» 10.10.2008, 14:18

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Sparen beim Löschen

Das Milliarden-Loch für unsere Steuergelder trat bei der Hypo-Tochter Depfa auf – aber weil die in Irland residiert, haben die Aufseher der Bonner Blindenanstalt schon gleich gar nichts ahnen dürfen, sagt das Bundesfinanzministerium, während die BaFin behauptet, das Ministerium ständig vor der sich zuspitzenden Liquiditätskrise gewarnt und die Hypo verwarnt zu haben. Derart widersprüchliche und verwirrende Auskünfte erteilte die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesfinanzministeriums, Nicolette Kressl, vor dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags. Frau Kressl ist Berufsschullehrerin für Bäcker und Konditoren – eine Fachfrau, der man Kenntnisse über die komplexe Welt der Finanzmärkte zutrauen kann. Nicht nur das dreiste Vorgehen vieler Banker treibt einem Tränen der Wut in die Augen – das Versagen von Aufsichtsbehörden und Regierung wirkt auch nicht vertrauensbildend.

Ohne Vertrauen aber bricht der Geldkreislauf zusammen, weil keine Bank und kein Kunde Geld verleiht, wenn er erwarten muss, es zu verlieren. Deshalb schließen die Banken ihre Milliarden lieber in ihren elektronischen Tresoren ein. Wenn das Vertrauen weiter bröckelt, werden die Geldbündel unter der Matratze und das Loch im Kellerboden zu den neuen Banken der Bürger und zum Todesurteil für unsere Wirtschaft. Wie aber ist Vertrauen zurückzugewinnen? In den USA und Großbritannien wird dies mit riesigen Geldbeträgen versucht, die die Banken stabilisieren und den Geldfluss garantieren. Deutschland zögert damit. Klar, es ist ungerecht, die Fehler der Banken auf Staatskosten zu beheben. Aber über die Wasserpreise sollte man erst reden, wenn die Löschaktion gelungen ist, nicht vorher.

So aber spart Deutschland am Löschwasser. Jede einzelne relevante Bank – nicht pauschal das Bankensystem – will der Bundesfinanzminister retten. Das klingt vernünftig, sparsam – und ist falsch. Denn die tiefe Verunsicherung wird auch solide Banken mitreißen. Es ist zu teuer, jeden kippenden Dominostein wieder aufzustellen – klüger wäre es, die Kettenreaktion umfallender Banken von vorneherein zu verhindern. Das ist langfristig auch billiger.

Berlin vertraut auch zu sehr auf die Geldschwemme der Notenbanken. Kanzlerin und Finanzminister glauben, dass damit die Geldpumpe wieder anspringt. Nun hat aber John Maynard Keynes schon 1936 erkannt, dass es so etwas wie eine Geldfalle gibt – jeder Euro verschwindet im schwarzen Loch der Banktresore und wird nicht weitergereicht. Keynes hat daraus den Schluss gezogen, dass die Regierungen an den Banken vorbei Geld in Konjunkturprogramme stecken müssen. Im Extrem hat er gefordert, Menschen Geld dafür zu bezahlen, dass sie Löcher graben und sie anschließend wieder zuschaufeln. Hauptsache Geld kommt in Umlauf und gibt der Pumpe wieder Wasser – heute könnte das über Eigenkapitalspritzen an die Banken geschehen.

Wegen der Liquiditätsfalle, in der alles Geld der Welt verschwindet, wirkt damit die schwächliche Zinssenkung der Notenbanken wie eine Postkarte an einen Sterbenden, auf der „Gute Besserung“ steht.

Derweil sorgen sich Berlin und die Europäische Zentralbank um – Inflation. Was für ein Unsinn! Denn alle Vermögen, Immobilien, Rohstoffe und Aktien werden jetzt billiger. Derart in der Deflation entwertete Vermögen reduzieren auch die Nachfrage, denn Arme kaufen keinen Porsche.

» 10.10.2008, 14:18

    Keine Kommentare zu “Sparen beim Löschen”


  1. Hans-Peter Raths sagt:

    Sehr geehrter Herr Tichy,
    Sie bezeichnen sie die BaFin als “Blindenanstalt”. Mir ist nicht bekannt, dass Sie sich in der Vergangenheit für eine Stärkung der staatlichen Kontrolle über die Privatwirtschaft und eine adäquate Ausstattung der BaFin eingesetzt hätten. Im Gegenteil haben Sie immer die Selbstheilungskräfte des Marktes betont und die Zurückhaltung des Staates gefordert. Ihre gereizte Tonlage bestätigt, wie sehr Sie die Finanzkrise Ihr neoliberales Weltbild getroffen hat.

    Um bei Ihrem Vergleich zu bleiben: Sie kommen mir vor wie ein Brandstifter, der die Feuerwehr beschimpft, dass es gebrannt hat und schwere Schäden entstanden sind. Mit Ihrer Wortwahl nähern Sie sich dem Gossen- Niveau der BILD- Zeitung an.

  2. Klaus F. sagt:

    …und nicht doch verzagen, Herr Tichy :-)

    Nein! Kein Weltuntergang!

    Nur ein “sehr schmerzliches” Tief auf dessen Boden neue Saat gedeihen kann – siehe GSC ;-)

    KF

  3. Klaus F. sagt:

    Nicht nur “Die Hausse ernährt die Hausse”

    sondern dies gilt auch umgekehrt:

    “Die Baisse ernährt die Baisse”"

    …und dieses Mal haben wir einen ganz
    besonderen Giftcocktail zu verdauen, bei dem
    die alten Rezepte wirkungslos sind.

    Gruß
    Klaus F.

  4. rty sagt:

    Klingt nach Weltuntergang.
    Die Kombination von angeschlagenem Finanzsystem plus Börsentief infiziert sich gegenseitig.

    Gruß
    rty

  5. Klaus F. sagt:

    @rty

    Ergänzung:

    Nach meiner Einschätzung wird das Ausmaß, sowohl der nächsten Abwärtswelle, als auch der darauf folgende Gegenbewegung ganz entscheidend dafür sein, welches Szenario sich im GSC durchsetzen wird.
    Also, die spannende Frage wird sein, bekommen wir noch eine ordentliche, mehrmonatige Gegenbewegung, oder geht es trendmäßig bis zum Low des Jahres 2003 weiter, mit mehr oder weniger volatilen Korrekturen auf niedrigem Niveau.

    Gruß
    Klaus F.

  6. Roland Tichy sagt:

    Danke. Das ist doch eine Aussage.

    Gruß
    rty

  7. Klaus F. sagt:

    Moin Chef :-)

    Hab´ ich drüben bei “Volk von Bürgern ” gefunden:

    von Klaus F. am 21.10.2008 um 14:40 Uhr:

    Ganz kurz noch zum Markt(DAX):
    Washout – Rebound – Seitwärtsphase!
    Der Dax korrigiert mit einer Seitwärtsphase auf niedrigen Niveau.
    Test des Jahrestiefs mit ggf. neuen Lows sind nur eine Frage der Zeit (Tagen/wenige Wochen).
    In EW-Sprache: Gegenbewegung mit klar korrektiven Mustern – keine impulsiven Strukturen erkennbar – übergeordnetes und belastbares Tief noch nicht gesetzt!

    Gruß
    Klaus F.

  8. Roland Tichy sagt:

    Nun haben wir ja ein paar Tage das Rettungspaket, nicht zu knapp geschnürt.
    Was sagen jetzt die Kursprognosen und Wellen?

    Gibt es da eine Prognose?

    herzlichen Danke
    Ihr
    Roland Tichy

  9. Eysel sagt:

    Lieber Z,
    es ist einfach nur “daneben”, in dem Ausdruck auch nur irgendeinen Bezug zu Adolf zu sehen.

  10. Zamir Zebulovic sagt:

    @Eysel,
    Da verwechselst Du etwas, nur wenn Reise-Führer und Auto-Bahn
    in einem Satz Verwendung finden, dann klappt es auch mit dem Reichsbedenkenträger, gelle.
    @Pampastierle,
    Jesus Christus, Martin Luther King, Konrad Adenauer, historisch,
    das wolltest Du doch, oder ?
    @GBühler,
    unsere ach so robuste Demokratie, läßt Menschen für einen Euro und andere Niedriglöhne arbeiten, sie ihre Kinder oftmals alleine
    erziehen, für die spätere Rente vorsorgen, vom Jobcenter einen
    Austockersalär einheimsen, die gesundheitskosten in unermeßliche
    steigen, Großdeutsche Interessen am Hindukusch verteidigen,
    ein marodes Schulsystem vor sich hinvegetieren, kulturkannibalismus sich weiterentwickeln, das dürfte erstmal ausreichen.
    Ihr Anlageberater hat neue Prodüktchen im Gewächshaus angeleiert.
    Gruß Zamir

  11. G.Bühler sagt:

    @Zamir
    es muss ständig einiges verändert werden in unserer Demokratie, die sich im übrigen vergleichsweise guter Gesundheit erfreut und im Gegesatz zu anderen Regimes genau dafür gebaut ist. Und was, darüber liesse sich trefflich streiten, wodurch frei nach Heraklit ja alles Neue entsteht (vielleicht sollte man da einen anderen Blog eröffnen). Aber genau davon hält die Linke in Vertretung der ehemaligen SPD (die hat das bis weit in die späten 90er getan) den ganzen Politbetrieb mit ab, weil sie die Kanäle mit völlig rückwärtsgewandten Themen verstopft. Und der Politbetrieb lässt sich ja völlig willenlos von der PDS mit ihrem ganzen, nur verwestlichten, aber im Grunde immer noch SED-Propagandaapparat die falsche Agenda setzen. Und da sieht die ehemalige SPD im Vergleich leider ziemlich blass aus. Das ist Kampa mal Oder-Flut im Quadrat. Linke links überholen funktioniert nicht. Nun versuchen sie\’s wieder durch die Mitte. Naja.

    Erinnern wir uns: eine CxU/FDP Regierung wäre in den 90ern in allen Blättern, Talkshows und auf allen Marktplätzen dieser Republik propagandistisch gesteinigt worden, wenn sie nur eine der folgenden Selbstentfesselungen der politisch Handelnden durchgeführt hätte, mal ganz davon abgesehen, ob sie die Kraft dazu gehabt hätte: Rentenreform in der jetzigen Form, Zusammenlegung von ALGII und Sozialhilfe, Konstitution eines halbwegs rationalen Zuzugsrechts, bzw. Reform des Staatsbürgerrechts, Möglichkeit von Auslandseinsätzen etc.. Im Falle Rentenreförmchen (Änderung der Formel) hat das ja (u.a.) zum Ende der Regierung Kohl beigetragen. Man kann sich den Sturm vorstellen, der bei einem der anderen Themen losgeprustet wäre. Propaganda ist hier im Land ein gewisser Faktor, Rationalität hat\’s schwer, und das ist durch die Eingemeindung der SED-Organisation in das Demokratische System sicher nicht besser geworden.

    Also, sorry, wenn dann einer als Bewerber für das Staatsoberhaupt unseren arg gestressten Staat so angeht, weckt das republikanische Abwehrkräfte. Nur für die Truppe einspannen lassen, von mir aus. Das haben andere versemmelt, dass das überhaupt möglich ist. Da kann er gar nichts für.
    Aber auch hier bin ich mir sicher: unser robustes Demokratisches System wird mit eigentlich aussersystemischer Propaganda a la SED von innen her umzugehen lernen. Man muss die falschen Propheten inhaltlich stellen. Sollen sie doch mal ganz pragmatisch ihre Definition von Demokratie vorlesen. Dann wird man sehen. Ein Artikel neulich in der WiWo war ja schon einmal ein Anfang (target=\”http://www.wiwo.de/politik/lafontaines-legenden-308586/\”).
    Wer von den anderen nicht mehr weiss, was Demokratie ist, kann einstweilen mal nach Berlin-Hohenschönhausen in die Stasi-Gedenkstätte pilgern, nur um mal zu sehen was Demokratie nicht war. Das ist mal der erste Schritt. Mit ehem. DDR Bürger sein oder nicht hat das nichts zu tun, im Gegenteil, ich glaube dieser Klamauk in Verbindung mit dem höchsten Amt geht vielen derer auch ziemlich auf den Wecker.
    Cheers, g.b

  12. Pampastier sagt:

    Sag mal Zamir, wenn ich mich recht erinnere, bist Du ja ein Freund der CDU, oder? Wenn Du historisch mal drei oder mehr Persönlichkeiten hervorheben solltest, die Deinem Ideal eines Politikers nahe kommen, wer wäre das denn?

  13. Eysel sagt:

    Wer sagt denn, dass uns Demokratie tatsächlich schon abhanden gekommen ist? Ich nicht! Und \”abkanzeln\”,das ist was GANZ Anderes! Nach ner Stunde seinen Worten lauschen, darf man eine Meinung haben. Lieber Reichsbedenkenträger!

  14. Zamir Zebulovic sagt:

    Sodann kommt durch seine Schauspielerei viel \”rum\”, daß er ein
    EX-DDR-Bürger ist, schadte der Aussage nicht im Geringsten.
    Es ist natütlich sehr gewagt und wahrlich provokant, wenn wir tatsächlich tief reinkucken und zur auch feststellen, mit dem Kopf
    hin und her wiegen, von wegen demokratie ja oder nein ?!
    Viel wichtiger wäre doch zu ermitteln, wann ist uns diese Demokratie
    abhanden gekommen ? Peter Sodann einfach abzukanzeln, das ist zu leicht, liebe Genossen.
    Ihr Anlügeberater wartet auf den nächsten Einsatz.
    Gruß Zamir

  15. G.Bühler sagt:

    @Eysel
    ja Kenia, da gibt’s wirklich noch Härten. 20% ist aber auch wirklich verlockend.
    Das Geldverständnis ist aber auch wirklich schwierig. Mein Prof hat mir mal vor langer, langer Zeit gesagt, Geld sei nur ein Symbol. Ein Symbol für die Kraft der Volkswirtschaft, die dahinter steckt. Einfach und fern von jedem wissenschaftlichen Geldkonzept aber war irgendwie erhellend für mich.
    Steht weltweit auf jedem Schein drauf, was das für eine Power ist. Wenn nicht, wenden sie sich an ihre nächstgelegene Verbraucherschutzzentrale.
    Cheers :-)

  16. Eysel sagt:

    @ Bühler,
    ich hab nen Freund, für den ist Geld einfach nur bedrucktes Papier. Und danach lebt er. Festgeld in Kenia zu 20% und wundert sich dann, wenn’s Geld weg ist… trotz Warnung.
    Meine Vermutung zur Sodann Truppe ist ganz einfach: Die leben in einer gewissen „Leichtigkeit des Seins“, verdrängen einen Teil der Wirklichkeit die „wir“ vielleicht zu ernst nehmen. Kann mich an ein Sodann Interview vor ein paar Wochen erinnern. Er legte sich mit GARNICHTS fest. Wich permanent allen Konkretisierungen aus, skizzierte äusserst nebulös Bilder einer idealen Welt und der elend traurigen gegenwärtigen. Mehr war da nicht aus ihm raus zu holen. Und mehr ist da auch – glaub ich – nicht. Inzwischen „wohl gebettet“ und dazu noch vor dem MFS sicher, da lässt es sich leicht „spintisieren“ . Fast wie Zamir, vielleicht ein wenig hoffnungsvoller … ;-)

  17. G.Bühler sagt:

    @Eysel am 17.10.2008 um 08:46 Uhr

    ja, Eysel, volle Zustimmung. Objektiv ist Sodann sicher, was Du sagst. Subjektiv hält sich diese ganze Truppe wahrscheinlich für ein unverzichtbares Korrektiv, verbunden mit ihrem immer noch flächendeckenden organisatorischen Durchgriff im ganzen Osten und Kaderschulung diverser versprengter Alt-MLs im Westen inkl. damit verbundenem Einfluss in diverse grössere Gutmenschensprengel in Hesse ist das objektiv wiederum ziemlich gefährlich.
    Eins verstehe ich nicht, Sodann und die anderen Mitglieder dieser Truppe leben doch im System sehr gut. Entweder als Diätenverzehrer und Fahrbereitschaftsnutzer in zahlreichen Parlamenten oder als Ost-Proporz-Onkel in der ARD. Alles demokratisch. Zudem alles öffentlich sicher finanziert und politisch korrekt ggf. bis hin zur Selbstzerstörung – ansonsten wahrscheinlich undenkbar.

    Wie kann er sagen, das wäre keine Demokratie ? Glatte Frechheit oder einfach dialektisch.

    Da kann man marktwirtschaftlich kulant gedacht nur eins anbieten: bei Nichtgefallen Geld zurück nach Rücksendung der Ware (auch nach 18 Jahren). In diesem Fall allerdings Ostmark.

    Und eins ist spätestens danach ziemlich sicher: im demokratisch beschlossenen Einigungsvertrag fehlte 1990 die Bedingung, die SED samt möglicher Nachfolgeorganisationen zu verbieten und aufzulösen. Ein schwerer strategischer Fehler, der unser Gemeinwesen noch lange belasten wird, wenn die aktuelle Krise schon längst Geschichte ist. Für diese permanente Zumutung auch für eine nicht geringe Anzahl von ehemaligen DDR-Bürgern und den angerichteten Schaden hat sich noch keiner unserer Polit-Manager entschuldigt. Hier wurde gar nicht mit Löschen angefangen. Der Brand schwelt seit 18 Jahren.

    @all
    Fehlerloses Management am richtig grossen Rad ist halt doch eine verdammt schwierige Sache vor allem in einmaligen Situationen, und das sind ja die meisten. Der Pott macht oft was *er* will, besonders wenn man ganz hektisch am Rad dreht.
    Womit wir wieder beim Thema des Blogs wären: Das Phänomen des Eigenlebens der Gemanagten bemerkt man ja auch aktuell am beschlossenen Bankenhilfspaket. Soll keiner sagen, ausser Zamir, er war nicht dafür.
    Aber nun sitzen die Geholfenen offensichtlich da und sagen: Lösung vorhanden, aber wo war nochmal das Problem ?
    Siehe target=”_blank” http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~E564ACB1CCC304AA69CC8350E1EDD514E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    Bzw. wollen wir uns diese Lösung antun, um die paar Problemchen zu lösen? Wer hätte das erwartet bei den sachdienlichen Schleifchen, die das Paket hat. Vielleicht wirkt die Lösung ja allein durch Androhung disziplinierend im Sinne einer Lösung zwischen den Banken. Dann allerdings wäre es allerdings schon wieder hohe Kunst des Managements grosser Pötte. Und sparsam dazu.

  18. Eysel sagt:

    Leidenschaftlichkeitsreserven antastender SWS,
    danke für die Vermutung meiner Überkompensation.
    Und shame on You!
    Mir liegt so mancher Zusammenhang auf der Zunge zwischen einer prae menopausierenden Konstantine ( wie ich jetzt weiss ) und der mir demonstrierten Dimension deiner Leidenschaftlichkeitsreserven, den ich hier jetzt nicht weiter erörtern kann, darf, sollte ….
    Immerhin, Good Luck!
    Kurt Jürgens, du weisst, der germanische Kleiderschrank, meinte zu seinem 60ten: Nee, ich verkneif mir das jetzt.
    ;-) ))

  19. Magic Südwestsachsen sagt:

    Lieber Eysel,
    da haben wir beide ein Thema um uns gegenseitig vorzuführen. Wir sind ja unter uns;-) Also: dich geht’s an wegen Betroffenheit altershalber, ich würde sagen: die Unterjüngung des Stammesältesten im Eysel-Clan wird von dessen aktiver Leidenschaftsbegabung überkompensiert, so dass er jünger wirken kann aber nicht muss. Bei mir ist das umgekehrt, ich bin unteraltert, denn meine Konstantine ist 40. Ich kann es mir leisten mich leidenschaftsmäßig mitreissen zu lassen, also mehr zu reagieren, selsbtverständlich unter Nutzung aller verfügbaren Leidenschafts-reserven meinerseits. Insofern muss ich jünger wirken als ich bin, muss es aber nicht dauernd unter Beweis stellen;-)
    So gibt es Gemeinsamkkeiten und Unterschiede, it’s kind of Magic!
    Yours Magic

  20. Eysel sagt:

    Göttlicher SWS,
    die Weisheit des Alters kann die wiederkehrenden “Hinweise” auf mein immerhin denkbares früheres Ableben ignorieren. Was mich wundert, du weisst ja, mit WUNDERN beginnt das leidenschaftliche Lernen, ist der Unterton der stillen Bewunderung für meine Leidenschaft, die doch einem an deutlich Jahren jüngeren so gut zu Gesicht stehen könnte.

  21. Magic Südwestsachsen sagt:

    @Eysel hättest du wohl nicht gedacht, war mir aber schon immer klar: eines Tages werden wir uns finden, take your time, uns drängt ja keiner – außer deinem Alter und deiner unermüdlichen Leidenschaft, vielleicht;-)

  22. Eysel sagt:

    Man kann Sodann spätestens seit seinen letzten Äusserungen einfach als Spinner abtun. Und gut isses.
    Das wird der Sache aber nicht ganz gerecht meine ich.
    Wenn es möglich ist und offensichtlich einer Partei oppotun erscheint, einen Menschen dieser Geisteshaltung zur Kanditatur zum höchsten Amt aufzustellen, dann bedeutet das etwas. Dann ist das ein Indikator. Er artikuliert ja offensichtlich die Meinung einer bestimmten “Gruppe” Verwirrter, die ja nun gesellschaftlich nicht ganz unbedeutend ist, die immerhin die SPD vorsich her treibt.

  23. Eysel sagt:

    Magic, Du wirst mir ja fast sympathisch …!
    @ all,
    kann sich noch jemand an die “Selbstbezichtigungen” unter Mao erinnern? In “das Leben der Anderen” kommt auch so eine Szene vor. Die Nachrichten heute erinnern mich daran. Bankmanager sollen sich öffentlich “entschuldigen” für das , was sie getan haben. Verlangt Ramsauer. Für mich ist das ein Anzeichen für Diktatur des Proletariats im dünnen Mäntelchen das man noch Demokratie nennt. Da stimmt was nicht!

  24. Magic Südwestsachsen sagt:

    Die Grundfrage, die hinter Eurem Wortgefecht Zumwinkel/v.Pierer etc. und in der Suada von Zamir enthalten ist doch: wieweit ist die Führungskraft für das System verantwortlich und inwieweit deteminiert das System die Spielräume der Führungskraft. Dazu mal verschiedene Denkangebote:
    . Führungskraft wird man seltenst durch Zufall, Führungskräfte, zumindest auf Top-Level müssen dahin wollen.
    2.Ich kann mich noch erinnern, als Mitte der 80er Jahre zwei Vorstandposten bei Big Blue gleichzeitig vakant wurden und in der Presse drei Berufene gehandelt wurden: ein Kopfstellendirektor, ein Vorstand einer Tochtergesellschaft (Hypothekenbank) und noch einer, ein gewisser Breuer;-) Dieser und der Kopfstellendirektor, ein gewisser Krupp;-) schafften es schließlich auserwählt zu werden. Beide wollten das natürlich werden. Der, der es nicht wurde, ein gewisser Schmitz-Mokramer;-), wurde als gleich befähigt gehandelt, menschlich und fachlich überragend, den Ausschlag gaben wohl gewisse Feinheiten;-) Breuer marschierte dann bekanntlich noch einen Schritt weiter.
    3. Ein gewisser Christians;-) wurde seinerzeit sinngemäß mit dem Ausspruch zitiert: Vorstandsfindung bei Big Blue sei der demokratischste Vorgang, den man sich denken könne. Was C. meinte war wohl, dass die Kandidaten nur dann wirklich Chancen hatten, wenn sie der Mehrheit der Truppe vermittelbar waren. Ob dies auf die Mehrheit von damals ca. 50.000 Mitarbeitern gemünzt war, wage ich zu bezweifeln, aber gegen eine Mehrheit der meinungsbildenden Eliten unter diesen 50.000 wäre wohl nicht viel gegangen. Soweit zu Teilaspekten der Frage, wie man so etwas werden kann.
    4. Ist man dann Mitglied der selbstfertilizierenden Truppenspitze ist man nachwievor eingebunden ins System. Stichworte: Kollegialprinzip, Dos and don\’ts, und natürlich Erfolg und Trefferquote, von einem gewissen Ehret;-) bei Big Blue wurde seinerzeit behauptet, keiner habe wie er ein Händchen für Märkte, Zinsentwicklungen Fristentransformationen, etc.. Als er sich mit nicht ganz 60 Jahren verabschiedete um nochmal irgendwas zu studieren, war dies der Abschied von einer Koryphae mit goldenem Touch. Von so einem Zeitgenossen könnte man vielleicht sagen, er konnte die Systeme mehr beeinflussen als diese ihn.
    5. Heutzutage sind die Systeme, ihre Regeln, ihre Logiken, ihre Logarithmen und ihre Zwangsläufigkeiten soweit standardisiert, programmiert und festgezurrt, dass das Individuum, sei es als Vorstand sehr weit durch die Regeln der erfolgreichen Systemführung gefesselt sind. Der Anteil der individuellen Ausübbarkeit von überproportionalem Einfluss beschränkt sich auf bestimmte Kürbereiche, Special Situations oder -Tasks o.ä.
    Dies ist bei 80% der grossen Player so, derart sind 90% der Top-500-Führungskräfte eingebunden, also: post-moderne Systemsysiphusse, natürlich in \”goldenen\” Fesseln und absichtvoll dorthin gekommen. Ausnahmen von dominierenden Persönlich-keiten bestätigen die Regel, solche Ausnahmen aufzuzählen erübrigt sich an dieser Stelle.
    6. Was ich damit sagen will, Zamirlein, deine Suada landet zu 90% hochgradig im Nichts der Systeme, im schwarzen Loch. Um solche Situationen, wie die momentan über uns alle kollabierende wirksam zu verhindern, müssen zuallererst die System umgebaut werden, internationale soziale Marktwirtschaft a la Heiligendamm muss konkret festgezurrt werden, im Konsens aller Beteilgten, im Konsens aller Betroffenen, schnell und mit einem Schuss \”Brutalität\” seitens der politisch Verantwortlichen, bevor das Vergessen wieder einsetzt und die falschen Alternativen wieder lautstark kunstvoll ablenkend insziniert werden. Dieser Weckruf muss diesmal Konsequenzen haben, wann dann, wenn nicht jetzt!
    7. Die wichtigsten Konsequenzen müssen in Systemanpassungen bestehen, der individuelle Aspekt spielt natürlich auch eine Rolle, ist aber in erster Linie die Spielwiese für Begleitmusiker aller Sorten, zu denen du dich, Zamir, ja auch ein ums andere Mal \”brüllend\” gesellst. Ich vermute Du berherrscht kein anderes Instrument so gerne wie diese schrill-tönende Verbal-Fanfare.
    Das ist eben dein gerechter Anteil an der Musik über den Märkten, wie hiess es doch schon vor nicht ganz 100 Jahren: Gerechtigkeit bedeutet, jedem das seine, ich ergänze: jeder so gut wie er kann, auch du Musketier in Tichy-Town;-)
    Yours Magic

  25. Zamir Zebulovic sagt:

    Hallo Pampastier,

    Deine Argumente werden jetzt zu Butterbrotpapier.
    Schon in Firmen mit 3000 Mitarbeitern (eigene Berufserfahrungen
    von 1973-1990), hat der Geschäftsführer zwischen zwei und fünf oder gar sechs, ihm persönlich zur verfügung stehende Mitarbeiter,
    die den Betrieb aus dem eff-eff kennen und fast täglich berichten.
    Nur, heute zählen Golfturniere und immer noch gerne genommen,
    auch Parteibücherm, mehr als wirkliches Können bzw. Fähigkeiten,
    wo wir unversehens bei den Kontrollgremien der Landesbanken angekommen wären. Das eigene Rezept, besteht somit aus guten
    Kenntnissen der Firmeninterna und den Rest steuern die vorgenannten Vertrauenspersonen bei, sofern man sich auf vorhandene gute Leute, wie geschrieben, 100% verlassen kann.
    So leicht geht das, nur nicht bei Telekom, Siemens, VW, Mercedes
    etc.
    Ihr Anlageberater gibt ihnen gerade jetzt sehr wertvolle Tipps.
    Gruß Zamir

  26. Pampastier sagt:

    >>

    Darf ich mal fragen, wie Du einen Laden mit 300 – 450 tausend Leuten führen würdest? Ist die pauschale Anklage ohne eigenes Rezept nicht etwas sehr billig?

  27. Zamir Zebulovic sagt:

    Lieber Pampastier,
    zu unserer Diskussion von heute noch zwei “Überleger” aus dem
    allseits beliebten Lager der Manager:
    1. Heinrich von Pierers Abgabg auf Raten aus der Deutschland AG,
    es ist schon etwas mehr als seltsam, dass nach der Siemens-
    Affäre, dieser laaangsame Rückzug aus den Ausichtsratgremien,
    erst VW, dann Deutsch Bank und jetzt, aber erst zum 15.11.2008
    auch der Rauswurf bei Thyssen-Krupp, das dauert, dauert, dauert
    2. Nach den Datenskandalen der letzten Wochen klent auch Little-Rene`, an seinem Stühlchen, bis …

    Nur zur Klarstellung, bei fast allen anderen Menschen, die ihre Arbeit
    so “verantwortungsvoll erledigen”, gehen die Abgänge aber Ruckzuck, da sind die Schreibtische schneller leergeräumt, als die
    Tür ins Schloss fällt. Aber, ab einer gewissen Kaste, wird zelebriert.
    auch dies sind Demokratie-Lücken.
    Ihr Anlageberater lädt sie ein, zum Weihnachtsgeschäftchen.
    Kein Mitbringsel.
    Gruß Zamir

  28. Zamir Zebulovic sagt:

    @skeptiker33,
    In einer Tiefénanalyse Deines Kommentares von heute 13:26,
    liegen unwahrscheinlich bedeutsame, wichtige Dinge verborgen,
    die einer genauen Situationsbeschreibung der wirtschaftlichen
    Dinge an und für sich offenlegen. So denkt/lenkt die Welt.
    Ihr Anlagebeamter empfiehlt spezielle Leerverkäufe, im Zeitfenster.
    Kein Mitleid !
    Gruß Zamir

  29. Magic Südwestsachsen sagt:

    die Diskussion entwickelt sich ganz nach meinem Geschmack, Butter bei die Fische, weiter so, man sollte ide Stimmung allerdings nicht mit Apokalypse etikettieren, vielmehr: Renaissance alter einfacher Werte,
    auf einen anderen Bereich, die Familie bezogen, hat dies Peter Hahne( ZDF-Hauptstadtstudio etc) gestern abend hier in Chemnitz in einem Vortrag am Beispiel seiner Großmutter dargestellt. Seine Großmutter haben den Kinder immer mit erhobenem Zeigefinger gesagt: das gehört sich nicht, keine langatmigen Vorträge über Moral, Bibel, Philosophie und und. Peter Hahnes würde wahrscheinlich auch zum Verhalten der Kartenzinker im Spielcasino sagen: das gehört sich nicht!
    In diesem Falle würde ich hinzufügen, wenn wir alle dieser Auffassung sind, dass \”sich das nicht gehört\”, dann lass uns alle daraufhin arbeiten, dass dies so nie wieder vorkommt.
    Dies wirksam zu verhindern -global konzertiert – ist die effektivste Verteidigung von Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit und nicht ihr Gegenteil;-)
    In Pampas words: kiss for freedom, the time ist now!

  30. Klaus F. sagt:

    @33 :-)

    AUA! Nicht gleich mit dem anderen ebenso verhängnisvollen Extrem argumentieren.
    Wie wäre es mit mehr Ausgewogenheit ;-)

    …ich höre mit jetzt nochmal Ozzy´s “Dreamer” an (grins)

    Gruß
    Klaus F.

  31. skeptiker33 sagt:

    @Klaus F.
    Zu wünschen wäre es ja. Aber ich denke, es würde genauso wenig funktionieren wie die paradiesische Friede-Freude-Eierkuchen-Welt des Kommunismus.

  32. Klaus F. sagt:

    von skeptiker33 am 16.10.2008 um 13:26 Uhr:

    Ich schrieb – “…viele Jahre” – und bzgl. Abhilfe “…Auch nicht von deren Jüngern und ideologischen Mitläufern.”

    Übrigens, es gibt auch vorbildliche Beispiele von Unternehmen, bei denen Wirtschaftsethik hoch im Kurs steht und gleichzeitig erfolgreich sind. Das Eine schließt das Andere nicht zwingend aus – zum Glück!

    Gruß
    Klaus F.

  33. skeptiker33 sagt:

    @Klaus F.
    Ein Unternehmer, der in knallharter Konkurrenz steht, kann sich von ethischem Verhalten halt nichts kaufen. Und wenn er pleite geht, weil die Konkurrenz eine andere Auffassung von Ethik hat, ist auch keinem geholfen. Ob die Chinesen wohl die gleiche Auffassung von Ethik haben wie wir? Ist es unter ethischen Gesichtspunkten nicht wünschenswert, wenn Arbeitsplätze aus Deutschland in ärmere Regionen der Erde verlagert werden?

  34. Klaus F. sagt:

    Mal keine Daxprognose(lach)

    Die Zeiten von „Geiz ist geil – mehr ist nicht genug – und der Maximierung des persönlichen Eigennutzes“ nähert sich dem Ende. Durch die daraus resultierenden negativen Folgen treten wir nun in eine schmerzliche Phase der Konsolidierung, aber auch in eine Phase der Neuorientierung und eines Umdenkens ein. Dies wird allerdings viele Jahre in Anspruch nehmen und sicherlich nicht von den Leuten forciert und Umgesetzt, die uns in diesen Schlamassel hinein geführt haben. Auch nicht von deren Jüngern und Mitläufern.

    Daher noch mal der Appell:
    Dringend gesucht! Charakterfeste Eliten, bzw. Führungskräfte der Wirtschaft, bei denen Wirtschaftsethik an der UNI nicht nur ein lästiges Pflichtfach ist.

    Neben dem ökonomisch erfolgreichen Weg des Wirtschaftens, muss auch wieder mehr das ethisch Verantwortbare in den Mittelpunkt treten!

    Gruß
    Klaus F.

  35. Zamir Zebulovic sagt:

    Lieber Pampastier,

    Deine, von mir sehr gesschätzten Darlegungen, kann ich zu über 90% mit tragen. Soweit, so gut.
    Ein weiters Beispiel: Anfang der 70ger Jahre gab es in der Westberliner Öffentlichkeit bereits Obdachlose, Arme, Verwahrloste;
    überall zu finden, auf öffentlichen Plätzen, in der U-Bahn und noch sonstwo. In den letzten 15 bis 20 Jahren nimmt diese Verwahrlosung
    der Gesellschaft mit einer geradezu, beänstigenden Beschleunigung zu. Reicht dies, als Indikator für unsere Zustände ? Nein,
    wenn die Angaben des statistischen Bundesamtes auch nur annähernd richtig sein sollten, steigt ebenso beängstigend, der Anteil
    von Millionären und noch weitaus reicheren Menschen. Dazu gesellt sich seit fünf Jahren, daß angeblich die breite Mittelschicht wegbricht.
    Jedoch der Anteil der bereits vor-vor-erwähnten Polit-Wirtschafts- und Korruptionsskandale ist genauso ins unermeßliche gestiegen.
    Jeden Tag ein neuer Fall, jeden Tag ein neues Buch ??
    Aber am Auffalendsten zeigt sich heute mehr denn je, daß die
    von Dir erwähnten netten Banker, Analysten, Professoren, Beamte,
    Journalisten, Lehrer, Informatiker, ARbeiter, Angestellten, sich die
    rabiate Vorgensweise der sogenannten, Verzeihung Arschlöcher,
    immer wieder gerne, oder weniger gerne, tolerieren, gefallen lassen,
    oder mit großer Gleichgültigkeit reagieren. DIes ist das Erschreckende am Gesamtverhalten.
    Ihr Anlageberater hat für jede Falle eine Lösung.
    Kein Leid, ohne Mittel.
    Gruß Zamir

  36. skeptiker33 sagt:

    Im Endeffekt kann man Leute, die innerhalb der Regeln eines Systems das Beste für sich herausholen, nicht verurteilen. Eben “Survival of the fittest!” Jetzt wird klar, dass das System zumindest in einigen Punkten fehlerhaft war. Grundsätzlich sollte man sich mal überlegen, was man von einem System denn erwartet. Man muß erst die Ziele definieren. Nach meiner Meinung sollten die Ziele Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit (im platonischem Sinne), Wohlstand und Fortschritt sein und das ist nur mit einem freiheitlichen, auf dem Konkurrenzprinzip basierenden System möglich.

    Das Dilemma, das jetzt gerade in Erscheinung tritt, ist, dass unser System zum Wachstum verdammt ist, um Wohlstand zu generieren. Dies funktionierte lange gut, weil nur ein kleiner Teil der Welbevölkerung diesem System folgte und der Rest der Welt in mittelalterlicher Armut lebte. Aber jetzt wollen alle den gleichen Wohlstand wie der Westen, was aufgrund von Resourcenknappheit und Überbevölkerung schlicht nicht möglich ist.
    Die Alternativen heißen nach meiner Meinung: Teilen oder Krieg. Teilen würde eine massive Abnahme des Wohlstandes im Westen bedeuten und ist politisch nicht durchsetzbar. Also bin ich insgesamt eher pessimistisch für die Zukunft.

  37. Pampastier sagt:

    Mal was ganz grundsätzliches – KISS

    Keep ist simple stupid, also halte es einfach Dummkopf. Auch in der Finanzindustrie sollte man etwas abgewandelt beachten, dass, wenn kein Zusatznutzen entsteht, Produkte nicht nur nicht zugelassen werden sollten, sondern nicht zugelassen werden dürfen.

    Für eine vernünftige Bankenlandschaft, die ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung gerecht werden soll, bedarf es im Prinzip nur der ORIGINÄREN Bankprodukte und Dienstleistungen. Das meiste von dem abgeleiteten Schrott, sprich derivater Strukturen, ist absoluter Humbug. Wetten, die kein Mensch seriös bewerten kann, gezinkte Karten in der Spielhölle.

    Wozu in Gottes Namen brauchen wir 400.000 Zertifikate, unzählige Straddles, Strangles, Knock-Outs, Knock-Ins, Turbos, selbst primitivere Dinge wie Calls und Puts? Man kann sich in der Produktentwicklung da einen – Verzeihung – mathematisch runterholen, aber was soll das bitte? Was so kompliziert ist, muss ja gut sein. Hull, Papst der Derivate, sagte einmal, egal welche Annahmen man unterstellt, man kann alles abgeleitet in Produkten darstellen. Können schon, es ergibt nur keinerlei Sinn.

    Mal ganz abgesehen davon, dass das weder der normale Bankberater noch gar der normale Kunde auch nur im entferntesten begreifen würden, verstehen es mE selbst die Produktentwickler, Projektleiter im Marketing sowieso, Vorstände, Aufsichtsräte ja selbst Nobelpreisträger nicht. Hier wird mit Modellen gerechnet, die sich auf Axiome berufen, welche nicht nachgewiesen werden können. Akademisches Casino.

    Oder wie Taleb es sagt, danke Eysel, ohne einen neuen Guru anbeten zu wollen, die Unfälle sind weiße Schwäne, systeminhärent, beruhen auf falschen Axiomen. Denn sie wissen nicht, was sie tun, vergöttern aber Fisher Black, Myron Scholes und Robert Merton. Nicht, dass ich mir anmaßen würde, das alles besser zu verstehen, aber eines bitte ich zu bedenken: Egal wie, auch mit Cox/Rubinstein und anderen, hier wird versucht die Zukunft zu berechnen. Mahlzeit!

    Mit etwas klarem Verstand sollte eigentlich einleuchten, dass das nicht geht. Man kann es ja gerne in der Portfoliokonstruktion anwenden, da passiert nicht so viel, aber bitte nicht in der Produktentwicklung. Es wird nur noch gefragt, wie machen wir das, nicht mehr, warum machen wir das. Kein Mensch käme auf die Idee ohne Kenntnisse z.B. bei Raketenentwicklung mitzudiskutieren, von der Thematik her vermutlich einfacher, bei finanziellen Produkten sind aber jede Menge dabei: Der homo ludens, nichts anderes ist das.

    Der ganze Quatsch, die finanzmathematische Alchemie, wird immer komplizierter. Welcher gesamtwirtschaftliche Zusatznutzen gestiftet wird, fragt keiner mehr. Und hier wedelt schon lange nicht mehr der Hund mit dem Schwanz, sondern umgekehrt. Vor kurzem haben wir noch spekuliert, wie Porsche die Kontrolle bei VW übernimmt oder Schäffler bei Conti. Wie auch immer sie es mit Swaps, Optionen et al versucht haben, mich würde mal interessieren, wie das aktuell aussieht. Kleine Fehler in der Strategie können da ganze Familiendynastien finanziell auslöschen. Als wenn man das vorher genau berechnen könnte, Casino Royale. Und dann sollte man ethisch auch mal überlegen, wie viele Existenzen da, nicht nur wörtlich, auf dem Spiel stehen.

    Regulation ist ja ein nettes Thema, wir haben viel zu viel und viel zu Unsinniges davon. Es wird andauernd daran herumgemurkst, ohne klar ersichtliche Auswirkungen. Wie wäre es denn, wenn wir das gewachsene Gestrüpp mal über Bord werfen und einfache und klare internationale Rahmenregelungen entwerfen, die auch mal aus heutiger Sicht 20 Jahre halten? EK-Ausstattung, Bilanzierungsvorschriften, Risikogrundsätze, ein paar andere, wenige Dinge und in diesem ordnungspolitischem Rahmen soll sich dann das System bewegen und entwickeln. Aber bitte möglichst konstant und nicht reaktiv, das macht alles nur noch schlimmer. Relativ klar ist, dass noch jeder Exzess über massive Ausweitung des Verschuldungsgrades seinen Ursprung fand. Das könnte man verhindern bzw. sehr eindämmen, im Sinne der Stetigkeit.

    Es wird auch dann Unter- und Übertreibungen geben, gehört dazu, aber wenn wir ständig den Rahmen ändern, herrscht am Ende Chaos. Eine Rückbesinnung auf die zentralen Grundsätze des HGB, wie kaufmännische Vorsicht, Niederstwertprinzip, GOB, Gläubigerschutz etc. würde mE nicht schaden, auch übertragen auf Regulierung. Das hat sehr lange gehalten und uns sicher nicht zum Nachteil gereicht. Wie sagt man so schön: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not, nicht umgekehrt.

    Das heißt nicht, dass ich gegen potenziell sinnvolle Innovationen wie ABS-Strukturen oder CDS oder anderes sei, aber bitte in einem vernünftigen Rahmen, immer mit EK hinterlegt, an bestehende Positionen gebunden und nicht außerhalb der Bilanz. Regulation auf ein sinnvolles Minimum reduziert, aber dann auch bitte für alle, die mitmachen nicht –spielen wollen. Nichts gegen Hedgefonds, Private Equity, LBOs etc. pp, aber am Tisch muss ein einheitliches, wenn auch einfaches Regelwerk herrschen. Bei Monopoly halten sich ja auch alle an die gleichen Regeln, so schwierig kann das doch nicht sein.

    KISS
    PS

  38. Pampastier sagt:

    Lieber Zamir,

    weder will ich Dich ärgern, noch provozieren, noch behaupten, dass in vielen Einzelfällen nicht auch vieles falsch gelaufen ist und auch weiter laufen wird, keine Frage. Kann man aber von einzelnen Vorkommnissen auf den Zustand des Ganzen ohne weiteres schließen? Eysel nennt das Prinzip wohl Induktion, mir gefällt das trotzdem nicht.

    Ich will es mal selber anwenden: Nehmen wir die Kausalität Dr. Klaus Zumwinckel, die aus meiner Sicht ein sehr schlechtes Licht auf den Zustand der öffentlichen Diskussion in unserem Lande wirft.

    Der Mann war schon extrem vermögend, bevor er Chef der Dt. Post wurde. Zuvor war er bei McKinsey, nicht gerade bekannt dafür, dass sie die Dümmsten jedes Jahrgangs einstellen oder schwache Performer nicht aussortieren würden. Davon kann man ja halten, was man will, jedenfalls hat der Mann das Unternehmen Dt. Post (man muss auch mal bedenken, wo der Beamtenladen herkam) auf einen guten Weg gebracht, natürlich nicht ohne Probleme. Er galt immer als höchst korrekt, hat gar persönliche Briefe mit selbst gekauften Briefmarken versendet. Im Kleinen erkennt man auch die großen Schurken und vice versa.

    Eines morgens um sieben Uhr fiel dann von Medien „zufällig“ begleitet die Steuerfahndung bei ihm ein. Liechtenstein, ALLES KLAR, hängt ihn höher! Nun bin ich kein Experte im Liechtensteiner Stiftungsrecht und bei Konstruktionen, welche eventuell mit deutschem Steuerrecht kompatibel sind, noch wüsste die Öffentlichkeit, um was es da genau geht und wenn, könnte sie es höchstwahrscheinlich gar nicht beurteilen. Selbst ein Paul Kirchof unterschreibt seine Steuererklärung ja nur unter Vorbehalt, da geht es noch nicht mal um internationales Steuerrecht.

    Aber ich nehme mal an, dass er sich nicht bei Nacht und Nebel nach Vaduz mit einem Koffer voller Geld geschlichen hat. Für wahrscheinlicher erachte ich es, dass ein ganzes Beraterteam eine Konstruktion aufgesetzt hat, die nach deren Meinung im Rahmen der Legalität war. Das könnte ja auch sein, nach wie vor, oder nicht?

    Das spielt aber keine Rolle mehr. Der Mob, der Plebs, hat ihn gelyncht, Grundwerte wie die Unschuldsvermutung zählen vor den medialen Gerichten nichts. Eine Art Massenjustiz, nicht differenzierend, nicht fragend, schlicht dumm und platt verurteilend. Dass Justitia blind ist, haben manche offensichtlich falsch verstanden. Eysel hat schon recht, mit Demokratie hat das nichts mehr zu tun, eher Ochlokratie. Wehe, man erdreistet sich, etwas in der Richtung selbst im Bekanntenkreis zum besten zu geben, dann wirst du gleich mit aufgehängt.

    Du bist doch ein schlaues, lebenserfahrenes und belesenes Kerlchen. Deine Diogenes-Haltung mit apokalyptischen Zügen ist ja in Ordnung. Nicht dass ich dieser Meinung wäre, aber okay, jeder wie er es sieht. Muss es aber so pauschal urteilend und verunglimpfend über ganze Bevölkerungsschichten oder Berufsgruppen sein?

    Nun kann ich wiederum nur für mich sprechen, jedenfalls kenne ich wesentlich mehr nette Banker, Analysten, Journalisten, Ärzte, Ingenieure, Lehrer, Informatiker, Anzug- und Krawattenträger, Kindergärtnerinnen, Professoren, Beamte, Metzger, Bäcker, selbst Politiker etc. als, Verzeihung, Arschlöcher. Das heißt ja nicht, dass es letztere nicht auch gäbe. Okay?

    Freundlichst
    PS

  39. Zamir Zebulovic sagt:

    Mein Anlage- berater sagt, die Krise spielt sich nur im Kopf ab, alles was darunter liegt, ist eh tierisch-archaisch, eben überflüssig und fällt nach einer gewissen Anpassungsphase, von selbst ab. Die dadurch gewonnenen Einsparungen, können dann umgehend
    gewinnbringend eingspeist und angelegt werden, was letztendlich dem System zugute kommt und so die Kreisläufe von Neuem in den richtigen Schwung versetzt, bis …
    Ihr Anlageberater hält sich nach allen Seiten offen, nur für sie.
    Gruß Zamir

  40. Zamir Zebulovic sagt:

    “Einer geht noch”, geht immer: Anfang der 1970er Jahre gab es im
    Spiegel, eine sehr interessante Serie, unter Mitarbeit von Konrad Lorenz. Wenn ich mich recht erinnere lautete eine Überschrift damals: Der mensch, zu klug für die evolution ?!
    Immer wieder läßt sich mit sehr wenigen Worten das ganze
    Schlamassel zusammenfaßen. An einem einzigen Tag sterben
    über 20.000 Menschen, weltweit an UNTERERNÄHRUNG.
    Wie lange wissen wir diese Tatsachen ?
    Zu klug für die Evolution ? Mag sein … aber zu blöd, um eine
    vernünftige Regulierung zwischen Population und Unterhalt herzustellen. Sind das die richtigen Kriterien ? Oh Gott, wo bleibt
    bei Alledem, denn mein eigener Lebensstandard, da spende ich lieber 50 oder 100 EURO und alles wird gut. Nicht perfekte, nein
    perfide und perverse Logik. Unter dem Motto “Feste junge SpongeBobs macht nur weiter so” ,ihr kriegt schon alles kaputt.
    Ihr Anlagebereiter hält noch ein “Pikkolöchen” für sie bereit.
    Gein Midleit.
    Gruß Zamir

  41. Zamir Zebulovic sagt:

    Lieber Pampastier,

    ich bin nach wie vor hoch erfreut, daß wir auf einem sehr gesitteten
    Niveau, unsere Meinungen austauschen können. Es fälltmir über- haupt nicht schwer, mit meinen fast 60Lenzen, zuzugeben, daß meine Reaktionen sehr oft völlig ungeprüft den Körper verlassen.
    Dazu stehe ich, auch in Anbetracht der Ereignisse und da wiederhole
    ich sehr gerne die Lieblingssequenz “100 Jahre deutsche Geschichte”. Wer sich die Zeit nehmen konnte, auch in den vergangenen 30 Jahren die bereits erwähnten zeitungen, täglich zu
    Gemüte zu führen, der dürfte inzwischen, eine sehr bestimmte Sichtweise entwickelt haben. Ich weiß nur soviel: das rundumher
    agierende Betrugssystem kommt von oben und wird von da auch gesteuert. Versucht man an diesen Grundfesten zu rütteln, kommen immer die gleichen Antworten: 1. Wie würdest du das ändern wollen,
    oder dafür lassen sich keine politischen Mehrheiten finden/bilden.
    Punktum, wenn die derzeitige “Verfassung” unserer Gesellschaft,
    nicht ausreicht um aufzurütteln, dann lass uns doch noch warten,
    bis z.B. die Luft nicht mehr atembar, oder das Wasser total vereucht ist. Ce la vie.
    Ihr Anlageberater ist völlig entsonnen und entspinnt.
    Kein Mitleidel.
    Gruß Zamir

  42. resigned Südostthüringer sagt:

    @magic 23.35 Uhr
    volle Zuastimmung! Politiker neigen zum Überziehen. Zumindest verbal. Ob sie dann das geistige Potential zu kreativer Reaktion auf die Misere haben bleibt abzuwarten.

  43. Magic Südwestsachsen sagt:

    @ pampastier – es wird allmählich bitter ernst, la donna e tres mobile, on verra…
    hatte ich schon erwähnt, dass wir 200,- Eu in 4 ordentliche Karten für die Neujahrsaufführung von Beethovens 9.Synphonie investiert haben, lasst Euch die Freude am Leben nicht nehmen, dafür ist es zu kurz ;-)

  44. Pampastier sagt:

    @Magic: 11 Nullen vorerst mal, das mit den 15 Nullen hatten wir zuletzt vor unser beider Geburt. ;-) )) Obwohl, so witzig ist das gar nicht …

  45. Magic Südwestsachsen sagt:

    …womit wir wieder bei den benediktinischen Grundlagen ora et labora wäre. Die sollten wir wieder höher halten, die alten Werte, die noch nie geschadet haben, wiederbeleben. Zamir, Plappermäulchen, eigentlich willst du das doch auch und insbesondere;-)
    Das du keine ordentliche Vorstellung davon hast, wie man Gesellschaft und WIrtschaft und Kultur im 21.Jahrhundert und nicht im Mittelalter oder vor 100 Jahren organisiert nehme ich dir nicht übel. Wirst schon andere Qualitäten haben. Ich bestreite natürlich auch nicht den Blick in die Vergangenheit. Keine Zukunft ohne Herkunft, wer die Zukunft gestalten will ohne die Vergangenheit zu kennen, macht die gleichen Fehler nocheinmal. Wer die alten Fehler kennt kann zumindest diese vermeiden bevor er neue Fehler macht.
    An der Börse ist der Satz \”Keine Zukunft ohne Herkunft\” weitgehend nutzlos. Hier heisst es: die Zukunft ist ungewiss und zwar immer! Wer was anderes behauptet verkauft sich selbst für dumm.
    Den STeinrück\’schen Neid_Ansatz Mangergehälter bei Banken auf 500T Euro zu begrenzen, halte ich für naiv. Sehr viel sinnvoller hielte ich ein international abgestimmte Verbot und eine Ächtung bestimmter Geschäfte. Da sie keiner real benötigt, außer den Reibachmachern um des reinen Reibachs willen, weg damit. Und zwar bei Strafe des eigenen Untergangs für die, die sich nicht dran halten. Global flächendeckend.
    Die Freiheitsdebatte anzuzettlen oder aus freiheitideolischen Gründen verschämt zu schweigen, weil das Thema tabuieseirt ist und es als politisch unkorrekt gilt diese Tabu \”zu brechen\”, dafür habe ich keine Verständnis mehr. Von Katzen kann man bei klarem Verstande nicht erwarten, dass sie aus Gründen der Selbstkontrolle oder der Moral das Mausen lassen, also Hand ab. wie man im Hamburger Fischmarkt so schön sagt.
    Genauso abwegig halte ich den Versuch von Forsa per Umfrage in der deutschen Bevölkerung zu ermitteln, ob das \”Rettungspaket\” was taugt? Was soll denn der \”durchschnittdoofe\” Germane dazu sagen, außer er hält eine Zahl mit 15 Nullen für grösser als eine Zahl mit 5 Nullen, und da größer besser ist, ermittelt Forsa 63% Zustimmung. Toll, weiter so.:-(
    Wer ernsthaft die Zukunft unserer Enkel im Auge hat und in Verantwortung vor Gott und den Menschen mit dem Ziel der Bewahrung der Schöpfung handeln möchte, muss jetzt konsequent den Auftritt der Finanzmarktkatzen auf das heisse Blechdach zurückverlagern und das als Bestandteil einer neuen internationalen Finanzmarktordnung zur Vermeidung all dessen, was wir nunmehr als ursächlich für das derzeitige Dilemma geortet haben.
    50% dessen, was auf diesen Finanzmärkten in den letzten 25 Jahren gewucjhert ist, braucht kein Mensch, keine Menschheit und sollte radikal abgeschafft werden!
    Also, im Namen keiner Freiheit dieser Erde Verrauen für die, die sich selbst untereinander (zu Recht) nicht trauen, warun also sollten wir, die Gesellschaft ihnen trauen?basta;-)
    Yours Magic

  46. Pampastier sagt:

    Werter Zamir,

    was heißt hier, stell Dich nicht so an. Eigentlich habe ich Dich nur mal gefragt, wie Du die Sache konstruktiv angegangen wärest oder momentan angehen würdest. Bei soviel Urteilssicherheit müsstest Du die Entwicklung und Lage ja tief analysiert haben.

    Mit „ich habe mir meine Meinung schon gebildet, verwirren sie mich jetzt nicht mit Fakten oder Zusammenhängen“ kann ich nun mal wenig anfangen. Mit Pauschalverurteilungen, Verunglimpfung, Paranoia etc. auch nicht.

    Die FAZ würde ich übrigens nicht in einen Topf mit Plusminus, Report, Monitor und dem ganzen auf Volkes Maul zugeschnittenen Schund in einen Topf werfen, die ihre Quote über die Bedienung von Missgunst, Neid und undifferenzierten Pauschalurteilen zu erreichen suchen.

    Deine Meinung sei Dir aber unbelassen.

    Halt Du sie am beten, ich halte sie am arbeiten, sagte übrigens einst Adenauer zu Kardinal Frings.

    Gruß
    PS

  47. Uwe Leszinsky sagt:

    hier habe ich einen erfrischend pragmatischen Kommentar zu der Finanzmisere gefunden
    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,583325,00.html
    endlich mal kein ideologisches Gejammere!

  48. Zamir Zebulovic sagt:

    es ist immer wieder erschreckend, wie sehr kluge, intelligente
    Köpfe, immer wieder den Ausreden-Wasserhahn öffnen und eine
    bestimmte Menschengruppe (die sogenannten SpongeBobs), in
    Schutz nehmen möchten. Die vielen, vielen Informationen sind
    alle frei zugänglich und trotzdem kommt. aber und wenn, dann
    werden ein paar Altgriechen und sonstige Dösköppe zitiert und
    der Fall scheint erledigt. Dieses Spielchen nennt man Volksverdummung und solange es auf diesem Gebiet keinen Durchbruch gibt, erfolgt auch keine Veränderung.
    Warum gibt es ab der 1.Klasse in den Schulen keine Körper und
    Gesundheitslehre z.B., weil die Pharma-industrie. die Ärzteschaft und
    die Krankenkassen an der Desinformation, sehr viel Geld bereits
    gescheffelt haben und noch weiter scheffeln möchten, So leicht geht
    das, gelle. Das ist auch auf vielen anderen gebieten ebenso.
    Gezielte Verblödung: Halt du sie dumm, ich halt sie arm, sagt der
    Politpopanz zum Wirschaftsfritzen, oder war es genau umgedreht ?
    Ihr Finanzberater (SpongeBob) ist aus dem Urlaub zurück.
    Kein Mitleid.
    Gruß Zamir

  49. Zamir Zebulovic sagt:

    Mensch Pampastier,
    stell dich doch nicht so an !?
    Schau einfach nur auf die Seiten im Netz ARD.plusminus.de und
    ZDF.Frontal21. Auch bei ZDF.de in den letzten Wochen, sehr informative Sendungen über die Finanzkrise, den Siemens-Skandal,
    die Telekom/Stasi-Abhör-datenklau-affäre. Schau Dir die FAZ (was
    Du ja sowieso machst und die Süddeutsche Zeitung, im Wirtschafts-
    teil im Kulturteil an und und und). Es kann doch n icht sooo schwer
    sein, das sauge ich mir nicht aus den ´Fingern). Eine Blütezeit
    für alle Zeitungs-Schreiberlinge. Das Puzzle ist doch längst vollendet
    und wir alle schon wieder die Doofen. Willkommen in der Anstalt,
    sollte man da nur sagen. Aber es gibt noch deutsche Wirtschafts-
    wissenschaftler, die den Durchblick haben und alle feiertage abschaffen möchten, danach den Urlaub abschmelzen auf 3 bis 4 Tage im Jahr und die Rente womöglich als nicht mehr finanzierbar
    weglegen. Schau nach bei Paul Krugmann (zufälligerweise soeben
    den Nobelpreis erhalten). Da gibt es wirklich nichts mehr
    zu erklären, oder für diese Tolldreisten zu beschwichtigen, oder ?
    Ihr Anlageberater wird sich bemühen.
    Gruß Zamir

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