» 21.06.2008, 07:00

Flucht der Tüchtigen

Schlag nach beim Klassiker: „Diejenigen Individuen, die sich zur Auswanderung entschließen, sind die tatkräftigsten, willensstärksten, wagemutigsten …. Naturen; ganz gleich, ob sie sich wegen religiöser oder politischer Unterdrückung oder aus Erwerbsgründen zu der Wanderung entschließen. Durch die Auswanderung werden aus diesen Unterdrückten wiederum diejenigen ausgelesen, die es satt haben, sich durch Anpassung und Kriecherei im eigenen Lande am Leben zu erhalten.“

Diese irritierenden Zeilen schrieb der große Nationalökonom Werner Sombart. Damals, 1914, war Deutschland das größte Auswanderungsland der Welt; sechs Millionen Deutsche hatten die wirtschaftliche und politische Unterdrückung verlassen, um in Nord- oder Südamerika, in Australien oder Südafrika neu anzufangen. Davon sind wir heute noch weit entfernt.

Aber es sollte diese Gesellschaft alarmieren, dass die Zahl der Tüchtigen ständig steigt, die diesem Land den Rücken kehren. Ihnen ist zu verdanken, dass die Bildungspolitiker der Schweiz bereits beklagen, das Hochdeutsche verdränge an den eidgenössischen Hochschulen ihr putziges Schwyzerdütsch und an den Kliniken des Landes kehre der schnarrende Kommandoton des deutschen Gesundheitssystems ein.

In Wien kellnern und kochen die Piefkes, die lieber an der Donau arbeiten als in Berlin Stütze zu schnorren. Anfangs waren es die Menschen aus den vom Sozialismus verwüsteten Landstrichen, die aus wirtschaftlichen Gründen Republikflucht begingen. Jetzt sind es auch die Informatiker aus München und die Ingenieure aus Aachen, die im Ausland ihr Glück suchen. Viele von ihnen haben es satt, beim Finanzamt betteln zu müssen, dass wenigstens noch ein Restbetrag vom Gehalt übrig bleibt; sie flüchten vor einer Politik, die die Leistungsträger als Melkkühe missbraucht, um sich mit den gestohlenen Mitteln das Stimmvieh des Prekariats gefügig zu halten.

Auswanderung ist ein Krisensignal. Das war in den Dreißigerjahren so, und bis in die Fünfzigerjahre wurde ernsthaft die Einrichtung eines „Bundesministeriums für Auswanderungsfragen“ diskutiert. Mit dem steigenden Wohlstand wurde das hinfällig.

Noch trösten sich viele Politiker damit, dass viele der neuen Auswanderer ja auch wieder nach Hause zurückkehren möchten. Ein Blick in die Geschichte der Migration lehrt: Sie träumen davon, aber sie kommen nicht wieder. Die Flucht der Tüchtigsten ist meist endgültig.

Auch mit einem zweiten Vorurteil muss aufgeräumt werden – dass nämlich Deutschland nach wie vor ein Einwanderungsland sei. Schon in der Periode, die Werner Sombart zu Beginn des vorigen Jahrhunderts beschrieb, war Deutschland größtes Auswanderungsland und gleichzeitig, nach den USA, zweitgrößtes Einwanderungsland. Zuzügler aus Galizien, Polen und Russland füllten die Lücken der globalen Westwanderung wieder auf – jedenfalls solange das damalige Deutsche Reich vergleichsweise offen war.

Genau hier hapert es aber in der Bundesrepublik. Aus arbeitsmarktpolitischen Gründen wird der Zuzug von Fachkräften, Akademikern und Arbeitswilligen praktisch verboten oder die Arbeit untersagt. Sie sollen den zurückgebliebenen Deutschen keine Jobs wegnehmen. Der christliche Arzt aus dem Irak wird zur Untätigkeit verdammt, der Ingenieur aus dem Iran arbeitet geduldet beim Schlüsseldienst, ausländische Studenten werden nach dem Examen abgeschoben. Aus dem weltweiten Wettbewerb um die klügsten Köpfe und tüchtigsten Unternehmer haben wir uns durch eine bornierte Ausländerpolitik verabschiedet, die de facto allenfalls den Zuzug ins Sozialamt erlaubt und die Tüchtigen vergrault.

Mehr zum Thema auf wiwo.de: Warum die Leistungsträger auswandern

» 21.06.2008, 07:00

    Keine Kommentare zu “Flucht der Tüchtigen”


  1. Nicolao Coelho sagt:

    Macht hier nicht jemand Panik?
    Die Wirtschaftswoche gehört doch zu den seriösen Medien oder gibt es bereits Schnittstellen mit den Trash-Sendern und den Auswanderer-docu-soaps??? :-)
    Da ziehe ich doch die Sachlichkeit von Straubhaar vor (Schweizer Migrant in Deutschland :-) )

    Grund zur Panik gibt es aber offenbar nicht: Zwar sei der Anteil der Hochqualifizierten unter den Auswanderern leicht gestiegen und höher als ihr Anteil an der deutschen Gesamtbevölkerung, so die neueste Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, aber die meisten kehrten wieder zurück. Vier Fünftel der deutschen Wissenschaftler hielten sich weniger als ein Jahr im Ausland auf. Den Trend zur Auswanderung auf Zeit bestätigt auch HWWI-Direktor Straubhaar. Jüngere Menschen verließen Deutschland, etwas Ältere kehrten zurück. „Auswandern bedeutet heute nicht mehr wie noch vor 50 Jahren eine Lebensentscheidung ein für alle Mal, sondern eher ein Mosaikstein einer lebenslangen Mobilitätsstrategie.“ Diese neue Mobilität der Deutschen findet der Wissenschaftler, selbst Schweizer Emigrant in Hamburg, eher ermutigend als Besorgnis erregend. „Seit Jahrzehnten sagen wir den jungen Menschen, wie wichtig es ist, ins Ausland zu gehen und Erfahrungen zu sammeln. Jetzt ist die Saat aufgegangen.”

    http://www.focus.de/jobs/karriere/arbeitenimausland/auswandern-wir-sind-schon-weg_aid_219996.html

  2. Zamir Zebulovic sagt:

    Einer geht noch, fragt sich nur wer ? Da wird dem Christian ganz
    Anders und er sitzt lieber im Zug nach (N)irgendwo, gut verständlich, bei dem Aufwand, den Adlon Ernst\’l da betreibt um doch noch eine abgemagerte Pension, von nur noch 13.000 Euro,
    statt 24.000 Euro, herauszuholen, bei der Finanzkrise ind er SPD.
    Da war Gazprom-Gerdchen schon etwas cleverer, Nastrowje.
    Dass eine kurze Zeitspanne vorher schon Vergnügungs-Laurenz,
    der vermiegelte Meinhard, Ikea-Kurtchen und Ron ja, der Teleösi.
    Stösi oder Sasi, das konnte \”Obermann-Ziehvater\” Klausi, nicht davon abbringen, ein Konto bei der Bankvon Liechtenstein zu eröffnen. Inzwischen hatte auch Heinrich seinen Siemens-Wagen
    total zerbrochen und Landesbanken-Erwin legte zusammen mit
    Sachsen-Schorschl, der tapferen Ingrid mit dem emanzipierten
    Doppelnamen, ihren Rücktritt nahe, obwohl Ingrid, ihr SPD-finanziertes Jurastudium, hier hätte sehr gut anwenden können.
    So trifft sich diese Verworrenheits-Clique alljährlich auf dem Bilderberg und hält Weltverbesserungs-Seminare ab, für einwanderungswillige, ältere Sofort-Renten-Bezieher. Der Schenk-
    Kreis hat sich geschlossen.
    Gruss Zamir

  3. Zamir Zebulovic sagt:

    Das Zeitalter der Völkerwanderer erfindet sich täglich neu. Lass\\\’ ich den Einen ziehen, drängt schon der Nächste …
    Die \\\”Zurückgebliebenen\\\” halten unsere 80-Millionen-Multi-Kulti-Truppe im Zaum. So globalisieren wir um die ganze Welt und suchen den schönsten Ort zum Verweilen, bis die alten, deutschen
    Probleme auch dort (hier) angekommen sind ?! Menschliche Grundwerte und Voraussetzungen zu einer liebenswürdigen Zukunft,
    die Perspektiven für kommende Generationen, erlauben nicht die
    einfache Flucht durch die Vordertür. Hier und heute, jetzt und gleich,
    wieviel Wissen, Können und geistige Verantwortung müssen wir noch
    sammeln, um eine gerechte und vernünftige Gesellschaft zu erfinden. Die Erfahrung von Jahrtausenden nutzt noch immer nichts
    und der Urmensch sucht schon seine verwertbaren Vorteile in
    der getrennten Müllablage. Den Alten geht\\\’s zu gut und die Jungen
    haben nicht den Mut. Erkenntnis kommt oft sehr spät, aber Hauptsache, sie kommt überhaupt. Das Volk der Dichter und Denker
    hat es sich bequem gemacht und diskutiert sich in Trance.
    Gruss Zamir

  4. Eysel sagt:

    @Klassensprecher, et all

    “Sitzt Du noch, oder packst du schon?”

    und

    “Ich verhalte mich sozial,
    und rauche weiter …”

  5. Klassensprecher sagt:

    @Eysel: wie wär’s mit dem Anti-Blumenkohl-Raucher-Pakt, was das Schwarzmalen betrifft, keine Bange: sieht mehr schwarz-weiss aus ;-)

  6. Eysel sagt:

    @openmind,
    gefällt mir die Frage. Junge Menschen im ( gesunden ) Glauben an ihre “Allmacht” haben die Bindungen von denen Du sprichst noch nicht so stark, brauchen sie nicht so sehr, lehnen sie sogar (aus Gründen der Adolezenz) ab. Ist prinzipiell auch gut so. Sie müssen tendenziell an die Brennpunkte des Geschehens, des Neuen, den “Wilden Westen”, gehen, der heute in China u. Idien usw. liegt. Und genau DIESE BRENNPUNKTE haben wir – den MACHERN – nicht zu bieten. Zurück bleiben die Bewahrenden Mentalitäten. //
    Nach dem Examen ( ende 70er ) hätte ich leicht ein postdoc in Australien machen können. Hab ich nicht, weil frisch verliebt. Inzwischen lange geschieden. Die Story kennend meinte neulich ein Freund, als wir über “Lebensläufe”sprachen: Hättest Du das gemacht, aus dir wär` “richtig” was geworden. Du wärst garantiert nicht zurück gekommen. D ist und war zu “eng” für dich.

  7. Hibiscus sagt:

    @Überzeichner, sie meinen wohl Sprayen mit dem C-Rohr..

  8. Eysel sagt:

    @Hibiscus,
    wahrlich blühende Phantasie, was meine Gesundheit angeht, scheinen sie ja zu haben …. Mag sein, dass ich überzeichne, hoffentlich kann ich nur sagen! Damals hiess es auch vielfach: Der braune Spuk geht vorbei. Viele haben diese Hoffnung mit dem Leben bezahlt.
    @ TichyFan,
    genau beobachtet! Die Sprache ändert sich! Z.B.: Was haben wir nicht alles für “Pakte”. Kannte ich ( eigentlich) nur im Zusammenhang mit “Warschauer Pakt”. Kleine Zeichen nur, Symptome, die man nicht übersehen sollte. Und ich hoffe, dass ich ein Schwarzmaler bin!

  9. openmind sagt:

    Ich gebe es durchaus zu, dass ich schon sehr beeindruckt bin, dass man mitten im Leben noch mal Ruder ändern, Sicherheiten aufgeben und etwas Anderes angehen kann. Glücklicherweise (!) scheint unsere Gesellschaft zunehmend reif, auch diese Lebensoffenheit zu würdigen und als Desiderat zu medialisieren (ich denke da an die vielen Auswanderer-Formate im Fernsehen). Aber was sagt die Auswanderungswilligkeit eigentlich aus über die, die auswandern? Sind es tatsächlich die schlechten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen (sind es denn tatsächlich solche?) im Inland, die die Akademiker und Fachkräfte wegziehen lassen? Warum halten sie sozialen Netzwerke, Familien, Kontakte, Verpflichtungen, Freundschaften etc. diese nicht im Land? Sicher, die Wege sind kürzer geworden in einer globalisierten Welt. Und man/frau mag sich mit Besuchen trösten. Aber warum funktionieren diese Strukturen nicht mehr, wo ist die Verbundenheit zu den sozialen, familiären Netzwerken geblieben? Wo sind die, die sagen: bis ich dahin gekommen bin, wo ich bin (was mir das erfolgreiche Auswandern ja erst ermöglich) haben viele für mich gerade gestanden, mir auf den Weg geholfen, die lasse ich nicht im Stich, vielleicht kommt die Gelegenheit, bei der ich etwas zurückgeben kann? Das betrifft Freunde, Familie, Wegbegleiter in Schule, Ausbildung, Studium und Berufsanfängen. Legen wir den Finger nicht vielleicht in die ganz falsche Wunde bei dieser Diskussion?

  10. PCIIA sagt:

    Fasst hätte ich gefragt, ob Blumenkohl antörnt, wenn man ihn raucht … ;-)

  11. Klassensprecher sagt:

    Hansi F.\\\’s Botschaft an alle Rüben in Tichy-Town

    Ein junger wilder Zamir
    floh hurtig nach Berlin
    dort sagte er: da sa mir,
    von Pirmasens hierhin!

    Refrain:
    nur wenn du die Nachtigall hörst
    den SingSang der Tüchtigen störst
    versäum\\\’ nicht der Holzeule klopfen
    verwirr uns mit Ochlokratie
    müssen Adler die Fröschlein stopfen
    im Namen der Demokratie, im Namen der Demokratie

    Dem Bund war er entronnen
    die Venen wurden weit
    das hat\\\’ er schlau ersonnen
    mei, is\\\’ der Bursch\\\’ gescheit, mei is\\\’ der Bursch gescheit.

    Refrain…
    heut\\\’ ist er Oberstudienrat
    am Gym in Tichy-Town
    bereit zu mancher wilden Tat
    ein Rest vom alten Clown? ein Rest vom alten Clown.

    Refrain…
    \\\”Who cares\\\” sagt er sich \\\”jetzt geht\\\’s los\\\”
    haut donnernd auf Ti\\\’s Tisch
    mit List ersann er höchst famos
    den bösen Geiserich, den bösen Geiserich.

    Refrain…
    Die Geissel Roms und ihre Gang
    zog tapfer gegen\\\’s Reich
    dies reagiert mit Faxen-Peng
    schon wird die Lerche weich, schon wird die Lerche weich.

    Refrain…
    das End\\\’ vom Lied fürs erste ist
    fürs Volk in Tichy-Town
    Zamir verfehlt die Klagefrist
    muss in die Röhre schau\\\’n, muss in die Röhre schaun\\\’n.

    Refrain…
    Ob Billy. Whitney, Dr. King
    ob PC oder Eysel
    im Tichy-Towner Forums Ring
    beim Angriff macht\\\’ \\\’nen Kreisel, bei Angriff macht\\\’ \\\’nen Kreisel.

    Refrain…
    und wie im richt\\\’gen Leben ists
    so auch in Tichy-Town
    den Zamir Zebolusovics
    übernehmen unsre Frau\\\’n, ihn tüchtig tun verhaun

    Refrain…
    Wir Männer haben straff zu tun
    wir müssen debattieren,
    ob Telekom-Ei oder Huhn
    Hauptsache mit Manieren, Hauptsache mit Manieren.

    Refrain…
    Des Göttervaters Auge ruht
    mit sehr viel Wohlgefallen
    zieht\\\’s nächste Thema aus dem Hut
    es lässt die Ohren knallen, es lässt die Ohren knallen.

    Refrain..
    so leben wir in Tichy-Town
    in Angst vor den Eliten
    doch bauen erstmal keine Mauer
    vereinfacht das vermieten, vereinfacht das vermieten.

    Und schräg von oben lächelt nüchtern
    der olle Papa Ka
    na ei verbibsch entfährt\\\’ ihm schüchtern
    die sind noch alle da, die sind noch alle da.

    Ja wenn\\\’s drauf ankütt kämpfen wir
    für unser aller Freisein
    Big Brother ziehen Grenzen wir
    da woll\\\’n wir all dabeisein, da woll\\\’n wir all dabeisein.

    und wenn sie nicht gestorben sind
    so zwitschern sie noch heute
    mit Herz und Him, mit Frau und Kind
    für Haamit Land und Leute, für Haamit, Land und Leute.

    Refrain..

  12. TichyFan sagt:

    @Eysel Braindrain:
    Eben, wir hatten ja schon mal ne Elite, die sich als gesellschaftliche Gruppe leicht fassen liess. Ein Grossteil der Überlebenden ist nicht zufällig in der Nation zu finden, die als einzige noch eine Supermacht ist.

    Volksgerichtshof? Ist vielleicht nicht so weit weg. Natürlich nicht als plumpe Institution. Ich erinnere an einige Vokabeln, die am Morgen der TV-gerechten Razzia beim Postmann von SPD-Bonzen zu hören waren (“Abschaum der Gesellschaft”…).

  13. Hibiscus sagt:

    Mensch, Eysel, trauen Sie sich denn überhaupt noch auf die Strasse?
    Was Sie so manchmal von sich geben berührt zwar niemandes Ehre, aber in Gesellschaft eines Diskutanten zu sein, der andauerend zusammenzuckt, sich argwöhnisch rumdreht, rein prophylaktisch side-steps macht und vorsichtshalber mal laut um Hilfe ruft, denn er könnte sich ja vor seinem eigenen Schatten erschrecken… bei aller ansonsten vorhandenen Sympathie fragt man sich doch gelegentlich: brauch der Mann Hilfe? und welche würde er akzeptieren?

  14. Eysel sagt:

    Die Schritte sind nur klein von political correctness, über Deutungshoheit, Gleichschaltung von staatstragenden Medien, Diskreditierung, Diffamierung zu Denunziantentum hin.
    Im frühen Millelalter waren es die roten Haare, die den unwiderlegbaren Beweis lieferten, Hexe zu sein, heute reicht
    den “staatstragenden Kräften” als Evidenz die Einkommensteuererklärung oder der Hochschulabschluss summa cum aus. So einfach ist das Spiel. “DUCK and COVER” (kennt das jemand noch???)

  15. umverteiler sagt:

    Wartet nur ab, Ihr Eysels dieser Blogs, die Gleichschaltung folgt demnächst mittels Denunziantentum.

    Viele sind zu alt an Jahren für die schulische und universitäre Indoktrination durch die Alt-68er als Pädagogen, und noch ein paar andere sind intellektuell genug, um die seit Jahrzehnten durchs GEZ-finanzierte Staatsfernsehen verbreitete Meinungsmache zu durchschauen.

    Wer die bärtigen Partei-Polit-Köpfe kennt, die anderen empfehlen, sich zu rasieren und zu waschen, um an einen Job zu kommen, der weiß, dass in den von diesen Personen angeführten Rundfunkräten, die Milliarden an erpreßten Gebührengeldern verwalten, allerhöchstens die Ihresgleichen-mit-Pöstchen-im Staastfunk-Versorger, also die Angepaßten, reüssieren und ihre “Anstalten” zu “höfischer, staatstragender Berichterstattung” vergattern. Politisch unkorrekte Sätze wie die von Herrn Tichy führen bei jedem “vom Staatsfunk bezahlten” Journalisten zum sofortigen Rausschmiss, deswegen hört man sie auch nicht.

    Doch jetzt zurück zum “Denunziantentum” und damit zur Titelseite des Online-Auftritts von http://www.wiwo.de, wer hindert einen “Gegen die Schwätzer”, Andersdenkende und nicht dem herrschenden Gutemenschentum Anhängende mittels anonymer Anzeige beim LKA und anderen interessierten Stellen (z.B. Finanzverwaltungen) anonym anzuschwärzen und somit mundtot zu machen ?

    Offenbar sind wir schon 60 Jahre nach dem letzten Tausendjährigen Reich und seinen Blockwarten (heute wären es Blogwarte) und keine 20 Jahre nach dem Ende der 2. Deutschen Denunzianten Republik soweit, dass man seine unliebsamen Zeitgenossen anonym anschwärzen darf zum Zwecke eines höheren Guts wie z.B. “Verteilungsgrechtigkeit” oder “Steuermoral”.

    Schäuble legt die Grundlagen dafür, dass wir heute mit wenig Aufwand feststellen können, wer Herr Eysel wirklich ist, dank Vorratsdatenspeicherung. Im Zweifel gilt, das gesprochen Wort ist vor der “Gedankenpolizei” sicherer als das im Forum geschriebene Wort.

  16. Eysel sagt:

    Noch`n Zynismus:
    Hatten wir nicht schon mal `nen brain-drain?
    Wie war das damals in den 30ern, so um die “Machtergreifung” herum???
    N O C H haben wir keinen “Volksgerichtshof”.

  17. Parisienne sagt:

    Ich sitze auch schon auf gepackten Koffern. Ich denke, aber man muss das ganze europäische Festland verlassen. Ich bin gerade in Frankreich und das ist auch nicht besser….sobald ich kann, gehe ich nach London….

  18. Eysel sagt:

    Darf man hier träumen?
    Stelle mir gerade einen “zynischen Sternmarsch” auf Berlin vor:
    Massenweise Spruchbänder mit Parolen wie:
    “Billige Butter für fette verhungernde Kinder”,
    “Zweiturlaub für Lehrer”,
    “Schont den Wald. Umweltsteuer auf Klopapier”,
    ” Schafft Arbeitsplätze. Mehr Bürokratie!”,
    ” Wer Geld verdient ist ein Volksfeind”,
    .
    .
    .
    Bitte ergänzen…

  19. Conny Frenzel sagt:

    Wenn das nur alles wäre! Diejenigen von uns die bleiben, werden mundtod gemacht. Wer regelmäßig Gehalt bezieht und sich über die hohen Abgaben beklagt gilt als unsoziales kapitalistisches Arschloch, ohne Gemeinschaftssinn. Das uns die Schweizer nicht mögen schmerzt, dennoch bin ich mittlerweile soweit lieber in der Schweiz nicht gemocht zu werden als in Deutschland gejagt.

  20. Zamir Zebulovic sagt:

    Mehr Freiheit und Rumgelaber ohne Effizienz geht sowieso nicht;
    Deutschland, Paradies der maroden Hirnschichten und Immer besser
    Wisser. Marschmusik und Fußball, die Bratwurst unterm Arm, da wird\’s einem so richtig warm.
    Gruss Zamir

  21. Eysel sagt:

    Das Thema Emigration betrifft nicht “nur” die physische Emigration der Steuer u. Abgaben wegen. Wie verträgt sich der Begriff “Freiheit” mit dem hiesigen Meinungs-Terror der Mittelmässigen ( wenns denn hoch kommt ) mit täglich bundesweit ausgestrahltem + gedrucktem Gesinnungsterror offensichtlicher oder subversiv manipulativer Art ??? Das im Grunde fast HEISSERE Theme lautet “innere Emmigration” von nicht Mittelmässigen! Wer legt schon noch den Finger in Wunden, wenn er sofort freihändig unter dem Gejohle des Plebs ( nicht! Prekariat ) ZERRISSEN wird? Stellt sich selbst dermassen an den mittelalterlichen Pranger? Man muss aufpassen, wo man seine Meinung äussert. Selbst ein Bundespräsident ( selbst wenn er sich seiner Wahl sicher sein kann ) formuliert schon “codiert”.

  22. HPKHN sagt:

    Oh ja, da haben sich viele Kommentatoren in die tollsten Überlegungen ergangen.
    Herr Tichy, sie haben mit diesem Artikel voll ins Schwarze getroffen. Es ist jedoch nicht nur Wien oder die Schweiz. Schauen sie sich die Pendlerbilanz nach Luxembourg an! Alle diese Leute, vom Handwerker über Pflegekräfte bis zu Banker haben -bewußt oder unbewußt- erkannt: Grenzkosten zu hoch, teilweise stilllegen geht nicht, also zumindest arbeitsmäßig auswandern.

  23. Eysel sagt:

    was hier passiert ist charakteristisch für so manche Diskussion hierzulande. Eine Clique lautstarker Dummschwätzer zieht mit abstrusem Zeug das Niveau auf den Fußboden, oder ins Idiotische, oder gebärdet sich als eine Gruppe von Diven, mobbt auf Teufel komm heraus und verhindert so jedes produktive Gespräch. Obstruktion oder Nivellierung auf niedrigstem Niveau. Resignation, Emigration der “nicht ganz so Dummschwätzer”. Beobachte identische Struktur gleichzeitig, identisch in einem anderem Forum. OCHLOKRATIE !

  24. Zamir Zebulovic sagt:

    Wer die Nachtigall stört …
    Gruss Zamir

  25. Eysel sagt:

    Das war ne klare Ansage.

  26. Dr.King sagt:

    I had a dream, that Schwätzer-Verächter, silence-Krakeeler, slave and vandale attack the Tichy-Town forum …study the structure and fight as you never fighted before …fariaho
    aus dem Fegefeuer- Euer Dr.K.

  27. Tennessee sagt:

    @PCIIA, sorry, das Türken-Spiel ist am Mittwoch, bin halt meiner Zeit ein klein wenig voraus, habe aber die Sache schon sehr viel besser im Griff als 1948/49, oder? damals waren\’s 9 Monate. ;-)
    Prediger 3,2
    @steuermann und slave: äh,… wo sind die denn die Mädels in der Wüste, am Kochtopf beim Garen des Aga-Fröschlein(kann sich nur eine aussterbende Zwergrasse dort handeln, vielleicht eine philipinische Vermendelung) auf dem Kanape, bei Turban stopfen oder bei Bobby McGee, singing: Freedom’s just another word for nothing say to Scheich, nothing, but a little …oder.. Oh lord won’t you buy me a mercedes benz, my friends, all have Porsches with driver’nd TV, my freedom I’ve lost zwar, with Bobby McGee, but the Schwätzer are gone all and silence with thee…Oh try…, hilfe, rushdie hat gerade angerufen, die nächste Klage droht, könnte auch ‘n Airbus sein oder’n weckergesteuertes Etwas in der Plastikguck.. Ruhe jetzt – das muss reichen, mehr Bauerntheater geht nicht.
    T

  28. steuermann sagt:

    zu Slave und das beste an den saudi-arabischen Ländern: “keine Frauen hinterm steuer”

  29. Tennessee sagt:

    na da schau her eine echter Pferdeflüsterer namens \”silence\” popt up und nennt die Gesellschaft der Tichy-Towner vorm roten Ochsen Krakeeler. Um es mal in der Sprache der Fussballer zu sagen: Was erlauben Strunz? Am Biertisch musst du nicht sitzen, wenn irgendetwas deinem feinen Ohr nicht behagt. Die Loge ist leider besetzt, PCIIA und Konstantin verhandeln gerade den Frieden von Deutschneudorf, das erste Pfeifchen ist geraucht, PCIIA ist schon wieder aus der Kabine und Konstantin verhandelt noch mit Theo Zwanziger über die Prämien, dem Vernehmen nach soll der Preis für Silentium eine Rucksack-Tour nach Martinique sein. Des Göttervaters Daumen ist aber noch nicht oben. Der haste-nich-geseh\’n-gegen-die-Schwätzer-Intellektuelle mit den roten Socken hat als Plan B für den Fall seines Scheiterns heimlich die Ausreise beantragt, so CIA. Das ganze habe ich an Commodus delegiert, er prüft noch den Zuckergehalt von des Puddings anoym Geschwätzem. Die 11 Deutschen, die derzeit eine Rundreise durch die Alpen(Österreich/Schweiz) unternehmen(es sollen zwei Polen mit deutschem Pass darunter sein) und deren Aufgabe heute abend darin besteht, die Türken vor Wien aufzuhalten, lassen alle schön grüssen, Hansi F. hat Gerüchten zufolge dem Klassensprecherjetzt wissen Sie alle, der hat nur einen Grund gesucht zur EM zu exmatrikulieren)die Losung mit auf den Weg zurück nach Tichy-Town gegeben: Dieser Weg wird kein leichter sein, Herr Eysel, bitte schon mal heimlich üben, statt über jedes Stöckchen zu springen, welches diese silenciierenden Schwätzer-Verächter kackern
    @PCIIA. mit Verlaub: die heißen heute Ballack, Schweini, Poldi und
    Toni Turek
    @ rty – wenn die Klage da ist, bitte kurze Info – da möchte ich dabei sein – einer muss ja hinterher das offizielle Gedicht machen – das Stadion ist sicher ausverkauft und ganz sicher regnet\’s nach dem Spiel
    @ everybody in Tichy-Town, Originals and aborigines: Long live Toranaga-San! Hope of deliverance, from the silence that surrounds us..:-) …
    Gruss T – mein Kätzchen ruft

  30. Vandale sagt:

    Leben in einem arabischem Land Teil 2

    Ich denke Herr Tichy verengt seine Betrachtung viel zu sehr auf Steuern und Abgaben an den Staat. Insgesamt betrachtet ist D ein sehr unfreies Land. Auch z.B. im Iran der in der D Presse als Boesewicht hinhalten muss gibt es im Privatleben im Iran eher mehr Freiheit als in D.

    Ich erwaehnte bereits die Einmischung des Staates in Familienangelegenheiten die ein Familienleben in D kaum moeglich erscheinen laesst.

    Die Selbstzensur unseres Volkes. Wenn jemand gegen den gesellschaftlichen Konsens spricht oder handelt wird derjenige von den Mitbewohnern ausgegrenzt.

    oder viele kleine Dinge wie…

    1000 Vorschriften und 5 Tonnen im Umgang mit dem Muell

    Kleinliche Auslegung der Verkehrsregeln

    Horrender Aufwand um einen Fuehrerschein fuers Auto zu bekommen.

    GEZ Fernsehsteuer, Kaminkehrerzwang

    Vandale

  31. RandomName sagt:

    @umverteiler: Ihrer schönen Auflistung demokratischer Ungeheuerlichkeiten möchte ich ein Beispiel hinzufügen. Jüngst las ich folgendes in einem Blog:

    \\\”Democracy –pure democracy– is gang rape. You got seven guys and one girl. They wanna have sex and she doesn’t. Now, all take a vote. Not only do they get to rape her. If she refuses –in a pure democracy– they’ll say: “Hey you broke the law, now you are a criminal!”\\\”

  32. PCIIA sagt:

    Werter Herr Tichy,

    nicht dass Sie mich falsch verstehen, negativ war das gar nicht gemeint. Sie wissen ja, Allegorien mag ich. Um im Bild des Fußballs zu bleiben, dass manchem in unserem Lande ja besser einleuchtet, als die Gesetze der Wirtschaft, des internationalen Wettbewerbs oder meinetwegen der Globalisierung:

    Es mag ja sein, dass wir Portugal 3:2 geschlagen haben. Und? Deswegen war die Abwehr trotzdem mau, bzw. verbesserungswürdig. Wir wollen Europa-Meister oder Export-Weltmeister werden? Gute Einstellung, Schwächen ausmerzen, Stärken trainieren, dann putzen wir sie alle weg. Gehen wir gut trainiert, bestens aufgestellt und mit breiter Brust ins Match.

    Vor dem Hintergrund erscheinen mir manche „Argumentationen“ auch politisch widersinnig. Selbst wenn unsere Abwehr, z.B. unser Gesundheitssystem, besser als das der USA wäre, was sagt das? Singapur könnte ja auch der Maßstab sein. Es kann auch sein, dass die Abwehr der Ungarn besser ist als die der Weißrussen. Who cares? Mess with the best, forget about the rest.

    Sind Sie sich eigentlich so sicher, ob Kassandra bei einer Wahl wirklich so chancenlos wäre? Wenn man den Bürgern schlüssig und glaubhaft erklären kann: Passt mal auf, so und nicht anders, so hart es auch sein mag, läuft das Spiel, sonst gewinnen wir künftig keinen Blumentopf mehr, würde das Volk der Dichter und Denker, von Beckenbauer, Müller und Netzer, das wirklich nicht verstehen und honorieren?

    Wirtschaftswunder is coming home, is coming …

    Na kommt schon, denen hauen wir die Hütte voll ;-)
    PCIIA

  33. vandale sagt:

    Ich lebe seit einiger Zeit in einem arabischem Land… Positiv ist..

    Man hat hier viel mehr Freiheit. Politisch ist das aehnlich wie in der gelenkten Demokratie D. Im privaten Bereich ist die Freiheit viel groesser. Fuer Auslaender gibt es keinen Sozialversicherungszwang, die Steuer ist unproblematisch…

    Im Gegensatz zu Deutschland stehen Familien hoch im Kurs.
    Waehrend sich in D der Staat massiv in Familienangelegenheiten einmischt um seine radikalfeministischen Vorstellungen der dominanten, erwerbstaetigen Frau die, falls Kinder sein muessen, diese dem Staat zur Verwahrung ueberlaesst, mischt sich hier der Staat nicht in Familienangelegenheiten ein.

    Es gibt keine Oekoreligion das heisst man kann Kilometerweit in die Wueste blicken ohne haessliche, umweltbelastende Windmuehlen oder Solaranlagen erblicken zu muessen. Zum Ausgleich kostet einmal volltanken selbst bei einem grossen Auto weniger als 10 Euro. Wenn die Leute den Motor waehrend eines Restaurantbesuchs laufen lassen ist das auch o.k.

    Vandale

  34. Eysel sagt:

    Kennt irgendjemand noch das alte Zivilcourrage Kennedy Zitat?

    “Frag nicht, was dein Land für dich tun kann.
    Frag, was du für dein Land tun kannst”.

    Das scheint verdammt ausser Mode!

  35. Eysel sagt:

    Es braucht – um aus der beschriebenen Misere heraus zu kommen – einem Mann/Frau, der/die einerseits genügend Führungsstärke, andererseits genügend Intellectualität besitzt. Oder ein Duo, das diese Eigenschaften mitbringt. Weit und breit sehe ich so eine Person oder Duo nicht. Die Parteiendemokratie unseres Schlages VERHINDERT geradezu das Emporkommen “kantiger” oder und elitärer Typen. Eher wird aus der Mitte des Pöbels ( siehe nocheinmal Plato ) ein neuer Tyrann gewählt der “tolle Sachen” verspricht. Der “Rattenfänger”. Hatten wir doch schonmal, anno `33.
    Falls ich mit diesem Gedanken recht habe, schreibe ich mich gerade selber ins KZ.

  36. Eysel sagt:

    @ Silence,
    wo “Gegen die Schwätzer” A r g u m e n t e gebracht hat,
    das ist mir wohl entgangen. Ich lese “volksübliche” Platitüden, billige Klischees aus der Gleichmacherei- Mottenkiste, unverholene Drohung. Wenn er irgendeine Macht über mich hätte, wäre es Nötigung. Das entspricht ganz sicher nicht den Vorstellungen Voltaires: “Mein Herr, ich bin zwar ganz und gar nicht Ihrer Meinung, aber ich würde mein Leben geben, damit sie die Ihre äussern dürfen.”
    UNDEMOKRATISCH ist es, dem plärrenden Prekariat die DEUTUNGSHOHEIT über Alles und Jedes zu überlassen.
    Leider ist es in diese Richtung – mit der bedauernswerten Unterstützung eines Grossteils der Politik – schon verdammt weit gekommen. Es braucht inzwischen schon MUT, sich GEGEN diese “Leute” zu stellen. Schlimm genug!

    Es gibt viel zu wenige Tichys!!!

  37. Roland Tichy sagt:

    @PCIIA
    wir sind uns natürlich einig, dass wir auf hohem Niveau jammern, wenn man die Lage im Rest der Welt vergleicht.
    Ich sorge mich auch manchmal, ob das nicht zu negativ daher kommt.
    Andererseits bin ich in Sorge, wenn ich mir die Bewegungsrichtung anschaue, in die unser Gemeinwesen geht. Die rücksichtslose Ausbeutung der Steuer- und Beitragszahler, die Zukunfts- und Realitätsferne, die Wahrnehmungsverweigerung in der Berliner Politik und in einem großen Teil der Medien; auch die offenkundige Wut vieler Menschen im Land.
    Was tun? Kassandra wird jedenfalls nicht gewählt.

    Gruß
    roland tichy

  38. PCIIA sagt:

    New Frontiers and open Boarders

    Sie haben in Ihrer Analyse der Lage sicherlich in vielen, wenn nicht allen Belangen, Recht Herr Tichy. Auch ist Ihr Mut hervorzuheben, die Dinge offen beim Namen zu nennen und den politisch Handelnden den Spiegel im großen Chaos zu Berlin vorzuhalten. Kein Standpunkt, keine Zielvorstellung, entsprechend keine Richtung ist zu erkennen.

    Genau genommen, haben wir zwei Probleme (bzw. bei dem Thema Anzeichen dafür) auf zwei Seiten der gleichen Medaille. Zum einen ziehen die Tüchtigen weg, zum anderen ziehen wir nur sehr wenige Tüchtige an. Unser Produkt „Leben und Lebensfreude in Deutschland“ verkauft sich schlecht. Allenfalls zieht noch das Sozialsystem Schutzsuchende an. Was könnten wir also tun?

    Wir haben ja durchaus einige Pfunde, die wir im Wettbewerb um Spitzenkräfte herausstellen könnten. Von Kultur, über Infra-Struktur, Rechtssicherheit, Klima über … bis hin zur geopolitischen Lage.

    Wie sehen unsere politischen Werbemaßnahmen im internationalen Wettbewerb aus? Erbschaftssteuer, deren Erhebung fast so viel wie das Aufkommen kostet? Fast komplett staatlich organisiertes Hochschulwesen? Umverteilungsapparate? Bürokratie?

    Zur Erinnerung: Das Label „Made in Germany“ wurde uns einst aufgezwungen, um den Herkunftsort unserer Produkte zu deklarieren. Wie es dann kam, hatten sich die Briten sicher anders vorgestellt.

    Im Zeichen der EM könnten wir uns ja auch mal fragen, was Klinsmann und Löw verändert haben. Wie kommt’s, dass wir plötzlich ab und an auch in Schönheit gewinnen? Könnte es an einer neuen Philosophie, deren Umsetzung mit modernen Methoden und einer selbstbewussten Einstellung einhergehen? Ist der Erfolg Zufall, Glück, oder hat er eine innere Struktur?

    Einigkeit und Recht und Freiheit?

    Zeit, dass sich was dreht, oder?
    PCIIA

  39. Silence sagt:

    Zu \\\”Gegen die Schwätzer\\\”. Also Herr Tichy lässt mit seiner impliziten Forderung nach Einschränkung demokratischer Rechte des sogenannten Prekariats sicher verfassungsfeindliche Züge erkennen – nur: das ist nicht verboten. Solange er sich nicht mit anderen zusammenschließt und mit Gewaltdrohung agiert, gibts kein Problem. Die Krakeeler hier, die nichtr in der Lage sind auch nur auf ein einziges ihrer Argumente einzugehen, wird der Staatsanwalt kaum als Organisation begreifen. Sie könntens freilich mit \\\”Volksverhetzung\\\” probieren: \\\”Prekariat als Stimmvieh\\\” klare Beleidigung, Problem: ist das Prekariat eine Gruppe? – wenn man Herrn Tichy nachweisen könnte (z.B. durch frührere Äusserungen), dass er eine klare Abgrenzung des Prekariats geliefert hat, könnte es gehen. Sie müssen sich natürlich nicht \\\”outen\\\”, falls Sie aus dem Umfeld des Herrn Tichy stammen, ists sicher auch besser. Anonyme Anzeigen sind kein Problem (nur schriftlich).Allerdings bekommen sie dann den Ausgang nicht mit, wär ja schade. Übrigen sit wirklich beschämend, dass hier keiner die Argumente von \\\”gegen die Schwätzer\\\” widerlegen kann – ich kanns leider auch nicht.

  40. Slave sagt:

    Weiter So Herr Tichy! Endlich jemand der es schreibt. Bringen Sie dbitte mehr über das Auswandern und leben im Ausland. Ich arbeite bei einem DAX Konzern und hoffe dass er seinen Sitz bald nach Dubai, Singapur, Thailand, Schweiz, o.ä. verlegt. Dann bin ich sofort mit dabei und weg.
    5 Jahre Arbeit in Dubai mit NULL Abgaben sind nämlich soviel wert wie 20 Jahre Arbeit+”gemolken werden” in Deutschland. Das Mass ist absolut voll! Dieser Abzock- und Verschwendungsstaat ist nicht mehr zu stoppen

  41. Eysel sagt:

    Zu “nasowas”:
    Was ich so zwischen den Zeilen lese:
    Die Gleichsetzung: Neoliberal – Elite.
    Und da “neoliberal” üblicherweise ja schon recht diskriminierend gebraucht wird, erfährt “Elite” diese Abwertung gleichzeitig.

    Deutschland, das Land der Dichter und Denker???

    Wer hats gesagt?
    Früher war Deutschland Schwarz-Rot-Gold.
    Heute Schwarz-Rot-G E L B , die Farbe des Neides.
    Ein Maler wars.
    Hat es noch eines Beweises bedurft?

    Gedanken, die nicht dem Konsens der Mehrheit entsprechen werden schon DIFFAMIERT + BEDROHT, Eliten mindestens diskreditiert.
    Nächste Eskalationsstufe: Diffamierung, dann Bedohung.
    Wenn das kein TERROR von Links ist!
    Aber “angeblich” gibt es den ja garnicht.
    War es eine Zeitungsente, die von der Berliner Aktion berichtete:
    Vernichtet die Deutschland Fahne. ( oder so ähnlich )???

    Langsam fällt es wirklich schwer,
    auf die ( linke ? ! ? ! ? ) Mehrheit in diesem Land stolz zu sein.

  42. Roland Tichy sagt:

    @Gegen die Hetzer:

    Bemerkenswert, dass Sie sich hinter einem Pseudonym verbergen. Aber Ihren Namen werde ich ja dann der Anzeige entnehmen können.

    Wie auch immer: Richtig ist, dass die Redaktion die presserechtliche Verantwortung trägt und im übrigen dafür sorgt, dass links- und rechtsradikale Beiträge nicht erscheinen.

    Richtig ist auch, dass dies noch bei keinem Beitrag in meinem Blogg notwendig war.
    Die Beiträge von Herrn Eysel mögen Ihnen nicht behagen – sie beinhalten nicht den SChimmer von Verfassungsfeindlichkeit.

    Im Gegenteil.
    Ih freue mich über die Diskussion.

    Roland Tichy

  43. nasowas sagt:

    nasowas an die gegen die schwätzer: was soll das. herr tichy trägt nicht die verantwortung. und ich gebe ihnen in fast allen punkten recht. aber und das gebe ich zu bedenken. “wollen sie wirklich zensur im internet” ich nicht!!! ich würde gerne wissen, was in den hirnen dieser neoliberalen “eliten” tatsächlich gedacht wird. und herr tich (den ich mag) provoziert das raus.

  44. Toranaga sagt:

    Ruhig Blut, unser aller Eysel..

  45. WhitneyHouston sagt:

    Rain in may – halleluja …aar tii wei – don\’t really care …

  46. Eysel sagt:

    Ich wiederhole mich.
    Trotzdem:
    … Tyrannis – Aristokratie – Demokratie – Ochlokratie – Tyrannis – Ar … Schlag nach bei Plato.

  47. Billy Joel sagt:

    Don\’t go changin\’ in times of trouble…stay just the way you are

  48. Eysel sagt:

    @ Gegen die Schwätzer,
    H O L L A !
    Während des dunklen Mittelalters “zeigte” man dem die Folterwerkzeuge, der nicht dem Teufel abschwören wollte, sich nicht dem herrschenden DOGMA unterordnen und dann verbrannte man ihn, nachdem man ihn – als GNADE – vorher erwürgt hatte.
    Heute diffamiert man mit seinem alias, “droht” man mit Grundgesetz. ( Wohl eher meinend die “politisch korrekte Sprachregelung” oder die mehrheitliche Meinung der “no-brainer” als wirklich das Grundgesetz. )
    Naiv, wer die Ähnlichkeit der Stuktur nicht erkennt.
    Würde mich wirklich freuen, wenn “der Herr” das überprüfen liesse.
    Wovon ich nicht glaube, dass er das tun wird, denn ich vermute ihn aus der Fraktion kommend, die nach dem Motto verfährt: Wir hauen jetzt mal so heftig, laut einschüchternd drauf, dass er entnervt das Maul hält oder emigriert und “uns” die Deutungshoheit über das Geschehen in der BRD überlässt.
    Was ja bei Vielen – leider – funktioniert.
    Mich erinnert dies Vorgehen AUCH an die erzwungene Auforderung zur Selbstbezichtigung vor dem Kollektiv diverser stalinistischer Systeme, oder an die Kulturrevolution, als aufgehetzter Plebs jeden Andersdenker systematisch einschüchterte … und häufig weit Schlimmeres! – Nur SOOOO weit, dass das funktionieren würde sind wir in D – hoffentlich – noch nicht ganz. Auch was das angeht vertraue ich nach wie vor dem GG.

  49. MichaelS sagt:

    oooops, da ist der Hr. Tichy aber wohl einem echten Verfassungskenner auf den Schlips getreten, der, weil es ihm gerade so gut in den Kram passt und er sich nicht gross mit Argumenten rumschlagen möchte, mal eben flugs den Art. 5 des von ihm so vehement verteidigten GG verdrängt hat…..Respekt, solche Leute trauern bestimmt noch dem \”Neues Deutschland\” nach, da war die Welt so schön einfach

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