» 31.10.2009, 07:30

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Nachwahlfrust

Wir werden Busfernlinienverkehr zulassen – dieser Satz findet sich etwas unvermittelt auf Seite 37 des 132 Seiten langen Koalitionsvertrages. Es ist ein Schmankerl für Feinschmecker der Verkehrspolitik, denn man glaubt es eigentlich nicht, dass in Deutschland so etwas scheinbar Selbstverständliches wie eine Buslinie zwischen Köln und München verboten ist – zum Schutz der Bahn. Das Beispiel zeigt auch, wie schwer es ist, in diesem Land 60 Jahre nach Ludwig Erhard etwas mehr Marktwirtschaft zu verwirklichen. Der Koalitionsvertrag ist voll von solchen scheinbaren Kleinigkeiten, Prüfaufträgen und Kommissionen, die alle die Aufgabe haben, den überbürokratisierten und überbordenden Staat wenigstens etwas zurückzudrängen und durch mehr Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung seiner Bürger zu ersetzen.

An Busfernlinien allein wird Deutschland wirtschaftlich nicht genesen – der Richtungswechsel in Trippelschritten ist trotzdem notwendig. In einem so hoch entwickelten Land wird mehr Freiheit nicht mit einem scharfen Schwerthieb errungen, sondern mit der Nagelschere, die all die vielen Zwergenseile durchtrennt, die den Riesen fesseln.

Wie gering die Spielräume sind, zeigt sich exemplarisch in der Finanzpolitik. Wolfgang Schäuble ist ein durchsetzungsstarker Finanzminister, dessen leise Stimme und konzilianter Ton in krassem Gegensatz zu seiner Entschlossenheit und Härte stehen. Diese Qualitäten sind nicht so sehr beim Steuersenken gefragt, sondern in der Phase der Konsolidierung. Seine Meisterschaft wird sich beweisen, wenn das riskante, aber grundsätzlich richtige finanzpolitische Konzept der neuen Regierung aufgeht, das da heißt: noch höhere Verschuldung jetzt, um über die dadurch ausgelösten Wachstumsimpulse zukünftige Steuereinnahmen zu generieren.

Wenn es Schäuble spätestens dann nicht gelingt, die neuen Ausgabenwünsche, die immer schneller wachsen als die Einnahmen, zurückzudrängen und mit zusätzlichen Steuereinnahmen die Staatsverschuldung zu tilgen, dann torkelt Deutschland in ein finanzpolitisches Desaster. Die antizyklische Finanzpolitik – Geldausgeben in der Rezession, wenn man keines hat, und Sparen im Aufschwung, wenn die Steuern sprudeln – ist in der Theorie richtig, hat aber in der Praxis noch nie funktioniert. Trotzdem ist der Kurs weiterer Steuersenkungen unvermeidlich, auch aus politischen Gründen:

Steuersenkung ist Bringschuld

Die Stimmengewinne der FDP, die diese Koalition erst ermöglicht haben, stammen von Wählern, die nicht nur den Bevormundungsstaat, sondern auch den Abgabenstaat zurückdrängen wollen. Diese Wähler fühlen sich vor den Kopf gestoßen, weil versprochene Steuersenkung und Tarifvereinfachungen schon jetzt, die Tinte unter dem Koalitionsvertrag ist noch feucht, ins Ungefähre verschoben wurden. Schon jetzt rächt sich, dass die FDP das Amt des Finanzministers nicht erobert hat. Damit ist der Erfolg der FDP am Kabinettstisch und bei Landtagswahlen davon abhängig, ob Kanzlerin und Finanzminister ihr diesen Erfolg auch gönnen. Angela Merkel ist eine Kanzlerin mit langem Atem. Neben ihr ist der SPD am Kabinettstisch die Luft ausgegangen. Diese Atemnot droht nun auch der FDP.

Einen großen Fehler hat die Koalition schon gemacht: Sie hat auf Beifall aus der falschen Ecke gehofft. Da gibt sie so viele Milliarden Euro für Sozialpolitik aus, um ja den Vorwurf der sozialen Kälte zu entkräften – und wird grell und lautstark für ihre vermeintliche Umverteilungspolitik gescholten und dafür, dass von der Steuersenkung nicht profitieren kann, wer keine zahlt. Dagegen hilft nur eines: Nerven bewahren und durchregieren gegen den unvermeidlichen Nachwahlfrust.

» 31.10.2009, 07:30

    211 Kommentare zu “Nachwahlfrust”


  1. Eysel sagt:

    Du solltest öfter staunen … besser dich wundern,
    statt….

  2. Magic sagt:

    …zur Übung, nicht zur Strafe;-))))))))))))

  3. Magic sagt:

    And so, from hour to hour, we ripe and ripe
    And then, from hour t hour, we rot and rot
    and thereby hangs a tale
    all the world is a stage
    and all the men and women merely players
    they have their exits and there entrances

    (Lord Jacques, As you like it)

    @ Eysel, ich staune über deine Englischkenntnisse, dir ist mal wieder langweilig…? Lies ein wenig Shakespeare, im Original…

  4. Weniger ist mehr! sagt:

    Meinst Du, es bleibt dabei, daß uns der Laden nur “politisch” um die Ohren fliegt?

  5. Eysel sagt:

    @ m.
    „Dtesch will GG abschaffen“ Interessanter Beitrag vor dem Hintergrund der eigenen Äusserung:„Auch in Demokratien wollen und müssen Völker geleitet werden!;-)…imho°;°“ ~~~
    „freedom just another word for nothin’ left to loose… ohne Freiheit ist alles nichts“ Ist das Kabarett? Oder ist das eine grandiose Fehldeutung eines Songtextes? ~~
    „Schiff auf Grund gesetzt“ ist wohl übertrieben. – Schmerzen gehören zum Lernprozess! – Manche kriegen´s ohne Prügel ja wohl nicht hin. – ( Womit ich ja wohl eindeutig als Protagonist der Wiedereinführung der Prügelstrafe identifizierbar bin ;-) )
    Erwarte – für diesen „unangemessenen“ Kommentar – demütigst die „angemessene Züchtigung“!

  6. Eysel sagt:

    Mit “gesundem Menschenverstand”
    würd ich aufpassen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Und was “mein” 5vor12 mit Hooligans zu tun hat,
    da tu ich mir erst mal schwer … Bezug … ???

  7. Weniger ist mehr! sagt:

    >>weil die Leutchen immer noch nicht einsehen,
    dass es 5 vor 12 ist. Und der Laden uns “politisch” um die Ohren fliegt, wenn jetzt einer mit der Machete kommt.
    So nötig das wäre.
    Indikator: Schaut in die Medien der letzten 2 Wochen.<<

    hier ein paar Schlagzeilen, die Deine These stützen:
    “Insgesamt waren 1500 Beamte im Einsatz, laut Polizei wurden 23 Hansa-Fans wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch in Gewahrsam genommen und 27 Polizeibeamte leicht verletzt. Das Fazit der Polizei: “Der Abend verlief erstaunlich störungsfrei.”

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,658866,00.html

    und aus dem Wilden Westen:

    http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/dortmund/2009/11/3/news-139354719/detail.html

    zu 11.51 Uhr:

    einverstanden, – wobei wir wieder beim gesunden Menschenverstand wären…

  8. Eysel sagt:

    @ Weniger,“Eysel hilf“
    Hier ein ausgewogener Text:
    http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10027&detailid=659323
    Zum „noch mehr lesen“ oder „richtig lesen“
    oder der schlichten Tatsache, dass ausser deinem und meinem Tod nichts gewiss ist. –
    Wenn man über „unser heutiges Wissen“ nachdenkt, sollte man nicht zu stolz sein. Auch nur halbwegs aussagefähige Virologie kam überhaupt erst in Gang mit HIV mitte 80er und der Entwicklung „anständiger Analysemöglichkeiten“ . Das sind gerade mal 10 Jahre! –
    Lieber ein kalkulierbares kleines Risiko gehen,
    als ein grosses unkalkulierbares Risiko.
    Das ist die WHO Impf-Strategie. –
    Wobei noch der allzu gerne gemachte populäre Fehlschluß anzufügen wäre, dass die Tatsache dass wir Vieles nicht wissen KEINESWEGS dazu berechtigt ALLES zu bezweifeln.

  9. Eysel sagt:

    Na da haste dir ja viel vorgenommen …

  10. nasowas sagt:

    im übrigen werde ich mich nicht weiter an der diskussion beteiligen, was falsch gemacht worden ist. ich schaue mir die gegenwärtigen prozesse an. und ich hoffe, dass mein lebensfazit etwas anders aussieht, als das von herrn kohl.

  11. nasowas sagt:

    herr tichy, die frage, die sie stellen, kann ich in ihrem sinne nicht beantworten. ich weiss sie betrachten alles was gesellschaft betrifft als langweilig. dabei gibt es eine dialektik wirtschaft – gesellschaft. und deshalb nur ökonomisch gesehen ist in ihrem sinne nichts falsch gemacht worden. aber wenn herr kohl schon sein lebensfazit so ausdrückt: \”ich habe nichts besseres um stolz zu sein, als die deutsche einheit.\” – empfinde ich das für den mann kohl als ziemlich traurig. ist das jetzt west-nostalgie?

    aber um ihre frage, zu beantworten und in ihrem sinne – ökonomisch. der größte fehler und diesen fehler muss ich mir zurechnen, ist der umstand, dass in den 5 monaten zeitfenster, den wir ostdeutsche hatten, die frage des eigentums nicht nachvollziehbar und zukunftsorientiert gelöst hatten. das was sie als fehlenden unternehmergeist bezeichnen und hämisch belächeln ist auch meine schuld. sie hatten kein interesse an der entwicklung eines unternehmergeistes. und wir hatten zu wenig zeit, antwort auf dieses problem zu geben. ich war ja damals noch sehr jung, aber wenn ich die diskussionen von damals noch einmal revue passieren lasse, haben wir diskutiert, ob es nicht sinnvoll wäre, die kombinate in aktiengesellschaften umzuwandeln und zwischen januar und märz 1990 volksaktien auszugeben. dies betraf auch die selbst genutzten wohnungen. und wenn man sich die erinnerungs-bilder heute anschaut, fehlt eine seite. die leute, die noch gestalten wollten und nicht einfach übernommen werden wollten. im übrigen war das auch eine diskussion in der von frau luft gegründeten treuhand. denn magic und eysel haben hier ein problem benannt. es gab ein zeitfenster für eine gesamtdeutsche \”revolution\”. sie hatten genauso viel angst wie unsere alten herren. was gerettet worden ist, haben wir gerettet. und nun kommen sie mir nicht mit alten seilschaften. soll ich hier die kriminellen energien, die nach dem 3. Oktober 1990 aufzählen. die geschichte des prozesses der wiedervereinigung ist voll davon. aber das passt nicht in die heutige fest-zeit.

  12. Weniger ist mehr! sagt:

    Jou magic, haste recht, hab ich noch jelesen noch davon jehört..hab auch den Eindruck, je mehr ich les, desto weniger weeß ich..
    Aber frag mal Schwiegermutter, ob se einverstanden ist, daß sie ihr die D-Mark wegjenommen haben, ohne ihr zu fragen. Kannste auch gleichzeitig klären, warum ihre Rente a bisserl weniger is, weil ja andere auch leben wollen. Musste halt mit der Gegenfrage rechnen, warum du das nicht alles schon vor 20 Jahren, damals, jesagt hast.
    Jou magic, is nich alles logisch in dieser Welt, dieser polidischen

  13. Magic sagt:

    …zu ergänzen: …deren wichtigster die Freiheit, ….die das Streben von Individuen, Gruppen und Gesellschaften bestimmen…
    na wim, hast du wahrscheinlich noch iemals nich jehört oder jelesen;-) – was fragst de mich, ich weiß wo’n alter Schirm steht, ein Haufen roter Sand liegt und das weniger mehr sein kann, aber nich muss, also: leg mal selber noch’n Pfund in den Stock gemäß pampas law~

  14. Magic sagt:

    @ wim
    Open source, Linux, wikipedia – wunderbar, dass es das gibt, aber meine Schwiegermutter und 90% der Menschen, die in dem Ortsteil von Chemnitz wohnen, in welchem sie lebt, wissen überhaupt nicht was das ist und wenn man es ihnen erklärte, fehlten ihnen immer noch die Voraussetzungen daran zu partizipieren. Und das ist in Köln-Frechen und Frankfurt-Sachsenhausen nicht viel anders.
    Das System heisst repräsentative Demokratie. Bildungsferne Schichten haben die gleichen aktiven und passiven Wahlrechte, Dummheit oder Klugheit sind grundsätzlich genausowenig Ausschlusskriterien wie Schönheit oder Eloquenz, wer gewählt werden möchte muss 18 Jahre alt sein, wer wählen will ebenso, das erste Bundesland ist gerade dabei die Altersgrenze auf 16 Jahre herabzusetzen. That’s it.
    Einen Zusammenhang zwischen Dummheit und Führungserfordernis macht nur Sinn, wenn du das Oberkriterium zulieferst, im Hinblick worauf dies zu erörtern wäre;-)
    Dein Definitiv-Satz ist falsch, nachvollziehen könnte ich: Geht Politik nicht(!) mit der Zeit, muß sie mit der Zeit gehen…
    Das Grundgesetz sieht neben Legislative und Rechtsprechung als dritte Gewalt die Exekutive vor, sieht man einmal davon ab, dass Unternehmer in guten Zeiten die Frage, was sie sich von der Politik wünschen, immer mit “sie möge uns ins Ruhe lassen” beantworten und in schlechten bis krisenhaften Zeiten nach allen Erfahrungen die Politik als “ultima ratio, lender of last resort oder Spender mit Ewigkeitskonto” ins Obligo hineinzerren – solche “Exoten”, wie Big Blue, mal außen vor, dann kommt man sehr rasch zu der Erkenntnis, einzig unveräußerlich sind die Grundwerte, deren wichtigster die Freiheit – freedom just another word for nothin’ left to loose… ohne Freiheit ist alles nichts -it’s the real kind of magic;-)
    don’t ask, be free, yes you can°)(°

  15. Weniger ist mehr! sagt:

    @Magic
    >>Volksdebatten über Dinge, die das Volk weder kennt noch versteht unfruchtbar, teuer und kontraproduktiv. Auch in Demokratien wollen und müssen Völker geleitet werden <<

    Provokativ: Würdest Du dann dem Satz zustimmen: Je dümmer das Volk, desto mehr Führung bedarf es.
    Fiktiv: Wie wäre der „Wiedervereinigungsprozeß“ in der Schweiz in Gang gesetzt worden?
    Plakativ: Früher undenkbar, heute Realität – weltweite! Gestaltungs-, Entscheidungs- und Kontrollprozesse ohne „Führung“ – z. Bsp. Wikipedia, open sorce – Gemeinde, Linux etc.
    Definitiv: Geht Politik mit der Zeit, oder muß sie mit der Zeit gehen?

  16. Magic sagt:

    zum pattern: Sozialstaat auf Pump -1970 in der DDR und 40 Jahre danach liest sich recht anregend: Karl Mai, Zur “Mangelwirtschaft” in der DDR – Versuch einer systemtheoretischen Nachbetrachtung. August 2006.
    http://www.praxisphilosophie.de/maiddr2406.pdf.
    Da kommt einem der Gedanke auf leichten Füßen entgegen, die DDR könnte als Erich Honecker um 1970 die Verantwortung für den Zonen-Laden übernahm ungefähr da gestanden haben, wo unser Finanzminister heute steht, wenn man an Doom statt Dimmer glaubt. Darauf, dass ich weltanschaulich weit weg von Karl Mai aus Halle stehe, braucht nicht gesondert hingewiesen zu werden;-)

  17. Magic sagt:

    Was hätte man anders/besser(?) machen können?

    - tut mir leid, wim aus intimer langjähriger Kenntnis des EINZELNEN:
    das Volk nicht zu fragen, war das einzig Richtige, da wären einige heute noch nicht fertig mit schwätzen…das dieses Fass ungeöffnet nach hinten durchgereicht wurde, war der kürzeste Weg zum politischen Glück und wirtschaftlich sind Volksdebatten über Dinge, die das Volk weder kennt noch versteht unfruchtbar, teuer und kontraproduktiv. Auch in Demokratien wollen und müssen Völker geleitet werden!;-)…imho°;°
    - Man hätte die industriellen Strukturen aus DDR-Zeiten und Comecon-Connections nicht so radikal rasieren sollen. Das was Prof. Blum heute im Wiwo-Heft als Mangel beschreibt: das fehlen großer Strukturen, hat man sich 1990 ff. nicht getraut, jetzt ist es zu spät und auf Produkt- bzw- Prozessinnovation zu warten, die hier neue “große Blüten” treiben könnten, ist m.E. Illusion im Elfenbeinturm;-)
    - Die Universitäten des Ostens dagegen sollte man im Sinne von Infrastruktur-Investitionen in Menschen statt in Beton machtvoll fördern
    - ebenso sollte man die im Koaltionsvertrag vorgesehenen Experimentierklauseln, im Sinne von Ausnahmeregeln zu bundesdeutschem recht, zahlreich im Osten anwenden. Damit wird im erstarrten Westen ein Wettbewerbsdruck über den me-too-Mechanismus erzeugt, so wie es Ramsauer jetzt für den Verkahrswegebau einfordert. Schau’n mehr mal….
    the future is ungewiss und obendrein a kind of magic°;°

  18. Magic sagt:

    als pattern variables rege ich folgende an:
    - Sozialstaat auf Pump: 1970 in der DDR und vierzig Jahre danach in Deutschland
    - Mängelwirtschaft in der DDR und soziale Marktwirtschaft: Mängel an Markt
    - Krebsschaden versteckte Subventionen: gestern und heute
    - Umwelt, Klima und Gesundheit: Heilung und Heilserwartungen

    Die Tage sah ich den Film: Das Leben der Anderen, in der Reihe Ostalgie nach Good bye Lenin und Sonnenallee ein weiter Point in der Impressionensammlung, mein Fazit: nicht jeder Verfolgte von gestern ist so unbeschadet davon gekommen, wie der schriftstellernde Protagonist! Viele sind unheilbar geschädigt worden an Leib und Seele, nicht wiedergutzumachend, durch kein Schriftstück und kein Geld der Welt – doch wie heisst es bei Brecht: …die im Dunkeln sieht man nicht.
    Aber auch im Licht gibt es ein paar grasse Unterschiede, oder können Sie mir sagen, welcher Konzern aus der ehemaligen DDR oder gar EO-Osteuropa im Eurostox notiert wäre, Sie kennen sicher Barilla, Frerrari, Martini, Moet, Peugeot oder Camenberts auch Rolls Royce, Bitter Lemon und Johnny Walker, welche Marken aus der ehemaligen DDR mit ähnlichem Rang fallen ihnen ein: Rotkäppchen, Spreewalder Gurken, Bautzner Senf und Glashütter Uhren, aber dann aus EU-Osteuropa???na, na??? als Südwestsachse: Becher Bitter, Opladen und böhmische Kristall ein muss; weiter in Richtung Visegrad wird dann schon duster!
    (Fortsetzung folgt)

  19. Weniger ist mehr! sagt:

    Der entscheidende Webfehler im Wiedervereinigungsmuster:
    Das Volk wurde nicht gefragt, deshalb fehlt die Identifiation mit der von oben verordneten Entscheidung. Deutliche Parallelen zu EU-Prozessen. Zukunftsweisenden Entscheidungen von Wichtigkeit werden ohne Beteilung der Volksstimme gefällt. – Schon Kinder reagieren auf Anordnungen von oben, entsprechend – es erfolgt reflexhafter Protest. Der sachliche Inhalt wird in dem Moment zweitrangig.
    Der „Wiedervereinigungsprozess“ kann aber nur von – Mensch zu Mensch – laufen. Hat der Einzelne das Gefühl, dabei vergessen zu werden, so reagiert er entsprechend gegenläufig.

  20. Weniger ist mehr! sagt:

    Wiedervereinigung und Schweinegrippe – passt nicht zusammen? Doch, – beides belastet uns schwer – Eysel hilf uns …

    Die „neue Grippe“ muss keineswegs jene große Gefahr sein, vor der Regierungen in aller Welt seit Monaten warnen. Im Gegenteil: Sie könnte sogar mehr Menschen vor der bisher weit gefährlicheren saisonalen Grippe bewahren, als sie ihrerseits an schweren Erkrankungen erzeugt, bestätigt auch Hans Dörr, Professor für Virologie an der Uniklinik in Frankfurt am Main. „Denkbar ist das auf jeden Fall“, sagt Dörr,…

    http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-Dritte-Seite-Schweinegrippe;art705,2938086

  21. Magic sagt:

    ..keine Sorge pampaniero, übrigens ich kann meine Freude irgendwie nicht leugnen, von dir dirigiert zu werden; dtescs Projekt heisst ja offenkundig “Weg mit dem GG”, ist halt das, was er “gelernt” hat, vielleicht ist er hier, weil er begreifen lernen möchte
    warum er sich mit einer solchen Grundhaltung so unwohl fühlt, als vaterlandslosen Gesellen, wie unter Kaiser Wilhelm würde ich ihn deswegen noch nicht bezeichnen, die Hoffnung stirbt zuletzt;-)
    Canaste meinetwegen, Schapfkopfen auch, wie wär’s mit Schwarzer Peter oder Brydge?
    Das aktuelle Wiwo-Heft enthält ja schon eine Reihe von Fleissarbeiten von Redakteuren vom Typ: wessi, jung, broteifrig, halb-leer-fixiert, sogutwie wertfrei kumulierend, kein Wunder das RTY über soviel Hefeteig nach etwas Soße Ausschau hält.
    Die erste Reaktion ist: Nicht schon wieder, wie langweilig, so reagiert Richard Schröder schon vor etlichen Jahren auf die entsprechende Frage. Und fügte hinzu: wenn ihr aufhört diese Frage zu stellen, dann ist die Deutsche Einheit gelungen!
    So radikal kann man das Hemd unter wirtschaftlichen Gesichts-punkten allerdings nicht bügeln. Um die wirtschaftliche Geschichte der Deutschen Einheit in DUR statt MOLL zu intonieren, halte ich den Ansatz “Wurzelbehandlung” für durchaus geeignet. Man hat sich nach dem Mauerfall nicht lange mit kosmetischen Überlegungen aufgehalten und dem Patienten unverzüglich die max. verträgliche Betäubungsdosis 1:2 plus einen schönen Traum “Blühende Landschaften” verabreicht, bevor man das Schiff auf Grund gesetzt hat. Die ersten Jahre bis 1995 wurde ein Popanz nach dem anderen entlüftet, fast kein Stein blieb auf dem anderen.
    (Fortsetzung folgt)

  22. Pampa sagt:

    Oh dtesch, jetzt dürftest Du einen Magier schwer verärgert haben, aber sammeln wir doch erst mal Ideen, bevor wir anfangen niederzubügeln. Brainstorming. Vor die Kritik hat der Herr einen eigenen Standpunkt gesetzt. Wer noch keinen Standpunkt geäußert hat, darf auch nicht kritisieren Magic. ;-) Ist wie beim Canasta, solange man nicht angelegt hat, darf man den Haufen nicht nehmen. Mir obliegt es zwar nicht hier Regeln aufzustellen, aber besser gefallen würde mir das schon.

  23. dtesch sagt:

    Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich bei einigen jetzt unbeliebt mache:
    Die WV war imho zu überstürzt. Man denke z.B. nur an die Treuhand, den Wiederaufbau, wo Milliarden versenkt wurden, nur um des Investionswillens und der vermeintlichen Steuerersparnis.
    Erinnern wir uns, die alte Bundesrepublik stand 1989 kurz vor einer Rezession. Die WV war das Konjunkturprogramm schlechthin. Nur wurden damit die damals schon vorhanden strukturellen Probleme nicht gelöst, sondern nur verdeckt und gleich in die neuen Bundesländer exportiert.
    Besser wäre es gewesen, die WV mit einem Zeitplan, von ca. 20 – 30 Jahren, zu versehen, damit die DDR Zeit hätte, sich entsprechend anzupassen, natürlich nicht mir der DM sondern der eigenen Währung.
    Durch die Einführung der DM sind sofort alle Ostmärkte weggebrochen, denn niemand, und besonders kein Ostblock-Land, wollte harte Währung für nicht konkurrenzfähige Produkte ausgeben.
    Man hätte der neuen DDR die Möglichkeit geben sollen, eine eigene Demokratie zu entwickeln anstatt die bundesrepublikanische den Leuten überzustülpen. Die Akzeptanz wäre wahrscheinlich größer gewesen als heute und die Nostalgie zum alten System, die heute viele Leute im Osten haben, wäre auch nicht so ausgeprägt.
    Die alte Bundesrepublik hätte die Zeit nützen können, um notwendige Strukturanpassungen vorzunehmen, ohne gleich die Sozial- und Steuerkassen so massiv zu plündern.
    Jetzt werden natürlich einige einwenden, es musste schnell gehen, sonst wäre die WV nicht möglich gewesen. Na und, was wäre dann schlechter als heute?
    Heute haben wir nicht nur immer noch die gleichen strukturellen Probleme, wie vor 20 Jahren, es sind auf Grund der fehlenden Anpassungen noch einige hinzugekommen. In den neuen Bundesländern gewinnt die SED im Gewand der Linkspartei immer mehr an Zustimmung, die ebenfalls auf den Westteil überzuschwappen droht. Die Bereitschaft notwendige Strukturanpassungen vorzunehmen nimmt in der Bevölkerung ab, siehe Rössler mit seiner Gesundheitsreform.

    Gruß
    dtesch

  24. Pampa sagt:

    @Klaus
    Mich würde ja mal interessieren, wie die Staatsverschuldung in den einzelnen Ländern berechnet wird. Soweit mir bekannt, kapitalisiert Japan seine Sozialsysteme weitgehend und weist sie damit aus. Wir machen das ja nicht. Bedenke bei den Ratings, dass sich die Ausfallwahrscheinlichkeiten auf Zeiträume beziehen, normal ein oder fünf Jahre. Hältst Du es für wahrscheinlich, dass Japan im kommenden Jahr seine Verpflichtungen nicht mehr bedienen kann? Sagen wir zu 0,2%? AAA

    Aber vielleicht können unsere Makro-Guys ja dabei behilflich sein, wie die Staatsverschuldung berechnet wird. Staats-Rating ist ohnehin so eine Sache, wie viele führende Industrie-Staaten sind denn bisher umgefallen? Datenbasis 0. Das ist mehr oder weniger ein educated guess.

    Schöne Grüße
    Pampa

    Nun helft dem Boss mal, es naht der 9.November und ein Einblick will geschrieben werden, schön Ideen sammeln.

    @Eysel
    Ja, das Ideal oder Wünschenswerte ist nicht immer darstellbar, aber man sollte schon versuchen das Maximale herauszuholen, zu Chancen, Risiken und Nebenwirkungen … Einer der Preise für die WV war die Aufgabe der DM und die Einführung des Euro, wird gerne vergessen.

  25. Eysel sagt:

    @ dtesch + Pampa
    weil die Leutchen immer noch nicht einsehen,
    dass es 5 vor 12 ist. Und der Laden uns “politisch” um die Ohren fliegt, wenn jetzt einer mit der Machete kommt.
    So nötig das wäre.
    Indikator: Schaut in die Medien der letzten 2 Wochen.
    @ Pampa
    so recht du hast mit dem zu schnell,
    so gilt auch … hört hört,
    das Notwendige, das Beste ist manchmal nicht machbar.
    “Wenn die DM nicht zu uns kommt, dann…”
    Insofern gab es keine Alternative.
    Versäumt wurde die Grundrevision des BRD Systems in den Jahren danach. Die Chance hätte man politisch und publizistisch gut eingestielt nutzen können.

  26. Pampa sagt:

    @RTY
    Wenn ich drei Punkte einwerfen darf, wir müssen ja erst mal sehen, wo wir herkamen:

    1. Es laufen ja dieser Tage wunderbar nostalgische Dokumentationen über den Zustand der DDR, als sie nicht ganz freiwillig die Grenzen öffnete. Harmlos ausgedrückt produzierte der Sozialismus einen Investitionsstau von locker 30 Jahren. In my words: Die Staatsform war bankrott. So verkehrt war das mit den blühenden Landschaften gar nicht, wenn man sich mal ansieht wie das vor 20 Jahren aussah, fast möchte ich sagen Wiederaufbau. Der Spaß hat ja bisher auch rund zwei Billionen gekostet.
    2. Wir müssen bedenken, bei allem was man heute an den damaligen Entscheidungen kritisieren könnte, es musste radikal (an der Wurzel operieren) und schnell gehen. Nicht unbedingt eine Stärke, schon damals, der deutschen Politik.
    3. Wirtschaft wird ja von Menschen gemacht. Nun stellen wir Wessis uns einmal vor, nach 40 Jahren Predigung der sozialen Marktwirtschaft fällt plötzlich die Mauer, sie erzählen vergesst den ganzen Quatsch, wir machen jetzt Planwirtschaft und errichten einen Arbeiter- und Bauernstaat. Der Klassenfeind hat leider die Oberhand behalten. Na? Das kann ja gar nicht gehen. Es dauert nun mal Generationen bis sich die An- und Einsichten, die Mentalität aber auch die Fähigkeiten ändern.

    Wirtschaftlich war imho der Kardinalfehler damals, dass wir viel zu schnell westliche Standards eingeführt haben. Wenn ich die Löhne auf 80% des Westniveaus hebe, die Produktivität aber nur bei 30% liegt, bekomme ich nun mal Massenarbeitslosigkeit. Daneben noch so nette Errungenschaften wie die Anforderungen unseres TÜVs etc., dann gehen die Rollläden runter. Besser wäre gewesen dem Osten damals die Wettbewerbsvorteile länger zu belassen und damit Zeit zu kaufen die Wirtschaft neu zu organisieren. Die Arbeitslosigkeit im Osten war effektiv schon lange da (nur statistisch in der DDR nicht), von 0 auf 100 mit Wettbewerb konfrontiert brach sie sich ihren Bann, mit der Mauer brachen auch alle Dämme und Ideologien des sozialistischen Staates. Das wollen einige nur bis heute nicht wahrhaben, ist auch hart zu akzeptieren.

    Insgesamt sehe ich den Vereinigungsprozess aber gar nicht so negativ, es hat sich doch schon viel zum besseren gewendet, das war ja auch eine Herkules-Aufgabe in geschichtlicher Dimension. Von dieser Aufgabe rührt ja auch ein beträchtlicher Anteil der Verschuldungsproblematik in den öffentlichen Haushalten und den Sozialversicherungsaggregaten. Dass das nicht umsonst zu haben sein würde war doch klar.

    @dtesch
    Ja, mit dem Nagelscherchen werden wir den Urwald nicht roden. Da müsste man mal mit der Machete ran. Aber das geht ja nicht. Warum eigentlich nicht?

    Pampa

  27. Klaus F. sagt:

    Japan als Menetekel für die Welt
    Von Philipp Löpfe, Tagesanzeiger

    Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt hat die höchsten Schulden. Kritiker sprechen schon von Staatsbankrott. Keine angenehme Vorstellung: Die ganze Welt steuert auf japanische Verhältnisse zu.

    «Die Situation ist nicht mehr zu retten. Es gibt keinen geordneten Rückzug mehr. Die Japaner werden ihr Defizit nicht mehr finanzieren können. Es wird zu einem Bankrott der Staatskasse kommen, die Pensionskassen werden Haare lassen müssen und Bankzusammenbrüche werden die Welt erschüttern. Es ist kriminell, dass die Ratingagenturen nicht schon längst auf diese Situation aufmerksam machen.»

    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Japan-als-Menetekel-fuer-die-Welt/story/31490045

  28. Magic sagt:

    … und was ein echter Heyni ist, muss natürlich darüber das Bein heben ….

  29. Eysel sagt:

    Na hoffentlich wünscht der Chef sich auch das Richtige!

  30. Magic sagt:

    wirtschaftlich also…Frage: gereimt, geschönt oder mehr netto vom brutto? Wie hätten Sie’s denn gerne?…;-)

  31. Roland Tichy sagt:

    …Deutsche Einheit. Ist es eine Erfolgsgechichte? Magic, NASOWAS, was müßte man anders machen, hätte, sollen?
    wobei ich es natürlich wirtschaftlich meine.

    Danke

  32. Weniger ist mehr! sagt:

    apropos Rundumschlag und Stresszeit
    Im Westen was Neues:

    http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/11/1/news-139183612/detail.html

  33. Eysel sagt:

    Wer hat eigentlich
    den \”Rundumschlag\” erfunden???
    Wochenend ist immer ne Stresszeit, gell?

  34. [...] Die antizyklische Finanzpolitik – Geldausgeben in der Rezession, wenn man keines hat, und Sparen im Aufschwung, wenn die Steuern sprudeln – ist in der Theorie richtig, hat aber in der Praxis noch nie funktioniert. Trotzdem ist der Kurs weiterer Steuersenkungen unvermeidlich, auch aus politischen Gründen. Wirtschaftswoche [...]

  35. Weniger ist mehr! sagt:

    >..dann schaffen wir doch am besten die Demokratie ab, dann kann endlich wieder ohne “Mehrheit” das einzig Richtige getan werden?<

    ne, ne liebe/r Meyer, warum denn so ungeduldig? Wir warten schön darauf, bis das Züglein an der Wand hängt, dann nehmen wir einen Besen und ein Schäufelein und kehren alles schön zusammen. Mit dem Übriggebliebenen können wir dann wieder von vorne beginnen. Nur Geduld, nur Geduld!

  36. Ihr Name sagt:

    Hirnforscher Hüther über Jungs: …..Bis auf das Y-Chromosom besitzen Männer und Frauen dieselben Chromosomen. Und auf dem Y steht nichts, was für den Hirnaufbau entscheidend wäre, es sorgt nur dafür, dass dem Embryo Hoden wachsen. Die allerdings produzieren das Hormon Testosteron. Deshalb findet die Hirnentwicklung unter anderen Rahmenbedingungen statt.

    der Artikel klärt so manches:
    http://www.faz.net/s/Rub64992C04CF2F4A2E8399BD4B893B56FE/Doc~E074B1FC9362847B88B38FEB8A954655B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    @Eysel
    >achgut ……Indem sie mit dem Finger auf das „Böse“ zeigt, wird sie selbst quasi „gut“< achEysel, das tun wir doch alle gerne!

  37. nasowas sagt:

    also nasowas war nicht im urlaub, sondern hat sich dienstlich wessis angeschaut. :-)

    und es findet sich für jeden ein umfrageergebnis.

    http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1503739.html

    und ich verlinke keine seiten mit zufallsgewinnschancen. mache ich aus prinzip nicht. herr eysel, dass muss an ihren netzanbieter liegen. ist wahrscheinlich so ein billigangebot. da muss man schon solche netten dinger in kauf nehmen.

    im übrigen waren wessis durch aus menschen, mit denen frau reden konnte. :-)

  38. Meyer sagt:

    ..dann schaffen wir doch am besten die Demokratie ab, dann kann endlich wieder ohne “Mehrheit” das einzig Richtige getan werden?

  39. dtesch sagt:

    Den überbürokratisierten und überbordenden Staat mit der Nagelschere zurückzustutzen ist ein sinnloses Unterfangen: Kaum werden ein paar Zweiglein abgetrennt, sind bereits ganz Stämme in den Bürokratiehimmel gewachsen. Wer möchte den mehr Eigenverantwortung in diesem Land? Die Befürworter zählen doch inzwischen zur Minderheit. Die Mehrheit hofft doch auf auf mehr Umverteilung, darum ist sie auch gegen Steuersenkungen.

    Gruß
    dtesch

  40. Magic sagt:

    das Umfrageergebnis -repräsentativ basiert natürlich – dass 75% der Befragten für Steuersenkungen sind ist wirklich erstaunlich, und zwar ausschießlich deswegen, weil ofennbar 25% immerhin nicht dafür sind.
    Ich hätte erwartet, dass fast 10% der Deutschen, nein der Menscheit für weniger Steuern sind, völlig unanbhängig davon, wie lange zurückliegend wer was bei welcher Wahl versprochen hat und wie der Kassenstand gerade ist. Über soclhe Umfrage-Ansätze hätten Klohl , Adenauer, Erhard, Brandt und Schmidt in ihren besten Zeiten genauso müde gelächelt, wie es vermutlich S ein Schäuble hinter vorgehaltener Hand tut. Nur so ein paar überbezahlte Nachrichtensprecher in Wirtschaftsendern tragen solchen Tünnef mit einer Miene vor, mit der man ohne Weiteres den Beginn der Apokalypse anmoderieren könnte. Genauso gut könnte man gefragt haben, ob die Leute dafür oder dagegen sind, dass die Sonne nicht mehr aufgeht… die obligatorischen Todesmeldungen H1N1 zeugen vom gleichen Kundenbild -und -geisteshorizont bei den Germaniens Empfänger-Micheln. Na dann, nur weiter so, bin gespannt wie ein Flitzebogen, welcher Drops zuerst gelutscht ist, der geht-zur-Schweine-kontra-Impfung oder der weniger-Steuern-Popanz, Tod durch private Grippe oder Tod durch öffentliche Insolvenz:-(?
    … oder Job bei Quelle? Bewerber legen bitte Ihren Impfpass vor°;°

  41. Magic sagt:

    ..man kann sich so und so zoffen und dieser Unterschied liegt ganz wo anders begründet, Beyßerchen, oder? Unsere mad ist ja nun wirklich keine Verbissene, und unser Klaus auch nicht, von nasowas und pampa ganz zu schweigen, den hast bisher wohl nach Phelps nur deswegen nicht gebissen, weil deine Angst vor seiner Erwiderungen stärker ist als deine Angst vorm verlieren;-) Na ja , so sahns, die oalden Rittersleut’- jetzt ist ja erst mal Cheffe dran, oder war’s das kleine Bellerchen von heut früh nachmittag schon olls…°#°

  42. Magic sagt:

    ..aja, Frau Phelps’sens Erkenntnis angewendet auf die Wissensrepublik TiTo: manche beissen soviel, weil sie Angst vorm verlieren haben….
    apropos verlieren: http://www.kai-diekmann.de

  43. Eysel sagt:

    @ M.
    super link!
    To whom it may concern.
    Hätten wir in den zwei Arten des Lesens eine Erklärung für so manchen Zoff?~
    Und da gehts auch lang:
    http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E7D18C4A645FF4B5C81F1C67FFB58C099~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  44. Magic sagt:

    oder googeln unter Ernst Pöppel was geschieht beim Lesen Bundeszentrale für politische Bildung

  45. Magic sagt:

    zu mad Bemerkung: manchmal hilft einfach lesen folgende Bearbeitungshilfe to whom it may concern:
    http://www1.bpb.de/publikationen/RPMD5V,0,0,Was_geschieht_beim_Lesen.html#arto

  46. Eysel sagt:

    @Weniger,
    schöner link! -
    Trotzdem kann ich mir nicht verkneifen darauf aufmerksam zu machen, dass AUCH „Die Achse des Guten“
    - dem suggestiven Namen nach zu schliessen -
    sich ebenso wie manche Ängste schürende Ideologie über die „Definition des Bösen“definiert. – Indem sie mit dem Finger auf das „Böse“ zeigt, wird sie selbst quasi „gut“.

  47. Weniger ist mehr! sagt:

    Ausgaben senken – ein Fremdwort?

    http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/wirtschaft/570/492923/text/

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