» 20.09.2008, 07:02

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Panik im Spielsalon

Seit über einem Jahr warnt die WirtschaftsWoche vor den Folgen der Finanzkrise. Viele haben das Problem immer wieder verharmlost; so Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der dreimal Entspannung vorhersagte. Die Krise hat sich aber von Monat zu Monat verschlimmert. Droht jetzt sogar eine Weltwirtschaftskrise?

Ja, wenn notleidende Banken den Unternehmen schlagartig Kredite kürzen – dann reißen die Bankpleiten Unternehmen mit. Das war der Wirkungsmechanismus des Schwarzen Freitags von 1929. Und das ist der Grund, warum heute riesige Summen aus den Staatskassen und direkt aus den Notenpressen in das Finanzsystem gepumpt, warum Banken verstaatlicht werden. Zeit spielt eine entscheidende Rolle: Wir erleben einen Crash auf Raten. Scheibchenweise müssen Banken ihre Fehlspekulationen abschreiben, und das Ende ist noch nicht in Sicht. Das bedeutet aber auch, dass alle sich auf eine Verschärfung der Krise vorbereiten konnten. Diese Zeit fehlte damals am Schwarzen Freitag und wird heute teuer erkauft.

Entlastung für die Wirtschaft gibt es aber auch von anderer Seite. Während die Öl- und Rohstoffpreise fallen, stabilisiert die Nachfrage nach Infrastrukturgütern aus Ländern wie Indien und China den Export. Und wegen der nachlassenden Inflation können die Zinsen wieder sinken.

Trotzdem wird es zu einer Wachstumsschwäche kommen, weil wir jetzt für die Schulden von gestern bezahlen. Über Jahre hinweg haben die Amerikaner für jeden verdienten Dollar einen Dollar und 30 Cent ausgegeben. Der gigantische Schuldenberg wurde über Hypotheken, Kreditkarten und Leasing finanziert. Diese Schuldenblase ist nun geplatzt.

Die Verantwortung tragen Banken für die unkontrollierte Kreditvergabe und den Weiterverkauf fauler Kreditpakete; damit haben sie ein Schneeballsystem ständiger Kreditausweitung aufgebaut. Die Investmentbanken haben die Risiken systematisch unterschätzt und den Kunden vorgegaukelt, sie könnten diese Risiken eliminieren. Ihre scheinbar stringenten Modelle versagen jedoch: Die überschuldete Volkswirtschaft der USA ist kein traditionelles Klumpenrisiko wie, sagen wir, der Häusermarkt in und um Dingolfing, der mit einer Verbriefung von Hypotheken abgefedert werden kann. Die Schulden der USA sind eine Art schwarzes Loch, das weltweit Kapital ansaugt und vernichtet.

Damit haben die Investmentbanken das Bankgeschäft in eine Art Spielhölle verwandelt. Wie naive Bauern den Lichtern von Las Vegas, so sind die Banker den Verlockungen des schnellen Profits erlegen. Als Erste wurden die IKB und die Sachsen LB abgezockt. Neuerdings stellen die Spielhöllenbetreiber mit Entsetzen fest, dass in ihren Tresoren noch zu viel von dem Schrott lagert, den sie eigentlich ihren Kunden andrehen wollten, denn auch das gilt: Nicht alle Banken haben versagt. Schwarze Bankbilanzen sind auch heute Qualitätssiegel für das Management.

Ein Umdenken hat stattgefunden. Plötzlich sind die Peanuts der Postbank-Kunden wieder wertvoll für die Deutsche Bank. Weil Banken Eigenkapital brauchen steigen die Zinsen fürs Tagesgeld auf fünf Prozent. Mittelständische Kunden sind zwar nicht für fantastische 20 Prozent Gewinn gut, aber auf Dauer solide. Familienunternehmen, wegen ihrer hohen Eigenkapitalquote lange als altväterlich verlacht, gelten wieder als erste Adresse. Die tollen Rezepte, Gewinne durch hochgradige Verschuldung zu „hebeln“, entfalten jetzt in den Bilanzen von Banken und Hedgefonds ihre mörderische Wirkung: Sie waren gut im Aufschwung und sind nun fatal im Abschwung. Wir erleben derzeit eine Rückbesinnung auf die Realwirtschaft. Jedenfalls bis zur nächsten Welle der Gier an Wall Street.

» 20.09.2008, 07:02

    175 Kommentare zu “Panik im Spielsalon”


  1. will smith divorce jada marc anthony…

    [...]giving myself the opportunity to investigate and seize new chances [...]…

  2. sopa de caracol banda blanca…

    [...]developed your methods as nicely as took them inside of the [...]…

  3. Roland Tichy sagt:

    @ Pampastier:

    Wer, Stier auf den Günden Dingolfings gezeugt und herangewachsen zu stattlicher Geistesgröße, wer hat mich drauf gebracht?

    Wer? Ich lese meine Blogs, glauben Sie mir….

    Gruß ;-)

    rty

  4. Roland Tichy sagt:

    ..die Idee eines Forums ist so schlecht nicht.
    Allerdings ist der Reiseaufwand nach Südwestsachsen tatsächlich hoch. Ich bitte aber die verehrten Kollegen, mir doch mal Ihre Postadresse mitzuteilen; wir haben ja gelegentlich Veranstaltungen zum Beispiel in Berlin; da könnte man sich ja am Rande mal so treffen.
    Für die Kölner biete ich natürlich unsere Westzonen Demarkationstreffen an.

    Aber bitte keinerlei Verpflilchtung.
    Das Formu ist so frei, wie sonst nur Schillers Gedanken

    Roland Tichy

  5. Gregor Neumann sagt:

    @PS: “Das wird wohl nichts”.
    Schade, ich war schon gespannt, welche Krawatte zum Ausflug nach Hintersüdwestsachsen empfohlen wird. Ich wäre jedenfalls dabei, notfalls auch ohne Binder.

    @PS + Eysel:
    Wir müssen erstmal fragen, über welches System wir eigentlich reden, bevor wir das Wort Krise dranheften können. Die Marktwirtschaft an sich ist in keiner Krise. Sie tut das, was die Marktwirtschaft halt tut, wenn sie im Ungleichgewicht ist. Sie korrigiert.

    Eine Bankenkrise? Erstmal ausgedient hat die Idee, dass man mit Schulden Werte kaufen kann, deren Mehrwert plötzlich wieder beliehen werden kann, weil die Asset-Pyramide wackelig wird. Das machten Hausbesitzer in den USA ebenso wie Firmenkäufer. Ein gesundes Verhältnis von Grundkapital und Leverage wird wohl die Konsequenz daraus sein, sofern nicht wieder ein Depp bei der SEC die 1:12 Regel für irgendwelche Investmentbanken aufhebt. Außerdem wird wohl ein System der Kapitalkontrolle kommen, das es Hedge Funds unmöglich macht, als Schattenbanken zu agieren.

    Beim Vergleich Deutschland USA darf man nicht vergessen, dass Deutschland eine positive Sparquote hat. In den USA ging das Geld in den Konsum und trieb das BIP nach oben. Mehr Shopping führt zu mehr Jobs für Verkäufer, die wieder mehr konsumieren etc. etc.

    Die USA haben bei Deleveraging meines Erachtens in Relation mehr zu verlieren. Die Deutschen geizen schon lange und verhindern so einen netten Aufschwung. In den USA wird das katastrophale Folgen haben. Denn bei der Kreditblase muss man sich ja fragen, wo das Geld hingegangen ist. Es hat drei Runden durch die USA gedreht und ist dann auf einem chinesischen Bankkonto verschwunden. Die deutschen Maschinenbauer haben von der iPod-Economy wenig gehabt.

    Bricht der Welthandel zusammen, fällt Deutschland natürlich mit. Gibt es “nur” eine Rezession, bleibe ich dabei. Deutschlands Fallhöhe ist geringer. Es wird wehtun, aber nicht so stark wie in anderen Ländern.

  6. Eysel sagt:

    Zu „staatlich finanzierte Schulden“: Der Marktpreis für all die fraglichen Produkte liegt bei 20% von nominal. Da ist 1. eine gewaltige Zitterprämie drin. 2.ist SEHR fraglich, dass die Letztschuldner NUR 20% ihrer Schulden tatsächlich längerfristig zahlen können. Ich vermute, die Quote wird eher bei 80 oder 90% liegen. Das bedeutet, ich brauche über die Zeit bis zur sukzessiven Beitreibung der Schulden ( ganz nett über die Zeit verzinst ) nur einen Gläubiger mit ausreichend langem Atem und guter Bonität. Und DER, der diesen Atem hat, der wird ein ganz ordentliches Geschäft machen. EK 20% von nominal, VK 80% von nominal. Über sagen wir großzügig 5 Jahre, macht eine Rendite, von nicht nur 60% wie Klein Fritzchen meint sondern von 400% in 5 Jahren + Verzinsung in der Laufzeit. Ich rede hier von der GRÖSSENORDNUNG, mehr nicht! Weitergedacht ist es daher ein ziemlich dummes, unüberlegtes Geschwafel, hartnäckig und unbelehrbar zu behaupten, der Steuerzahler zahle für den Mist den die entsprechenden I- Banken gemacht haben. Auch muss die Fed kein Geld drucken. China z.B. mit 1,5 Millionen Millionen $ auf der hohen Kante sucht Anlage und hat gleichzeitig ein vitales Interesse daran, dass es dem Hauptabnehmer seiner Waren halbwegs erträglich geht. Ein Zusammenbruch des Konsums ( oder $ Werverlust ) der US wurde China am aller härtesten treffen. Wer sagt uns, dass Paulsen nicht von den Schlitzaugen gecovered wird? Die Chinesen waren schon klasse – und langfristig denkende – Kaufleute, als Rom noch kein Weltreich war! Dass wir davon nichts in der Presse lesen werden ist auch sicher. Seinen Geschäftspartner lässt man nicht sein Gesicht verlieren!!! Wenigstens nicht nach alter chinesischer Sitte.

  7. Eysel sagt:

    @ PS + Neumann,
    falsch! Wir haben keine Systemkrise. Auch wenn es alle behaupten. Heute sagte mein Hausbanker zu mir: Gier und Übertreibungen wird es geben, solange es Menschen gibt. Da kann man regeln soviel man will. Ohne den Wunsch nach besser und mehr säßen wir alle noch in der Höhle. Das bedeutet, dass jedes System irgendwann in irgendeine Richtung „überdehnt“ wird. Das ist prinzipiell nicht der Fehler/die Krise eines bestimmten Systems, sondern der Fehler grundsätzlich ALLER Systeme. Ein System bildet grundsätzlich und bestenfalls nur den bekannten Teil einer Wirklichkeit oder Erkenntnismöglichkeit ab. Wer sagt uns 1. dass es nicht jenseits des bekannten Systems nicht DOCH „schwarze Schwäne“ gibt? 2. Wer kann ein System bauen, dass unempfindlich gegenüber menschlichen Spitzfindigkeiten + Übertreibungen ist? Ich behaupte, niemand kann das. Insofern sollten sich all die pharisäerartigen Besserwisser mal fragen, ob sie nicht DOCH schon mal was ÜBERTRIEBEN haben. Ich jedenfalls bekenne freudig und sofort, dass ich schon viele Übertreibungen genossen und manche auch schon heftig gebüßt habe. Wer OHNE diesen Fehler ist, der werfe den ersten Stein. Gezeichnet Jesus!

  8. Pampastier sagt:

    Tja, Herr Neumann, es ist schwierig. Einverstanden sind wir weitgehend, wir haben eine Systemkrise, inhärent dabei ist ja schon begrifflich, dass es alle möglichen Ursachen gibt. Das kann man auch mathematisch beschreiben, Bruch der Verteilung etc., aber was soll’s.

    Banal: Die Zukunft ist ungewiss. Weniger banal, wie bauen wir uns Systeme, um möglichst gut zu navigieren. Alle Systeme sind nicht gut genug, kann man immer behaupten und dafür Beifall erhaschen. Man sollte allgemein nur etwas besseres haben, als selbst unqualifiziert zu raten.

    Asset-Price-Inflation ist das Wort für Bubble, hatten (haben?) wir wohl wieder mal wie eh und je ohne Zweifel. Die nächste wird auch kommen, da gehe ich jede Wette ein. Zugegeben hatte ich schon mal den berühmten Tropfen im Kopf, der das Fass zum überlaufen bringt. Arschbombe ist besser bzw. plastischer, farbiger etc. keine Frage. Eigentlich umschreiben wir aber nur die Funktionsweise von Boom und Bust, es gehört halt lapidar dazu. Es war, ist und wird nicht zu verhindern sein, auch wenn das nie viele einsehen wollen.

    Ich denke das wirklich gefährliche, was wir derzeit sehen, ist das Ausmaß der Bubble: Der US-Immobilienmarkt ist ungleich bedeutender als z.B. deren Aktienmarkt für die Binnenwirtschaft. Ihre Binnenwirtschaft macht rund 90% ihres GDP aus, bei uns nur 50%. Wir reden hier auch nicht über LTCM oder eine kleine Krise in Asien, sondern über die Wirtschaftsmacht Nr. 1 in der Welt. Als wenn wir uns davon abkoppeln könnten, Hirngespinste.

    Wir könnten aber langsam an den Punkt kommen, an dem es die Notenbanken und die Staatsverschuldung nicht mehr richten können. Wenn man sich mal die Risikoprämien an den Märkten für Staatsanleihen ansieht, könnte man ja auch auf die Idee kommen, dass da gerade fleißig in Bubbles investiert wird. Was passiert, wenn die USA oder auch wir und andere die Staatsschuld nicht mehr refinanzieren können? Massive Steuer-Erhöhungen, radikale Ausgaben-Kürzungen, konfiskatorische Enteignung, galoppierende Inflation über die Notenpresse, was bleibt dann noch? Die Kassandra-Rufe vernehme ich schon ab und an. Irgendwie müssen die staatlich übernommenen Schulden ja finanziert werden, ganz zu Schweigen von der Refinanzierung derjenigen, die schon in den Büchern stehen. Wehe, wenn das Vertrauen in die Zukunft der Geldwertstabilität schwindet.

    Pampabär

  9. Eysel sagt:

    In der “Total” sind auch Fehler. Nur Einer! RTY sagt: Die Amis haben über Jahre hinweg für jeden verdienten Dollar 1,30 $ ausgegeben. Das ist falsch. Der augenblickliche Stand der Kreditkartenüberziehung beträgt gut 30%. Das augenblickliche Saldo von 130% hat sich über Jahre hinweg % für % langsam angesammelt. RTY erweckt allerdings den Eindruck, als hätten sie in jedem der vielen letzten Jahre 30% mehr ausgegeben als eingenommen. Wenn dem so wäre, hätte sich das inzwischen auf viele hundert % kumuliert. ~ “Und wenn wir ganz viel Glück haben und nichts geht mehr schief, dann krigen wir NUR einen Weltuntergang!”

  10. Pampastier sagt:

    Na, Moritz Berger, das http://www.wiwo.de/politik/tichys-totale/ hat doch was. Wie hieß der Film noch mal, der Nachfolger von Schweigen der Lämmer? Jedenfalls erinnert mich der Hut etwas daran. Als Frau frage ich mich natürlich, wer Ihnen morgens die Krawatten aussucht, rty. Nur als kleiner Tipp von meines Hauselfen großen Meisters: Dunkelblaue Anzüge mit weißen Hemden und roten Krawatten strahlen bis zum Sanktnimmerleinstag Kompetenz aus. Als Hiob geht schwarz aber auch. ;-) ))

    Bezüglich Treffen, ich will ja nicht die Kassandra hier geben, glaube ich nicht, dass das klappt. Viele sind wir ja nicht, wenn kommen vielleicht 10% und der Roundtable würde wohl sehr bescheiden ausfallen. So nett Hintersüdwestsachsen als überregionales Wochenende ja sein mag, es liegt für die meisten leider am A… äh etwas abgelegen, lieber Magic. Zudem funktioniert das Forum ja auch darüber, dass man ohne Konventionen oder Regulationen der Gesellschaft mal Tacheles tippen kann, FREI Schnauze, sozusagen.

    @Eysel: Such Dir eine Antwort aus und wir suchen dann nach Fragen. Hat der freie Markt versagt? Meine Antwort: Hat das kubanische Modell gesiegt? Ansonsten hat Robert Skidelsky aus meiner Warte very british ziemlich recht.

    PS

  11. Eysel sagt:

    Ich mag die Zeitung nicht, aber manchmal findet sich was Ordentliches drin: http://www.welt.de/wirtschaft/article2493918/Wirtschaftslehrer-sind-blind-fuer-die-Zukunft.html
    Die Abstimmung beachten!
    Wie würde die wohl HIER aussehen????

  12. Moritz Berger sagt:

    Sehr geehrter Herr Tichy,

    wer in der Zielgruppe der WIWO-Leser hat eigentlich die Zeit sich Ihren Videoblog anzusehen. Ihr Textblog ist doch viel prägnanter und schneller zu erfassen.

    Aber vielleicht basiert die Finanzkrise auch darauf, dass sich die Derivate-boys und girls viel eher die youtubes anschauen anstatt zwischen den Textzeilen die Menetekel-Zeichen zu erkennen…:-)

  13. Magic sagt:

    @ Gregor Neumann und rty & al in Tichy-Town:
    die Idee eines Forumstreffens finde ich gut, werde unverzüglich heute mittag beginnen meine Ernährung leicht umzustellen;-)
    Aber mal im Ernst: ich könnte mir auch vorstellen (mit rty?) zu einem solchen Meeting (auf die Augustusburg o.ä.?) nach Südwestsachsen einzuladen. Meinen Bruder beim geniessen geistiger Kaltgetränke, den Geschäftsführer der Initiative Südwestsachsen, Eberhard Neumann, könnte ich mir als Gastgeber vorstellen, der ggf. auch einen Teil der Kosten Schultern könnte, so hat er unter seinen Mitgliedern ein paar Banken, denen z.B. mal daran gelegen sein könnte, eine etwas andere Sicht der Dinge im Spielsalon zu inszinieren, bohren bildet und Bildung für alle heisst doch schliesslich die Parole des deutschen Herbstes 2008.
    Also: vieles ist möglich, wie sehen dies die anderen?
    Yours Magic and Lyric Olli

  14. mephisto33 sagt:

    Meine Suppe köchelt schön,
    des Pudels Kern, kann keiner sehn!
    Was soll der Aufwand, das Gezeter!
    Ihr seit doch alle: Götzenanbeter!

  15. Skeptiker33 sagt:

    @Neumann
    jede Disskusion endet irgendwann bei den existenziellen Dingen, die dann letztendlich nicht mit Worten zu fassen sind.
    @Magic
    Ich würde mir wünschen, wenn ihr Gottesbild etwas auf die reale Welt abfärben würde. Leider kann ich das nicht sehen. Das Verhalten der Menschen folgt immer noch dem gleichen Muster, wie vor 1000 Jahren. Ich bleibe dabei: erst kommt die Existenz, dann die Essenz! (Sartre)
    Vielleicht sollte man das Fach Religion durch Philosophie oder “Money-and Riskmanagement” ersetzen. Weil mit Worten nicht fassbar, also auch nicht lehrbar, sondern nur subjektiv erfahrbar.

  16. Gregor Neumann sagt:

    @all:
    Mal sehen: In diesem Thread hatten wir nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes Gott und die Welt, sondern auch Taleb, Savonarola, Kain, Minsky, die Böhsen Onkelz, Schumpeter, Raubritter, Naturverschwender, Sittenstrolche, Kulturbanausen, Volksverdummer, Umweltzerstörer, Samuelson, hungernde Kinder in der dritten Welt sowie einen nicht näher benannten Arbeiter aus Pirmasens. Nicht zu vergessen eine veritable Arschbombe.

    Die Bandbreite der Diskussion ist ja beeindruckend. Der inhaltliche Abstand zum Thema zwischendurch auch.

    Wie wäre es, wenn wir ein Foren-Treffen organisieren, um einen Teil der Themen von Angesicht zu Angesicht bei einem Kaltgetränk nach Wahl zu diskutieren? Vielleicht können wir rty überzeugen, das Ganze als Fokusgruppe für angewandte Online-Forschung zu deklarieren und damit die Rechnung zu übernehmen :-)

  17. Magic sagt:

    na dann kommen wir mal zur Sache, zuvor jedoch an dich, pampa-stier und zu dem was du das \”Schwert des Christentums\” nennst, die Nächstenliebe: \”Deus caritas est\”, lies selbst nach \”Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm\”(1 Joh 4,16). Papst Benedikt nennt dies die Beschreibung der Mitte des christlichen Glaubens, das christliche Gottesbild und auch das daraus folgende Bild des Menschen. Nicht umgekehrt.
    Gott hat den Menschen geschaffen als sein Ebenbild, mit Begabungen die den Menschen Gott ähnlich machen, z.B. Vernunft, Freiheit oder vor allem Kreativität. In Gen 1,26, heisst es: Lasst uns Menschen machen las unser Abbild nach unserer Gestalt.
    Dieses biblisch-christliche Bild des Menschen hat sich 2000 Jahre später am 10. 12. 1948 in der Deklaration der menschenrechte der Vereinten Ntionen niedergeschlagen.: \”Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft nd mit Gewissen begabt un sollen im Gesite der Brüderlichkeit begegnen.\”
    und mit dem \’Gebot der Brüderlichkeit\’ postuliert die Menschen-rechtsdeklaration in ARt.1 das biblische Gebot der Nächstenliebe, womit wir wieder bei pampastiers \”Schwert des Christentums\” wäre.
    Vielleicht darf ich aus aktuellem Anlass daraufhinweisen, dass Abt Notker heute nachmittag zum Abtprimas der Benediktiner wiedergewählt wurde, er und Magic haben zwar eine gewisse Ähnlichkeit, beide glauben an Gott und beide lieben die Rockmusik, allerdings kann ich weder so gut Gitarre spielen wie Notker noch ihm das Wasser reichen bei der Auslegung des Wortes Gottes.
    Gott googelt nicht, und ob er Gitarre spielt – keine Ahnung, ihr aber alle33er und Fragenden dieses Forum seid frei zum googlet. Also googelt nach Gottes Wort, wenn ihr noch Fragen habt. Aber verwechselt nicht Lehre und Wirklichkeit, überfordert die Lehre nicht durch permanenten Verweis auf die widersprüchliche Wirklichkeit. Gotte sWort ist wissenschaftstheoretisch nicht kritisierbar und es ist auch entbehrlich im 21.Jh. die Bibel durch Hinweis auf die Grausamkeiten der Welt, der Märkte oder der Spielsalongpraktiken zu widerlegen. Gottes Wort ist in meinen Augen nicht wahr oder falsch. Also spart euch die Arbeit, die Genosse Nietzsche schon vor geraumer Zeit erledigt hat. Ich weiss Nietzsche ist längst tot und ich glaube Gott lebt ewig! Your very sincerely Magic and don\’t forget: I drema the Obama dream, the time is now!

  18. philosoph33 sagt:

    Die logische Frage an Magic lautet in etwa wie folgt: “Wie kann der Mensch sagen, dass er ein Ebenbild Gottes ist, wenn doch dieser Gott fordert: Ihr sollt euch kein Bild von mir machen?”

  19. nihilist33 sagt:

    Hallo Pampastier! Hallo Magic!

    Das Skeptikerlein ist jetzt bei mir! Der arme Tropf dachte doch tatsächlich, er könnte im Zweifel Halt finden. Ha! Ein Nihilist sucht erst gar keinen Halt. Im Nichts ist es auch schön kuschelig, der Tiefschlaf entspannend ;-)
    Wer die Leere nicht ertragen kann, sollte seinen Glauben wie einen Schatz im Herzen tragen! Aber er sollte es niemals mit “DER WAHRHEIT” verwechseln. Falls es die überhaupt gibt…..Dieser Skeptiker nervt, wie krieg ich den bloß wieder los…..;-)

  20. Pampastier sagt:

    @Skeptiker: Kein Grund zur Kapitulation. Du scheinst ja ein cleveres Kerlchen zu sein. Natürlich gibt es hier Uppercuts, Leberhaken oder linke und rechte Graden, das liegt in der Natur der Dinge, geistiges Boxen.. Soweit ich beobachtet habe, wird hier aber jedem nach Niederschlägen wieder aufgeholfen. Knallhart aber fair, oder so ähnlich, selbst Chefredakteure kriegen es auf die zwölf, falls die Deckung offen ist. Ein gewisses Gentlemans Agreement sollten wir aber beibehalten, oder? Plädiere ich gerade für Regularien, hilfe!

    Ich meine: Die Tür steht jedem offen. Was war und was ist, darüber können wir hier im Fight Club einigermaßen sinnvoll diskutieren. Bei dem was mit Wahrscheinlichkeit sein wird, ist es schon schwieriger. Was davor war und danach kommen wird, der Theologie, geraten wir in die Untiefen der Ursuppe. Letzteres sollten wir aus meiner Sicht an dieser Stelle lieber lassen, bzw. zumindest nicht wertend untersuchen.

    @Magic: Ohne Wertung, das Schwert des Christentums ist mE Nächstenliebe. Auch wenn sich manche im Auftrag der Kirchen schon ziemlich unchristlich verhalten haben. Toleranz und Voltaire waren mir auch schon bewusst, bevor wir hier im Forum etwas diskutiert haben. Libertär ist für mich nur eine andere Umschreibung dafür, tolerant zu sein und zu neuen Ufern aufzubrechen. Begrifflichkeiten sind aber schwierig, weil jeder mehr oder weniger sieht, was er sehen will, oder glaubt, was er glauben will. Wenn man anfängt, der Sache mit ein bisschen Systematik auf die Pelle zu rücken, fallen alle über einen her, egal was sie glauben. Das enthält auch eine gewisse Systematik, nicht wahr? Wie würdest Du sagen, ein Eysel-Kreisel? ;-) )) Alles hat zwei Enden, nur die Wurst hat eins, lieber Zamir.

  21. Pampastier sagt:

    Weißblau sei Deine Fahne, die Stange darunter und unser Horizont Lowlander, frei vom Unterfränkischen ins Schottische übersetzt.

  22. Lyric Olli sagt:

    schon gut, little pampa, hier noch ein paar von Ollis words on olle:

    Die Welt vor einer Wirtschaftskrise?
    so fragt sich\’s, uff, welch\’ eine Brise..
    Wie nähert man sich recht solch\’ Fragen
    mancheiner tut hier fix verzagen
    denn anders als beim Morgensex
    ist dieses Thema höchst komplex.
    Hier heisst es schon Experten ran
    ein Neumann, Pampa, Eysel-Zahn
    sollt bohren hirnen unverzagt
    in Tichy Town vorm Ochsen tagt
    der Börsen-Weisheit letzter Schluss
    trinkt Weißbier, harrt der Muse Kuss
    am Ende Tichys Fragenspiel
    erweist sich für die Herrn zuviel
    und schliesslich siegt des Zamirs Jammer
    der Spielsalon kommt untern Hamme
    die Krise kommt, die Krise geht
    am End\’ vom Wind sie ist verweht.
    Bernanke, Paulson und Kollegen
    bekämpfen Heissluft tod\’sverwegen
    man trippelt, hippelt sehr bemüht
    es brummt der Bär: halt\’ ein, verfrüht!
    und Buffet, dieser olle Weise
    greift mutug zu, voll in die Sch…?
    egal, heut rein, jetzt oder nie
    selbst Magic schlottern sanft die Knie
    die Börse kommt, die Krise auch
    real stehn Scharen auf dem Schlauch
    der Barometer-Stand für \”mood\”
    sinkt weiter, Zocker stehn im Blut
    ganz schnell wird\’s hell, die Zeit ist reif,
    mein Sohn, es war ein nebelstreif\’.
    der Dachs hält tapfer die sechs mille
    dem Wiwo-Chef beschlägt\’s die Brille
    nur er, kein andrer muss jetzt ran:
    Beg pardon your, Herr Ackermann!
    Der blaue joe bleibt cool wie immer.
    sagt, setzt dich, Roland, doomt den dimmer,
    du bist zwar manchmal recht ein frecher,
    was soll\’s, ich brauch\’ \’nen neuen Sprecher,
    verlasse also Tichy-Town
    dein Herz schlägt nun für uns, die Blauen.
    den Zamir stellen wir an die Pforte,
    gibt jedem ein paar gute Worte
    die Franken kriegen Flaschenbier
    und Magic bringst du mit nach hier,
    das Großmaul sortiert Zeitungsenten
    soll noch was tun vor seiner Renten!
    Und wenn sie nicht gestorben sind
    stehn sie vereint im Krisenwind.

  23. Eysel sagt:

    Falsch!
    Von der weissen Aura, die mich dann umgibt!
    Blau ist der Himmel und die Fahne die ich trage.

  24. Pampastier sagt:

    Wei(ß!!!!!!!!)bier, Du Kulturbanause. Das stammt von Wissen ab.;-))))

  25. Magic sagt:

    .. so viel Ehrlichkeit kurz vor der Rente, Eysel, darauf gibt’s ein Weissbier – an dich! Prost, Eysel-Kreisel;-)

  26. Eysel sagt:

    Stimmt ja alles, ist aber auch ein alter Hut.
    Und genau deshalb kauf ich ganz schlichte durchschaubare Indizes ( keine Hausmarken )oder deren gehebelte Derivate, wenn mich die “Lust” überfällt, oder operiere völlig ausserhalb der Verteilungen ( Tenno Beispiel ).
    Produkte also, die mir kein “Berater bei Troste” anbieten würde. Denn “INNERHALB der Kurven” konkurriere ich mit verdammt vielen guten Mdellen. Da KANN ich nur verlieren, wenn ich nicht einen Apparat gleicher Güte besitze.

  27. Magic sagt:

    ..interessanter Hinweis, deiner Pampa. Schoko-Lucy von FTD und Lyric Olli von Tichy-Town empfehlen Gestressten gleiches:
    “Gib Gummi Wenni sonst wird’s bitter
    nimmst Schoki du dann weiss von Ritter!”
    lautet Ollis word on olle, als wir hier Conti/Schaefller gummierten, besser goutierten. It’s a kind of magic…

  28. Pampastier sagt:

    Um Himmels Willen Magic, wir sind z.B. im DAX auf 6000 gefallen. Die Welt geht unter. Wenn man jemandem, der 2003 auf eine einsame Insel emigrierte, das sagt, wird er sich vermutlich verwundert die Augen reiben.

    So von außen, long in Geld, betrachtet, erscheint so manches abenteuerlich. Werte wie die DB und andere fallen mal 10% oder steigen 10%, an einem einzigen Tag. Wildeste Begründungen für Kursbewegungen, die KRISE dominiert schön langsam Medien und Politik. Eine Hektik herrscht im Hühnerstall, einfach unglaublich.

    Mir persönlich ist es noch zu laut und hektisch Eysel, ich will Jammern, Wehklagen und Resignation, kurzum Blut sehen.

    Nett fand ich übrigens: http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/:Gastkommentar-Lucy-Kellaway-Mit-Schoko-durch-die-Krise/417794.html

    Our time will come, Magic! Dann pfeifen wir mal laut im Wald. Fiffi, du bist zu weit zurückgelaufen. Der räudige Köter kommt schon wieder.

    Pampa(ähm)bär

  29. Magic sagt:

    Nassim Nicholas Pampastier Taleb alias PCIIA sagt.
    Niemnad wird Börsenkurse (=Zukunft) auch nur annähernd prognostizieren können, noch nicht einmal Wahrscheinlichkeits-aussagen hierüber sind möglich. Und damit ist auch alles zum Ansatz von Fama,French&Friends gesagt, deren on Samuelson based Effizienzhypothese ist nichts anderes als ein auf gestrigen Zeitreihen aufsetzender – mal etwas anders gebauter Versuch – Deutungshilfen für diejenigen anzubieten, die auf der Suche nach sind, was morgen passieren könnte. Man sollte Fähigkeit nicht mit Glück, Realität nicht mit Theorie und Bestimmung nicht mit Zufall, Wissen nicht mit Glauben verwechseln, gelle Zamir, wobei wir wieder bei Gottes Hand angelangt wären, in der sich der Christenmensch geborgen fühlen darf – the time is now! Was nicht heisst, dass im Spielsalong nur Glaubende von Unwissenden durch die Gassen gejegt werden, ich fürchte, da sind einige darunter, die wissentlich mit dem Teufel im Bunde sind;-), aber genau weiss ich’s eben auch nicht, hi, hi..it’s a kind of magic

  30. Pampastier sagt:

    @Eysel: Ne, Taleb habe ich noch nicht gelesen, aber das klingt sehr interessant.

    @Magic + all
    Mit Samuelson/Fama bzw. der Effizienzmarkthypothese (kurz: http://de.wikipedia.org/wiki/Effizienzmarkthypothese) wollte ich eigentlich darauf hinaus, dass es mE für den Großteil der Akteure keinen Sinn ergibt zu versuchen den Markt zu schlagen.

    Bemühen wir den Griechen Alpha, oder aktive Rendite oder einfach die Differenz der erzielten Rendite zur Benchmark, man kann dem Kind ja viele Namen geben, so sieht es doch folgendermaßen aus: Wenige haben ein positives Alpha, viele ein negatives. Zu deutsch: Ein paar verdienen ordentlich, etliche verlieren etwas an Überrendite.

    Es liegt nicht nur an den Kosten, dass die Mehrheit (rund 80%, auch das variiert) der Fondsmanager ihre Benchmark nicht schlagen. Alpha ist schlicht nicht gleichverteilt. Was liegt also für die meisten näher, als einfach den Index einfach abzubilden?

    Aber was einfach ist, kann ja offensichtlich nicht gut sein. Neuerdings werden ja sogar Produkte auf Alpha angeboten. Die Leiterin meiner Vertriebsstelle, genannt Filiale, rief mich neulich an und versuchte mir etwas mit Alpha zu verkaufen. Freundlich, wie ich bin, waren wir drei Fragen weiter uns soweit einig, dass sie eigentlich überhaupt keine Ahnung hat, was sie da unters Volk bringen soll.

    Das nennt sich dann eine vertrauenswürdige Basis in der Kundenberatung.

    Mahlzeit
    Pampastier

  31. Eysel sagt:

    Ist es nicht so, dass allein die Ankündigung des Paulson Pland die Kurse der fraglichen Papier steigen lässt. zeigt das nicht recht zuverlässig, dass da ein erheblicher Panikabschlag enthalten war und noch ist? Und falls dies stimmt, dass “Volk” ( Fed ) womöglich auf 2-3 Jahre sogar ein “Geschäft” macht? Die Mehrzahl der Menschen scheint wie der Autofahrer zu reagieren, der aus Panik vor der Kollision mit dem Hasen der ihm vor das Auto läuft gegen den Baum fährt.

  32. Eysel sagt:

    @ PS,
    hast Du Taleb schon gelesen?

  33. Eysel sagt:

    @ZZ,
    “…Rechtsverdrehern, Manädschern und Intelligenzlern, dass, wenn sie denn, eiskalt erwischt worden sind, keine direkte Antwort zur Frage erfolgt, oder man dann sein Heil in jämmerlichen Ausflüchten sucht.”
    Und wie hältst D U es????
    Die Frage ist zwar sicherlich nicht zielführend, war aber mal dringend fällig!

  34. Zamir Zebulovic sagt:

    @magic,

    ja doch, auch Gott, oder ach Gott, wird sehr gerne genommen,
    wenn menschliche Fehler und Unzulänglichkeiten keine erklärungen
    finden können (Amoklauf in Finnland, Halle, ein 16jähriger tötet
    aus Frust und Langeweile einen 48jährigen; etc., etc.,)
    Aber, Aggression ist ein zutiefst menschlicher Urtrieb;” haaa da fress ich dich, sagte der Kannibalese”.
    Wer die Ausreden kennt und sich nicht scheut, der ist bleut.
    Kein Mittel ohne Leid.
    Gruss Zamir

  35. Zamir Zebulovic sagt:

    Aber, aber lieber magic,
    schau nach Alaska, nach St.Pauli in Bayern, nach MacPomm und Du
    wirst sehen Krisen jeder Art mischen sich sehr gerne unter schöne
    Frauen, ich habe nichts gegen Frauenbewegungen, wie immer sie
    (die Bewegungen), auch geartet sein mögen.
    Trotzdem, kein Mitleid.
    Gruss Zamir

  36. Zamir Zebulovic sagt:

    Was wir wollen, wissen wir, aber wie wir es haben wollen, darüber
    werden wir uns solange nicht einigen können, bis uns das Wasser am Halse steht, So wie bei Deiner Flut im Salon, lieber Magic.
    Welche moderne Staats- und Gesellschaftsform wurde denn noch
    garnicht ausprobiert ? Oder sind die Umstände bereits soweit gewachsen, dass wir auch eine Neo-Diktatur befürworten würden ?
    Wir zerteilen die Lebenszeiten und lassen uns alles gefallen und vorschreiben, wenn nur im Winter die Stube gewärmt und der kakao bereit steht.
    Kein Mitleid !
    Gruss Zamir

  37. Magic sagt:

    ..ach Zamir, auch das noch…;-))))))))))

  38. Zamir Zebulovic sagt:

    Panik im Spielsalon,

    Mit Finanzkrisen ist es wie mit schönen Frauen, schwer zu beschreiben, aber für jeden auf den ersten Blick erkennbar,
    dass es zu viel Verdruß führen wird.
    Gruß Zamir

  39. Magic sagt:

    @zamir
    das erste “bing, boing, bäng” im biblischen Spielsalong schepperte durch denselben als Kains Hacke Abels Hinterkopf traf, was dann folgte war – verglichen mit dem “Film” den du zu sehen scheinst, wenn du die täglichen Schreckensnachrichten auf dich wirken lässt -
    für Gott nicht weniger jammervoll. Als es gott schliesslich zu bunt wurde schickte er die Flut in den Spielsalong, um die Menschen 8die erübrigens nach seinem Ebenbilde geschaffen hatte) zu bestrafen. und wie die Geschichte weiterging, dass weisst du ja, oder? Sie ist noch immer nicht zu Ende…;-)

  40. lösungsversuch33 sagt:

    Meine Weltsicht ist ähnlich der buddhistischen: Elend und Leid.
    Die Antriebe nach Freud: der Geschlechtstrieb, nach Adler, Nietzsche:
    Der Wille zur Macht. Ich würde es etwas allgemeiner “Konkurrenzprinzip” nennen. Fortschritt und Besserung ergibt sich in der Natur wie in der Marktwirtschaft nur durch Konkurrenz. In der Natur ist die gesamte Art zum Erfolg verdammt, weil sie sonst ausstirbt. Das Einzelschicksal zählt nichts. In der Marktwirtschaft sollte das anders sein. Die Menschen sind über Emotionen und Gefühle miteinander verbunden und die sind überall gleich. Ein Vater der vor seinem zerbombten Haus steht und die Fetzen seiner Frau und Kinder findet, fühlt überall gleich. (Food for thoughts für alle Kriegsminister! )Also muß auch das Gefühl der Menschen bei einer Lösung der Probleme berücksichtigt werden.
    Mein Vorschlag: der Staat muß faire Konkurrenz ermöglichen und fördern, indem er zu große Machtansammlungen auch in der Wirtschaft verhindert (woher kommt die Problematik am deutschen Energiemarkt?). Die Kartellämter müssen gestärkt werden. Dadurch kommt es zu Fortschritt und Wohlstand. Um die existenzielle Sicherung der Menschen, die in der Konkurrenz nicht bestehen können, sollte sich der Staat kümmern.

  41. Zamir Zebulovic sagt:

    @Magic,

    es gehört zu den außerordentlichen Privillegien aller,
    Vorgesetzten, Chefs, Abteilungsleitern. Lehrern, Staatsvertretern,
    Rechtsverdrehern, Manädschern und Intelligenzlern, dass, wenn sie
    denn, eiskalt erwischt worden sind, keine direkte Antwort zur Frage
    erfolgt, oder man dann sein Heil in jämmerlichen Ausflüchten sucht.
    Bing, boing, bäng.
    Und wieder, kein Mitleid !
    Gruss Zamir

  42. Magic sagt:

    @ Zamir: die Mali-Story ist von pampastier nicht von mir;-) – du scheinst umzingel von Ungemach, als Christ empfehle ich: Bibel lesen! Ist zumindest Salbe für die Seele…
    @ Eysel- das mit der “Pervertierung etc.” läuft bei mir ab sofort unter dem Topos “Eysel-Kreisel”, später ggf. mehr…;-)

  43. Zamir Zebulovic sagt:

    Keine Antwort, ist auch eine Antwort, nein, nicht darauf herumhacken.
    Zweiter Vorschlag, ohne Scherz: Weltwissen der Siebenjährigen,
    271 geradezu phantastische Buchseiten von Donata Elschenbroich,
    aus dem Jahre 2001 und viele Tore öffnen sich wie von selbst.
    Gruß Zamir

  44. Eysel sagt:

    GUTMENSCHEN soll das heissen, Scheiss handy …

  45. Eysel sagt:

    @ magic,
    „sei es auch noch so gut ausgedacht und anreiztheoretisch durchdekliniert trägt den Kern zur Pervertierung in sich“ So ist es! Und selbstverständlich hat jede Münze zwei Seiten. Das Idiotische ist nur, Menschheit scheint – zumindest in ihren Verlautbarungen – davon auszugehen, es GÄBE die ideale Lösung. Dieser naive IRRGLAUBE , eifrig von diversen Heilbringern genährt, ist es, der die Welt so unerfreulich macht. Da haben die asiatischen Glaubensrichtungen doch sehr viel mehr Bodenhaftung … und der guite alte Gööte „wer strebend sich bemüht , den können wir erlösen …“ als Buddhist der karma kagyü Linie. Und “wer stets das Gute will und stets das Böse schafft …” als unfreiwilliger UTMENSCHEN-Wahlspruch.

  46. Zamir Zebulovic sagt:

    Lieber Eysel, das brennt mir doch auf den Nägeln, daher frage ich Dich auch dazu. Gehört zu dem Thema Randerscheinungen.Mein
    Kommentar von heute, um 8:22, enthält u.a. zwei Tippfehler:
    1. Naturbeschwendern und 2. Umwelltzerstörern.
    In Deinem Kommentar von heute, 8:44, werden diese Begriffe wiederholt, seltsamerweise mir den gleichen Tippfehlern ??????????
    Nur so am Rande, muß ich mir da Sorgen machen ?
    Wo ist das Mitleid geblieben ?
    Gruss Zamir

  47. Zamir Zebulovic sagt:

    Liebe Eysel, Pampastier, magic, gregor, rjk und weitere,
    der erste Schritt und wie sieht der aus, so banal es klingt, der erste
    Schritt, klingt sehr trocken, aber unvermeidbar, ist eine umfassende
    Systemanalyse; doch halt, ich vermute fast, daß es garantiert diese
    Analyse bereits gibt, dazu müssten wir die entsprechenden Nachforschungen betreiben und uns anschliessend, darüber einigen,
    welche Situationsbeschreibung, die fundierteste ist.
    Kein Mitleid !
    Gruss Zamir

  48. Zamir Zebulovic sagt:

    Lieber Eysel,
    der wunderbare Mahatma, ein sehr außergewöhnlicher Mensch.
    Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt, ja doch, fangen wir an !?! Ich bitte um die ersten Vorschläge.
    Zur Entspannung: “So sind wir am härtesten gequält:
    Im vermeintlichen Reichtum fühlend was und fehlt.”
    Wer war das ?
    Gruß
    Zamir (oh was habe ich vergessen zu erwähnen ?)

  49. Zamir Zebulovic sagt:

    Lieber magic,
    niemals würde ich mir erlauben, Dir solche Schimpfwörter nachzurufen; weit gefehlt. Deine Geschichte über Mali ist kein Einzelfall und geradezu typisch. So wird, noch in der Armut das nächste Verbrechen gezündelt. Fast alle Spendenorganisationen
    sind ausgeklügelte Betrugssysteme; nur mal die Zeitungsberichte der letzten Monate und Jahre ins Gedächtnis rufen. Warren Buffet
    und Goldmann S., was bittesolldas werden ß die nächste Pleite, diesmal mit Ansage. Die Kredite sind doch alle verspielt, oder sollte ich da falsch liegen ? Mit Vertrauen hat das schon lange nichts mehr zu tun was da vor unseren Augen und Ohren abgespult wird. Ich werd’s Dir flüstern: Die grobfahrlässigen und aufdauer-unfähigen,
    wollen uns mit allen Mitteln den GAraus machen. Mein “großer Freund” Peer möchte heute im Bundestag dazu Stellung beziehen.
    Märchenstunde am offenen Herzen. Zu Bayern München,
    wieviele Millionen wollen die noch verschleudern, um wieder nicht
    Champions-League-Sieger zu werden.
    Lieber Eysel, nochmal: Eine Zustandsbeschreibung hat weder etwas
    mit Jammern, noch mit leiden zu tun.
    Kein Mitleid !!
    Gruß Zamir

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