» 16.08.2008, 07:02

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Gehe zurück auf Los

Die Berliner Wirtschaftspolitik zum Ende der Legislaturperiode ähnelt dem Brettspiel „Monopoly“: „Gehe zurück zu deinen Problemen, wenn du dabei über Los kommst, ziehe nicht 200 Euro ein.“ Wie bei einem Spielverlierer werden die Gesichter der Koalitionspolitiker länger und länger, weil die Lage des Landes nach drei Jahren großer Koalition zunehmend wieder so traurig ausschaut wie 2005: Die Wirtschaft lahmt, der Aufschwung ist vorbei, die Steuern steigen weiter und immer weiter, der Abbau der Arbeitslosigkeit beginnt zu stocken, und Missmut macht sich breit. Das Würfelglück der Weltkonjunktur hat der deutschen Wirtschaft einen kurzen Aufschwung beschert; aber seit die Hypotheken platzen und Energie ständig teurer wird, ist die Glückssträhne vorbei – und der Aufschwung, das zeigt sich, hat mit der politischen Kunst unserer Regierenden wenig zu tun. Das lässt für den kommenden Abschwung wenig Hoffnung zu.

Am besten kann man das Versagen an der Haushaltspolitik ablesen: Von 2011 an will Finanzminister Peer Steinbrück keine neuen Schulden mehr aufnehmen. Potzblitz! Tolle Leistung. Wenn man bedenkt, dass wir Bürger das größte Steuererhöhungspaket geschultert haben, die Konjunktur Milliarden in die Staatskassen gespült hat und der Preisgalopp den Finanzminister zum Inflationsgewinnler macht – dann ist das Ziel so ehrgeizig, als würde der Goldmedaillen-Sammler Michael Phelps im Schwimmbecken gegen Quietscheentchen antreten. Und obwohl das Ziel kaum ehrgeizig ist – wetten, dass er’s trotzdem nicht schafft?

Denn jetzt geht schon wieder das Gerede von Konjunkturprogrammen um. Vergessen wird, dass wir heute noch die Helmut-Schmidt-Gedächtnissteuern für die konjunkturellen Strohfeuerprogramme der Siebzigerjahre zahlen. Schon damals haben sie wenig für die Konjunktur, aber viel für die Erhöhung der Staatsverschuldung gebracht. Und glaubt wirklich jemand außer Umweltminister Sigmar Gabriel, dass weitere Subventionen für das Vernageln von Häuserfassaden mit Styroporplatten den Abschwung bremsen könnten?

Besser wäre es, den Bürgern endlich mehr Netto vom Brutto zu lassen. Aber gerade in diesen Monaten zeigt sich, dass der Steuerstaat bis über die Perversionsgrenze geht: Brutalstmöglich werden jetzt auch kleinere Einkommen ausgebeutet– in der Größenordnung von 50.000 Euro Jahreseinkommen führt jedes geringfügige, inflationsbedingte Mehreinkommen zu noch höheren Steuern. Wer endlich mehr verdient, wird abkassiert. Und dass jetzt Rentnern geraten wird, sich beim Finanzamt selbst anzuzeigen, weil sie möglicherweise die ihnen neuerdings aufgebrummte Steuerpflicht übersehen haben, zeigt: Der gierige Steuerstaat verführt alle früher oder später zu großen und kleinen Zumwinkeleien.

Aber jeder Entlastung steht die Staatsgier entgegen. So will die SPD sogar die mögliche Absenkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung auf 2,5 Prozent verhindern, um mit dem Geld der Beitragszahler Sozialklimbim zu finanzieren und um weitere Milliarden in den Bundeshaushalt umzuleiten. Angeblich ist ja das Geld bei Beamten immer besser aufgehoben als beim Bürger, der’s verdient. Auch die Bundeskanzlerin, sonst eher als Mitglied der CDU bekannt geworden, bremst mit sozialdemokratischem Eifer jede Rückgabe.

Unbeantwortet bleiben auch im kommenden Abschwung die wichtigen Fragen. Wo sind denn eigentlich die vielen Milliarden geblieben? Was ist besser geworden in diesem Land? Wofür wurde das Geld ausgegeben? Für ein Standbein unseres Landes jedenfalls nicht, ob-wohl dieser der eigentliche Wachstumstreiber ist: Für Bildung. Dabei ist das Bildungsniveau der eigentliche Wachstumstreiber einer Volkswirtschaft, nicht Styropor an der Hauswand.

» 16.08.2008, 07:02

    61 Kommentare zu “Gehe zurück auf Los”


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  6. Hans-Peter Raths sagt:

    Sehr geehrter Herr Tichy,
    Die meisten Wirtschaftswissenschaftler bescheinigen, dass ein Großteil des Aufschwungs und des Abbaues der Arbeitslosigkeit auf die Reformen von Schröders Rot-Grüner Regierung zurückgehen. Das kann der WiWo ja nicht recht sein, hat doch Ihr Vorgänger Baron gegen Schröder gehetzt, wo immer es ging. Allerdings haben Sie Recht, dass die Große Koalition unter Angela Merkel bis auf ein paar psychologische Effekte am Anfang keinen Anteil am Aufschwung und am Abbau der Arbeitslosigkeit hat.

    Schon seit Jahren fällt mir bei der WiWo auf, dass Sie dem Pessimismus verfallen ist. Immer wird alles mies gemacht. Dass Deutschland gegen den europäischen und amerikanischen Trend beim Abbau der Arbeitslosigkeit vorangekommen ist, Exportweltmeister ist – alles nur Glücksache.

    Auch fällt bei der WiWo eine gewisse Feindlichkeit gegenüber neuen Technologien und Innovationen auf. Obwohl deutsche Firmen in verschiedenen Feldern der erneuerbaren Energien Weltmarkführer sind, einen Technologievorsprung haben und viele Arbeitsplätze geschaffen wurden, verachtet die WiWo diesen Sektor, wie anscheinend auch Investitionen in Energiesparmaßnahmen. Stattdessen setzt sie auf das Auslaufmodell Kernenergie.

    Die für die Nutzung der Kernenergie benötigten Rohstoffe sind aber ebenso endlich wie die fossilen Brennstoffe. Nahezu unendlich dagegen sind die Probleme, die sich aus der ungelösten Endlagerung ergeben. Es würde mich nicht wundern, wenn Sie nächste Woche schreiben, Herr Gabriel solle sich wegen der Missstände im Atomlager Asse nicht so anstellen. Sie regen sich (zu Recht) über die Belastung künftiger Generationen durch unsere heutige Schuldenmacherei auf. Viel schlimmer ist jedoch das Erbe, das wir unseren Nachkommen durch die Gefährdung ihrer elementaren Lebensgrundlagen hinterlassen, nur des schnöden Mamons wegen.

    Der Staat tut gut daran, Vorsorge zu treffen, auf Energiesparmaßnahmen und technologische Innovationen zu setzen und diese zu fördern. Dasselbe Geld in privater Hand würde vielleicht statt in Wärmedämmmaßnahmen in PS- starke Sportwagen oder anderen unnötigen Luxuskonsum inverstiert.

    Das einzig Gescheite an Ihrem Einblick ist die Forderung nach besserer Bildung. Das wissen aber schon alle, gehen Sie zurück auf Los.

    Gruß
    Hans-Peter Raths

  7. Eysel sagt:

    Lieber MvD,
    stimmt. Schlamperei!
    Sagen Sie mir wie, und ich tu`s …

  8. Matthias von Debschitz sagt:

    Zu: von eysel am 16.08.2008 um 12:19 Uhr:

    In Ihrem sehr engagierten Beitrag, den ich in nahezu allen Belangen unterstütze, sind Redundanzen — der Anfang kommt nach einigen Absätzen erneut. Der Glaubwürdigkeit täte es gut, das zu reparieren.

  9. Olli sagt:

    Eyselchen, du Weissbier-Frange,
    du bleibst, die Tichy-Welt sagt danke
    und klärst uns auf ganz ohne Lyric
    zu folgen dir ist so schon schwierig
    Usain nicht liebt Blogs Zerberus
    dein Olli Ochs mit Gruß und Kuss!

    P.S. Durchschnittsdoofe und Mittelmass sind immer in der Mehrzahl, und alter Junge, don\\\’t forget, in der Demokratie bedeutet Freiheit: jeder hat eine Stimme, ega wes Geistes Gespinst er ist. Die Kunst des Merkelns besteht darin, Sie mitzunehmen, ohne dass sie sich unwohl fühlen, sag jetzt bitte nicht ich rede der Verdummung das Wort, irgendwann im Leben holt uns alle die Einsicht in die Kräfte von manch\\\\\\\’ normativer Faktizitäten eben ein, mancher fängt dann an zu dichten…andere bekommen ein Preis…Prost! Hauptsache es regnet wieder.
    Dein Olli Ochs-Words

  10. Eysel sagt:

    PS: Das www ist zweifellos eine tolle Sache, macht das Wissen der Welt Jederman überall kostenlos zugänglich. Aüsserst “demokratisch”. Allerdings bietet es auch jedem die Möglichkeit mittelmässige Kost in aller Breite und zeitgemässer Sprache verkleidet zu “servieren”. Zuspruch ist gewiss, denn Mittelmässige werden mittelmässige Kost mögen. Die faktische Verdrängung von nicht so “Eingängigem”, die Normensetzung durch “schlichte Küche” ist wohl eine der Rückseiten der www-Medallie. In anderen ( nicht anonymen ) foren vielfach erlebt: Gegenwind auf breiter Front von recht mittelmässiger Flughöhe, und dann von Menschen, die man nie als Poster antraf zig private Nachrichten der Zustimmung.
    @ Olli, ich nehms nicht schwer, ich nehm s einfach hin.
    Und gewinnen ist gut, klar, geht nun mal nicht immer, auch nicht grad neu. Und dass ich auch manchmal nur knapp am Boden entlang schramme mit meinem Flieger, glaub mir, das ist mir nicht entgangen… seis drum … und meine Gedichte, die erspar ich euch, hab keinerlei Hang zum Sadismus… aber wer weiss, irgendwann nach dem 5. Weissbier … Valete… eben übrigens auf 3sat ( Lingua latina ) durft ich erleben, wie viele Halbwertszeiten ich schon hab … :-( (((

  11. Olli sagt:

    Hallo Eysel,
    nun nimm solch Techtelmechtel mal nicht so schwer, wir Musketier wissen dich zu schätzen und sicher noch manch anderer in Tichy-Town. Bleib, also Forumsadler… Aber, ohne dir zu nahe treten zu wollen: warum raufst du immer ums gewinnen? Hier geht’s doch mitnichten um Sieg oder Niederlage. Vielleicht siehst du selbst es gar nicht so, so wirkt es aber manchmal. Ich jedenfalls möchte nicht so einfach auf dich verzichten, auch wenn deine Flughöhen gelegentlich zu schwanken scheinen, aber wer kann schon von sich behaupten, permanent auf 8000 Fuß zu surfen? Bleib frisch und grüß Frau Gandhi;-)
    Your’s Olli
    P.S. Wie wär’s mal mit ‘nem Gedicht, alter Hirnschmalz-monopolist.. :-) ))

  12. Eysel sagt:

    Meine Schreibweise mag tatsächlich schwierig sein.
    Vielleicht manchmal sogar antiquiert. Frustriert bin ich sicher nicht, traurig, welche \”Qualität der Argumentationsweise\” sich manchmal zeigt und nicht selten sogar \”herrscht\”, allerdings. Menschen die magic carpets versprechen, dann unheimlich abschlaffen, Herzog und Humboldt nonchalant beiseite wischen, für irrelevant erklären, den Wert von Bildung negieren, sind nicht meine Welt, scheinen allerdings in vielerlei Zusammenhang unter dem Applaus der Massen den \”Ton\” anzugeben. Ist es etwa nicht besorgniserregend, wenn öffentliche Diskussion so aussieht? Solches unter Diskussion, Meinungsaustausch im blog einer GUTEN Zeitung verstanden wird? Der einzige Grund warum ich mich nicht zurückziehe – im Gegensatz zu sicher nicht wenigen anderen – ist, dass es mir zutiefst widerstrebt \”Diesen\” das Feld zu überlassen. Ich mag – der Meinung einer bestimmten \”Mehrheit\” nach – unterliegen, ich hab wenigstens versucht, meinen bescheidenen Beitrag dagegen zu setzen. \”Erst ignorieren sie dich, dann machen sie sich über dich lustig, dann bekämpfen sie dich, dann gewinnst Du.\” Ein Satz, den meine Frau für mich sehr treffend fand. Übrigens von Ghandi.

  13. Tutti sagt:

    eysel, wie wär’s mit Montagshalma, statt Wadenbeissen bei Usain, der ist sowieso zu schnell für dich in deinem Alter, Halma statt Junge Freiheit, bevor du noch deinen Schatten für einen Vorgesetzten hälst und grüsst…Try it!

  14. Mastermind sagt:

    @eysel sie wirken irgendwie frustriert und übertrieben geltungsbedürftig, oder tun sie nur so aggressiv und sind im Grunde ein gütiger, konstruktiver, offener und toleranter Geist;-)

  15. Usain Steppenwolf A. sagt:

    bemüht wirkst du in der Tat, ich habe aber keine Lust mich permanent von dir anpiepen zu lassen, also such’ dir ein Astloch..
    und lass mich in Ruhe.. die Wichtigster aller Poster

  16. Eysel sagt:

    @ Steppenwolf,
    also doch eher geschmeidig eloquent Verbindliches ablehnen was “dumme” a la Herzog + Humboldt meinen, als sich festlegen auf ein eigenes Statement. Als “quatschen” disqualifizieren, was “Bemühte” meinen. Sich auf in Frage stellen beschränken vom Allem, das je gedacht wurde und bombastisch angekündigtes – wohl doch eher – “magic Vacuum” als carpet in den Raum stellen. Bildung als Nullnummer darstellen, und selbst mords SCHAUM-Welle machen … nette show… bisher… allerdings eher für tele5 Gucker. Oder kommt da noch was, was zeigen würde, dass ich mich irre??? Würde gerne mal was „gelten“ lassen, wennn nur was runterkäme …von deiner Erkenntniswolke, die ich eingestandenermaßen nicht mal erkennen kann.

  17. Olli Ochs-Words sagt:

    in Ollis words:
    Fun-Fans mit Pfeileköcher
    es grüßt ein Klassensprecher
    oh war Olympia wunderschee
    ließ Ostseeträume wachsen
    das Goldgewicht stemmt\’ in die Höh\’
    ein Dschung aus Südwestsachsen.

    Ist wieder da in Tichy-Town
    der Fun-Fans Klassensprecher?
    Gott! – Sei die Sache wie sie sei
    ob Ei, ob Mainstreambrecher
    grüßt alle euch mit Tandaradei
    Vöglein der wiwo-Wiese
    in Olli\’s words: ein Frecher!

    für Zami, Eyssi, Pampastier
    und alle andren Musketier
    beginnt \’ne neue Reise
    der blaue Globus ist noch rund
    gesagt sei\’s wahr und weise
    in Tichys Wiwo kunterbunt
    Hauptsach\’, befreit vom Eise!

    Der normativen Kräfte Zwang
    keilt manche freien Geister
    am Mittelstreifen strikt entlang
    sie schreiben grauen Kleister
    nicht so im positiven Sinne
    vermags die Macht mit Tichy
    er sucht sich seine eig\’ne Rinne
    mit Chuzpe und mit Klarheit
    sagt er der Macht die Wahrheit,
    sagt er der Macht die Wahrheit!

  18. Fan sagt:

    Nur schade, dass der Klassensprecher nicht mehr mitmacht.

  19. Usain Steppenwolf A. sagt:

    Warum fängt Interaktion/Transaktion/Kommunikation bei dir immer mit drauflos quatschen an? Fasse dich doch einfach regelmässiger an deiner eigenen Nas’ und Weise: Think first, then talk!
    \”Wie kann man Bildung missverstehen, Bruder Eyss?\” So wie du! ich lach mich tot: \”..und im Zweifel Wiki\” vergiss nicht den zweiten Satz der Thermodynamik und das Planck\’sche Wirkungsquantum, dann ist die Welt doch perfekt, heilige Einfalt!
    Und den Elite-Rentner H. lass mal besser weg, mit solchen Oberpächtern des Gegenteils von Dummheit, die völlig abgehoben im Stadium eins nach gutem Essen tief glaubend an die eigene Unentbehrlichkeit Jung gegen Alt gegeneinander aufhetzen und das für ein Ruck für alle halten, mit dem Geblubbere solcher zwinkernden Freunde der Selbstverliebtheit: wer kann denn damit noch viel anfangen…der redet doch an 95% der Menschheit vorbei, oder? Was nicht heissen soll, dass ihm gelegenlich noch was Brauchbares entfährt…
    Tschuldige, das ich deine Postings nicht studiert habe, eine echte Bildungslücke gemessen am Humboldt’schen Maß, du gibst hier den ewig Strebenden auf der Suche nach Verbindlichem und dort lässt du nur das gelten, was in dein Hexenhäuschen passt, wer bist denn du der du von den anderen verlangst sie sollen sich so ausdrücken, das du dir deins mundfertig zu Gemüte dir führen kannst, ich überlege gerade, ob ich dirs so direkt sagen soll: solche Redner wie du sind vielleicht ein Grund dafür, dass die beste aller möglichen Welten – in der wir hier in Westeuropa \”leiden\” als eine schlechte Welt gelten – Junge Freiheit lässt grüssen, Nein Danke, lieber Eyss.
    so long U.S.A. und demnächst zur Sache \”magic carpet\” und dann kannst du mich gerne in Grund und Boden verwerfen;-)

  20. Eysel sagt:

    Viele unverbindliche Worthülsen und auch ein wenig Wahres. Wie wärs denn, wenn du mit klarer Diktion verhinderst, dass ich missinterpretiere?
    Oder ist Geschmeidigkeit dein Name?
    Wie kann man BILDUNG missverstehen?
    Ich bin da für Humboldts wenig widersprochenes altmodisches “reflektieren über sich und die Welt” und im Zweifel WIKI.
    Wenn du schon länger meine postings gelesen hättest, dann wüsstest Du, wie sehr ich Voltaire anhänge bei dem Satz: Mein Herr ich bin durchaus nicht Ihrer Meinung, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass sie die Ihre äussern dürfen!
    Aber auch R. Herzog, der zwinkernd und sehr ernsthaft meint, dass es ein Recht auf Dummheit gibt, aber kein Grundrecht.
    Und dann hätte ich gerne mal mit dir diskutiert, wie man es hinkriegt zu interagieren ohne im Sinne der Transaktionsanalyse ( Eric Berne) zu “wirken” und damit zwangsläufig zu manipulieren …. und sei im der Sportteil oder den Kaninchenzüchtern. Und sei es das Ergebnis von x gegen y mit 5 zu 6. Selbst das Layout – oben unten, links rechts oder neben dem Mädchen von Seite 3 “manipuliert” bereits.

  21. Usain Steppenwolf A. sagt:

    …. das war schon zu erwarten, verehrter Eyss-wide-shut, du tanzt lediglich um dich selbst, dass du(!) keine Medien brauchst (außer diesem Chef-Blog und meinen \”carpets\”;-)) verwundert nicht weiter, wie aber willst du 80 Millionen Menschen informieren, noch lange nicht jede Information ist Manipulation, ohne Lokal-Info, Sportberichte und Anzeigen über Leid und Freud wüsste doch keiner
    was los ist um ihn herum, und die Ebenen Wirtschaft, Gesellschaft, Globus und Politik werden von verschiedenen teilweise kontroversen Angeboten mit Informationen und Meinungen für Auge, Ohr und Hirn (soweit vorhanden und leistungsfähig) bedient,
    dein Weltbildangebot, Eyss, nachdem alles, was nicht deine Auffassungen bestätigt, Manipulation ist und damit unter Verdacht auf Volksverdummung zu stellen ist, macht dich mir nicht unsympathischer, meine Kinder würde ich dir aber zur Ausbildung nur ungern anvertrauen…
    anzumerken bleibt: nicht jeder, der dem Meinungs-Mainstream widerstrebt, ist ein Menschenfreund und nicht jeder Menschenfreund hat die Kraft, dem Meinungs-Mainstream zu widerstehen, sollte es sich einmal glücklich fügen, das Mainstream und Menschen-freundlichkeit zusammenfallen, gebe Gott mir die Gabe dies zu erkennen und nicht zu erwidern um des Erwiderns Willen!
    der Eifer, mit dem du, Eyss, Edgars Bemerkung zum Verhältnis \”Bildung und Wachstum\” missinterpretierst, bestätigt einmal mehr wie wichtig es ist, auf Vielfalt in der Erörterung und sachliches und zeitliches Differenzierungsvermögen hin zu arbeiten und Wert zu legen. Da kann Bildung wahrlich hilfreich sein…hier müsste man sich nochmal präziser verständigen was mit Bildung bezeichnet sein soll..
    Bildung für alle heisst ein jüngst verlautbartes Denkangebot von Angela Merkel. Ich hoffe, nein ich bin sicher, Frau Merkel meinte dies nicht postulieren zu müssen, um quantitatives Wachstum anzutreiben, sondern um unsere Gesellschaft weitgehender zubefähigen, wertvolles von wertlosem, Verdummungsversuche von Information und wilde Wasser von windigen Revieren unterscheiden zu können. Überleben in Wohlstand und Freiheit ist nicht nur eine Frage davon, ob alle bei jedem Paddelschlag einer Meinung sind, das Boot muss am Ende ein Handbreit Wasser unter dem Kiel haben und bei allen Witterunsgverhältnissen in Bewegung bleiben können.
    Nur rein vorsorglich Eyss: das war nicht der magic carpet, der kommt noch;-)
    So long U.S.A.

  22. Eysel sagt:

    @ Edgar, bei der Bürokratie sind wir uns ja einig, sie löst lediglich Probleme, die es ohne sie nicht gäbe, AAAABER das mit der Bildung, der Liebe und der Nebenwirkung … das iat QUATSCH. Aller Fortschritt, egal ob “gut”, ob “schlecht”, was immer das sein mag, das zeigt Wirtschaftsgeschichte, entstand aus NEUERUNGEN, Entdeckungen; also den Rohstoffen HIRNSCHMALZ + Fleiss + Zufall. Merkwürdig, dass DAS bestreitbar sein soll ….

  23. Edgar sagt:

    Hatte gar nicht bemerkt, dass die Diskussion, kurz bevor der Chef neue Stichworte liefert, noch einmal abgeht. Zum Stichwort Wachstum: Das lässt sich, wie alle statistischen Größen, nicht machen, sonxdewrn stellt sich unter bestimmten bedingungen ein. Ich würde niemals in Bildung investieren, um Wachstum zu erzeugen. Quelle horreur! Alles Wichtige im Leben ist Nebenwirkung. Das fängt an mit der Liebe, ohne die es überhaupt kein Leben gäbe. Liebe kann man weder kaufen noch machen, sie stellt sich ein bzw. wird uns geschenkt, wenn verschiedene Vorraussetzungen erfüllt sind. Das erklärt auch, weshalb man mithilfe von Bürokratie keine Probleme lösen, sondern nur ohne Bürokratie entdeckte Lösungen auswerten und festschreiben kann.

  24. Eysel sagt:

    @ Steppenwolf,
    “geschickte Herstellung von Meinungs-Mainstream. Insofern wirken sie stabilisierend” Ist das dein ernst??? Ich nenne das Meinungsterror und Volksverdummung und Proletarisierung!
    “Wir leben in der besten aller bisher möglichen deutschen Welten, seit der Erfindung des Faustkeils. ”
    Ich würde eher sagen, wir leben in der Welt in der die Schafe sich hervorragend medioker + medial gelenkt ihren Schlachter aussuchen dürfen.
    Ich warte – von fiebriger Erregung ergriffen – auf den magic carpet …

  25. Usain Steppenwolf A. sagt:

    Hallo Zami,
    das \”Problem\” mit \”der Vernunft\” und den \”wirklichen Fähigkeiten
    des Menschen\” ist doch: wie vernünftig sind die Menschen in Massen? und was sind die \”wirklichen Fähigkeiten des Menschen\”? Ist der Mensch nicht vielmehr in der bisherigen Geschichte seiner Evolution ein lupus, der sich sich nur durch einige (durchaus nennenswerte) Eigenschaften vom Orang unterscheidet, diese aber bisher nur selten zu seinem eigenen sozialen Wohl nachhaltig einzusetzen in der Lage war, dies umso weniger je komplexer seine Umfeld/seine Umwelt sich entwickeln.
    Medien verstärken die Komplexität für das Individuum, nicht selten zu seinem Nachteil, Medien BILDen selten, wollen(sollen?) dies auch nicht wirklich, sondern festigen Kontrolle und Ordnung im Gemeinwesen durch geschickte Herstellung von Meinungs-Mainstream. Insofern wirken sie stabilisierend, irgendwie wie Korsettstangen im Wildwasser der Menge .. die wenigen \”grünen(-gelben) Korsettstangen\” zeigen an: die wildwasserwabernde Menge hat diese von hinten nach vorne zu durchfahren, die roten und schwarzen Korsettstangen zeigen Schussfahrt Richtung Ziel an, was die Journaille in den Mainstream zwängt ist die Haupt-Strömung! Auf Dauer ist\’s gegen die Strömung erheblich anstrengender als mit derselben – gelegentlich gibt\’s motivationshalber mal \’nen Preis, bei dessen Verleihung man Gelegenheit einräumt besonders hartnäckigen grüne-Tore-Paddlern unter den Wirtschaftspublizisten in einem Sonntagsredensonderklima
    die Begründung ihres freiheitsverleibten Dranges zum Nonkonformen nachzuliefern. Da es sich bei unserem rty offenkundig um ein solches Prachtexemplar unter den grüne-Tore-paddelnden Wirtschaftspublizisten handelt ,bist du, Zami, hier im Wiwo-Wildwasser besser aufgehoben als in irgendeinem anderen verfügbaren deutschen Medientümpel. Wir leben in der besten aller bisher möglichen deutschen Welten, seit der Erfindung des Faustkeils. Also empfinde diese Welt nicht als so schlecht, wie sie ist, Zami, lass sie dir doch ruhig ein wenig weichspülen, du hast doch ohnehin nur 80 Jahre( wenn’s gut geht), der Rest ist Düsternis und Ewigkeit. Der \”westeuropäische Mensch\” ist lang vom Baume runter – obwohl, wenn man Sarkozy so durchs Wildwasser segeln sieht, könnte man den Glauben daran auch wieder verlieren, aber sehen wir doch einfach mal ab, von diesem trikolorischen Prachtexemplar und seiner Carla. Die deutschen Gegenstücke geben sich jedenfalls redlich Mühe uns als Volk durch möglichst wenig Wirksames zu verwirren, oder? Wenn man mal von Herrn Beck absieht, der es seinem Haufen ungerührt gestattet täglich
    neu und in jedem Sch.. die alles überragende und immer wiederkehrende Gerechtigkeitfrage obenan zu stellen, hält er’s wohl für das einzig unverwechselbare an der Sozialdemokratie, der nackte Beck!? Selbst Schröder, der nun an wirklich an nichts interessiert schien als an sich selbst, war nicht von solchem Meenzer Kinderglauben beseelt, dem steht nun eine neue Herausforderung bevor, es sei denn Frau Schaeffler erscheint nie selbst zu AR-Sitzungen bei Conti..;-) So nun genug quer durch den Garten gepaddelt, ich muß noch ein paar Antworten an Eyss vorbereiten.
    So long U.S.A.

  26. Zamir Zebulovic sagt:

    Hey U.S.A,
    Danke für Dein ehrliches Mitleiden. Es geht nicht um Leiden, haupt-
    sächlich, sondern bei allen menschlichen Tätigkeiten, um die Ver-
    besserungen der Lebensbedingungen, aller lebenden und künftigen
    Menschen, der Umwelt und allem was dazugehört. Jedoch, solange
    der Mensch in Dummheit und Unwissenheit und Stumpfsinn gehalten wird, solange, werden sich die führenden Oberidioten, die Hände
    reiben und mit der Mehrheit, “Schlitten fahren”. Das Zeitalter der
    Aufklärung ist längst vorbei und was fehlt, ist das zeitalter der
    Vernunft und des Glaubens an die wirklichen Fähigkeiten des
    Menschen. Im Moment freuen sich die Europäer, dass Russland, China und Amerika, die Szene bestimmen und ihre großmachtpolitischen Spielchen, auf der Kosten der ´Menschen- und
    Umweltzerstörung betreiben. So gesehen, der Mensch ist nicht
    lernfähig.
    Gruss Zamir
    P.S.: In Bayern wurde aktuell, gerade rechtzeitig, ehe der Volkszorn überkocht, ein Kinderschänderring ausgehoben.
    Das nenne ich Verdummung und Zurichtung durch die Medien.

  27. Usain Steppenwolf A. sagt:

    Eysel, dass du fragst freut mich, trotz Junge Freiheit, ba!
    Wer fragt der forscht, wer forscht der findet…
    Well, you don’t know what we can find
    Why don’t you come with me little eyss
    On a Magic carpet ride …
    Why don’t you tell your dreams to me
    Fantasy will set you free
    Close your eyes eyss
    Look inside eyss
    Let the sound take you away
    Im Ernst Eysel: Selbst ist der Mann! Nur für dich gibt’s aber demnächst einige Antwortversuche auf deine “Fragen”, eyss :-)
    So Long U.S.A.

  28. Usain Steppenwolf A. sagt:

    Zami, dein Weltschmerz in allen Ehren, vor zweitausend Jahren war die Welt nicht anders nur schlimmer, aber es haben weniger Nachdenkliche, so wie du, davon gewusst, was alles so passiert auf dem Globus. Ins Leid fallen lohnt sich nicht! Dafür ist das Leben zu kurz… und zu schön, trotz allem!
    Gruß U.S.A.

  29. Zamir Zebulovic sagt:

    Die IKB ist verkauft. Die amerikanischen Truppen stehen am Rhein.
    Die Russen ziehen nicht aus Georgien ab. Die Amis, die Russen, die
    Chinesen. Wer sind die Restlichen ? Was nutz die beste Bildung, bei
    einer solchen Übermacht an Blödheit = Imperialismus ?
    Gruss Zami
    P.S.: In Madrid wurde gepfuscht, das Ende für 153 Urlauber;
    in Leipzig feiern die Sexualstraftäter ihre Auferstehung, im Namen
    des Gesetzes. So kann es weitergehen, oder ?

  30. Eysel sagt:

    @Steppenwolf,
    könntest Du konkret einem nicht ganz Debilen erklären, WAS du gerne melior hättest … Bildung scheidt ja wohl Deiner Meinung nach aus….
    Und WAS hat Dahrendorf da ??? Gehts vielleicht weniger kryptisch für jemanden mit IQ unter 300 ?
    Wer wollte da dann doch lieber nicht 70er und Club of Rome mässig melior? Leider hab ich weder Dahrendorf noch Biedenkopf komplett im Kopf.
    Bei der “Vergrösserung von Kleinigkeiten” der Journaille bin ich bei dir. Was Du mit “qualitätsorientierte Wirtschaftsentwicklung” meinst solltest du für deine einfach strukturierten Mitbürger schon präzisieren…falls du verständlich sein willst …

  31. Usain Steppenwolf A. sagt:

    Hallo Jungs,
    bevor euch die Müdigkeit der Batatelldiskussion gänzlich überwältigt: “Bildungsniveau der ultimative Wachstumstreiber …” habe selten unwidersprochen höheren Blödsinn (sorry RTY, nicht persönlich nehmen) vernommen.
    1. Wofür brauchen wir in Deutschland eigentlich jedes Jahr immer neues Mengen(!)wachstum?
    Als Biedenkopf 2002 einmal darüber öffentlich zu diskutieren
    beginnen wollte – übrigens in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts hat dies Dahrendorf unter dem Stichwort “Melioration statt Mengenwachstum” – verstummte er unverzüglich wieder; war wohl so, dass einige ihn davon abgehalten haben, die befürchteten, er könnte damit eine Lawine lostreten, die ganz anderen nützt, also schweigt man lieber als darüber nachzudenken, wie man das Gebotene beginnen kann, ohne Risiken und Nebenwirkungen überbordern zu lassen,… toll!
    2. Warum widmet sich nicht einmal wenigstens ein Teil der sich mit der Vergrößerung von immer mehr Kleinigkeiten befassenden intelligenten Journaille diesem Thema? Könnte es nicht durchaus im Sinne einer qualitätsorientierten Wirtschaftsentwicklung zuträglich sein, “besser statt größer” nach vorne zu schreiben?
    3. Pampastier – deine persönliche Schulbiographie im ländlichen Frangen lässt tief blicken, ohne dich überforderen zu wollen;-): was hälst du vom Standpunkt von Nash in Sachen “intelligente Glücksspieler”? ;-) Schon long in Citi? Schon ‘ne Einladung zur Verleihung des Ludwig-Erhard-Preises an unseren Göttervater? Laudator: Dr. Peter Gillies! Auch einer der schon immer die Katze exzellent gegen den Strich bürsten könnte…
    So long U.S.A.

  32. Eysel sagt:

    Empfehle – als link – lieber Pampastier, zum Thema was noch! GRUNDLEGEND nicht stimmt in diesem Land: http://www.jungefreiheit.de/index.php?id=268&tx_ttnewstt_news=1068&tx_ttnewsbackPID=&no_cache=1

  33. Eysel sagt:

    Zu “Normen”: Ein Bauingenieur hat mir mal gezeigt, dass eine 30cm Massivholzwand – nach dem vorgeschriebenen Mess- u. Berechnungsmodus – NICHT den Normen entspricht, eine 15cm “Pappdeckelwand” aber sehr wohl. Durch die hohe Kompliziertheit der Berechnung wird ganz offensichtlich zu Gunsten bestimmter Baustoffe manipuliert. Ein Verschleierungs- und Manipulations-Verfahren, dass ganz offensichtlich in vielen – nicht nur Bau-Bereichen – angewendet wird. Kompliziertheit täuscht dann nur Gerechtigkeit + Kompetenz vor.

  34. Edgar sagt:

    @GB: Nordfassade OK. Man sollte ohnehin sehr differenziert vorgehen und keine O815-Lösungen suchen. Und vor allen Dingen sollte man sich an praktischen Erfahrungen orientieren und nicht unbedingt an oft rein theoretisch hergeleiteten Normen.

  35. Eysel sagt:

    In diesem thread wiederholt sich dasselbe Muster , das man auch in der “grossen Politik” findet: An Symptomen, Einzelproblemen wird herumgemeckert, aufwendig besprochen, vielleicht sogar gelöst. Nur leider stimmt das GESAMT-Konzept des Konstrukts nicht. Aus ner baufälligen Hütte wird kein tolles Haus, selbst wenn einige Details vielleicht toll sind. Die Mentalitäten stimmen sicht mehr. Weder Es wird ängstlich an Details herumlaboriert, kleine Einstellungen von Einzelsystemen den Realitäten nachvollziehend angepasst, vielleicht sogar an grundlegenden Problemen oberflächlich herumgedoktort, aber die STATIK des Systems ist marode. Ängstliches Bewahren einer bekannten gerade noch ertragbaren bekannten Misere hat Vorrang vor konstruktiven Weiterentwicklungen. Das gilt für die Politik, wie das Volk. Ich denke, dass ein KOMMUNIKATOR, der die ungeschönte Wahrheit deutlich sagt, eine grosse Chance hat, das Land zu verändern. Darauf bezieht sich der der von mir oben eingestellte Beitrag aus dem Bürgerbrief ( Miegel). Leider nutzen die Rattenfänger a la Lafo ihr beachtliches Kommunikationstalent sehr viel besser für ihre billigen Zwecke als das liberal Konservative Lager.
    PS: Danke für die Entlastung, Herr von Croy, ich habe ruhig geschlafen. Unabhängig von allen juristischen Dingen, es hätte auch recht schlecht zu Ihrer Denkweise gepasst, wenn Sie mir die Hammelbeine lang gezogen hätten. Deshalb hab ich “es” ein wenig blauäugig einfach riskiert.

  36. Croy sagt:

    Lieber Eysel,
    ich freue mich, dass mein Artikel Eingang in diesen Blog gefunden hat. Es ziert mich! Und Pampastier sei gesagt: vielen Dank für die “Verteidigung” meiner Autorenrechte, es ist alles wahr, was Sie schreiben und dennoch soll der Beitrag hier stehen können.
    Albrecht v. Croy

  37. GB sagt:

    @Edgar

    Ist schon was dran. An Nordfassaden kann sich Styropor bis 5 oder meinetwegen 8 cm ökonomisch lohnen, der Rest ist korruptions- und mangelbildungsbedingter Unfug.

    Aber das mit der Feuchte vergessen wir besser mal. Eine weitere Legende.

    GB (auch mal Bauing. gewesen)

  38. Edgar sagt:

    Lieber Herr Epple,

    Styropor nützt in der Häuslebauern z.Z. nahegelegten bzw. vorgeschriebenen Anwendungsform wenig. Viel besser ist solides Ziegelmauerwerk, das neben der Wärme auch die Feuchtigkeit regulieren kann. Wenn im Winter die Sonne tief steht, ist es die beste Möglichkeit der kostenlosen Nutzung von Solarenergie. Das konnte man neulich auch in diesen Spalten in einem Beitrag des Bauingenieurs Konrad Fischer nachlesen. Inzwischen gibt es in D. einen “Club of Home” (Sprecher: Alfred Eisenschink, Am Leitle 3, 82418 Riegsee, Tel.: 08841/5954) von Ingenieuren, Architekten und anderen Baufachleuten, die beitretenden Häuslebauern Ratschläge geben, wie sie unnütze Investitionen vermeiden können. Sie können sich auch Gutachten erstellen lassen, die Sie von solchen Investitionen befreien. Denn niemand kann nach dem Maastricht-Vertrag der EU gezwungen werden, unprofitable Investitionen zu tätigen.
    Meines Erachtens sollte jeder auf der Grundlage des Abiturwissens in der Lage sein, die Milchmädchenrechnungen, mit denen uns Politiker und Geschäftemacher ködern, zu durchschauen. Auch deshalb finde ich Investitionen in die Bildung so wichtig.

  39. Edgar sagt:

    Lieber Herr

  40. Manfred Epple sagt:

    Eine Polemik, die mir aus dem Herzen spricht. Nur sehe ich keinen Trade-Off zwischen (mehr) Investitionen in Bildung und (mehr)Investitionen in eine nachhaltige Reduzierung des Energieverbrauchs. Beides ist unverzichtbar. Ob privat oder staatlich finanziert ist letzten Endes völlig wurscht.

  41. Pampastier sagt:

    Werter Eysel,

    herzlichen Glückwunsch zu Deinem gefundenen, herrenlosen Stück. Mal abgesehen davon, dass man es, so wie Du es reinkopierst hast, kaum lesen kann, ist das eine Verletzung von Urheberrecht. Es wird Dir schon keiner was tun, stammt ja aus dem gleichen Verlag.

    Aber ein link wäre besser, ich kann mir kaum vorstellen, dass der Autor das ähnlich lieblos formatiert hat. Nach meinem letzten Kenntnisstand, der zugegeben etwas älter ist, darf man maximal 75% unter Angabe der Quelle zitieren, die Juristen können das sicher klarstellen.

    Nur als gut gemeinter Hinweis, Unwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht.

    Pampastier

  42. Eysel sagt:

    “Nett”, all die Schimpferei, all das Deklamieren von höchst individuellen Lösungen und all die Vorschläge, was D I E tun müssten! Zielführend???
    Wohl eher nein. Die letzten zig Jahre hat es nix gebracht, ausser dass die Heils-Versprechungen immer vollmundiger wurden und die angeblichen Lösungen auf mikroskopische Dimensionen schrumpften und der Frust halbwgs denkender Menschen zu inneren Emigration führte.
    Ich verweise auf obigen Artikel von Albrecht Prinz von Croy, Handelsblatt.

  43. Edgar Gärtner sagt:

    @Moritz Berger. Lieber Herr Berger, ich gebe zu, dass ich das Bildungs- bzw. Ausbildungsproblem meiner Kinder letzten Endes privat gelöst habe. Das hing aber auch damit zusammen, dass wir eine deutsch-französische Familie sind. Ich habe mein Metier in Frankreich gelernt, etliche Jahre lang mehr auf französisch als auf deutsch geschrieben, mein Sohn wurde in Frankreich (in der Stadt Proughons) geboren usw. Aber ich habe mich durchaus auch im deutschsprachigen Raum für eine Verbesserung der Schulbildung engagiert, z.B. in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE) oder dem Chemieverband (VCI) bzw. der Gewerkschaft IG BCE ganz konkret für die Verbesserung der naturwissenschaftlichen und technischen Bildung.

  44. Moritz Berger sagt:

    @Roland Tichy

    Lieber Herr Tichy,

    “aus eigener Augenscheinnahme kann ich Ihnen gerne bestätigen: Ich halte unser Universitätssystem seit Ende der 70er für total kaputt.”

    Wenn Sie das Universitätssystem seit ende der 70er für kaputt erachten, dann muß ich parallel dazu auch logisch folgern:

    Ihre Appelle in Artikeln und Vorträgen zur Forderung nach einer Bildungsreform ins Leere gegangen.

    Frage: Haben Journalisten überhaupt noch einen Einfluß auf die Gesellschaft, bzw. können Sie gesellschaftliche Veränderungsprozesse mit anschieben?

    Oder um es mit Mao zu formulieren :

    Sind Journalisten nur zahnlose Tiger :-)

    Oder:

    Ist es nicht sehr frustrierend, wenn Appelle zur Bildungsreform letztlich die letzen 20 Jahre Ihres Berufslebens ins Wasser gefallen sind???

  45. Moritz Berger sagt:

    @Edgar Gärtner

    Wenn Sie für Ihre Kinder die Ausbildung erreicht haben, die Sie als ideal betrachten (was sie objektiv auch ist), warum haben Sie als Publizist in den vergangenen Jahren keine Veränderung im deutschen Bildungswesen mitangeschoben.

    Bzw. warum sind die von Ihnen angestrebten Veränderungen des deutschen Bildungswesens nicht erfolgt?

    Oder:

    wie kann man als Bürger tatsächlich etwas verändern?

  46. Pampastier sagt:

    Als Student habe ich im ersten Semester erlebt, wie ein BWL-Professor eine glühende Rede pro Planwirtschaft hielt. Es ging um die Bewertung der professoralen Leistungen durch Studenten. Frechheit, dass die leidige Kundschaft über das Gebotene richten dürfe. Nach dem Motto, friss das und halt’s Maul. Oder: wenn ich deine Meinung hören will, dann sage ich sie dir.

    Im Gymnasium fiel mir immer wieder auf, dass eher wenigere als mehrere des Lehrerkollektivs ihren Beruf als Berufung sahen. Der Faktor Urlaub kam mir da schon eher entscheidungsrelevant vor. Besonders aber folgender Gedankengang: Ich gehe 13 Jahre zur Schule, studiere schulisch an einer Uni und gehe wieder als Referendariat und später Lehrer zur Schule. Konsequenter Lebensweg, nur was sollen die Schulkinder als Lehrer ihren Schutzbefohlenen mit auf den Weg geben? Da reden Jungfrauen von Sex, wohlgemerkt mit der Ausnahme der Berufenen, der Leidenschaftlichen. Davon gibt es etliche, bei denen ich mich auch schon persönlich bedankt habe, aber die leuchtenden Sterne sind leider die Ausnahme.

    In der Grundschule sorgte eine alte, harte, aber berufene Lehrerin dafür, dass ich als einer von drei aus 36 den Sprung zum Gymnasium „wagte“. Das hätten locker noch zehn andere machen können. Mit zehn hatte ich das Glück, dass sie meinen Eltern schwer zusetzte. Helfen konnte mir keiner nachher richtig, aber so verkehrt war das gar nicht. Das entwickelt Biss.

    Im Kindergarten war ich nicht, dafür haben wir uns in unserem Dorf im Sandkasten vermöbelt und unter der Wäscheleine den Rasen beim Fußball ruiniert.

    Was ich sagen will, lesen wir es mal rückwärts: Wir fangen immer an, oben zu diskutieren, über Hochschulgebühren und Schulkonzepte, oder was weiß ich. Die erste Stufe der Leiter, die wir nicht nehmen, ist der KO. Dann ist es vorbei oder ungleich schwerer, weiter zu klettern, Hut ab vor allen, die den zweiten oder x-ten Bildungsweg beschreiten und dann absolvieren.

    Sollte man nicht mit drei bestens für vorschulische Bereiche vorbereitet sein, mit sechs stolz auf die Schultüte, mit zehn bestens vorbereitet, hungrig und wissensdurstig aufs Gymnasium sein? Wenn wir da sind, können wir mal darüber reden, wie wir die Elfenbeintürme auseinander nehmen.

    Das alles ist nur sehr begrenzt eine Frage der finanziellen Ausstattung, sondern von Einstellung und Aufbauorganisation. Wettbewerb ist den Kids wie uns ins Gen gelegt worden, er stachelt an. Wesentlich sozialer im Ergebnis, als die Gleichmacherei ex post.

  47. Gregor Neumann sagt:

    Ach Herr Tichy,

    das ist eine richtige Analyse mit einem falschen Schluss. Deutschland macht tatsächlich zu wenig aus seinen Einnahmen und schafft es selbst in guten Zeiten nicht, von den Schulden herunter zu kommen. Dafür haben wir u.a. in der Vergangenheit zu viele Blanko-Schecks unterschrieben.

    Bildung ist aber exakt das Beispiel, bei dem das Prinzip „weniger Steuern für mehr Eigenverantwortung“ nicht funktioniert. Bildung und der Schutz der Kinder ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie kann nicht nur von den Familien selbst geschultert werden, sondern muss auch von den Kinderlosen und den Unternehmen getragen werden. Ihre Abgaben sind nichts anderes als Dividenden auf Bildungsinvestitionen von früher.

    Wenn es ums Geld geht, ist Steinbrück ein leichtes Ziel, genau wie Gabriel. Aber es sind die Länder und nicht der Bund, die für Bildung verantwortlich sind. Und am Ende zahlen die Kommunen einen großen Teil der Zeche. Und raten Sie mal, woran die sparen, wenn sie weniger Geld bekommen. An allen, was kein Geld bringt, etwa moderne Lehrmaterialien in den Schulen.

    Also, Eigenverantwortlichkeit ist prima, wenn die Betroffenen tatsächlich auch die Spielräume zu eigenverantwortlichem Handeln haben. Dann ist es im Sinne des Wettbewerbs positiv, wenn einige erfolgreicher sind als andere. Bildungsniveau hat aber etwas mit einem hohen Durchschnitt zu tun. Verbesserung in der Breite erreichen wir leider nicht dadurch, dass wir die Einnahmen kürzen. Dann geht die Schere weiter auf, weil schon heute die Kinder in der Schule besser abschneiden, die aus einem Elternhaus stammen, das sie unterstützen will und kann.

    Zu hoffen, dass alle Familien ihre weniger gezahlten Steuern plötzlich in die Bildung ihrer Kinder investieren, ist natürlich eine nette Vorstellung. Das Beispiel der USA zeigt aber leider, dass die Realität anders aussieht.

  48. Pampastier sagt:

    Was Hänschen nicht lernt … schon merkwürdig, wie wir das Thema Bildung in Deutschland angehen. Zum Nachdenken:

    http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E7A3EAA01DAE6415B9C751643778067BC~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  49. Edgar sagt:

    @Moritz Berger. Lieber Herr Berger, da kann ich Sie beruhigen. Mit Sicherheit habe ich nicht PISA abgewartet, um mich für Bildungsfragen zu interessieren. Ich habe keines meiner beiden Kinder (nun schon groß) auf eine deutsche Schule, sondern auf ein zur Hälfte privat finanziertes französisches Gymnasium geschickt, damit sie die Chance hatten, Top-Abschlüsse zu machen und gute Arbeitsplätze zu finden. Bei meinem Sohn hat das geklappt. Meine Tochter ist mit der Ausbildung noch nicht fertig. Noch Fragen?

  50. Melita Zimmermann Alzey sagt:

    Auch ohne lange Abhandlung kann man es auf den Punkt bringen.
    Die CDU läuft der SPD nach und die SPD den Linken. Dabei kommt keine Regierungspolitik sondern dieses Gewürge heraus, das wir hautnah erleben, und dem wir leider nicht entrinnen können. Wer
    z.B. das Kindergeld um € 10,– erhöht, Rentnern statt 0,5% satte 1,1% Rentenerhöhung gewährt, macht sich bei dem EINZELNEN nur lächerlich, doch in der Summe verprasst er Milliarden, die eigentlich nicht vorhanden sind. Da muss man sich nicht wundern, dass ein ausglichener Haushalt nicht erreichbar ist und die Schulden weiter steigen. Weil dann das Geld ja irgendwo herkommen muss wird der Bürger geschröpft und ziel- und planlos wird weiter gewurschtelt

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