Wir werden Busfernlinienverkehr zulassen – dieser Satz findet sich etwas unvermittelt auf Seite 37 des 132 Seiten langen Koalitionsvertrages. Es ist ein Schmankerl für Feinschmecker der Verkehrspolitik, denn man glaubt es eigentlich nicht, dass in Deutschland so etwas scheinbar Selbstverständliches wie eine Buslinie zwischen Köln und München verboten ist – zum Schutz der Bahn. Das Beispiel zeigt auch, wie schwer es ist, in diesem Land 60 Jahre nach Ludwig Erhard etwas mehr Marktwirtschaft zu verwirklichen. Der Koalitionsvertrag ist voll von solchen scheinbaren Kleinigkeiten, Prüfaufträgen und Kommissionen, die alle die Aufgabe haben, den überbürokratisierten und überbordenden Staat wenigstens etwas zurückzudrängen und durch mehr Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung seiner Bürger zu ersetzen.
An Busfernlinien allein wird Deutschland wirtschaftlich nicht genesen – der Richtungswechsel in Trippelschritten ist trotzdem notwendig. In einem so hoch entwickelten Land wird mehr Freiheit nicht mit einem scharfen Schwerthieb errungen, sondern mit der Nagelschere, die all die vielen Zwergenseile durchtrennt, die den Riesen fesseln.
Wie gering die Spielräume sind, zeigt sich exemplarisch in der Finanzpolitik. Wolfgang Schäuble ist ein durchsetzungsstarker Finanzminister, dessen leise Stimme und konzilianter Ton in krassem Gegensatz zu seiner Entschlossenheit und Härte stehen. Diese Qualitäten sind nicht so sehr beim Steuersenken gefragt, sondern in der Phase der Konsolidierung. Seine Meisterschaft wird sich beweisen, wenn das riskante, aber grundsätzlich richtige finanzpolitische Konzept der neuen Regierung aufgeht, das da heißt: noch höhere Verschuldung jetzt, um über die dadurch ausgelösten Wachstumsimpulse zukünftige Steuereinnahmen zu generieren.
Wenn es Schäuble spätestens dann nicht gelingt, die neuen Ausgabenwünsche, die immer schneller wachsen als die Einnahmen, zurückzudrängen und mit zusätzlichen Steuereinnahmen die Staatsverschuldung zu tilgen, dann torkelt Deutschland in ein finanzpolitisches Desaster. Die antizyklische Finanzpolitik – Geldausgeben in der Rezession, wenn man keines hat, und Sparen im Aufschwung, wenn die Steuern sprudeln – ist in der Theorie richtig, hat aber in der Praxis noch nie funktioniert. Trotzdem ist der Kurs weiterer Steuersenkungen unvermeidlich, auch aus politischen Gründen:
Steuersenkung ist Bringschuld
Die Stimmengewinne der FDP, die diese Koalition erst ermöglicht haben, stammen von Wählern, die nicht nur den Bevormundungsstaat, sondern auch den Abgabenstaat zurückdrängen wollen. Diese Wähler fühlen sich vor den Kopf gestoßen, weil versprochene Steuersenkung und Tarifvereinfachungen schon jetzt, die Tinte unter dem Koalitionsvertrag ist noch feucht, ins Ungefähre verschoben wurden. Schon jetzt rächt sich, dass die FDP das Amt des Finanzministers nicht erobert hat. Damit ist der Erfolg der FDP am Kabinettstisch und bei Landtagswahlen davon abhängig, ob Kanzlerin und Finanzminister ihr diesen Erfolg auch gönnen. Angela Merkel ist eine Kanzlerin mit langem Atem. Neben ihr ist der SPD am Kabinettstisch die Luft ausgegangen. Diese Atemnot droht nun auch der FDP.
Einen großen Fehler hat die Koalition schon gemacht: Sie hat auf Beifall aus der falschen Ecke gehofft. Da gibt sie so viele Milliarden Euro für Sozialpolitik aus, um ja den Vorwurf der sozialen Kälte zu entkräften – und wird grell und lautstark für ihre vermeintliche Umverteilungspolitik gescholten und dafür, dass von der Steuersenkung nicht profitieren kann, wer keine zahlt. Dagegen hilft nur eines: Nerven bewahren und durchregieren gegen den unvermeidlichen Nachwahlfrust.











211 Kommentare zu “Nachwahlfrust”
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tja, schon bemerkenswerter Luxusbegriff, ich kann ja gönnen, aber in manchem Zusammenhang geht mir jetzt das Messer auf.
Nasowas!
Neben RTY´s neuem Artikel
nimmt sich so manche
luxuriöse Empfindlichkeit schon ganz schön merkwürdig aus.
Hm, na na nasowas,
eigentlich war das gar nicht so gedacht, aber der Begriff Luxus scheint ja autoimmun bei Dir zu wirken. Keine Sorge, bei mir musst Du Dich nicht für Golf oder knackige Tennis-Trainer rechtfertigen, meinetwegen kannst Du auch Elefanten-Polo spielen, das geht mich gar nichts an und ich gönne es jeder/m von Herzen.
@Eysel und Klaus
Immer schön messen Kinder, nichts ist wie es scheint, aber ich spiele ja nicht mit.
Schön, wie einig dass Ihr Euch mal seid. Schon klar, Reiter der kurzfristigen Kurve, dass der Arbeitsmarkt dem Geschehen hinterher läuft. Wichtig ist er vor allem für die Zinspolitik der Zentralbanken und damit für die Diskontierungszinssätze der künftigen Cash Flows. 33 Minuten zu spät? Ich würde zwölf bis 18 Monate addieren …
jetzt hat er die 1100$.
Die Gnade sei gewährt!
~~
Ups … bin ja garnicht der Klassensprecher
Bin ganz und gar bei dir.
Muss das ja so klar sagen,
sonst vermutest du ja wiedermal einen Hinterhalt
Ups! Sorry Eysel – Asche über mein Haupt
Bin gerade erst Heim gekommen und schwups viel der DAX 100 Punkte. Auf der Suche nach dem Grund wurde ich dann, wie oben gemeldet, fündig.
Tja, leider aber mit eben diesen 33 Minuten Verspätung. Nochmals sorry! Hoffe um Gnade und Verbleib auf Bewährung hier in Tichy-Town
Übrigens, der DAX kämpft, wie erwartet, diese Woche mit der Aufwärtstrendlinie seit 3600. Sollte bald fallen
…und die Krügerrand und Maple Leaf Besitzer erfeuen sich über immer neue Highs in Gold, ohne das der Doller parallel 1:1 fällt. Die 1100 stehen an!
Klaus
Du bist 33 Minuten zu spät Klaus
!!!
NEWS!
US-Arbeitslosenrate übersteigt die 10% Marke. Höchste Rate seit 26 Jahren.
Kleiner Vorgeschmack auf das was bei uns noch ansteht!?
WASHINGTON (MarketWatch) – The U.S. unemployment rate climbed to 10.2% in October, topping the 10% mark for the first time in 26 years, the Labor Department reported Friday. Nonfarm payrolls dropped by 190,000 in October, bringing to total number of jobs lost in the recession to 7.3 million. Economists surveyed by MarketWatch were forecasting a rise in the unemployment rate to 10%, with 150,000 lost payroll jobs. The unemployment rate of 10.2% was the highest since April 1983. An alternative gauge of unemployment, which includes discouraged workers and those forced to work part-time, rose to 17.5%, the highest on record dating to 1995.
Hast ja recht.
Nur was passiert, wenn die NRW Wahl in die Buchs geht???
Ist ne B-Rats Mehrheit nicht zur Not sogar 2-3 Mrd aus dem Fenster geschmissene Euronen wert???
Schmeckt mir auch nicht, aber that`s life!
Dein Radikalinsky
oh je, oh je, imerhin hat die Politik nach 65 Makrtwirtschaft schon begriffen, dass sie direkt keine Arbeitsplätze schaffen kann Wovon sie sich offenbar unter keinen Umständen trennen möchte, ist ihre Allzuständigkeit beim Abbau von Arbeitsplätzen infolge des Strukturwandels. Auch das Wählervotum wird offensichtlich nicht verstanden. Die letzte Wahl zeigt doch klar den Trend hin zur wirtschaftlichen Vernunft und für wirtschafts-und industriepolitische Zurückhaltung. Das ganze Theater der deutschen PolitPippinschaft um die Kehrtwende GMs hin zu Opel ignoriert den Wählerwillen un das Gebot der wirtschaftspolitischen Zurückhaltung.
Was ist denn jetzt gehauen und gestochen, zum Donnerwetter?!
Geld zurück und ordnungspolitisch klassisch schwarz-gelb: Finger weg, sonst Hand ab, sonst nichts*#*
Keinesfalls wollte ich deine Expertise in Frage stellen.
Ich habe da keine und von Deiner war nichts bekannt.
Ich kenne so diverse Leihwagen aus den USA.
Deren “Vorstellung von Auto” ist halt sehr “unterschiedlich”.
Fürs Land vielleicht geeignet … wer`s mag …
für unsere Vorstellungen Steinzeit. Einverstanden.
@ Eysel
Mit den Schrottautos meinte ich nicht Opel sondern ausdrücklich GM.
Ich habe in den USA öfters solche Autos gefahren. Was die Ahnung von Autos angeht, so kann ich auf mehrere Jahre Beratertätigkeit in dieser Branche zurückblicken.
Gruß
dtesch
@ RTY,
Ihre nachricht von gestern 17:56 UHR;
klingt logistisch logisch, die ganze welt ist anti-amerikanisch, WOWW ? Daher laufen auch weltweit alle us-kitsch-serien und bereichern dauerkichernd, die jeweiligen kulturszenarien der
jeweiligen länder. Daher leistet sich US-Amerika seit dem ende des
zweiten weltkrieges, immer mehr kriegseinsätze, weltweit.
Klingt iregndwie sehr vertraut, bei den altkommunisten galt damals der slogan:” Wer nicht für uns ist, ist gegen uns”.
Amerika und Russland (Sowjetunion), zwei verwandte zwillingsbrüter in ideologisch feinster verschmierung, wenn es sein muss mit GEWALT,
oder eben auch festgezurrten Markt-Anteilen.
Diese unbegrenzten möglichkeiten, in zeiten der choleraimmobilen.
Gruß Zamir
@ Klaus F.,
was regst Du dich eigentlich so über die sonderauslagenzuzahlungenmehrwertimmobilienkrisengeschüttelteundgerührte gelder für die HRE so auf ?
Wir als kalkulierende und vorsorgende, mit geld und zahlen, sowie monatlich anfallenden aufwendungen, aüsserst vorsichtig umgehende
wesen, können uns doch keinerlei urtei erlauben, über diese wahren, noch unter unbs weilenden, absoluten künstler und genialen finanzjongleure. Wie wunder- und sonderbar. es sich doch anhört und anfühlt, wenn wiedereinmal etliche milliarden durch den schornstein gejagt werden; dafür werden DIE doch hart und unbeugsam kontrolliert,
mindestens seit 1881. Den job möchte ich nicht machen, ist ja wie bei
bayern münchen: Keine lust, keine ahnung, sonst auch alles wurscht und trotzdem, die gage stimmt. Sowas ist nur zu bewunder, welch
herrliche zeiten und wie mühelos die gelderchen in den orkuß fliessen.
Ja wo fliessen sie denn hin …
Frage doch mal Deine Anlagevertachteler und Verzocker, bitte.
Gruß Zamir
Wenn opel bei ebay versteigert wird, wenn die schweinegrippe eine aufzucht und unzucht der pharma-industrie ist und die HRE weder fassung
noch boden besitzt, wenn jeder seine feixtanz abliefert und stündlich neue
datenskandale und amokläufe die medien in atem halten, dann ist eine solch untrügliche stimmung in der luft, gemischt mit dem duft nach mandeln und zimtsternen, vielleicht mit einem schüsssschen esoterischen
ölen, dann, ja dann liebe kinder, dann, ist weihnachten nicht mehr weit;
aber vorher kommt die rute mit dem gute (n) weihnachtsnikolaus.
Oh, du föhlicher Anlagekuchenbäcker. wie wird mir bei deinem Anblick
so woam ums Herzilein.
Gruß Zamir
@ Ferd. Pietsch,
es ist doch gut, wenn man alles erfährt, z.B. wo unsere (Familie, Verwandte und Bekannte und alle restlichen Steuerzahler)
wertvollen steuergelder bleiben, wie sie ver(sch)wendet und versoffen werden. Gönnen wir doch denn 35.000 opelanern (welch hässliche wortschröpfung, buuh, bääh. ohjeminee), alle zuschüsse dieser welt.
Und die HRE muss eben auch ihr äusserst künstliches antlitz, zumindest nach aussen wahren. Dann buchen wir all das schöne geld unter dem begriff SOZIALHILFE für SONDERBEDÜRFTIGE ab und die sachertorte ist geritzt. Halt, ich habe jetzt keine zeit mehr, die nächsten antragsteller warten bereits auf dem flur auf staatliche almoosen oder allmossen, oder hans moser, oder …
Gruss Zamir
….etwa von denen?…ich nix!
http://www.cicero.de/97.php?ress_id=4&item=4353
@ Eysel
>>Ist “Staaat” etwa ein zu schützender dummer Junge den man vor den Folgen seines für ihn unüberschaubaren Tuns schützen muss???<<
Laaangsam Meister! Beleidige nicht meinen 4-jährigen. Der weiß, was er nach dem dritten mistake zu tun hat. Die try and error rate ist bei ihm besser!
Frage: Was ist von diesem Staate zu erwarten? Ich nix…. Schwelt bei Dir die Hoffnung weiter?
@dtesch
ob O nun Schrotthaufen baut, das weiss ich nicht. Dazu verstehe ich, du vermute ich auch, zu wenig von Autos. Meine Opel Erfahrungen reichen über ein paar Mietwagen und einen Omega vor 20 Jahren nicht hinaus. Der war zwar schnell, aber das ABS war eine lebensgefährliche Illusion, der Verbrauch war horrend und er klapperte. – Was wir heute wissen ist, dass O täglich etwa 5 Mio von unserer Kohle verbrennt, trotz Abwrackprämie und 2x Auto des Jahres.- Was will GM anders machen, besser. Noch keiner weiss was. Da erscheint ein Stronach und ein russ. Geldgeber und ein neuer Markt als – immerhin mehr Hoffnung als das was wir bisher von GM wissen. Dass GM Opel braucht, um nicht nur eine Ein-Kontinent-Marke mit veraltetem Produktportefolio zu sein zu, glaub ich gerne. – Was für mich zum Ergebnis führt, dass uns der NRW Wahl sei Dank, eine Opel Rettung nach deutschem Muster ins Haus stehen und viel Geld kosten kann. – Die Opelaner tun mir leid. Was aber nicht heisst, dass ich einer unwirtschaftlichen Lösung Geld hinterher zu schmeissen bereit bin … aber auch mich fragt ja keiner.
@ Ferdinand
dass die MinPräsidenten bedröppelt gucken und so tun, als hätten sie mehr zu sagen als bitte bitte, glaub ich gerne. – Ich schätze, die BRD wird sich mal wieder ganz hübsch erpressen lassen, weil sie allzu bereitwillig den „Gutmenschen“ gegeben und sich damit erpressbar gemacht hat. Die Glaubwürdigkeit für konsequentes Handeln ist futsch.
Habe gerade in den Nachrichten die bedribbelten Gesichter der diversen Ministerpräsidenten gesehen. Ja mei, die Herren wollen mal wieder Konzepte sehen , diesmal von GM. Was zum Teufel wollen sie denn damit tun ? Von GM sind sie am Ende genauso erpressbar wie von Magna !
Herr Tichy, ich habe schon im September im ZAK geschrieben, daß Magna das nicht wuppen wird weil es eine Zockerbude ist und GM mit Zockern eben : zockt ! Das hat die Wahlkampfbundesregierung damals blöderweise übersehen. Aber die Consultants kriegen gutes Geld
Liebe Leute, schön der Verweis auf Kleingedrucktes im Koalitionsvertrag und so weiter. Fakt : HRE hat mal eben wieder 3 Mrd gekriegt. Aus welchem Topf ?? Und woanders wird über Minisümmchen, Peanuts eben, seitenlang palavert …..
Mir hat nie eingeleuchtet, wie Opel überhaupt aus dem GM-Verbund herauszulösen sei. Unabhängig davon haben wir ja weltweit erhebliche Überkapazitäten, irgendwer muss ja mal weg. Die fähigen Leute bei Opel werden doch sicher auch woanders eine Stelle finden, oder sind die fähigen schon weg? Das wäre aber eine unerfreuliche Botschaft, nicht wahr?
pampa: deine feststellung: “du bist dem luxus nicht abgeneigt”, zeigt wieder mal, dass es eigenartige vorstellungen von luxus gibt. was ist denn eigentlich luxus? meiner meinung nach ist das alles, was durch mangel gekennzeichnet ist. also z.b. würde ich es als luxus bezeichnen, arbeit zu haben, von der mann/frau/familie leben kann. daran mangelt es immer mehr. tennistrainer sind nun wahrlich kein luxus. daran mangelt es nicht mehr. und golf spielen, das habe ich nun begriffen, ist auch kein luxus. allerdings habe ich es nur einmal probiert. macht mir keinen spass und ist daher keine freizeitbeschäftigung für mich. für viele ist es eine geworden. und das ist doch ok. und ich habe nun mal den luxus, eine arbeit zu haben, die mir spass macht und durch die ich mir außer den grundbedürfnissen auch noch ab und zu etwas leisten kann, was mir spass macht. und diesen spass brauche ich auch für meine arbeit. also ich bin bei der defintion luxus sehr vorsichtig. ich habe auch nichts dagegen, dass jemand eine yacht hat, die er für seine freizeit braucht. als statussymbol würde ich diese aber schon als sinnlos bezeichnen. für mich ist der gebrauchswert entscheidend.
und was hier die opel-diskussion betrifft. diese diskussion haben wir ausführlich behandelt. nein ich habe nichts geglaubt. und für mich ist es tragisch, dass die opelianer immer noch glauben. ein jahr ist sinnlos verstrichen. und 10.000 entlassene (angeblich ohne betriebsbedingte kündigungen) durch magna haben sie hoffnungsfroh gestimmt (und lohnverzicht üben lassen) und 10.000 gefährdete arbeitsplätze lässt sie jetzt kampfbereit werden. also in welcher welt leben wir?
@RTY
Die Frage ist, ob Opel generell auf Dauer bestehen kann. GM hat es verlernt gute Autos zu bauen: es sind bessere Schrotthaufen. Ob Opel eine Hilfe sein kann, bleibt abzuwarten.
Tatsache ist jedoch: Opel gehört GM und ist nicht Eigentum der BRD. Darum hat es mich auch gewundert, wie Politiker und Gewerkschafter sich gebärdet haben und immer noch so tun, als ob ihnen der Laden gehört.
AM hätte wissen müssen, dass Unternehmen in den USA nicht in 5-Jahresplänen denken, sondern sehr kurzfristig entscheiden.
Jeder Geschäftsmann sollte wissen, solange der Vertrag nicht unterschrieben ist, ist nichts entschieden.
Das jetzige Geschrei, kann 2 Gründe haben:
1.die kommende Wahl in NRW
2.die Leute haben immer noch nicht begriffen, wie das Geschäft funktioniert.
Gruß
dtesch
Hallo und guten Abend Tichy Town
Der Bund greift der maroden Immobilienbank Hypo Real Estate abermals mit drei Mrd. Euro unter die Arme.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Frische-Milliarden-fuer-HRE-article576963.html
Und schon wieder mal eben rund 40Euro pro Bundesbürger an die HRE überwiesen. Durch den Fünf-Personen-Haushalt sind es bei mir gleich 200Euro. Insgesamt sind es bereits mehrere tausend Euro, die meine Familie statistisch gesehen, an die HRE überwiesen hat.
Übrigens, die rund 1.200,- Euro, die ich letztes Jahr der Commerzbank hab´ zukommen lassen, versickern ebenfalls wie Wasser im Sandkasten. Siehe aktuelles Quartalsergebnis.
…usw …die Liste ist lang und wird länger.
Ja, Pampa, wenn das so weiter geht, dann stehen ich und meine Familie bei der nächsten Ebbe in der Tat nackt da und scheide „veropelt“ aus.
Mit Greg´s Argumenten gehe ich konform. Würde sogar noch weiter bis an des Pudels Kern gehen. >>>Schuldgeldsystem/Geldschöpfung/Fiat Money
Aber das brauche ich wohl nicht explizit betonen.
Gruß
Klaus F.
@rty 17:56
genau, was soll die Aufregung der beleidigten Leberwürste, das sagen selbst zahlreiche Kollegen und Mitarbeiter hier Südwestsachsen
GM hat sich bei der Opel Führung
jedenfalls sehr lange nicht mit Ruhm bekleckert.
Würde mich interessieren,
worauf sich der Optimismus nun gründet.
Willst du etwa
die Gleichung aufmachen: rot = gerecht?
So unverschämt bist wohl nicht mal du.
Obwohl du und Deinesgleichen
die Gleichung liberal = ungerecht
ja schon reihenweise an naive Konsumenten “verkauft” haben.
AUCH ne Form von Dummenfang und “Konsumentenbetrug”!
…wundere mich über die Aufregung um GM/Opel. Hat wirklich jemand geglaubt, dass die Kombination mit Magma und einer fragwürdigen russischen Bank eine dauerhafte Sache ist?
Ich finde die derzeitige Lösung jedenfalls besser als die bisherigen Vorschläge zum VEB Opel.
da draußen tobt mal wieder eine Mischung aus Antiamerikanismus, Populismus und glattem Irrsinn.
Jetzt schmeisst Alice schon den Hausherren raus, jetzt reicht es ber
…..don\’t worry, be eysel…für heute hast du deinen Zweck mal wieder erfüllt:)
Falscher Dampfer,
und hartnäckig drauf bestehen,
aber das ist ja durchgängig bei dir.
..besser rot und gerecht als braun mit gelben Punkten~~ Hugo, du schaffst es, wie immer unbeherrscht, die Karre an den Rand des Parketts zu chauffieren, Reflex-ey mit y,
“Stetigkeit + Ordnungs-RAHMEN” statt Detailregulierung.
D A S wär ein Fortschritt.
Und selbst die lender of last resort sollten fällig gestellt werden.
Wettbewerb, der im “Notfall” eine sanfte Landung garantiert, ist kein Wettbewerb.
( Das gilt im ganz Grossen und im ganz Kleinen! )
Genau das ( der harte Aufschlag ) wird mit dem Argument einer “falschen Mitmenschlichkeit” verhindert. Was zu einem Wettbewerb in Sachen “Mitleid” führt, ein Wettbewerb, der den Wettbewerb um beste Lösungen – damit dem Wohl aller – ausser Kraft setzt.
pampa. könnte es sein, dass du ausgerechnet den Parteitag erwischt hast, als der Iceman versuchte den Clooney zu geben?:)
die 2% sind zu kurz gegriffen, hab eysel vergesseb, der eyert auf der 59.Nachkommastelle lobhudelnd mit rum…wie immer, nur schlimmer
pampa, du redest so betont von Wettbewerb, dem man die Gehälterentwicklung überlassen sollte. um es in deinen terms zu sagen: was für ein Wettbewerb in diesem Selbstbedienungskartell sder 2% Masters of the univers und ihrer Impressarios meine Sie denn, ehrenwerter Stier! Diesr gelobte Wettbewerb produziert im Selbstbedienungswahn eine Inflation, die schneller läuft als der geimpgte Hundert-Meter-Oöympiasieger, wenn er im kommenden Frühjahr hinter Annie Friesinger-Postma hergeschickt würde:)
van anderen ihren Rückstellungen – so heisst die Zigarettenmarke dieser Bürscherl! Und sie stehen da und sagen schulterzuckend: Na und? Mond ist Mond und Mehr ist Meer, denn mir san mir und ich bin ich…Toll!
eyer weiter, Rote Socke.
Ja Greg,
darüber reden wir in der Tat schon lange.
Über die Basel-Beschlüsse wurden die EK-Regeln ja in einem endlosen Prozess stetig verändert und fortlaufend angepasst. Bedenken wir, EK ist die teuerste Form der Finanzierung. Es hätte im übrigen auch nicht viel geändert, wenn wir statt acht sagen wir zehn oder zwölf Prozent EK (in all seinen Schattierungen) vorgeschrieben hätten. Die Begrenzung der Größe von Banken birgt ebenso einen Zielkonflikt in sich, das wird ein frommer Wunsch bleiben. Muss der Staat wirklich regulieren, wie die Banken ihre Mitarbeiter entlohnen? Ich denke nein, dass regelt der Wettbewerb schon.
Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass ein zumindest einigermaßen steter Ordnungsrahmen vorgegeben werden sollte, an dem nicht andauernd herumgedoktert wird. Wir werden damit leben müssen, dass es immer wieder zu Exzessen kommt, die Story ist so alt wie die Menschheit. Man muss es nur mal akzeptieren.
Sehen wir es positiv: Wir haben wieder etwas gelernt, haben neues Datenmaterial zur Kalibrierung der Risikosysteme, Risk wird höher gepreist, nicht jeder Unsinn rechnet sich mehr, Kapital als Knappheitsfaktor hat ja auch Sinn. Das Delavaraging läuft, nur Opel baut mit einer tollen Truppe Autos, die keiner haben will, deswegen geht es dem tollen Unternehmen ja auch so gut.
Es wird sich international sowieso nicht viel oder gar nichts ändern, dafür sorgt schon der internationale Wettbewerb der Regulierer. Ich befürchte nur, dass beim nächsten Mal mancher lender of last resort fällig gestellt wird, sprich Staaten. Wenn am Markt mal ordentliche Risikoprämien für Staaten aufgerufen werden, vergeht Mutti das Grinsen mit ihrem maroden Haushalt, nicht nur den Japanern.
Pampa
@Meyer
Danke, da war ich mal probehalber und habe mich mit Grauen abgewendet.