Versetzen Sie sich mal ein Jahr zurück: Nehmen wir an, Sie hätten damals Ihrem Bankberater folgendes vorgeschlagen: „Verkaufen Sie alle Zertifikate, weil die Bank pleite geht, die dahinter steckt. Beschaffen Sie mir dafür Goldmünzen, aber die lege ich nicht in Ihr Schließfach, da komme ich vielleicht auch nicht mehr dran, sondern vergrabe die zu Hause im Keller. Ach ja, und überweisen Sie jeweils ein Drittel meines Kontoguthabens an Bank B und ein weiteres Drittel an Bank C, ein Drittel bleibt bei Euch. Eine von Euch Banken wird schon durchkommen.“
Man hätte Sie damals für paranoid erklärt. Gold, Bargeld, Bankenpleite? Gibt’s doch gar nicht. Unser kluger Finanzminister hat übrigens noch am Freitag von der besonderen Stabilität deutscher Banken geredet, und am Samstag war die Hypo Real Estate pleite. Und übrigens: Gerne erwarte ich wieder die Anrufe von Bankdirektoren und Sparkassenpräsidenten, dass wir so schwarzseherisch seien, gibt’s doch gar nicht, so was wie eine Weltwirtschaftskrise (Ausgabe 14/2008).
Wenn Sie aber dem Finanzsystem zutiefst misstrauen, verhalten Sie sich genau so, wie sich derzeit Banken untereinander verhalten. Keine Bank traut keiner Bank.
Und deshalb leiht keine Bank keiner anderen Bank Geld. Der Finanzkreislauf zwischen den Banken ist daher zum Erliegen gekommen. Ein Banker hat es als „digitales Risiko“ bezeichnet: „Ich kann Geld für fünf Prozent verleihen. Aber leider nur mit einer Wahrscheinlichkeit, dass es zu 100 Prozent weg ist.“ Also verleiht er kein Geld, so wie wir es im September vorigen Jahres beschrieben haben (Ausgabe 38/2007). Das ist der Grund, warum derzeit eine Bank nach der anderen zusammenklappt: Und das ist auch der Grund, warum der US-Plan zur Rettung des Finanzsystems mit der unvorstellbaren Summe von 800 Milliarden Dollar ebenso kühn wie verwegen, so ungerecht wie unausweichlich auch für Deutschland ist: Der Banksektor ist in eine Vertrauenskrise geraten, aus der er sich selbst nicht mehr befreien kann.
Was gestern noch Panik war, gilt heute als vernünftige Vorsicht. Das System, auf Vertrauen gebaut, klappt nicht mehr, weil keiner mehr dem anderen vertrauen darf. Es wird zur Katastrophe ausarten, wenn die Bürger den eigentlichen Ernst der Lage in seiner Tragweite begreifen: Dass nämlich nichts mehr sicher ist. Dass die Einlagensicherungssysteme gute Regenschirme für Nieselregen sind, aber nicht gegen Hurrikans helfen. Noch ist es zu keinem Massenansturm auf die Bankschalter gekommen. Noch vertrauen die Bürger den Banken, die sich gegenseitig nur misstrauen. Das stabilisiert das System – vorerst.
Der Finanzhurrikan aber ist längst über den großen Teich bis Europa vorgedrungen. Daher war es ein Fehler der Bundesregierung, sich der Zusammenarbeit mit den USA zu entziehen. Das deutsche Finanzsystem ist nicht sicherer, sondern hat noch mehr Fehler eingebaut: In den USA sind die Investmentbanken krepiert, weil sie keine Spargelder annehmen dürfen und damit auf Gedeih und Verderb auf die bankeninterne Refinanzierung angewiesen waren. In Deutschland landen die Sparguthaben bei den Sparkassen. Die haben diese Gelder lustig über ihre eigenen Landesbanken verbrannt, stellen sie aber nicht mehr anderen Geschäftsbanken zur Verfügung. Damit ist Deutschland von dem Austrocknen der Finanzmärkte noch massiver betroffen.
Jetzt werden absurde Diskussionen über das vermeintliche Ende des Kapitalismus geführt, blinder Anti-Amerikanismus taucht auf. Das ist alles nachvollziehbar, hilft aber nicht weiter. Das System muss von außen stabilisiert, es muss neu gestartet werden.
Sonst holen wir doch noch alle unser Geld und Gold nach Hause.
Weblog Chefsache: Roland Tichy über Paranoia, Finanzkrise und Konjunktur












Keine Kommentare zu “Gibt’s doch nicht!”
Glory Halleluja: 263:171 die Congressmen haben das Rettungs-paket bestätigt, a big bipartisan effort for all the American people, broadstreet not Wall Street, sidestreets not mainstreet , Barrack Obama not John McCain, dies war es was die Sprecher des Ausschusses verkündeten, unabhhängig von ihrer Parteizu-gehörigkeit, es muss sich etwas ändern in der amerikanischen Politik, und das wird von Barrack Obama erwartet. The time is now!
Yours Magic -still so long in money…;-)
Ich sage nur Pamir-Zamir …
Falls sich noch jemand an die Pamir erinnert!
NZZ, ja die Schwyzer sind nicht zu verachten, richtige Männer für den freien Acker.
“Das freie Spiel der Marktkräfte”.
Das ist doch ein Ober/Über-Zungenschnalzer; da kommt so mancher
Bibelvers nicht mehr mit. Die neoliberalisierung des Toilettenganges,
auf der Zweit-Hochseeyacht von Herrn Dr. Sowieso, könnte ebenmal aus völlig neuem Licht besehen ein Thema für so manchen
Studiengang BWL, VWL etc., hergeben. Da lacht der Hosenträger.
Ist es nicht goldig, was sie alles erfinden in der größten Not, die
Ausreden-Erfindungs-Wirtschaftsprofessoren-Elchknutscher.
Gruss
Zamir
NZZ meint:
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/us-finanzkrise_marktkraefte_statt_staatsinverventionen_1.967699.html
Einer geht noch: “Wer lernen will, muß erst zweifeln können.
Gruß Zamir
Oh, Oooh, Eyselchen,
um mich in den Himmel zu schicken, muss ich doch dieses irdische
Paradies hinter mir lassen. Ich bin katholisch getauft, erzogen und
getrimmt worden. Wenn mir etwas schon sehr früh bewußt geworden ist, dann die Verbreitung und Zementierung des unbedingten, blinden Gehorsams und Nichtkritisierens. Die Kritik
und das Nachdenken über Erdenzustände, sind im christlichen Sinne
mehr als unanständig, ja schlimmer noch als die Erbsünde. Jetzt,
den Bogen gespannt, auf die Neuzeit: Auch, im Moment, darf ein
Durchschnittsbürger, die Dummheit und das Globale Versagen
der Großkopferten, nicht frei äußern. Dafür haben wir unsere
Politiker, Wirtschftsprofessoren und bestens geschulten Volksverdummer. Unsere Basis, die 40-Millionen arbeitenden
Menschen (Steuerzahler), die sich Tag für Tag, den horrenden
Schwachsinn ansehen und anhören müssen, So herum läuft der Hase.
Keen Mitleid.
Gruss Zamir
Mein allerliebster Eysel,
Dein “blaufränkisch” war auch schon mal besser. Dies dazu, eeehh,
ist das schon der Beginn eines fränkisch-weiten Schreib-und
Denkverbotes (hallo mittelalter, wir kommen) ?
Die sozio-ökonomische Moralkrise begann in den späten Siebzigern
des vergangenen Jahrhunderts, mit Großraumbüros, Klimaanlagen und Beraterfirmen. Es war einfsch schick, sich durch weitestgehend
unfähige Unternehmensberater (Das sind sie auch heute noch)
in Bockshorn (nicht Bocksbeutel, leiber Eysel), jagen zu lassen.
Langeweile und gähnende orientierungslosigkeit in den Führungsetagen, haben ihr Übriges dazu beigetragen. Heute
reicht
es aus, von Flensburg nach Oberammergau, mit dem Auto zu
fahren um das Verhalten, von vielen geistig, gestörten Mirtmenschen
zu erfahren. Ja genau im doppelten Sinne. man kann es quasi
“erfahren”. Schlimm ist es nur, wenn sehr schlaue Menschen, die
uns umgebenden tatsachen umdichten wollen.
Kein Mitleid !
Gruss Zamir
Lieber Zamir,
nach zwaa Bocksbeutel un 4 Stunn Babbele mit nem Freund gesde mir aufn Zeiche. Sei doch so gut und transponier dei Probleme ins Jenseits. Bei die Peiniche, wo dieProbleme löse un bei die Kirchefürste bei die Angebornheit von dene, oder die Ader vonn dene meinetweche. Ich glaub inzwischen ehe, Du hast e Problem mit der Welt. Nich die Welt mit dir, bewahre, mei liewe Gesangverein! Wenn ich könnt, ich det dich weiss Gott in de Himml schicke, damit de unse Proleme löse dädst. ~ Un ich sach dir, als einer der meeh hat alse zum Glicklichsei braucht, s is a guuds Gefiil. Un Dummheide mach ich gern. Un Bleedsinn wo de annern Leud schadd mach ich deshalb noch lang net. Net alle sin Seu. Un DUUU, du nei so heilich. Mecht`s net wisse, awe irchend e Leich hastde aach im Keller. Die Ooowe- Heiliche des sin me di Schlimmste!
Einer geht noch:
Genug haben, ist Glück, mehr als genug haben, ist unheilvoll.
Das gilt von allen Dingen, aber besonders vom Geld.
Gruß Zamir
Lieber E.Gärtner,
keineswegs wollte ich das Mittelalter schlecht machen. Wenn es jedoch Probleme auf dieser Welt gibt, die im Diesseits nicht lösbar
sein sollten, dann lege ich mein vollstes Vertrauen in den illustren
Lebenswandel der katholischen Kirchenführer, seit dem Mittelalter.
Bestimmt hält auch die angeborene religiöse Ader, der momentan
unter Verdummung, Verfolgung und Verachtung lebenden Unterdrückten Menschen aller Nationen, diese Armen davon ab,
ihre Peiniger mit Gewalt in den Himmel zu schicken, damit diese,
dann wiedrum im Himmel die Probleme lösen können, zu deren Lösung, sie im Diesseits nicht fähig waren.
Kein Mitleid !
Gruß Zamir
@Eysel:
WSJ = Wall Street Journal
Marx hatte recht, habe ich irgendwo schon mal reingestellt, ist aber sehr empfehlenswert.
“Geldmaschine explodiert – Kapitalismus durchgedreht? ” So der Titel einer ntv Diskussion Leo Busch-Olaf Henkel. Es lebe die sachliche Berichterstattung!!!
Empfehle allen Wütenden, Verzweifelten, Draufhauern, Sozialapologenten: “Marx hat recht” http://www.faz.net/s/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC/Doc~E00D17F52B16A40C38EDD277397A427FF~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Allen, die mit mir – mehr oder weniger – einer Meinung sind, dürfens auch lesen.
Lieber RTY,
))
)) ) missverstanden, fehlinterpretiert wird.
empfehle Ihnen sehr zur Lektüre WiWo S. 65
~
Der Taleb ist, wie Amazon berichtet, schwer zu kriegen.
Scheint Einige zu interessieren. Hoffentlich schreibt er so eindeutig, dass er nicht ( wieder
@Zamir: Warum machen Sie das Mittelalter schlecht? In Wirklichkeit war es “normaler” als die so genannte Moderne, die ja immer nur Programm, nie Realität war. Sie können das nachlesen bei Bruno Latour (“Wir sind nie modern gewesen”) und (noch besser) bei mir (“Öko-Nihilismus”). Es wird sich m. E. bald zeigen, dass das Mittelalter nicht nur der Normalzustand der Menschheit darstellt, sondern im Endeffekt auch rationaler war als die sog. Moderne, weil die Menschen akzeptierten, dass es viele Probleme gibt, die im Diesseits nicht lösbar sind.
@ PS, nein es wird niemand gezwungen zu glauben, was Presse schreibt. Aber leider hat sie für Viele den Nimbus von Autorität oder Sachkunde. Wie oft hörst Du etwas, das offensichtlich aus Focus, Spiegel, HB stammt. Und wie oft hörst Du, dass jemand sagt: Da stand der und der Quatsch im xyz??? Letzteres kommt SELTENST vor. Ich ahb mir mal – lange her – die Mühe gemacht und eine Woche lang nur die Millionen-Milliarden Verwechsler im HB genau zu zählen. Nee, ich verrate erst mal nix. Du darfst erst mal raten … Und dann hab ich dem Chef ne mail geschrieben. Er hats nicht glauben wollen, später hat er Besserung gelobt. Schon solche Kleinigkeiten, unterstellen wir mal, es wäre reine Flüchtigkeit, zeigen neben dem offensichtlichen Stress der Leute, immerhin auch, dass da oft wirklich nur ganz schlichte „Schreiber“ am Werk sind, die MASSE für die MASSE produzieren. Die NZZ hat oft noch Qualität wie ich sie mir wünsche, Distanz zu den Dingen. BöZeitung isthumorlos, beschränkt sich auf Fakten. Was soll WSJ heissen?
Lieber Dr.,
Dr. in was?
Ja magic, Viel Wahres. Zu deiner Kasino Metapher möchte ich ergänzen, dass man IMMER und überall und allen Lebensbereichen im Spielsalon ist. Ein paar Rattenfänger haben den Leuten allerdings 40 Jahre lang erfolgreich weiss gemacht, sie sässen unter einer atombombensicheren Glocke von Kontinuität und Sicherheit gewährenden Organisationen. Von Vater Staat fürsorglich bereit gestellt. Und nun, wo diese Fiction für den letzten Depp erkennbare Risse bekommen hat, da wird lauthals nach dem Sicherheitsgewährer geschrien.
Und so gerne ich auch auf allen möglichen staatsverursachten Mist schimpfe, DARAN ist er nicht schuld. Durch die Risse der Glocke schimmert – wieder – die Realität durch. DAS ist passiert! ~ Lieber magic, du scheinst von falschen Voraussetzungen auszugehen. DENKEN hilft manchmal. Manchmal nicht. Was jenseits des Erkenntnishorizonts, Trichters liegt, das MUSS unbekannt bleiben ( schwarze Schwäne ). Und genau DAS ist der unvermeidliche! Spielsalon in dem wir alle uns tummeln, ob wir wollen, oder nicht! Zusätzlich!!! zur Eigenschaft des homo ludens. Aber DAS ist freier Wille im Gegensatz zum Vorgenannten.
Taleb versteht unter \”freien Märkten\” so etwas wie \”Glückspielzonen\”, in Tichy Words: Spielsalongs! Er empfiehlt sich auf \”schwarze Schwäne\” im Spielsalong einzustellen, so wie der Truthahn sich auf den Tag des Erntedanks vorbereiten sollte und es nicht tut, sondern an den 364 Tagen des Jahres, an denen er ungeschlachtet davon kommt, dies als \”Normalfall\” verinnerlicht.
Der Unterschied zwischen Truthahn und Spielern im Spielsalong scheint mir darin zu liegen, dass der Truthahn, falls er die Schlachtung aus welchen Gründen auch immer einmal überlebt, wissen könnte, er hat nun wieder 364 Tage gewonnen. Da er nicht wie Eysel von der Schule geflogen wurde, sondern nie eine Schule besucht hat und auch sonst ein ganz anderes Bewusstsein hat, als wir dies von Eysel annehmen müssen;-), fällt ihm weiter nichts auf und ein und er lebt im Zustand ewigen Glücks bis zur nächsten Schlachtung. Im Spielsalong ist das anders, dort sitzen viele Eysels, Talebs, 33er, sie alle müssten defenitiv wissen, dass sie glücksspielen, dass heisst: jeder nächste Tag kann der Tag der Schlachtung sein. Hinzu kommt diesen Damen und Herren und ihren \”Herren\” hat hat der Herr ein Gehirn und ein menschliches Denkvermögen mitgegeben für ihr Dasein als zweitägige Eintagsfliege. Warun nur machen Sie davon kaum Gebrauch, weil, wenn Sie dies täten, würden Sie \”logisch\” betrachtet, wohl zu der Schlussfolgerung gelangen müssen, ihre Zeit mit weit \”Sinnvollerem\” verbringen zu können (der Fall, auf den Zamir wartet, der aber seit 2000 Jahren nicht eingetreten ist, und von \”Schlachttag\” zu \”Schlachttag\” in der Geschichte des Glücksspiels, äh, der freien Märkte, in den Slaongs dieser Erde nicht wahrscheinlicher wird: homo ludens bleibt homo ludens, auch wenn er sich in der letzten Zeit gerne im Gewand des homo öconomicus gekleidet hat, und in den letzten Jahren mit der Mode der \”talk-the-talk-Nobelpreisträger-Gedankengebäude gehend aus diesem Homo öconomicus-Gewand Schritt für Schritt ein paar Stofffetzen entfernen liess und im Moment z.B. die Salongs dieser Erde gerammelt voll zu sein scheinen mit Zockern \”oben ohne\” unten mit Feigenblatt, manchen mit Tanga, manchen noch mit Bikinioberteil, andere mit Shorts, der Foxtrott im ökonomicus-Look ist einem Tanz der halbnackten Leopardenfellmänner gewichen, die den großen MilliardenRegen herbeibeschwören.
Ich wünsche weiterhin gute Unterhaltung, und vergesst den Apllaus nicht, denn auch angesichts der erbärmlichsten Nummer gebietet es die Höflichkeit den Künstlern Respekt zu zollen, Respekt statt Verachtung! Ich weiss, Zamir, da hast du so deinen Bedenken, ich vermute, den meisten in Tichy-town geht es ähnlich und die, die dies leugnen oder vermeiden derart Stellung zu nehmen, dass sind die Truthähne von morgen;-)
So long in money Magic
Am Ende bleibt doch nur eine Erkenntnis u. (nur) in soweit gebe ich dem Autor recht: Die Zukunft ist nicht vorhersehbar u. Analystenmeinungen sind NICHTS wert. Ich blicke sicher auch mit Sorge auf die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, als Arbeitnehmer fordere ich aber nicht – angesichts einer drohenden Rezession – bereits heute Beschäftigungsmaßnahmen vom Staat. Ganz ehrlich: Die “Chefsache” irritiert mich doch sehr … als regelmäßiger Leser Ihrer Zeitschrift u. Ihrer Website würde ich sogar von einer schizofränen Anwandlung reden wollen. Wer wöchentlich den “Markt” predigt, sollte nicht beim ersten Strum einknicken!!!
das “Rettungspaket” wurde knapp mit 228:205 Stimmen abgelehnt, 133 der 228 Nein-Stimmen stammten von den Republikanern, alles klar, the time is now! Change!
So long in money Yours Magic
P.S: Zamir, wenn deine Frust-Sedimente zu Öl zu verarbeiten wäre, könnte wir die Öfen und Motoren dieser Erde mehr als 500 Jahre bedienen, ohne Kernenergie, ohne Verbrennung fossiler Stoffe und ohne Sonnenernergie, was hat dich nur so abgrundtief gebeutelt?
Ich bin umgeben von Unfähigen,
die Welt ist ein Betrugssystem,
vor wem kann man sich eígentlich noch blamieren ?
im Zeitalter der Beliebigkeit.
Besoffen ist der Mensch und ohne jeglichen Wert, wenn er seinen
Nachkommen, nur noch einen riesigen Trümmerhaufen hinterlässt.
Wohlstand und Müll ohne Ende, das passt genau auf den IQ des
heutigen Hirnschimpansen; Innenweltverschmutzung, aber wo
bleibt das Reinigungskommando. Die Versager verbarrikadieren
sich in ihren Villen und der Mob hat keine Richtung.
Gibt es eigentlich noch Negativ-Sensationen ?
Die menschliche Seele ist so beschmutzt, daß kein Mittel,
die Selbstauferlegten Felcken behandeln kann.
Gruss Zamir
Liebstes Magiclein,
ja doch, mir reichts schon lange. Vorallen Dingen´wenn diese
laienprediger, nicht mal genau wissen,was sie noch für alte
Leichen in ihren Büchern versteckt haben.
Schlimmstes Mittelalter hat uns eingeholt, weil wir soviel
Vertrauen haben (ist das schon Amerikafeindlich, Herr Tichy) und
uns die Naivität aus den Ohren kommt. Wie sagten die Grünen,
in den goldenen 70er Jahren: “Lasst uns das Problem doch erst
einmal an- und drumherum und dann evtl. ausddiskutieren.
Dies ist der gaanz norml-dialektisch-idiotische Ablauf und inzwischen
wurden wir schon wieder um mehrere Millionen BESCHISSEN.
Aber ja doch, küss die Hoand, gnä’ Frau.
Kein Mitleid !
Gruss Zamir
Jetzt zeigt sich, was dabei herauskommt, wenn die Politik von der einflussreichen Lobby bestimmt wird. Steuersenkungen und absolute Freiheit, fast Willkür für Reiche und Großunternehmen, rein nach der Lehre des Liberalismus, was bedeutet: “Die freie Füchsin im freien Hühnerstall”.
Erstmals hat man sich nun in der Geschichte der USA einiger Expertenmeinungen auch in der Blog-gergemeinde gebeugt und das Rettungspaket für die Zockerbanken nicht akzeptiert. Dies hätte näm-lich bedeutet;“Wir machen weiter wie bisher, bloß mit dem Vorteil, dass die zweistelligen Renditeziele aufs Kapital weiter versprochen werden können, da sie jetzt staatlich abgesichert sind.“
Man fragt sich ja nach wie vor, warum soll Otto Normalverbraucher in USA oder sonstwo in der Welt, der von den vorherigen Gewinnen des Kapitals keinen Nutzen hatte, jetzt mit seinem Geld für die Ver-luste einstehen. Erstmals scheint man, zumindest in USA eingesehen zu haben, wohin die uneinge-schränkte Lobby- u. Klientel-Politik führt. Die Regierung kann es sich wahrscheinlich nicht mehr leis-ten, ungeachtet aller Vernunft, ihre Lobbypolitik gegen ausgewiesene Experten und Mahner auch in Bloggs, weiter zu verfolgen. In Europa ist man noch lange nicht so weit, Politik gegen die Lobby zu wagen.
Hier vor Ort sieht man z Zt. die Deutsche Bank in Person von Dr. Josef Ackermann schon an die Tür der Hypo Real Estate anklopfen, um die dort investierten Einlagen, die ja vorgestern futsch gewesen wären, heute, nach Staatsgarantie, in München einzufordern. Und nicht nur die Deutsche Bank wird dies so machen… auch ausländische Bankrottbanken, können sich so jetzt vom deutschen Steuerzah-ler ihr Geld zurückholen. Denn wenn die Bürgschaft einmal gegeben wurde, wird sie auch eingelöst. Oder????? Hinzu kommt, ich denke, mindestens 99% der Deutschen haben weder Pfandbriefe noch Kapitaleinlagen bei der HRE und hatten bis vor kurzem, noch nicht einmal den Namen dieser Bank gehört und können auch in Zukunft ohne sie auskommen; weniger ihre Aktionäre, die keine Verluste hinnehmen möchten, womit wir wieder beim Lobbyismus wären. Da werden die Ängste von der Welt-wirtschaftskrise 1928 aus der Mottenkiste geholt, um die Leute bei der Stange zu halten. Denn es könnte ja jemand auf die Idee kommen, sich daran zu erinnern, wie eisern unser Finanzminister sich vorgenommen hatte, keine neuen Schulden machen zu wollen.
Das Problem wurde nach der Zinserhöhung in USA ausgelöst hat sich dann aufgetürmt. Diese Zertifi-kate mit denen in den Vorjahren riesige Gewinne erzielt wurden, waren auf verschiedene Ban-ken verteilt, damit glaubte man, das Risiko zu minimieren, zumal die Ratingagenturen, nach den her-gebrachten Kriterien, Bestnoten verteilten. Was man dabei aber nicht bedacht hat, war, dass es sich immer um dasselbe “Produkt”, nämlich die hochriskanten Haushypotheken aus den USA handelte.
Die Mächtigen, Die Regierenden, die Manager, die Eliten.die Studierten, die Reichen, die Spielführer, die Promineneten,
welches Schmierenteather, welche Schlampenkomödie haben
sie uns zelebriert. Die ist der Abgesang einer ganzen generation
von ungezogenen Mistflegeln , ohne ANstand, ohne Benehmen,
ohne Erziehung und ohen Stil, da muss ich nicht Plato, Eusebius und
irgendwelche Marc Aurels , dazu FAZ, die Zeit, SZ und noch der
Spiegel, einer greht unter dem Begriff “Kunst” noch einen Film.
Pfui Teifel, mir ist schon schlecht, wo leiben die beliebigen
rechtfertigungen, wen wollt ihr Superoberunfähigen eignetlich
noch beeindrucken von euerer menschenfeindlichkeit. Bäääh.
Kein Mitleid !!
Gruß Zamir
. also, Zamir, jetzt reicht’s, ich muss dir entschieden widersprechen, geschnitzt wird am besten im Erzgebirge, ganze Familien und Sippen leben dort seit Jahrhunderten am A. der Welt, nicht am Nabel des Nebels und schnitzen Engel, Nussknacker, ganze Weihnachtsberge, Lichterbögen und hast de nich gesehen, Das ist die reine Wahrheit, nichts als die Wahrheit, Bänke gibt’s hier auch, aus Holz, da sitzen z.B Oma und Opa demütig drauf und in Eintracht, er schmaucht ein Pfeifchen und sie schmaucht passiv mit, ein Motiv absoluten Geheichnisses, seit Jahrhunderten, die Leute sind’s zufrieden, Berliner, New Yorker, Kölner oder Sachsenhausener Nabel-der-Welt-Frust kennt man hier nicht, it’s a kind of magic, hier am A. der Welt;-), du Zmirksper ohne a
Lieber Eysel,
schon klar, es stehen vermutlich Koffer voller Geld auf der Straße, wie Anthony Bolton zu sagen pflegt. Aber erst muss der Blutkreislauf wieder ins Laufen kommen.
Es zwingt uns ja keiner, zu glauben, was die Presse schreibt. Relativ humorlos bleiben normal Finanz&Wirtschaft, NZZ und wer es besonders humorlos möchte die Börsenzeitung. Übrigens hat WEB mal gesagt, Witzblättchen wie das WSJ lese er nicht
PS
Ich bin der sicheren Annahme, dass hier eine ganze Menge
Verwechslungen ins Spiel gebracht werden. EIn System, das auf Vertrauen aufgebaut ist, gibt es nur innerhalb einer Familie oder
einer Sippe. Wirtschaften, Handeln, Geschäftebetreiben, nur Kontrolle und Prüfungen kreuz und quer, ständiges wiederholen,
bieten und anbieten. Risikomanagement, die Banken wissen noch nicht wie weit die Risiken gehen können, bzw. gestreut sind; wer
glaubt denn wirklich an den Weihnachtsmann ? Die unbezifferte
Krise, der totale Ausstand, das riecht schon sehr faul. Das gesamte,
vermaledeite system ist bis in die Wurzelkn faul. Nicht nur die
“Bänker”, dieser Begriff, mit ääääääääääääää, leute. Leute, dies
ist Suppenkspertheather für die Kleinen und Dummen. Die
Revolutionen kommen heute von oben, das ist die Spezialität
der anglo-germanischen Holzköpfe. es sind keine Menschen, nein,
hier waren Puppenschnitzer am Werk.
Gruß Zamir
na sowas, äwoluschen, da hat die CSU ja noch ungeahnte Reserven;-)
dat mit dem “vergeigt”, Eysel-Kreiselchen, dat hat Mama Bush auch zu ihrem Georg jr. jesagt: nimm noch’n Keks, Jeorg, und jib den Jungs ihre 700 Milli, abjerechnet wird am Ende…fragt sich nur, ob Eysel und Jeorg dat Ende noch erleben…hi,hi
belesen hin Jedichte her, die schönste Freude ist immer noch …
Für Dich, PS:
Arbeitslosenzahlen werden nicht zur Kenntnis genommen.
Börsencap reihenweise unter Eigenkapital, interessiert keine Sau. Selbst wenn 2009 tatsächlich die Gewinne wie 2001 um 50% einbrechen würden, hätten wir noch einen Discount von ~ 25% auf den langfrist Mittelwert der meisten Kennzahlen. ~ In Sachen Abgeltungssteuer gar nicht schlecht! ~ N-TV O-Ton: “im guten alten Sparschwein ist das Geld sicher.” Und in ein paar Monaten wird wieder die geringe Aktionärsquote beklagt…. Was meintst Du zu Presse, Medien??? Ich sage prozyklisch verstärkend. Vielfalt??? Nenn mir ein Medium, das NICHT auf der bad news = good news Welle schwimmt??? WiWo? Na ja.
Ist es nicht ein geradezu “tolles” Zeichen, Spiegel der Neid-”Kultur”, wie genüsslich die erfolgreichste Partei des erfolgreichsten Bundeslandes jetzt medial auf allen Kanälen zerpflückt wird?????? Ich hab sie übrigens nie gewählt.
Lieber magik , ich bin mit den 22% auch ein paar % im minus. Ja. VERGEIGT sind sie noch lange nicht. Soviel Logik geht sogar ohne Taschenrechner. Am Ende wird abgerechnet. Schade, dass ich dir die Schadenfreude verderben muss. ~ Einfach GEIL, wie GEIL Manche ( Viele )auf sowas abfahren ….
@Eysel: Nix für ungut, Du weißt schon, wie ich es meine. Auch wenn Du mich ab und an geradezu absichtlich missverstehen willst.
..na da haben wir’s doch: äwoluschen im blutigen Fussbad 22% vergeigt, CSU-Huber ist wegen weniger Verlusen zurückgetreten;-)
So long in money Yours Magic, zur Zeit auf der Tribüne am A der Welt, gläubig staunend, wat et allet jibt!
@ PS,
Stress ja. Selbstversändlich bin Teil der Meute. Mehr als das BEMÜHEN um Abstand geht nun mal nicht.
Fell abziehen? Falsch geraten. 78% safe heaven.
Neulich hatte ich eine kleine Meinungsverschiedenheit. Als meinem Gegenüber die Argumente ausgingen meinte er: \”Ich bin blind.\” Blinde und Behinderte und Hartz Empfänger haben eben nun mal recht. Punkt. Das ist doch ein GÜLTIGES Argument! Und gleichzeitig eine Zustandbeschreibung unserer Gesellschaft.
Sag mal Eyselchen, könnte es sein, dass Du im Moment etwas unter Stress stehst? Den Herdentrieb an der Börse bemühst Du ja gerne. Warum sollte das bei SARS, BSE etc. anders sein? Du gehörst genauso zur Meute, wie alle anderen, insbesondere mir selbst, auch. So sind wir nun mal. Als Bulle könnte es sein, dass die derzeit wütenden Bären Dir das Fell abziehen. Sei vorsichtig
))
Lieber Eysel, Evolution wertet nicht? Ich versuch`s aber trotzdem mal: geistig weichgespült, mit beiden Füßen auf dem Hartz IV Boden stehend, die Presse und die korrupte Ordnung ist schuld an deinem Schicksal und ein Finanzgau betrifft dich nicht, weil: alles, was du in deinem Leben auf die Reihe gebracht hast, in eine Alditüte passt. So lässt sich`s schwätzen.
Äwoluschen-Eysel-Kreisel for President! Du gibst hier einen so Abgegessenen, ohne dich geht’s nimmer weiter;-)
@ Gärtner,
Demut predigt Kirche schon lang. „Ich wünsche mir eine Wirtschaftsordnung, die dafür sorgt, dass die wirtschaftlich Handelnden mit beiden Füßen auf der Erde bleiben bzw. rasch wieder dort landen, wenn sie abheben.“ Warum soll eine menschengemachte Ordnung nicht auch alle menschlichen Eigenschaften haben? Wie könnte es anders sein?
@ PS,
selbstverständlich kann jeder sagen was er will. Und ich muss diese Meinung keineswegs teilen. Und Pressefreiheit würde ich mit geschwungener Weissbierflasche verteidigen. Gemeint damit ist allerdings in allererster Linie VIELFALT !!! Und ich habe den Eindruck, dass „Presse“ recht gerne und überwiegend Vorurteile bestätigt um UMSATZ zu generieren; auf diese Weise eher als Verstärker existierender ( Meinungs-) Tendenzen und eben nicht als Korrektiv durch angebotene Vielfalt.
@ Vanfan,
auf „GAU“ hab ich noch gewartet! In unserer „weichgespülten“ Gesellschaft wird jede „normale“ Entwicklung zur Katastrophe hochstilisiert: SARS, Rinderwahnsinn. Hallo PS, alles ganz ohne Beteiligung der Presse, oder???? Wie wärs denn mit ner netten kleinen Verschwörung?.
Liebe Freunde, „Entwicklung“ gibt es nicht ohne „Brüche“. Gibt es nicht „befindlichkeitsschonend“. Die „Wertung“ die Mensch über Entwiclung stülpt ist unsinnig. Evolution wertet nicht. Pragmatisch genug???
Ideologie, Philosophie und Religion in diesem Chat: drei wunder-bare Felder für genüssliche Diskussionen an einem trüben Herbst-abend (wenn nicht gerade ein Fianzorkan tobt).
Geht`s auch ein bißchen pragmatischer? Zur Zeit erleben wir die Anfänge eines Finanzgaus. Wer bis gestern nicht Immobilien, Gold u. a. Sachwerte angesammelt hat, wird es heute auch nicht mehr tun (können). Wer heute nicht sein Bargeld von den Banken abzieht, wird in ein paar Tagen zum doofen Schlangensteher. Und sollte der Derivategau, der reichste Mann der Welt nennt sie Massenvernichtungswaffen des 21. Jhd., noch nicht im Oktober 2008 stattfinden, dann haben alle, die jetzt nicht nur philosophieren wollen, vielleicht noch ein paar Monate Zeit, um ihre bisher unzureichenden Anlageentscheidungen zu korrigieren.
Denn, wenn`s gut geht verliert unser Geld in den nächsten zehn Jahren 90 % seines Wertes. Wenn`s schief geht, verlieren wir im nächsten Monaten alle unser Geld. So sehe ich das rein pragmatisch.
Lieber Eysel,
Deine Einschätzung bezüglich der schädlichen Wirkung der Presse und diverser Medien als Brandbeschleuniger teile ich nicht. In unserem Land, auch hier im Blog, kann jeder sagen, schreiben und denken, was er will oder meint (solange man anderen nicht persönlich auf den Schlips tritt). Pressefreiheit ist doch etwas Wunderbares, seien wir dankbar dafür. Wenn Dir rtys Meinung nicht gefällt, lies halt etwas anderes, das Angebot ist ja reichlich. Außerdem bleibe ich dabei: Die Nachrichten folgen den Kursen, nicht umgekehrt.
Was mich froh stimmt ist, dass ja kaum noch jemand optimistisch zu sein scheint und das ganze sich immer nervöser anhört. Langsam könnte der Zeitpunkt kommen, an dem die Nacht am dunkelsten ist.
Ruhig Blut
PS
@Pampastier und Eysel: Ich habe ja bei der Voba kein Vermögen geparkt, nur 2 Mieten im Voraus. Und dann, was die Hilfe des Himmels angeht: Ich erwarte keine wundersamen Eingriffe oder Eingebungen von oben, wohl aber von den Menschen, die nach oben schauen, eine mehr vertikale Ausrichtung ihres Denkens und Handelns, auf deutsch: Demut. Dann kann es zu den hybriden Exzessen, die wir an der Wall Street erlebt haben, nicht so leicht kommen. Es ist doch wohl kein Zufall, dass der Kapitalismus in den 50er Jahren befriedigend bis gut funktioniert hat, in den 60ern aber schon nicht mehr. Um zur Demut zu gelangen, muss man halt viel Lehrgeld zahlen. Mit dem Erfolg kommt auch der Übermut. So sind wir Menschen un mal. Ich wünsche mir eine Wirtschaftsordnung, die dafür sorgt, dass die wirtschaftlich Handelnden mit beiden Füßen auf der Erde bleiben bzw. rasch wieder dort landen, wenn sie abheben.
Heise ( Chefvolkswirt Allianz ) auf N-tv eben.
Bin wieder getröstet, weil DOCH nicht ganz allein auf der Welt mit meiner Meinung.
Und jetzt haben wir noch nen Verfechter “islamischer Wirtschaftsordnung”. Nicht grad sachkungig aber wirklich “bunt” hier. Bin nur froh, dass der Herr – hoffentlich – nix zu sagen hat. Empfehle den Herren ein wenig Valium und danach ein Seminar: “Grundlagen der Evolution”.
@ Gärtner: Auf den Himmel ist weing Verlass. Auf den Weltuntergang scheint ihrer Überzeugung nach mehr Verlass zu sein. Schade, wo wir uns doch zumindest in Sachen Klima einig sind. ~ Und auch sonst. Die GROSSE Kerbe. Der blog “verkommt” zum mainstream … und RTY schreibt nen “Extrablatt” und hofft auf Neustart durch Deus es Machina … Hochkonjunktur für RTY als Crashguru. Da lässt doch Franz Werfel seinen Oberst Jabukowsky ganz aktuell sagen: Entweder die Welt geht unter, oder ich komme bis zur nächsten Wegegabelung … usw.
Nana, Weltuntergangsstimmung
Ganz konsequent zu Ende gedacht, lieber Herr Gärtner, wird die kleine Volksbank aber auch nichts helfen, denn wenn das Bankensystem kollabiert, kollabieren auch die Währungen. Dann kriegt jeder wieder 40 Globo und auf ein Neues. Warum also so defensiv, radikale Verschuldung und Land kaufen wäre z.B. folgerichtig.
PS
Der Kapitalismus hat ebenso wie der Sozialismus versagt, jedenfalls
darin, ein gerechtes und fortschrittliches Wirtschaftssystem zu sein.
Es ist die Zeit, aus den Erfahrungen und neuen Erkenntnissen ein wirklich stabiles und gerechtes neues Wirtschaftssystem zu entwickeln und zu installieren.
Die in unserere Gesellschaft tief verankerte Dogmatik bezüglich
verschiedenster Wirtschaftssysteme muss überwunden werden
und ein ganzheitlicher und ohne egoistische Interessen und Hintergedanken gearteter Ansatz her.
Der “Kapitalismus” würde auch ohne Banken zur Krise führen, denn
diese Institutionen wirken nur als volkswirtschaftlicher Multiplikator.
Es hilft nichts an den Symptomen herumzuarbeiten, sondern es muss endlich die Ursache angegangen werden.
Durch die bloße Existenz eines positiven Zinses entsteht “virtuelles Kapital”, welchem keine realen Produktivgüter gegenüberstehen.
Dieses “virtuelle Kapital” stellen auf der einen Seite Schulden dar, auf der anderen Seite durch Kapital erwirtschaftete Gewinne.
Um ein solches Wirtschaftssystem stabil zu halten, muss das “virtuelle Kapital” aus dem System abfließen, d.h. vernichtet werden.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Die Börse, Insolvenzen und die
Zentralbanken.
Diese sog. Finanzkrise ist somit eine notwendige Vernichtung
von “virtuellen Kapitals”.
Wenn wir den “Kapitalismus” als ein funktionierendes Wirtschaftssystem betrachten, so ist dies eine ganz normale Angelegenheit und es ist fraglich, warum sich alle aufregen.
Betrachten wir diese Krise jedoch als Versagen des Systems,
so müssen wir uns eingestehen, dass das System grundlegend
nicht in einem von uns verstandenen Sinne funktioniert.
D.h., ein neues Wirtschaftssystem muss her.
An den Symptomen herumdoktorn ist nur ein Aufschieben,
es wird immer und immer wieder der Fall sein.
Aber die Folgen werden schlimmer werden, da wie man
offensichtlich sieht, implizit die Schere von Arm und Reich durch Kapitalabzug auf der einen und Kapitalkonzentration auf der
anderen Seite weiter auseinander geht.
Die Ursache von Ungerechtigkeit steckt grundlegend im kapitalistischen Wirtschaftssystem.
Sich selbstständig zu machen ist auf dem Gebiet, wo große
Konzerne existieren, kaum noch möglich, da Synergieeffekte, welche sich auf die Preise angebotener Produkte auswirken,
dazu führen, dass ein neues und kleines Unternehmen
am Markt nicht mithalten kann bzw. nicht einmal seine
Ausgaben decken kann.
Um einigermaßen “gerecht” zu sein, würde es alle 50 Jahre eine
Situation “Ground zero” erfordern, ähnlich wie nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland, wo alle quasi bei Null anfangen.
(Aber auch da hatten einige mehr Startkapital durch Immobilien
und Aktienbesitz)
Aber ich denke das wollen wir alle nicht.
Auch ist ein bei uns gesetzlich festgeschriebenes “stetiges Wirtschaftswachstum” theoretisch und somit praktisch auf unserer
Erde nicht möglich, da unsere Ressourcen beschränkt sind.
Es ist nur solange möglich, wie andernorts ausgebeutet werden
kann.
Da die natürlichen Ressourcen bald erschöpft sind und sich die Staaten stillschweigend bereits bewusste sind, dass es nicht mehr möglich ist, die Staatsschulden jemals wieder zurückzahlen zu können, wird sich die Krise weiter zuspitzen.
Wir haben keine Wahl, als ein neues, fortschrittliches und gerechtes, wie auch ganzheitliches Wirtschaftssystem zu entwickeln.
@Kurt Gövel
Nun, mussten nicht auch schon mehrere Landesbanken \\\’gerettet\\\’ werden??? Oder gäbe es die WestLB. die SachsenLB etc etc sonst etwa noch?? Und deren \\\’leitende Ebene\\\’ weiß auch, wie man sich nette Gagen und noch nettere Verträge bei vorzeitigem Ausscheiden + üppige Ruhegehälter zusichern läßt…..alles das gleiche arrogante Gesindel…..
Plein d’accord, lieber Herr Tichy. Immerhin bekamen auch die Besucher meiner Website (www.gaertner-online.de) schon im vergangenen Jahr (und ich glaube sogar schon davor) entsprechende Tipps für die Vermögensumschichtung. Ich selbst habe rechtzeitig alle meine Aktien und sonstigen riskanten Papiere verkauft. Was ich mit dem Erlös gemacht habe, verrate ich nicht einmal meiner Frau. Und mein Geld für laufenmde Ausgaben befindet sich bei einer klitzekleinen Volksbank, die dank eines sehr konservativen Managements Jahrzehnte lang allen Übernahmeversuchen durch größere Institute widerstanden hat. Und wenn es, wie Sie schreiben, jetzt nur noch darum gehen kann, das System von außen zu stabilisieren, dann rate ich, etwas weiter als bis nach Berlin, Washington oder New York zu blicken, sondern am besten gleich nach oben, zum Himmel.
Es war nicht die Schuld der Kunden, die Anfang diese Jahrtausends durch Fillialschliessungen und horrende Kontogebühren gezwungen wurden, die Bank(en) ihres Vertrauens zu verlassen. Der “normale” Kontoinhaber warf einfach zu wenig Geld für die Bankhäuser ab; er war eine Altlast, die man schnell loswerden wollte.
Kurzfristig, wie die Denkweise einer neuen Generation von Bankern, war nur durch Investment schnell Geld zu verdienen… und die Geldinstitute “trieben” die Kunden in die Arme der Sparkassen und Genossenschaftsbanken.
Nun rächt sich dieser Kurs auf bittere Weise und Herr Tichy beschwert sich tatsächlich darüber, dass die Sparkassen ihr Geld jetzt zurückhalten.
Die Banken haben ihre Chance gehabt – und sie haben sie leicht verspielt, genauso, wie das Geld der Anleger. Lasst sie einfach sterben und aus der Asche eine gesunde UND vernünftige neue Geldkultur entstehen, sonst wird sich nichts an dem Gebaren völlig überschätzter Finanzspezialisten ändern.
Das wäre dann wirklich traurig, denn die Gabe, aus Fehlern zu lernen, ist eine wichtige Eigenschaft menschlicher Intelligenz.
Inzwischen ist nicht mehr das Problem das Problem, sondern die Panik, die verbreitet wird. Wenig zielführend!