Allmählich wirken die vielen Reden zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik etwas ermüdend. Lassen Sie mich deshalb eine andere, eine private und politisch unkorrekte Form wählen – die Generationenfolge unserer Automobile.
Im kühlen Mai 1948 hat sich mein Vater beim Kundenbesuch auf einer Zündapp (für Spätgeborene: beliebte Motorradmarke, 1984 nach China verkauft) eine Lungenentzündung geholt und daher alles für einen Fiat Topolino zusammengekratzt. Die Familie musste zu Fuß gehen, wenn wir beim Sonntagsausflug über den zu steilen Pass Lueg fuhren; der Motor war asthmatisch. Aber die deutsche Automobilisierung begann – mit Fiat, das damals eine Rolle spielte wie später die Japaner. Es folgte ein Fiat 600, ein gewaltiger Fortschritt im Raumangebot, mit dem wir endlich Ausflüge zu siebt unternehmen konnten. Heute sieht man solche Fotos von Autos, mit Kindern und Oma und Opa überbelegt, aus Indien – und wir sehnen uns heimlich, allein in der Großraumlimousine, nach dem Reichtum familiärer Enge.
Es ging vorwärts, aufwärts zum edlen Opel Rekord, angekommen in der gehobenen Mittelklasse. Der wohlhabende Fabrikant am Ort fuhr auch Opel, allerdings den wuchtigen Admiral. Im Winter hat er den Schlitten des Sohnes an die Stoßstange gehängt; so wurde der Rausch der Geschwindigkeit vererbt. Der Sohn hat später sein Leben (und den Fortbestand der Fabrik) an einer Leitplanke beendet, sein BMW, aufgebrezelt von Schnitzer, war zu leicht, zu schnell. Borgward fuhren wohlhabende Urlauber aus dem fernen Norden. VW war meinem Vater zu prollig; ein Mercedes kam für uns nicht infrage – zu teuer, zu schwer. Weswegen ihn Metzgermeister Viktor wählte, um damit den Anhänger mit Schlachtvieh – Ochsen, Stiere und Schweine – hinter den Heckflossen nachzuschleppen. Mit so praktischen Autos wurde Mercedes groß, nicht mit dem schwarzen Nitribitt-190 SL. Hat Mercedes vergessen, wer seine Kunden sind?
Unser armer Onkel fuhr Goggo. Das hatte den Vorteil, dass er beim Reifenwechsel das Autochen hochheben konnte und die Rechte für den Kreuzschlüssel frei hatte. (Das neueröffnete Glas-Museum in Dingolfing erzählt die Geschichte vom Aufstieg der Landmaschinenfabrik Glas und ihrer Goggos – eine deutsche Geschichte.) Der reiche Onkel, Prokurist, fuhr Audi, immer mit Hut. Mein Vater musste paritätisch zwischen Opel und Ford wechseln, um sein geschäftliches Netzwerk örtlicher Autohändler zu befrieden. All Business is local, den Spruch kannte er nicht, aber handelte danach, während andere sich in der Globalisierung verloren. Nach der Pensionierung gönnte er sich den ersten Lustkauf – einen BMW – nicht mehr Fortbewegungsmittel war das Auto, sondern Kultobjekt. Wie lange kann das gut gehen, wenn die Wirtschaft rückwärtsfährt?
Vielleicht war es die geerbte Treue, dass mein erstes Studentenauto ein Fiat 124 war; auf der ersten Reise brach der Ganghebel ab. Die jahrzehntelange Malaise von Fiat nahm ihren Lauf. Später wechselte ich, im gerade wiedervereinigten Berlin tätig, vom Westdienst-Audi in den Ostdienst-Lada, ein getarnter Fiat, und ich lernte: „Hüte dich vor fremden Frau’n und Autos, die die Russen bau’n.“ Später habe ich ihn an einen russischen Major verkauft, und mein Lada fährt wahrscheinlich immer noch in Tomsk oder Omsk.
Wenn sich jetzt also die Landkarte der Autokonzerne neu ordnet, Fiat oder der Russen-GAZ bei Opel einsteigt – habt
euch nicht so. Aufstieg und Fall, Liebe und Verrat an Marken, Erfolg und Misserfolg gehören zum Geschäft, so war es immer. Wir werden davon erzählen, wenn wir irgendwann in diesen langweiligen, summenden, öko-perfektionierten Stromautos sitzen. Müssen.











210 Kommentare zu “60 Jahre schneller”
2011…
I appreciate, cause I found just what I was looking for. You have ended my four day long hunt! God Bless you man. Have a great day. Bye…
2011…
I just could not depart your web site prior to suggesting that I extremely enjoyed the standard information a person provide for your visitors? Is gonna be back often in order to check up on new posts…
Symptoms Of Low Vitamin D…
we like to honor many other internet sites on the web, even if they aren’t linked to us, by linking to them. Under are some webpages worth checking out…
Befasse mich seit kurzem mit dieser Analysemethode. Sehr interessant! Einen eigenen Blog darüber mit Klaus F. kann ich daher nur begrüßen.
apropos Elliot-Waves: sehr interessantes Interview mit Prechter
http://uk.reuters.com/article/companyNewsMolt/idUKTRE54D4IL20090514?pageNumber=1&virtualBrandChannel=0
gute Nacht und bearische Träumchen
mad
@ Klaus F.,
klassischer fall von “denkste” wie der neoberliner sagt. Da bleiben uns noch knapp 35 monate, wer schreibt das dreh- und angelpunktbuch von uns beiden kreuzfahrern ? Jedoch, lass Dich zu nichts überreden, wovon Du nicht wirklich 100% überzeugt bist, sonst geht’s Dir wie der thai-thä-niggck und das wollen wir doch beide möglichst vermeiden.
Gruß Zamir
Heute scheint mein Glückstag zu sein. Noch ein Angebot – dieses mal von Zamir (lach)
Übrigens, die Titanic versank im April 1912
Gruß
Klaus
Danke Mad
Nicht der Titel ist entscheidend, sondern das was drin steht und wenn schon einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und von Nutzen, dann auch professionell. Aber was nichts kostet, ist auch nichts
Abgesehen davon ist „Alice“ nicht dazu geeignet diese Art von Dienstleistung überhaupt professionell zu gestalten – nicht mal annähernd. (augenroll)
Schönes Wochenende zusammen
Klaus F.
@ Klaus F.
Dein beispiel mit der titanic hat mich sehr beeindruckt, Wollen wir nicht mal zusammen ein projekt starten, oder gar ‘nen film drehen; da bücher jat heutzutage jeder “knödeldödel” schreibt. Obwohl, die titanic muss doch bald hundertjähriges haben, oder ist das schon vorbei, ohhh meine gesichtskenntnisse waren auch schon mal besser. Aber, die titanic, nacherzählt mit den neuesten gesellschaftskritischen erkenntnissen und unter einfluss aller bekannten, sowie unbekannten krisen, das hat doch was, jetzt bin ich unaufhaltsam im “stoff” und nicht mehr zu bremsen.
Sechzig jahre und kein bisschen meise.
Gruß Zamir
einer kommt noch,
vor allen dingen der zentralstaat, davon war nie die rede, da bist Du
ganz schön im falschen kino gelandet.
Ihr Anlagefinzenz schickt Grüße aus Kuala lumppur.
Gruß Zamir
Wellenreiter gibt es schon,wie wäre es mit Klaus F.`s Wave-Board?
mad
Möchte diese Idee eines Blogs ausdrücklich unterstützen!
liebe Grüße-
@ Pampa,
Deine message von !3:27 Uhr ist mir zu unklar, unzureichend und .
entschuldige bitte, zu oberflächlich. Da erwarte ich simpel und einfach von einem kenner der szenerien mehr substanz, komm gib
stoff. Beispiel mit der rechtschreibreform ist abgehakt. Ich hab’ mir da heute fast was abgebrochen und Du bedienst uns/mich mit solchen “halbfertig-fabrikaten”. Das juckt mich ungemein, weil ich sicher bin da steckt mehr drin und vor allem dahinter.
Gruß Zamir
@ Pampa,
ja doch noch, zur selbstverliebt sich bis ins verrückte chaos gesteigerten automobil-beklopptheit der/der menschen, da bleibe ich stur. hart und unnachgiebig, denn da werden noch viele, viele tränen fliessen, bei dieser monokultur das dorian grey. Es hilft alles nichts, auch nicht die vielgeschundene abfackelprämie nicht, nein, nein, ende geländewäggelchen, gelle oder woll, is egal.
Mach platz ich will vorbeiüberholen aber von rechts. Brrrummmm.
Grumm Zammumm.
@ Pampa,
junger Ritter der Tafelrunde,
wenn’s mit dem schreiben/reden nicht so klappen sollte,
lass uns doch mal ne runde meditieren. Deine supreme-ansichten sind doch gar nicht “sooo schleeecht”. Also, OM.
Gruß Zamir
Eysel,
zum einen kennst Du nicht meine komplette Vermögenslage, zum anderen habe ich ja nicht gesagt, dass man nicht traden könnte oder sollte. Du fängst ja auch nicht an, alle paar Tage Dein Haus zu verkaufen und ein neues zu kaufen, ein KMU-Eigentümer hat teilweise fast das komplette Kapital in einem einzigen Unternehmen. Was ist so falsch daran zu sagen, einen Teil lege ich breit diversifiziert langfristig in großen Firmen an?
ICH trade nun mal nicht (mehr), weiß aber schon wie süß die Spekulation ist, keine Sorge. Auch denke ich, dass das für den weit überwiegenden Teil des Volkes sinnvoller wäre. Wer weiß was und wie man so etwas macht, bitte.
Zamir,
wer ist denn der Superoberfähige, der entscheidet, welches Auto Du brauchst, welchen Computer Du nutzt, welche Bücher Du lesen darfst, was Du essen sollst, welche Finanzprodukte Du nutzt? Wenn Du das selber bist, gestehe es anderen doch auch zu. Weil das mit dem Zentralstaat ja so wunderbar geklappt hat, versuchen wir es jetzt mal weltweit, einmal muss es ja klappen, oder wie?
Das Beispiel mit der Rechtschreibreform war übrigens nicht auf Dich persönlich bezogen, da kannst Du jeden anderen auch nehmen. Schön dass wir es zentral neu reguliert, das Chaos ist perfekt. Es gab ja Zeiten, in denen verschiedene Leitmedien mit unterschiedlicher Rechtschreibung antraten, alte und neue Bücher, na wunderbar. Beleidigen oder belehren wollte ich Dich aber nicht, wenn das so ankam, so bitte entschuldige.
Pampa
Zamir,
Auch auf der Titanic wurde am Pokertisch des prunkvoll ausgestatteten Spielsalons noch mit hohem Einsatz gespielt, während das eindringende Wasser bereits die Schuhe der dem Untergang geweihten durchnässte.
Hauptsache man tritt mit einem vollen Geldbeutel vor den Herrn.
Vielleicht beantwortet das deine Frage
Klaus F.
p.s.: es sollte auch vererst die letzte Antwort bleiben, denn ich muss mich nun noch ein wenig ums Brötchen verdienen kümmern.
@ Klaus,
bleibt die letzte, aber auch wirklich allerallerletzte frage:
Ist der mensch, die menschheit lernfähig, nach fast, oder so ungefähr, 5000 Jahren SCHLACHTHOF ?
Keiner will es wirklich wissen, wetten ?
Gruß Zamir
Zamir, gute Frage
Der goldene Löffel als Geburtenbeigabe, das System indem man aufwächst, Bildung und nicht zuletzt individuelle Schicksalsschläge.
Jeder ist seines Glückes Schmied gilt nur bedingt und ist sehr stark von dem Umfeld abhängig indem man geboren wird und aufwächst –selbst innerhalb eines gesellschaftlichen Systems.
@Eysel
„…der werfe den ersten Stein!“
Plöp! Fühl dich von mir getroffen (lach)
Nein, im Ernst, wer sich den Emotionen aus Gier und Angst weitest gehend entziehen kann – relativ betrachtet! – bringt bereits gute Voraussetzungen mit, dem Markt auch Profite zu entlocken. Aber ich betone nochmals ausdrücklich, ein verantwortungsvolles Money- und Risikomanagement sind nicht minder bedeutungsvoll.
Gruß
Klaus
@ Klaus F.,
aus dem stehgreif: Was unterscheidet Bill Gates den Sultan(oder Emir) von Brunei und Warrens Buffet von einem chi´nesischen wanderarbeiter, einem flüchtling aus zimbabwe und einem europäischen obdachlosen ?
Die weltanschauung ? Die freizeitgestaltung ? Die gnade der geburt ?
Die arbeitsmöglichkeiten ? Die bildung ? Die mitgliedschaft ?
Im internet jederzeit möglich, auch durch google-earth z.B.:
Ein rundflug um die welt, welche orte sind besonders “anziehend und
exotisch ?”
Interessant allemal nur zu untersuchen, welche hobbys die menschen pflegen, pflegen können und auch gepflegt werden.
Allein solche unterscheidungskriterien führen zum schluss: Da stimmt doch irgendetwas nicht in der umlaufbahn, aber ganz gewaltig, mein lieber onkel isidor, wie haste mir verkackeiert.
Gruß Zamir
@ Klaus F.,
VOLLTREFFER !!
Deiner Betrachtungsweise von heute 9:56 Uhr ist nichts, aber auch gar nie nichts, hinzuzufügen. Hundertprozentige Übereinstimmung, wie beim memoryspiel. O weh, schon wieder spiel, dieser verdingste
menschliche spieltreib …
Gruß Zamir
Hallo Chef, jetzt liegts an Ihnen,
“ Gut gebrüllt und völlig zutreffend. Allerdings auch genau der schwierigste Teil der Sache. WER in Gottes weitem Erdenrund ist schon frei von Gier und Angst… der werfe den ersten Stein!
für “wave Klaus” ( garnicht despektierlich ) ein anständiges Angebot zu machen …! Managed blog!
@ Klaus,
„„Sich freimachen von dem emotionalen Geflecht, denen man an Marktteilnehmer unterliegt –das ist das Geheimnis.
„Kontraindikator“ unterstreiche ich auch.
„Sollten sich jedoch diese paradiesische Wirtschaftlage nicht einstellen“ ich bin bei dir + Grippe!
@ Pampa,
Zu: „wird frühestens in 30 Jahren aufgelöst“ Das würd ich NICHT als ehernen Satz stehen lassen. Deine generelle Aussage und deine Meinung über dein Investment sind nicht in Einklang miteinander!!! ( Wobei ich keine Sekund bestreite, dass du ne Menge Crashs in 3o Jahren aussitzen kannst ) Ich plane auch für 30 ( letzte ) Jahre. Muss deshalb risikoaverser sein als du. Brauche Rückfluss in dieser Zeit. Gehe deutlich selektiver vor. Sehe recht eindeutige ( lanfgristige Entwicklungs-) Trends welche für dich noch wesentlich mehr Tragkraft entwickeln werden. Was nicht ausschliesst, kurzfristig ( manchmal nur Tage oder Stunden ) auch politische, wirtschaftliche, seuchentechnische Entwicklungen zu spielen.
@ Pampa und Klaus,
bei uns dreien zeigen sich deutlich drei „Mentalitäten“. Ihr beide sehr gegensätzlich und ich versuche das Beste beider Welten zu vereinen… wenn das ma jut jeht …
Nichts für Ungut Herr Tichy, bedanke mich auch für die damit verbundene Wertschätzung, aber so einfach lasse ich mich nicht in der Öffentlichkeit für eine halbprofessionelle Aufgabe vor den Karren spannen, mit all den damit verbundenen Verpflichtung, die ein Blog, oder ein ähnliches Forum nun mal so mit sich bringt. Da steckt auch viel Arbeit, Zeit und Know-How hinter. Und für „halbe“ Sachen bin ich nicht zu haben.
Gruß
Klaus F.
schade herr tichy, gibt es schon
…greife hiermit den Vorschlag von Pampa auf. Ein eigens WellenForum für Klaus F.
Eigentlich kein schlechter Titel: WellenBlogg
Gruß
rty
Zamir,
Der ursprüngliche Sinn und Zweck der Börse war, den Kapitalnehmern die Möglichkeit zu geben, ihren Wunsch nach Geldmitteln einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. An der Börse finden diejenigen, die Geld benötigen, diejenigen welche bereit sind Geld zu geben. Ohne die Institution Börse wäre die Suche nach Investoren mühselig und ineffizient.
Dem ist zunächst ja nichts Verwerfliches entgegen zu setzen, jedoch hat sich dieses System zu einem gefährlichen intransparenten Monster entwickelt, das durch hoch komplizierte, enorm gehebelte und somit unverantwortlich hochriskante Derivateprodukte mehr und mehr das „kurzfristige“ Profitstreben honoriert, nach dem Motto: „mehr ist nicht genug“, Hingegen die Nachhaltigkeit für verantwortungsbewusstes, wirtschaftliches Handeln zunehmend vernachlässigt.
Klaus F.
@ Klaus,
die welt, die erarbeiteten werte, die unternehmen, die wirtschaft,
alles was wir dringend zum fortbestand benötigen, sind keine
spekulationsobjekte, dies ist ein großer irrtum. Diese gambler, diese
moderne glücksritter und mittelalterlich anmutenden “straßenräuber”, diese hohlköpfe haben uns an den abgrund geführt, genau mit solchen wagemutigen, irrsinnigen,
nichtrelevanten eiertänzen. Jahrelanger hochmut, arroganz und
antrainiertes belügen und betrügen, dies sind die säulen des weltbank und -finanzsystems, das nun auch die realwirtschaft mit in
den strudel gezogen hat. Alles ist bekannt und die nepperkarawane
zieht weiter und darf “kranke pferde” zum verkauf anbieten. Irrwitz.
Gruß Zamir
Lieber Klaus,
relativieren wir doch, unbenommen und hohe achtung, auch ich habe mir im arbeitsleben noch nie ein X für ein U vormachen lassen.
Glücksspiele und casinoeigenarten, spekultionen und dergleichen,
wer soll das auf dauer ernst nehmen. Der hauptgrund ist und bleibt im grossen stil, erlaubter und gesetzlich geförderter, ja es ist betrug, was die finanzwelt uns und der welt seit hundert jahren vorgaukelt und vorschaukelt. Die Ergesbniise sehen wir doch hautnah auf uns zukommen, oder ???
Gruß Zamir
“dieses ganze gesülze mit begriffen aus der finanzwelt (Kurse, Wertpapiere, Aktien, Rating-Agenturen und der rest eines wirren
dschungels von anglizismen und hochtrabenden begriffen) hat sich doch längst selbst ad absurdum geführt. Denkst Du denn da blickt noch jemand durch, bei den finanzjongleuren, city-boys und sallen anderen sonstigen “hochkarätern” ?”
@Zamir, ich versuche es jedenfalls, denn Unwissenheit macht mich blind, abhängig und manipulierbar für diese „Hochkarätern“.
Und das diese traumhaften Wachstumsraten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu realisieren sind, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.
Gruß
Klaus F.
Das aktuelle thema,
60 jahre schneller, das automobile ist eine unkultur eine suppenkasper-kultur, die sich genau in diesen 60 verganegen jahren verselbständigt hat, nur niemand hats gemerkt. Jetzt die
Not-handbremse zu ziehen wir ein weltweit schmerzhafter eingriff
werden. Diese kinderspielzeug sollte erkannt und genau dorthin gestellt werden wo es hingehört, es ist ein fahrbarer untersatz der
von a nach b, oder auch noch nach z gelangen kann, mehr ist da nicht drin oder dran, kapische. Alles andere ist mummenschanz und
religiöser irrglaube, spielzeug wahnsinn im vollbeladenen, unaufgeräumten kinderzimmer der pseudo-erwachsenen mit
immensen auswirkungen auf die zirbeldrüse.
Tatütata Zamir
Ach ja,
das fast wichtigste gegenstück hätte ich beinahe vergessen, die Arbeit. Hier sollten sich naturgemäß alle, ja wirklich alle beteiligen.
Solche unsitten, wie, mein geld arbeitet für mich gehören dann natürlich der vergangenheit eines parasitären systems an. das geld nicht arbeiten kann, ist selbst dem kleinsten kind klar, aber und da sind wir wieder beim hauptthema dieses forums, besonders in den letzten ca, neun monaten. Dieser mummenschanz muss aufhören und auf eine natürliche und nachhaltige lehre und ideologie gestellt werden. Das zeitalter der bestitzstandswahrungen geht zu ende und
eventuell kriegen wir die kurve ? Die worte hör’ ich wohl allein mir
fehlt der …
Der Kreis schliesst sich.
Gruß Zamir
Jaja,
“Einer geht noch”,
zur analyse, der mensch ist ein verbrauchender organismus, so lange er lebt muss er essen, trinken, sich kleiden, wohnen, vermehren, sich die zeit vetreiben. Rechnen wir großzügig mit einer
lebensdauer von 100 jahren pro lebendem menschen. “BILANZIEREN” (hey pampa) wir den gesamtverbrauch für jeden lebenden menschen und organsieren wir seine benötigenden vorräte. Bitte ersteinmal keinen luxus, den können wir uns angesichts der ernsten situation vorerst nicht leisten. Jetzt
benötigen wir den TREIBSTOFF der motivation für rund sieben milliarden kreaturen. Dann sollte jeder, aber auch jeder ” DER ÜBER
SEINE VERHÄLTNISSE LEBT” genauestens massiert und “”überzeugt”" werden, dass das gemeinwohl der arterhaltung, vor dem individuellen wohl, der verschwendung (drogenkonsum, sex- und sauforgien, überkonsum und verblödungskultur) steht.
Die wohl schwierigste aufgabe wird sein, diejenigen die seit generationen sich auf kosten des elendes anderer menschen bereichert haben, von ihrer verdorbenen lebensweise abzubringen.
Aber, ist das unmöglich, für den anfang ?
Gruß Zamir
@ Eysel, Pampa, Magic,
Ihr “alten Recken”. Da schreibt ihr in den vorigen tagen: “Was will der Zamir eigentlich, was vertritt er, wie ist seine richtung ?, oder so ähnlich. Sonnenklar und steinhart, bestandsaufnahme, situationsanalyse, vergangenheitserkundung (warum ist so viel falschgelaufen und welche grundbedingungen müssen unbedingt
verändert werden), strukturen-veränderungen und klare tonangabe,
in welche richtung geht’s und dann ganz wichtig noch ein fünckchen
hoffnung und perspektive für das junge energiegeladene volk.
Die karre steckt so tief im dreck, aber bis jetzt haben die verantwortlichen nicht mal mit der wimper leicht gezuckt. Was ich will, ist nun wohl klar, Was ich zur zeit empfinde beim betrachten dieses horrorfilmes, ist nur grenzenloses mitleid und ein stoßgebetchen, nach dem bekannten motto: “Herr wirf hirn vom himmel oder sonst wo her”.
Grüezi miteinand Zamir
@ Klaus F,
dieses ganze gesülze mit begriffen aus der finanzwelt (Kurse, Wertpapiere, Aktien, Rating-Agenturen und der rest eines wirren
dschungels von anglizismen und hochtrabenden begriffen) hat sich doch längst selbst ad absurdum geführt. Denkst Du denn da blickt noch jemand durch, bei den finanzjongleuren, city-boys und sallen anderen sonstigen “hochkarätern” ? Pustekuchen, wir werden in eine
vorführung geschickt, die den religiösen ansichten und glaubensgemeinschaften ähnelt, Ja, nach dem leben als braver steuerzahler und “anschaffer” kommen wir alle in das dann aber
richtige PARADIES, ohne jede krise. Die uns folgenden generationen
können doch nur so an der werkbank und am fließband gehalten werden, mit sehr außerirdischen versprechungen und stark religiös
verbrämten glaubensansichten. Wenn das nicht funktionieren sollte, dann gibt e snur noch den weg ins absolute chaos, was wiederum
in einer oder gleich mehreren diktaturen enden würde und deren auswirkungen sind uns alle hinlänglich bekannt.
Gruß Zamir
@ Klaus F.,
Lieber Klaus,
Deine Ansichten und analysen gefallen mir ganz gut, jedoch mit
langanhaltenden, traumhaften wachstumsraten befindest Du dich
auf dem holzweg. Wachstum ist nur möglich bei vorhandensein von
vielen verwertbaren rohstoffen und ebenso´einhergehenden innovationen. Da leider unsere weltweit beliebte führungsclique seit den jahren des ausgehenden wirtschaftswunders, die übersicht und die verantwortung für das wesentliche und wichtige verloren hat und nur noch in betrugssystemen und traumtänzereien sich so richtig
wohlfühlte, ist viel kostbare zeit verlorengegangen und riesige werte
vergeudet worden. Selbst jetzt wo das ganze \”haus\” lichterloh in brand steht ruft keiner von den schwachköpfen die feuerwehr oder nimmt selbst den eimer und versucht zu löschen. Ergo, abschied vom wachstumsratentraum. Leichte kost, nicht wahr, nicht wahr ?!
Gruß Zamir
Unbequeme Wahrheiten will niemand hören
…deshalb mein letztes Posting zu diesem Thema – versprochen
Ich bleibe bei meiner Ansicht, dass nur ein Wirtschaftswunder, dass die Nachkriegsjahre noch weit übertreffen müsste und traumhafte Wachstumsraten über Jahre hinweg notwendig wären, um diese gigantischen Schulden wenigstens ansatzweise abzubauen – bei obendrein gleichzeitigem Erhalt unseres aktuellen Wohlstandsniveaus.
Sollten sich jedoch diese paradiesische Wirtschaftlage nicht einstellen und das Leben auf Pump und der Substanz weiter fortgeführt werden, wird der Staat in nicht all zu ferner Zukunft immer weiter an Handlungsfähigkeit verlieren, seinen Aufgaben nicht mehr gerecht werden können und der damit verbundene soziale Sprengstoff nicht mehr zu verhindern sein.
Seit Ende der Sechsziger, ob nun zwischendurch Wachstum generiert wurde, oder nicht, wuchs der Schuldenberg unaufhaltsam an. Selbst das teuerste Konjunkturprogramm, oder die xte Steuersenkungen haben diesen Trend letztlich nicht aufhalten können.
So unpopulär und hart es auch klingen mag, wenn wir uns nicht „alle“ ein wenig zurück nehmen und die so lieb gewonnene „scheinbare“ Wohlstandsvermehrung in Maßen reduzieren, wird bereits die nächste, spätestens wohl aber die übernächste Generation darunter zu ächzen haben und einen hohen Preis dafür zahlen müssen.
Scheinbare Wohlstandsvermehrung deshalb, weil sie schlichtweg auf Pump und somit auf Sand gebaut ist.
Aber welcher Politiker hat mit der Verkündung dieser Wahrheit auch nur den Hauch einer Chance?
Gute N8
Klaus F.
Hier ist zwar von Steuerausfällen die Rede, aber irgendwo hatte ich auch einen Link für die Schätzung der Neuverschuldung. Finde ich jetzt gerade nicht. Aber 1+1 bleiben ja immer noch 2
Link vergessen:
http://www.jurablogs.com/de/magazin-bis-2013-drohen-steuerausfaelle-von-300-milliarden-euro
Übrigens, offizielle Steuerschätzungen gehen bis zum Jahr 2013 von einer Neuverschuldung in Höhe von 310Mrd. Euro aus. Wohlgemerkt “Neu”-Verschuldung!
Dabei sind eventuell fällige Bankbürgschaften nicht(!) enthalten.
Unangenehmes Thema – ich weiß!
Oh! Heute in Maybrit Illner´s Palaverbude mein Lieblingsthema
http://www.maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021235_idDispatch:8614643,00.html
Konsens in dieser Palaverrunde wird eh sein: Die Erhöhung der Schuldenlast, um die Krise zu bewältigen ist notwendig. Kleingehalten, oder gar verschwiegen die Tatsache: „Nach mir die Sintflut“. Nachhaltiges Konzept zur Rückführung der Schuldenlast nicht wirklich vorhanden.
Man achte insbesondere auf Begrifflichkeiten wie „Schulden“ und „Neuverschuldung“. Wird gerne bewusst verwechselt.
Sätze wie: „Wir haben die im letzten Jahr Schulden abgebaut“ – falsch! – lediglich die Neuverschuldung wurde reduziert – die Schulden an sich hingegen sind weiter gestiegen.
Sonst würde die Schuldenuhr ja rückwärts laufen.
Mit solchen (Un)Feinheiten wird Otto-Normalverbraucher gern „bewusst“ in die Irre geführt.
Pampa
Passivität bedeutet den zyklischen Markt, je nach Positionierung, nur in „eine“ Richtung zu handeln.
Da Börse nun mal bekanntlich keine Einbahnstraße ist, vernachlässigst du das Potenzial für die Gegenrichtung, die ebenso für große Zeitspannen dominierend sein kann und ist! Gerade bei dir, als Zahlenknecht, dem es ins Blut übergegangen ist, den Status seiner eigenen, oder anderer Finanzen ständig zu kontrollieren, zu überprüfen und ggf. anzupassen – was übrigens verantwortungsvoll auch in jedem Privathaushalt geschehen sollte – überlässt einen Teil seines Kapitals ungemanagt der Willkür des Marktes. Mmmh, passt so gar nicht! Dabei meine ich nicht einmal das zeitintensive Daytrading – das kann ich mir beruflich auch nicht erlauben. Aber eine z.B. monatliche Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten, können schon ein deutliches „mehr“ an Rendite einbringen.
Nun, ich bin weder Bulle noch Bär, sondern ein Trendtrader. Aber gut, wenn du dieses Klischee unbedingt anwenden möchtest, dann bin ich derzeit ein Bär, so wie ich bis 2007 ein überzeugter Bulle war
Aber ob Bärenmarkt, oder Bullenmarkt, es bieten sich immer auch Chancen für die Gegenrichtung – wie gesagt – Börse ist keine Einbahnstraße.
„Habe einen Teil meiner Altersvorsorge in den E-Stoxx-50 gelegt, die Position wird erst in frühestens 30 Jahren wieder aufgelöst, wenn ich die Kohle brauche. Was das Ding bis dahin macht, ist mir wurscht.“
Sollten die virtuellen Mauern Tichy-Towns bis dahin noch stehen – komme ich zur gegeben Zeit darauf zurück, Pampa
Don’t Loose! Wie wahr, wie wahr!
Gruß
Der Bären-Kl… ach ne! …Fohlen-Klaus
@RTY
Was sage ich denn die ganze Zeit schon: Kaufen! Wir zwei kriegen die Analysen ja schon, der Rest der Republik nicht. Ob Eysel, Magic, Greg, wer auch immer, jeder nimmt das ernst und interessiert sich dafür. Oder möchten Sie die Auflage nicht steigern?
))
… vielleicht ist Klausemann ja besser als Anton Riedl, oder zumindest ein ebenbürtiger Gegner? Das Thema ist einfach interessant.
@ Eysel heute, 14:46 – Kompliment! Bleib dran…;-)
Ach Klaus,
mal öffentlich, ist es denn so schwer? Ich bin kein Trader. Habe kurz vor Weihnachten das letzte Mal gekauft, erster Trade in drei Jahren. Habe einen Teil meiner Altersvorsorge in den E-Stoxx-50 gelegt, die Position wird erst in frühestens 30 Jahren wieder aufgelöst, wenn ich die Kohle brauche. Was das Ding bis dahin macht, ist mir wurscht. Es steht aktuell übrigens wieder ungefähr da, wo ich es gekauft habe. Der einzige Grund war, dass die Regulierung (Abgeltungssteuer) geändert wurde. Ich bin PASSIV! Comprende?
Gut, Du spielst die Bewegungen, offensichtlich sehr gut. Das ist Dein gutes Recht und natürlich kann das gut gehen. Offensichtlich kannst Du es ja. Berufsbezogen bin ich immer in line, ich glaube erst was, wenn ich es signifikant messen kann, sagen wir mal 20 Jahre, mache Dir also keine Illusionen, Du wirst mich nicht bekehren und Soll braucht Haben. Du bist AKTIV.
Ich habe nix gegen EW Klaus, auch nicht gegen Stock-Picking, ich habe gegen gar nichts etwas. Ich sitze nur da und messe. Summa summarum bin ich der Ansicht, am besten Indizes abbilden, auch da muss man aufpassen, aber wenn jemand etwas hervorragend kann, warum nicht? It’s up to you.
Nur weil ich nicht pro EW wäre, bin ich doch nicht dagegen. Ich bin wie meistens in line. (vielleicht verstehst Du halten ja besser)
Einen kleinen Spruch möchte ich Dir aber als alte, verschlampte, trading-erfahrene Cobra mit auf den Weg geben: Don’t Loose! (Peter Lynch)
My DEER (by John Deer) Fohlen
Pampa(Bull) (nicht falsch verstehen, Bären mag ich auch)
Auch die Wiwo-Headlines gelten und galten diesbezüglich immer als guter Indikator
…oder treffender: als “Kontraindikator”
@try
Unheimlich? Och nö! Ich kann mich da nur immer wiederholen.
„Sich freimachen von dem emotionalen Geflecht, denen man an Marktteilnehmer unterliegt –das ist das Geheimnis.
Unheimlich sind mir allerdings so manche gesellschafts- und wirtschaftspoltische Entscheidungen/Tendenzen. Aber wem nicht – je nach individueller ideologischer Coleur.
Nachtrag bzgl. Dax:
Vola baut sich erst langsam wieder auf und die negativen Nachrichten werden allmählich auch wieder als solche empfunden.
Die Jungbullen werden aber so schnell noch nicht das Handtuchen werfen. Da wird erst mal noch mächtig geschüttelt!
Auch die Wiwo-Headlines gelten und galten diesbezüglich immer als guter Indikator
Gruß
Klaus F.
Pampa,
…oder fehlen dir die “professionellen” Rating-Sterne von Moodys oder Standard & Poors?
Und? Hat der lächerliche und korrupte Etikettenschwindel was gebracht?
@ Klaus F.
Sie werden mir allmählich unheimlich.
Bislang bin ich Ihnen ja nur theoretisch gefolgt…
“Wie Du weißt, so schnell glaube ich nix, zudem will ich es abgebildet messen in Risk und Fun (Rendite) … ”
Nun ja, Pampa
Hättest du seit Okt´08 nach meinen Prognosen ein wenig Spielgeld gewagt, wäre der Sommerurlaub finanziert
Die Umkehrpunkte wurden jedes Mal per Mail im Voraus von mir übermittelt und das Chancen/Risiko-Verhältnis war jedes Mal gut bis sehr gut. Mit knappen Anfangs-Stopp-Loss zur Verlustbegrenzung und diesen immer schön mit Abstand nachgetrailt (Gewinne laufen lassen), wäre die Rendite seit Okt.´08 schon beachtlich.
Was willste denn noch? Einerseits verteidigst du das offensichtlich zu hohe Risiko der Banken in Bezug auf die Schrottpapiere, was ja voll in die Hose ging, andererseits zweifelst und gering schätzt du immerzu mein Handeln nach EW – kombiniert mit verantwortungsvollem Money-und Riskmanagement. Ja wat denn nu???
Klaus
Kann sich übrigens jemand daran erinnern, dass ich im November ein badbank-Konstrukt vorschlug, das dem jetzt im Kabinett verabschiedeten Vorschlag – auslagern und strecken – sehr ähnelte? Eigentlich will ich auf diesen Satz keine Antwort, vermute allerdings stark, dass sie unvermeidlich sein wird … und den Tenor kenn ich auch schon…