» 19.07.2008, 07:51

,

Deutsch-Französischer Wirtschaftskrieg

Inzwischen wird auch im Kanzleramt mit Besorgnis gesehen, mit welchen zweifelhaft-brutalen Methoden Frankreich vorgeht, um die ungeliebte deutsche Führung des in Toulouse ansässigen Flugzeugbauers zu verdrängen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Wir wollen hier nicht die Niederschlagung von Ermittlungen wegen Insiderverdachts gegen EADS-Manager fordern. Wenn es dazu Fragen gibt, müssen diese rechtlich sauber geklärt werden – aber fair.

Doch den Franzosen geht es nicht um Aufklärung, sondern um Vorverurteilung. Sicherlich stehen auch einige französische Manager mit am Pranger, aber das sind Pensionäre oder Vertreter der zweiten Reihe. Tatsächlich geht es Paris um die deutsche Führung von Airbus. Man will eine Verhandlungspanne des Elysée-Palasts aus dem vergangenen Jahr beseitigen: Damals hatten sich die Berater von Präsident Sarkozy so auf die Sicherstellung eines französischen Vorstandsvorsitzes bei EADS konzentriert, dass man erst spät merkte, dass mit Thomas Enders ein Deutscher an die Spitze von Airbus gelangte.

Also setzt man jetzt neu an: „Wir wissen, dass die Franzosen Enders weghaben wollen“, heißt es ziemlich weit oben im Kanzleramt. Noch schlimmer ist, dass französische Spitzenbeamte, die an einer wichtigen Schnittstelle zwischen Geheimdienst und französischer Wirtschaft sitzen, bei Gesprächen mit deutschen Regierungsvertretern üble Geschichten über Airbus, eine angeblich ab 2012 zahlungsunfähige EADS und das deutsche Management erzählen. Und munter plaudern diese Beamten auch Inhalte aus den Verhören deutscher Manager durch französische Ermittlungsrichter aus. So habe der frühere Airbus-Chef Gustav Humbert nach zwei Stunden „gesungen“. Informationen, wann, wo und welcher Manager verhaftet wird, sind in Paris schnell in den Medien.

Aber das ist nicht alles. In Frankreich soll das gezielte Vorführen deutscher Manager deren Ruf als Führungskräfte ramponieren. Dabei entsteht aber auch in Deutschland durch Unkenntnis des französischen Rechtssystems der Eindruck, Enders und Co. säßen in Untersuchungshaft und könnten sich nur durch Kaution freikaufen. Und Untersuchungshaft bei uns bedeutet nun mal Verdunklungsgefahr und hohe Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung. Ergo: schuldig.

Dabei ging es nur um Befragungen, die, wenn sie in Deutschland in diesem Stadium der Untersuchungen stattfänden, in keiner Weise mit einer Haft verbunden wären. In Frankreich aber will man die Manager psychisch brechen. Die verhörten Deutschen berichten in internen Memos über Haft-Umstände, die zu Simbabwe, aber nicht zu einem Rechtsstaat passen: Die Zelle war 2,30 mal 3,30 Meter groß. Über die Matratze war eine stinkende Plastikfolie gespannt. Zum Zudecken gab es kein Bettzeug, sondern eine übel nach Urin riechende, verfilzte Decke.

Als Toilette diente ein Abtritt mit Loch im Boden. Die Eingesperrten mussten Schnürbänder, Brille und Gürtel abgeben. Beim Verhör war kein Anwalt zugelassen und Fragen wurden – obwohl die Liste nach wenigen Stunden durchgearbeitet war – so lange mit einem extra schlechten Dolmetscher wiederholt, dass die Manager zwei Nächte im Gefängnis verbringen mussten.

So behandelt man nicht einmal Schwerverbrecher. Aber in diesen Fällen ging es um Manager, die freiwillig nach Frankreich gekommen waren, um bei der Aufklärung einer Straftat zu helfen. Rechtsstaat für Manager? In Frankreich Fehlanzeige.

» 19.07.2008, 07:51

    62 Kommentare zu “Deutsch-Französischer Wirtschaftskrieg”


  1. Symptoms Of Low Vitamin D…

    What can take over your life with thier effect….

  2. Klassensprecher sagt:

    @ PCIIA natürlich diente die Erinnerung an ww I und II mittels im Westen nichts Neues nicht(!) dazu, mit den \\\\\\\”Erfahrungen jener West-Front-Zeit das Thema \\\\\\\”Wirtschaftskrieg heute\\\\\\\” anzuheizen, das hast du doch sicher längst verstanden, oder? es geht u.a. darum mit dem Zitat die Sinnlosigkeit von Krieg, die Abwegigkeit der Verwendung der Vokabel \\\\\\\”Krieg\\\\\\\” statt Wettbewerb ohne Not deutlicher zu machen, ist doch nicht so schwer, oder? Wer wie Inacker einen Haufen deutsch-französischen Sondermüll zusammenkehrt und unter der Vokabel \\\\\\\”Wirtschaftkrieg\\\\\\\” a lot of Branchen-Rumoren serviert, quasi hinter vorgehaltener deutscher Hand – mal abgesehen davon, das I. sich dabei gedacht haben könnte uns Forumsteilnehmern damit ein Leckerli serviert zu haben, was mich durchaus stören würde (für was für Nasen würden wir da gehalten?), aber was soll\\\\\\\’s – es sollte wohl zuvörderst die Leserkontaktzahl steigern – mal abgesehen davon also, ist meine Eindruck, an so was können sich nur diejenigen besonders delektieren, die nicht wissen wie es in von Engländern in Deutschland übernommenen Firmen zugeht, die keine Ahnung davon
    haben, wie Deutsche mit domestics in von ihnen im Ausland übernommenen Firmen umgehen und die das angebliche rechtsstaatliche Versagen französischer Behörden als nationale Aggresion fehldeuten, ehrlich gesagt, auf dieser Ebene fühle ich mich leicht \\\\\\\”überfordert\\\\\\\”. ;-)
    Im übrigen: wenn im 2.Quartal 2008 die Leserkontakte der WIWO um fast 20% gestiegen sind und gleichzeitig im Chef-Blog plötzlich \\\\\\\”Werbebanner\\\\\\\” für japanische Multi-Nationals verkauft werden können, dann sollten wir im dezentralen Kollektiv mal darüber nachdenken, was Herr Tichy uns – nicht Herrn Inacker – ab demnächst bieten könnte, damit wir das Niveau auf allen Ebenen halten, nach Möglichkeit weiter steigern, das wär doch was für Jungs von unserer Karatzahl in Zeiten antiautoritären Journalismusses, oder? Und für die Wiwo wäre das die konsequente Fortsetzung modernen erfolgreichen Blattmachens ;-) Die paar Scheinchen für Mama Eysels Stangenkurierung müssten wenigstens drin sein, Zamir sollten wir einmal einen Kurs finanzieren \\\”Wie kann ich meinen Morgen sinnvoll gestalten ohne Tichys Chef-Blog, Eysel selbst sollte eine handsignierte Gesamtausgabe von Paul Watzlawik bekommen und PCIIa für Sie würde ich ein kostenpflichtiges 3-Tages-sSeminar im vorderen Sachsen mit mir selbst als Pausenattraktion empfehlen, Thema: Überragendes aus der zweiten und den hinteren Reihen, the bill for all that jazz goes to:????? Yes sirs, at rty!!! – sonst machen wir irgendwann nicht mehr mit, allerdings wäre mir daran gelegen, dass rty sich nicht genötigt fühlte, sondern uns aus Einsicht in seinen eigenen Vorteil ein Angebot unterbreitet, welches wir nicht ablehnen können. Ich bin sicher unserem Göttervater kommt dazu eine Erleuchtung.

  3. PCIIA sagt:

    Werter Eysel,

    wollte Dich nicht aufs Glatteis führen, kommt halt vor, dass man hier aneinander vorbei tippt oder sich gelegentlich miss versteht. Aus der Summe unserer Weisheiten hier, und deren Durchschnitt, denke ich aber, dass wir meist nicht so weit auseinander liegen, oder?. Umso wichtiger, dass wir uns in Einzelheiten fetzen, sonst macht das hier ja keinen Sinn. Bedenke, wenn zwei einer Meinung sind …

    @all: Boxer fallen sich ja auch um den Hals, nachdem sie sich zwölf Runden lang gegenseitig die Fresse poliert haben. Stählt den Körper und verbindet. Wenn wir hier geistig das gleiche tun, wie ich finde in einem für Internetforen oder meinetwegen Blog doch sehr anständigem Stil auf hohem Niveau, stählen wir unsere Rüben und lernen was. Zumindest kann ich das für mich behaupten bzw. zufrieden feststellen.

    @Eysel: Deinem Mädchen ist also ein furchtbar böser Stein ins Auto gelaufen? Tröste sie, es kann aus weiblicher Logik nur der Stein schuld haben. Willst Du ihr Deinen PS-Bullen nicht überlassen, traut sie sich nicht, oder steht sie eher auf einen kleinen Blauen, der so lieb aus den Scheinwerfern guckt? ;-) ))

    @Klassensprecher: Findest Du es wirklich angemessen, die Erfahrungen aus den beiden Weltkriegen auf die heutigen „Wirtschaftskrieg“ mit Frankreich zu übertragen? Wir sollten auch mal bedenken, dass der kleine Nick (FAS) erst seit vier Wochen die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Seither treibt er jeden dritten Tag eine andere Sau durchs Dorf. Almunia hat ja diese Woche schon mal verbal eingegriffen. Immer mit der Ruhe, es wird selten so heiß gegessen, wie gekocht wird. Und die europäische Welt erscheint mir heute doch deutlich stabiler, als vor 100 Jahren. Mit der zunehmenden Vergreisung in praktisch allen Staaten, sind wir auch kein Kontinent der „heißen Völker“ mehr. Wir sterben friedlich aus … ;-) ))

    @Zamir: Schön zu hören, dass Du Dich wieder des Lebens freust. Hatte schon Sorge ob Deiner Literaturliste, dass Du an unserem Kollektiv hier in Deutschland verzweifelst. Wenn Du Dich etwas von der Philosophie erholen möchtest oder Deiner Bibliothek ein paar sehr freundliche, helle Bände anfügen möchtest, empfehle ich Dir z.B. „Der kugelrunde Roberto“ oder „Geh, wohin Dein Herz Dich trägt!“ von Susanna Tamaro:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Susanna_Tamaro

    Eigentlich Frauen- bzw. auch Kinderliteratur, aber sehr rührend und inspirierend, falls Du die kleinen Büchlein nicht schon längst gelesen hast. Mal was anderes, nicht unbedingt intellektuell tiefschürfend, aber das Herz braucht ja auch Nahrung. An die weniger altruistisch Denkenden unter Euch, das kommt auch gut als Geschenk bei der Schwiegermutter, der Herzallerliebsten oder anderen Mädchen an. Damit kann man unter Umständen Essen, Frieden und Sex kaufen … ;-) ))

    @Philosophen: Neulich, im größten Dorf der Welt, also Köln, hörte ich ein kleines Kind am U-Bahnhof Friesenplatz zu seiner Mutter sagen: „Mama, wir sind in der Erde!“ Worauf sie meinte, „das heißt unter der Erde!“. Am liebsten hätte ich gesagt, kleiner Mann, so habe ich das noch nie betrachtet, Du hast absolut recht. Wehr Dich Deiner Haut und verteidige Deine Position. Sind Menschen nicht erstaunlich, insbesondere wenn sie sich noch nicht in gelernten Schubladen befinden?

    Genug gefaselt.

    PCIIA

  4. Eysel sagt:

    @ ZZ, und gerne.
    D hat – meiner unbedeutenden Meinung nach -
    ein Mentalitätsproblem. Das äussert sich daran, dass selbst bei Dingen deren Positiva DEUTLICH grösser sind als ihre Negativa, die NEGATIVA unangemessen betont werden. Ausfluss dieser Perception ist auch die Berichterstattung. Das Glas Wasser wird regelmässig als “halb leer” betrachtet. Sogar am fast vollen Glas wird NICHT gesehen, dass es fast voll ist, sondern bemängelt, dass es nicht GANZ voll ist. Daher ist auch die gute “Verkäuflichkeit” für eine bestimte Sorte Literatur. Auch Presse richtet sich nach Verkäuflichkeit und selbstverständlich unterliegen auch Redakteure dem Einfluss von generell vagabundierenden starken Befindlichkeiten EHER als dass sie GEGEN die Stimmung an schreiben.
    Ohne einen grundlegenden Mentalitätswandel, weg vom rückwärtsgewandten und oft moralinsauren Reichsbedenkenträgertum hin zu vorwärtsgewandter auch “nur” realistischer Grundeinstellung wird D die ( sicherlich von mir nicht negierten, aber als lösbar angesehenen Probleme ) nicht in den Griff kriegen. Wer mit der Grundeinstellung lebt “am Ende sind wir alle tot”, hat ganz schlechte emotionale Voraussetzungen einen Innovationspreis zu gewinnen.

  5. Zamir Zebulovic sagt:

    Lieber Eysel,
    das könntest Du mir bitte noch etwas differenzierter erklären,
    wieso Katastrophenliteratur. Wenn ich die Polit-, Wirtschafts- und
    Feuilletonseiten, der Süddeutschen, FAZ, Die Zeit usw..lese,
    dann reiht sich, das was ich in diesen Zeitungen lesen kann. doch fast mühelos in, in die Themen der genannten Werke ein.
    Bedeutet dies denn, die Tages- und Wochenzeitungen sind
    ebenso bereits vor, oder in der Katastrophe angekommen ?
    Bitte kläre mich auf ?
    Gruss Zamir

  6. Zamir Zebulovic sagt:

    Lieber Klassensprecher,
    genau das ist doch der Schwerpunkt in Deutschland; nur unsere eigene Geschichte der letzten EINHUNDERT Jahre gründlich durch-
    forsten. Einen grösseren Gefallen können wir den nachfolgenden
    Generationen gar nicht erweisen. Zweimal furchtbar gescheitert an
    Großmannssucht, Eitelkeit des Militäradels, Gewinnstreben der Industrie (nur drei Beispiele: Flick, Krupp und Quandt), dazu ein
    “Völkchen”, das sich jegliche Verdummung bieten lässt und geduldig
    mitläuft bis nach Stalingrad wenn’s denn sein muss. Lernen, riechen,
    schmecken, unsere eigene Geschichte hat es drauf und drin,
    Nur die Lehren daraus ziehen, das müssen wir schon selbst.
    Gruss Zamir

  7. Klassensprecher sagt:

    bevor Euch das Wohlbefinden überwältigt noch ein paar Zeilen aus \”Im Westen nichts Neues\”, S. 139 ff
    \”Sieh mal\” verkündete er \” ich kann einfach nicht begreifen, daß ein Kaiser auch genauso zur Latrine muss wie ich.\”
    \”Darauf kannst du Gift nehmen\” lacht Kropp.
    \”Verrückt und drei sind sieben\” ergänzt Kat \” du hast Läuse im Schädel, Tjaden, geh du nur selbst rasch los zur Latrine, damit du einen klaren Kopp kriegst und nicht wie ein Wickelkind redest\”
    Tjaden verschwindet.
    \”Eins möcht ich aber doch noch wissen\” sagt Albert \”ob es Krieg gegeben hätte, wenn der Kaiser nein gesagt hätte.\”
    \”Das glaube ich sicher\” werfe ich ein \”er soll ja sowieso erst gar nicht gewollt haben\”
    \”Na wenn er allein nicht, dann vielleicht doch, wenn so zwanzig. dreissig Leute in der Welt nein gesagt hätten\”
    \”Das wohl\” gebe ich zu \”aber die haben ja gerade gewollt\”
    \”Es ist komisch, wenn man sich das überlegt\” fährt Kropp fort \”wir sind doch hier, um unser Vaterland zu verteidigen. Aber die Franzosen sind doch auch da, um ihr Vaterland zu verteidigen. Wer hat nun recht?\”
    \”Vielleicht beide\” sage ich, ohne es zu glauben.
    \”Ja, nun\” meint Albert, und ich sehe ihm an, dass er mich in die Enge treiben will, \” aber unsere Professoren und Pastöre und Zeitungen sagen, nur wir hätten recht, und das wird ja hoffentlich auch so sein; – aber die französischen Professoren und Pastöre und Zeitungen behaupten, nur sie hätten recht, wie steht es denn damit?\”
    \”Das weiss ich nicht\” sage ich \”auf jeden Fall ist Krieg, und jeden Monat kommen mehr Länder dazu\”
    … Tjaden erkundigt sich, wie eigentlich ein Krieg entstehe.
    \”Meistens so, dass ein Land ein anderes schwer beleidigt\” gibt Albert mit einer gewissen Überlegenheit zur Antwort.
    Doch Tjaden stellt sich dickfellig.\”Ein Land? Das verstehe ich nicht. Ein Berg in Deutschland kann doch einen Berg in Frankreich nicht beleidigen. Oder ein Fluss oder ein Wald oder ein Weizenfeld\”
    \”Bist du so dämlich oder tust du nur so?\” knurrt Kropp \”so meine ich das doch nicht. Ein Volk beleidigt das andere …\”
    \”Dann hab ich hier nichts zu suchen\” erwidert Tjaden \”ich fühle mich nicht beleidigt\”
    \”Dir soll man nun was erklären\” sagt Albert ärgerlich \”auf dich Dorfdeubel kommt es doch dabei nicht an\”
    \”Dann kann ich erst recht nach Hause gehen\” beharrt Tjaden, und alles lacht.
    …\”..aber bedenk doch mal, dass fast alle einfache Leute sind. Und in Frankreich sind die meisten Menschen doch auch Arbeiter, Handwerker oder kleine Beamte. Weshalb soll nun wohl ein französischer Schlosser oder Schumacher uns angreifen wollen? Nein, das sind nur die Regierungen. ich habe nie einen Franzosen gesehen, und den meisten Franzosen wird es ähnlich mit uns gehen. Die sind ebensowenig gefragt wie wir\”.
    \”Weshalb ist dann überhaupt Krieg?\” fragt Tjaden.
    Kat zuckt die Achseln. \”Es muss Leute geben, denen der Krieg nützt\”
    \”Na ich gehöre nicht dazu\” grinst Tjaden.
    \”Du nicht und keiner hier\”
    \”Wer denn nun?\” beharrt Tjaden \”Dem Kaiser nützt er doch auch nicht. Der hat doch alles , was er braucht\”
    \”das sag nicht\” entgegnete Kat \”einen Krieg hat er bis jetzt noch nicht gehabt. Und jeder größere Kaiser braucht mindestens einen Krieg, sonst wird er nicht berühmt. Sieh mal in deinen Schulbüchern nach.\”
    \”Generäle werden auch berühmt durch den Krieg\” sagt Detering.
    \”Sicher stecken andere Leute, die am Krieg verdienen wollen, dahinter\” brummt Detering.
    \”Ich glaube es ist mehr eine Art Fieber\” sagt Albert. \”Keiner will es eigentlich, und mit einem Mal ist es da. Wir haben den Krieg nicht gewollt, die anderen behaupten dasselbe – und trotzdem ist die halbe Welt feste dabei.\”
    …..
    Müller steht auf \”Besser auf jeden Fall, der Krieg ist hier als in Deutschland. Seht euch mal die Trichterfelder an\”
    \”Das stimmt\” pflichtet selbst Tjaden bei, \”aber noch besser ist gar kein Krieg\”
    Er geht stolz davon, denn er hat es uns einjährigen nun mal gegeben…..Das Nationalgefühl des Muskoten besteht darin, dass er hier ist. Aber damit ist es auch zu Ende, alles andere beurteilt er praktisch und aus seiner Einstellung heraus. Alber legt sich ärgerlich ins Gras \”Besser ist, über den ganzen Kram nicht zu reden\”
    \”wird ja auch nicht anders dasurch\” bestätigt Kat.
    Soweit Erich Maria Remarque. Wie war das nochmal: alles schon mal gesagt, nichts Neues unter der Sonne, insbesondere was Wettbewerb mit \”kriegerischen\” Mitteln betrifft, alles schon mal dagewesen, besser ist, ist den ganzen Kram nicht zu reden, geschweige denn ihn zu kommentieren, Herr Inacker, oder?

  8. Zamir Zebulovic sagt:

    Hallo ihr Lieben,
    Ihr werdet es nicht glauben, im Moment erfreuen mich einfach nur
    die vielfältigen Reaktionen und rufen ein ernsthaftes Schmunzeln,
    in meinem Innersten und Äussersten hervor. So schön können
    literarische Ansichten sein, dass man drüber ins Diskutieren
    verfällt. Die Welt ist schön.
    Gruss Zamir

  9. Eysel sagt:

    An den werten CIA

    Da haben wir den Salat: Aus dem Kontext gerissen …
    … mich auf den Leim geführt! BRAVO.
    Natürlich ist “Glückssuche” ein Luxusproblem! Wer Hunger hat, für den ist Sattessen = Glück. – Die “Liebe zur Weisheit” ist schon Glück … wenn man keinen Hunger hat, trocken + warm sitzt, und draussen höchstens Silvesterböller knallen. – Die grössten Abenteuer finden eh im Kopf statt. Ich mach auch gern mal die Augen zu…

    - Die CO2 conc. nimmt übrigens ziemlich linear mit der Zahl der Rindviecher zu. Was ein Rindviech ist, bleibt Dir überlassen!

    Rer. nat. hab ich gesagt, zur Sicherheit, nicht Physiker.
    Das waren meine Weisheiten… diese Woche.
    Jetzt muss ich meiner Frau noch nen Mietwagen besorgen. Ein Stein kam … relativ … auf ihre Stossstange zu.

  10. Klassensprecher sagt:

    Männer der Fachgemeinde, unter uns gesagt, ihr habt gegen Wochenende im deutsch-französischen Wettbewerb ja noch ganz heftige Anfälle von Eloquenz… man kommt kaum hinterher, hier im vorderen Sachsen (oriental setting, Heimat des kondomisierten Karls) gibt\\\’s den Spruch: ab Freitag um eins macht jeder seins.
    Vielen Dank für Eure reizvollen Beiträge. Ich mach jetzt meins.
    P.S.
    Und .., PCIIa: AVE, könnten Euer Majestät ein wenig Geduld aufbringen? Ce soir – je vais, je vais et je viens, entre vor Hirn – bedenke vorerst: Prediger 3,2

  11. PCIIA sagt:

    Na komm alter Philosoph, mehr als zwei offensichtliche Sätze muss Dir das doch wert sein. Tue mir bitte aber einen Gefallen und mache ein paar Absätze, es liest sich so leichter.

  12. Klassensprecher sagt:

    @\”Lächelt und seid froh, es hätte schlimmer kommen können\” —
    ich lächelte und es kam schlimmer! ;-)

  13. PCIIA sagt:

    Lieber Eysel,

    der Spruch war nicht von mir, sondern von Precht. Aber wenn wir mal in die jüngere Vergangenheit gehen, vor dem Haber-Bosch-Verfahren, arbeiteten 70% der Bevölkerung, um die Meute satt zu bekommen. Heute vielleicht noch 2%. Als Bauernjunge muss ich immer schmunzeln, wenn ich die Romantik der Großstädter über Bauernhöfe höre. Bio! … mehr sage ich nicht, und lache sarkastisch in mich hinein. Du bist, was du isst. Wenn du meinst für 2,99€ einen halben, glücklichen Mistkratzer-Gockel fertig gegrillt bekommen zu können, guten Appetit.

    Können wir beliebig erweitern, z.B. um Pest, Cholera, Typhus, TBC, Polio, Medizin, Pharmaka, Elektrizität etc. Manchmal erscheint es mir, als gingen uns die wirklichen Probleme aus, also erfinden wir prophylaktisch neue, potenzielle Gefahren. Es könnte uns ja ein Komet auf den Kopf fallen.

    Zwar habe ich Öko-Nihilismus nicht gelesen, noch Physik studiert, aber dennoch kenne ich eine Kurve, wonach die CO2-Konzentration in der Geschichte der Erde bisher der Sonnenaktivität um rund 400 – 800 Jahre folgte. Wie abwegig, dass die große gelbe Sau maßgeblich unser Klima bestimmen könnte, es muss an der Nichtvermarktungsfähigkeit des 3-Liter-Lupo liegen.

    Wer weiß, vielleicht können wir kollektiv gar nicht glücklich sein, brauchen Horrorszenarien, um das „Kollektiv“ zu retten? Ich halte das für Quatsch. Und im übrigen denke ich, dass es uns weit besser gehen würde, ließen wir jedem mehr Freiheit. Man könnte auch sagen, dass ich an das Gute im Menschen glaube.

    Da lasse ich mich auch nicht beirren. Weder von Epikur, noch von Dir Eysel oder von Dir Zamir … habe Euch in der Geschichte der Philosophen mal alphabetisch geordnet.

    Ob Precht recht hat mit seiner Differenzierung zwischen Leid und Glück als Anreizmotoren sei dahingestellt. Der Liebe zur Weisheit, der stetigen Überprüfung des eigenen Denkens, mithin der Philosophie folgend, kann man ja mal darüber nachdenken. Dumm erscheint mir der Gedanke bzw. Einwurf nicht.

    PCIIA

  14. Eysel sagt:

    “Es ist philosophisch ein sehr junges und neues Phänomen der Menschheitsgeschichte, dass man sich auf die Maximierung von Glück konzentriert. ”
    DAS unterschreib ich aber S O! nicht.
    Grab`mal Deinen Epikur aus!
    Oder: Was ist Religion in der christl. Jüd. Tradition?
    Ich antworte mal gleich: Das Heilsversprechen bei Androhung von… Wenn man davon ausgeht, dass die Drohung wirksamer ist als die Hoffnung hättest wieder Du recht. Die Tatsache, dass die Drohung in den Hintergrund getreten ist ist wohl eher der Entmythologisierung geschuldet. Dafür haben wir aber natürlich die Ersatzdrogen, Drohungen: Umwelt, Fettsucht, Magersucht, Atom, Klima ….
    Einfach ausweglos der ganze Scheiss. Weitermachen und mitnehmen was du kriegst, wenn du dich irgendwie wohl dabei fühlst. Andernfalls immer nach der alten Ruhr-Pott-Philosophie: Hast du Kummer mit die Deinen …
    Lösungsansätze? Auch eher neeee. Eher ein “sich Abfinden”. Oder weit besser, erst gar nicht nachdenken. Aus DEM Paradies sind wir aber wohl vertrieben … “Mit die Doooven is dann wieder Gott”.
    War das ein stringenter Gedankenweg zum Glück????
    Ganz bestimmt nicht, aber meiner Stimmung entsprechend wars schon. Na denn Prost Wochenende!

  15. PCIIA sagt:

    Lieber Eysel, lieber Zamir,

    vielleicht versöhnt uns geistig ein Gedanke von Eysels Schinken-Produzentem David Precht:

    Es ist philosophisch ein sehr junges und neues Phänomen der Menschheitsgeschichte, dass man sich auf die Maximierung von Glück konzentriert. Eigentlich steht seit jeher die Vermeidung von Leid als oberste Maxime im Vordergrund.

    Denkt mal kurz darüber nach, ein großer Unterschied, oder?

    Die Lösungsansätze individuell, kollektiv oder spirituell tangiert das aber nicht.

    Lächelt und seid froh, es könnte schlimmer kommen …

    PCIIA

  16. Eysel sagt:

    @CIA,
    gefälliges Zitat.
    Geht in die Richtung des “Schinkens” den ich mir momentan einverleibe. “Wer bin ich? Und wenn ja wieviele?” Psychologie, Philosophie, Hirnforschung. In der “Gegend” brauen sich einige “reinigende Gewitter” zusammen. Einigen Disziplinen drohen regelrechte Verwüstungen scheint mir.

  17. PCIIA sagt:

    „Als ein menschliches Wesen haben Sie keine Wahl bezüglich der Tatsache, dass Sie eine Philosophie brauchen.
    Ihre einzige Wahl ist, ob Sie Ihre Philosophie durch einen bewussten, rationalen, disziplinierten Gedankenprozess und gewissenhaft-logische Überlegung definieren – oder ob Sie Ihr Unterbewusstsein einen Schrotthaufen von ungerechtfertigten Schlussfolgerungen, falschen Verallgemeinerungen, undefinierten Widersprüchen, unverdauten Slogans, nicht identifizierten Wünschen, Zweifeln und Ängsten ansammeln lassen, die per Zufall zusammengeworfen wurden…
    … aber integriert wurden durch Ihr Unterbewusstsein zu einer Art philosophischer Promenadenmischung, und zusammengeschmolzen zu einer einzigen, massiven Last: Selbstzweifel, wie eine Kugel und eine Kette an der Stelle, wo die Flügel Ihres Verstandes hätten wachsen sollen.“
    Ayn Rand, in Philosophy, who needs it? Quelle: http://www.objektivismus.de/
    Vielleicht ist für den ein oder anderen ja ein interessanter Gedanke dabei. Es ist ja nicht in Stein gemeißelt oder in Gebote gegossen, erhebt keinen kollektivistischen Anspruch, ganz im Gegenteil: Jeder kann als Individuum ja mal darüber nachdenken, was zu ihm passt, oder was man für richtig hält. Aber Vorsicht, selbst als sehr liberal denkender Erdenbürger kommt man sich zeitweise sehr unvollkommen vor. Wie der Kölner sagt, jeder Jeck is anders.
    Schönes Wochenende allerseits
    PCIIA

  18. PCIIA sagt:

    Das nach der Bibel am zweithäufigsten verkaufte Buch der westlichen Welt ist übrigens:

    http://www.aynrand.de/DE/2Romane.htm#AS

  19. PCIIA sagt:

    Danke Zamir,

    sag mal, kann es sein, dass Du mich auf die Apokalypse vorbereiten möchtest? Vielleicht sollte ich zur Einstimmung ja noch mal bei Daniel und Johannes nachlesen.

    http://www.endzeitreport.de/derp1999.htm

    Mir wird es langsam zu apodiktisch.

    Viele Grüße
    PCIIA

    @Eysel: Wolllen wir mal ne Demo pro Atomkraft in Wackersdorf aufziehen?

  20. PCIIA sagt:

    Danke Zamir,

    sag mal, kann es sein, dass Du mich auf die Apokalypse vorbereiten möchtest? Vielleicht sollte ich zur Einstimmung ja noch mal bei Daniel und Johannes nachlesen.

    http://www.endzeitreport.de/derp1999.htm

    Das am zweithäufigsten verkaufte Buch der Welt ist übrigens:

    http://www.aynrand.de/DE/2Romane.htm#AS

    Mir wird es langsam zu grundsätzlich.

    Viele Grüße
    PCIIA

    @Eysel: Wolllen wir mal ne Demo pro Atomkraft in Wackersdorf aufziehen?

  21. Eysel sagt:

    Um mich zu wiederholen und nebenbei mal ne anständige Zeitung zu zitieren: WiWo S.35 „Geisterfahrer Deutschland“ Küsschen für Hans-Werner Sinn.

  22. Eysel sagt:

    @ Zamir,
    wir hätten dich schon längst zum Buddhismus vergewaltigt, wenn deine Konversion DAS bewirken könnte und würden uns GERNE die Welt mit großem Wohlgefallen vom Knast aus ansehen… ;-) Vielleicht hat GB erkannt, dass die Welt nur ein großes ausbruchssicheres Hamsterrad ist? Immerhin macht GB keine „mysteriösen“ Versprechungen wie so manch andere „Denkschule“ unseres Kulturkreises. Schon dieses Lösen von sehr Bezweifelbaren halte ich für einen gewaltigen Schritt.
    Richtig moribunde Katastrophenliteratur hast Du da ja gesammelt!
    Was sagt dein Psychiater dazu?
    „Die kindliche Gesellschaft“ solltest Du vielleicht noch mal lesen.
    Ein Schlüssel zu VIELEM!

    @ CIA,
    hör´ um Himmels Willen auf, mir den Mund wässrig zu machen!!!!
    @ Schnittstelle,
    bestenfalls „we agree that we disagree“ und ansonsten „catch as catch can“, alles Andere ist mehr oder weniger gut getarnte Heuchelei. Meistens eher weniger gut. Hat auch viel mit der „Kindlichen Gesellschaft“ zu tun, meiner unmassgeblichen Meinung nach, metaphysisch gedacht…. „gedacht“ ????????

  23. Zamir Zebulovic sagt:

    Lieber PCIIA,
    ich möchte Dir so gerne helfen und meinen Standpunkt näher bringen, was durch deine Äusserungen, sich als absolut schwieriges
    Unterfangen darstellt. Aberr macht nixx, Fangen wir mal so an.
    Das ist eine spezielle Macke, wenn mir nicht s Besseres einfällt.
    Ich habe jetzt wahllos in meinen Bücherschrank gegriffen und
    serviere Dir sieben Titel.Jedes dieser Bücher hat einen gemeinsamen Nenner; nach erfolgter systemanalyse, werden
    Lösungsansätze unterbreitet. Hier die Liste, nur die Titel, da Du im
    Internet schnell fündig wirst:
    1. Die Machtwirtschaft–2.Unser ausgebrannter Planet–
    3.Eine andere Welt ist möglich–4. Jiddu krishnamurti !!
    5.Die kindliche Gesellschaft–6.Die Schockstrategie–
    7.Die Super-Klasse
    Wie ein roter Faden zieht sich die heutige Weltproblematik
    (Himmelfahrt in s Nichts, Ausbeutung der letzten Ressourcen
    ohne Kontrolle und Massenverdummung für ein paar Scharlatane)
    Viel Spass, alles musst und solltest Du nun nicht gleich lesen.
    Gruss Zamir

  24. PCIIA sagt:

    Lieber Zamir,

    bald haben wir meine Organe durch, zwischen Herz und Verstand waren wir aber schon, da liegen Milz, Leber und Nieren. Als eindeutig zu identifizierendes kapitalistisches Raubtier, meinetwegen auch Heuschrecke, weißt Du ja ebenso wie Alice Schwarzer, mit welchem Organ ich hormongesteuert durch die Welt navigiere: Oder kürzer, Selbsterhalt und Arterhaltung, fressen und f…, Magen und Großhirn samt Gehänge.

    Wenn man die modernen Ägypter besucht, könnte man durchaus auf den Gedanken kommen, dass bei den alten Ägyptern nicht alles Gold war, was glänzte. Aber mal ganz konkret, ich kapiere das sonst nicht und bin ja unter anderem hier um zu lernen, wie und wo siehst Du denn die Schnittstelle von Herz und Verstand im angeblichen deutsch-französischen Wirtschaftskrieg?

    Lieber Eysel,

    eigentlich nehme ich Wein höchstens zum Anmachen von Kartoffelsalat, bevorzugt Nordhang oder direkt Essig. Meine Kenntnisse als Sommelier beschränken sich auf: Rot, sieht gut aus, macht bei Frauen was her, schmeckt mir gar nicht. Weiß, trocken und leicht, geht, am besten verdünnt mit Mineralwasser. Apfelwein oder Most hasse ich persönlich, eigentlich gäbe es in FFM sehr nette Biergärten, aber eben leider ohne Bier, sondern nur mit dem sauren Gesöff. Ich kann halt nicht aus meiner Haut, kürzlich erst vom Baum geklettert …

    Aber solltet Ihr mal nach Niederbayern kommen, ein zünftiger Weizenbock beim Andorfer in Passau, ein Zwickelbier vom Wolferstetter in Vilshofen, kombiniert mit warmen Brezen, frischem Radi, einer Portion Emmentaler oder einer Brotzeitplatte, die Wanderwege zum Rachel und Lusen und danach eine zünftige Jause … ich kriege Heimweh.

    PCIIA

  25. Zamir Zebulovic sagt:

    Lieber Eysel,
    einen hab’ ich noch: Wenn den menschlichen Geißeln,
    Hunger, Krieg und Krankheit, mit buddhistischen Mitteln und
    Methoden, ein Ende bereitet werden könnte, dann werde ich
    sofort konvertieren.
    Gruss Zamir

  26. Zamir Zebulovic sagt:

    Lieber Eysel, Lieber PCIIA,
    wenn sich Herz und Verstand genau in der Mitte treffen, oder in deren Nähe, besteht Hoffnung auf Besserung. Wenn der Verstand,
    den AlleinAnspruch durchsetzt, wird die wahre menschliche Natur
    den Weg in die falsche Richtung nehmen. Das Wissen und die Wahrheit, sind bereits den alten Ägyptern zur Kenntnis gelangt.
    Was der Mensch (die Menschheit), wirklich benötigt (benötigen)ist
    bereits uralte Weisheit und kein Geheimnis. Wo uns die grossen
    Lenker und Mächtigen, der heutigen Zivilisation hinführen, ist
    sowohl Irrglaube, als auch Irrweg. Niemand soll so naiv tun,
    als habe er dies nicht gewusst und weiterhin die Verdummungriten
    voran treiben.
    Gruss Zamir

  27. Eysel sagt:

    @cia,
    das siehst Du, was Du vom Pfälzer hast!
    Ich trink Franken.
    Da siehst Du den Unterschied.
    Soviel zum Wettbewerb der “Regionen”! ;-) ))))))))

  28. Eysel sagt:

    Lieber ZZ,

    bei aller Hochachtung vor GB, Verständnis für “rechtes Denken” und “rechtes Tun” ist das was Du schreibst haarscharf am Mystizismus dran, wenn es nicht deutlich abgegrenzt wird. Sonst besteht die RIESIGE Gefahr, das die Lehre Buddhas, so wie Du sie formulierst als Freibrief für BELIEBIGKEIT verstanden wird.

  29. PCIIA sagt:

    Lieber Zamir,

    anfügen möchte ich Deiner Philosophie noch, dass das Wasser unendlich nass ist. Anstand, Demut, Vernunft, Verstand, Hirnlastigkeit … Weltschmerz? Diogenes, ich hör dir trapsen.

    Aber mal im Ernst, vielleicht kannst Du Deine Gedankengänge so konkretisieren, dass ein geistig verarmter Wicht, wie ich, bei dem Anstand, Demut, Vernunft und Verstand offenbar zwischen Leber und Milz angesiedelt sind, es mit dem einzig halbwegs funktionierenden Organ Hirn einigermaßen erfassen kann.

    Es könnte mir helfen, wenn Du aus den Sphären der philosophischen Deutungshoheit im tibetanischen Kloster kurz zu mir herabblickst, und vielleicht das ein oder andere Beispiel beisteuern würdest. Will meinen, etwas konkreter, sonst ich nix kapieren.

    Gruß
    PCIIA

    @Eysel: Danke für den Hinweis, Korrektur von Falschaussagen hat nichts mit Erbsenzählen zu tun. Hatte nur noch im Kopf, dass Helmut Schmidt das einmal in einem Interview bemerkte. Vermutlich hat HS wohl auch die Quelle benannt, muss meine Leber, Heimat meines Gedächtnisses, wohl bei einem Pfälzer Wein eingebüßt haben.

  30. Zamir Zebulovic sagt:

    Hallo Eysel, Hallo Klassensprecher, Hallo PCIIA,
    in Deinem Kommentar, lieber Klassensprecher liegt das volle
    Verständnis, für das was ich mit aggressivem Intellektualismus
    und dem daraus resultiernden Rückzug in das tibetische Bergkloster
    gemeint habe. In dem Gedicht —Der blinde Knabe—, von Frank
    Wedekind wird diese Zwangslage sehr deutlich umschrieben.
    Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Probleme, nur mit dem
    Verstand erfassen und auch lösen zu wollen ist ein weit verbreiteter
    Irrglaube. Vielmehr Andacht, Demut, Gemüt und Vernunft stehen
    der menschlichen Gemeinschaft, sehr wohl in Verbindung mit dem Verstand, sehr viel besser zu Gesicht, als die einseitige Hirnlastigkeit; bei der künftigen Situation, in die uns ein allzu
    materialistisches Denken gebracht haben.
    Gruss Zamir

  31. Eysel sagt:

    „Wenn es nicht unbedingt notwendig ist, ein Gesetz zu erlassen, ist es unbedingt notwendig, ein Gesetz nicht zu erlassen.“ Das ist Montesquieu, und trotzdem richtig.
    T´schuldigung für die Erbsenzählerei ….
    ____________________

    Als “schlimm” an der ganzen Sache ( oben ) empfinde ich eigentlich nur die Freundschafts-Heuchelei an der sichtbaren Oberfläche. Dass hinter der Fassade “Krieg” stattfindet ist selbstverständlich. Womit wir schon wieder bei dem Thema weitverbreitete Heuchelei, Pharisäertum wären.

  32. PCIIA sagt:

    Werter Zamir,

    so ganz ist mir nicht klar, worauf Du hinaus willst. Lösungsansatz für was? Gibt es denn wirklich einen „Wirtschaftskrieg“ mit Frankreich? Nennen wir das Kind doch beim Namen: Wettbewerb. Das Land ist unser wichtigster Handelspartner. Je freier wir für beide Seiten den Wettbewerb organisieren, umso besser für beide Völker.

    Dass das in Deutschland keineswegs konsensfähig ist, ist mir schon klar. Konsens ist, dass wir am liebsten alles irgendwie regulieren oder delegieren wollen, in der wolkigen Vorstellung, dass es dann irgendwie doch besser sein sollte. Die Realität zeigt aber allzu oft das Gegenteil von gut gemeint.

    Es ist ja nicht so, als hätten wir keine internationalen Abkommen, Regeln, EU-Gremien etc. Natürlich ist es legitim, ja sogar notwendig, dass Herr Inacker auf skandalöse Zustände bei der Vernehmung deutscher Manager hinweist. Aber ist das Anzeichen für ein grundsätzliches, irgendwie von irgendwem zu regulierendes Problem?

    Falls es aggressiv ist, den geistig-politischen Konsens anzugreifen, sich klar zu maximal möglicher Freiheit zu bekennen, die Aufgabe des Staats auf ein Minimum zu reduzieren, bezeichne ich mich gerne als Aggressor. Keine Sorge, wir haben ja einen Status Quo weit weg von Anarchie, ein paar kleine Schrittchen stürzen uns sicher nicht ins Chaos. Aber es bedarf manchmal „extremer“ Positionen, um ein kleines Stück vom Status Quo aus der eigenen Position aus gesehenen richtigen Richtung zu gehen.

    Um Helmut Schmidt etwas abzuwandeln: Wenn es nicht nötig ist zu regulieren oder staatlich zu reagieren, ist es nötig, nicht zu regulieren. Im übrigen finde ich es etwas seltsam, ohne eigene Argumentation, ganz zu schweigen von eigenen Lösungsansätzen, quasi von oben herab pauschal einmal drüberzubügeln.

    PCIIA

  33. Klassensprecher sagt:

    Lieber Zamir,
    \”Lösungsvorschläge\”, was auch immer damit gemeint sein könnte,
    und schon gar \”direkte\” zu \”bieten\” ist eine hohe Kunst, die nur wenige beherrschen, wenige von den vielen \”vielseitigen\”, wenige von den ganz vielen \”einseitigen\”. Die Ursache für einen gewissen Mangel an \”direkten Lösungsvorschlägen, kann \”Einseitigkeit\” sein, ist es aber in den seltensten Fällen, Ursache des diesbezüglichen Mangels ist in der Regel: Faulheit, Bequemlichkeit, Mangel an Leidensdruck, Hängemattenmentalität, was-geht-das-mich-an-Denken und der Unterschied zwischen gerne-klug-reden und schweisstreibendem Tun – ich aber sage dir: umsonst ist der Tod und selbst der kostet das Leben. Bist du sicher, dass das, was gerade in Dir vorgeht nicht auch ein wenig Scheu vor der eigenen Courage ist? Versteh mich nicht falsch, ich will dich nicht \”agitieren\”, wir sind alle freiwillig hier, unverbindlich sozusagen, an der Schwelle zu einer gewissen, wie auch immer gearteten und worauf immer bezogenen Verbindlichkeit kommt ein Zögern auf(was ja durchweg seriöser ist als das Ausstellen von Wechseln auf einen zukünftigen Beitrag, der aber durch die Gruppe auch eine kleine Verpflichtung birgt)- Zögern, nicht Eskapismus!
    Natürlich haben wir alle genug mit uns und den unsrigen und dem uns obliegenden zu tun – es war, was mich betrifft, ja eher so eine Art Anwandlungen auf dem Weg durch diesen Blog-Teil des Universums. Vielleicht ist der hier seit Wochen praktizierte Form von verbindlich-unverbindlich, persönlich-unpersönlich, agressiv-versöhnlich, einseitig-vielseitig, durch mehr oder weniger intensiver \”Bezwitscherung\” zustande gekommene Forums-Sound ja die maximal mögliche Interaktionsform, vielleicht sind alle weiterführenden Gedanken Illusionen zwischen Adlern und Ameisen.
    Sei\’s drum – ich denke mal weiter nach bis nach den Sommerferien,
    einmal Nachdenken geht noch, alter Pirmasenser, oder?

  34. Eysel sagt:

    Eine geradezu “bestechende” Alternative:
    Der Vermeidung von Irrtümern, Fehlern die Priorität zu geben vor der Chance auf Erfolg.
    Wollte man für dieses deutsche Land eine Beschreibung der stark bevorzugten Handlungsanleitung finden, genau S O würde diese lauten!!!

  35. Zamir Zebulovic sagt:

    Werte Mitmenschen,
    wenn ich die letzten ca. 10 Kommentare, wie ein Film, im Innersten
    ablaufen lasse, dann entdecke ich einen sehr aggressiven
    Intellektualismus, eine Art von Klugheit, die eine bestimmet Situation
    zwar umfassend beschreibt; direkte Lösungsvorschläge, aufgrund der Einseitigkeit jedoch nicht zu bieten im Stande ist. Diese Art von
    Weltklugheit hat historisch bereits viel Unheil angerichtet.
    Da bleibe ich lieber “weltfremd” und ziehe die vielseitige
    Einsamkeit vor.
    Gruss Zamir

  36. Eysel sagt:

    Wert(h)er CIA,
    ob die ecole de guerre sich hauptsächlich mit Interventionarismus beschäftigt?
    Das ist ganz sicher nur eines von vielen “Mitteln”.
    Ansonsten gehen wir wohl “Kondom”.
    @K-S,
    im blog hier ist das wohl schwer zu praktizieren mit der Hebammenkunst. Da stimme ich Dir zu. Und ich gebe gerne zu, dass ich es auch mal geniesse hier ausreden zu dürfen, und auch, mal richtig drauf zu hauen!
    Womit ich wohl nicht ganz allene bin …
    Die Kunst ein gutes Gespräch, Diskurs, Diskussion … zu führen ist insgesamt recht auf den Hund gekommen … leider. Nur Wenige sind noch bereit wirklich dem Anderen zu zu hören, die Situation des Anderen zu erspüren und ihn dann abzuholen. Da fallen mir doch gleich die Altenburger Gespräche ein….

  37. PCIIA sagt:

    Werter Eysel,

    keine Sorge, abgetippt habe ich das nicht, sondern 2000 mal in eine Word-Datei (steht jedenfalls in den Eigenschaften) kopiert. Lief mir auf der Festplatte wieder über den Weg. Passt zwar nicht zum Thema, aber was soll’s.

    Werter Janus,

    vielleicht bin ich ja blauäugig, aber die implizite Unterstellung staatlicher Interventionismus sei langfristig vorteilhaft, bezweifle ich. Sicherlich ist es ärgerlich, dass sich manche Nation nicht an offene Märkte halten bzw. versuchen wie auch immer zu tricksen, aber tun sie sich damit selbst einen Gefallen?

    In China oder Indien geht es richtig bergauf, seitdem sie ihre Märkte ein Stück weit geöffnet haben. Die Stasi oder SED waren irgendwie nicht so richtig erfolgreich im Sinne der gesamten Volkswirtschaft, oder? Und um zu unserem westlichen, zentralistisch und staatsgläubig angehauchtem, Nachbarn zurückzukommen:

    Wo bitte hätte dieses Vorgehen volkswirtschaftliche Erfolge erzielt? Im EU-Agrarhaushalt vielleicht, aber der hat ebenso wenig etwas mit weitgehend freier Marktwirtschaft zu tun, wie der Rubel eine frei konvertierbare Währung war.

    Wir tun immer so, als sei die DASA eine Erfolgsgeschichte gewesen, E. Reuters Vision eines Mobilitätskonzerns. In Wahrheit sind sie bei Daimler, inklusive dem ehemaligen DASA-CEO Manfred Bischof, doch alle froh, dass sie die Problemtochter einbringen bzw. abgeben konnten. Oder wie Warren Buffett es formuliert: Im Sinne der Investoren hätte man die Gebrüder Wright abschießen sollen, das hätte einigen in der Luftbranche lausige Renditen bzw. Verluste erspart.

    Freundliche Grüße
    PCIIA

  38. Klassensprecher sagt:

    apropos Meeutik, @Eysel, das letzte was ich dir nach allen bisherigen Erfahrungen zugetraut hätte, wäre die Befähigung zur Hebamme, aber es gibt ja auch Kaiserschnitte und Zangengeburten
    - denk dir ein paar smilies
    zur Vokabel \”Krieg\”, die so langsam etwas satt bekomme, ega was die Franzosen oder wer auch immer auf dieser Erde sich dazu für Abwegigkeiten einfallen lassen, werde ich demnächst noch ein kleine Kostprobe aus \”Im Westen nichts Neues\” zur Verkostung reichen, für heute ist\’s genug..

  39. Janus sagt:

    Hallo Alle,

    EGE bedeutet Ecole de guerre econimique – Schule für Wirtschaftskrieg.Ist in Paris und wird von der DGE dem französischen Nachrichtendienst mit betrieben. In den USA ist das auch üblich, in China, Russland, England …. Wir braven in Deutschland dürfen nicht Wirtschaft und Nachrichtendienste zu unserem Vorteil vermengen. Schön blöd aus der Wäsche schauen, wenn andere aber genaus diesen Vorteil nutzen. Super!!

  40. Eysel sagt:

    Hallo CIA,
    hoffentlich hältst Du den Frust aus, aber die Story ist uralt.
    Zum Trost: Ich hatte sie fast vergessen und nun wieder herzhaft gelacht. Nett, dass du dir die Mühe gemacht hast das alles “rein zu hacken”…
    @ K-S,
    hab ne wahre Geschichte für Dich.
    Ich wurde – in grauer Vorzeit – mal von nem Lehrer gefragt, “warum antortest Du eigentlich auf jede Frage mit ner Gegenfrage?” Die einzig sinnvolle Antwort fiel mir grad noch schnell genug ein: “Wiso?”
    Noch ne Frage?
    Mal ganz im ernst: Leute die immer nur auf alles ne Antwort haben, die find ich verdächtig. Und ausserdem mag ich das alte griechische Gesellschaftsspiel namens “Meeutik”.
    Hab ich womöglich aus dem Philosophieunterricht nen Schaden davongetragen?

    Denk Dir ein paar smilies …

  41. PCIIA sagt:

    Na Kinder, immer mit der Ruhe. Es ist Juli, wir haben wohl mehr Zeit als sonst, unser Chefredakteur wird vermutlich in Frankreich gedobt, kurzum: uns ist langweilig. Wenn Ihr wollt, bringe ich Euch ein Schälchen Reis mit. Den könnt Ihr dann in den Ring werfen, bevor Ihr beim Sumo-Ringen Euch gegenseitig am Höschen zieht. Vielleicht hilft aber auch eine kleine Anekdote zur Überbrückung: (ist nicht von mir, den Autor kenne ich aber nicht mehr, habe sie nur etwas redigiert).

    Für alle unter Euch, die ab und an einen schlechten Tag haben und ihre Laune an jemandem auslassen müssen. Lasst Eure Laune nicht an jemandem aus, den Ihr kennt, sondern an jemandem, den Ihr nicht kennt!

    Neulich saß ich an meinem Schreibtisch und mir fiel ein, dass ich ein Telefonat führen musste. Ich fand die Nummer und wählte sie. Ein Mann ging dran und sagte nett “Hallo?” Ich sagte höflich: “Hier spricht Klaus Tigges, könnte ich bitte mit Herrn Fischer sprechen?” Plötzlich wurde der Hörer aufgeknallt! Ich konnte nicht fassen, dass jemand so unhöflich sein konnte. Ich machte Ulfs korrekte Nummer ausfindig und rief ihn an. Er hatte die beiden letzten Ziffern vertauscht.

    Nachdem ich mein Gespräch mit Ulf beendet hatte, sah ich, dass die falsche Nummer immer noch auf meinem Schreibtisch lag. Ich beschloss, nochmals anzurufen. Als die gleiche Person wieder dran ging, schrie ich “Sie sind ein Arschloch!” und legte auf. Neben die Telefonnummer schrieb ich das Wort Arschloch und legte sie in meine Schreibtischschublade. Alle paar Wochen, wenn ich Rechnungen zahlen musste oder einen wirklich schlechten Tag hatte, rief ich ihn an. Er nahm ab, ich schrie: “Sie sind ein Arschloch!” und es ging mir gleich viel besser.

    Gegen Ende des Jahres führte die Telefongesellschaft ein Nummernerkennungssystem ein. Das war eine echte Enttäuschung für mich, ich konnte das Arschloch nicht mehr anrufen.

    Eines Tages hatte ich eine Idee. Ich wählte seine Nummer, dann hörte ich seine Stimme “Hallo.” Ich erfand einen Namen. “Hallo, hier ist der Kundendienst der Telefongesellschaft und ich möchte Sie nur fragen, ob Sie mit unserem Nummernerkennungssystem vertraut sind.“

    Er sagte “Nein!” und ich knallte den Hörer auf. Dann rief ich schnell nochmals an und sagte: “Weil Sie ein Arschloch sind!”

    Einige Tage später sah ich eine ältere Dame, die sehr lange brauchte, um aus ihrem Parkplatz am Einkaufszentrum herauszukommen. Ich dachte, sie würde es nie schaffen. Schließlich setzte sich ihr Wagen in Bewegung und kam langsam rückwärts aus der Parklücke. Ich fuhr ein wenig zurück, um ihr genug Platz zu lassen. Prima, dachte ich, endlich fährt sie raus.

    Dann kam plötzlich ein schwarzer BMW und raste in der falschen Richtung in ihre Parklücke. Ich hupte und schrie: “Das können Sie nicht machen ,ich war zuerst da!” Der Kerl stieg aus seinem BMW ohne mich zu beachten. Er ging auf das Einkaufszentrum zu, als ob er mich nicht hörte. Ich dachte “Dieser Kerl ist ein Arschloch, es gibt viele Arschlöcher auf dieser Welt.”

    Ich sah, dass er an der Heckscheibe seines Wagens ein Schild “Zu verkaufen” hatte. Ich schrieb mir die Nummer auf, dann suchte ich mir einen anderen Parkplatz. Einige Tage später saß ich zu Hause an meinem Schreibtisch. Ich hatte gerade den Hörer wieder aufgelegt, nachdem ich die Nummer xxx 823-4863 angerufen und “Sie sind ein Arschloch” gebrüllt hatte. (Es ist wirklich ganz leicht, ihn anzurufen, seit ich seine Nummer gespeichert habe.)

    Ich bemerkte die Telefonnummer des Kerls mit dem schwarzen BMW auf meinem Schreibtisch und dachte, es sei besser, auch ihn anzurufen. Nach mehrmaligem Klingeln ging jemand ans Telefon und sagte: “Hallo”. Ich sagte: “Sind Sie der Mann, der seinen schwarzen BMW verkauft?” „Ja, der bin ich.” “Können Sie mir sagen, wo ich ihn mir ansehen kann?”

    Ja, ich wohne in Köln am Gustaf-Heinemann-Ufer. Es ist ein gelbes Haus und der Wagen parkt genau davor. Ich fragte: “Wie ist Ihr Name?” Ich heiße Willi Schmitz. Wann kann ich Sie antreffen, Willi?” Abends bin ich zu Hause.” Hören Sie zu, Willi, darf ich Ihnen etwas sagen?” Ja.. „Willi, Sie sind ein Arschloch!” und ich knallte den Hörer auf. Nachdem ich aufgelegt hatte, gab ich Willi Schmitz Nummer in meinen Telefonspeicher ein. Eine Weile lief alles besser bei mir.

    Wenn ich jetzt ein Problem hatte, konnte ich zwei Arschlöcher anrufen. Nach einigen Monaten war es nicht mehr so schön, bei den Arschlöchern anzurufen und aufzulegen. Ich beschäftigte mich eingehend mit dem Problem und kam zu folgender Lösung:

    Zuerst ließ ich mein Telefon Arschloch Nummer 1 anrufen. Der Mann hob ab und sagte freundlich “Hallo.” Ich schrie: “Sie sind ein Arschloch!” legte aber nicht auf. Das Arschloch fragte: “Sind Sie noch dran?” Ich sagte: “Ja.” Er sagte: “Unterlassen Sie Ihre Anrufe.” Ich sagte: “Nein.” Er sagte: “Wie heißt Du, Kumpel?” Ich sagte: “Willi Schmitz” Er sagte: “Wo wohnst Du?” “Gustaf-Heinemann-Ufer, Köln. Es ist ein gelbes Haus und mein schwarzer BMW steht davor.”

    „Ich komme gleich vorbei, Willi. Du fängst am besten schon an zubeten.” Ich sagte: “Ja, ich habe wirklich Angst, Du Arschloch!” und legte auf. Dann rief ich Arschloch Nummer 2 an. Er ging ran “Hallo.” Ich sagte: “Hallo, Du Arschloch!” Er sagte: “Wenn ich rauskriege, wer Du bist….”"Was dann?” “Trete ich Dir in den Arsch.” “Gut! Ich gebe Dir eine Chance, ich komme gleich vorbei, Du Arschloch!” Ich legte auf. Dann nahm ich den Hörer wieder ab und rief die Polizei an. Ich sagte, ich wohne in Köln, Gustaf-Heinemann-Ufer und würde meinen schwulen Geliebten umbringen, sobald ich nach Hause käme.

    Ich stieg in meinen Wagen und fuhr ans Gustaf-Heinemann-Ufer, um die ganze Sache zu beobachten. Köstlich! Es war eine der größten Erfahrungen meines Lebens, zuzusehen, wie sich die beiden Arschlöcher vermöbelten, bevor die Polizei sie festnahm! So, nun mag ein jeder von Euch seine eigenen Lehren aus dieser Sache ziehen. Ich kann dazu nur sagen:

    Ich fühle mich großartig!

  42. Klassensprecher sagt:

    Hast du auch Antworten oder sind deine Fragen Antworten?

  43. eysel sagt:

    Mir ist heute nach unfreundlich!
    Schwarmintelligenz: Die viel zitierten Ameisen sollen dafür herhalten.
    Ich frag mal so: Was glaubst Du, wie viel „Lust auf Individualität“ hat wohl eine Ameise?
    Was hast Du noch für „modische Hobbys“?
    Wer will als nächster in den „Ring“?

  44. Klassensprecher sagt:

    @Eysel ich denke nach. Mein Leben zeigte bisher, dass \\\”nachdenken\\\” die zweitbeste Variante aller verfügbaren war und ist. Hinsichtlich der Gärtner\\\’schen These von der bedingten Überlegenheit der Schwarmintelligenz muss man wissen, dass die Quellen auf die sich G. bezieht, Erfahrungswerte mit dem TV-Quiz \\\”Who wants to be a millionäire?\\\” sind, insofern ist deine unter \\\”Söldner\\\” geäußerte Frage womit wir unseren Talentpool in Tichy-Town befassen sollten, die entscheidende – und da hab\\\’ ich noch keine ordentliche Antwort – jedenfalls nicht mit \\\”dem\\\” deutsch-französischen-was-auch-immer! aber vielleicht fällt uns allen unter Hinzuziehung von rty, der uns gerne weiterhin \\\”Heimat\\\” in der nach ihm benannten Township bieten sollte, noch etwas Gescheites ein.
    Für\\\’s erste führdi, Frange -
    Dein/Euer RJK,Konstantin,Klassensprecher – freundlich, friedlich,frei

  45. Gladstone sagt:

    Als “neutraler” Drittstaatler und guter Kenner des deutschen und französischen kulturellen (auf die Wirtschaft bezogen) Hintergrunds verweise ich auch noch auf die derzeitigen Besitzverhältnisse bei EADS die ja zugunsten von Frankreich (30%) stehen. Die 15% des staatsnahen deutschen Konsortiums und die 7,5% die lokale Interessen repräsentieren bilden da ja einen schwachen Ausgleich. Hinsichtlich Visionen und strategischer Wirtschaftsplanung sind ja die Franzosen weitaus engagierter als die durch Koalition geschwächte Entscheidungsgewalt in Deutschland. Auch Schröder wurde ja beim Sanofi Aventis Deal ganz elegant, im Rahmen einer sehr intimen Begegnung auf einem schönen Chateau im Bordeaux und entsprechend guten Jahrgangsverkostung, durch Chirac über den Tisch gezogen. Da sind die Franzosen einfach besser aufgestellt.

  46. Eysel sagt:

    Immer gut für nen flotten Spruch …

    Und sonst? … ;-)

  47. Klassensprecher sagt:

    ?EGE – Eysel Googelt Eysel, ansonsten:-( ???

  48. PCIIA sagt:

    Werter Herr Eysel,

    Wettbewerb der Regionen gefällt mir gut, insbesondere im Blick auf Clusterbildung und politische Rahmenentscheidungen. Denken wir mal zurück: Motorola oder Hewlett-Packard sitzen in Rhein-Main, die nächste Generation wie Cisco oder Microsoft in München, bzw. bei Freising. Herzlichen Glückwunsch, Freunde der Lurche und Gegner der Startbahn West, das habt ihr sauber hinbekommen.

    Tendenziell betrachte ich die Dinge aber eher bottom-up als top-down. Will meinen, das ganze wird doch von hinten durch die Brust ins Auge angegangen. Wichtig ist zunächst, wie man wettbewerbsfähig Flieger baut, nicht wo. Das ist doch eine Posse, die einzelnen Teile über Europa „gerecht“ verteilt in ein paar Modulen zu produzieren und sie dann irgendwo auf Verdacht zusammenzuschrauben.

    Zum Glück ist Boeing nicht weniger politisch unterminiert, aber meiner bescheidenen Meinung nach: Liebe Politiker, haltet euch raus!

    PCIIA

  49. Eysel sagt:

    Was ist EGE?

  50. eysel sagt:

    No sex, no harm, no problem! Geschmunzelt hab ich… ;-) ))
    Das Problem, solche “nonkonformen Umschreibungen” in einem Text zu “verpacken”, das kenn`ich zu gut!
    Bin ebenfalls “nördlich” eingeengt in meiner Ausdrucksweise; Empfindlichkeiten, ENORME Sensibilitäten hinter “bollerndem” Auftreten, zu häufige Missverständnisse! Ich kenn das.
    Was halten Sie von meinem “Wettbewerb der Regionen” um die beste Lösung statt “Kampf der Nationen”. Zu idealistisch? National + international, das war doch mal das Ziel. Und wenns denn – wegen all der menschlichen Unzulänglichkeiten – nicht ohne funktioniert, dann auch NOTFALLS einen Codex entwickeln.

Kommentar abgeben