

    Bezüglich der Fohlen reden wir morgen weiter, vorsichtshalber will ich das mal abwarten. Nun gut, Mama ich will ein Pony. Da, iss erst mal die Pferdewurst. Rheinischer Sauerbraten … aber vorerst, mal sehen. ;-)

  35. zitat sagt:

    Zu den Rohstoffen:

    “Rohstoffe wie Metalle und Mineralien machen in Deutschland 40 % der Produktionskosten der Industrie aus. Laut dem Bericht zur Rohstoffsituation 2006 der Bundesanstalt für Geo­wissenschaften und Rohstoffe (BGR) betrugen im Jahr 2004 die Roh­stoff­importe Deutschlands für Metalle, Eisen und Stahl 16,3 Mrd. € und 2006 bereits 30,9 Mrd. €. Dies verdeutlicht das Ausmaß und die Brisanz unserer Rohstoffabhängigkeit. Auch andere rohstoffarme Länder wie Japan, aber auch China und die USA hängen am Tropf der Rohstoffimporte.”

    @dtesch
    Zitat:
    “Gibt es zu viel davon, geht der Wert nach Unten. Da unterliegen Rohstoffe fast der gleichen Wertschätzung wie bedrucktes Papier.”

    Von welchen Rohstoffen gibt es in den nächsten 10 Jahren zuviel? Was denken Sie: Öl? Gas? Uran? Silber? Palladium? Platin? Rhodium? Kupfer? Eisen? Germanium? Gallium? Indium? Tantal? Niob? Kobalt (strategisches Metall!), Phosphat? Agrarrohstoffe?…

    Was denken Sie werden die Asiaten und Rußland in Zukunft als werthaltiger ansehen: Papier oder Edelmetalle?
    Für was werden sie in Zukunft ihre Hightech-Produkte (Solarzellen, Elektroautos, Lithiumionen-Akkus, Consumer Elektronik usw.) und Rohstoffe (seltene Erden, Gas, Öl) nach Europa liefern?

    Was kann der Staat leichter überwachen und besteuern: Edelmetalle oder Geld- und Aktienkonten?

    Die BWL´er Sicht würde mich wirklich interessieren!

  36. dtesch sagt:

    @zitat
    “aben sie schon einmal versucht, Rohstoffe nicht nachzufragen?:-))”
    Soll ich einen BWL-Kurs geben? ;-)
    Frag Greg, der kann Dir das genau erklären.

    Gruß
    dtesch

  37. Magic sagt:

    ;-) heisst es eigentlich unlinear, irrlinear, kontralinear, pampaideal oder zitatlineal? oder Weniger unlinear is mehr zitatlineal?
    phantastisch-wunderbar wäre. TiTo-linear also kurz vor wiwo-fraktal..°;°
    It’s bald friday night
    and I feel allright
    so let’s dubai dance
    ziehats Lederhosen aus
    Bayern fliegt gleich raus
    Gaals letzte chance
    oooh….

  38. zitat sagt:

    @dtesch
    Zitat:
    “Rohstoffe, Kunstgegenstände sind nur solange von Wert, wie sie nachgefragt werden.”

    Haben sie schon einmal versucht, Rohstoffe nicht nachzufragen?:-))
    Wen beraten Sie?

    @Pampa
    Zitat:
    “Es gibt zwar noch immer Steine, wir leben aber nicht mehr in der Steinzeit, auch nicht in der Bronzezeit und goldene Zeitalter hatten nie etwas mit Gold zu tun, ganz im Gegenteil.”

    Öl hat ja auch nichts mit dem Ölzeitalter zu tun, gelle. Immer schön linear bleiben, sonst fliegste aus der Kurve.:-)))

    Banker sind also für Milton Friedman, aber gegen 100% reserve-banking, für freie Märkte und Deregulierung, aber gleichzeitig für das Geldschöpfungsmonopol, für Eigenverantwortung aber gleichzeitig für Staatshilfe usw.
    In der Tat: hört sich an wie Geisteswissenschaft!

  39. Magic sagt:

    ..hi, hi mit meinen 500.000 Daimler-Calls seh’ ick det nadierlich janz anderst!;-)

  40. Eysel sagt:

    US Arbetismarkt nen Hauch besser und DEX macht nen Satz. – DJIA 10 481. – Die Börsianer die spinnen!

  41. Magic sagt:

    ..nur zu, “Gewalt muss sein sprach Wallenstein und schob den Stil von vorne rein” – neein, Pampa du denkst schon wieder an, Maykitt Willja, mir wil aber nicht aus dem Kopf: so muss es bei Eysels zugegangen sein, bevor er seine Slave hut gegen white cash eingetauscht hat… ts, ts,*#*
    P.S ein wahrer Unternehmensführer kennt keine Gnade, er vernascht seine Mieter, seine Hofberichtserstatterin/nen, seine Hosenträgernachspanner und seinen Pressespiegel .. usf.

  42. Weniger ist mehr! sagt:

    nasowas, Geschichten die das Leben schreibt:

    Mein 16-jahriger mit Skype aus der Mittagspause:

    Mein klassenkamerad aus xxxx
    [12:36:16] x: die sind selbständig
    [12:36:30] x: und der opa von denen hat ein kleines haus vermietet
    [12:36:41] x: und der mieter net bezahlt – frau ist mit kind schon ausgezogen – er nicht
    [12:36:50] x: dann sind die zu dritt rein zu dem
    [12:36:57] x: und haben ihn verdroschen
    [12:37:21] x: dem maxi sein papa kam etwas später, weil er musste noch von der axt erst den stil absägen
    [12:37:34] x: ich kenn die familie gut – mich hats schier verrissen
    [12:37:55] y: was hat der mit der axt gemacht?
    [12:38:06] x: mit dem stil den mieter verdroschen
    [12:38:36] x: dann haben sie seinen müll raus
    [12:38:45] x: und festgestellt, dass das ein messi war
    [12:38:57] x: die mussten den dreck im bad mit dem spaten abkratzen
    [12:39:06] x: auf jeden fall kam auch die polizei
    [12:39:13] x: und die hat dann lauter drogen gefunden
    [12:39:25] x: und der mieter musste in ärztliche behandlung
    [12:40:02] y: da hauts dich um! da kannste nicht mehr
    [12:40:09] x: mich hats schier verrissen
    [12:40:21] x: weil ich die leute gut kenn – aber des trau ich dem auch sofort zu
    [12:40:40] y: sind nicht alle so zart besaitet wie wir

    Tut mir leid Magic, aber ich mußte Deiner feingeschliffenen Lyrik einfach die grobstollige Realität entgegensetzen.

    Versprochen gebrochen, aber jetzt ist Schluß!

  43. Magic sagt:


    wie?wo? muss ich schon wieder zahlen
    na warte, bei den nächsten Wahlen
    gibt’s Quittungen, Block her Burgwonne
    den schick ich Wolken vor die Sonne
    dort oben fett, faul ignorant,
    pflegen einander ihren Brand
    Schutzfaktor zehn, das reicht nicht aus
    sind’s oben droht nie mehr Garaus.
    Verantwortung wird virtous
    gemanaged konsequenzenlos
    Hauptsach gedealt mir leichter Hand
    danach flugs in den Ruhestand
    der nächste Herr, diesselbe Dame
    der rote geht, gelb nun.. Banane
    das Lied nun Dur, nicht länger Moll
    wem macht’s denn nun die Taschen voll
    in TiTo wär das nicht passiert
    hier steht klar fest, wer hier kassiert
    kriegt nächstes Mal die Hucke blau
    reihum im Kreis, der nächste Pfau.
    Heut abend, ach wie wird das schön
    van bayern, Leut das müsst ihr sehn,
    wenn Bubble Ben und Klausemann
    vo, Sitzplatz feuern Fohlen an
    einträchtig, lautstark volles Rohr
    hinein, du Ball ins Bayern-Tor
    jedoch auch hier gilt pampas phi
    van Gall bringt schließlich Ribery
    der packt torrerohaft die Pille
    als wär’s des Kaisers letzter Wille
    umkurvt die Fohlen ungerührt
    nach Abpfiff Gladbach ist düpiert
    Brüllt eyner stehend wetten dass
    falls nicht spendier ich mal ein Fass
    fragt sich; vor oder nach denn Wahlen
    und nochwas, kann der Rechnung zahlen,
    kein Haus, nur Geld, Fett im Lappen
    kein Unternehmensführer, alles Pappe
    auf sowas fallen wir gern rein
    wird doch nicht unser Tierarzt sein
    gemach, die Götter sehen mit
    notfalls ruft einer einfach: Schnitt
    und Klappe, weiter geht’s fein blank
    Entwertung macht gesund statt krank!

  44. Weniger ist mehr! sagt:

    @ dtesch

    Da schick ich Dir doch nochmal den Mehdorn vorbei: 2.12. um 17.12 Uhr Ulm Hauptbahnhof – wenn es sogar der erkannt hat! Mußte dann aber zu Fuß nach Hause laufen…

    -

    Mein armes Bäuerle habe ich auch angerufen: Der sagt mir, wegen der Kreditklemme, jetzt machen die mir den Tank an meinem Traktor voll, damit ich wieder fahren kann. Aber der Motor an meinem Traktor hat doch den Kolbenfresser, da hilft mir der volle Tank au´ ned weiter.
    Ob die Canclerin denn nix von dem Geschäft versteht, meint er noch…

    Tja…

    Jetzt ich aber auf, versprochen!

  45. Weniger ist mehr! sagt:

    @ Magic

    **Wohlan denn WiM, du machst mir also mein Monopol des “armen Poeten” streitig…**

    Um Himmels willen! Bei mir reichts heut´grad noch zu: Lieber arm dran, als Arm ab!

    @ Eysel

    Du vergiß eine Variable: Vertrauen ins Papier! – ein „Großereignis“ und die Leute rennen und tauschen Papier in Sache. Sensibilitätsbarometer scheint mächtig zu steigen, siehe Nachfrage nach physischem Gold

  46. dtesch sagt:

    @WIM
    “Was sagen denn Deine Kunden.. wenn doch die Kanzlerin jetzt persönlich eingreift?”
    Nicht viel. Viele meiner Kunden haben sich schon lange selbst geholfen, d.h. mit Banken direkt verhandelt.
    Was denen mehr Probleme bereitet, sind die immer neuen ausufernden Gesetzte, die denen das Leben bzw. Arbeiten schwer machen.
    Ein Beispiel ist das neugefasste WHG Wasseraushaltsgesetzt, das am 1.03.2010 in Kraft tritt.
    Jetzt wird gleich wieder Greg einwenden, das war ja bekannt.
    Meine Einwand ist dagegen: was bringt das, wem nützt es was, was kostet das und ist das überhaupt nötig.
    Nur in solche Niederungen begeben sich Politiker nicht, dafür hat man ja die Unternehmer, die alles beachten und umsetzten müssen.

    Gruß
    dtesch

  47. Eysel sagt:

    @ RTY, Infla
    Contra: Der Anteil der Rohstoffe an fertigem Produkt ist in unserer! Wirtschaft relativ gering. – Contra: Die Margen/Preise der Industrie sind „am unteren Ende des Möglichen“ können bei abnehmender Kaufkraft und zunehmender Risikoaversion der Bevölkerung kaum erhöht werden.- Contra: Kapazitäten sind nicht ausgelastet.- Contra: Der Anteil der Aktienbesitzer die E V T L !!! profitiert haben ist gering. Contra: Je besser es jemandem geht, desto geringer ist der Anteil des Einkommens/Vermögens der in den Konsum fließt. – Deshalb werden wir nächstes Jahr NOCH keine nennenswerte Infla sehen. – Verbrauchsgüterpreisinfla bei nicht ausgelasteten Kapazitäten und eher sinkenden Raleinkommen wäre ein Novum. -
    Assetpreisinfla dagegen wird sich tendenziell fortsetzen. –
    Cash ist ( vorläufig noch ) king trotz des ( schon ) Anlagenotstandes, um bei „Gelegenheiten“ zuschlagen zu können. – Mit “Geld” kann man ( wenn man nicht gerade Bank heisst ) zwar augenlicklich nichts verdienen, aber NOCH “bei Gelegenheit” so Manches ganz gut für bessere Zeiten einkaufen.

  48. Magic sagt:

    Wohlan denn WiM, du machst mir also mein Monopol des “armen Poeten” streitig…
    Bananen-Bäuerlein vom Main,
    horch hin, wer plugged von draussen rein,
    was alles hier dem Geist enfleucht
    viel Kompetenz im Wortkleid angetäuscht
    die Wahrheit lautet ohne Schiss
    Miss Zukunft ewig ungewiss
    Entwertung peng, wieviel Prozent
    warum denn nicht, wer hats verpennt,
    der schlafe weiter, mal ganz ehrlich
    zu viel Verstand ist doch entbehrlich
    wenn Bubble-Ben und B. Obama
    ereilt ihr Konsequenzen-Drama
    do dubai dance, dann rock and roll
    bist durchschnittsdoof, kriegst Hucke voll
    noch immer zahlte überbrav
    das Tier mit Namen Bürgerschaf
    und alle, denen dies ist schnurz
    verdrücken sich mal eben kurz
    bis Nebel weg und Sicht o.k.
    nach kurzem Auwe, jemenee
    wird neu gemischt der Schnee des Lebens
    grad gestern war noch olls vergebens
    doch heute wird nach vorn geguckt
    die Tatkraft in den Fingern juckt
    Hauptsache all Unbill scheint gesiecht
    diesmal ganz ohne Weltenkriesch
    weit weg von Steinwurf und Kanone
    das Blut, es gießt sich ver sehr schonend
    Kapitalismus at it’s best
    wer zu lang schläft verpasst den Rest
    des pampas Gang ist auf Matrazen
    der fremden Leid tut uns nicht kratzen
    wir hauen drauf auf piano forte
    es siegt der Meister großer Worte
    reverse control und retro-spin
    im Lostopf liegt für jeden drin
    und obendrauf für Obersmarte
    speziell for you die ‘ne Monatskarte
    die es gestattet sich zu verpullen
    wenn’s wieder heisst: das jahr der Nullen.
    Das Nullenjahr geht bald zu Ende
    brachte es uns die Schicksalwende?
    Nicht wirklich, es wär’ auch zu toll
    bei vielen ist die Windel voll
    verkooften Häuschen, Stock und Stein
    steckten den Kies in Gold shorts ‘ nein
    und hoffen nun zwozehn aufs neue
    das Gotteswerk, mög’s nicht sich scheue
    sie zu beglücken, beim verkaufen,
    wer sch…. denn schon auf kleine Haufen
    oh Truthahn weiss oh Götterwerk
    bedenke mich, von Natur Zwerg!
    am Anfang steht schon bei Johannes
    Wirtschaft ist Sach’ des kleinen Mannes.

  49. Weniger ist mehr! sagt:

    @ All einschließlich Hasen

    Ich geb´zu, ich bin heute schlecht drauf, hab einfach schlecht geschlafen, nachdem ich mir die Artikel von FTD und Impuls noch angetan habe, nachts um 2.00 Uhr, naja sollte man nicht machen, stimmt.

    Vorallem hat mich der Gedanke beschäftigt, was die Wirtschaft ohne Woche macht, ich mein – umgekehrt. Hoffentlich kriegen die nicht alles mit, sonst würde Tichy bestimmt mal Tacheles reden. Aber, lassen wir das für heute, morgen gibt’s ein anderes Thema.

Kommentar abgeben