» 21.11.2009, 07:29

Die dummen Jungen

Höchste Vorsicht, wenn Sie Wörter wie „solidarisch“, und „nachhaltig“ in Zusammenhang mit Sozialpolitik hören. Dann geht es darum, dass Leute, die es nicht brauchen, viel Geld von denen kriegen, die es nicht haben, und so der Sozialstaat nachhaltig ruiniert wird. Eigentlich ist der Sozialstaat eine der wertvollsten Erfindungen Kontinentaleuropas. Aber er wird zerstört von denen, die sich als seine Freunde ausgeben – den Sozialpolitikern aller Parteien.

Nehmen wir die Rentenversicherung – die Krise in Permanenz wegen steigender Beiträge und sinkender Leistungen. Dabei würde die ursprüngliche Rentenformel aus dem Jahre des Herrn 1957 wunderbar funktionieren – wenn nicht die Bundeskanzler aller Zeiten daran herumgefummelt hätten wie die Panzerknacker an Onkel Dagoberts Tresor: Konrad Adenauer erkaufte die Zustimmung der damals noch mächtigen Bergbau-Gewerkschaft durch besonders hohe Renten für alle, die unter Tage schuften – und oben die Angestellten erhielten die Schwerstarbeiterzulage gleich mit. Bei Helmut Schmidt war die Rentenkasse richtig klamm, weil daraus Wahlgeschenke an SPD-Wähler und die der Union gleichermaßen finanziert wurden. Deswegen wurden zu Spottbeiträgen Selbstständige in die Kasse gelockt. Das hat kurzfristig Geld gebracht. Aber auch Langfristlasten, die wir noch heute abzahlen. Helmut Kohl hat die Soziallasten der Wiedervereinigung ausschließlich den Beitragszahlern und ihren Kassen aufgebürdet. Unter Angela Merkel wurde entschieden, dass die Löhne fallen dürfen, die Renten aber nicht – im Irrglauben, dass man Manna verteilen kann, das uns der liebe Gott per Direktanweisung an die Deutsche Rentenversicherung in 10704 Berlin-Wilmersdorf refinanziert.

Noch läuft die große Illusionsmaschine der Sozialpolitik. Noch arbeiten die geburtenstarken Jahrgänge von 1955 bis 1965 und zahlen Beiträge. Aber demnächst wechseln sie Jahr für Jahr von der Seite der Zahler auf die Seite der Empfänger. Nur noch kurze Zeit leben wir im demografischen Schlaraffenland. Bloß blöd, dass die gebratenen Tauben nun auf die rote Liste aussterbender Tierarten geraten.

Die Dummen sind die Jungen. Wenn die Generation Praktika auch nur für ein paar Monate einen Job findet – gleich wird sie ausgenommen. Reden Sie mal mit denjenigen, die unter 30 sind. Diese Generation ist illusionsfrei. Sie erwartet nichts von der Rentenversicherung – außer steigenden Beiträgen. Wer heute jung ist, lebt oft von der Großzügigkeit der Rentner-Großeltern, um netto überleben zu können. Nach der staatlichen Umverteilungsorgie wird man doch wieder auf den Zusammenhalt in der Familie zurückgeworfen – schade nur, dass die Forderung „Reiche Eltern für alle“ nur ein ironisches Protestplakat bleibt.

So gerät der gesamte Sozialstaat in Gefahr. Er gilt nicht mehr als Errungenschaft – sondern als Entreicherungsmaschine. Nun lassen sich Generationenvertrag, Arbeitslosenversicherung und Pflichtbeiträge nicht einseitig kündigen. Aber davonlaufen – das kann man ‧versuchen, und das wollen auch immer mehr. Längst befinden wir uns im Wettlauf zwischen immer stren‧geren Kontrollen und immer neuen Fluchtversuchen. Langfristig wird der Sozialstaat dabei verlieren – man kann nicht ein Volk nur mit Bajonetten regieren und auch nicht a einmauern. Der Staat lebt vom gesellschaft‧lichen Konsens über Sinn‧haftigkeit und der Akzeptanz seiner Regeln. Dass die Leistungsgerechtigkeit mittels eines unfairen Sozialstaats einer Gleichheit in Armut geopfert wird – das wollen die Deutschen nicht.

Wer den Sozialstaat retten will, muss ihn vor seinen falschen Freunden bewahren.

» 21.11.2009, 07:29

    310 Kommentare zu “Die dummen Jungen”


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  8. karel sagt:

    @Pampa
    Das war Klartext.
    Sehe ich genau so.
    Zeile für Zeile.

    “Insofern würde ich mich über mehr Rentner freuen, die mal aufstehen und empört aufrufen, das macht ihr mit meinen Ur-Ur-Enkeln nicht! Meine Großeltern, meine Eltern und auch ich sind der Auffassung, dass es ohne Not unanständig ist auf Kosten anderer Leute (especially aus der Zukunft) zu leben.”
    Und genau da finde ich mich wieder.

    Gruß
    karel

  9. Pampa sagt:

    Karel,

    das wollte ich ja gerade zum Ausdruck bringen, Kinder sind nicht irgendwelche Kosten, sondern Investitionen in die Zukunft, wenn wir es rein rechnerisch betrachten wollen. Da liegt ja auch der Hase der Demographie vergraben. Bei Lichte betrachtet sind die Sozialversicherungen ja eine Entantworlichung der Individuen, eine sozialistische Illusion.

    Wer verantwortlich handelt, seine Kinder ordentlich erzieht, ihnen auch ein Beispiel gibt, wie man Oma und Opa später begleitet, wird vermutlich auch die Früchte seines Wirkens beim eigenen Lebensabend erfahren.

    Insofern erachte ich auch Renten- oder Pflegeversicherung als Entantwortlichung, als unsozial im weiteren Sinne, als planwirtschaftlich. Eine gesellschaftliche, staatlich organisierte Grundsicherung, ja. Aber wir schütten ja im wahrsten Sinne die Kinder mit dem Bade aus.

    Bitte eines nicht falsch verstehen: Keineswegs wollte ich die Kriegs- oder Nachkriegsgeneration anklagen, schon gar nicht pauschal alle, ganz im Gegenteil bewundere ich sehr viele davon für ihre Lebensleistung. Ich wuchs in den 70ern unbekümmert auf, musste keine Ruinen wieder aufbauen, hatte eigentlich keine Sorgen und alle Möglichkeiten. Gut, in bäuerlichen Betrieben ist Kinderarbeit an der Tagesordnung, aber ganz ehrlich geschadet hat mir das nicht, denke ich jedenfalls.

    Dennoch haben wir ein Problem, das derzeit ja noch handhabbar ist, noch! Von Generationenvertrag kann ja keine Rede sein, wie will ich denn mit Ungeborenen oder Zweijährigen einen Vertrag schließen? Nun kommen wir aber bald in die Situation, dass die Babyboomer ab sagen wir mal Geburtsjahrgang 1955 bis vielleicht 1965 in Rente gehen und immer weniger Junge nachkommen (nettes Wort, nicht wahr?). Gleichzeitig sollen also immer mehr rüstige Rentner mit einem ordentlichen Lebenserwartungswert (zumal Du scheinbar auch mal auf destatis unterwegs bist, muss ich das ja nicht erklären) finanziert werden (Umlageverfahren, gespart wurde da noch nie ein müder Heller) und in die Jugend gleichzeitig investiert werden. Das ist windschief und spätestens seit 1980 abzusehen gewesen. Jetzt laufen wir in die Bubble II. Noch vererben die älteren Generationen ja deutlich mehr, als sie „kosten“. Noch! Das wird sich aber ändern im Laufe der nächsten Jahrzehnte. Es fragt sich nur, wie lange das alles gut geht. Und ferner frage ich mich, wie wir die Sozialversicherungssysteme aus Bismarcks Zeiten bis über Adenauer (Kinder kriegen die Leute immer) für die Zukunft wetterfest machen.

    Insofern würde ich mich über mehr Rentner freuen, die mal aufstehen und empört aufrufen, das macht ihr mit meinen Ur-Ur-Enkeln nicht! Meine Großeltern, meine Eltern und auch ich sind der Auffassung, dass es ohne Not unanständig ist auf Kosten anderer Leute (especially aus der Zukunft) zu leben. Und genau das versuche ich meinen Kindern auch mit auf den Weg zu geben. Ob sie mir dann im zarten Alter von 90 die neueste Technik einrichten zu helfen, mal mit mir spielen oder mich in einem Abwrackheim besuchen kommen, weiß ich nicht. Aber es liegt ja in meiner Hand sie anständig zu erziehen. Auf den Staat gebe ich da keinen Pfifferling, eher einen Knollenblätterpilz.

    Beste Grüße
    Pampa

  10. karel sagt:

    @Pampa
    Tragen Sie mit dem Diskontieren einer Lebensbilanz dem Generationsvertrag Rechnung?
    Fehlt da nicht die Differenz der diskontierte Leistung gegenüber den Eltern und fehlenden eigenen Kindern?
    Seit den 70ern wird´s gesellschaftlich unterschlagen.
    Ich, ein Kriegsjahrgang, unterschlag´s nicht.

    In den Spiegel schauen, das kann ich,
    sorgt wenigstens mein eigener Nachwuchs für meine Frau und mich,
    wenn auch über den staatlichen Verteilertopf.

    karel

    karel

  11. Pampa sagt:

    Also wenn wir schon menschliches Produktivvermögen materialisieren wollen, dann muss die Rechnung anders aufgemacht werden:

    Investitionskosten, von Pampers bis Uni-Studium, diskontiert;
    Erlöse aus produktiver Arbeit, vom ersten Job bis zur Rente, diskontiert;
    Abrüstungskosten, vom Beginn der Rente bis zum Tod, diskontiert;
    = Net Present Value (Nettobarwert)

    Daneben könnte man noch Nebenkosten wie Krankenkassenbeiträge und Gesundheitskosten etc. einpreisen. Soweit zur Kosten-/Leistungsrechnung.

    Daneben können wir die Einnahmen-/Ausgabenrechnung, den Cash Flow, diskontiert, zum NPV als Vergleichsmaßstab heranziehen, das KCV der Generationen.

    Ferner gilt es Erträge und Aufwendungen diskontiert zu berücksichtigen, in denen sich auch die Veränderungen der Vermögenspositionen widerspiegeln.

    Unmenschlich? Ja! Aber berücksichtigen sollten wir schon, wer in seiner lifetime was leistet und was kostet, um einigermaßen Generationengerechtigkeit im Auge zu behalten.

    So denkt aber nur ein beinharter Rechner, rein finanziell wäre es dennoch folgerichtig.

    Mir widerstrebt es aber, den Kindern die Rechnung zu präsentieren, für die Alten kein gutes Wort übrig zu haben oder ihnen meinen Platz in der U-Bahn nicht anzubieten, Armen nicht zu helfen oder insgesamt alles auf der Goldwaage zu messen.

    Ich muss mir jeden Morgen mein Gesicht im Spiegel ansehen und auch sagen können, passt, heute kannst du aufrecht gehen. Das ist das wichtigste, für mich. Können das die Baby-Boomer in toto auch? Da bin ich mir nicht so sicher. Pars pro toto schon, pars!

    Pampa

  12. karel sagt:

    @r.tichy
    “…schon klar, Karel, dass die Kosten der Kinder bei den Eltern bleiben, und die von Ihnen vorgelegte Zahl ist eher zu gering.
    Aber so läuft diese Gesellschaft – Sozialisierung der Lasten, Privatisierung der Kosten.”

    Man kann den “Lauf” ändern.
    An einer einzigen Stellschraube.
    Dem “sogenannten” Renten-Generationsvertrag.
    Rentenbeiträge bedeuten Anspruch.
    Kinder bedeuten Anspruch auf Realisierung..
    Keine Kinder……. also kein Anspruch auf Rente.
    Die Kinder der Nachbarn sind nicht meine Kinder.
    Die fehlenden Kosten für 2 Kinder = ca. 200.000 Euro.
    Einfach ansparen.
    Statt Cabrio.
    Mit Zinseszins sind´s 300.000 Euro.
    Basis genug für 1200 Euro Monatsrente.
    Grob gerechnet.

    Man muß nur wollen.
    Wahrheit genügt.
    Leider ist Wahrheit ein selten gewordenes Gut.

    karel

  13. karel sagt:

    @r.tiichy
    “Allerdings weigere ich mich, meine Kinder als “Kosten” anzusetzen.”

    d`accord
    War für mich privat nie ein Thema.
    Für “Die dummen Jungen” dagegen schon.

    Karel

  14. lets go sagt:

    ….so nimmt das Drama seinen Lauf, die Jungen haben den Vorteil der größeren “Grundgeschwindigkeit”. Die machen ihre Volksabstimmung mit den Füßen, wie Weimer erstaunlich offen berichtet:

    http://www.cicero.de/259.php?kol_id=11010

  15. r.tichy sagt:

    …schon klar, Karel, dass die Kosten der Kinder bei den Eltern bleiben, und die von Ihnen vorgelegte Zahl ist eher zu gering.
    Aber so läuft diese Gesellschaft – Szialisierung der Lasten, privatisierung der Kosten.

    Allerdings weigere ich mich, meine Kinder als “Kosten” anzusetzen.

  16. karel sagt:

    @Ihr Name
    Ich schrieb von 10 Mio fehlenden Kindern.
    Damit sind sehr wohl die eher kinderfeindlichen Deutschen, nicht die Migranten gemeint.

    Und viele der “guten” Deutschen glauben,
    daß Migrantenfamilien mit 6 Kindern möglichst billig die zum Erhalt der Wohlfahrt notwendigen Kinder “liefert”……
    Hat doch der Konsum zur “Rettung” der notleidenden Gesellschaft die absolute “Vorfahrt”.

    karel

  17. Ihr Name sagt:

    @karel
    erstaunlich, woher nehmen besonders die emigranten das viele geld für ihre kinder? bei 6 kindern wären das schon 600000euro.
    wer vermögen durch inflation abbauen will wird merken dass sich nie mehr vermögen aufbaut und die leute lieber in der hängematte lieben bleiben.

  18. karel sagt:

    @Ihr Name
    Die sich anbahnenden Probleme unserer sozialen Sicherungssysteme sind einem großen gesellschaftlichen Irrtum geschuldet.
    Unsere kollektiven Systeme garantieren jedem die gleiche Leistung, ob er Kinder hat oder nicht. Das schafft eine Illusion von Stabilität und vermittelt den Bürgern, daß es auch ohne Kinder geht.
    Jedes Kind kostet bis zum 20. Lebensjahr den Eltern geschätzte 100.000 Euro, macht gesellschaftlich bei 10 Mio nicht geborenen Kindern eine ersparte Zukunftsinvestition von ca. 1 Bio. Euro.
    Nicht nur, daß 1 Bio nicht in Kinder investiert, sondern “verkonsumiert” wurden, hinzu kommen noch weitere 1,7 Bio. Staatsschulden für die geringere Zahl der Nachgeborenen.

    Eine vermögensvernichtende Inflation wäre für die heutigen Nutzniesser eher eine “ausgleichende Gerechtigkeit”.

    karel

  19. Ihr Name sagt:

    6. Dezember 2009 NNZ
    Schneebälle rollen nicht nur auf Anleger
    sondern auch auf Bürger zu

    Von Beat Kappeler
    Das Schneeballsystem Bernard Madoffs flog vor einem Jahr auf. Die politisch veranstalteten Schneeballsysteme aber laufen weiter, in oft größeren Dimensionen.

    Jedermann weiß, dass die Rentensysteme von den arbeitenden Jungen für die gleichzeitig lebenden Älteren bezahlt werden. Doch schon vor vierzig Jahren sagte der Ökonom Paul Samuelson, «Umlagesysteme sind versicherungstechnisch falsch (. . .), sie sind die größten Ponzi-Systeme, die je erfunden wurden.» Charles Ponzi hatte 1920 ein enormes Schneeballsystem ausgelöst.

    http://www.nzz.ch/nzz/magazin/kolum…_1.4114236.html

  20. Doppel-Null sagt:

    meine natürlich Seiffen…
    DN

  21. Doppel-Null sagt:

    Hallo Pampa,
    was war das denn für eine Sorte Rotwein, die Du Dir am 30.11. vor lauter Langeweile eingeholfen hast? Habe selten so geschmunzelt nach dem was Ihr TiTo hardcore people im folgenden “gesponnen” habt. Sehr kreativ- Respekt….
    Vielleicht solltet Ihr noch ein paar Flötenbläser engagieren. Sieffen ist auch nicht weit, sozusagen…
    Gregor kann man Dich als Referenten buchen?

  22. Gregor Neumann sagt:

    @GeGe:
    \”Adenauer begründete stabilen Renten mit dem “Abschnitt-Deckungs-Verfahren”. Kernpunkte: 1 Jahr Rentenreserve und alle 10 Jahre Anpassung der Rente an Veränderungen.\”

    Vor 1957 gab es ein Rentenmodell, das der heutigen Lebensversicherung ähnelt. Jeder Beitragszahler entrichtet einen Beitrag, der in einen Kapitalstock fließt und verzinst wird (Durchschnittsprämie). Die Grundrente lag bei etwa 25 Prozent des letzten Monatseinkommens. Bei einer stark expandierenden Wirtschaft fällt das Rentenniveau gegenüber den Einkommen schnell zurück.

    Die Reform von 1957 formalisierte das nach dem Krieg eingeführte Umlageverfahren, weil der Kapitalstock weitgehend vernichtet war. Es war somit die Regierung Adenauer, die das Umlageverfahren einführte und damit den Rentnern erlaubte, am Wachstum der Bundesrepublik durch steigende Renten teilzuhaben. Das ist die berühmte Kopplung der Renten an die Einkommen.

    Das Abschnittsdeckungsverfahren ist aber nicht per se auf Dauer stabil, sondern sollte nur in einem 10-Jahres-Zeitraum Schwankungen ausgleichen.

    \”Deshalb wurde in Form des Abschnittsdeckungsverfahrens
    ein Mittelweg eingeschlagen, der eine deutliche Reduzierung des erforderlichen und nunmehr als Rücklage bezeichneten Vemögens ermöglichte. Danach sollte für einen zehnjährigen Deckungsabschnitt ein einheitlicher Beitragssatz in einer Höhe festgesetzt werden, daß die Beitragseinnahmen zusammen mit dem Bundeszuschuß und den sonstigen Einnahmen einschließlich Zinsen nicht nur die im Verlauf des Deckungsabschnittes anfallenden Ausgaben decken, sondern darüber hinaus noch eine Rücklage verbleiben, die der Jahresausgabe im letzten Jahr des Deckungsabschnittes entsprechen sollte.

    Der erste Deckungsabschnitt erstreckte sich über die Jahre 1957 bis 1966.

    Die konzeptionellen Mängel des Abschnittsdeckungsverfahrens zeigten sich aber bereits am Ende des ersten Deckungsabschnitts, das mit der ersten Nachkriegsrezession der Jahre 1966/67 zusammenfiel. Die Funktion der Rücklage war 1957 nicht geklärt worden, die gesetzliche Regelung beschränkte sich auf die Vorgabe der erforderlichen Höhe und damit auf das bloße Vorhandensein.

    Obwohl die Rentenversicherung 1966 das gesetzliche Rücklagensoll erfüllte, zeigte sich, daß sie „… in Wahrheit funktionslos“ (Zöllner 1980, S. 202) war. Als die konjunkturelle Entwicklung zum ersten Mal seit 1957 eine Inanspruchnahme der Rücklage erforderlich machte, zeigte sich, daß das Vermögen im Bedarfsfall gar nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stand: Um zu verhindern, daß es auf einem nervös reagierenden Kapitalmarkt zu Kurseinbrüchen kommt, konnten die vorhandenen Wertpapiere nicht schnell genug oder aber nicht zum unterstellten Wert veräußert werden.\”
    http://www.diw.de/sixcms/detail.php/81798

    Man kann nun argumentieren, dass 1968 erkannt werden konnte, dass das Umlageverfahren seine Probleme hat. Diese waren aber in der Reform vom 1957 begründet.

  23. GeGe sagt:

    Werter Herr Tichy,
    wenn ich auch Ihrer Situationsbeschreibung weitgehend zustimme, daß die größte Gefahr des Sozialstaates von den Sozialpolitikern ausgeht,
    die Ausführungen zu den “Panzerknackern” der Rente sind schlicht fehlerhaft:
    Der eigentliche “Panzerknacker” hieß der hier ungenannt gebliebene Willy Brandt.
    Selbst die BfA beklagte in der Gedenkschrift von 2002 zu 50 Jahre BfA,
    daß das Brandt´sche Versagen medial absolut unerwähnt blieb.
    Ein beispielloser Vorgang.
    Adenauer begründete stabilen Renten mit dem “Abschnitt-Deckungs-Verfahren”. Kernpunkte: 1 Jahr Rentenreserve und alle 10 Jahre Anpassung der Rente an Veränderungen. Klug und weitsichtig.
    Bis Willy Brandt kam.
    Er übernahm BfA-Rentenreserven von 2 Jahren, LVA-Reserven von 8 Monaten.
    Brandt´s Rentenexperten ermittelten bis 1982 eine Rentenkasse von sage und schreibe 240 Mrd. DM Inhalt.
    Die sinnlose Verschwendung begann.
    Und was übernahm Kohl? Restlos geplünderte Rentenkassen.
    Unter Brandt “vergaß” man bei der Rentenreform 1973 schlicht den seit 1965 einsetzenden Geburtenrückgang und damit die zukünftigen demografischen Rentenauswirkungen und überließ das Problem und die leeren Kassen lieber den Nachfolgern.

    Ein Sachstand, der der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist,
    offenbar auch bei Ihnen.

    Gruß
    GeGe

    PS: auf Wunsch stelle ich Ihnen gern die Gedenkschrift der BfA als Pdf-Datei zur Verfügung.

  24. Magic sagt:

    ..versuch’s doch schlicht und ergreifend mit:
    http://www.miriquidi-camp.de
    Eysel sollte vielleicht doch reindürfen, sonst bezichtigt der Denkhuber mich noch am Ende seelischer Grausamkeit gegenüber
    Köllesche Klüngel Züngelsches Süppchen Schlürferches

  25. Pampa sagt:

    … bei der Reservierung der domain http://www.bruchbude.de scheint einer Deiner ehemaligen Kunden schneller gewesen zu sein … ;-) )) Schon gut, ich höre wieder damit auf Magier.

  26. Pampa sagt:

    Hm Magic,

    bis 2019 laufen nicht nur die Subventionen aus, sondern es stirbt auch die Kundschaft weg, die Nussknacker und so Zeug kauft. Meine Geschäftsidee bezüglich der Bruchbude scheint Dir ja nicht zu gefallen, okay. Die Konkurrenz jenseits der Grenze dürfte ja auch groß sein. ;-)

    Hat Karlsruhe eigentlich entschieden, dass auch Gottes- und Krankenhäuser sonntags geschlossen bleiben müssen? Nun ja, zumindest Quelle erklärt sich solidarisch, die haben sogar von montags bis sonntags neuerdings zu. Berlin hatte geklagt, oder? Komisch, 20% Sozialhilfeempfänger brauchen 10 verkaufsoffene Sonntage, die haben doch eh keine Kohle in unserer europäischen Armutsmetropole, mal sehen, ob wir Zamir noch etwas ärgern können. ;-) ))

  27. Magic sagt:

    …alle, die länger als 1 Tag auf dem Kamm verweilen, müssen ein Schweigegelübde ablegen, wenn Sie Brille und Hut tragen, und älter als 58 Jahre sind und nicht aus Berlin kömmen… so das müsste reichen!

  28. Magic sagt:

    ..die “Heiligsprechung der Sonntage im Advent durch Karlsruhe” geht aus erzgebirscher Sicht vollends in Ordnung.
    Natürlich ist auch das Erzgebirge mittlerweile mehr als nur Advents-und Weihnachtsland. Viel Gäste lernten diese Region als ein familienfreundliches Reiseziel für Kurzurlaub und Wochenend-aufenthalte kennen.
    Dennoch, keine Jahreszeit verbinded die Menschen hier und anderswo so prägend mit dem Erzgebirge, wie es Weihnachten tut.Der Grund dafür liegt in der aklten Tradition des bergbaus und nicht zuletzt den daraus resultierenden Schwierigkeiten, als das große “Berggeschrey” zu Ende ging, und die Erzgebirger der Not trotzend nach neuem Broterwerb suchten, in desen Mittelpunkt imer stärker die Fertigung weihnachtlicher Erzeugnisse wie Nussknacker, Pyramide oder Schwibbogen rückte. Doch nicht allein das filigrane Handwerk, sondern vielmehr die Tatsache, dass damit auch eine festliche Tradition gelebt wurde, macht das Erzgebirge ubverwechselbar zum Weihnachtsland.
    Daran hat sich bis heute nichts geändert, wenn sich ganze Ortschaften in festliche Lichtermeere verwandeln., Schibbögen, Engel und Bergmann in Fenster leuchten, große Weihnachtspyramiden angeschoben werden und vielerorts Weihnachtsmärkte die Leute in Scharen aus aller Herren Länder anlocken.
    Da wir es hier in TiTo hauptsächlich mit Wirtschaft zu tun haben sei hinzugefügt: zwischen Altenberg im Osten und Schönheide im Westen hat die Erzgebirgsregion längst auch zu Ihre wirtschäftlichen Stärke zurück gefunden. Hightech aus dem Erzgebirge und Sondermaschinenbau unter dem Kamm gehen einher mit einem regen Gründungsgeschehen. Der Fleiss und die Pfiffigkeit der Menschen macht die Sache für viele Unternehmer besonders lohnend.
    Also pampa, Eysel, und all: warum denn in die Ferne schweifen, liegt…. manch Gutes doch recht nah.;-)

  29. Magic sagt:

    ..ist nicht Mini-Golf die ideale Sportart für testesteron-überschüssige Torreros kurz vor der Enteierung? Ich mähe indessen den rasen und sammle etwas Laub unter Eichenbaum zur Vorbereitung der Siegerehrung…
    Die Brcubuden-idee wird aufgenommen, ich werde im Kurort-gemeinderat beantragen, die ereigniss in Feiffen-City in der Vorweihnachtszeit nicht mehr “Budenzauber” zu nennen, sondern….genau! Auf diese Weise könnte man das Miriquidi-Camp in die Gesamtaktivitäten glanzvoll mit einbinden…
    Was die Grenznähe betrifft, empfehle ich Wohnsitzwechsel nach Tschechien nur nach vorherigem Intensiv-Coaching durch lokale Experten, gilt auch für dich Pampa;-)
    So jetzt geht’s erst mal um die Steigerung des Bruttosozialprodukt, es droht der Kassenschluß °;° Buenas Diaz hombres.

  30. Pampa sagt:

    Sieh an, Karlsruhe hat die Sonntage im Advent heilig gesprochen. Dürfen Amazon & Co. jetzt sonntags virtuell auch nicht mehr öffnen? Ich weiß ja nicht, in welcher Welt die alten Richter leben …

  31. Pampa sagt:

    Cannstädter Vasen? Hm, was hast Du denn mit dem Stuttgarter Trödelmarkt mit angeschlossenem, versuchtem VolksFEST zu tun? Ich glaube da fühlen sich Chinesen, Japaner und Bayern in etwa gleich. Schön ist aber ein Besuch in der Wilhelmina, dem Stuttgarter Zoo. Am besten da ist das Eisbären-Gehege. Da steht doch tatsächlich deutsch-wilhelminisch am Schutzzaun: Vorsicht, Eisbären schmeißen mit Spielzeug! … hätte ich einen Edding dabei gehabt, hätte ich ergänzt, …

    … deswegen haben Robben auch solche Angst vor ihnen.

  32. Pampa sagt:

    Bruchbude scheint ja gesessen zu haben …. ;-) Kurort? Kennst Du eigentlich den chemischen Begriff Verpuffung? Ich wollte ihn doch nur etwas betriebswirtschaftlich erläutern. ;-)

    Jetzt hat unser sturer Bock Klausemann schon mal im aktuellen Thread sein Lieblingsthema Inflation, Gladbach hat Schalke geschlagen, das Wetter ist so, dass er eigentlich nichts zu tun hat (nebenbei hervorragendes Wetter für die Villa Magic), aber an Sturheit … wäre Hennes VIII vom 1.FC schwul … würde er sicher einen Deckungsbeitrag leisten, hätte ich fast geschrieben. Aber dieses Wort heben wir uns für die Bruchbude am Arsch der Welt auf, wir sind ja nicht zum Vergnügen hier. ;-) ))

    Calm down in der Hitze des künftig wilden Kurortes
    Pampa

  33. Magic sagt:

    sorry ;-69

  34. Magic sagt:

    Männer, nochmal: Magic ist an der Grenze zu Luxemburg als Tanktourist mit Zigaretten-, Schoki- und Spirituosen”transfers” groß geworden, dem Vernehmen nach wra er bei so manchem Cash-Transfer der Fahrer des Fluchfahrzeugs und an der MWST für Gold konnte man auch partizipieren. Also ein Magier im Zollgrenzbezirk!
    Die Anschaffung der Villa near de tschechische Grenze (keine 999 Meter Luftlinie) hat natürlich Aspekte der Fortpflanzung für eingerostete Maultrommler, der Familienförderung gem. Leitbild von Helmut und Nobby und, zugegeben, der per pedes -respektive per velo-Verschaffung von Frischluft auf 800 Meter über Meeresspiegel.
    Mit Ausnahme der Adventszeit, in der es verboten ist, durch den Kurort Seiffen zu volieren, das Gedränge übertrifft das Oktoberfest und den Canstatter Vasen um ein Vielfaches, Schleichweg werden bei Buchung und nach Anzahlung in mehrsprachiger Übersetzung gratis verschickt, mit Ausnahme dieser Zeit des vorweihnachtlichen Ausnahmezustands abgesehen, kann man durchaus unerkannt in das Gebäude gelangen, indem im Ort in den Fortunastollen einsteigt und nach einer kleinen Wanderung bergauf im Weinkeller der “Bruchbude” aufschlägt.
    Eine kleine Wegzehrung für ausgehungerte Affenschnatterer in Form meines Lieblingsmümpferlis liegt unter der Stiege bereit.
    Wer seinen schwarzen Gürtel vergessen hat, erhält gegen geringe Gebühr eine weiße Kapuze, Kopfform Ku-Klux-Klan, allerdings wie es sich für echte Tichy-Towner geziemt, ohne Sehschlitze, dies bereitet in der Regel keine Probleme, denn ab jetzt kommt es auf Gespür, Gefühl und Nähe statt Abstand an. Details in just a moment!;-9

  35. Magic sagt:

    .. Bauernsohn Pampastier?

  36. Pampa sagt:

    Hey Eysel, Eau de canal heißt das Zeug und nichts gegen Bauern und ihre Söhne! Wir machen es zwar nur im Dunklen und schämen uns dabei, was aber nicht heißt, dass wir nicht den ganzen Tag darüber sinnieren würde. Fressen, saufen und f… f… f… ähm Fortpflanzung! Minigolf Magic, Mann soll es nicht für möglich halten, ist Golf schon Sex-Ersatz, was ist dann Mini-Golf? Diese Taschen-Billard-Spieler … das über Deinem Gürtel ist kein Bierbauch, nein, das ist der Kompressor für den Hammer oder wie der Angelsachse sagt, the Engine for a sex-machine. Dann lasse Dir mal was einfallen, das wir unserer CEO einigermaßen plausibel verscherbeln können.

  37. Eysel sagt:

    Du ziehst das auch falschherum auf.
    Ich möchte den Bauern sehn,
    dessen bäuerliche Expertise im Garten von Puffhausen verlangt wird und der bei DEM Job dann noch Gülle ausbringt.

  38. Magic sagt:

    ..@Golfplatz, den Minigolfplatz gibt es bereits, muss für den Anfang reichen, die Bauern sind ein störrisches Volk, als man vor Jahren einen Spurschlitten angeschafft hatte (kommunal), die Langlaufloipen spurte, führen die Bauern Jauche aus, weil sie Langlaufen für keine erwünschte Kulturtechnik hielten, mir san mia, auf erzgebirgisch…
    P.S. die Pipeline ist kein Schwank…

  39. Eysel sagt:

    Find´ es wirklich toll hier.
    Den Kontrast zwischen miefiger Moraldiskussion
    und der frischen Luft verlockender “Sünde”
    von Subventionserschleichung bis Chanel No5
    oder wie heisst das Zeug nach dem man nicht riechen darf?

  40. Eysel sagt:

    Wenn du dich schon mit Raumordnungsverfahren auskennst, könntset du wenigstens nen Golfplatz als Ausgleichsmassnahme für die “pipe line” ( hihihi ) beitragen, bei deinen Kumpels von der Verwaltung rausschlagen … du weisst schon “einlochen üben”. – Ein paar Gutscheine sind schnell gedruckt. -

  41. Magic sagt:

    ..obwohl, meine innere Stimme flüstert, sinnstiftend? Blase? Unternehmen “Blühender Kamm” oder “Blühende Phantasie” oder doch “Blühende Landschaft”?
    Oh, oh Mririquidi Camp, que sera?

  42. Magic sagt:

    mhm, und “Apfelbäumchen” sollten wir vielleicht durch “Orangenbäumchen” ersetzen, zumindest ergänzen, passt besser zu Big Sur und wenn sich die Jahresdurchschnittstemoeratur auf dem Erzgebirgskamm noch um 2-5 Grad erhöht können wir sogar Wein anpflanzen, da hüpfte das Herz des Moselfranken aber wie, oh Mosella °;°;°;°

  43. Magic sagt:

    pampa-consigliere, ich neige etwas stärker zu “Die Straße der Ölsardinen” als zu “Tortilla Flat”
    mirquidi camp als Neue Heimat für Big Sur, da würde Henry Miller sich im Grab rumdrehen, der alte Nexus, Plexus, Sexus -
    lass mir noch ein wenig Bedenkzeit, stratego mio °;°

  44. Magic sagt:

    ..donnerkittel, das muss ich erstmal verdauen, eins aber habe ich bereits herausgefiltert: alle arbeiten und du kontrollierst, erinnert mich irgendwie an “Tortilla Flat” und die “Straße der Ölsardinen”, da gab’s bei John Steinbeck einen ähnlichen Plot, Ort der Tat: Monterey, California, Highway 101, da wo soäter Hyroniemus Bosch
    die Puppen hat tanzen lassen…
    ..I can hear music, sweet sweet music, the sound of oar mountain baby, seems to disappear …also, gib mir ein klein wenig Bedenkzeit, consigliere, will erst mal auf die Matraze ‘ne Nacht drüber schlafen;-)
    P.S: Vergiss die forex-Bürscherl von WiM nicht, dem Nachwuchs eine chance 500×20 und das 10 mal am Tag ist auch schon Million…
    das bisschen Leitung verlegen entlang der russischen Gaspipeline, die – ohne Scherz – genau dort oben entlang von der Ostsee kommen verlegt wird, Raumordnungsverfahren ist mittenmang underway, infolgedessen macht auch Hiddensee Sinn, du hast das zweite Gesicht, Pampaniero, weiter so °;°

  45. Pampa sagt:

    Don Magic Corleone,

    mir schwebte auch kein Kongress-Hotel vor, sondern wie erwähnt ein Puff mit Spielcasino, wenn ich das explizit erwähnen muss. Hast Du aber gut erkannt, Bugsy fing in der Wüste Nevadas, am anderen Arsch der Welt in Las Vegas, auch mal klein an. Gehen wir mal wie üblich gezielt vor:

    Drei Fragen
    Wo stehen wir?
    Wo wollen wir hin?
    Wie gehen wir vor?

    Ad 1: Die Bruchbude auf Deiner hp sieht so aus, als dass wir für die Abrisskosten eine Drohverlustrückstellung buchen müssen. Vermutlich ist sogar der Boden noch kontaminiert, ein Atommüllendlager dürfte auch nicht drin sein.
    Ad 2: IPO 2012, Hiddensee 2013, mit oder ohne Berge
    Ad 3: Es ist etwas Imagination gefragt, das MI von dem EMIR in uns.

    Hm, reißen wir es mal etwas an Don Magic. Für ein IPO brauchen wir eine AG, dafür wiederum einen Aufsichtsrat und einen Vorstand. Als Arbeitnehmervertreter würde ich Gebauer und Volckert vorschlagen, als Kapitalvertreter Piech und Hartz. Als moralische Instanz vielleicht Michel Friedman neben Dir als Vorsitzendem. Damit sollten wir zunächst mal Ruhe haben, wir verstehen uns alle und was vom Geschäft.

    Hast Du die Woche gesehen, dass Puffs am besten von Frauen geführt werden? Also Puffmutter Xantippe ohne h und als Zuhälter Eysel. Entschuldigung für meine Wortwahl, ich meinte natürlich Xantippe ohne h als Vorstandsvorsitzende oder CEO, Eysel als COO, Chief operating Officer (Judo, schwarzer Gürtel, 200. DAN). Dtesch im Vorstand für Personal und Recruitment, nasowas für Liegenschaften (kaufe Hiddensee auf Termin 2013, wir brauchen wie üblich eine Exit-Strategie, ein Refugium, falls sie uns kriegen sollten), Römer verantwortlich für den Vertrieb südlich des Limes, Mad mischt unter anderem die Schweiz auf (die zeigt Peer Steinbrück auch mal, wie man Kapital zurück holt), TS bedient Übersee, Greg den Rest der Welt, insbesondere Scheichs. Klaus unterfüttert unsere Woorlpools, Zamir leitet den Bau, inklusive der Wellnesslandschaft, für die explizit neben den Apfelbäumchen draußen WIM für die Saunalandschaft verantwortlich zeichnet. Der Chef vom Dienst Zamir gießt im operativem Betrieb auf. Die Finanzen und Bilanzen, die schwarzen Kassen, ze fix Contro pro Diverse war das Wort, das ich suchte, fälscht und führt wer?, na gut. Nachdem Papachef ordentlich Werbung für uns gemacht hat (so Sonderbeilagen wie über Tirol müssten ja wohl drin sein, entweder schmieren oder erpressen, halt überzeugen war das Wort, das ich suchte), wartet sein Stuhl als Chief Communication Officer inkl. reicher Boni auf ihn bei uns. Da werden Baron und Inacker grün und blass vor Neid.

    What you see is what you get Baby? Ne, what you see is what we want you to think Baby, das hat Jagger nie verstanden. Wir könnten ja mal ein paar Paletten Rotkäppchensekt kaufen, Mad betört einen bei Moet und bekommt einen Stapel Etiketten der Marke, wir labeln etwas um. Was kostet Rotkäppchen im Einkauf, 50 Cent? Wir verhökern das Zeug in unseren Puff für 500 Euronen, bei solchen Margen wird selbst Big Joe hellblassblau im Gesicht. EK-Rendite 25%? Flasche, wer braucht schon EK, schlechte Kennzahl. Ich meine über Wasser gehen können wir ja alle, selbiges dabei in Wein verwandeln einige, aber Rotkäppchen in Moet verwandeln? Ich sehe Mad mit der Fluppe im Mund schon vor meinem geistigen Auge …
    Als könnte einer der grünen Boni-Banker Aldi-Ersatzkaviar von Beluga unterscheiden, wenn ich an die Margen denke. Na Meister der Imagination, kannst ja etwas weiter denken, wie wir die Bruchbude börsenreif machen. Denk dran, Imagination und Cash-Flow, genau in dieser Reihenfolge.

    Wir brauchen noch einen Namen, eine Firma: Puff AG, Sitz Arsch der Welt hört sich für ein IPO schwierig an. Du stehst ja der CDU nahe, hm. Wir hängen ein Kreuz auf und stellen ein Teelicht daneben, Christliche Puff AG. Öko kommt doch gut und in Silicon Saxony kannst Du doch bestimmt jemanden finden, der uns für Werbung Solaranlagen aufs Dach schraubt, für die wir natürlich Subventionen abgreifen. Deine Liebe gehört ja Roth&Rau, bei Liebe hoffe ich doch auf käuflich, eine gewisse Firmenphilosophie, Corporate Identity, wollen wir ja schon etablieren. Christliche Öko-Puff AG. Hm, Nachhaltigkeit kommt auch gut. Wie meint WEB, er kauft nichts, das er nicht versteht. Also unser Geschäftsmodell funktioniert seit tausenden von Jahren und kapieren müsste er das auch, wir sind ein wachsendes Value-Investment, Christliche Öko-Puff AG, der Nachhaltigkeit verpflichtet. Puff ist vielleicht das falsche Wort, wir sind ja eigentlich eine Begegnungsstätte mit Wellnessangebot. Christliche Öko-Begegnungsstätte, der körperlichen Ausgeglichenheit und der Nachhaltigkeit verpflichtet (WIM hast Du Bäume schon gespritzt?), mit den knackigsten Ärschen der Welt. Etwas lang. CÖBKAN AG, wir könnten das Baby aber auch Yin und Yang nennen … liegt bei Dir, Don Magic. Wir brauchen auch noch einen Airport und einen ICE-Bahnhof, damit die Boni auch bequem zu uns fahren oder fliegen können, Klaus und Zamir, das kleine Einmaleins in unserem Verkehrsbetrieb, oder? Wir müssen NY, London, Tokio, Moskau und FFM anschließen damit der Rubel rollt, zunächst mal. Da haben wir schon ganz andere nass gemacht … und wenn Du Dich um das Seelenwohl der Jungcobras sorgst Don Magic, na auf erfahren Fahrrädern lernt Mann Radfahren … Wie sieht es denn mit den Außenanlagen im Arschgebirge aus, passt da eine Pferderennbahn hin?

    Das ist Wahnsinn, warum schickst Du mich in die Hölle? Hölle, Hölle, Hölle, Hölle … eiskalt, warum schmeißt Du meine Seele auf den Müll? Müll, Müll, Sondermüll. (WIM, was geben unsere Außenanlagen noch her? Übertreibe das mit den Apfelbäumen nicht, das ist Deko, lukrativer sind andere Dinge.)

    Hier ist es nass und dunkel, mir ist langweilig Magic … wie unschwer zu beobachten sein dürfte. Aber, isn’t it a kind of EMIR? Sagt der Scheich zum EMIR, zahlen wir oder gehen wir? Sagt der EMIR zum Scheich, gehen wir lieber gleich. Warum erinnert mich das nur an Dubai und Abu Dhabi?

    Gut, dann denke mal über Dein Mietzinshäuschen nach Don Magic Corleone und unterbreite Xantippe ohne h einen Vorschlag, den sie nicht ablehnen kann.

    Ka Ching, den süßen Klang von Diamanten auf Marmor versteht Xantippe ohne h doch, oder? http://www.youtube.com/watch?v=I42c6RP04xU … can you here it ring?

    @TS
    Meistens diskutieren wir ganz normal über Politik und Wirtschaft, Gott und die Welt. Aber ab und an gehen uns die Pferdchen mal durch, muss auch sein, und so manche Absurdität legt einige Motive schamlos offen. Nichts ist spannender als Wirtschaft! ;-) (Vor allem in Tichy-Town, TiTo)

  46. Magic sagt:

    ach sooooo, ach jetzt, du suchst also für dich und eysel ein Aktionsfeld, jetzert! Eysel als Puff-Daddy und du als Billy Ocean, könnten wir heide gegen Julia Roberts tauschen und damit gebinnen, testweise, für 12 Monate, bevor das Mädel aussieht wie Miss Marple;-)
    P.S. Hatte ich bereits offenbart, dass es sich beim Miriquidi-Camp mitnichten um eine kommerzielle Sache handelt? Nur für Freunde, oder solche, die es werden wollen, logisch, oder?

  47. Pampa sagt:

    Jodel-Diplom? Also Tim, zunächst mal ist Jodeln nicht gleich Jodeln. Ein paar heimatliche Klänge für Dich, während Deine Freunde in der Neuen Heimat (hoppla) den Truthähnen zeigen, was ein black swan ist: http://www.youtube.com/watch?v=qkOzjPXqX6Y

    Na, Heimweh? Keine Sorge, wir sind bei Dir. Du hast aber Recht. CEFA oder CIIA kann man auf ankommen machen, oder auf gewinnen gnadenlos durchziehen, Mann gegen Mann in die Arena. Sprich es fallen viel zu wenige durch, ich würde behaupten es reicht, wenn 30% bestehen, der Rest ist des postgraduierten Titels nicht würdig. Dann käme auch etwas mehr Zug in die Sache, weltweit. So ähnlich machen sie es ja beim CFA, allerdings aus meiner Warte in einer schlechteren Ausbildungssituation. Die Inhalte sind gleich, die Anforderungen und Methoden sehr unterschiedlich. Durch die international zentrale Prüfung hat sich beim CIIA aber auch schon einiges geändert. Prinzip Zentralabitur … von Bayern lernen, heißt siegen lernen, war in BW ja nicht anders.

    Aber willkommen im Club, neben Eysel und mir bist Du einer von 2500 hier, das reimt sich sogar, nicht wahr Magic (ich meinte auch nicht Kongress-Hotel, sondern Puff mit Spielcasino, mal sehen, vielleicht setze ich Dir noch einen EMIR auf ;-) ) von der Vögelheide? ,-)

    Pampa

  48. TS ....... sagt:

    @Pampa
    bezüglich des US-Korrespondenten einfach bei mir melden. Die Koordinaten findest Du auf meiner Website. Vielleicht kann ich da jemanden vermitteln oder helfen.

  49. TS ....... sagt:

    @ Pampa
    Ich hab vor Urzeiten das CEFA-Jodel-Diplom in FFM gemacht. Jetzt nehme ich den CFA ins Visier. Ich hab mich schon zu einem Übungskursus im Januar angemeldet. Mal sehen, ob ich da was Neues lerne. Schaden kanns nicht, denk ich mal.

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