Schlag nach beim Klassiker: „Diejenigen Individuen, die sich zur Auswanderung entschließen, sind die tatkräftigsten, willensstärksten, wagemutigsten …. Naturen; ganz gleich, ob sie sich wegen religiöser oder politischer Unterdrückung oder aus Erwerbsgründen zu der Wanderung entschließen. Durch die Auswanderung werden aus diesen Unterdrückten wiederum diejenigen ausgelesen, die es satt haben, sich durch Anpassung und Kriecherei im eigenen Lande am Leben zu erhalten.“
Diese irritierenden Zeilen schrieb der große Nationalökonom Werner Sombart. Damals, 1914, war Deutschland das größte Auswanderungsland der Welt; sechs Millionen Deutsche hatten die wirtschaftliche und politische Unterdrückung verlassen, um in Nord- oder Südamerika, in Australien oder Südafrika neu anzufangen. Davon sind wir heute noch weit entfernt.
Aber es sollte diese Gesellschaft alarmieren, dass die Zahl der Tüchtigen ständig steigt, die diesem Land den Rücken kehren. Ihnen ist zu verdanken, dass die Bildungspolitiker der Schweiz bereits beklagen, das Hochdeutsche verdränge an den eidgenössischen Hochschulen ihr putziges Schwyzerdütsch und an den Kliniken des Landes kehre der schnarrende Kommandoton des deutschen Gesundheitssystems ein.
In Wien kellnern und kochen die Piefkes, die lieber an der Donau arbeiten als in Berlin Stütze zu schnorren. Anfangs waren es die Menschen aus den vom Sozialismus verwüsteten Landstrichen, die aus wirtschaftlichen Gründen Republikflucht begingen. Jetzt sind es auch die Informatiker aus München und die Ingenieure aus Aachen, die im Ausland ihr Glück suchen. Viele von ihnen haben es satt, beim Finanzamt betteln zu müssen, dass wenigstens noch ein Restbetrag vom Gehalt übrig bleibt; sie flüchten vor einer Politik, die die Leistungsträger als Melkkühe missbraucht, um sich mit den gestohlenen Mitteln das Stimmvieh des Prekariats gefügig zu halten.
Auswanderung ist ein Krisensignal. Das war in den Dreißigerjahren so, und bis in die Fünfzigerjahre wurde ernsthaft die Einrichtung eines „Bundesministeriums für Auswanderungsfragen“ diskutiert. Mit dem steigenden Wohlstand wurde das hinfällig.
Noch trösten sich viele Politiker damit, dass viele der neuen Auswanderer ja auch wieder nach Hause zurückkehren möchten. Ein Blick in die Geschichte der Migration lehrt: Sie träumen davon, aber sie kommen nicht wieder. Die Flucht der Tüchtigsten ist meist endgültig.
Auch mit einem zweiten Vorurteil muss aufgeräumt werden – dass nämlich Deutschland nach wie vor ein Einwanderungsland sei. Schon in der Periode, die Werner Sombart zu Beginn des vorigen Jahrhunderts beschrieb, war Deutschland größtes Auswanderungsland und gleichzeitig, nach den USA, zweitgrößtes Einwanderungsland. Zuzügler aus Galizien, Polen und Russland füllten die Lücken der globalen Westwanderung wieder auf – jedenfalls solange das damalige Deutsche Reich vergleichsweise offen war.
Genau hier hapert es aber in der Bundesrepublik. Aus arbeitsmarktpolitischen Gründen wird der Zuzug von Fachkräften, Akademikern und Arbeitswilligen praktisch verboten oder die Arbeit untersagt. Sie sollen den zurückgebliebenen Deutschen keine Jobs wegnehmen. Der christliche Arzt aus dem Irak wird zur Untätigkeit verdammt, der Ingenieur aus dem Iran arbeitet geduldet beim Schlüsseldienst, ausländische Studenten werden nach dem Examen abgeschoben. Aus dem weltweiten Wettbewerb um die klügsten Köpfe und tüchtigsten Unternehmer haben wir uns durch eine bornierte Ausländerpolitik verabschiedet, die de facto allenfalls den Zuzug ins Sozialamt erlaubt und die Tüchtigen vergrault.
Mehr zum Thema auf wiwo.de: Warum die Leistungsträger auswandern











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mir auch, alles weiter siehe unter: Wer rettet die SPD – ich nicht
Kinder, immer schön friedlich, freundlich und respektvoll, um uns gegenseitig im Sandkasten eins mit der Schaufel überzubraten, sind wir doch leider allesamt schon zu alt. Das waren noch Zeiten …
@Klassensprecher, hier im alten thread off-topic, aber mal ganz allgemein ein paar Gedanken zur Nachdenklichkeit bzgl. unserer Systeme, die wir in den vergangenen Wochen von allen Seiten aus diskutieren.
Problem: Grenzbelastung
Jenseits der Beitragsbemessungsgrenze (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Beitragsbemessungsgrenze) liegt die Grenzbelastung (pro € zusätzliches Einkommen abzuführende Abgaben) bei rund 45%, inkl. ESt, Soli und Kirchensteuer (vor Umsatzsteuern). Oder kurz: Für 100€ mehr Lohn und Leistung, gehen 45€ an den Staat, 55€ verbleiben im Geldbeutel. Alle Steuerspar- und Umgehungsmodelle vernachlässigt, welche hier noch im Bereich des möglichen liegen könnten.
Versetzen wir uns mal in andere Leistungsträger unserer Gesellschaft, wie Krankenschwestern, Kindererzieherinnen, Müllmänner oder Postboten
Nehmen wir mal 2000€ brutto pro Nase und Monat, in Jahresgehältern dürften hier nur wenige selber rechnen. Unter http://www.nettolohn.de kommen wir auf rund 1298 netto. 100€ mehr Bruttoeinkommen, bedeuten für den Arbeitgeber 120€ mehr Kosten, für den Arbeitnehmer 120€ mehr Gegenleistung, aber nur 49€ mehr netto.
49 von 120 machen knapp 41% für den Leister, 59% für den Staat und seine Systeme. Oder anders ausgedrückt: eine Grenzbelastung von 59%, weit oberhalb der 45% der Besserverdienenden, bzw., zumal die Bemessungsgrenze ja nicht der Inflation angepasst wurde, mittlerweile nicht mehr für Spitzenverdienste sondern immer breitere Schichten unserer Gesellschaft.
Textaufgabe: Wie viel Lohnerhöhung brutto braucht man als Mitglied der Leitungsträger aus der Mittelschicht, um 3,5% Inflation unter Reallohnaspekten auszugleichen? Knapp 6%, oder? So gerechnet, sollten Lohnforderungen an die 10% keinen verwundern, sofern die Gewerkschaften noch etwas vom Produktivitätswachstum erstreiten wollen.
Auch wenn das keiner hören will, die Sprachrohre der Gesellschaft und wohl auch die meisten von uns, trifft es ja nicht, aber die Grenzbelastung in diesem Bereich ist in meinen Augen skandalös. Wenn ich meinen Wertekanon oder Eysels Leitbilder bemühe, kann ich nur sagen, so nicht Freunde! Auch wenn es die meisten der betroffenen Leistungsträger nicht begreifen mögen, das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, das ist demotivierend und das erste Problem unserer „Verteilungsgerechtigkeit“. Was daran noch gerecht sein soll, verstehe ich sowieso nicht.
Kombiniert mit Leistungsansprüchen aus der Sozialgesetzgebung, Herr Eysel, ich verwende mal eines Ihrer Worte, degeneriert es die Leistungsbereitschaft unseres Volkes. Und bitte: Ich spreche hier nicht im Auftrag meiner selbst, oder meiner eigenen Nutzenfunktion, aber im Sinne unserer Gesellschaft schreit das doch zum Himmel.
Kurz, meine Meinung: Vor Spitzensteuersätzen und Grundabsicherung geht es heute vordringlichst darum, Leistung in der Mittelschicht auch wieder zu honorieren. Die Sozial- und Steuersysteme sind vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Oder etwas mathematischer: Die erste Ableitung, die Grenzbelastung, darf über die Einkommensskala nicht über den Spitzenwert von rund 45% steigen, sollte wenn überhaupt monoton steigen. Wer auch immer dieses wie auch immer zu interpretierende Wort der „sozialen Gerechtigkeit“ in den Mund nimmt, für mich gehört diese an sich simple Wahrheit als Prinzip dazu. Besser noch Paul Kirchofs Modell, aber das scheint in Berlin ja schon beim geringstem Widerstand „uns Angie“ umzuwerfen. Etwas mehr Rückgrat und Prinzipientreue wäre gefragt.
Ohne starke Schultern oder sonstige plakativen Politbegriffe zu verwenden, das zermürbt den Elan der Indianer, die es meist erst begreifen, sobald sie die Lohnabrechnung in Händen halten. Mich würde ja mal interessieren, wie viele in unserem Lande schockiert sind, wenn sie Jahr für Jahr sehen, was aus dem 13. Gehalt wird, wenn es denn (noch) ausgezahlt wird.
So viel oder wenig zu der Grenzbelastung Klassenlehrer, wie Sie zwischen den Zeilen sicherlich lesen, ärgert mich das maßlos. Ob mangelnder Formatierungssoftware hier im Steinzeitauftritt des Wiwo-Fensterchens, eine im Internet wohl als Schrei verstandene Ausdrucksweise in Großbuchstaben: SKANDAL (bold)
PCIIA
P.S.: So, jetzt geht’s mir besser
@ Klassensprecher.
ich lese Unterstellungen, Diskriminierendes, Gemotze, unnötige Grobheiten. Wenn das deine Form von “Auflockerung” ist …
Und wenn du schon gerade “Dissenztoleranz” forderst, dann übe sie doch bitte. Und wo bin denn ICH “ehrverletzend”, Herr Juror?
@Eysel noli me tangere Ich feinde niemend an! Vielleicht bist du oder manch anderer etwas schreckhaft, vielleicht vertragen einige es schlichtweg nicht, dass es Leute gibt, die ihrer Meinung nicht sind. Flugs etikettiert man dies mit solchen Vokabeln, wie du sie gerade verwendest. Vielleicht ist das nur die Unfähigkeit und Intolerenz von selbsternannten Durchblickern, die nur dass für wertvoll halten, was sie selber ausgegraben haben? Vielleicht ist diese Geisteshaltung sehr viel eher ein Grund abzuhauen als das wir hier als Ursachen teilweise scheinanalysiert wird? Vielleicht stört dich nur das du zuwenig gelobt wirst? Vielleicht ist das,was du hier runterstenografierst und mit den Begriffen “analysieren, begründen” bezeichnet aus meiner Sicht hohles Geladel?
… ich bin hier nicht um dir oder irgendeinem anderen Pseudonym meine persönliche Analyse begründet vorzutragen, sondern vor allem um die Sache insgesamt etwas unterhaltsamer zu machen. Gelegentliche Sachbeiträge vorbehalten. Ich bin auch nicht hier um dauernd Recht zu bekommen und meinen inneren Pegel danach einzustellen, wieviel Beifall man mir hier zollt. Kannst du dasselbe von dir behaupten oder lässt dies deine Verbissenheit nicht zu? Meine persönliche Meinung kannst du gerne erfahren, wenn du deine Maske samt Rüstung mal runternimmst. Wie du mich erreichen könntest, weisst du doch schon seit längerem. Trau dich, andere inklusive rty haben das schon geschafft. Ich halte dies aber nicht für sonderlich bedeutsam, insofern mach weiter, wie bisher, so schlecht finde ich dich gar nicht, es gibt schlimmeres, z.B. fände ich es schade, wenn du oder umverteiler oder der ein oder andere verstummen sollte, weil sie ehrverletzend angefeindet worden wären, davon sind wir aber weit entfernt. Schön fände ich es ,wenn manchen gelänge mehr Dissenztoleranz zu praktizieren und nicht nur Worte wie Monstranzen vor sich her zu jonglieren.
@ ZZ, von 18:32. Genau so.
@ Umverteiler, 19:36, genau das meinte ich, als ich von einer NICHT ADOLESZENTEN Gesellschaft sprach.//
@Klassensprecher, was dich von Anderen unterscheidet ist, dass du tendenziell eher “anfeindest”, statt zu analysieren, zu begründen.
Womit du im GRUNDE genau das bestätigst, was gesagt wird.
“Motze + Diffamierung statt Wertekanon”.
wer ist deutscher? meiner meinung nach jede(r) der zu hause mit seiner partnerin/ihrem partner und seinen/ihren kindern deutsch spricht – unabhaengig davon was die eltern sprechen. das ist etwas das den integrationswilligen auszeichnet und sollte die grundlage fuer eine einbuergerung sein.
ich (arzt) lebe seit vielen jahren im ausland, derzeit in england. rueckkehr nach d-land und arbeiten fuers deutsche finanzamt? keine chance – nie und nimmer. alle paar jahre auf besuch nach d-land allenfalls …
Erfreuliche und unerfreuliche Beiträge, seit ich mich zuletzt eingemischt habe. An alle Profilneurotiker, die meinen, dies sei der richtige Platz, sich durch persönliche Angriffe zu diffamieren: hier geht´s um Sachthemen. Jagt durch euren Mist nicht alle guten aus dem Lande! Ich versuche es noch mal schlicht und intellektuell nicht verbrämt: der Ruf nach der Politik geht fehl. Stichwort Reisefreiheit. Es gab Zeiten, da gab es diese in unserem Land nicht. Man denke an die 30-er Jahre und die DDR. Ich bin um jeden froh, der es in den 30-ern noch nach Übersee und sonst wo geschafft hat, diese Situation haben wir aber heute nicht. Es ist Teil unserer grundgesetzlich verbrieften Rechte gehen zu können. Wer anderes will, mag es sagen. Die Politik kann das mit einem Federstrich ändern. Wenn ich statistischen Angaben aus dem Spiegel trauen darf, und mein Gedächtnis mich nicht täuscht, dann war dort vor 1-2 Wochen zu lesen, dass die Belastung mit Steuern und Abgaben bei nahezu allen Einkommensgruppen in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Klar bleibt trotzdem nicht mehr im Geldbeutel übrig, dafür sorgen die stärker gestiegenen Lebenshaltungskosten. Es mögen ja 38 % Steuern und Abgaben als Grund für die Auswanderung benennen und keine Frage, ich bin auch der Meinung, dass unser Staat uns teilweise für die völlig falschen Ausgaben das Geld aus der Tasche zieht und es Menschen gibt, die Leistungen zu Unrecht beziehen (und manchmal wünschte ich, regelmäßige Leser der B-Zeitung dürften nicht in Bundes- oder Landtage einziehen und am besten auch nicht wählen, diese Gedanken sind aber nur gelegentliche Eintrübungen
). Aber auf welche mit Steuern und Abgaben finanzierten Leistungen wollen wir in diesem Land denn verzichten? Deutlich mehr als 38%, nämlich immer noch 53% der Fachkräfte bezeichneten die deutsche Einkommens- und Beschäftigungssituation als unbefriedigend. Das ist Sache der Unternehmen. Auch die wurden in den letzten Jahren entlastet. Wer hat denn Lohnzurückhaltung angemahnt? Das waren wir Unternehmer. Wer kann für Aufstiegschancen und vernünftiges Betriebsklima sorgen? Wir Unternehmer. Als Verbraucher muss ich heute für gleiche Qualität bei vielen Dingen mehr ausgeben als vor ein paar Jahren, als Unternehmer geht es mir halt genauso. Wenn man Klassensprecher glauben darf, ist die Zahl derer, die diesen Grund angeben, ja auch zurückgegangen. Also hat sich etwas verbessert. Was gerne vergessen wird ist, dass immer noch nahezu genauso viele Menschen ein- wie auswandern. Aber wie gehen wir mit Einwanderern und auch sozial Schwachen um? Zum Thema:
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Deutschland%20%C4rztinnen/353137.html Titel: Deutschland schickt Ärztinnen putzen. Das wiederum ist auch Sache der Politik. Welche/r deutsche Arzt/Ärztin würde denn auswandern, wenn der Abschluss im Ausland nicht anerkannt wird und die Zukunft als Putzfrau drohte? Andererseits ist auch das Sache der Gesellschaft insgesamt. Unsere „Besten“ gehen ins Ausland und wir feinden die Ausländer und die sozial Schwachen bei uns an. Zu hinterfragen sind die Begriffe „Auswanderung“ und „unsere Besten“. Auswandern ist nur alles, was auf Dauer angelegt ist. Alles andere ist wertvolle Auslandserfahrung, von der alle bei Rückkehr profitieren. Die Statistik bzw. der Bericht erfasste auch alle, die sicher zurückkehren wollen. Augenwischerei, tut mir leid. Begreifen wir uns als Europäer, sinken die Zahlen auch dramatisch. Wer sind unsere Besten? Sind das die, die aus den beschriebenen Motiven gehen? Was ist mit der sozialen Kompetenz derer, die gehen (und derer, die bleiben)? Was sind das für Menschen, die des Verdienstes wegen nach Indien gehen? Wie bewältigen die die gesellschaftlichen Realitäten dort? Überspitzes Beispiel, keine Frage. Verunglimpfen wir nicht länger die, die bleiben als Mittelmaß oder Unterschicht (ist die logische Folge, wenn die, die gehen die Besten sind) und fasse sich jeder an die eigene Nase, und schaue jeder, was er tun kann, dieses Land für Ein- und Auswanderer lebens- und bleibenswert zu machen. In vorderster Front sind dort die Unternehmen selbst gefragt. Interessanter Artikel, der sich am Rande mit dem befasst, was hier diskutiert wird: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/25247. Zitat: „Der SPD Linke Ottmar Schreiner hat eine Statistik präsentiert: Weil Geringverdiener in Deutschland eine durchschnittlich niedrigere Lebenserwartung haben als andere, zahlten sie 50.000 € mehr in die Rentenkasse ein, als sie später erhalten. Besserverdienende hingegen erzielten aus der Rentenversicherung einen Gewinn von bis zu 200.000 €.“ Wir glauben alle nur den Statistiken, die wir selbst gefälscht haben, es ist dennoch nachdenkenswert, auch wenn es nicht stimmen sollte. Nicht jammern und auf andere schauen, einfach losmachen. Und noch was: es wandern mehr Männer als Frauen aus. Ein weiterer Beleg dafür, dass die Besten eben doch bleiben. Ich würde den vielzitierten JFK abwandeln: Frage nicht, was die Gesellschaft für dich tun kann, sondern was Du für die Gesellschaft tust. Und das gilt, egal wo wir leben.
Zurück zu 46664 (Mandela Konzert). Der ist auch nicht ausgewandert. Womit wir wieder bei der Reisefreiheit wären, die ist im Gefängnis nicht sehr groß.
Beste Grüsse an die sachlichen Diskutanten. openmind
@eysel mach du et, meine Stimme hast du sicher
@umverteiler.mir scheint du hast ein Problem, wenn ich die beim Wort nehme, vielleicht hast Du recht mit deiner Euphmismus-Vermutung, als Großmaul oder Besserwisser darfst du mich ruhig bezeichnen, das gehört zu meinem Job als Klassensprecher dein bisschen Frust zu akzeptieren. Eins merk dir aber alter Freund und Kupferstecher: das Wort im Mund rumdrehen lass ich mir nicht. niemand, auch ich nicht will dir vorschreiben, was du unter Solidarität zu verstehen hast, das kannst du machen wie der Pfarrer Nolte oder der afrikanische Flughund – du weißt ja was den Flughund von der Fledermaus unterscheidet? der Hund hat kein Echolot, deswegen fliegen aufgeschreckte Flughunde wie blind aufeinander, taumeln zu Boden und werden z.B. von Schlangen gefressen. Das fehlende Echolot als Methapher für mangelndes Gespür für Fremdwahrnehmung und Egozentrismus gepaart mit einem Überdosis Humorlosigkeit – weisst du was gemeint sein könnte – und wenn solcherlei Zeitgenossen dann mit anderen zusammentreffen, ein ums anderen mal flüchten, vor den Verpflichtungen und womöglich Bindungen, die in sozialen Zusammenhängen eben wechselseitig vorkommen, wenn solche geborenen Egomanen dann versagen, eskapieren, zur nächsten und übernächsten Station abhauen, heimatlos, bindungsunfähig und mit einem Privatbegriff vob Solidarität, mit dem man eher einen Zug entgöleisen lassen könnte als mit seinen Mitmenschen ein normales Verhältnis entwickeln zu können, wenn solche Prachtexemplare der menschlichen Rasse sich dann als Cosmopoliten verkaufen, andere als Clown titulieren, die ihnen den Spiegel mal vorhalten, dann würde ich dir raten, nimms nicht zu schwer, kotz dich aus und wenn du dich erleichtert hast, lass uns ein Imkerpfeifchen Blumenkohl zusammen verpusten und nicht so tun, als wäre es völlig aussichtlos den nächsten Monatsultimo zu erreichen. Keep cool Umverteiler, dein Klassensprecher ist Optimist, liebt das Leben ist stolz auf sein Vaterland und als nächstes werden wir mit dem Subsidiaritätsprinzip als strategische Leitlinie am Sonntagabend die Spanier abpacken. Und, Umverteiler, wenn du\’s mal wieder nicht verstanden hast, was der Fußball mit Subsidiarität zu tun hat, frag einfach deinen Klassensprecher, der bringt dir eine Epistel von Hansi F., gereimt und nicht gerüttelt.
So long K
@Eysel
Ich fürchte, einen gemeinsamen “Wertekanon” oder eine “Werteskala” gibt es nicht mehr, daher gibt es auch keine allgemein anerkannten Eliten oder Leitbilder mehr, “Pflichterfüllung” ist was für “prinzipienreitende Idioten”, Lernbereitschaft führt im “verteilungsgerechten Sozialstaat” nicht zu einem Mehr an frei verfügbarem Einkommen, also wozu sich anstrengen, wenn das nichts bringt ? Einsatz, Ehrgeiz, Fleiß, wozu soll man sich die eigene Lebens- bzw. Freizeitqualität kaputtmachen und letztlich für andere “buckeln” ?
Ergo, es gibt keine uneingeschränkt gesamtgesellschaftlich anrekannten Ideale mehr. Wenn man dann noch “Besserverdiener” als “reine Abzocker” darstellt, die nur durch Lug, Betrug und Ausbeutung der einfachen Malocher zu Status und Geld gekommen sind, dann sind wir auf heranwachsenden-Niveau angekommen, wo der “Klassenstreber” ausgegrenzt und gemobbt wird, weil er durch Ehrgeiz, Lernbereitschaft und Fleiß aus der Masse der Lustlosen, “Ambitionsbefreiten” und Hedonisten hervorsticht.
Haalt, Einer kommt noch:
Zuerst fühlen die Menschen das Notwendige,
dann achten sie auf das Nützliche,
darauf bemerken sie das Bequeme …
Später verdirbt sie der Luxus,
schließlich werden sie toll und zerstören ihr Erbe.
Gruss zamir
@CIA,
Wertekanon geht genauso. Und selbstverständlich JFK. Und mathematisch genauso.
@Umverteiler,
Konsens. Bis auf:
Leitbilder oder Eliten \”machen\” sicherlich nicht per se bessere Menschen. Das hätte ich nie behauptet. Aber das Fehlen von Leitbildern bedeutet das Fehlen einer allgemeinen verbindlichen! Werteskala. Einer Werteskala ist imanent dass ihr Nichtakzeptieren den Menschen quasi aus der Gemeinschaft ausschließt. Heute schliesst weder fehlende Lernbereitschaft aus der Gesellschaft aus, noch fehlende Pflichtenerfüllung gegenüber der Gemeinschaft. Ganz im Gegenteil. Mit diesen Eigenschaften \”empfiehlt\” man sich der ganz besonderen Obhut derer, die für ein Mehr an Staat, an Umverteilung an Weiterso propagieren. Diejenigen, die Verweigerer eher pampern als fordern. Ein Anreizsystem, das Bequemlichkeit fördert + die Kenntnis des Sozialgesetzbuches, als die Kenntnis der Pflichten.
@Ibejustme.
Meine Worte!
@Klassensprecher:
Gut, dass du das nicht bist.
Übrigens, weitestgehend zum Thema Leistungsanreize in Deutschland, ein netter Gastbeitrag zur medial und politisch durchs Dorf getriebenen Sau Mindestlohn:
http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Gastkommentar%20Mogelpackung%20Mindestlohn/377976.html
Wehe, wehe, wenn ich auf die Grenzbelastung sehe.
@Umverteiler: Sind Sie schon long in Heidelzement und Hochtief?
@Klassensprecher
Nennt man das Großmaul bzw. den Besserwisser jetzt euphemistisch Klassensprecher ?
Tut mir leid, für mich spreche immer noch ich, und mit wem ich Solidarität zu üben habe, das ist in gewissem Rahmen meine Sache und nicht Definitionssache eines Klassenclowns. Vielleicht übe ich ja sogar gemäß Ihres Beispiels lieber Solidarität mit den Tsunami-Opfern oder Betroffenen in den chinesischen Erdbebengebieten als durch einen fragwürdigen Staatsangehörigkeitsbegriff gezwungenermaßen mit den Anspruchsinhabern mit deutschem Paß oder Aufenthaltsbewilligung ?
Die Frage ist doch, inwieweit “erzwungene staatliche Solidarität” bzw. “Verteilungsgerechtigkeit” gehen kann, ehe sie zur inneren oder sogar äußeren Emigration führt. Da hat jeder Einzelne seine “persönliche Schmerzschwelle”.
Und viele sind zu sehr “Weltbürger” (neudeutsch Kosmopoliten), um sich mit Ihnen unbekannten “einheimischen Anspruchsinhabern” “zwangssolidarisieren” zu lassen. Solange es noch keine Mauer um diesen deutschen Staat gibt, ist jeder frei, über Umfang und Adressaten seiner persönlichen Solidarität selber zu bestimmen.
Wenn ich den Begriff Leitbilder hier richtig verstehe, geht es wohl um etwas, das ich für mich selbst eher als Wertekanon bezeichnen würde. Wiki benennt es u.a. als gesellschaftlichen Wertekonsens.
Wie auch immer, per Berliner Gesetzgebung wird sich ein Konsens der Gesellschaft wohl nicht Top-down verordnen lassen. Der Prozess der Konsensbildung dürfte wohl eher Buttom-up erfolgen.
Beginnend und entscheidend in der eigenen Familie, eingebunden in Bildungseinrichtungen, Kirchen, Vereinen, etc. kurz: in der Kommune, der Gemeinschaft der lokal zusammenlebenden Bürger.
Irgendwie kommt mir JFK in den Sinn: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein land tun kannst.“
Wenn wir in dem Zusammenhang von Eliten sprechen, bedeutet das wohl auch, dass den Überdurchschnittlichen auch überdurchschnittlich viel Verantwortung zukommt. Vielleicht sollten die Häuptlinge nicht vergessen, dass es ohne Indianer nicht geht.
Mathematisch könnte man vielleicht fragen: Welche Zielfunktion wollen wir unter Restriktionen denn maximieren, unseren persönlichen Nutzen oder den Nutzen der Gemeinschaft?
Dass z.B. unser Steuer- und Sozialabgabensystem beiden Zielfunktionen vollkommen zuwider läuft, müssen wir nicht weiter diskutieren. Beim Standpunkt in der Diskussion sollte man aber aufpassen, dass man nicht die falsche Funktion versucht zu maximieren.
PCIIA
und noch was: “Solidarität kann mit Verwandten und Freunden empfinden”???????????? da waren die polnischen Arbeiter inden 80ern wohl alle verwandt oder befreundet????????da sind die Mitarbeiter von ehemals Nokia in Bochum wohl alle verwandt oder befreundet??????da sind die vielen Tsunami_spender wohl alle verwandt oder befreundet mit den Menschen in den betroffenen Katastrophengebieten ………..hier redet ein umverteiler einen Schmarren, der derart ein Kas ist, dass ma sich fragat, von wem die Milch dazu stammt. Von den Quellen, die umverteiler unlängst fein säuberlich gekästelt hat, bestimmt nicht, nicht mal von Nietzsche.
@IBeJustMe vergiss diesen Käse nicht durch Wurzel sieben zu dividieren…wer solcherlei geistiger Engführung erliegt, der glaubt auch das
Fussball etwas ist wie Schach, nur ohne Würfel.. Halleluja .. Podolski for Bundestag!!
Wir leben halt in einer sich beschleunigenden Welt. Nach Polybios folgt im Verfassungskreislauf eines Staates auf Tyrannis (1930er und 1940er) Aristokratie, auf Aristokratie folgt Demokratie und auf Demokratie folgt Ochlokratie (genau jetzt, andere sind vielleicht der Meinung wir stünden noch bei der Demokratie, aber das ist wohl davon abhängig welchen Blickpunkt man einnimmt) auf die widerrum Tyrannis folgt. Was früher Jahrhunderte dauert schaffen wir heute in Jahrzehnten.
Ich komme langsam aus dem Staunen nicht mehr raus, also:
- wem das hier zu “eng” “stickig” “spießig” “kleinkariert” “pedantisch” “gutmenschlich” und “beamtenmäßig” tickt, der sollte sich rasch umorientieren.
Wir sein Verhältnis zum Staat so begreift, dass “eine Mehrheitsgesellschaft, finanzielle Ansprüche aus der Tatsache ableitet, dass jemand einen deutschen Pass besitzt oder eine Aufenthaltsgenehmigung hat, der stellt den kanon der staatsbürgerschaftlichen Rechte und Pflichten vollends auf den Egoistenkopf. Ich möchte nicht in einem Staat leben, in dem jedermann um das goldenen Kalb seiner eigenen Recht als Individuum tanzt.
Wenn der gleiche Sprecher im nächsten Absatz beklagt, dass der Wähler ein kleiner anerzogener Egoist sei, der nur an seine Konsumvermehrung denke und dardurch “die Demokratie ad absurdum geführt” werde, dies zum “Staatsbankrott” führe oder ein “gesellschaftlicher Zusammenbruch wie ein Krieg” dann ist das mit Verlaub aus meiner Sicht insgesamt Unsinn. Hier versucht jemand auf etwas gehobenerem Niveau die Gesamtsituation so zu konterkarieren, dass für den Leichtgläubigen, Resignierten oder Kompetenzneurotiker tatsächlich nur noch zwei Möglichkeiten übrigbleiben, beide “beschissen”, also alles Mist….das ist Volksverdummung, ich lebe in einem anderen Land und denke nicht im mindesten daran mich auf solch einen feinformulierten Pakt des Fatalismusses einzulassen. Umverteiler: Note ungenügend – 4 Wochen Latrinen leeren, nachdenken, setzen..
Gruss Klassensprecher
“Aufgezwungene Solidarität” und “Gleichschaltung der öffentlichen Mehrheitsmeinung” führen zur Emigration, wobei diese viele Facetten haben kann, von innerer Emigration über “Dienst nach Vorschrift” bis zur äußeren bzw. physischen Emigration derer, sie sich durch übertriebene erzwungene Solidarität bzw. staatliche Zwangs-Umverteilung gegängelt und ausgebeutet sehen. Aber es sind natürlich nicht allein fiskalische und Sozialabgaben-Gesichtspunkte oder die aberwitzige Bürokratie, die mobile, geistig flexible Menschen dazu bringen, woanders ihre Perspektiven zu suchen.
Wer einmal lange genug “draußen” war, der weiß wie “eng”, “stickig”, “spießig”, “kleinkariert”, “pedantisch”, “gutmenschlich” und “beamtenmentalitätsmäßig” diese Republik “tickt”. Solidarität kann man mit Verwandten und Freunden empfinden, aber nicht mit einer Mehrheitsgesellschaft, die finanzielle Ansprüche gegen einen aus der Tatsache ableitet, dass sie auch einen deutschen Paß oder eine Aufenthaltsgenehmigung besitzt ? Wer sagt einem Herrn Kreutzmann, wir müßten alle “gläubige Demokraten” sein und dürften daher nicht die “Vernunft demokratischer Mehrheitsentscheidungen” anzweifeln ?
Es ist allerdings auch daran zu zweifeln, ob Leitbilder und Eliten den “anerzogenen kleinen Egoisten” im Wähler zu einem besseren Menschen machen. Solange der Wähler aber primär deswegen diejenigen wählt, um Geld vom Staat bzw. von anderen zu erhalten, die den Staat finanzieren, solange wird immer populäre, auf die gegenwärtige Konsumvermehrung ausgerichtete Politik gemacht werden, kurzum die Demokratie führt sich selber ad adsurdum, der Staatsbankrott oder die Enteignung der “Besitzenden” oder eine gesellschaftlicher Zusammenbruch wie ein Krieg sind notwendigerweise letzte Stufe dieser Entwicklung.
@Eysel: der letzte Beitrag bringt es auf den Punkt: Entzug von Leitbildern wie Bildung und Leistung. In meinem Umfeld bei den Jugendlichen sehe ich eine Mehrheit, die sich nicht mit diesen Leitbildern identifizieren. Aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend tadeln…
Es liegt in der Natur der Sache, ist eher die Ausnahme, dass die “grosse Mehrheit” autonom optimal entscheidet. Bestenfalls produziert der Durchschnitt der Erkenntnisfähigkeit nur durchschnittliche Entscheidungen, folglich Ergebnisse.
Der “einfache Mann” ist – minor Prämisse der Demokratie – in seiner Entscheidungsfindung darauf ANGEWIESEN, sich an vertraubaren Autoritäten zu orientieren. Durch die Demontage dieser “klassischen Werte, Leitbilder + Eliten” im öffentlichen Ansehen ist deshalb ein SEHR verhängnisvoller Prozess in Gang gekommen:
Step1: Einfachste Klischees bedienend schraubt man die Anforderungen an die Fehlerlosigkeit von Leitbildern ins Unermessliche, Übermenschliche. Schlichte Konsequenz: Sie M Ü S S E N “fehlen”. Die Fehler werden medial HOCHSTILISIERT als URSACHE für jedes nur identifizierbare Unheil. Hauptsache, ein SCHULDIDER ( selbstverständlich Anderer ) wird identifiziert. Die wenigsten Menschen sind nun mal lösungsorientiert. Den meisten reicht es, den Schuldigen zu finden.
Mit dem Entzug von Leitbildern wie Bildung und Leistung wird das System DESTABILISIERT.
Step2: Heilsbringer ( Rattenfänger von Hameln ) treten auf die Bühne und versprechen “das Blaue von Himmel”.
Mangels vertraubarer BESSERER Leitbilder wird nun DENEN “geglaubt”.
Das traurige Ergebnis ist der Demoskopie zu entnehmen.
@Thomas Kruetzmann:
Sie schrieben: “…inakzeptablen Formulierungen und Gedanken:…”
Komisch das geradie diejenigen, die schon anderen Leuten vorschreiben wollen was sie zu denken haben von Demokratie reden. Und in manchen Fällen ist das was wir heute unter Demokratie verstehen eine denkbar schlechte Staatsform. Nämlich genau dann wenn es eigentlich günstiger und nötiger wäre eine Entscheidung gegen die Mehrheit zu fällen. Nur weil eine Entscheidung von der Mehrheit getroffen wurde macht es diese Entscheidung noch lange nicht optimal bzw. ist dann die beste der möglichen Entscheidungen gewesen. Punkt.
@ Th. Kreutzmann,
im Zweifel muss man wohl akzeptieren, dass kurzsichtige Lämmer sich – von kurzsichtigen Schlachtern mit billigen Versprechungen gelockt – ihren Schlachter “wählen”, ja. Allerdings darf man wohl auch versuchen, den Lämmern eine korrigierende Brille … wenigstens anzubieten!
Bei aller sonstigen Wertschätzung für Sachkunde und Meinungsfreude Herrn Tichys: hier ist er fatal über´s Ziel hinausgeschossen – in inakzeptablen Formulierungen und Gedanken: Politik wolle sich mit den ( von Leistungsträgern ) “gestohlenen Mitteln das Stimmvieh des Prekariats gefügig (…) halten.” Was für ein Demokratie(?)begriff liegt dem zugrunde ? Keine Arbeit, kein Hauptschulabschluß, kein Stimmrecht, oder was ? Und hohe Steuersätze und Sozialabgaben als von Politikern ” gestohlen” zu beschreiben, offenbart einen ebenso fatalen Demokratiebegriff. Politiker werden gewählt . Punkt.
unter http://www.bildungsspiegel.de/aktuelles/stellenwechsler -arbeitsklima-wichtiger-als-Geld.html?itemid=262 findet sich für Interessierte die aktuelle VDI-Ingenieurs-Befragung. Action-title:
Ingenieure verändern ihre Präferenzen stark – Internationalität spielt keine Rolle mehr!
Wichtige Befragungs-Resultate sind:
- Wünsche wie Arbeitsklima, die Möglichkeit, Familie und Beruf zu verbinden, klar strukturierte Aufgaben in einem Unternehmen und Aufstiegschancen sind zu den entscheidenden Faktoren geworden, eine neue Stelle anzunehmen.
Die Bedeutuh höherer Einkommen als Wechselgrund ist gegenüber 2006 gesunken (56 auf 47%)
Zugenommen haben Gründe wie \”etwas Neues kennen lernen\” (19 auf 24%) und der Wunsch nach einem besseren Arbeitsklima (15 auf 17%) Die Sicherheit des Arbeitsplatzes ist dagegen für Ingenieure kaum noch von Bedeutung(15% auf 3%).
Noch stärker sind die Verschiebungen ausgeprägt bei den Ingenieuren, die tatsächlich wechselten. Bei Ihnen steht das Thema Geld nur noch an dritter Stelle. Besonders wichtig wird das bessere Arbeitsklima (12 auf 36%).
zur \”Internationalität\” siehe selbst…
Frdl. Gruß und verzeiht die Sachlichkeit zum hoffentlich schönen Wochenende Euer Klassensprecher
Ich pauschaliere überhaupt nicht. Ich suche Ursachen. Wie wir in das Problem “reingeschliddert” sind oder wurden. Ich komme immer wieder darauf, dass – die oft in ihrer Notwendigkeit negierten – Leitbilder fehlen. Systematisch demontiert wurden, diffamiert, diskreditiert wurden. Ursache für mehr als ein Problem.
An dieser Stelle wird die Diskussion so entscheidend, dass mir nur
ein Literaturhinweis bleibt: Die verweigerte Zukunft, von Benasayag
und Schmit aus dem Französischen übersetzt. Eine, wie ich meine,
hervorragende Situationsanalyse über die Sinnkrise der “jungen
Gesllschaft”.Das Stadium, in der die Therapie angewendet wird,
ist letztendlich entscheidend für die Heilung einer Krankheit.
Gruss Zamir
Tja Herr Eysel, die Kategorie „Isch weiß wo dein Haus wohnt“, will ich ja gar nicht verleugnen oder verharmlosen. Allerdings widerstrebt es mir, hier alle pauschal über einen Kamm zu ziehen.
Ähnliche Probleme haben wir ja mit Kopfrasierten deutscher Nationalität oder anderen Problemgruppen. Tendenziell werden wohl prozentual mehr Problemfälle bei Kindern mit „Migrationshintergrund“ (was für ein hässliches Wort) auftreten, da sie per saldo auch die schlechteren Startchancen bei uns haben dürften.
Das sollte uns aber doch nicht dazu verleiten, über diverse Gruppen (Vor-)Urteile zu verhängen, statt jedem die gleiche, faire Chance einzuräumen, oder?
Freundliche Grüße
PCIIA
P.S.: In Frankreich haben sie mir schon zweimal das Auto aufgebrochen und ausgeräumt. Irgendwie mag ich Franzosen seither nicht mehr allzu sehr. Die klauen alle!
Aber im Ernst, das Gefühl eigener Erfahrung ist manchmal schwierig mit der objektiven Vernunft vereinbar.
Schönes Bild, CIA!
“Wichtig sind die, welche ihn bauen. Erfahrungsgemäß sehr wenige, die allerdings kulturell höchst sensibel reagieren.”
Passt hervorragend auf das, was ich mit Phase 1 meinte.
Und natürlich ist zutreffend, dass die tatsächliche Gefahr gewaltig übertrieben wird und GENUTZT zu ziemlich billiger Propaganda in gewissem Sinne.
Allerdings: Das System degenerierte.
Und man muss AUCH sehen, dass eine “Kultur der NICHT-Integration” geschaffen wurde. Und von diversen Menschen – ich sag mal “sich belustigend verniedlicht” wurde und wird. Das halte ich für gefährlich, denn das macht diese Un-Kultur 1.) zum von schlichten Menschen bewunderten und 2.) nicht selten nachgeahmten Lebensstil. Und weitergehend zur WAFFE. Am eigenen Leibe erlebt: Verweigere einem offensichtlich Ausländer ganz sachlich etwas. Reaktion: 1.) “du Nazi”2.) hole meine Kumpel und wir schlagen dir die Bude kaputt” alles in “breitestem Kanack” vorgetragen. Pasiert ist nichts. War trotzdem nicht lustig. Mindestens 2 mal in dieser Form erlebt. Diese “Unkultur” haben wir selbst mit zu verantworten. Siehe oben.
Werter Herr Eysel,
ich war nicht dabei, zumal noch nicht geboren bzw. zu klein. Was mich stört ist, dass immer wieder von Einzelfällen auf das Gesamtgefüge geschlossen wird bzw. pauschalisiert argumentiert wird:
z.B.:
Der Mehmet aus München, ist doch typisch, lauter Verbrecher.
Können alle nicht richtig deutsch, so kann das ja nichts werden.
Faule Südeuropäer, klauende Polen, gewissenhafte und hart arbeitende Deutsche, Kopftuchträgerinnen und pauschal verdächtige Terroristen ob ihrer Religion, den Deutschen gestohlene Arbeitsplätze etc.
Auffällig erscheint mir, dass die Menschen umso mehr Ressentiments gegenüber fremden Kulturen etablieren, je weniger sie mit ihnen zu tun haben. Frankfurt, als multikultureller Schmelztiegel mit rund 30% Ausländeranteil, erscheint mir wesentlich toleranter und aufgeschlossener, als so manches Dorf, in dem die Leute Ausländer nur vom Hör-und-Sagen kennen. Das dürfte auch daran liegen, dass täglich erlebt wird, dass die an die Wand gemalten extremen Befürchtungen keineswegs der Realität entsprechen. Ganz im Gegenteil, viele Leute aus aller Herren Welt bereichern uns ethnisch und kulturell – das tut der deutschen Kultur durchaus gut. Die wurde ja auch nie in Stein gemeißelt, sondern ist lebendig und in stetem Wandel.
Toleranz und geistige Offenheit sind übrigens auch entscheidende Punkte, um an Attraktivität im Wettbewerb um die geistig Kreativen, die Mutigen, die Entrepeneure der Zukunft, zu gewinnen. Eine Kultur der Offenheit, nicht der Abschottung, ist der Humus für die Zukunft.
In diesem Sinne auch eine Anmerkung insgesamt zur bisherigen Diskussion: Wir messen in Zahlen an Köpfen, in Beweggründen in Prozent, meinetwegen in Bewegungsbilanzen. Sind das die entscheidenden Punkte? Ex-Patriots, Leistungsträger in wie auch immer definierter Form, vom Busfahrer bis zum staatlich angestellten Arzt. Wirklich wichtig sind aber andere, eine sehr kleine Gruppe:
Wie sähe Deutschland heute aus, wären z.B. Wernher von Siemens, Carl-Friedrich Benz, Gottlieb Daimler, Robert Bosch, August Oetker oder in Ihrer Nähe Wilhelm Carl Heraeus abgewandert? Was sagen uns Konzerne wie Schering-Plough, Merck&Co. oder meinetwegen Goldman Sachs über die Folgen von Emigration in the long run? Wie sieht das im wissenschaftlichen Bereich aus?
Wirklich wichtig sind nicht die Bienchen, die am Honigtopf andocken. Wichtig sind die, welche ihn bauen. Erfahrungsgemäß sehr wenige, die allerdings kulturell höchst sensibel reagieren.
Freundliche Grüße
PCIIA
@Zamir: nice try
Ich war dabei ( als Steppke ) als 63 die ersten Griechen “ankamen”. Recht misstrauisch beäugt. Sehr schnell fanden sie Anschluss und waren wenige Jahre später ausgesprochen beliebt. ( Sie luden mich zum Essen ein, meine Mutter war entsetzt und ich bekam ein Faible für Griechisches. )
Und sind nun längst intergriert oder zurück gegangen.
Zuerst kamen nur die MUTIGSTEN + Tüchtigsten.
Später änderte sich das, man saugte ( teilweise ) aus falsch verstandener “Solidarität” eine “andere Auswahl” an. Die erste Häfte des Prozesses war gut. Ein Wettbewerb um Fähigkeiten von Menschen und gleichzeitig ein gutes Stück Entwicklungshilfe. Der zweite Teil ging völlig daneben, weil der Prozess vom Wettbewerb um Fähigkeiten zum “Gutmenschentum” degenerirte. Noch ein Beispiel für falsch verstandene Solidarität.
@PCIIA: Kann mich Deiner Argumentation nicht verschliessen, so
gesehen, wirklich ein großes türkisch-deutsches Volksfest, bis auf
einige Wenige Dönerbudenstürmer im Saxenländle.
Gruss Zamir
„…ebenso wie die Tatsache, daß die skeptische und ablehnende Haltung der Deutschen gegenüber einem sehr großen Teil der Ausländer durchaus berechtigt ist. Wir haben uns eben nicht die Elite ins Land geholt und es ist eben auch nicht die Elite vom Bosporus die wir hier seit Jahren schon tolerieren.“ (Randomname)
„Bin ich denn in der Klapsmühle ? Da jubeln die Ein-Euro-Jober und
Billig-Löhner, den müden Fussball-Millionären zu, die dem modernen
leistungsprinzip huldigen: Nur jede Anstrengung vermeiden, die
Kohle, ist ja bereits auf dem Konto“ (Zamir)
Wenn ich mir das so durchlese, fällt mir offen gestanden nicht mehr viel ein. Alle in einen Sack und dann mal ordentlich mit dem Knüppel drauf, trifft schon die richtigen, oder wie?
Nur mal zur Erinnerung: Wir haben unsere ausländischen Mitbürger, die oft schon seit Generationen in Deutschland leben, nicht „geholt“. Wir hatten in den 60er und zum Teil 70er Jahren Vollbeschäftigung, bzw. anders ausgedrückt Arbeitskräftemangel. Fleißige und mutige „Ausländer“ haben die sich auftuenden Chancen genutzt und nicht unerheblichen Anteil am Wirtschaftswunder. Viele haben sich auch selbständig gemacht, am besten ja in der Gastronomie zu beobachten, und uns kulturell bereichert.
Dass das auch bis heute nicht ohne Probleme abläuft, ist doch klar. Insbesondere wenn es entweder mit einer Gastarbeiter- oder einer Multikulti-Politik versucht wird zu „gestalten“ oder besser eben nicht. Integration werden wir schlecht an die Politik delegieren können, da ist schon jeder einzelne hier im Lande, gleich welcher Nationalität, zunächst selbst gefragt.
Gestern Abend haben wir vielleicht nicht ein überragendes Fußballspiel gesehen, aber ein beeindruckendes Fußballfest. Wenn über die Hälfte unserer Volkes, auch unterschiedlicher Nationalität, zusammen fröhlich und friedlich feiern, ist das doch ein großartiges Zeichen. Statt der deutschen Neidkultur zu frönen, sollten wir uns doch über das Signal in die Welt freuen. Schon 2006 war die Welt ja überrascht, dass unser Volk alles andere als ständig schlecht gelaunt und ungastlich ist.
PCIIA
Mich wundert, dass bei den Umfragen das abschreckende staatliche dt. Schul-/Bildungssystem kein Thema ist. Ich habe deutsch-norwegische Freunde, denen die Entscheidung über die Nationalität des Neugeborenen auch deshalb leicht fiel.
“DEUTSCH” das ist ein KULTURKREIS, kein Pass, kein Wohnort!
Meine Vorfahren waren Hugenotten, mein Name ist niederländisch und DOCH bin ich “kulturell” und gerne ( trotz Allem ) Deutscher. Und so wird es auch regelmässig verstanden. TROTZ der Tatsache, dass “Stammtische” sich – seit ewigen Zeiten – gerne von interessierten Kreisen aufhetzen lassen. TROTZ der Tatsache, dass viele “Ausländer” hier mehr oder auch leider weniger sich integrierend, mehr oder weniger den Kulturkreis akzeptierend hier leben. Haben eigentlich wir eine BRINGSCHULD zu integrieren, oder haben die eine Bringschuld sich selbst zu integrieren, wenn sie hier leben wollen, von dieser Gemeinschaft “profitieren” wollen???
Die Farbe “multikulti” ist ein wunderschöner Farbtupfer, der bereichert, keine Frage. Das kulturelle Leitbild ist und sollte deutsch bleiben. In den USA erzählt einem jeder Dritte mit Stolz, dass er ne Urgroßmutter aus Heidelberg hat. Und fühlt und denkt gleichzeitig STOLZ amerikanisch. Und das ist gut so. Verglichen mit dem was wir hier leider auch immer wieder erleben sogar “traumhaft”.
@Coelho:
Ihre Theorie an den Ex-Padismus ist ja hübsch, aber erklärt leider wenig:
- warum ist die Schweiz mit 22.000 Deutschen Hauptzielland – haben wir da neuerdings so viele Ex-Pads hingeschickt?
- wie erklärt sich die Zunahme um 47 Jahren seit 2002? (Zahlen WiWo Nr. 26)
- Ex-pads gelten typischerweise nicht als Emigranten, da hat die amtliche Statistik durchaus einen modernen Charakter und unterscheidet, wie auch ich, zwischen zeitweiliger und dauerhafter Auswanderung.
Dass der Staat an allem Schuld ist – nein. Die Merhzahl sucht höhere Einkommenschancen im Ausland, , nämlich 68%.
Und das soll KEIN Alarmsignal sein?
Darüber soll man sich keine Gedanken machen dürfen?
Viele Grüße
Roland Tichy
@RandomName und Nicolao Coelho: Prima, ich lese immer nur Ausländer; Deutschland ist nun mal, nicht nur deusch, wer hiermit noch Probleme hat, ist selbst das Problem. Mitten in der heilen
Stammtischwelt angekommen. Was unsere Regierenden vor vierzig
Jahren veranstaltet haben, das hat uns nun eingeholt. Nur, die
etwas mühevollere Kleinarbeit mit der Integration, die leistet der
Bürger, nicht die Oberversager. Am noch-bestehenden Ausländerhass trägt somit historisch, als auch aktuell, Politik und
Wirtschaft, den Riesenanteil. Zwei entfachte Weltkriege (auch gegen
die eigene bevölkerung geführt), haben unseren Beliebtheitsgrad auch im AUsland ins “rechte Licht” gerückt.
Gruss Zamir
@Klassensprecher: Jawoll, einer noch.
Bin ich denn in der Klapsmühle ? Da jubeln die Ein-Euro-Jober und
Billig-Löhner, den müden Fussball-Millionären zu, die dem modernen
leistungsprinzip huldigen: Nur jede Anstrengung vermeiden, die
Kohle, ist ja bereits auf dem Konto. So werden Helden gemacht.
Da kann man sich nur patriotisch-revolutionär noch wünschen,
dass die \”um ihr Leben rennenden Russen\”, diesem ballackischen
Spuk, ein Ende bereiten. Gelle.
Gruss zamir
Nicolao Coelho: Natürlich gibt es in Deutschland Fremdenhaß. Den braucht man gar nicht wegzudiskutieren, ebenso wie die Tatsache, daß die skeptische und ablehnende Haltung der Deutschen gegenüber einem sehr großen Teil der Ausländer durchaus berechtigt ist. Wir haben uns eben nicht die Elite ins Land geholt und es ist eben auch nicht die Elite vom Bosporus die wir hier seit Jahren schon tolerieren. Solange man hier nichtmal offen die Karten auf den Tisch legt und sich von selbstauferlegter Korrektheit befreit wird sich da auch nichts ändern. Ich habe da allerdings wenig Hoffnung.
Ansonsten ist alles bereits gesagt worden.
@Roland Tichy
Sorry aber wenn ich das lese:
“Aber wenn der Markt von mir wegläuft, sollte ich mir Gedanken darüber machen, ob die Standortbedingungen noch stimmen.”
dann gehört doch wohl zu den Standortbedingungen auch angemessene salaries. Hier nur den Staat als Schuldigen für die Situation heranzuziehen, ist für mich mit Verlaub gesagt etwas naiv.
Im übrigen (ich nehme an Sie sind nie expatriate gewesen) gehören nicht nur taxes und salaries zu den Motiven ins Ausland zu gehen oder hier zu bleiben.
Und wenn Sie in einem deutschen internationalen Unternehmen arbeiten ist es ein must als Manager ins Ausland zu gehen, soll heißen: flüchten hier auch etwa die Tüchtigen?
Übrigens Thomas Straubhaar gehört auch zu den Tüchtigen die als schweizerische Migranten in HH tätig sind.
Und was generell den Standort Deutschland betrifft:
So schlecht, wie Sie ihn darstellen ist der Standort tatsächlich nicht.
Vielleicht sollten wir doch diesen uralten deutschen Ausdruck ” Auswanderer ” in die Schublade des 20 Jahrhunderts leben.
Mir scheint in der aktuellen Debatte in Deutschland ist der Begriff Globalisierung und temporäre Migration noch immer nicht angekommen.
Aber vielleicht beginnt die Generation 40+ hier neue Pfade zu legen.
P.S. Zum Thema Migration nach Deutschland : Hier gibt es noch viel zu tun. Denn trotz der von Ihnen erwähnten ” Milchkuhfunktion des Mittelstandes” scheint das Interesse der Ausländer an Deutschland immer noch groß zu sein.
Allerdings fällt in dieser Debatte bislang kein Wort zum Tabuthema:
” Fremdenhaß ”
Dies gehört auch zum Thema Standort.
Und wenn wir hier schon diskutieren, dann bitte auch alle Fakten auf den Tisch.
@Eysel: rauche, tipp: Imkerpfeife, da inhaliert man nicht, da stösst man den Rauch aus, passt irgendwie besser zu …
Rhythmus: step, step, törn around, … discuss, step, turn around …hi, hi und jetzt muss ich ins Ausland: die Türken stehen vor Wien, bevor ich’s vergesse: beim nächsten Erbgericht vorm roten Ochsen sollten wir die Tagesordnung erweitern. Top 13: Verleihung der Tichy-Towner Citizenship auf Probe an Zamir, wir können es uns angesichts der hier diskutierten Gesamtsituation nicht länger leisten, nicht auch diejenigen ordentlich zu integrieren, die etwas laut ans Stadttor pochen, oder? Und Zamir selbst, na komm, einer geht noch;-)
@ Coelho,
selbstverständlich sind die diversen “Schwellen”, ins Ausland zu gehen niedriger geworden.
Und selbstverständlich regelt das der Markt.
Allerdings:
Deutsche Gesetze sagen, im Prinzip bräuchten wir dich, aber du bist Ausländer, bleib wo du bist. Gleichzeitig heisst es in diversen Ländern, zwar bist du Ausländer, aber hochqualifiziert, also komm.
DAS ist auch eine Form von “MARKT”der das regelt!!!
Und letztlich ist es gleichgültig, ob nur für ein Jahr “ausgewandert” wird als expat oder lebenslang. Jede STUNDE PRODUKTIVITÄT im Ausland FEHLT hier.
Und bitte ignoriere nicht den oben erwähnten “Verdünnungseffekt”:
Selbst wenn 99% zurück kämen nach irgendeiner Zeit, so fehlt uns ( ausser der irgendwo verbrachten produktiven Zeit ) dann 1% eines jeden Jahrganges gerade der WICHTIGSTEN. Ich muss wohl nicht betonen, dass wohl gerade das grenzwertige Prozent entscheiden kann über Sieg oder Niederlage…. und damit sind wir beim Fussball!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
@auswanderer, @ Coelho
Im übrigen haben Sie recht: Der Markt regelt es. Aber wenn der Markt von mir wegläuft, sollte ich mir Gedanken darüber machen, ob die Standortbedingungen noch stimmen.
Ich erlebe in der politischen Diskussion, dass man sagt: Wieso, es sind doch noch 80 Mio. hier. Das ist doch sehr kurzfristig gedacht.
Der Markt regelt übrigens auch die Einwanderung: Deutschland nimmt an der Einwanderung hochqualifizierter nicht teil, wegen der Einwanderungsgesetze.
Gruß
rty
@Coelho:
Leider irrt Straubhaar, weil er die Empirie vergißt. Bitte lesen Sie die Zahlen hier auf der Site, oder lieber noch: Im Heft.
-38% verlassen D. wegen Steuern und Abgaben.
-Schnelle Zunahme der Auswanderung in den vergangenen Jahren.
-Zielländer: Österreich, Schweiz – ist das schon Globalisierung?
Und ob sie zurückkehren, kann man nicht im Elfenbeinturm zählen, sondern erst in einigen Jahren.
Und selbst wenn Migranten zurückkehren – wollen wir Sizilien? Zu Hause bleiben die ganz Jungen, und die rückkehrenden Alten?
Nein, die Tatsache, dass sich Deutschland vom Einwanderungsland zum Auswanderungsland entwickelt kann man nicht mit solchen Sprüchen wie Straubhaar abtun.
Aber wie gesagt: Die Zahlen hier sprechen für sich.
Gruß
Roland Tichy
Leben im arabischen Land III
wie bereits beschrieben wird die Auswanderung seitens der WIWO zu sehr auf die Themen Steuern und Sozialismus verengt.
Vielleicht mal zu den Nachteilen im Ausserearopaeischen Ausland>
Die Sicherheit des Lebens ist viel geringer. Es kann passieren das..
das das Gehalt auf das man meint Anspruch zu haben nicht ueberwiesen wird und man einige Kollegen beschimpfen muss bis man dann einen Haufen Bargeld erhaelt.
Das jemand nach einem Unfall nicht genug Bares in der Taasche hat um den Notarzt zu bezahlen und der Arzt nicht aktiv wird.
Das man einen Unfall mit einem Prinzen oder General hat und grundsaetzlich Schuld hat.
uvm.
Vandale
@Eysel
Lesen Sie einfach Thomas Straubhaar:
Der Auswandererbegriff den Roland Tichy hier verwendet ist ein Begriff der noch aus dem vergangene Jahrhundert stammt.
Ich habe auch zu den Auswanderern gezählt, weil ich beruflich meinen Wohnsitz von Deutschland in die USA und auch zeitweise nach Frankreich verlegt habe.
Die englische Sprache ist hier etwas präziser als die deutsche Sprache:
Ich war kein Emigrant sondern Expatriate.
In dem Zusammenhang würde es mich auch interessieren wieviele von den erwähnten deutschen Auswanderern Ihre deutsche Nationalität aufgegeben haben….
auswanderer@rtl.de beschreibt es richtig:
Migrationsbewegungen gerade von qualifizierten Kräften sind zu erwarten…
Das Herr Tichy hier provozieren will ist verständlich:
“Jetzt sind es auch die Informatiker aus München und die Ingenieure aus Aachen, die im Ausland ihr Glück suchen. Viele von ihnen haben es satt, beim Finanzamt betteln zu müssen, dass wenigstens noch ein Restbetrag vom Gehalt übrig bleibt; sie flüchten vor einer Politik, die die Leistungsträger als Melkkühe missbraucht, um sich mit den gestohlenen Mitteln das Stimmvieh des Prekariats gefügig zu halten”
Nur vergißt er dabei, dass z.B. die Unternehmen in Deutschland jahrelang qualizierte Kräfte niedriger bezahlt haben, als die vergleichbare Konkurrenz im Ausland.
Hier aber den Staat an den Pranger zu stellen, heißt letztlich auch, die Tatsache zu unterschlagen, dass wir es mit marktwirtschaftlichen Bedingungen zu tun haben.
Wenn mir Arbeitgeber A in FR oder AUS mehr bietet und die Randbedingungen mir zusagen, warum sollte ich dann nicht nach Sydney gehen und neben meinem Job dem Surfen nachgehen.
Herr Tichy vergißt auch (Generation 50 plus), das die jüngere Generation schon viel früher Auslandskontakte, sei es Schüleraustausch in Australien, seien es internship in Indien oder intership in Brasilien gemacht haben.
Interessant wäre es schon zu erfahren auf wieviel Mannmonate berufliche Auslandserfahrung Herr Tichy als Verteter der Generation 50plus kommt.
Letztlich bin ich etwas optimistischer als Herr Tichy , der hier auf das Thema supply and demand im humankapital sector nicht eingeht.
Der Markt regelt auch diese Migrationsbewegung.
Haben wir wirklich eine ‘Welle’ der auswanderung, oder ist dies im zeichen der sogenannten Globalisierung nicht ein ganz normaler Faktor. globalisierung und Migrationsbewegungen gerade von qualifizierten Kräften ist doch eher zu erwarten als überraschend. Wozu haben wir denn nicht alle Englisch gelenrt, möglichst bei native speakers …
@Nicolao Coelho,
Artikel zu dem Thema gab es in div. Medien.
Einen trash-Trend kann ich nicht erkennen.
Bitte bedenken:
1.) Der Anteil ist höher als ihr Antel an der Gesamtbevölkerung.
2.) Gleichgültig wie groß oder klein der Anteil derer ist, die nicht zurückkehrt, es ergibt sich immer über die Jahre ein Effekt, der den Anteil an der Gesamtbevölkerung relativ zu anderen Ländern vermindert. (mathematisch ganz einfach, Verdünnungsformel )
Es sei denn, die Zahl der Zuwanderer würde das kompensieren.
Dazu findet sich KEINE Aussage.
Wenn ich mir anschaue, wie restriktiv man mit der Zuwanderung Hochqualifzierter umgeht, halte ich eine ( Über-) Kompensation eher für unwahrscheinlich.